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Wert, die Schätzungen werden physischer ... Meine Zukunft": eine stramme Polytechnikerbildung. Militärdienst: so daß durchschnittlich jeder Mann der höheren Stände Offizier ist, er sei sonst, wer er sei ... Der Zustand Europas im nächsten Jahr­hundert wird die männlichen Tugenden wieder her­anzüchten: weil man in der beständigen Gefahr lebt ... Die Zeit kommt, wo der Kampf um die Erdherrschaft geführt werden wird, er wird im Namen philosophischer Grundlehren geführt wer­den."

Also:Aeußerlich" sah er, wie er wörtlich ver­sichert: dasZeitalter ungeheurer Kriege, Umstürze, Explosionen" voraus. Er sieht diefeineren Be­griffe" der Nationen dem Gefühl einverleibt und sagt: Kriege sind die großen Lehrmeister solcher Begriffe und werden es sein." Und er fährt fort: Dann kommen soziale Kriege und wieder wer- den Begriffe einverleibt werden!" Noch deutlicher wird er:Die sozialen Kriege sind namentlich Kriege gegen den Handelsgeist ..." Und abermals deutlicher:Um aber mit guten Aussichten in den Kampf um die Regierung der Erde einzutreten es liegt auf der Hand, gegen wen sich dieser Kampf richten wird, hat Europa wahrscheinlich nötig, sich ernsthaft mit England zuverständigen": es bedarf der Kolonien Englands zu .jenem Kampf ebenso, wie das jetzige Deutschland, zur Einübung in seine neue Vermittler- und Maklerrolle, der Ko­lonien Hollands bedarf. Niemand glaubt mehr daran," so sagt Nietzsche etwa 1888daß England selber stark genug sei, seine alte Rolle nur noch fünfzig Jahre fortzuspielen: es geht an der Unmöglichkeit, die homines novi von der Regie­rung auszuschließen, zugrunde, und man muß keinen solchen Wechsel der Parteien haben, um solche lang­wierige Dinge vorzubereiten: man muß heute vor­erst Soldat sein, um als Kaufmann nicht seinen Kredit zu verlieren. Genug, hierin, wie in anderen Dingen, wird das nächste Jahrhundert in den Fuß­tapfen Napoleons zu finden sein, des ersten und vorwegnehmendsten Menschen neuerer Zeit. Für die Aufgaben des nächsten Jahrhunderts sind die Arten Oeffentlichkeit" und Parlamentarismus die un­zweckmäßigsten Organisationen ..."

Er sah also recht klar, was die Zukunft, unsere Zeit bringen mutzte. Freilich das las damals niemand. Es war noch kaum zu lesen, da es mit Mühe erst durch die Schwester aus verstreuten Zettelkisten herausgesucht und gesammelt werden mußte. Als es dann da war, verstand es kaum jemand. Wie sollte es auchjemand", jedermann verstehen! Eine Ahnung ging auf, als der Weltkrieg kam. Und doch bedurfte es erst des Zusammen­bruchs, um zu begreifen, was Nietzsche meinte, als er etwa in demselben Kapitel- sagte:Einsicht in die Zunahme der Gesamtmacht: ausrechnen, in wiefern auch der Niedergang von Einzelnen, von Ständen, von Zeiten, Völkern einbegriffen ist in diesem Wachstum ... Verschiebung des Schwergewichts einer Kultur. Die Unkosten jedes großen Wachs­tums: wer sie trägt! Inwiefern sie jetzt un­geheuer sein müssen ..." Daß er den letz­ten Satz unterstrich, zeigt, wie wichtig ihm dieser Gedanke erschien. Er sah die Verwandlung der Bil­dung. Er sah weiter als gewisse heutige Intellek­tuelle, die meinen, die Welt ihrer Bildung gehe unter, weil gewisse überzarte Triebe dieses frag­würdigen Baumes gegenwärtig mit härteren Hän­den angefaßt werden ... Ihnen sagt er weiterhin: Wir trennen das Große nicht mehr von dem Furchtbaren."

Damals, vor vierzig Jahren, als der Seher ein- aingaus langer Nacht zur längsten Nacht sah kaum einer, was nottat, George ausgenommen. Aber keiner begriff wohl den Satz Nietzsches:Die organisatorischen Genies fangen an zu fehlen. Wer wagt es nunmehr noch, Werke zu unternehmen, zu deren Vollendung man auf Jahrtausende rechnen mühte ..Und wer sah die von ihm geforderte Vernichtung der verfallenden Rassen" so greifbar vor sich wie wir Heutigen? Er hatte das Ge­fühl für die nach ihm kommende harte und er­barmungslose Zeit des Gerichts er, der zarte Musikmensch. Er sagte:Eine organisierende Ge­walt ersten Ranges, z. B. Napoleon, muß im Ver­hältnis zu der Art sein, welche organisiert werden soll ..." Und:Wer bisher mit dem Menschen im großen Stile zu tun hatte, taxiert ihn nach den Grundeigenschaften:' es hat keinen Sinn, die zar­teren Nuancen zu berücksichtigen. So tat es Napo­leon. Er machte sich nichts aus den christlichen Tu- aenden, nahm sie als gar nicht vorhanden ( er hatte ein Recht dazu)."

Wir erfahren heute, wie recht er hatte. Wrr er­kennen aber vielfach auch erst die wahre Bedeu­tung seiner Worte. Und wir ahnen ihre Trag­weite ... Wir neigen uns in Ehrfurcht vor ihm, der da sagte:Der Tod ist das Siegel auf jede große Leidenschaft und Heldenschaft, ohne ihn ist das Dasein nichts wert. Für ihn reif sein ist das Höchste, was erreicht werden kann, aber auch das Schwie­rigste und durch heroisches Kämpfen und Leiden Er­worbene ... Drücken wir das Abbild der Ewigkeit aus unser Leben! Dieser Gedanke enthält mehr als alle Religionen, welche dies Leben als flüchtiges verachten und nach einem unbestimmten anderen Leben Hinblicken lehrten."

Italienischer Wehrmachtsben'cht.

Rom. 23. Aug. (DRV.) Der italienische Wehr- machtsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:

Das im gestrigen Heeresbericht erwähnte eng- l i f ch e U - V o o t ist von dem italienischen Torpedo­bootPapa" versenkt worden. Das englische U-Voot hatte ohne jeden Erfolg drei Torpedos gegen das italienische Torpedoboot abgeschossen, das sofort zum Angriff gegen das U-Voot überging, um es zu rammen und sodann zahlreiche Unterwasserbomben auszuwerfen. Das entscheidend getroffene U-Voot

kam kieloben nochmals qn die Wasseroberfläche und versank kurz darauf.

Der Hafen von Alexandrien (Aegypten) ist neuerdings von einer unserer Flugzeugformationen bombardiert worden. Line andere Flugzeug­formation hat einen feindlichen, von zwei Torpedo­booten geschützten Geleitzug im östlichen W l t t e l m e e r festgestellt und einem lebhaften Bombardement unterzogen. Vei beiden Aktionen sind alle unsere Flugzeuge zurückgekehrt.

Feindliche Luftangriffe von geringer Wirkung sind in Rordafrika auf Vomba und D e r n a durchgeführt worden, wo ein Toter und fünf Ver­wundete zu beklagen sind. Vei anderen Angriffen in Ostafrika auf Wogadiscio wurden fünf Askaris und fünf Eingeborene verwundet, sowie zwei Flugzeugschuppen getroffen, in denen vier Kraftwagen untergestellt waren. 3n Rlassaua und auf der Insel h a r m i l (Wassaua) wurden weder Schäden noch Verluste verursacht.

Italien und Aeaypten.

Rom, 23. Aug. (Europapreß.) Zu der vom Londoner Rundfunk dem ägyptischen Ministerpräsi­denten zugeschriebenen Erklärung, daß auch für Aegypten der Kriegsfall eintreten werde, falls die italienischen Truppen die ägyptische Grenze überschreiten sollten, ist in der Pressekonferenz bemerkt worden, daß diese Nachricht mit Vorsicht aufzunehmen sei. Die Hal­tung Italiens gegenüber Aegypten sei klar und von maßgebendster Stelle dahin festgelegt worden,

daß Italien Aegypten nicht angreifens werde. Tatsache sei aber auch, daß von ägyptischem Gebiet aus von England zahlreiche Angriffe auf italienisches Gebiet in Afrika unternommen worden seien. Natürlich könne Italien auf die Dauer nicht alledem gegenüber ein ruhiger Zuschauer bleiben. Wenn sich tatsächlich, wie in London erklärt werde, die rechtliche Lage ändern sollte, so müsse Italien naturgemäß d e m Rechnung tragen. Selbst wenn Italien sich gezwungen sehen sollte, in ägyptisches Gebiet ein­zudringen, so werde es nur die englischen Truppen bekämpfen, falls nicht, wie dies London behauptet, eine Aenderung der Haltung Aegyptens eintreten sollte.

Oiplomatenschub in Japan.

Tokio, 23. Aua. (Europapreß.) Außer den ja­panischen Botschaftern in Washington, Ankara, Rio de Janeiro und Vichy, werden auch noch neun­zehn Gesandte abberufen, darunter die in Mexiko, Spanien, Kanada, in der Südafrikanischen Union, in Peru, Ungarn, Argentinien, Finnland, Rumä­nien, Chile, Kolumbien, Venezuela, Aegypten, Pa­nama, Bulgarien und im Irak. Besondere Bedeu­tung legen die Tokioter Blätter der Tatsache bei, daß alle diplomatischen Vertreter Japans i n d e n südamerikanischen Staaten zurückgeru­fen worden seien. Dies sei ein Anzeichen für den Wert, den Japan der Förderung seiner Beziehun­gen mit Südamerika beimesse. Die Zeitungen er­warten, daß jüngere tatkräftigere Persönlichkeiten auf die Diplomatenpvsten in den südamerikanischen Ländern entsandt werden.

Wirtschastsausgaben im Generalgouvernement. Das Generalgouvernement umfaßt etwa 95 OOO Quadratkilometer mit etwa 13 Millionen Einwoh­nern. Das ist eine Bevölkerungsdichte von etwa 130 Einwohnern auf den Quadratkilometer. Es handelt sich um ein Gebiet mit überwiegend agra­rischem Charakter, in dem jahe^ehntelang Raub­bau getrieben worden ist, um Ueberschüsse heraus­zuholen, die zwar nicht für die eigene Bevölkerung, wohl aber für die Ausfuhr zur Verfügung stehen sollten. Die Bodenbearbeitung war zurückgeblieben, so daß die Hektarerträge etwa 40 v. H. unter den deutschen lagen. Dazu kam noch eine Zersplitterung des Bodeneigentums, die zur Bildung von leistungs­unfähigen Zweigbetrieben geführt hatte. In der Hauptsache war es aber die grenzenlose Bedürfnis­losigkeit der von den Juden ausgesogenen Bevölke­rung, die überhaupt diese Besiedlungsdichte ermög-

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lichte. Im heutigen Generalgouvernement gab es außerdem noch eine standortmäßig sehr zersplitterte I n d u st r i e mit einer mangelhaften Rohstoffbasis. Lediglich Kohle war und ist in reichem Maße vochanden, wenn auch nur aus dem benachbarten Oberschlesien.

Schon aus- dieser Darstellung kann man erken­nen, wie schwierig es für die deutsche Verwaltung ist und zukünftig noch sein wird, hier gesunde wirt­schaftliche Verhältnisse durchzusetzen. Zunächst ist es gelungen, die vorjährige und diesjährige Ernte sicherzustellen, um damit die Ernährung der Bevöl­kerung zu gewährleisten. Die deutschen Kreisland- wirte, die von der Verwaltung zur Bewirtschaftung der größeren Güter herangezogen worden sind, haben auf diesem Gebiet eine großartige Leistung vollbracht. Saatgut ist aus Deutschland in die östlichen Distrikte gebracht worden, ebenso wurde Kunstdünger in weitaus größerem Umfange verwandt als früher in Polen. Wie Dr. Freiherr du Prel in seinem BuchDas Deutsche General­gouvernement Polen" feststellt, konnte der Kaliver­brauch um 250 v. H., der Stickstoftverbrauch um 140 v. H. und der Superphosphatverbrauch um 100 v.H. gesteigert werden. Viele Landmaschinen sind nach Dort aus dem Reich gebracht worden, darunter z. B. über 1600 Drillmaschinen und 11 000 Pflüge, ferner zahlreiche Traktoren und Getreide­mäher. Jetzt ist man dabei das Reparatur­handwerk auf dem Lande zu organisieren, um die Verwendungsfähigkeit der Landmaschinen sicherzustellen. Eine weitere Aufgabe, die jetzt an- aepackt wird, gilt der Vermehrung des Vieh- b e st a n d e s und der Verbesserung der Zuchtrassen. Dagegen dürfte es noch länger dauern, bis auch die Umlegung der kleinbäuerlichen Be­triebe durchgeführt wird, die unbedingt notwen­dig ist, um eine Gesundung herbeizuführen. Im Bezirk Krakau beträgt z. B. der Anteil der Zweig­betriebe 85 v. H.

Bedeutend sind auch die Aufgaben, die die deutsche For st Verwaltung zu lösen hat. Auf diesem Gebiete ist ein noch viel größerer Raubbau betrieben worden als in der Landwirtschaft. Die Bewaldungs­dichte beträgt nur noch 18 v. H. der Gesamtfläche und ist damit weitaus kleiner als im Reich. Es handelt sich um rund 1,7 Mill. Hektar Wald, der erst jahrelanger deutscher Pflege bedarf, um einen höheren Holzertrag als heute zu liefern. Da es sich teilweise um ausgezeichneten Waldboden handelt, sollen etwa 700 000 Hektar neu aufgeforstet werden. Auch hier herrscht eine heillose Besitzzersplitterung; 55 v. H. befinden sich im Besitz von Kleinbauern.

Die Industrie, es handelt sich dabei in der Hauptsache um Textil-, Holz-, Zellstoff- und Papier­industrie sowie um Metall und Elektrotechnik, Che­mie und Nahrungsmittelindustrien, beschäftigt rund 350 000 Arbeitskräfte. Sehr schwierig wird es in manchen Fällen sein, die notwendigen Rohstoffe herbeizuschaffen. Immerhin wird es mit Hilfe der großdeutschen Wirtschaft gelingen, auch das ge­werbliche und industrielle Leben wieder in Gang zu setzen und die Konsumkraft der Bevölkerung zu heben. Die Beteiligung des Generalgouvernements an der Ostmesse in Königsberg war auf dem Wege zur Gesundung ein verheißungsvoller Anfang. D.

Aufhebung der Mehreinkommensteuer.

ImReichsgesetzblatt" wird eine Verordnung ver­kündet, nach der die Mehreinkvmmensteuer für 1940 und die folgenden Jahre nicht mehr erhoben wird. Die Mehreinkommensteuer war zum ersten Male für 1939 erhoben worden, und zwar nach dem Mehreinkommen, das natürliche und juristische Per­sonen im Jahre 1938 gegenüber dem Jahre 1937 er­zielt hatten.

Zu der Aufhebung der Steuer bemerkt Staatssekre­tär Reinhardt imVölkischen Beobachter": Es hat sich ergeben, daß der BegriffMehreinkommen" in vielen Fällen etwas sehr Problematisches ist. Dahin- zu kommen die mannigfachen Veränderungen der Einkommensverhältnisse während des Krieges und nach Beendigung des Krieges. Diese sind nicht ge­eignet, als Grundlage für die Ermittlung von Mehreinkommen zu dienen. Die Personen mit Mehreinkommen, die eine Mehreinkommensteuer nicht mehr zu entrichten haben, werden den ent­sprechenden Betrag, viele sogar den gesamten Be­trag ihres Mehreinkommens, in Schuldtiteln des Reiches a n l e g e n , die sie bei allen Bank­unternehmungen in Stücken verschiedener Größe und mit verschiedener Laufzeit erwerben können.

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Nach der historischen Kirche von Derichsweiler im Rheinland und dem Gartenhäuschen Goethes in Weimar war das Mausoleum BisMarcks im Park von Friedrichsruh das neueste Luftpiratenziel. Zum Glück saßen die Bomben schlecht und schlugen etwa 200 Meter von dem Mausoleum entfernt ein, ohne dieses zu beschädigen. Unser Bild zeigt einen der Bombentrichter in einem Kornfeld, 200 Meter von dem Mausoleum Bismarcks entfernt. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Kleine politische Nachrichten.

Reichsarbeitsführer Hier! eröffnete mit einer cblichtcn Feierstunde in der Festhalle des Reichssport­feldes dieAusstellungdesReichsarbeits- dienstes für die weibliche Jugend, zu der sich eingefunden hatten der bulgarische Gesandte, der sowjetrussische Botschafter, die Gattin des italie­nischen Botschafters, der Kommandeur des bulga­rischen Arbeitsdienstheeres, Reichssportführer von Tschammer und Osten, Korpsführer Hühnlein.

Auf einer Besichtigungsreise im Westen trafen Reichsminister Dr. Todt und Reichsorganisations- leiter Dr. Ley im Bereich des Arbeitseinsatzes der Organisation Todt zusammen. Auf einer großen Baustelle fand ein Appell zur Verleihung von West­wall-Ehrenzeichen statt, bei dem Dr. Todt die Unter­stützung Dr. Leys bei der Betreuung der Front­arbeiter würdigte und ihm die Erkennungsmarke und das Dienstbuch Nr. 1 der Organisation Todt überreichte.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley stattete in Brüssel auch dem deutschen Soldatenthea­ter einen Besuch ab. Dr. Ley sprach seine Genug­tuung über die vorbildliche Fürsorge der KdF. für die deutschen Soldaten aus und wohnte inmitten der Soldaten der Abendvorstellung des Soldaten­theaters bei.

Die Abordnungen der deutschen, italienischen und ungarischen Studentenschaft, die an dem Internatio­nalen Studentenkongreß in 6t ar a Zagora (Bulgarien) teilnehmen werden, sind eingetroffen. Die deutsche Abordnung besteht aus Dr. Roneber- ger, Dr. Seidner und Gruler. Die italienische Ab­ordnung steht unter Führung von Professor Sis- mondi. *

General Noguesist seines Postens als General- resident von Marokko enthoben worden, da er die Altersgrenze erreicht hat. Zum Oberbefehlshaber der französischen Truppen in Marokko wurde General D e r g e z ernannt, während General 21 übet der Oberbefehl über die französischen Truppen in Tunis übertragen wurde.

Der ehemalige französische Ministerpräsident Tar- d i e u, einer der Hauptverantwortlichen des Ver­sailler Diktats, ist in ein Sanatorium für Geistes-

kranke aufgenommen worden. Tardieu hatte sich schon vor dem Kriege aus Gesundheitsrücksichten aus dem politischen Leben zurückgezogen.

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Nachdem in Argentinien auch die naftonaldemo- kratische Partei beschlossen hat, gegen die Annahme des Rücktrittsgesuches des Präswenten Roberto M. Ortiz zu stimmen, ist die einhellige Zurück­weisung seiner Rücktrittserklärung durch den Kon­greß sicher. Anlaß des Rücktrittsgesuches war eine F i n a n z a f f ä r e, die in Argentinien große Er­regung hervorgerufen hatte. Die Regierung hatte für das unweit Buenos Aires gelegene Land, das für den Flugplatz ElPalenar bestimmt ist, den fünffachen Preis gegenüber dem Normalwert gezahlt.

Aus aller Welt.

Katastrophe eines Verkehrsflugzeuges auf der Strecke BukarestWien.

Das Freitagmorgen um 8 Uhr von Bukarest nach Wien abgeflogene planmäßige Verkehrsflugzeug der rumänischen LuftfahrtgesellschaftLares" geriet öst­lich von Arad im Gebirge in einen schweren Sturm und mußte notland'en, wobei das Flugzeug beschädigt wurde. Von den Fluggästen und der Be­satzung, insgesamt 21 Personen, wurden 14 g e - tötet. Vier Flugzeuggäste sollen verletzt sein. Die Unfallstelle liegt hoch im Gebirge, und bis zur nächsten Siedlung ist ein vier Stunden weiter Weg, so daß die Bergung längere Zeit in Anspruch nahm. Allem Anschein nach ist das Flugzeug in einem Hagel st urm v e r e i st und bei der Notlandung zu Bruch gegangen. Unter den Fluggästen befindet sich der Direktor des rumänischen Fremdenverkehrs­amtes und fünf rumänische Journalisten, die zur Leipziger Messe eingeladen waren, ferner zwei Mit­glieder des Presseamtes der AO. der NSDAP, und mehrere andere Reichsdeutsche.

10 Jahre Zuchthaus für Felbposimarber.

Die Ehefrau Else Dietrich aus Siegen hatte sich als Poftaushelferin an Feldpoftpäckchen vergriffen. Sie hatte den Inhalt teilweise selbst verbraucht, teils verschenkt oder verkauft. In 16 Fällen konnte sie überführt werden. Das Sondergericht verurteilte sie als Volksschädlina wegen fortgesetzter Amts­unterschlagung, Urkundenunterbrückung usw. zu zehn Jahren Zuchthaus. ___________________________

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Das galt immer fchon,und jetzt erft recht.