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Srettag, 25. ©Höbet 1940

Gietzener Anzeiger

<90. Jahrgang Nr. 255

General-Anzeiger für Oberhessen

Ein

Wie

Arriba Espana!

Zchristlettung «nd Geschäftsstelle: Gießen. Schvlstraße 7-9

worden.

Die ZeitungAlcaza r" schreibt, daß die Be­deutung dieses Ereignisses überhaupt nicht hoch ge­nug eingeschätzt werden könne. Spanien «sei durch sein historisches Opfer im Befreiungskriege wie­der auf den Weg feiner großen Tra­dition zurückgekehrt. Damit habe es auch in der Welt von heute und bei der Neuordnung, welche aus dem gegenwärtigen Kriege, heraus­wachsen werde, das Prestige und Gewicht, das dem liberalen Spanien des letzten Jahrhunderts gefehlt habe. Spanien habe ein Jahrhundert entgegen seiner großen Geschichte gelebt. Denn diesem Volk, diesem großen Spanien, welches ein Schöpfer gro­ßer Nationen Südamerikas fei, habe die Dekadenz des letzten Jahrhunderts eigentlich nicht entsprochen. Nun gewinne Spanien wieder sein volles Gewicht in der Welt. Darum werde von allen nationalbewußten Spaniern ,die Nachricht von der Zusammenkunft zwischen Hitler und Franco mit so großer Begeisterung zur Kenntnis genommen.

Die ZeitungMadrid" schreibt, die Zusammen­kunft zwischen den beiden Staatsoberhäuptern habe im Geiste der Freundschaft und Kameradschaft statt- gesunden. Das absolute Vertrauen, welches Spanien schon bisher in seinen Caudillo gehabt habe, werde durch diese Konferenz, welche eine welthistorische An­erkennung der Bedeutung' des spanischen Staats­oberhauptes darstelle, noch gesteigert. Außerdem wisse das Land, daß der Caudillo alles das vor- I bringen werde, was Spanien auf dem Herzen habe,

aus London gemeldet wird, ist der britische Vize­luftmarschall Blount bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Blount war Welt­kriegsteilnehmer und kommandierte vor der Nieder­lage des britischen Expeditionskorps eine Einheit der britischen Luftwaffe in Frankreich.

Rom begrüßt Spaniens Solidarität mit der Achse.

über den britischen Inseln beschräukke sich die Tälig- keit unserer Luftwaffe am gestrigen Tage auf be­waffnete Aufklärung, wobei Bomben auf London und eine Fabrikanlage in Mittelengland geworfen wurden.

In der Nacht griffen schwere Kampfflugzeuge wieder die britische Hauptstadt mit zahl­reichen Bomben an.

Einige feindliche Kriegsfahrzeuge. die sich in diesigem Wetter der flandrischen Küste zu näheru versuchten, wurden durch Marineartillerie vertrieben.

Britische Flugzeuge flogen in der Nacht zum 24. Oktober in das Reichsgebiet ein und versuchten Berlin anzugreifen. Nur einzelne Flugzeuge er­reichten die Reichshauptstadl. Sie warfen haupt­sächlich Brandbomben auf Wohnviertel und verursachten leichten Gebäudeschaden sowie mehrere kleinere Brände, die durch das rasche Ein­greifen des Sicherheits- und Hilfsdienstes und durch den Selbstschutz der Bevölkerung sofort gelöscht wer­den konnten. An einer Stelle wurde eine Fabrik- anlaoe getroffen. Durch den tatkräftigen Einsatz des

Dnd und Verlag: vrühlsche UntverfitStrdrnckerei B. tauge

Werkluflschuhes blieb der Schaden gering, deutsches Flugzeug wird vermißt.

Englands Vizelustmarschall tödlich abgestürzt.

N e u y o r k, 25. Okt. (DNB. Funkspruch.)

Das Datum des Friedens von Paris, der 10. De­zember 1898, ist ein wenig bemerkter Stichtag für das Leben Europas. Und doch datiert von diesem Zeitpunkt eine innere Revolution, die eine der euro­päischen Nationen von Grund auf ändern sollte: (Spante n. An jenem unglücklichen Tage wurde nämlich ein erschütternder Verlust für die spanische Nation festgelegt: der seiner amerikanischen Kolonien Kuba, Puertorico, der Philippinen und der Insel Guam. Die Vereinigten Staaten erreichten damit ein lang ersehntes Ziel. Seit dem Jahre 1800 zielten die Dankees auf die Erringung dieser wertvollen Jnselreiche, die Spaniens letzten wesentlichen Reich­tum jenseits des Ozeans ausmackten.

Was geschah daraufhin in Spanien? Der Verlust, auf den niemand vorbereitet war in der breiten Öffentlichkeit, wirkte aufwühlend,, erschüt- terni). Und doch waren es nur wenige, die ihn rich­tig zu deuten verstanden.. Darunter war der Ge­lehrte, Philosoph und Politiker Miguel de Unamuno. Er wird geradezu der Repräsentant jenerGeneration von 1898" in Spanien, diemit ihrem Suchen und Sehnen dem kulturellen Leben der Nation für fast ein Menschenalter das Siegel ihrer starken Eigenart, die Marke ihrer betont spa­nischen Besonderheit aufprägte". So umreißt P. A. Schulz, Wilmersdorf, in seinem ausgezeichneten neuen BucheSpanien, Politiker und Generale" (Steiniger-Verlaq, Berlin) die Situation jenes Da­tums. Ünamuno' sah den Zusammenbruch der Kolo­nialmacht klar voraus. In Schriften, die vorher erschienen waren, rief er zur Selbstbesinnung aller Spanier auf, durch Setzen und Verkünden neuer Werte. 1895, drei Jahre vor dem Kriege, erschien von Unamuno ein Essay: ,Fn torno <^el rastiliris ^o* (Um die spanische Eigenart). Die Jugend verschlang das feine, elegant geschriebene Buch. Denn was es lehrte, und zum Ideal erhob, entsprach dem eigenen Bestreben: Rückkehr zu echtem, ungekünsteltem Spaniertum, zum artgemäßen Quellgrund natio­nalen Denkens und Wollens.

Mit Angel Ganivet, dem älteren Denker- Diplomaten, Verfasser desIdearium espanol (Spanisches Ideengut), stimmt Unamuno in der Forderung überein:Noli foras ire, in inferiore Hispaniae habitat veritasi (Meide alles Fremde: denn Spaniens Wahrheit wohnt im eigenen Lande). Nun Unamuno ist verschlungene Wege als Poli­tiker gegangen. Er, der Baske, will seine Lands­leute "airrütteln aus stumpfer Tatenlosigkeit, aus1 blinder Uebernahme fremder Lebensformen und aus der Winkelenge morsch gewordener Gewohnheiten. Aber die Generation von 1898 rang lange um ihre Form, um innere Abgeklärtheit. Diele schielten nach Paris, suchten die liberal-demokratische Heilsbotschaft zu übersetzen ins spanische Leben und Denken. Una­muno blieb immer abseits. Er fühlte das urfpani- sche religiöse Element zu start in sich, als daß er moderne" Plattheiten hätte mitmachen können. Dennoch fand er keinen Weg zu jenen Mächten, die einmal das Gesicht Europas verwandeln sollten. Er wurde zum Gegner Deutschlands, der Mittelmächte

lieber den Verlauf der Begegnung des Führers! und der Ehef des Oberkommandos der Wehrmacht, erfährt das DNB. noch folgende Einzelheiten: Die ( Geueralfeldmarfchall Keitel, mit dem Ehef des Besprechung fand am Donnerstag am späten Nach-: Protokolls, Gesandten v. Dörnberg, die fran- millag im Sonderzug des Führers auf höfischen Staatsmänner und geleitete sie zum Sou- einem kleinen Bahnhof jm befehlen Gebiet Frank- Verzug, wo der Führer vor feinem Wagen den reichs statt. Marschall P e t a i u, der an der De- französischen Staatsches erwartete. 3m Salonwagen markationslinie von Botschafter A b e h erwartet des Führers nahm darauf die Besprechung ihren wurde, traf mit Vizepräsident Laval im Kraft- Anfang. Nach Beendigung der Besprechung ge­wogen am Besprechungsort ein. Ein Bataillon leitete der Führer den französischen Staatsches des Heeres erwies dem französischen Marschall zu seinem Wagen. Auch bei der Abfahrt wurden durch Vräsentier^n die Ehrenbezeiaung. Am Marschall Petain militärische Ehrenbezeigungen er- Eingang zum Bahnhofsgebäude empfingen der wiesen.

Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop --------

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bisX'/,Ubr besBormtttags

Sruelnen-Prerse r

Ämementetl 7 Rvt. te mm bei 22 mm Heilenbreite# Wertteil 50 Rvt. te mm bei 70 mm Heilenbrette

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffel I

Abschlüsse Mengenstaffel 8 Plavvorlcbritt (vorherige Vereinbarung) 25'/mehr

Oer Führer empfing Marschall Main

3n Frankreich, 24. Okt. (DNB.) Der Führer empfing am Donnerstag den französischen Staatsches und Präsidenten des französischen Miuister- rates Marschall P e t a i n. Bei der Besprechung waren der Reichsminister des Aus­wärtigen von Ribbentrop und der Vizepräsident des französischen Minister­rates Laval zugegen.

Spanien ist zugegen."

Das Echo der Zusammenkunft des Führers mit General Franco.

Messaggero" schreibt, diese Begegnung set eine neue feierliche Bestätigung der Ausrichtung des neuen Spaniens der Falange, das entschlossen sei, seine Selbständigkeit, feine Macht und seine Mittelmeer-Freiheit wiederherzu­stellen. Die Waffenbrüderschaft mit Deutschland und Italien aus dem Bürgerkriege habe sich in eine Solidarität gewandelt, der keine Hinterlist, kein Manöver derjenigen jemals auch nur Risse beibrin- gsn könne, die ein Interesse daran hätten, Zwiste im Mittelmeer zu schaffen. Gegenüber dieser neuen Bekundung der Solidarität Spaniens mit der Achse, fährt das Blatt fort, könne Italien nur seine herz­liche Freude ausdrücken. Es sehe diese Betonung der Richtlinien der Spanienpolitik im Sinne der Achse mit lebhafte st er Befriedigung, weil der befreiende Sieg, der das Mittelmeer den Mittelmeer-Völkern gegen jede fremde Hinterlist sichere, auch Spanien zum Vorteil gerei­chen werde, das so viel unter der englischen Vor­herrschaft zu leiden gehabt habe.Popolo di Roma" schreibt aus der Unterredung des Führers mit dem Caudillo würden Tatsachen hervorgehen. Rom, Berlin und Madrid bildeten ein Dreieck, dessen Seiten man mit Freundschaft, Loyalität und Zu­sammenarbeit bezeichnen könne.Wie es unsere Gewohnheit ist" fährt das Blatt fort,daß mir uns stolz Völker der Zukunft nennen, stellen wir feine Horoskope. Eins nur ist gewiß: die Achse und die Freunde der Achse werden siege n und eine neue Zukunft der Arbeit und des Frie­dens im neuen Europa errichten."

Der Führer und der Caudillo, von Ribbentrop und Serrano Suner haben", fo schreibtGiornale d'Jtalia",persönlich erhärtet, was im Geiste der drei Völker lebt: Die feste Freundschaft zwischen der Achse und Spanien; denn auch Italien ist bei dieser Begegnung im Gei st e zugegen ge­wesen dank der vollkommenen Zusammenarbeit zwischen Berlin und Nom". Die Begegnung zwi­schen dem Führer und Caudillo habe zu einem Zeitpunkt stattgefunden, da der Krieg von der Achse unerbittlich und siegreich vom Aermelkanal bis zum

den. In der Zeit spanischen Niederganges ent­wickelte sich die Welt, ohne Spanien mitzuzählen. Die Ereignisse wurden Spanien aufgezwungen. Heute ist es für Spanien nicht mehr möglich, ein­fach Opfer des Weltgeschehens zu sein. Heute ist Spanien ein aktiver Schauspieler ge-

Spaniens MederaiWeg.

Männer, nicht anonyme Gewalten, formen dis Geschichte. Zum erstenmal sind an der spanisch-fran­zösischen Grenze die Volksführer und Träger der geschichtsbildenden neuen Ideen, Deutschlands und Spaniens, Adolf Httler und Franco, zusammenge- troffen, während der Erneuerer der italienischen Nation im Geiste zugegen war. Nationalsozialis­mus, Faschismus und Falangismus sind drei unter­schiedlich gerichtete, aber aus der gleichen Quelle gespeiste Bewegungen der Gegenwart. Ihre Quelle ist die bedingungslose Liebe zur eigenen Nation, die Abstoßung alles rassisch und echisch Fremden, die Liebe zur Wehrhaftigkeit und damit die Wah. rung des eigenen Lebensraumes, die Versöhnung der Gegensätze in der eigenen Nation und damit die Todfeindschaft gegen Plutokratie, Mammonis- mus und deren zersetzenden Folgen. Die Geistes­verwandtschaft der drei großen europäischen Bewe­gungen war die Unterlage dieser Begegnung. Das gemeinsame Ziel ist klar. Es bedeutet die Rück­kehr Spaniens nach Eu ropa und tue Aus- merzung der englischen Willkür und Tyrannei, die sich jeder gesunden Größe der europäischen Kultur- nationen mit den schäbigsten Mitteln widersetzte.

Was besprochen wurde und welche Folgen diese Besprechung haben wird, wissen wir nicht. Wie nach den Begegnungen des deutschen und des ttalienischen Führers jeweils große Entscheidungen mit der Plötzlichkeit eines Blitzes fielen, wird auch irgend- wann das-Ergebnis dieser Zusammenkunft unsere Feinde überraschen. Alle Kombinationen der geg­nerischen Presse tragen schon von vornherein das Stigma der Lächerlichkeit, weil sie über Dinge fa­beln, deren Unterlagen für sie vollständig in der Luft hängen, von denen sie überhaupt nichts wissen können. Nur eins ergibt sich aus dem bisherigen Werdegang Spaniens mit Sicherheit: Spanien ist politisch und geistig mit den Achsen möchten so eng verbunden, der Sinn seines inneren Befreiungskampfes richtete sich so einwandfrei gegen fremde Einmischungen, daß die Politikaster der englischen Plutokratie allen Grund haben, auf diese Zusammenkunft sehr aufmerksam und sehr bänglich zu schauen.

Denn im Kampf gegen die von England geför­derten anonymen Gewalten des Parteienhaffes, der Ohnmacht und des Chaos hat sich der Caudillo durch­gefetzt. DerNedellengeneral", wie ihn die englische Regierungspresse und ihr damaliger Außen- und jetziger Kriegsminister Eden bezeichnete, hat der britischen Politik eine furchtbare Niederlage be­reitet, und sein Außenminister Serrano Suner, dessen Ernennung inEngland geradezu als Nieder­lage empfunden wurde, hatce durchaus Recht, als

im Weltkriege. Er erkannte dann auch später nicht die rettenden Ideen, die in dem spanischen Refor­mator und Diktator Primo de Rivera zur Herrschaft kamen. Er begrüßte dessen Sturz. Denn er hielt ihn nur für einenHandlanger" des ge­haßten Königs, Alfons XIII.

So kam der spanische Aufbruch seit jenem un­glücklichen 10. Dezember 1898 nur sehr langsam ins Rollen. Primo de Rivera mußte erst einmal schei­tern, Miguel de Unamuno sollte erst nach bitteren Erfahrungen mit dem Liberalismus kurz vor sei­nem Tode erkennen, daß der Weg der nationalen Revolution der Weg Francos der richtige war. Aber als ihn die nationale Revolution wie­der auf seinen Lehrstuhl zurückrief, da konnte er dennoch nicht den autoritären Gemeinschaftsgedan- ken begreifen, und so starb er am 31. Dezember 1936 in einer Zerknirschung, die tragisch anmutet Welchen Weg war Spanien inzwischen gegan­gen? Damals, als die Kämpfe mit den von USA. angestifteten Insurgenten ausbrachen, stand der junge Offizier Primo d e Rivera dort in der vordersten Front. Er geht dann nach den ge­fährdeten Philippinen, erkämpft manchen Sieg, auch als Derhandlungsoffizier aber das Schicksal will cs anders. Auch dann, als er im reifen Mannes­alter feinem König den Weg der Reform aufzwingt nimmt ihm das Schicksal den Enderfolg. Aber Primo de Rivera hat Söhne. Und einer von ihnen, Foss Antonio, wird einmal in die Fußtapfen seines Vaters treten jene Lehre für Spa­niens Erneuerung schaffen und die sie verfechtende Bewegung dazu, die das Schicksal wendet: die Falange".

Die Schwester Pilar Primo de Rivera, das jüngste Kind des Diktators, jetzt die Führerin der spanischen Frauen und ihres Hilfswerkes, schildert das Erwachen der Idee in dem Bruder:In unse­rem Hause in Chamartin kam er eines Tages auf die Lage Svaniens zu sprechen; er schlug vor, mit Hilfe von Falangisten der damaligen traurigen Lage des Vaterlandes ein Ende zu machen.War­um' tust du es nicht?" fragten wir ihn. Wir waren überzeugt davon, daß er der dazu befähigtste Füh­rer sei ..." Nun Josä Antonio hat sich drn-chaerun- nen, er hat dann mit leidenschaftlichem Schwünge den Weg für Franco bereitet. Er hat den Ruf Arriba Espana!" ins Volk geschleudert und feinen kühnen, entschlossenen und durchgeistigten Angriff gegen die korrupte Volksfront am Ende mit dem Opfertode geheiligt: am 20. November 1936 wurde er in Alicante erschossen.

Inzwischen hatte die kleine Gruppe der Generale unter der Führung des Caudillo die Ehre Spa­niens gereinigt. Das Volk war hochgerissen worden und bestand den grausamen Bürgerkrieg mit der alten Kraft seines edlen Blutes. Aus der Gene­ration von 1898 ist das Geschlecht der Kämpfer von heute geworden. Spanien ist auferstanden. Es hat zu sich selber zurückaefunden. Es wird an einem neuen Europa mitarbeiten und seine Gestalt mitbe- : stimmen. Curt Hotzel.

Erschein, tön heb. aufcet Sonntags unk» rVeienaas Veilaaen: Die illustrierte Gießener s^amillenblätter Heimat imBild DieScholle Monato-BezunsvreiS:

Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte - 1.80 Huuellgebübr. -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen "Nummern infolge höherer Gewalt Fernfvrechanfcklufr 2251 Drahtanschrift.Anzeiger" Poüfcheck1168kNrantf.M

Mittelmeer, im Roten Meer und sogar im Persi­schen Golf geführt werde. Dies beweise den Willen und sei gleichzeitig die Garantie des Sieges und der neuen Ordnung.

Bewaffnete Aufklärung über England.

Der Wehrmachtbericht vom Donnerstag.

Berlin. 24.Oft (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Infolge der ungünstigen Wetterlage

Madrid, 25. Okt. (Europapreß.) Zur Begeg­nung des Führers mit dem Caudillo veröffentlicht das parteiamtliche OrganArriba" einen Leit­artikel. Das Blatt empfindet es wie ein Symbol, daß die Begegnung zwischen dem Führer und dem Caudillo eben dort stattfand, wo Napoleon tm Jahre 1808 die spanischen Könige Karl IV. und seinen Sohn, den späteren F e r d i n a n d VII. emp­fing und Spaniens Niedergang besiegelt wurde. Das Blatt schreibt:Die Zusammenkunft fand an der spanisch-französischen Grenze statt. Diese Grenze hat dadurch einen neuen Sinn bekommen, und zwar denjenigen, den die jungen Herzen in unse­rem Lande erwarten. Die gleiche Umgebung war nämlich einstmals Zeuge von spanischer Fahnen­flucht aus der Geschichte. Das wiederhergestellte Spanien mußte diesen gleichen Ort aufsuchen, um, vertreten durch seinen Caudillo, die Z u k u n f t zu finden, die der deutsche Führer darstellt."

Die Tatsache, daß Adolf Hitler und Fran­cisco Franco sich persönlich Eennenlern = ten, wird vonArriba" als entscheidend hinge- fieltt Das Blatt meint, das fei ein feierlicher Tag gewesen. Spanien sei nach feinem außenpolitischen Dornröschenschlaf wieder erwacht. Der Cau­dillo zeichne Spanien einen neuen Weg vor. Niemand wisse über den Inhalt der Unterhaltung zwischen den beiden Männern auch nur das ge­ringste. Eines aber dürfe man aus dem geschicht­lichen Ereignis ableiten: Spanien ist am Beginn der neuen Aera mit seiner gang en Per­sönlichkeit zugegen, so wie es feiner besten Tradition und seinem Willen zur Wiederauf­erstehung entspricht. Spanien werde den Problemen in der Welt tapfer entgegentreten und ihnen den . Stempel seines Geistes und seines Charakters und

tiefem Vertrauen "stehe^das" fcckanchstische^ Spanien I und daß auch alles das erreicht werden ^rde was aeschlossen hinter seinem Caudillo, dessen Maßnah- sich erreichen lasse. In diesem Sinne fei ber Sauöillo men immer begeistertes Einverständnis finden wür->der Wahrnehmer der Interessen des Vaterlandes.

Mailand, 24. Ott (Europapreß.) Die Begeg­nung des Führers mit General Franco wird von i der ttalienischen Presse als bedeutungsvolles poe­tisches Ereignis der Achsenpolittk mit lebhafter Be- > friebigung ausgenommen. Es wird hervorgehoben, daß sich im Gefolge Hitlers nicht nur der Ob erbe- ! felshaber des Heeres und der Che, des vberkom- manbos, sondern auch der Unterftaa.ssekretar des ' Aeußeren Dr. Gauß befand, der die wichtigsten Staatsverträge Deutschlands oerfaßt hat

Der offiziösePopolo d'Jtalia fchreibü Die Begegnung Hillers mit Franco zeigt, datz Spanien dem Programm seiner Wiedergeburt treu bleibt und enge und feste.Dezlehungen der Freund­schaft und Zusammenarbeit mit den Mochten unter halt die in schwieriger Stunde seines Aufschwun­ges an seiner Seite standen. Deutschland und Italien Mnden zu Franco von Anbeginn feiner »

die Spanien der Untertanigfeit und Knechtschaft Der westlichen Demokratien entreißen wollten. Der Aufenthalt Serrano S u n e r s in Berlin und Rom hatte bereits die Beständigkeit dieser Freundschaft und herzlichen Sufammerrarbeit Spamens md den Achsenmächten gezeigt. Daher fallt che ietz ge B npnnuna Eitler Franco vollkommen lN oen Rahmen der Politik, die Berlin und Rom mit dem befreundeten Spanien ^cos ^nlfaltet

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