Luftaufklärung über England vnd Schottland
von Tankfallen und Unterständen, die Bekämpfung von Tanks und so weiter. Der Artikel schließt mit den Worten: „Deine Waffe mag eine Büchse mit Explosivstoff sein oder auch ein Gewehr, das nur auf 5 Yards trifft. Bewahre es, damit Du Gelegenheit hast, einen Deutschen zu töten. Wenn Du auch nur einen triffst, dann hast Du dazu beigetragen, Hitler zu schlagen»" Eine Zeichnung zeigt, wie Frauen und Greise auf einer Straße Flaschen zerschlagen, deren Scherben als Hindernis gegen Kraftradschützen dienen sollen.
Diese traurigen Dokumente zeigen, wie weit die Goistesverwirung in England gediehen ist. Wir wiederholen demgegenüber noch einmal unsere Warnung unter Hinweis auf das Schicksal, das den polnischen Heckenschützen und Mordbanden picht erspart werden konnte. Zivilpersonen, die gegen einen Soldaten der deutschen Wehrmacht zur Waffe greifen, sind nichts anderes als gemeine M ö r - d e r. Das schlimmste Verbrechen aber begeht die britische Regierung, die diese offenen Vorbereitungen zur Bildung von Mordbanden auf jede Weise , fördert.
Englands Rüstungsindustrie und militärische Stützpunkte.
sitzungen zum Tauschobjekt oder Kampfgebiet der sich befehdenden Mächte in Europa würden. Sobald die Lage es gestattet, sollten jedoch die Besitzungen den Eigentümern zurückgegeben oder für selbständig erklärt werden, falls sie zur Selbstverwaltung imstande seien.
Diese ganze Phraseologie erinnert uns allzu lebhaft an die Behandlung der deutschen Kolonien nach dem Weltkriege, als daß wir nicht merkten, wohin der Hase läuft. Auch das Mandatssystem, das die geraubten deutschen Kslonien unter die kollektive Schirmherrschaft der Genfer Liga stellte,
Auf unserer Karte sind die wichtigsten Kohle- und Eisenvor- kommen des Jnselreiches (entsprechend den Erklärungen oben rechts) sowie die Kriegs Häfen verzeichnet. Ueberall, wo Kohle und Eisen gefördert werden, entwickelten sich bereits zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts mächtige Industrien. Sie stellen heute die Kerne der Rüstungsindustrie dar, die also ziemlich gleichmäßig über die ganze Insel verteilt sind; keines der großen Industriezentren ist viel weiter als 100 Kilometer von der Küste entfernt. — Ein Vergleich mit den OKW. ° Berichten der letzten Woche beweist, daß nahezu alle kriegswichtigen Plätze bereits von unseren Bombern erfolgreich besucht wurden.
(Zeichnung v. Heincke — Scherl-M.)
plähe in Gegend Portsmouth und am B t i - stol - kaual wurden mit Bomben belegt. 3m Kanal und an der englischen Ostküste wurden drei Handelsschiffe durch Bombentreffer beschädigt.
Feindliche Flugzeuge setzten auch in der Nacht zum 23.7. ihre Angriffe gegen nichtmilitärische Ziele in Nord- und Westdeutschland fort. Dabei sind in einem Dorf die Kirche und einige Häuser beschädigt worden. Ein feindliches Flugzeug wurde durch Flakartillerie abgeschossen, ein deutsches Flugzeug wird vermißt. Wie nachträglich bekannt wird, sind bei dem in der Nacht zum 21.7. staktgefundenen Angriff auf Wilhelmshaven zwei weitere feindliche Flugzeuge abgefchossen worden. Damit erhöht sich die Zahl der bei diesem Angriff durch Flakartillerie der Kriegsmarine abgeschossenen Flugzeuge auf sechs.
weg um die Nordspitze Irlands erreicht werden.
Diese einschneidenden Bestimmungen der britischen Admiralität sind eine unmittelbare Folge der g e - steigerten U - B o o t s b edrv h u ng und der Tatsache, daß Deutschland imBesitzederfran- zösischen Kanal- undAtlantikküste ist. Erst vor wenigen Tagen hatte der Erste Lord der Admiralität, Alexander, behauptet, daß der Besitz der ausgedehnten Küsten von Narvik bis zu den Pyrenäen für Deutschland ein Nachteil sei, da es nunmehr auf viele tausend Kilometer einer Jn- vasionsgefahr ausgesetzt sei. Diese unsachliche Bemerkung dürfte im englischen Publikum ebensowenig geglaubt worden sein wie bei den Fachleuten der Admiralität, die trotz der überheblichen Sprache ihres Ersten Lords die bisher meist benutzten Atlantikrouten der englischen Westhäfen sperren mußten.
Berlin, 23. Juli. (DNB.) Vor kurzem mußte bereits einmal mit Nachdruck darauf hingerviesen werden, daß die gegenwärtigen, größtenteils kopflos betriebenen Vorbereitungen in England für den Krieg im eigenen Lande völkerrechtswidrig find, da sie darauf abzielen, die englische Zivilbevölkerung zum Heckenschützenkrieg zu erziehen. Die deutlichen Warnungen, die demgegenüber von deutscher Seite ausgesprochen wurden, will man offenbar in London unbeachtet lassen. Es liegen jetzt neue dokumentarische Beweise dafür vor, daß die Vorbereitung des englischen Volkes zur Bildung von bewaffneten Banden offensichtlich mit Wissen und Einverständnis der britischen Regierung durchgeführt wird.
^So sind, wie bereits gemeldet, in den Vereinigten Staaten Pressephotos eingetroffen, die die Ausbildung von Zivilisten im Gebrauch von Schußwaffen aller Art zeigen. Noch kennzeichnender ist der Artikel eines englischen Militärschriftftellers in der Bilderzeitschrift Picture Post, der die Ueberschrift trägt: „Bewaffnet die Bürger!". Der Artikel enthält Anweisungen über den Gebrauch von Waffen, das Ausheben von Schützengräben, den Bau
Dann aber sprach er in der altbekannten Art von dunklen Kräften, die innerhalb Amerikas am Werke seien, um es ausländischen Zwecken gefügig zu machen. Dor dieser Kulisse einer erzeugten Angstpsychose entwickelte er danach ein Programm von Abwehrmaßnahmen auf wirtschaftlichem Gebiet, hinter dem sich höchst eindeutige Protektoratsbestrebungen der USA. über die südamerikanische Wirtschaft verbergen, und schnitt auch zum erstenmal offiziell die Frage einer „kollektiven Schirmherrschaft" über europäische Besitzungen in Amerika an, weil Amerika es nicht dulden könne, daß diese Be-
Heckenschühen sind gemeine Mörder!
Deutschland wiederholt seine Warnung.
Der Wehrmachtsbericht vom Dienstag.
Berlin, 23.Juli. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Eines unserer kleinen U-Boote hat 1 80 00 B KI. feindlichen Handelsschiffsraumes aus stark gesicherten Geleitzügen herausge- chossen und versenkt.
Die Luftwaffe klärte über England und Schottland auf und griff am 22.7. und in der Nacht zum 23. 7. mit Kampfverbänden Hafenanlagen, Flugplätze, Flak- und Scheinwerferstellungen des Feindes an. Besonders die Häfen P e m b r o k e mit einen Erdöllagern, Ehatham, Sheerneß, Edinburgh und Aberdeen sowie Flug-
England muß wichtige Atlantikrouten sperren Eine Folge der gesteigerten !l-Bootstätigkeit.
Berlin, 23.Juli. (DNB.) Die steigende Unter- eebootsgefahr hat die britische Admiralität veranlaßt, neue einschneidende Maßnahmen für die gesamte Schiffahrt nach der englischen Westküste zu treffen. Sie hat sich ge- Ben gesehen, die Eingänge zum St.-Georgs- und zum Bristol-Kanal zu sperren durch die Erklärung eines Warngebietes, das in 50 Seemeilen Breite von Cornwall bis zur Südküste Irlands verläuft. Alle Schiffe, die Häfen der englischen Westküste anlaufen wollen, müssen ihren Weg durch den Nordkanal und die zwischen England und Irland gelegene Irische See nehmen.. Damit ist die normale Handelsroute für die Schiffahrt nach Bristol, Cardiff, den übrigen Häfen von Südwales, sowie die Hauptroute nach Liperpool aufgegeben worden. Alle Häfen der englischen Westküste können nur noch auf dem erheblichen Um
tragen und sind nachher von der englischen Selbstsucht verlassen worden. Sie sind Schlachtopfer auf den Altären des englisä)en Hochmuts gewesen und erkennen nun mit Entsetzen, Ab scheu und Beschämung, wie echt plutokratisch-jüdisch sich der Brite gebärdet.
Kein Nicht-Brite glaubt heute noch den Phrasen, die Halifax mit der gleichen Stirn vorträgt, wie es die Ministerpräsidenten Asquith und Lloyd George während des Weltkrieges taten. Asquith hatte ge- , sagt, für die Freiheit der kleinen Nationen, nicht für sich selbst, kämpfe England, Lloyd George sprach . von der Befreiung aller Nationen und — war Mit- 1 Urheber der Versailler Schande, die Deutschland unter das Joch einer fremden Finanzdiktatur und ganz Europa in die politische und wirtschaftliche Abhängigkeit vom internationalen Leihkapital brachte. Halifax glaubt nun, mit den gleichen Mitteln operieren zu können, indem er emphatisch versichert, England kämpfe für die Freiheit aller. Nun, gleich darauf umreißt Halifax, was England unter Freiheit versteht: „Wir wünschen, unser eigenes Leben leben zu können, wie es uns beliebt." Wie lebt denn England? Eine kleine plutokratische Gaunerschicht unterwarf sich die Schätze der Erde und ihre Erzeuger, um allen Luxus und alle Vorteile genießen zu können, während die rechtlose Masse in furchtbarstem Elend dahinvegetierte. Es sind Parasiten, die der Freiheit und dem Selbstbestimmungsrecht der ganzen Welt Fesseln angelegt haben, und wir glauben, daß gerade die Vernichtung dieser schmarotzenden englischen Politik die Freiheit der Völker wesentlich fördern wird, so sehr auch Halifax von seinem beschränkten Standpunkt aus klagen muß, daß dies „düs Ende für viele unter uns bedeuten würde, vor allem für diejenigen Dinge, welche das Leben lebenswert machen".
Wir begreifen durchaus, daß für die regierende Ausbeuterkaste Englands Hitlers Sieg das Ende aller Dinge bedeuten würde, die uns das Leben lebenswert machen". Diese Kaste kann sich kein Leben vorstellen, in dem nicht Hunderte von Millionen Angehörige fr ernt) er Völker ausschließlich für ein paar hundert englische Familien fronen. Als Besitzender die Habenichtse zu verachten, von deren Erwerb zu leben, das ist die unmoralische Gundlage, auf der die englische Plutokratenherrschaft errichtet werden konnte, und diese Gundlage wird ihnen jetzt fortgezogen. Daher der Aufruf der Pharisäer zum Gebet, daher die Oraanisierung des Heckenschützenkrieges, daher der Aufruf an „alle Städte, Dörfer und Siedlungen Großbritanniens, nicht nachzugeben". Daher schließlich auch die Behauptung des Lords, daß dieser Kampf dem „Antichrist" gelte, gegen den Halifax natürlich auch die Vereinigten Staaten wieder aufbieten möchte. Die führenden Plutokraten dies- und jenseits des Großen Teiches sind unter der Patronanz des Weltjudentums natürlich eins, niemand in Deutschland denkt daran, den Bürgern der USA. etwas anzutun, und der britische Propagandabotschafter Lord L o t h i a n in Washington mag vergeblich barmen, England sei die letzte Maginotlinie für die Amerikaner. Aber es ist immerhin eine der vielen Ungeheuerlichkeiten des Lord Halifax, daß er behauptet, die Nordamerikaner hätten sich ihr Haus nicht aufgebaut, um es „diesem Fanatiker", nämlich Adolf Hitler, auszuliefern. Die Yankees bauten ihr Haus im härtesten Kampf gegen die englische Plutokratie, die als einzige Macht in zwei blutigen Kriegen den Frecheitswillen der Nordamerikaner zu unterdrücken versuchte.
Satz für Satz dieser gewissenlosen Rede des englischen Außenministers ist nach der typisch britischen Methode formuliert, dem Gegner alles das zu unterstellen, was Englartd an politischem Terror und an politischer Heuchelei als leitende Grundsätze seiner imperialistischen Bevormundung Europas ansieht.
Halifax behauptet, die Rede des Führers habe „nicht ein Wort von Frieden enthalten, der auf Gerechtigkeit und auf dem Recht zur Selbstbestimmung basiere" — die englische Auffassung von Gerechtigkeit und Selbstbestimmung hat Europa ja zwanzig Jahre lang in den 440 Artikeln des Versailler Diktates zu erproben Gelegenheit gehabt. Halifax schwatzt von der Freiheit der Völker und lügt der Welt vor, das Europa, wie Deutschland es sich vorstelle, würde von ihrer Freiheit beraubten Völkern bewohnt sein. In der Tat unterscheidet sich das Europa, wie es Deutschland vorschlägt, von dem durch England terrorisierten und machtpolitisch aufgesplitterten Europa genau so, wie sich das Deutschland der vielen Dutzende von binnenländischen Zollgrenzen zur Zeit Friedrich Lists von dem heutigen Grobdeutschland unterscheidet. Das Europa der plutokratisch-englischen Hegemonie wird dem Europa der sozialen Gerechtigkeit Platz machen.
Kein Wunder, daß Halifax auch Mussolini schmähte und den Italienern den Vorwurf der Feigheit machte, obgleich es das gleiche Italien war. vor'dem sich noch im Aethiopienkrieg die Engländer feige verkrochen. Lord Halifax und mit ihm seine Jehowa-Genossen mögen versichert sein: nicht die Deutschen haben „ihre Gewissen an Hitler übergeben und sind zu Maschinen geworden, die nur Befehle erfüllen, ohne zu erwägen, ob sie recht oder unrecht sind", sondern die Engländer haben ihre Seele dem Plutokratismus verschrieben, der verpestend auf alle Verhältnisse wirkt. Nein, der deutsche Wille, Hölle und Tod und Teufel zu trotzen, bat in männlicher Reife alle Vorfeldbefestigungen der britischen Plutokratie niedergerungen, er wird reinen Gewissens auch den Endkampf siegreich entscheiden. Lord Halifax aber, der im Namen der Churchill-Regierung jetzt den letzten Appell Adolf Hitlers ablehnte, wie er ihn schon am 3. September und am 8. Oktober 1939 abgelehnt hatte, wird sich noch sagen müssen, daß er sein Land und Volk ins Verderben gestürzt hat in maßloser Überheblichkeit und in völliger Gleichgültigkeit. Diese englische Regierung ist also belastet mit der ungeheuerlichsten Verantwortung, die jemals Kriegshetzer auf sich geladen haben. Nun sind die Würfel gefallen. Das deutsche Schwert hat jetzt allein das Wort.
LIGA.-Wünsche in Havanna.
„Kollektive Schirmherrschaft" über europäische Besitzungen in Amerika.
Havanna, 23. Juli. (DNB.) Am Montag fand die erste formelle Sitzung der Havanna-Konferenz statt. Nachdem der kubanische Außenminister Campa als Stimme seines Herrn die Gefahren der fünften Kolonne ausgemalt und der Außenminister- Panamas, G a r a y , ihn dabei nach Kräften unterstützt hatte, wies der mexikanische Finanzminister Suarez darauf hin, daß ein interamerikanischer Plan nicht die Isolierung Amerikas bedeuten dürfe, da Amerika die Welt und die Welt Amerika brauche.
Der USA.-Außenminister Hüll beteuerte, daß man frei vom Geiste der Feindschaft gegen irgend eine Nation sei und daß es nicht in der Absicht der USA. liege, natürlichen Handelsbeziehungen mit Europa irgendwelche Hindernisse sntgegenzustellen.
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Japan.
Der Rücktritt der Regierung Yonai und die Neubildung des Kabinetts durch den Fürsten Konoy e ist von der Selbstauflösung der großen japanischen parlamentarischen Parteien, der Sai- y u k a i und der M i n s e i t o , begleitet. Japan will den Weg eines autoritär regierten Staates betreten. Es entsagt freiwillig dem Parlamentaris- mus, der in jo vielen Staaten der westlichen Welt chmählich Schiffbruch erlitten. Dabei'muß jedoch vermerkt werden, daß das Parlament in Japan nicht die Rolle wie in manchen Ländern der westlichen Demokratien gespielt hat, denn das Reich der aufgehenden Sonne ist immer unbekümmert um parlamentarische Zwischenspiele auf dem Wege vorwärts geschritten, den es Kodo, d. h. den kaiserlichen Weg, nennt. Der Ministerpräsident in Tokio ist nicht der Vertrauensmann dieser oder jener Partei und Mehrheit, er ist der Soldat des Tenno, des Kaisers, der allein ihn beauftragt und abberuft. Aber trotz aller Einschränkungen und Korrekturen begann der Parlamentarismus auch in Japan Verfallerscheinungen aufzuweisen. So erklärte Ministerpräsident H a y a s ch i vor der Auflösung der letzten Kammer, daß das Parlament anscheinend geglaubt habe, anstatt sich zur Mitarbeit mit der Regierung zu melden, ihr Programm sabotieren zu dürfen. Mit einem solchen Parlament sei es unmöglich, das Werk der Staatserneuerung durchzuführen. Es fei betrüblich, fuhr Hayafchi fort, daß die Parteien ihre Sonderintereffen in den Vordergrund stellten und Sklaven vorgefaßter Meinungen seien. Die Regierung aber sei entschlossen, ihren Willen, der der Wille der Nation sei, zur Entfaltung zu bringen, und das neue Parlament Habs sich diesem Willen zu fügen. Das Parlament wurde darauf durch ein kaiserliches Dekret aufgelöst.
Die darauf folgenden Wahlen änderten jedoch nur wenig an der Zusammensetzung des Parlaments. Nach wie vor behielten die beiden großen Parteien der Saiyukai und Minfeito die absolute Mehrheit. Bemerkenswert war es vielleicht, daß die sozialdemokratischen Tschokai-Taishuto 17 Sitze eroberten. Das war ein Beweis dafür, daß marji*. stische Gedankengänge in gewisse Industriezentren Japans Eingang gefunden hatten, jedoch hat es die Regierung verstanden, diesen Zersetzungszellen jede Einflußnahme auf den Gang der. Politik zu nehmen. Meji-Restauration und Showa-Restauratiyn, das sind im Grunde die beiden Pole, zwischen denen sich jeder Wahlkampf in Japan ab spielte. Meji-Restauration bezeichnet jene Erneuerung des japanischen Staates im Jahre 1868, die nach dem Herrschaftsnamen der damaligen Kaiserlichen Aercr benannt wurde. Unter ihr wurde der westliche Halb-Konstitutionalismus in Japan eingeführt. Showa-Restauration bedeutet Ausschaltung der libe- ralistisch angehauchten, unjapanischen Periode. Der
wurde nur erfunden, um die Tatsache der gewaltsamen Annexion dieser Gebiete durch England und Frankreich zu verdecken. Nun sind, nachdem die USA.-Diplomaten ihr Bestes getan haben, um die europäischen Völker in den Krieg zu Hetzen, die holländischen, belgischen und französischen Kolonien gerade gut genug, um dem angelsächsischen Imperialismus als willkommene Beute zu dienen. Doch begnügt sich Washington mit diesem Happen nicht. Indem Hüll das Schreckgespenst einer deutschen Gefahr vor die Augen der erstaunten Havanna-Delegierten zauberte, — pragische Beispiele hat man bereits anderswo erlebt. Hiergegen Abwehrmaßnahmen zu treffen, kann einem kein fremder Staat verargen" — suchte er sie scheinheilig zu dem Vorschlag zu bekehren, sich doch unter die politische und wirtschaftliche Protektion des starken, aber edlen und wohlwollenden Dollarika zu begeben. Das berühmte interamerikanische Wirtschaftskartell, von den Neuyorker Judenbanken finanziert, und zur restlosen Unterwerfung der ibero-amerikanischen Nationalwirtschaften ausersehen, soll die erste Station auf diesem Wege sein. Wir sind gespannt, was die Südamerikaner zu diesem famosen Plan sagen werden.
England -
„die Maginotlinie Amerikas".
Stockholm, 23. Juli (Europapreß.) Abergläubische Engländer fühlen sich peinlich berührt von einer Rede, die der englische Botschafter in Washington, Lord L o t h i a n, an mehrere Millionen amerikanische Rundfunkhörer hielt. Um die Amerikaner für den Krieg zu begeistern und ihnen zu beweisen, daß England für Amerika kämpft, rief Lord Lothian aus: „Wir sind heute die Maginotlinie Amerikas. Wenn diese Linie nachgibt, gibt es keine Trennungslinie mehr zwischen Hitler und Amerika." In England erinnert man sich, daß die Maginotlinie in dem Augenblick zusammenbrach, in dem der deutsche Frontalangriff begann. Italienischer Wehrmachtsbericht
Korn, 23. Juli. (DNB.) Der italienische Wehrmachtsbericht hat folgenden Wortlaut:
3n Nordafrika sind im Gebiet von warfa walruh und Sidi Barani wirkungsvolle Angriffe mittels Bomben und anderer Sprengkörper an der ägyptischen Grenze durchgefuhrt worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.
3n Ostafrika hat unsere Luftwaffe erneut mit Erfolg wajir mit Bomben belegt. Der Feind hat wiederholt Diredaua bombardiert, ohne Schaden anzurichten. Lin Eingeborener wurde getötet.
Die Zukunst Syriens.
Rom, 23. Juli. (DNB.) Der Erste Sekretär der Politischen Abteilung im Ministerium für Italienisch- Afrika, Baione, schreibt in der „Azzione coloniale": Syrien fei von jeher ein Land für Eroberer gewesen. Es liege auf dem Wege für Orientvölker bei deren Drang zum Mittelmeer und für Mittel- meeroölker bei ihrem Expansionszuge nach Osten. Nach einer langen wechselvollen Geschichte von Eroberungen, wobei jedes erobernde Volk seine Spuren in Syrien und von dort im ganzen Orient hinterlassen habe, sei es zuletzt Frankreich gewesen, unter dessen Obhut und Einfluß Syrien gekommen sei. Französische Kultur und ein französisches politisches System im Verfall habe sich mit einem noch nicht voll entwickelten national- arabischen Gefühl in Syrien getroffen und statt einer neuen kulturellen Schöpfung größte Verwirrung angerichtet. x Es sei also historisch notwendig, daß die junge expansionskräftige Mittel- meermacht galten die Nachfolge Frankreichs in Syrien übernehme. Eine gesunde italienische Kultur und ein lebensfähiger arabischer Nationalismus könnten in ihrer Verschmelzung eine neue lateinisch- arabische Ostmittelmeerkultur schaffen.


