Nr. 202 Zweiter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Dienstag, 27. August 1940
Aus der Stadt Gießen.
Warten können!
Wie vielen Menschen ist es ärgerlich, wenn sie aus etwas warten müssen, sei es auf die Elektrische, auf einen Zug oder auf einen lieben Besuch. Es geht ihnen wie den Kindern. Sie rennen herum und können nur das eine sagen: „Ach, wenn sie doch schon da wären!" Bei jedem Geräusch, bei jedem Klingelzeichen wenden sie sich um und sehen nach, ob es jetzt Zeit ist.
Am schlimmsten ist es, wenn wir auf einem Um- steiaebahnhof ankommen. Oft haben wir da auf den Anschluß warten müssen. Wir sitzen auf dem Bahnsteig und warten ... Dann stehen wir auf, schauen nach den Plakaten, studieren die Fahrpläne und betrachten die andern Reisenden. Sie machen es ebenso wie wir. Man wird allmählich ungeduldig und mißmutig. Dann endlich kommt der Zug. Der Unmut verfliegt rasch.
Auch auf unserm Lebenswege kommen wir oft auf solche Umsteigebahnhöfe. Da zeigt es sich, ob wir warten können. Bei ruhiger Ueberlegung müssen wir uns sagen, daß es gar keinen Sinn hat, nervös zu werden oder gar zu schimpfen. Wir müssen warten können, wenn's auch schwerfällt.
Dieses Warten will gelernt sein. Mit einiger Selbstzucht können wir aber viel nachhelfen. Was wäre ein Jäger auf dem Anstand, wenn er nicht warten könnte, bis das Wild kommt! Wie erginge es dem Angler, wenn er die Geduld verlöre! Das Warten ist manchmal unangenehm, aber wie oft wird es tausendmal belohnt! Wenn wir sagen können: „So, jetzt ist es Zeit!", und es ist wirklich Zeit, dann fällt uns die reife Frucht von selber in den Schoß. Die Natur zeigt uns, daß wir warten müssen. Wer glaubt, daß seine Früchte eher reifen, wenn er sie abpflückt und ins warme Zimmer bringt, der ist in einem großen Irrtum. Es wird dann höchstens eine Notreife daraus.
Don selbst kommt nichts, es muß alles reifen. Wenn aber der Zeitpunkt der Ernte gekommen ist, dann heißt es auch nicht mehr: Warten! Dann gilt die Losung: Zugreifen, rasch anpacken!
Wir wollen deshalb in den Lebenslagen, in denen uns das Warten vielleicht schwer wird, daran denken, daß alles auf der Welt seine Zeit hat, seine Zeit haben muß. —N-
vorhanden, wobei wohl anzunehmen ist, daß sich diese Zahl auf das Großdeutsche Reich bezieht, so kann allein die Sparkassenor^anisation einen Zugang von zirka 3,3 Milliarden RM. an Spareinlagen bei sich verzeichnen. Sind die Zahlen der öffentlichen Sparkassen in Deutschland für die Spareinlagenentwicklung bei der Bedeutung der Sparkassen im deutschen Sparkassenwesen als ausschlaggebend anzusehen, so kommen doch noch zu dem Spareinlagenzuwachs von zirka 3,3 Milliarden RM. die Zugänge an Spareinlagen bei der Postsparkasse, den Banken und den Genossenschaften, so daß der ungeheure Spareinlagenzuwachs von 3,3 Milliarden RM. für den Gesamtzuwachs eher noch zu niedrig als zu hoch gegriffen sein wird. Außerdem ergibt sich aus diesem Spareinlagenzuwachs, daß eine große Steigerung des Einlagenzugangs gegenüber denselben Zeiträumen der Friedensjahre zu verzeichnen ist.
Wahrscheinlich handelt es sich bei der erwähnten Steigerung der Spargelder um rund 10 Millionen RM. um den Spareinlagenzugang einer Kapitalsammelstelle, die im Rahmen der deutschen Volkswirtschaft nur von sehr untergeordneter Bedeutung sein kann, da allein die Bezirkssparkasse Gießen bis jetzt im Jahre 1940 allein einen Spareinlagenzugang von 4,4 Millionen RM. ausweisen kann.
Bacon in Gießener Metzgereien.
Das am Samstag in Gieße» eingetroffene Schweinefleisch (Bacon) aus Dänemark ist von der Fleischerinnung gestern an die Gießener Metzgereien zur Ausgabe an die Bevölkerung verteilt worden. Es handelt sich bei diesem Fleisch um volle Schweinehälften, allerdings ohne Kopf. Für die Verwendung im Haushalt mögen unsere Hausfrauen einige Ratschläge beachten, die Professor Dr. Kallert von der Reichsanstalt für Fleischwirtschaft über den Verbrauch dieses Fleisches gab. Er betonte, daß es sich bei Bacon um ein mildgepökeltes Schweinefleisch handelt. Die etwas bräunliche Farbe der Schwarten rührt daher, duß die Schweineborsten in besonderen Oefen abgesengt werden, wodurch das Fleisch fester und haltbarer wird. Das mit Pökellake leicht gespritzte Fleisch ähnelt unserem altbekannten Pökelkamm oder Kasseler Rippespeer. Soll Bacon gebraten werden, dann ist eine vorhergehende genügend lange Wässerung — je nach Größe des Stückes von etwa % bis zu mehreren
Stunden — zu empfehlen. Von der Wässerung des Fleisches kann abaei-hen werden, wenn es für stch allein oder mit Gemüse zusammengekocht werden soll. Will die Hausfrau Koteletts braten, fo kann sie noch ein übriges tun, wenn sie das Fleisch vorher kurz auf^öcht und es dann erst brät.
Familienunterhalt des unehelichen Kindes.
Das Frauenamt der DAF. teilt mit: Durch die Verordnung über die während des besonderen Einsatzes geltende Fassung des Familienunterhaltsgesetzes hat die bisherige Regelung des Familienunterhaltes für uneheliche Kinder eine grundlegende Aenderung erfahren. Bisher konnte die Gewährung des Familienunterhaltes nur stattfinden, wenn die durchschnittliche Unterhaltsleistung des einberufenen unehelichen Vaters während des letzten halben Jahres oder eines vorgesehenen kürzeren Zeitraumes vor Aushändigung des Gestellungs-. oder Einberufungsbefehles wenigstens ein Drittel des Unterhaltssatzes betragen hatte, so daß damit die Ernährereigenschaft bewiesen war. Nunmehr ist die Gewährung des Familienunterhaltes nicht mehr vom Bestehen der Ernährereigenschaft abhängig. Voraussetzung ist jetzt nur noch, daß die Verpflichtung des Einberufenen zur Unterhaltungsleistung besteht. Dies ist von dem Stadt- oder Landkreis zu prüfen.
12 Zahre Zuchthaus für einen Brandstifter.
* Nidda, 26. Aug. Das Sondergericht verhandelte in dreitägiger Sitzung im Sitzungssaal des hiesigen Amtsgerichts gegen den 42 Jahre alten Karl Tag aus Ranstadt wegen Brandstiftung. Es handelte sich dabei um einen Scheunenbrand in der Nacht zum 10. Juni auf dem Grundstück des Vaters des Angeklagten, des Landwirts Friedrich Tag III. in Ranstadt bei Nidda. Dem Feuer fielen mit der Scheune Vorräte an Stroh und Heu sowie landwirtschaftliche Maschinen zum Opfer. Als Brandursache wurde sofort Brandstiftung festgestellt. Der Angeklagte war nach dem Ausbruch des Brandes zu Bekannten in dem Dorfe Blofeld gegangen, bei seiner Rückkehr von dort in Haft genommen worden. Die dreitägige Verhandlung vor dem Sondergericht erbrachte sowohl durch die Beweisaufnahme, als auch durch die Aussagen
des Angeklagten selbst den Beweis seiner Schuld. Es machten sich gewisse Zweifel an dem Geistes- Island des Angeklagten geltend, jedoch wurde seine Unzurechnungsfähigkeit von dem Sachverständigen nicht bestätigt. Im Hinblick darauf, daß durch die Tat des Angeklagten schwerer Schaden an der Versorgung unseres Volkes eingetreten ist und dadurch die Widerstandskraft des deutschen Volkes im Kriege gefährdet wurde, beantragte der Staatsanwalt die Todesstrafe. Lediglich mit Rücksicht auf die geminderte Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten sah das Gericht von der Todesstrafe ab und verurteilte ihn
Der einfachste Weg, um Die Zähne gesund zu erhalten: die richtige Zahnpslege.
CHLORO DO NT
zu 12 Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte aus die Dauer von 10 Jahren. Ferner erkannt»» das Gericht auf die Unterbringung des Angeklagten in eine Heil- und Pflegeanstalt.
Gießener Wochenmarktpreise.
* G i e ß e n, 27. Aug. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11^, Kartoffeln, % kg 5,8, 5 kg 58, Wirsing, % kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8 bis 9, gelbe Rüben 7, rote Rüben 8, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 15 bis 20, (gelb) 16 bis 21, Erbsen 30, Mischgemüse 10, Tomaten 18, Zwiebeln 12 bis 14, Rhabarber 10, Kürbis 7, Frühäpfel 20 bis 25, Falläpfel 7 bis 12, Birnen 15 bis 30, Brombeeren 45, Blumenkohl, das Stück 10 bis 80, Salat 8 bis 10, Salatgurken 10 bis 40, Einmachgurken Wi bis 4, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf.
Mar-
Leichiachletik-Vezirksmeisterschasten
Die besten Turner
gesayr zo.bb MitUaroen ...100-Meter-rraus: i.öajnuui,
1939 vorhanden waren. Sind "stu nach 6en 14,4 Sek.; 2. Muhl, DfB.-R. Gießen, 15,(
Führungen des Reichswirtschaftsminlsters £ £ «en 13 Emmi Arnold, DfB.-R. Gießen, 15,1 Sek.
24 Milliarden RM. bei den öffentlichen vparraiie«
Karl Schlicht, Tv. W.-Niedergirmes, 146; 4. Willi Schaaf, Tv. Sinn, 143,5; 5. Otto Bender, Duspo. Rodheim, Otto Kreiling, Tv. Wieseck je 142,5 P.
Sechs-Kampf d e r Turner- Mittel- ft u f e: 1- Otto Kreiling, To. Wieseck, 104,5; 2. Will: Schmidt, Tv. Herborn, 103,0; 3. August Werner, Tv. Herborn, Willi Simon, Tv. Dillenburg, je 99,5; 4. Otto Bender, Tuspo. Rodheim, 97,5; 5. Karl Schlicht, Tv. W.-Niedergirmes, 97 P.
Sieben-Kampf der Turner-Unter- stufe: 1. Walter Bill, Tv. W.-Niedergirmes, 128; 2. Fritz Gräser, To. Wetzlar, 124; 3. Heinz Weber, To. Sinn, 123,5; 4. Rudolf Wollrab, Tv. Alsfelds
feld, 10,16 Meter.
RafenfrafffporL Dreikampf.
(Gewicht-Hammerwerfen, Steinstoßen.) Leichtgewicht: 1. Georg Hermann,
, Ringen. f>3.
Bantamgewicht: 1. Hans Maul, DfK. 09 Alsfeld, 2 Siege; 2.Adolf Wilker, VfK. 09 Alsfeld,
Grüningen, je 44 Punkte.
DJ., Klasse I: 1. Heinz Hildebrand, Tv. Katzenfurt, 100; 2. Reinhold Harnisch, Tv. Watzenborn-Steinberg, 90; 3. Hein; Becker, Fhl. 2/116, 74 4. Werner Best, Tv. Waldgirmes, 72 Punkte.
DJ., Klasse II. 1. Willi Bürding, Tv. Heuchel- heim 65; 2. Horst Jürgens, Tv. Heuchelheim, 63;
bürg 88, 219 Punkte, Mittelgewicht: 1. Adolf Klotz, K.-Sp. 93
Gießen, 115 Punkte; 2. Herbert Noeller, K.-Sp. 93
Neun-Kampf der Turner-Oberstufe: 1 Anton Kaiser, 1846 Gießen, 149,5; 2. Hans Steioff, Tv. Ewersbach, 148; 3. Ewald Beichner, To. Burgsolms, 134; 4. Ludwig Sengstake, Tv. Wieseck, 126 Punkte.
Sechs-Kampf der Turner-Ober st ufe: 1 Anton Kaiser, 1846 Gießen, 104,5; 2. Kurt Sten- zel Tv Dillenburg, 101,5; 3. Karl Swoboda, Tv. Sinn, 101; 4. Wilhelm Ferber, Tv. Waldgirmes, 99; 5. Ewald Beichner, Tv. Burgsolms, 95 Punkte.
Neun-Kampf der Turner-Mitte l - stufe: 1. Herbert Theuermeister, Tv. 1846, Gleißen, 155; 2. Willi Schmidt, To. Herborn, 154; 3.
4X100-Meter-Stasfel: 1. Mtv. Gießen 58,8 Sek.; 2. To. Dillenburg 59,5 Sek. VfB.-R. Gießen wurde mit 56,4 Sek. disqualifiziert.
Kugel st aßen: 1. Schmidt, VfB.-R. Gießen, 9,10 Meter; 1. Muhl, DfB.-R. Gießen, 9,0 Meter; 3. Seim, Mto. Gießen, 7,87 Meter.
Weitsprung: 1. Pfeiffer, Oberscheld, 4,56 Meter; 2. Schmidt, VfB.-R. Gießen, 4,51 Meter; 3. Seim, Mtv. Gießen, 4,31 Meter.
Der Dreikamps.
Tageskalender für Dienstag.
Deutsche Arbeitsfront, NSG. „Kraft durch Freude": 16 und 20 Uhr im Gloria-Palast, Seltersweg: Gastspiel Ludwig Schmitz. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Heimat".
Ortszeit für den 28. August.
Sonnenaufgang 6.19 Uhr, Sonnenuntergang 20.58 Uhr. — Monduntergang 16.48 Uhr, Mondaufgang —. Mond in Nordwende.
Großkundgebung der Partei in Gießen
In einer. von der Kreisleitung Wetterau angekündigten Großkundgebung der Partei spricht am nächsten Samstagabend in der Aula der Universität der Reichsredner Pg. Weimer. Der Beginn der Kundgebung ist auf 20.30 Uhr festgesetzt. Alle Volksgenossen sind willkommen.
Besuch Der Schrvarzmeer-Kosaken in Gießen.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Das Wort „Kosak" bedeutet in tartarischer Sprache „Held". Im 15. und 16. Jahrhundert siedelten sich freiheitsliebende Menschen in den Städten Südrußlands an und legten sich diesen Namen zu. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Derteidl- gung der Südgrenze Rußlands gegen die Emsalle wilder Steppenstämme. Berühmt waren die Sapo- rogischen Kosaken, die viele Jahrhunderte hindurch nicht nur gegen die Tartaren, sondern auch aegen die Polen Krieg führten, so wie die Don-Kosaken, die in den Türken ihren Erbfeind bekämpften. Die Saporogischen Kosaken, die ursprünglich am unteren Lauf des Dnsepr-Flusses lebten, erfüllten eine geschichtliche Aufgabe, indem sie für die Dergroße- runq Rußlands bis zu den Ufern des Schwarzen Meeres kämpiten. Später übertrug Katharina 11. dem Saporogischen Kosakenheer eine neue wichtige Aufgabe, nämlich den Schutz des von den Russen besetzten nördlichen Kaukasus vor den Einfällen der wilden Völker des Kaukasus. Aus dieser Zett stammt auch das Heer der Schwarzmeer-Kosaken
Die Heimat der Schwarzmeer-Kosaken ist der schmale Küstenstreifen zwischen den Schneerlesen des Kaukasus und den Wellen des Schwarzen Meeres. Obwohl der Kaukasus seit 80 Jahren be- (riebet lebt, haben stch doch . die Schwarzrneer- Sofaten die. Tradition ihrer kriegerischen Vergangenheit bewahrt. Von Kriegszügen und Abenteuern aber auch von Liebe und (rohen Feiern erzählen ihre Lieder, Auch ihre den Bergvölkern entlehnte Tracht ist volkstümlich und malerisch geblieben
Wenn die Lieder des Schwarzmeer-Kosaken- Chores erklingen, (o werden in ihnen die grotzen Persönlichkeiten aus der Kosakengeschichte wieder ledendigi der Hebmann, Sagaidotschny, der Fre bester Stenka Rasin und viele andere; so künden sie von den Gebrauchen und vom Leben der Kosaken.
Die Entwicklung Der Spareinlagen.
In einem Bericht über die iünsst- Versammlung des Sparerbundes Giehen (ogl, Gießener Anzeiger Dir. 199 vom 23. August) war aus einem Vortrag u.a. mitgeteilt worden, ein Ueberblick über bie Ent- wicklunq der Spartätigkeit ergebe das erfreulich Resultat, daß trotz de- Kriegs,ahres ine Steider um rund 10 Millionen RM. »esttegen seien. 3 dieser Angabe wird uns von der Vezirkssparkai, Gießen mitgeteilt, daß jene Summe non ,, Millionen RM." Ursache zu irrigen Betrachtungen lein könnte. Nach den Ausführungen des Reichs Wirtschaftsministers Funk auf der Königsberger Messe haben die Spareinlagen der deutschen epar kassen eine wesentliche Steigerung er stch - Reichswirtschaftsminister fü^te namhd) trauen „Daß das deutsche Volk unerschütterliches Vertrauen zu seiner Fügung hat, zeigt sich am be ten 'n dem ununterbrochenen Ansteigen der Spare«EO^in-n den deutschen Sparkassen, d,e Ende Ium,1940 -IN.N Betrag von 24 Milliarden RM. erreicht Hadem Ende Juni 1939 verwalteten die Milliar-
kassen im Altreich (ohne Memelland) 18M Mlllia den RM. Spareinlagen. Zu dieser Summe fomnwn noch die Spareinlagen der Ostmark von , den RM. und die Einlagen des Sudetenlandes schätzungsweise 0,6 Milliarden RM., so d h
*20,66 Rtilliarden . ..." «inA Aus-
Oie besten Turner und Sportler.
Auszug aus der Siegerliste vom Bezirks-Turn- und Sporttag in Gießen
Männer.
100-Meter-Lauf: 1. Weiler, VfB.-R. Gieren 114 Sek.; 2. Hochstein, Tv. Großen-Buseck, 11,5 Sek'.; 3. Zerndt, VfB.-R. Gießen, 11.5 Sek
200-Meter-Lauf: 1. Willi Topp, Wetzlar, 24,4 Sek.; 2. Weiler, VfB.-R. Gießen, 24,5 Sek.; 3.'Schumann, Wetzlar, 24,9 Sek.
400-Meter-Lauf: 1. Jox, 1900 Gießen,
54,8 Sek.; 2. Junghenn Wetzlar, 57,5 Sek 800-Meter-Lauf: 1. Kirchberger, VfB.-R., 2:11,5 Min.; 2. Kreiling, Heuchelheim, 2:13,0 Mm.;
3. Schmidt, Dillenburg, 2:13,1 Min.
1 5 00-Meter-Lauf: 1. Kirchberger, DfB.-R.
Gießen, 4:33,0 Min.; 2. Jung, Wetzlar 4:33,2 Mm.;
3. Erwin Reidel, Heuchelheim 4:33,5 Mm.
5000-Meter-Lauf: 1. Uff3- Reidel 16.39,5 Mn.; 2. Geller, Heuchelheim, 17:11,4 Mm.; 3. Wid- huhn’ Wetllar, 17:23,4 Min. _
4X100-Meter-St°ffel: 1. DfB.-R. Gießen I 45,9 Sek.; 2. DfB.-R. Gießen II 47,1 Sek.; 3 Tv Wetzlar I 47,4 Sek.
Kugelstoßen: 1. Dr. Luh, VfB.-R. Gießen 15 Meter- 2. Schleenbecker, Ruttershausen, 11,97 Meter- 3 'Weiler, DfB.-R. Gießen, 10,89 Meter.
Diskuswerfen: 1. Dr. Luh, DfB.-R. Gießen 41 42 Meter; 2. Gary, Athletik-Club Marburg, 36,64 Meter; 3. Schleenbecker, Ruttershausen, 34,52
Speerwerfen: 1. Engel, 1900 Gießen, 47,18 Meter- 2. Dr. Luh, DfB.-R. Gießen, 45,86 Meter; 3 Deu'cker, Sportgem. Steinbach, 42,87 Meter.
Weitsprung: 1. Höften, DfB.-R. Gießen, 6 78 Meter; 2. Weiler, DfB.-R. Gießen, 6,60 Meter; 3. Hochstein, Großen-Buseck, 6,25 Meter
Hocksprung: 1. Schleenbecker, Ruttershausen, 1 75 Meter- 2. Jakobs, Reichsbahn Dillenburg, 170 Meter; 3. Schwarz, DfB.-R. Gießen, 1,65 Mtr.
Dreisprung: 1. Decher, DfB.-R. Gießen, 12 39 Meter; 2. Engel, 1900 Gießen, 11,90 Meter; 3. Dogel, Reichsbahn Dillenburg, 11,82 Meter.
Frauen.
BC. Sinn, Rudolf Peter, BC. Sinn, je 46; 5. Paul Becker, Reichsbahn Burg-Herborn, 42 Punkte.
Männer, Altersklasse I: 1. August Riemann, SA.-Kampfspielgem. Gießen, 76, 2. Walter Zerndt, DfB.-R. Gießen, 69; 3. Heinrich Bös, Tv. Dillenburg, Artur Butz, SA.-Kampfspielgem, Gießen, je 58; 4. Otto Leidig, Grüningen, Wilh. Weißmantel, Pol.-Spv. Giehen, Karl Rühl, Sportgem. Gro- zen-Buseck, Wilh. Röhrsheim, Tv. Krofdorf, je 53; 5. Rudolf Schmidt, Sportgem. Rodheim, 52 Punkte.
Männer, Altersklasse II: 1. Heinrich Keller, Tv. Burgsolms, 66; 2. Fritz Adam, Tv. Braunsfels, 63; 3. Karl Heß, To. Braunfels, 59; 4. Jos. Krämer, Heeresbetriebe Gießen, 53; 5. Walter Jürgens, Tv. 1846 Gießen, 51 Punkte. .
Männer, Altersklasse III: 1. ErnS ' Schindler, Spv. 05 Wetzlar, 81; 2. H. Spengler, SA.-Kampfspielgem. Gießen, 80; 3. Hch. Koch, Tv. 1846 Herborn, 75; 4. Wilhelm Scherf, Tgm. Laubach, 71; 5. Karl Weih, Tv. Klein-Linden, 67 P.
Wehrmannschaft: 1. Karl Kreiling, SA. Pi/1, 57; 2. Otto Klug, SA. Pi/1, 53; 3. Joh. Ludwig Rändel, SA. 42/116, 49; 4. Friedrich Spruck, SA. 42/116,, Hugo Müller, SA. 42/116, je 45; 5. Karl Hach, SA. 43/116, 43 Punkte.
Frauen: 1. Elfriede Schmidt, DfB.-R. Gießen, 52; 2. Gertrud Muhl, DfB.-R. Gießen, 43 Punkte.
B DM., Klasse A: 1. Martha Philipp, DfB.-R. Gießen, 56; 2. Lotte Burkhard, BDM. 2A 1/116, 51; 3. Hermine Buß, 1A 1/116, Mto., Gertrud Härder, Tv. Klein-Linden, 49; 4. Erika van Bentheim, 1A 1/116, Mtv. Gießen, 45; 5. Lotte Seifert, 1/88, 43 Punkte.
B D M., Klasse B: 1. Liselotte Mellinger, 4/116, DfB.-R. Gießen, 68; 2. Irmgard Siek, Tv. Grünberg, 21/116, 65; 3. Annelore Kratz, 5/116, Mtv. Gießen, 63; 4. Marianne Preiß, 1/116, 61;
5. Ilse Grollpfeiffer, 5/116, Mtv. Gießen, 58 P.
IM.: 1. Linni Maus, 1/116, 83; 2. Gertrud Schmandt, 6/116, Tv. Heuchelheim, 72; 3. Giesela Zimmer, DfB.-R., 71; 4. Elfriede Löffert, 5/116, 69; 5. Liselotte Lenzi, 1/116, Liane Schult, 2/116, je 66 Punkte.
HI., Klasse A: 1. Kurt Engel, Spvgg. 1900, 63: 2. Hans Feller, Tv. Dillenburg, 56; 3. Richard Krieger, Tv. Heuchelheim, 55; 4. Erwin Kreiling, Tv. Wieseck, Hans Weege, Tv. Dillenburg, je 52; 5. Hans Dietrich, DfB.-R., Wilhelm Georg, To. Lich, je 51 Punkte.
HI., Klasse B: 1. Walter Vogel, Reichsbahn Dillenburg, 63; 2. Artur Weller, 50; 3. Wolfgang Schcmebohm, Spvgg. 1900, Karl Leicht, Tv. Bieber, je 48; 4.. Joachim Werst g, Tv. Wetzlar. 45; 5. Rudolf Hainer, Mtv. Gießen, Reinhard Mohn, Tv.
Die Wettkämpfe bei dem Bezirks-Turn- und Sporttag in Giehen, die sich unter der Gesamtleitung von Bezirkssportwart Heller glatt abwickelten, brachten interessante Ergebnisse. Im Anschluß an unseren gestrigen Bericht bringen wir heute noch folgenden Auszug aus der Siegerliste.
Schwerathletik.
Gewichtheben. HI.-Klafse.
Bantamgewicht: 1. Adolf Wilker, DfK.09 Alsfeld, 195 Psd.; 2. Walter Stock, DfK. 09 Alsfeld, 170 Pst).
Leichtgewicht: 1. Ludwig Schott, DfK. 09 Alsfeld, 325 Pfd.; 2. Oskar Rabow, Kr.- u. Sportklub Gießen, 290 Pfd.; 3. Fritz Der», Kr.- u. Sportklub Gießen, 280 Pfd.; 4. Willi Lorenz, Kr.- u. Sportklub Gießen, 275 Pfd. 5. Heinz Kraft, VfK. 09 Alsfeld, 265 Pfd.
A kt. Federgewicht: 1. Willi Schott, VfK. 09 Alsfeld, 395 Pfd.; 2. Alex Götz, Gießen, 305 Pfd.
Leichtgewicht: 1. Hch. Schwalm, VfK. 09 Alsfeld, 390 Pfd.
Mittelgewicht: 1. Adolf Klotz, K.-Sp. 93 Gießen, 410 Pfd.
Schwergewicht:!. Anton Gary, Marburg 88, 560 Pfd.; 2. Gefr. Hartmann, Wetzlar, 365 Pfd.
100-Meter-Lauf: 1.Schmidt, DfB.-R. Gie- ßen 14,4 Sek.; 2. Muhl, DfB.-R. Gießen, 15,0 Sek.;
3 Siege; 3. Otto Broder, VfK. 09 Alsfeld, 2 Siege. Mittelgewicht: 1. Paul Hatz, K.-Sp. 93. Gießen, 1 Sieg; 2. Hch. Kurz, DfK. 09 Alsfeld, 1 Sieg.
A k t. Leichtgewicht: 1. Alois Funk, K.-Sp. 93 Gießen, 1 Sieg; 2. Gustav Braun, DfK. 09 Alsfeld, 1 Sieg.
Mittelgewicht: 1. Adolf Klotz, K.-Sp. 93 Gießen, 1 Sieg.
Halbschwergewicht: 1. Helmut Hartmann, Wetzlar, 1 Sieg.
Gewichtwerfen.
Federgewicht: 1. Willi Schott, VfK. 09 Alsfeld, 9,58 Meter.
Leichtgewicht: 1. Georg Hermann, Marburg, 17,33 Meter; 2. W. Brüll, Marburg, 9,64 Mtr.
Mittelgewicht: 1. Adolf Klotz, Gießen, 12,42 Meter; 2. Herbert Noeller, Gießen, 12,27 Meter.
S chw e rgewicht: 1. Anton Gary, Marburg, 15,82 Meter; 2. Gefr. Hartmann, Wetzlar, 12,24 Mtr.
Altersklasse: 1. Hch. Schwalm, VfK. 09 Als-
i " Gießen, 59 Punkte.
8eid)tqemid)t: 1. Heinz Kraft. VfK. 09 Als- Schwergewicht: 1. Anion Gary Marburg selb, 4 Stage; 2. Lubwitz Errnel. VfK. 09 Msfelb.>88, 176 Punkte; 2. Gefr. Hartmann, Wetzlar, 116 P.
Männer, Klasse I: 1. Dr. Otto Luh, VfB.- Reichsbahn, Gießen, 68; 2. Helmut Schleenbecker, To. Ruttershausen, 57; 3. Ernst Decher, VfB.-R. Gießen, 55; 4. Martin Kreck, Tv. Ewersbach, 52; 5. Karl Schuster, To. Wetzlar, 50; 6. Willi Mun- zert, VfL. Lollar, 59 Punkte.
S p i e l e r k la s s e: 1. Wachtm. Gustav Weiler, VfB.-R. Gießen, 90; 2. Erich Hochstein, Sportgem. Großen-Buseck, 83; 3. Friedrich Rudolf, To. Ewersbach, 75; 4. Rudolf Walter, Tv. Atzbach, 72; 5. Heinrich Hoffmann, Tv. Katzenfurt, Hugo Schrei-
Wetzlar,54; 2. Alfred Mensinger, Tv. Braunfels, Tv. Heuchelheim, Erich Langsdorf Fhl. 7/88 P 52; 3. Hans Petry, BC. Sinn, 49; 4. Albert Pauly, 61; 5> Hernrich Jungmann, Fhl. 9/88, 60 Punkte.


