Kleine politische Nachrichten.
Q-n Berlin versammelten sich die Reichs- und Stoßtruppredner der Partei zu einer Ar- deitstaguna, bei der ein Vortrag des Leiters der Abteilung Wehrmachtspropaganda im DKW., Oberst v. Wedel, b-esonderes Interesse fand. Staatssekretär Backe berichtete über Ernährungspolitik, während Major Schumann Deutschlands luststrategische Lage umriß. Rechsminister Dr. Goebbels gab einen Ueberblick über die politische Lage.
Reichsminister Dr. Goebbels empfing Kriegsberichter der verschiedenen Wehrmachtteile, die suh besondere Verdienste erworben haben. Die PK.- Männer, die säst ausnahmslos mit dem Eisernen Kr-euz 1. Klasse ausgezeichnet waren, berichteten von ihren Kampferlebnissen. Reichsminister Dr. Goebbels sprach ihnen für ihre kämpferischen Lei- fhingen seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Die Feier in der Berliner Staatsoper anläßlich des 7. Jahrestages der NSG. „Kraft durch Freude" wird vom Großdeutschen Rundfunk (außer Deutschlandsender, Bremen und Luxemburg) am 27. November von 15.30 bis 17 Uhr im Auszug übertragen.
Am 26. November 1940 ist der Oberbürgermeister der Hansestadt Köln, Dr. Karl Georg Schmidt, M. d. R., nach kurzer schwerer Krankheit verschieden.
Ende der Woche beginnen in Italien Besprechungen der Reichsgruvpe Industrie und der Confe- derazione Fascista degli Industriali unter Führung des Generald.rektors Zangen und des Staatsmini- sters Graf Volpi di Misurata. Die Verhandlungen betreffen vorwiegend Fragen marktregelnder Art aus 17 Industriezweigen.*
Am 30. November und 1. Dezember veranstaltet der Korvsführer des NS.-Fliegerkorps in der Iahr- hundertyalle in Breslau den zweiten Reichs- wettbewerb für Saalflugmodelle. Gleichzeitig findet eine Gruppenführertagung des NS.-Fliegerkorps statt. *
In der mecklenburgischen Universitätsstadt R o ° stock findet.eine deutsch-schwedische Ata - oemikertaaung statt, die den schwedischen und deutschen Wissenschaftlern Gelegenheit geben soll, dand und Richtung der Forschung in beiden Ländern kennenzulernen. Zu dieser Tagung sind 30 schwedische Gelehrte von Rang in Rostock einge- trofien.
Prag, 26. Nov. (DNB.) Im Festsaal des Czer- ny-Palms fand am Dienstag die feierliche Amts- einführung des ersten Oberfinanzpräsidenten des Protektorats Böhmen und Mähren, Dr. Groß, durch den Reichsprotektor Reichsminister Freiherrn von Neurath und den Reichsminister der Finanzen, Graf Schwerin von Krosigk, statt.
Der auf Einladung des Reichsjugendführer» in Deutschland weilende Führer der Jugendorganisation der dänischen Nationalsozialisten, Hauptmann L a e r u m , und sein Mitarbeiter Graf Eilmer Brockenhuus-Schack wurden vom Leiter der Abteilung Deutschland im Auswärtigen Amt, Gesandten Luther, empfangen.
Oie Außenhandelslage
Vortrag von Reichsbankdirektor Dr.
Fwd. Frankfurt a. M., 26. Nov. Auf Ein- dauna der Wirtschaftskammer Hessen prach Dr. Rudolf Eicke, Direktor bei der Reichs- bank, in Frankfurt a. M. über die gegenwärtige Lage unserer Außenwirtschaft. Die deutsche Wirtschaft^, so führte er u. a. aus, habe es verstanden, auch im Kriege einen umfangreichen Handel mit dem Ausland aufrechtzuerhalten. Deutschland bilde heute nicht nur politisch den Mittelpunkt Europas, sondern lenke auch wirtschafllich alle Kräfte der europäischen Länder in geradezu dynamischer Weise auf sich. Die Intensivierung des deutschen Wirtschaftsverkehrs mit den europäischen Ländern sowie Teilen Asiens habe dazu geführt, daß das Volumen des deutschen Außenhandels, das im Kriege zeitweilig abgesunken war, trotz des Ausfalls der über» feeischen Märkte allmählich sowohl in der Ausfuhr, als auch in der Einfuhr wieder an die Höhe des Vorkriegsstandes herangeführt werden konnte. Die nordischen Länder liefern Rohstoffe und Nahrungsmittel, insbesondere Eisenerze, in höherem Maße als vor dem Kriege. Die Umsätze mit den Südoststaaten, insbesondere Rumänien, das vor allem Oel und Getreide liefert, seien durchweg erheblich gestiegen. Die Ausdehnung des deutsch-italienischen Handels verstehe sich bei der politischen Freundschaft von selbst. Die deutsch-russische Zusammenarbeit
Eicke vor der Wirtschastskammer Hessen.
habe sich sehr bewährt. Die Umsätze konnten um ein Vielfaches des letzten Friedensjahres 1938 erhöht werden. Die Einfuhr aus Holland, Belgien und Frankreich habe sich ebenfalls sehr lebhaft enb ■ wickelt, wobei Deutschland den Wünschen dieser Länder auf Lieferung deutscher Waren nach Möglichkeit entgegentomme. Fast der gesamte deutsche Außenhandel wickele sich heute in Reichsmark ab, so daß Devisensorgen nicht bestehen. Das Disagio der Derrechnungsmark in den südosteuropäischen Ländern konnte durch deutsche Einflußnahme wesentlich herabgesetzt werden und dürfte demnächst völlig beseitigt werden können. Die Intensivierung der deutschen Wirtschaftsbeziehungen zu allen europäischen Ländern habe zucsteich den Grundstein gelegt zu einer kontinental-europäischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die aus diesem Kriege hervorgehen werde. Nach dem Kriege werde es die wichtigste Aufgabe der europäischen Handelspolitik fein. Die Handelsbeziehungen zu einer Reche von Ueberfee- staaten, die heute bereits lebhaftes Interesse an der Wiederaufnahme des Wirtschaftsverkehrs mit Europa zeigen, zu erneuern, um die dort lagernden unverkäuflichen Nahrungsmittel- und Rohstoffbestände Europas zukommen zu lassen und den Lebensstandard zu verbessern.
Der Präsident der sozialdemokratischen Fraktion: und Wortführer der Sozialdemokrattschen Partei im dänischen Reichstag, Hartwig Frisch, hat mit der Begründung, daß chn wissenschaftliche Arbetten in Anspruch nähmen, um Befreiung von seinen politischen Aemtern nachgesucht. Frisch hatte sich feit 1932 in besonders aktiver Weise durch unversöhnliche Haltung gegenüber dem Dritten Reich ausgezeichnet.
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Der ehemalige Botschafter der Vereinigten Staaten in Berlin, Hugh Robert Wilson, scheidet aus dem diplomatischen Dienst. Wilson hatte Berlin im November 1938 verlassen. Seitdem war er Son- berberater für die Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten gewesen.
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In Washington wird bekanntgegeben, daß die Vereinigten Staaten auf Madagaskar ein Konsulat einrichten. Wie erinnerlich, sind erst kürzlich in anderen französischen Kolonien — vor allem in Dakar und in sonstigen Orten Westafrikas — nordamerikanische Konsulate neu errichtet worden.
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Die Ernennung des Admirals L e a h y zum Botschafter der Vereinigten Staaten bei der franzö- si'chen Regierung wurde bekanntgegeben. Leahy ist Konteradmiral und war früher einmal Flottenchef der Vereinigten Staaten. Zuletzt bekleidete er den Posten eines Gouverneurs der Antilleninsel Puerto Rico.
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Der bisherige Presseattache der bvttischen Gesandtschaft in Nicaragua hat sich nach Honduras begeben, nachdem ihm zu verstehen gegeben worden war, daß sein weiterer Aufenthalt unerwünscht sei.
Der Attache hatte eine Meldung lanciert, daß im deutschen Club Waffen gefunden worden seien.
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Der frühere Kommandant der rumänischen Staatsjugend in der Zeit des Carol-Regimes („Lan- „Landeswacht" bereichert haben, lieber acht Millio, fen. lieber Siderovici war Hausarrest verhängt worden. Siderovici soll sich an dem Vermögen der „Landeswach" bereichert haben, lieber acht Millionen Lei konnte er keine Rechenschaft ablegen.
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Die slowakische Regierung hat der r u t h e n i - schen Volksgruppe in der Ost-Slowakei, die etwa 60 000 Köpfe zähll, eine eigene Zei- hing bewilligt. Das Blatt, das in Presov erscheint, wird den Namen „Narodno Slovo" führen.
Aus aller Wett.
Schwerverbrecher erschossen.
Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei teitt mit: Am 12.11.1940 wurde der wiederholt vorbestrafte Schwerverbrecher Herbert Weishauer wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt erschossen.
Dampfer-Lxplosiou in Haifa.
Auf dem ehemaligen französischen jetzt unter englischer Flagge fahrenden Dampfer „P a t r i a " ljat sich im Hasen von Haifa eine noch ungeklärte Explosion ereignet, die zum Kentern des 11000 BRT. großen Dampfers im Laufe von wenigen Minuten führte. Das Schiff war nach dem französischen Zusammenbruch von England mit Beschlag belegt worden. An Bord befanden sich 1800 illegale Einwanderer, die zwangsweise von Palästina aus
Eine furchtbare Drohung.
Jetzt ist es heraus, wie England den Hinauswurf aus Europa und die Konsolidierung einer neuen Ordnung beantworten wird. Die „New s2)or£ Times" meldet die furchtbare Drohung aus London, man werde dort eine ,Konferenzderexilierten Regierungen" zusammenberufen, um von dieser Plattform aus Europa englische Frie. ä densvorschläge zu machen. Man ist sich aber wohl noch nicht darüber im klaren, ob der Ope- rettengeneral und Landesverräter d e Gaulle, ein Mann, der feine französischen Landsleute meu. | dielte, oder ob Halle Se l a s s i e, der Exnegus i von Abessinien, dieser Konferenz präsidieren wird ober gar der Biesterfelder, der als „Lerbindungs. offizier" zwischen den Kellersalons und irgend, welchen „Amtsstellen" hin- und herpendelt. Oder wird der norwegische Jude H a m b r o die Ehre haben, diesen Kongreß der Abgehalfterten, der Er, fürsten uni) Exregierungen ohne Land und Einfluß, zu bevorsitzen? Es wird ein wirklich erlauchter Ring werden, der England aus allen Nöten helfen soll und sicherlich auch so gut helfen wird, wie er sich selbst geholfen hat. Als Halle Selassie nach Europa floh, so berichteten die englischen Blätter, zahlle er ständig die mitgebrachten Theresientaler. Die übri- gen Schutzbefohlenen Englands machten es nicht anders, sie haben Staatsgelder aus Polen und Nov wegen, aus Brüssel und aus der holländischen Re» sidenz gestohlen und dafür, wie amerikanische Zeitungen berichten, Liegenschaften im sicheren Amerika gekauft. Ihre Konferenz wird nunmehr sicherlich von England honoriert werden, und das ist vielleicht der ganze Zweck der Hebung.
_____i_ . __~T[ in eine englische Kolonie abgeschoben werden sollen. Man nimmt an, daß die Zahl der Toten sehr hoch ift
Eine Richard-wagner- Sammlung dem dänischen Staat vermacht.
Der in Kopenhagen lebende deutsche Richarde Wagner-Kenner Robert Bartsch hat dem bäni, schen Staat eine wertvolle Wagner-Sammlung Ts Dank für 40jährigen Aufenthalt in Dänemark Den macht. Die Sammlung umfaßt neben unzähligen Schriften über Wagner in allen Sprachen Dielt Originalmanuskripte, sämlliche Wagner- Kompositionen auf Schallplatten, ein Archiv von Bühne nausnahmen und Gegenstände aus Wagners persönlichem Besitz. Bartsch ist Ehrenbürger der Stadt Bayreuth, der er vor Jahren bereits eine, früher von ihm angelegte Wagner-Sammlung gc» stiftet hatte.
Fünf Jahre lang im Urwald verschollen.
Der amerikanische Forscher M. C. Spencer ist: von einer fünf Jahre währenden Studienreise in. wenig bekannte Gegenden Ibero-Amerikas zu- rückgekehrt, nachdem jahrelang jede Nachricht: über den Verbleib des Forschers gefehlt hatte. Peruanischen Journalisten hat Spencer nun erzählt, daß er die Jahre in den Dschungeln Brasiliens, Ecuadors und Perus verbracht habe. In den Stromschnellen des Flusses Ahuait«, sei er von Indianern des Stammes der Kafchib» gefangen genommen worden, die ihn zehitz Monate hindurch festgehalten hätten. Bei einer Großwildjagd an der Grenze Perus fei ihm endlich die Flucht gelungen. _____________ ।
Danksagung.
Margarete Langstroff, geb. Strauch, und Sohn,
Gießen (Landgrafenstraße 2), den 27. November 1940.
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Für die vie'en Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen und für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseien innigsten Dank. Ganz besonders danken wir der Betriebs- tührung. Gefolgschaft und Werkschar der Stah werke Röchling- Buderus AG.. Wetzlar, sowie dem Krieger verein Gießen für die ehrenden Nachrufe am Grabe. Ebenso danken wir Herrn Pfarrer Kalbhenn, Maulbach, für die trostreiche Grabrede.
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