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Er. 176 Sweites Blatt
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
B ayreuth, 21.Juli.
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fit wenia verstehen. Tietjen ließ die einzigartig stirn- ziehen. So forderte Friedrich List vor hundert Jah- munasoollen Bilder von Emil P r e e t o r i u s , ren bereits nichts weniger als eine Zusammenarbeit wie sie waren. Er gab nie mehr oder weniger Licht aller Völker des Südostraumes mit Deutsches früher, stellte die Solisten nicht an die Rampe land, dessen Aufgabe er — wie er es in dem Pro-
Bilder von der Großen Deutschen Kunstausstellung
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deutscher Wertung und Geltung zu dienen. Die Große Deutsche Kunstausstellung 1939, die am 16. Juli vom Führer eröffnet wurde, blieb bis Februar 1940 geöffnet. Bereits <im Schluß des Berichtsjahres war eine Besuchsziffer von fast 400 000 und ein Verkaufserlös von über zwei Millionen Reichsmark erreicht — ein stolzes Ergebnis einer Kriegsausstellung. Seinen Bericht schloß August von Finck mit dem Wunsch, daß die Große Deutsche Kunstausstellung 1940 wirklich als Sinnbild ungebrochener künstlerischer Schöpferkraft unseres Volkes in Erscheinung treten und den glorreichen Endsieg der Nation erleben möge.
Gchildwachen der Wirtschaft.
In diesem Sommer sind genau hundert Jahre verflossen, seitdem der große deutsche Wirtschaftspolitiker Friedrich Li st sein Hauptwerk „D a s nationale Sy st em der politischen Oe k o- nomie" der Oeffentlichkeit übergab. Dieses Ereignis mag manchem nicht belangvoll genug erscheinen, um seiner in einer Zeit zu gedenken, die angefüllt ist von gewaltigem welthistorischen Geschehen. Dennoch aber steht das Ereignis der Herausgabe des Listschen Hauptwerkes im allerengsten Zusammenhang mit unserer Zeit, erfüllt sich doch das, wofür dieser „Anwalt Deutschlands ohne Sold" vor hun- der Jahren gekämpft hat.
Zeit seines Lebens hat Friedrich List gegen England gekämpft, dessen freihändlerische Wirtschafts (ehre er für das größte Unglück der Welt hielt. Wie kein anderer seiner Zeit hat Friedrich List den unermeßlichen Schaden erkannt, den England mit seiner rücksichtslosen Gewaltpolitik und seiner krämerhasten Ichsucht allen Völkern der Erde zufügte. So führte Friedrich List in seinem Hauptwerk aus: „England hat die Schlüssel aller Meere erobert und allen Nationen Schildwachen gestellt". Friedrich List wußte auch bereits Bescheid um das englische „secret-service-money”, also um die geheimen. Bestechungsgelder, mit denen England die öffentliche Meinung der anderen Länder verseuchte.
Rühmenswert ist auch der wirtschaftspolitische und geschichtspolitsche Blick Friedrich Lists, der sich in den folgenden Sätzen offenbart: „Holland vereinigt mit Belgien, mit dem Flußgebiet des Rheins und mit Norüdeutschland ein Nationalterritorium, — es wäre England und Frankreich nicht gelungen, Hollands Seemacht und Handelspolitik so wie ge-
und half mit keinen Ueberdeuilichkeiten des Spiels dem Verständnis nach. In der Ablehnung jeder künstlerischen Konzession, die eine Unterschätzung des neuen Publikums gewesen wäre und Bayreuth auf die Funktionen eines der vielen Repertoire-Theater herabgedrückt hätte, ist die positive Leistung der Festspielleitung in diesem Jahr zu sehen.
Beide vereint der innere Erfolg vor einer neuen Besucherschaft und die Behauptung des traditionellen Festspielniveaus, haben die Idee „Bayreuth" zum ersten Male auf ein neues Fundament gestellt. Johannes Jacobi.
Links: Hans Adolf Bühler (Karlsruhe): „Heimkehr" (Tempera). — (Scherl-Bilderdienst-M.) — Rechts: Einer der Säle, in dem die Plastiken Aufstellung fanden. Im Hintergrund: „Genius des ' Sieges" von Adolf W a m p e r (Berlin). — (Presse-Bild-Zentrale-M.)
Das neue Fundament Bayreuths
Oie ^Ring "-Aufführung der Kriegsfestspiele.
Von unserem Sonderberichterstatter.
schehen zu schwächen."
Friedrich List begnügte sich aber nicht damit, geschichtliche Irrwege oder die durch Englands brutale Weltherrschaft heroorgerufenen Schäden auszuzeigen, er gab mit beift ihm eigenen seherischen und genialen Blick die Richtlinien an, denen Europa zu folgen hätte, um sich der englischen Vormundschaft zu ent-
so gering geachtete Nation auf sein eigenes Geschick zu üben bestimmt ist."
Vergebens aber und umsonst waren alle mahnen« den und rufenden Worte Friedrich Lists. Mißver- standen, verhöhnt und verlassen gab sich dieser große deutsche Wirtschaftler in bitterer Winternacht den Tod. Wir wissen heute, warum sich das Schick« sal Friedrich Lists in dieser tragischen Weise erfüllen mußte: selbst die beste, klügste und vollkommenste Wirtschastslehre bleibt erfolglos, wenn nicht hinter ihr die starke politische Macht stehh Erst indem der Führer das deutsche Volk einte, ein mächtiges Großdeutschland schuf und eine un- besiegliche Wehrmacht zu seinem Schutze aufstellte, konnte es gelingen, mit der Zertrümmerung des politischen England auch seine freihändlerische Wirtschaftslehre zu Fall zu bringen.
So gewinnen mir, während wir uns des Erscheinens des Hauptwerkes Friedrich Lists im Sommer 1840 erinnern, zwei Erkenntnisse zugleich: Zum einen, daß bereits einer der größten Deutschen vor hundert Jahren den allein richtigen Weg wies, den die deutsche Politik und die deutsche Wirtschaft zu gehen habe; zum andern, daß niemals die Wirtschaft, sondern immer nur die Politik die Vorherrschaft im Staate haben muß, soll ihm eine blühende Zukunft beschieden sein. Wys für uns Deutschen der Gegenwart bedeutet: erst müssen die von England in überheblicher Anmaßung auf gestellten „Schildwachen der Wirtschaft" mit dem Schwerte vertrieben worden sein, bis es möglich ist, Europa und damit der Welt jenen Wirtschaftsfrieden zu sichern, deren alle Völker der Erde bedürfen, unt einer schöneren Zukunft entgegenzugehen.
Warum spielt man den „Ring des Nibelungen" auch dieses Jahr in Bayreuth? Ist er nicht zu schwer und unverständlich für ein Publikum, das . aus den Maschinenhallen und Kontoren der Rüstungsbetriebe gekommen ist? Sieht man nicht auch den meisten hier erschienenen Soldaten an, daß j ihre Teilnahme an künstlerischen Spitzenveranstal- hingen bisher zu den Seltenheiten ihres Lebens gehört hat oder gar durch das Geschenk des Führers zum erstenmal Wirklichkeit geworden ist? Würden den Männern der Organisation Todt nicht die „Meistersinger" oder der „Lohengrin" mit seinen opernhaften Aufzügen mehr geben als die Tetralogie vom „Ring des Nibelungen", dessen verwickelten Wegen sogar viele erfahrene Theaterbesucher und Wagner-Verehrer nicht immer zu folgen vermögen? So mochte wohl mancher Skeptiker fragen, als er den Spielplan der Bayreuther Kriegsfestspiele vernahm. Und auch von den Geladenen selbst haben wir vor ihrem Besuch der Aufführungen gelegentlich solche Fragen aufgeschnappt.
Die Antwort ist nicht mit dem technischen Hinweis abzutun, daß die Bühnenfestspiele in Bayreuch um der künstlerischen Höchstleistung willen immer nur wenige, durch mehrere Jahre zu wiederholende Werke aufführungsbereit halten können, und daß die schon ohnedies kürzere Vorbereitungszeit nicht auch noch die Einstudierung neuer Stücke zuließ. Aus solchen technischen Gründen mag der „Parsi- fal" zum erstenmal in seiner 58jährigen Bayreuther Geschichte ausgelassen worden sein. Nebensächliche Bedeutung dürften diese Beweggründe aber für die Entscheidung des Führer^ gehabt haben, gerade den „Ring" vor seinen Gästen spielen zu lassen.
Maßgebend war vor allem der einzigartige Rang, den Wagners vierteiliges Bühnenfestspiel auf dem deutschen Theater und in der deutschen Geistes- geschichte einnimmt. Ohne den sittlichen Wert der Handlungen und Vorgänge im einzelnen als beispielhaft pressen zu wollen, ist das Gesamtwert doch die ethisch erhabenste und künstlerisch einprägsamste Formung der nordisch-deutschen Götter- und Heldensage für die Darstellung von der Buhne herab. Als Höhepunkt einer ganzen Kulturepoche kann dieses Monumentalwerk in seiner Wirkung aber nicht auf eine einzige Bildungsfchicht, aus der es einst entstanden ist, beschränkt bleiben, sondern es muß den Weg auch zu denen ftnden, die berufen sind, die soziologische Basis unseres Kulturlebens zu verbreitern, ja, einen neuen Keimboden für künftige Schöpfertaten des deutschen Geistes ZU bilden. Deshalb ist das Geschenk der Bayreucher Festspiele des Kriegsfommers für die Menschen, die der Teilnahme gewürdigt worden sind, zugleich eine Aufgabe und Verpflichtung. Die Festspielidee ist nicht nur erhalten geblieben, sie erfuhr sogar eine bedeutsame Ausweitung: aus dem Künstlerischen ist sie hinaus gewachsen ins Soziologische. Bisher schloß das vorwiegend ästhetisch gewertete Ereignis des Bayreuther „Rings" eine Kunstgemeinde von mehr oder weniger Eingeweihten zusammen. Jetzt ist eine neue Volksschicht aufgebrochen nach Bayreuch, die hier nicht künstlerische Unterhaltung oder einen Opernabend als musische Entspannung erwartet, sondern die sich selbst bewähren soll vor einem fordernden deutschen Kulturgut, das seine Wurzeln in tiefere Schichten der Gemeinschaft senken will.
Die Früchte sind selbstverständlich nicht sofort zu ernten, und das Unternehmen bedarf in irgendeiner Form der regelmäßigen Wiederholung und allmählichen Steigerung in der Richtung einer ju= sammenhängenden Aufnahme mehrerer Werke durch jeden einzelnen Teilnehmer. Aber der Betrachter der diesjährigen Aufführungen in Bayreuth kann als erstes Ergebnis feststellen, daß der Weg richtig ist. Die Zuschauer haben nicht versagt vor dem Werk. Geschräche mit ihnen und die Beobachtung ihrer
gramm über die deutsch-ungarische Gemeinschaft vom Jahre 1820 aussprach — darin sah, den Landweg von der Nordsee bis zum Bosporus zu überwachen. Auch wenn wir den Grundsatz nationalsozialistischer Exportwirtschast lesen, „nur von denen zu kaufen, die von uns kaufen", so machen sich sicherlich die wenigsten klar, daß dies ein von Friedrich List vor hundert Jahren geprägter Grundsatz ist.
Aus diesen wenigen Anführungen Liftscher Ge« danken sehen wir bereits, wie z e i t g e m ä ß dieser lange verkannte deutsche Wirtschaftspolitiker ist. Geradezu für unsere Zeit scheinen aber diese Worte Lists geschrieben zu sein: „England kennt die künftige Bedeutung Deutschlands nicht. Stolz auf seine Uebermacht, hat es sich noch nicht die Mühe gegeben, sich eine klare Vorstellung davon zu machen ... welchen Einfluß diese von ihm bisher
Deutscher Kulturwille im Kriege. ’
Die Jahresversammlung des Hauses der Deutschen Kunst.
München, 26. Juli. (DNB.) Arn Vortag der Eröffnung der „Großen Münchener Kunstausstellung 1940" trat die Anstalt des öffentlichen Rechtes „Haus der deutschen Kunst" im Festsaal des Künstler-Hauses zu ihrer Jahresversammlung zusammen. Der Vorsitzende des Vorstandes, August von Finck, betonte, daß nun erst recht die große Aufgabe bestehen bleibe, der Entwicklung deutscher Kunst und damit im weiteren Sinne der Förderung
gemeinsamen Unterhaltungen in den Pausen haben aelehrt, daß der Same der Einführungsvorträge auf fruchtbaren Boden gefallen und das eigene Bemühen geweckt worden ist. Man diskutiert das Gesehene und hilft sich gegenseitig über Unklarheiten hinweg. Wenn aber in einer „Siegfried"-Pause z. B. Männer der Organisation Todt zusammenstehen und sich darüber unterhalten, an welchen Stellen sie das Schwertmotio oder das Mime-Motiv uehört haben, dann ist das bereits ein ganz erstaunlicher Gewinn.
Ein Ruhmesblatt besonderer Art sind aber auch die künstlerischen Leistungen aus der Bühne. Ohne daß sie hier und da um Feinheiten bereichert worden sind, aber sich trotz mancher Hindernisse auf der Durchschnittshöhe des Vorjahres gehalten haben, ist diesmal entscheidend. Nebensächlich werden sogar solche Einzelheiten, ob Franz von Hoeßlin, dem jetzt die musikalische Leitung des „Ringes" übertragen worden ist, unbedingt der geeignetste Dirigent für dieses anspruchsvolle Werk ist, ob Jaro Prohaska, den wir im ersten Zyklus als Wotan und Wanderer sehen, das gleiche Format hat, wie sein rühmlichst bewährter Kollege B o ck e l - mann oder ob der- Einsatz von Lichteffekten immer mit den Absichten des Spielleiters zusammentraf. Ausschlaggebend für die künstlerische Bewertung der diesjährigen Festspiele war die Tatsache, daß Sy-; Tietjen als Oberleiter und Regisseur nirgends im Niveau nachgelassen, niemals Zugeständnisse gemacht hat im Sinne jenes Bühnenbildners, der einmal erklärte, für KdF.-Dorstellungen besonders farbenprächtige und hell erleuchtete Szenerien malen zu lassen, damit die Leute wenigstens eine schöne Bilderinnerung mitnehmen, wenn sie von der Mu-
Vorschau auf die Große Deutsche Kunstausstellung München 1940.
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AtnskMmße 29/30 - 2/U.


