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weiter die Bemühungen um eine Herabsetzung der Säuglingssterblichkeit fortgesetzt, die jetzt bei sechs

schaftlich niemals zu kapitulieren, denn der Kampf geht letzten Endes um die Zukunft unseres Volkes. Die Zukunft des Volkes aber find unsere Kin­der von heute! Es darf daher auch bevölkerungs­politisch kein Kapitulieren geben, sondern auch hier nur den eisernen Willen zur Selbstbehauptung, und dieser Wille ist der Wille zum Kind!

Erfreuliche Gkbuttenbiianzl939

Reichsgesundheitsführer Staatssekretär 2)r. (Sonii gab der Presse die Gesamtzahl der Geburten im Jahre 1939 mit 1 640 000 Kindern bekannt. Im Jahre 1933 wurden im Altreich nur 971000 Kin­der geboren, im Jahre 1936 waren es 1278 000, im Jahre 1938 schon 1346 000 und im Jahre 1939 schließlich 1420 000, einschließlich der Ostmark und des Sudetenlandes 1640 000. Da in Frankreich im Jahre nur etwas über 600 000 Kinder geboren werden, liegt die deutsche Zahl um eine Million darüber. Auf 1000 deutsche arbeits- und wehrfähige Männer kommen in Frankreich nur 471 und in Großbritannien nur 598; England und Frankreich zusammen erreichen damit erft die deutsche Zahl. Es wird erwartet, daß der Krieg unsere Geburten­zahl nicht so herunterdrücken wird, wie es im Weltkrieg war. Im Gegensatz zum Weltkrieg ist der Wunsch nach dem Kind in Deutschland trotz des Krieges erhalten geblieben. Auch die Eheschließungs­welle hat ununterbrochen angehalten. Ausreichende Kinderzahlen sind von ausschlaggebender Bedeutung für die Erfüllung der großen Aufgaben, die dem deut­schen Volke nach dem Kriege gestellt sind, insbeson­dere auch für die Lösung der Ostfragen. Es ist erfreu- lich, daß gleichzeitig die mütterliche Sterblichkeit und die Totgeburten seit 1933 um ein Fünftel zurück, gegangen sind. In verstärktem Maße werden

^'c9 b e id e n Gebieten, dem militärischen unb,bem biologischen, siegreich zu beenden!

Alle Bestrebungen aus Kleinhaltung ber'gamilie M für ein große- Volk das Unvernünftigste und Unsinnigste was man fid> denken kann. Die Sicher- fctt und die Leben-Möglichkeiten des einzestcen llegen eben allem m der Stärke der gesamten Na- heihmmt6 9l'?tion wiederum wird

befhmmt durch die Zahl und die Tüchtigkeit der x.n^nen Menschem Las gilt aber nicht allein für bte Sicherheit des Volkes nach außen, sondern eben- so auch stir die Lebens- und Entfaltungsmöglich­keiten nach innen: Wo viel Nachwuchs vorhanden -ft, gibt es auch genügend Arbeitskräfte und Der- braucher; bann rauchen die Schornsteine, und das Leben stießt Wo aber der Nachwuchs fehlt, muß auch das Leben versiegen.

So wendet sich unsere Zeit grundsätzlich von den Vorstellungen der letzten Jahrzehnte ab. Wir wissen heute genau: Alles ist Kampf, und aus dem Kampf geht immer nut der Stärkste als Sieger hervor. So will es die Natur, die das Leben bejaht und es am liebsten nur dem gewährt, der am schwersten -darum ringt. Und diese natürlichen Lebensgesetze sehen wir heute als Grundlage für all unser Tun und Handeln an: Wir Deutschen haben als Volk die größten militärischen und organisatorischen Fähigkeiten. Ein Verbrechen wäre es daher, diese uns von der Natur gegebenen Vorteile ungenutzt und verkommen zu lassen. Ebenso wissen wir aber, daß unser Volk seit Jahrtausenden auch ein kin­derreiches Volk gewesen ist, wenn wir auch stets den Hang besaßen, einen großen Teil unserer Kräfte in alle Welt hinaus zu verschleudern.

Unsere heutige Aufgabe muß daher sein, die beiden starken Tragpfeiler unseres völkischen Lebens zu sammenzu fassen, um so die Gewähr für eine gesicherte Zukunft zu finden, die organisatorisch- militärische Stärke muß verbunden sein mit einer gesunden biologischen Kraft. Wir haben in diesem I Prozent"liegt. Krieg den eisernen Willen, militärisch und wirt-

Angriff auf norwegische Nückzugsstraße

nant, einem

Panzer hängt eine Menschentraube, die vor dem jeden Augenblick einsetzenden Feuer Schutz sucht. So wollen wir uns f) er an arbeiten an die Häuser und mit Handgranaten die norwegischen Schützen aus-

Unteroffizier und fünfzehn Mann ns an die Panzer an, oie ein Stück

euer. Der eine Panzer nimmt sie nm |tma Kanone unter Feuer, unsere schwe­ren Granatwerfer setzen ein paar ©nippen Die trockenen Holzbauten gehen bald Flammen auf. Ein Halbzug, der über das Eis geschickt wurde, soll Nachsuche halten. Bis an den Leib sinken die Männer in den tiefen Schnee em. Sie kommen langsam vorwärts und finden das MG. - Nes leer. Ein zurückgelassenes MG. und an die Zau­send leerer Hülsen sind die einzige Ausbeute.

Heber drei Stunden haben wir festgelegen, ehe mir wieder vorrücken können. In dem Dors vo uns vermuten mir stärkeren Widerstand und schicken daher zrnei Züge über die Bergrücken vor Don der Seite her sollen fie da- Dorf 1-iubern. Mit nach­denklichen Blicken schauen wir den Mannen nach, wie fie einzeln im hohen «ergwald verschwinden.

Lebhaftes Gewehrfeuer kennzeichnet den Weg der beiden Züge. Es verliert sich nach rückwärts, der Feind ist schon im Weichen.Spitze Maaarfchl Ab­stände vergrößern!" Zusammen mit einem Leut.

gelingt, dann muß der Widerstand im Raume nördlich von Hönefoß gebrochen sein.

In dem unwegsamen Hochgebirgsland geht der Kampf nur um die Straßen. Wer die Straße be­sitzt, beherrscht das Land. Von Hönefoß her, hieß es für die Soldaten, marschieren, marschieren und nochmals marschieren. Der Gegner versuchte zurückweichend, die Brücken hinter sich zu sprengen und Baumsperren anzulegen, die aber meist recht einfach sind und schnell beseitigt werden können.

Wo Pioniere nicht zur Verfügung stehen, baut die Infanterie die zerstörten Brücken selber wieder aus. Und siehe da, es geht auch. Denn da sich der Gegner aus requirierten Lastwagen zurückzieht und sich unserem Zugriff schnell entziehen kann, müssen mir ebenso schnell sein. Zwar haben die drüben nur" Maschinengewehr, Maschinenpistolen und Karabiner zur Verfügung, aber sie haben sich eine raffinierte Taktik ausgeklügelt, an schmalen Fels­straßen Baumsperren anzulegen, die flankie­rend beschossen werden können. Aus diesen Sper­ren liegt ein unerhörtes Feuer der gegnerischen MG.s. Die beiden Panzer, die uns begleiten, tun gute Dienste. Die Infanterie trägt die Hauptlast. Vor sich den Gegner, feuernd, am jenseitigen Tal­hang flankierend im Walde versteckt, ebenfalls, zur Rechten den schneebedeckten und zugefrorenen Elf, und zur Linken die glatte und nässetriefende Fels- wand. An ihr werden alle Geschosse zu Quer­schlägern. Für jeden Soldaten das Unangenehmste, was es an Beschuß gibt.

Heber Nacht haben mir in Ruhe gelegen, bei strahlendem Himmel geht es. morgen weiter. 45 Kilometer müssen heute geschafft werden. Dann haben wir eine der Rückzugsstraßen abgeschnllten. Zunächst wird marschiert. Der lange Wurm der Marschgruppe tastet sich vorsichtig durch die Wm- dungen des Tales. Ein paar verstreute Häuser deu­ten ein Dorf an, hie und da eine Baumsperre, die uns nicht lange hindert, das ist das Ergebnis des Vormittags. Dom Feinde nichts zu spüren.

PK. Unaufhaltsam stößt unsere Marschkolonne,!

wenn auch unter leichten und schweren Gefechten, hängen mir uns an die Panzer an,

nach Norden vor. Unfer Ziel ist, den rechts von weiter vorn stehen geblieben waren. Hinter jedem uns kämpfenden norwegischen Abteilungen die Zu-1 fuhr- und Rückzugsstraße abzuschneiden. Wenn das

räuchern.

Taghell leuchtet der Mond, sein Schein liegt sil­bern auf den Schneehängen, als mir in die Dorf­straße einbiegen. Nichts rührt sich. Weiter, die nach­folgenden Züge müssen die Häuser durchsuchen. Wieder Baumsperren, eine nach der anderen. Die Dorfftrahe ist völlig oerfperrt Zwei der Sperren waren wahrscheinlim zu früh gefallen. Die hatten die Norweger durchsäA und beiseite geräumt, wohl um ihre Fahrzeuge nachziehen zu können. Die Panzer bleiben zurück. Nur mit mehrmaligem An­lauf können sie jede Sperre einzeln nehmen und so viele, wie hier, hat man uns noch nie gelegt. Noch immer nichts vom Feind. Die über die Berge vorausgesandten Züge, auf die wir stoßen, haben auch nichts feststellen können. Der Norweger ist also wie bisher im Schutze der Dunkelheit verschwunden.

Irgend etwas gefällt uns daran nicht. Der Nor­weger kann uns doch nicht feine Zufuhrsttaße kampflos übergeben! Laut Befehl sollen wir den jenseitigen Dorfausgang sichern. Also weiter. Kein Wort fällt, das Dorf liegt wie ausgestorben, ver­loren bellt im Wald ein Hund. Ruhe. Dunkel liegt wieder eine Baumsperre auf der Straße, zwei Sicherer arbeiten sich hindurch, mir folgen zu zweit mit zehn Schritt Abstand. Die Auspustgase des Motors hüllen uns ein, mir müssen husten und merken es kaum. Angespannt blickt jeder nach rechts und links. Noch ein paar Häuser, davor eine Baum­sperre, zwanzig Schritt weiter dasselbe. Das Dorf nimmt kein Ende. Die Spitze zieht sich immer mehr auseinander, die Verbindung droht abzureißen. Vor uns erhebt sich ein großes Gebäude, eine Holz­sägerei. Bis auf 20 Meter sind wir herangekom­men, denken schon an den erfüllten Auftrag, da knallen giftig keckernd Schüsse gerade vor uns und von rechts her los. Die aufichlagenden Geschosse zerspritzen feuersprühend auf dem Pflaster. In­stinktmäßig lasse ich mich nach links hinter eine niedrige Steinmauer fallen, über die eine Geschoß- garbe hinwegfegt und, wenn sie zu tief liegt, Dreck und Splitter aus mich schleudert. Der Leutnant kam nicht mehr so weit. Er liegt im Schmelzwasser des Straßengrabens und darf sich nicht rühren. Sofort lenkt er das Feuer auf sich.

Abwechselnd feuern die Maschinengewehre des Gegners, Sie streuen die Straße in ihrer Länge ab, dort, wo die nachfolgenden Männer liegen müssen. Durch Ruse nehmen wir Verbindung nach hinten auf, was mit wütendem Feuer von vorn erwidert wird. Was aus den beiden Sicherem ge­worden ist, kann ich nicht feststellen. Auf Rufe ant­worten sie nicht und die Deckung darf ich nicht Der« la^r liegen restlos fest, die Panzer müssen kommen und uns heraushauen. Doch sind sie weit zurück, liegen vor den Sperren fest. Wohl höre ich, wenn ich rufePanzer nach vorn", .wie dies wei­tergegeben wird und weit hinten langsam ver­klingt. Die Panzer kommen nicht. Das geht eine Stunde so. Der Leutnant hat den Schutz einer Wolke, die sich vor den Mond schob, benutzt und ist zu mir hergekrochen. Er zittert am ganzen Leibe vor Kälte, wahrscheinlich macht ihm auch der leichte Streifschuß, den er am Nachmittag erhielt, zu schaf­fen und der ihn nicht am Weiterkämpfen hindern konnte. Unsere Lage hier weit vorn beginnt ge­fährlich zu werden. Wir laufen Gefahr, von den Norwegern abgefangen zu werden.

Unter ein paar Schuppen, die auf Pf ah len ruhen, kriechen wir weg, müssen dabei allerlei Gerumpel beseitigen. Ein Sprung über eine mondbeschienene Fläche zum nächsten Haus veranlaßt neues MG.- Feuer. Wir beide verschnaufen, be­ruhigen durch tiefe Atemzüge die Lunge. Der 45 Kilometermarfch macht sich bemerkbar. Zwei Sprünge, MG.-Feuer, das zu tief liegt, dann hat der Wald uns angenommen. Gleitend und stürzend klettern wir über Felsblöcke, schieben uns durch sperriges Gestrüpp, immer in zwei- bis dreihundert Meter Abstand von der Straße, die noch unter Feuer liegt. Fünfhundert Meter sind wir zuruck- gekommen, als wir auf die erste geschlossene Gruppe stoßen, die drei Verwundete hat. Alle drei wurden Opfer der Baumsperren, die unter besonders schwe­rem Feuer lagen., , . ,

Ich qehe alleine weiter zuruck, nehme in langen Sprüngen die Straße, bis uf) zum Arzt komme, der sofort nach vorn geht. Es geht auf drei Uhr morgens zu, als mir das zweite Bataillon unserer Marschgruppe entgegenkommt, das im Nachgefecht den Ortsausgang säubern will. Da gehe ich noch-

Wir kennen das schon. Irgendwo hat er eine seiner bekannten Überraschungen bereitgestellt. Das Tal verengt sich und macht nach links hin eine Kurve, frei ist auf lange Strecke die Straße einzu­sehen. Hier liegen die Baumsperren dicht aufge­schlossen bis zu zehn Meter. Mühsam arbeiten sich die Panzer, die an der Spitze fahren, hindurch, die Infanteristen folgen. Die Spitzengruppe des ersten Zuges ist gerade bei der letzten Sperre angelangt, da setzt von vorn und von rechts das Ma sch i n ege wehrseu er ein. Hinter Steinen, in Fels­nischen, im metertiefen, seuchtnassen Schnee des Straßengrabens sucht alles Deckung. Kleckernd zer­bersten die Geschosse an der Felswand, heulen die Querschläger über die Straße hinweg, so daß alles unwillkürlich die Köpfe einzieht. Dum-Dum-Ge- schosse müssen auch dabei sein. Ein paar dieser Ge­schosse haben wir unter weggeworfener Munition gefunden, wir hörten oft diesen eigentümlich sum­menden Ton. ~ fl .

Wie lange dauert dieser Feuerstoß. Der Nor­weger feuert und feuert und hat keine Ladehem­mung. Nur die Panzer antworten, haben aber kein rechtes Ziel, da aus Dachluken und Kellerlöchern vom jenseitigen Hang geschossen wird. Mundungs- feuer ist nicht zu sehen. Ein paar Verwundete haben mir schon, fast alles Querschläger. Hinter einem riesengroßen Findlingsblock hat der Arzt einen not- dürftigen Verbandsplatz eingerichtet, doch auch dorr- hin verirrt sich hin und wieder eine Kugel. Wir beobachten, pressen die Augen an das Glas, rufen uns die Beobachtungen zu. Zwei Hauser­gruppen sind so ausgemacht worden, von dort tz-r kommt das F< f,e

mit feiner 2-cm-Ki

Erregung in der arabischen Welt.

Scharfe Proteste gegen die Verurteilung syrischer Nationalisten.

Rom, 25. April. (Europapreß.) Wie die Blätter aus Kairo melden, kommen aus der ganzen ara­bischen Welt entrüstete Proteste gegen die Ver­urteilung zahlreicher syri-scher Natio- nalistenführer zum Tode und lebensläng­lichem Zuchthaus. Die Urteile werden als ein Be­weis der hinterlistigen Politik Frankreichs in Sy­rien angesehen. Das Komitee der moham­medanischen Jugend hat den französischen Oberkommissar von Syrien telegraphisch ersucht, von der Vollziehung der Urteile abzusehen, um zu vermeiden, daß sie Rückwirkungen auf die Bezie­hungen der arabischen Staaten zu den Westmächten habe. Verschiedene syrische Persönlichkeiten haben auch die Regierungen von Irak und Saudi-Arabien um ihre Intervention zugunsten der Verur­teilten ersucht. Die ZeitungWafd Misri" schreibt, die arabische Welt bilde eine einzige N a - t i o n, deren Freundschaft die Westmächte zu dem einzigen Zwecke pflegten, um ihre militari« chen Interessen im Nahen Orient zu sichern.

Wenn diese Todesurteile vollzogen würden, komme es in der arabischen Welt zu einer tiefen Gärung.

Das römische BlattTeuere" schreibt, die fran­zösische Politik der schweren Faust in Syrien wecke erbitterte Reaktion in den arabischen Staa­ten. Der Islam wende sich gegen die Demokratten. Zahlreiche syrische Persönlichkeiten hätten sich gegen das Vorgehen Frankreichs in Syrien gewandt. Die ZeitungWafd al Misri" spreche die Drohung aus, wenn die Urteile vollzogen würden, werde in der arabischen Welt eine derart drückende Atmosphäre entstehen, daß es der ägyptischen Regierung äußerst schwer fallen werde, ihre den Demokratien gegen­über übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Auf Grund einer Initiative ägyptischer Abgeord­neter ist die ägyptische Regierung auch be­reits bei den Regierungen Englands und Frank­reichs wegen einer Abänderung des Todesurteils gegen die syrischen und palästinensischen Nationa­listen vorstellig geworden.

mals mit vor, um die erste Kompanie anweisen zu können und lasse dann das lange, lange Bataillon an mir vorüberziehen. Mann hinter Mann tau­chen die dunklen Silhouetten auf, Maschinenge­wehre, Granatwerfer, Gewehrschüßen. Weiter vorn lodert das Feuer wieder auf, der Norweger wird niedergekämpft und als die Sonne aufgeht, haben wir die Anmarschstraße zum norwegischen Nach- chud in unserer Hand. Enno Eimers.

Reichskommiffar Terboven.

Der Führer ernannte, wie wir schon gemeldet haben, den Oberpräsidenten Terboven zum Reichs­kommissar für die besetzten norwegischen Gebiete. Reichskommissär Terboven ist in dieser feiner Eigenschaft dem Führer unmittelbar unterstellt. Josef Terboven vollendet am 23. Mai fein 42. Le­bensjahr. Er hat fchon im Weltkriege trotz feiner Jugend er war zu Beginn des Krieges damals erst 16 Jahre alt mit hoher Auszeichnung ge­kämpft. Nach Kriegsende widmete er sich dem Stu­dium in Freiburg und München und wurde später Bankbeamter in Essen. Terboven, der seit 1930 Mitglied des Reichstages ist, leitet seit fünf Jahren als Oberpräsident die Rheinprovinz.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Italien und der Krieg.

Das Mittelmeer-Problem mutz gelöst werden.

Rom, 25. April. (DNB.) Die Faschistische und Korporative Kammer genehmigte nach einer kurzen Rede von Nationalrat G i u n t a den Voranschlag des Außenministeriums. Dieser betonte, die Haltung Italiens im derzeitigen Konflkit gebe zu feiner- lei Zweifeln Anlaß.Bei Beginn des Krie­ges hat in Frankreich die übliche Kampagne gegen Italien stattgefunden; aber nachdem es zur Nichtkriegführung" kam, fingen einige an, von einer Wiederholung der Lage von 1914 zu träu­men. Man darf nie vergessen, daß Frankreich uns stets seit den fernsten Zeiten und bis in die Gegen­wart hinein feindlich gesinnt war, wie dies zahllose Episoden beweisen.

Was England anbelangt, dessen Macht bereits zu Zweifeln Anlaß gibt, ist seinetraditionelle Freundschaft" für Italien nichts anderes als ein Ge­meinplatz, der durch die Geschichte und die Tat­sachen Lügen gestraft wird. Warum sollte übrigens Italien nicht das Problem seiner Sicherheit im Mittelmeer lösen, die durch das Verbleiben der englischen Flotte in diesem Meer bedroht ist? Diese Notwendigkeit hat Italien sogar mit anderen Ländern ge- m e in." Nationalrat Giunta sprach in diesem Zu­sammenhang die Ueberzeugung aus, daß der Konflikt sich ausweiten und damit zu einem Krieg der Völker gegen d i e Be- sitzenden werde. Abschließend betonte er, daß die Italiener heute mehr denn je die Parole des Duce Glauben, gehorchen, kämpfen!" in ihren Herzen be­wahren müßten.

Oie Ehe Paris-London.

Französische Berbrüdernngsvorschlage.

Brüssel, 25. April. (DNB.) Der Außenpoli- tiker derEpoque" weist auf die dringende Not- wendigkeit einer ständigen und organisatorischen Zusammenarbeit zwischen Frankreich und England hin und führt einige Punkte auf, deren Verwirk- lichung diesem Zweck in wirksamer Weise dienen könnte. Allem voran stehtaus erzieherischen und symbolischen Gründen" die Notwendigkeit, eine gemeinsame englisch französische Briefmarke zu schaffen. Auch der Plan eines Kanaltunnels wird zu diesem Zwecke wieder einmal aus der Mottenkiste hervorgeholt. Die eng­lische Sprache und Literatur in Frankreich ebenso wie die französische Sprache und Literatur in England mühten durch alle Mittel gefördert werden. Ferner müßten an den verschiedensten Punkten der Erde gemeinsame Flotten­stützpunkte errichtet werden. Die Z o 11 s ch r a n- ten könnten zwar zwischen den beiden Ländern nicht aufgehoben werden, weil die französische In­dustrie sonst auf dem eigenen Markt nicht gegen die englische Konkurrenz ankämpfen könne, aber ständige wirtschaftliche Bande müßten zwischen den beiden Ländern geknüpft werden. Schließlich müsse man einen englisch-französischen parlamenta­rischen Ausschuß bilden, der gemeinsame Ge­setzesvorlagen ausarbeite, die dann von den Par­lamenten der beiden Länder angenommen würden.

Ist ein Konflikt im Pazifik unvermeidlich?

Japanisches Echo der Erklärungen TaussigS.

R o m, 25. April. (Europapreß.) Nach Meldungen aus Tokio haben die Erklärungen des amerika­nischen Admirals T a u f s i g über die Unvermeid­lichkeit des Krieges zwischen den Vereinigten Staa­ten und Japan dort großes Aufseh en erregt, obwohl Taussig von Staatssekretär Hüll desavouiert worden ist. Das Blatt .Kokumin" schreibt, die Er­klärungen des Admirals reihten sich den zahlreichen japanfeindlichen Kundgebungen in den Vereinigten Staaten an und bestätigten den Eindruck, daß, falls diefer Zustand anhalte, eine Lage geschaffen werde, deren weitere Entwicklung unmöglich vorauszusehen sei.Hochi" unterstreicht die neuen Maßnahmen der amerikanischen Behörden in Manila gegen die Ein­wanderung nach den Philippinen. Es handelt sich auch in diesem Falle um einen absichtlichen Affront gegenüber Japan.

Kabinettskrisis in Belgien.

Brüssel, 26. April. (Europapreß.) Am Don­nerstagabend gab Ministerpräsident Pierlot die Er­klärung vom (yefamtrü cf tritt der Regierung in der Kammer ab, nachdem über den Haushalt des Un­terrichtsministeriums abaeftimmt worden war. Die Abstimmung hatte 120 Ja-, 45 Nein-Stimmen und 15 Stimmenthaltunaen ergeben.

Die Meinungsverschiedenheiten über den Haus­halt des Unterrichtsministeriums hatten bereits am Mittwoch und Donnerstag eine gewisse innerpoli- tische Spannung hervorgerufen. Den Anlaß dazu gab das sogenannteProjekt S o u d a n", das den Namen des sozialistischen Unterrichtsministers trug und die Durchführung der seit langer Zeit von den Flamen geforderten Zweiteilung des Un­terrichtsministeriums in eine flämische und eine wallonische Abteilung für das kommende Jahr vor­sah. Nach diesem Plan sollten unter dem Unter- richtsmimster in Zukunft nicht ein, sondern zwei Generalsekretäre stehen, von denen der eine die, flämische, der andere die französisch-sprachige Abteilung leiten sollte. Jedem dieser beiden General­sekretäre sollte dann noch eine zweite Amtsperson beigegeben werden, die für den flämischen General« efretdr wallonischer und für den französisch- prachigen Generalsekretär flämischer Herkunft sein ollte.

Katholiken und Sozialisten hatten diesem Vor- schlag zugestimmt, nicht ober die Liberalen. Nach­dem nun am Mittwoch Ministerpräsident Pierlot erklärt hatte, die Regierung werde an die Abstim­mung über den Haushalt des Unterricbtsministe- riums die 93ertrauensfraae knüpfen, hatte der (Streitfall eine erhöhte politische Bedeutung be­kommen. Am Donnerstag erklärten die Libera­len, sie wünschten, daß das Projekt der Zwei­teilung des Unterrichtsministeriums besonders behandelt werde. Das Kabinett sprach sich da­gegen aus. Daraufhin erklärten die Liberalen, sie würden gegen den Haushalt stimmen, jedoch sei damit von ihrer Seite kein Mißtrauensvotum ab­gegeben für die Regierung, der auch zwei Liberale angehörten. Bei der Abstimmung sprachen sich dann die Liberalen gegen den Anttag aus. Acht liberale Abgeordnete flämischer Herkunft enthielten sich der Stimme, während der liberale Gesundheitsminister Jaspar zusammen mit einem anderen liberalen Abgeordneten für den Haushalt des Unterrichts­ministeriums stimmte. Dieses genügte jedoch dem Ministerpräsidenten Pierlot trotz der allgemeinen Mehrheit, die der Haushalt für bas Unterrichts­ministerium in der Kammer gefunden hatte, nicht, er trat vielmehr zusammen mit der Regierung zu­rück.

Oie Sondermarke zum 1. Mai.

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Die Reichspost gibt zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes dieses Sonderpostwertzeichen zu 6 Rpf. + 4 Rpf. Zuschlag heraus, der dem Kultur­fonds des Führers zufließt. Das Markenbild, das von dem Kunstmaler A. Grögerchen (Frank­furt am M a in) entworfen wurde, zeigt als Sinnbild der Wehrmacht einen Ritter, unter dessen Schutz die Arbeit in Stadt und Land ungestört weitergeht. Die Runen weisen auf den Sieg und die Fruchtbarkeit hin. Vom 30. 4. ab werden diese Marken in allen Postämtern herausgegeben.

^Scherl-Bilderdienst^