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Mittwoch, 2^. April

Gietzener Anzeiger

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Berlin, 23.

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Die Verbindungswege von Namsos nach Süden gesperrt

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vanger dauert der Kampf mit zersprengten nor­wegischen Truppenteilen in der weiteren Umgebung der Städte noch an. Dabei sieten weitere Geschütze in deutsche Hand. 3m Horden von Oslo setz­ten die deutschen Truppen ihr Vorgehen über 2lmot und Lillehammer trotz Getändeschwierigkeiten und feindlicher Sperren fort. Kampfverbände der Luft­waffe griffen erfolgreich in den Kampf ein. Lin norwegisches Flugzeug wurde zerstört.

Vor der mittleren norwegischen Westküste und im Seegebiet von Andalsnes griffen Kampfver­bände erneut britische Kriegs- und Transportschiffe an. Sie v e r f e n k t e n trotz heftiger Abwehr einen britlschenZerstörer und einen Trans­portdampfer. Lin weiterer Zerstörer wurde durch Bomben mittleren Kalibers getroffen, ein Transportschiff von etwa 5000 Tonnen durch Vrandwirkung vernichtet.

Weitere Bombenangriffe richteten sich gegen die wichtigen Bahnhöfe von Dombaas und G r o n g im mittleren Borwegen sowie gegen die von hier ausgehenden Bahnlinien und Stra­ßen. Bahnhöfe, Gleisanlagen und Straßen wurden zerstört und damit dem Gegner von Andalsnes und Bamfos her jede rasche Operationsmöglichkeit genommen. 3n der Bacht zum 23. 4. wurde ein erneut erfolgloser britischer Bombenangriff auf Aalborg abgewiesen. Ein britisches Flugzeug wurde durch Flak abgeschossen.

Die U - V o o t - 3 a g d im Kattegat brachte einen weiteren Erfolg. Die Versorgung der nor­wegischen Häfen wurde fortgesetzt. Lin U-Boot schoß in der höhe von Stadlandet aus einem nach Nor­wegen bestimmten Geleitzug einen Bachschubdamp­fer von 6000 Tonnen heraus.

3m Westen keine besonderen Ereig­nisse. Es fanden Grenzüberwachungs- und Auf­klärungsflüge statt. Bei Bacht flogen einzelne feindliche Aufklärungsflugzeuge nach Westdeutsch­land ein.

Deutsche Bombentreffer.

Berlin, 23.April. (DBB.) 3m gebirgigen Ge­lände südostwärts Stavanger haben heute nach hef­tigem Kampf mit deutschen Truppen starke Teile einer norwegischen Division die Waffen ge- st r e ck t. Gefangene und Veutezahlen sind noch nicht voll zu übersehen. Ueber Narvik wurde am 22. April ein englisches Flugzeug von deutscher Flak-

Neue Steuererhöhungen in England

Was den Engländern der Krieg kostet.

Wenn es wahr fein sollte

Gewundene Kriegsberichte aus London.

Kriegskrediten in höhe von 500 Millionen Pfund bisher 91,5 Millionen Pfund noch nicht aus- oeaeben seien. Das Steueraufkommen hatte um reichlich 54 Millionen Pfund den Voranschlag über­schritten, bei Ausgaben von etwas über 1,8 Mil­liarden Pfund hätten die ordentlichen Staatsein­nahmen etwas über 1 Milliarde Pfund betragen. Der Krieg habe bisher 905 Millionen Pfund ge­kostet Aus ein Jahr umgerechnet würden das etwa 15 Milliarden Pfund sein. Man müsse dabei tn Betracht ziehen, daß die Kriegskosten sich stei- gern würden, so daß er seinen Voranschlag auf insgesamt 2,667 Milliarden Pfund stellen müsse, hiervon hoffe er 1,234 Milliarden Pfund durch Steuern und Zölle aufzubringen. In dieser Summe seien bereits die Erträge der neuen Steuern mit einer veranschlagten höhe von 101 Millionen Pfund eingeschlossen. Nicht eingeschlossen sei fedoch die n e u e U m s a tz st e u e r, btren Hohe und Zeit- punkt des Inkrafttretens das Parlament beschließen solle Es sei daher noch nicht möglich, zu errechnen, wieviel von den 1,433 Milliarden Pfund nicht durch Steuern gedeckten Ausgaben a u f d e m A n l e i h e- w e g e aufgebracht werden mühten.

Vizechefs in der englischen Wehrmacht

Amsterdam, 23. April. (Europapreß.) Die von vielen Seiten immer wieder vorgetragene For­derung auf Entlastung der englischen obersten poli­tischen und militärischen Führer ist letzt hinsichtlich der letzteren verwirklicht worden. Die drei Ehess der Wehrmachtsteile haben j e de rem en Diz echef zur Seite bekommen, bte die Stabschef, vor allem

19«. Jahrgang Hl 96

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4 Beilagen.RM.1.95 OhneJllustrierte i, 1.80 Zustellgebühr... -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

selb st verschuldet worden sei. Während an­dere der gleichen Gruppe angehörende Personen bei dem Bombenangriff Schutz in einem Tunnel gesucht und gefunden hätten, sei Losy außerhalb des Tunnels stehen geblieben, um den Lustangriff zu beobachten, er sei dann durch Bombensplitter töd­lich getroffen worden. Losy habe sich nach Dombas begeben, um die sich dort entwickelnde Schlacht um die Kontrolle der strategisch wichtigen Route Andals­nesDombasLillehammer zu beobachten.

London gibt schwere britische Kriegsschiffberlusie zu.

A m st e r d a m , 23. April. (DNB.) Nachdem be­reits die britische Admiralität über den Londoner Nachrichtendienst den Verlust von fünf wei­teren britischen Kriegsschiffen nach­träglich zugegeben hat, fühlte auch der parlamen­tarische Unterstaatssekretär der Admiralität Lord h a n k e y im Oberhaus das Bedürfnis zu einem immerhin recht umfangreichenGeständnis" über

sive befinden.

Womit man sich in Paris tröffet.

Brüssel, 24. April (Europapreß.) Die Pariser Presse bringt zwar in großen Ueberschriften die wichtigsten Punkte aus dem englischen Kommunique zu den Operationen in Norwegen, wobei diebe­trächtlichen Erfolge" etwas größer in Erscheinung treten als diegroßen Schwierigkeiten . Aber gleichzeitig ist deutlich eine gewisse Besorgtheit zu erkennen, mit der man vor übertriebenem und vor­eiligem Optimismus zu warnen sucht. Der End- erfolg wird zwar für die Westmächte noch nicht in skxage gezogen, und der3our" prophezeit nach wie vor die schon so oft als Geschehnis gemeldete große Landschlacht, deren Ausgang mit Ungeduld, aber auch mit Vertrauen erwartet wird. Offenherziger ist schon derMatin", der die Nachrichten aus Stockholm als verfrüht bezeichnet, wonach die Engländer gemeinsam mit französischen Tanks von Westen her in raschem Vormarsch begriffen seien. Aber auch derMatin" glaubt, seine Leser mit der Hoffnung auf eine wichtige Schlacht vertrösten zu müssen, die die norwegischen Truppen und die West­mächte gemeinsam schlagen würden.

Sehr vorsichtig ist in dem gleichen Blatt der frühere Kriegsminister F a b r y Er meint, man müsse sich davor hüten, sich Nachrichten vorzutau-

britifchen Kriegsministeriums

wegen ist so rätselhaft geraten, daß sich der Lon­doner Nachrichtendienst gezwungen sieht, diese un­bestimmte Meldung noch zukommentieren". Es heißt in diesem Koyimentar wörtlich:Die Formu­lierung des Kommuniques läßt darauf schließen, daß in Norwegen alles gut geht." Die Engländer gäben den Norwegern jede Unterstützung,die in ihrer Macht steht".Die Erfolge könnten aus mili­tärischen Gründen nicht offiziell beschrieben werden", abervielleicht" bestehe einer der Erfolge in einem raschen Vormarsch von einem Landeplatz in Nor­wegen, der,wenn es wahr sein sollte", (!) eine für Deutschland sehr ungünstige Situation schaffen würde. Falls sich die bisher unbestätigte Nachricht, wonach Trondheim völlig eingeschlossen sei, bewahrheiten sollte, dann würden die Deutschen in Narvikdoppelt isoliert" sein. Zum Schluß heißt es dann:Wenn es wahr sein sollte", daß die bri= tischen Truppen in Hamar sind, dann würden sich die deutschen Truppen bereits in ziemlicher Defen-

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Journal" läßt sich aus London auch schon vor­beugend die Gründe für einen etwaigen Mißerfolg melden. In den norwegischen Gebirgen, so meint das Blatt, können offensichtlich ganze Armeekorps nicht eingesetzt werden. Operieren könne man dort nur mit leichten und beweglichen Einheiten, die höchstens mit Luftabwehrgeschützen ausgerüstet seien. Auch derExcelsior" warnt vor einem trüge­rischen Optimismus. Dieser Krieg, der erst an ge­fangen habe, werde hart sein und zahlreiche Kämpfe mit sich bringen. Das Schicksal der Deut­schen, die in Norwegen Fuß gefaßt hätten, werde man nicht in 48 Stunden regeln können.Ge­wisse Informationen unbekannter Herkunft" mußten mit größter Vorsicht ausgenommen werden. Auch derFigaro" hat sich zu der Ueberzeugung durchgerungen, daß dre Operationen in Norwegen Zeit verlangen würden, und zwar sowohl infolge der großen Entfernungen als auch infolge des schwierigen Charakters des. Geländes und der sich daraus ergebenden Verzögerungen beim Aufmarsch und bei der Versorgung der Landungstruppen. Wenn alle diese Meldungen überhaupt einen Trost für den französischen Leser enthalten, dann nur den, der in dem Hinweis auf den berühmten Zeitfaktor liegt. Don diesem aber hat man den Franzosen so oft gesagt, daß er nicht unbedingt im Sinne der Westmächte zu arbeiten brauche, daß der fran­zösische Leser auch hier seinen Zweifel haben durfte.

auch auf Sitzungen des Kriegskabinetts, vertreten sollen. Zum Vizechef des Marinestabes ist Vize- admiral Tom Phillips, der bisherige stellver­tretende Stabschef, ernannt worden. Ebenso ist Luftmarschall Peirse vom.stillvertretenden zum Vizechef des Luftfahrtstabes ernannt worden. Am interessantesten ist die Ernennung von General Sir John Dill zum Vizechef des Reichsgeneralstabes. Dill war bisher kommandierender General des 1. Armeekorps in Frankreich. Er gilt als der be­fähigtste General in der englischen Arlnee und wird als Nachfolger General Jronsides betrachtet, falls dieser während des Krieges als Generalstabschef ausscheiden sollte.

Englands Jagd nach Tonnage.

Amerikanische Dampfjachten

für den Küstenwachtdienst aufgekauft.

N e u y o r k, 23. April. (Europapreß.) Don den seit Kriegsausbruch an das Ausland veräußerten 188 U5^.-Schisfen kauften die Westmächte, wie jetzt bekannt wird, zur Ergänzung ihrer durch die Er­folge der deutschen Seekriegführung dezimierten Tonnage nicht weniger als 91 Schiffe. Unter ihnen befinden sich auch solche, die als Hilfs kriegs schifte geeignet sind. Großes Auftehen erregt die von der New York Daily News" veröftentlichte Mitteilung, wonach etwa 15 Dampfjachten, mit denen die ame­rikanischen Millionäre sonst im Sommer ausge­dehnte Ozeanfahrten unternahmen, seit dem 1. März an kanadische Strohmänner veräußert haben, die die als Küstenwachtschiffe ver­wendbaren Dampfjachten in aller Stille an bte' kanadische Regierung Weiterverkauf- ten. In fast allen Fällen hat die bundesstaatliche Schiffahrtsbehörde die Genehmigung für den Ver­kauf erteilt. DieDaily News" weist darauf hin, daß diese Art Dampftachten, deren Geschwin­digkeit zwischen zehn und siebzehn Knoten liegt, von der HSX.-Marine im Weltkrieg als Hi'lfs- kreuzer eingesetzt worden sind. Die außer­ordentlich starke Nachftage nach Schiffsraum führte nicht nur zur Abstoßung tellweise vollständig ver­alteter und kaum noch seesähiger Schiffe, sondern auch zur Erzielung beispielloser Preise. Nach An­gaben eingeweihter Kreise wurden je Tonne 40 Ms 670 Dollar bezahlt.

artillerie abgeschossen.

Am 22. April unternahmen die Engländer einen erfolglosenVombenangrisfgegenden Flugplatz Stavanger. Zwei englische Flug­zeuge wurden a b g e s ch o s s e n.

Der bei dem Angriff deutscher Kampsverbände auf britische Kriegs- und Transportschiffe versenkte 3erHörer, der sich im Augenblick des Angriffes am Ausgang eines Fjords der mittleren norwegi­schen Westküste befand, wurde durch zwei Bombentreffer vernichtet, das Heck des Zerstörers buchstäblich abgerissen. Bach einer ge- wattigen Explosion sank der Zerstörer. Von der Besatzung dürste ein Teil den Tod in len gefunden haben. Ein we, te re r Z er st o re r erhielt einen Bombentreffer auf das Vorschiff, der langanhaltende Rauchentwicklung verursach e. Durch die Wirkung dieser Bomben mittleren Kattbers 's die Gefechtstätigkeit des Zerstörers auf alle Falle sehr stark behindert. Die Versenkung ^es Trup- pentransportdampfers erfolgte am West ausgang eines Fjords. Vergeblich versuchte der Transporter, die zum Angriff ansehenden deutschen Flugzeuge durch Flakfeuer abzuwehren. Unbeirrt, wie auf dem Exerzierplatz, warfen die d^sch^ Flieger ihre Bomben in das Ziel. Der Transporter legte sich nach Backbord über »nd sank bald darauf. Ein weiteres Transportschiff von etwa 5000 Tonnen wurde durch 'Brandwirkung nichtet. Am 22.April wurden vor Aalesund zwe^ weitere britische handesdampfer von 4000 bis Tonnen durch Volltreffer versenkt.

Militärattache der LISA durch eigene Schuld in Norwegen tödlich verunglückt

Berlin. 23. April (DNB.) M aus Stockholm wurde der amenkumsche W.lttar attadje in Stockholm, Lo y, bee'n4,.f benftra' deutscher Bombenflugzeuge auf fien tegisch wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Andalsnes Dombas-Lillehammer todlnh verletzt- frnju M richtet United Preß, daß Losys Tod non tgm

Amsterdam, 24. April. (Suropapr.) Schwer- neue Belastungen enthalt der soeben vom Schatz- tan>[er Sir John Simon tm Unterhaus ange- tünbigte Haushaltsplan. Neben St°u°r°r- h o h u n gen für Bier, Whisky, Tabak und Streich, böliern iit eine fast allgemeine Erhöhung der Post gebühren eingetreten. Schließlich ist eine ^eue Purchase Tax genannte Art von Umsatz.

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B-nc- kostete und deren Preis bei Abbruch des Krieges durch den Zwischenhaushalt auf IS\

Pence erhöht wurde, wird in.Zukunft IS Ellina 6 Bence kosten. Die Steuer für Tabak Ü SäSä Zukunft 3 Äfcm

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cxn seinem Ueberblick über das vergangene Haus. teilte der Schatzkanzler Sir John Simon mitz daß von den bei Kriegsausbruch beantragten

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Der englische Außenhandel hatte im März wiederum den Rekord-Einfuhrüberschuß von 67 Mill. Pfund zu verzeichnen. Im Januar war die Einfuhr um 60 Mill. Pfund und im Februar um 56 Mill. Pfund größer als die Ausfuhr. Alle bis­herigen Bemühungen Englands um eine Erhöhung feiner Ausfuhr waren also vergeblich. Nach den letzten Ereignissen, die den Engländern ihre besten Kunden in Europa genommen haben, muß die eng­lische Ausfuhr weiterhin absinken. Man kann danach schon jetzt voraussagen, daß es auch in Zukunft nicht gelingen wird, eine wesentliche Steigerung der eng­lischen Ausfuhr zu erreichen, geschweige denn die Handelsbilanz zum Ausgleich zu bringen.

Damit aber ist für die englische Kriegsfinanzie­rung eine höchst mißliche Lage entstanden. Es be­deutet nämlich nichts anderes, als daß der Krieg durch die Liquidierung des englischen Vermögens bezahlt werden muß. Ein Ver­gleich der englischen Leistungsbilanz aus dem Jahre 1913 und 1938 macht dies offensichtlich. Im Jahre 1913 hatte England danach einen Ueberschuß von 195 Mill. Pfund aus seinen verschiedenen Ein­nahmequellen, den es für die Kriegssinanzierung einsetzen konnte, zumal ja sein Außenhandel zu An­fang des vorigen Krieges nur wenig gestört wurde. 1938 dagegen war von einem Ueberschuß keine Rede mehr. Im Gegenteil, die Einnahmen reichten nicht mehr aus, um die Ausgaben zu decken, so daß bereits das Vermögen Englands in Höhe von 55 Mill. Pfund zur Deckung der Ausgaben heran- gezogen werden mußte. Man lebte bereits vor dem Kriege feit Jahren aus der Substanz, denn seit dem Jahre 1932 war die englische Leistungsbilanz mit Ausnahme eines einzigen Jahres immer passiv.

Den größten Passivposten bildete immer der Einfuhrüberschuß, der 1938 die Höhe von 377 Mill. Pfund erreichte. Es entspricht das einem monatlichen Einfuhrüberschuß von etwa 31 Mill. Pfund. Wenn nun in den ersten drei Monaten des Jahres 1940 der Einfuhrüberschuß bei durchschnittlich 61 Mill. Pfund liegt, so muß, für das ganze Jahr gerechnet, der Einfuhrüberschuß um 360 Mill, auf 737 Mill. Pfund steigen.

Gleichzeitig vermindern sich die Haupt­ei n n a h m e n. Bei der starken Inanspruchnahme der S^if fahrt für die Eigenoersorgung Eng­lands ist nicht im entferntesten mit einer Einnahme von 100 Mill. Pfund aus den Dienstleistungen der Schiffahrt zu rechnen wie im Jahre 1938. Dabei ist auch hier keine Aussicht auf Besserung. Im Gegen­teil, die Lage muß von Tag zu Tag schlechter werden. Auch die Einnahmen ans langfristigen Ka­pitaleinlagen dürften kaum ihre bisherige Höhe behalten. Beispielsweise ist in Zukunft mit Einnahmen Englands aus den in Norwegen und Dänemark angelegten Kapitalien nicht mehr zu rech­nen. Das gleiche gilt voraussichtlich auch für Finn­land. Und die Schweden werden auch kaum über­triebene Neigung zeigen, den Engländern pünktlich Zinsen und Schulden zu zahlen. Berücksichtigt man alle diese Dinge, so ist es nicht zuviel gesagt, wenn man ein Minus der Leistungsbilanz von minde­stens 800 Millionen Pfund für 1940 annimmt, das nicht anders gedeckt werden kann, als durch Ab­gabe von Gold oder die Veräußerung von an­deren Vermögensposten, d. h. in der Hauptsache von ausländischen Guthaben. England hat aber heute höchstens noch Gold im Werte von etwa 400 Millionen Pfund.

Im Kriege 1914/18 lagen die Dinge wesentlich anders. Damals konnte der Krieg in der Haupt-

Der Wehrmachtsderichl.

Berlin, 23. April. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auch am 22. April machten die Engländer in dem von deutschen Truppen besetzten Raum von Barvik keine Landungsversuche. Da­gegen beschossen englische Seestreitkräfte erneut die Stadt und den Hafen. Die um Trondheim versammelten deutschen Truppen stießen, unter­stützt von leichten Seestreitkräften, bis auf 100 km in nordöstlicher Richtung vor, warfen den dort be­findlichen Feind und sperrten die von Bamsos nach Süden führenden Verbindungswege. 3m V a k s -

General-Anzeiger für Oberhessen Ließen, Zchulstrahe 7-9

die Wirksamkeit der deutschen Schläge. Der Lord zählte eine stattliche Reihe von Kriegsschiffen aller Klassen auf, die im Zusammenhang mit den Kampf- Handlungen in Skandinavien versenkt ober beschädigt wurden. So sind nach den Angaben Lord Hankeys drei Zerstörer, ein Unterseeboot und ein Trawler der Admiralität gesunken, ein vierter ZerstörerHardy" sei nach schwerer Beschädigung auf Strand gesetzt worden. Ein Kreuzer und zwei Zerstörer seien beschädigt worden,aber sicher in ihre ^Häfen zurückgekehrt". Die SchlachtschiffeRe- nonm unbRobney" hätten, so gibt Hcmkey eben­falls zu, Treffer erhalten. Weiterhin hätten vier anbere Zerstörer Schöben erlitten. Drei Kreuzer hättenunbettächllichen Schaben" burch Bomben­splitter erhalten.

Wenn man bieseVerlustliste" mit klaren Fest­stellungen ber deutschen OKW.-Berichte vergleicht, so fehlt hier noch mancher fetteBrocken", unb auch bie krampfhaftesten Beschöniaungsphrasen machten bie schweren z. T. vernichtenden Schläge, bie zahlreiche starke britische Flotteneinheiten er­litten haben, nicht geringer. Aber immerhin kann man feststellen, baß Lorb Haykey mit seinerBeichte" ber, Wahrheit schon etwas' näher gekommen ist. Vielleicht hören wir gelegentlich aus seinem Munde noch weitereEnthüllungen", falls nicht Churchill, einer berartig weitgehenben Bekenntnisfreudigkeit seines Unterstaatssekretärs ein Veto entgegenstellt.

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bisZ'/Mbr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Teptanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malftast'ell Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen

und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.

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April. Das letzte Kommunique des I scheu, wenn es feine gebe. Dor allen Dingen dürfe Ministeriums über die Lage in Nor-1 man nicht voreilig auf einen triumphalen Ausgang " " " ' v r- ober auf einen Zusammenbruch schließen. Um einen

militärischen Spaziergang hanble es sich für bie Westmächte nicht. Um biese bittere Pille zu versüßen, tröstet er seine Leser mit einer merkwur- bigen strategischen Darlegung. Die Westmächte stän­den, so meint er, vor Narvik (bavon, daß sie in Narvik stehen, rft bereits nicht mehr bie Rede) und von da seien es nur noch hundert Kilometer bis zu den schwedischen Eisenerzlagern von Kiruna. Daß die Westmächte, selbst wenn es zu einem solchen Vormarsch auf Kiruna kommen sollte, babei zu­nächst einmal nicht nur die beutschen Truppen an ber Lofotenbahn schlagen, sonbern auch die schwe­dische Neutralität verletz en müssen, spielt offenbar für Herrn Fabry keine große Rolle. Die Deutschen hätten von Trondheim aus so meint er dagegen bis Kiruna mehr als 700 Kiloyieter zurückzulegen. Wenn da bie Westmächte bas Ren­nen nicht gewinnen!

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en werden i dat - Fjord wurde eine norwegischer Bewacher ,er niehr c vernichtet. 3m Raume von Bergen und S t a -

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