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bei Eltern, Schil­

der als Mchfolger von

Keine unnötigen 'Reifen!

S.Uport

Llm den Reichsbund-Pokal.

Gedenket der hungernden Vögel!

Pläne der deutschen Tennisspieler.

(Nachdruck verboten.)

30 Fortsetzung.

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wenn diese Arbeit durch reiche Fruchte m Gestalt von Massenbesuch bei den Veranstaltungen belohnt war, so erblickte er darin die ihn voll befriedig ei^>e

Mit seiner Schule bis zuletzt aufs engste verbun­den, hat er immer regsten Anteil genommen an den Geschicken der Anstalt, ihrer zahlreichen Lehrer und der großen Schülerschar, die er bei seinem vorzug- liehen Personengedächtnis in zwei Geschlechterfolgen kennenlernen durfte. Grotz ist daher auch die Zahl derer, die des Verstorbenen in freundschaftlicher Hochachtung gedenken. Denn sein schlichtes, freund- liches Wesen, sein zuverlässiger 'Charakter, ferne männliche Güte, seine vorbildliche Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit, seine Umsicht und Tatkraft, haben

im Düsseldorfer Rheinstadion erleben. Der Nieder­rhein hat in der Hintermannschaft bekannte und be­währte Spieler, während man im Sturm wieder blutjunge Talente hat. Westfalen kommt mit zehn Spielern des großdeutfchen Meisters Schalke 04.

Irenes Lippen sind ganz blutleer, sie hebt die rechte Hund die Hand zittert, sie darf mcht zittern, jetzt

MrMMMstWOlis

Roman non $ri6anetW

CARL DUNCKER VERLAG . BERLIN W 35

für Irene tun? r . _. m

Sie überlegen lange, was zu tun sei. Die Pegels und Anne wollen nichts unversucht lassen, um Irene zu helfen. Franz soll sofort in der Kreisstadt «ne zuverlässige Pflegerin bestellen, denn dieser doppel­ten Pflege ist Luise nicht gewachsen. Luise stehl indes Irenes Briefschaften durch, ob nicht .irgend- wo die Adresse eines Verwandten zu finden ist, den sie benachrichtigen könnte. Eltern hat die Stranre nicht, aber Luise findet einen ganzen Packen Briefe vor, die alle mit dem gleichen Absender verschen sind. Wahrscheinlich ist es Irenes früherer Ver­lobter. Luise schreibt ihm, legt in kurzen Worten den Sachverhalt klar und bittet ihn, falls er der Kranken irgendwie naheftoht, zu kommen. So hat

noffen ausgerichtet war. m M

Theodor Sch wieder war in seiner Person, fn seinem vornehmen Charakter und m semem sozia­len Wirken ein deutscher Mann bester Art, der sich durch seine Werke viele Freunde ermorden hatte Bei khnen witd sein Andenken über das Grab hinaus in guter Erinnerung bleiten.

Hausmeister Adolf Sortier t.

wird im Februar und März an den großen nord- amerikanischen Hallenveranstaltungen teilnehmen und vielleicht anschließend noch nach Südamerika fahren. *

Fünfzehn unserer besten Eishockey, sp ie le r werden ab 24. Januar in Garmisch-Par. tenkirchen einem Sondertraining obliegen, um bestens gerüstet am Sechsländerturnier im Rahmen der Internationalen Wintersportwoche in Garmifch- Partenkirchen vom 1. bis 4. Februar teilnehmen zu tönnen.

Itundsunkprogramm

Donnerstag, 25. Januar.

610 Uhr: Morgengymnastik. 6.30: Frühfonzert 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Landvolk, merk' auf! 8.10t Gymnastik. 9.15: Was wir Frauen heute wiffen mühen. 9.30: Schulfunk (Mittel- und Oberstufe). Sang und Klang in der Schule. 10: Frohe Weisen. 11: Unterhaltungskonzert. Es spielt das kleine Or­chester des Reichssenders Frankfurt. 11.50: Stadt un£ Land Hand in Hand. 12: Mittagskonzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 15.45: Bücher für unsere Soldaten. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10t Nachrichten. 18: Ruf ins Land. Berichte des Landes- ernährungsamtes. 18.25: ,Herz, aufglühe dem Blut". Eine besinnliche Sendung für unsere Käme« . raten am Westwall. Worte von Theodor Körner.

1910: Nach des Tages Arbeit: Konzert. Dazwischen 19.10: Berichte. 19.45: Politische Zeitungsschau. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschland, i sender. Dazwischen: 22 bis 22.15 und 24 bis 0.15t Nachrichten.

eröffneten neuen Halle in Bologna in Aussicht ge­nommen.

Europameisterschaften im Eissegeln.

Als bisher einzige Europameisterschaft des Schres 1940 scheint bisher diejeniae im Eissegeln gesichert zu sein. Sie soll vom 3. bis 5. Februar vor Stock- Holm ausgetragen werden. Wie aus Schweden be­kannt wird, sind die besten Eissegler aus Deutsch land, Estland, Lettland und selbstverständlich aus dem Gastlande Schweden dazu eingeladen worden. Neue Termine der Handballgauklasse.

/Auch Italiens Schiläufer kommen zur Wintersportwoche nach Garmisch-Partenkirchen. Ge­nannt wurden u. a. die bekannten Abfahrtsläufer Chieronni, Marcellin und Zannl sowie die Lang- läufer Gebrüder KompagnonL

Deutsche Meisterläufer stellten sich am Dienstagnachmittag bei einem Eissportfest in Dres» den vor. Lydia Deicht und Horst Faber wurden stürmisch gefeiert.

Finnlands Weltrekordläufer Mätt wird am 24. Januar in Begleitung von Nimm die schon lange geplante O5^.-Reise antreten. Maki

Die hohe Auffasiung seiner Pflichten als treuer Hauswalter des ihm anoertrauten Gutes, aber auch als Haupt der Familie, ließ ihn den Mut und die Kraft finden, rauhe Schickungen des Schicksals mannhaft zu tragen die lange, schwereErkrankung und den Heimgang seiner Lebensgefährtin und den allzu frühen Tod des Vaters zweier unversorgter ^^is'an sein Lebensende haben ihn soldatsicher Geist und streng nationale Gesinnung ausgezeichnet. Ein großer Schmerz war es daher dem Daterlai^s- freund, daß sein hohes Alter und (em körperliches Befinden es ihm nicht gestatteten, die Vertretung seines zum Kriegsdienst emberufenen Amtsnach- o Adolfs ö r n^rs^Name wird mit der Geschichte der Langernarckschule in ganz besonderem Maße ver­knüpft fein, nicht weil er so lange an ihr tätig sein durfte, sondern durch die Art, wie er (eines Amtes

1

Liiert die Aufstellung des Spielplanes etwas, ?rdgt aber mit dazu bei, alle SHwt«nMn zu Überbrüden und selbst aus demNotbehelf vorbildliche spielerische Kameradschaft erstehen zu lassen. __ .

Nachstehend die neuen Termine. _

4.2.: Dornholzhausen Mio. Gießen, Katzen

furt Garbenheim; Holzheim Hutzel

11. 2.: ffochech°im - Mtv. ©ießen; Lützellmd°n Katzenfurt; Holzheim Dornholzhausen.

18.2.: Mtv. Gießen Katzenfurt; Dornholzhausen Garbenheim.

25. 2.: Katzenfurt Dornholzhausen.

Keine Spiele im Handball!

Der Leiter der Staffel Oiefeen der fianbbaMau. tlaife, Kreisfachwart Luh (Allendrns a. d. Lahn), teilt mit, dafe infolge der augenblicklich herrschenden Witterung am 28. Januar keine Spiele EgetrE« werden. 3m übrigen bleibt ine neue soweit nicht in der Zwischenzeit weitere Absagen verfügt werden, bestehen.

Kurze Sporlnotizen.

Für die Vorschlußrunde im Fußball-Reich^und- pokal-Wettbewerb haben sich bisher erst, zwei Mann­schaften qualifiziert, nämlich Bayern und Sachsen, die ihre Zwischenrundenspiele gegen Sudwest und Pommern siegreich gestalten konnten. Die beiden wideren Kämpfe der Zwischenrunde mußten seiner­zeit aus zwingenden Gründen verlegt werden und sollen nun am kommenden Sonntag nachgehott wer­den. Mit Rücksicht auf die Derkehrsverhaltnisse konnten allerdings die ursprünglichen Paarungen nicht beibehalten werden. Nach der neuen Eintei­lung kämpfen nun Niederrhein B^e st - falen in Düsseldorf und Ost mar k - Schl e - ien in Wien um die zwei noch freien Platze m der Vorschlußrunde. Beide Spiele werden bestimmt am Sonntag stattfinden. Mit besonderer Spannung sieht man dem Ausgang des Wiener Treffens ent- gegen, wo die starke Ostmark-Auswahl auf den Pokalverteidiger trifft, der im vergangenen Jahre, ebenfalls in der Zwischenrunde, die Wiener mit 4:1 (cklua. An der Donau möchte man natürlich diese

Wel unserer Mahn eintritll Das gilt sowohl für den Fernverkehr als auch für die Fahrten in

die engere Umgebung, z. B. die Wintersporffahrten, die man in der nächsten Umgebung unserer Stadt durch eine Fußwanderung voll ersetzen kann. Jeder mann rnufe sich in diesen Tagen immer »°r klugen halten, dafe bei der Reichsbahn iefet unteraUen Umständen der Gütertransport, namentlich die m förderung der Lebensmittel, und Kohlenzuge, vor sidem anderen Verkehr den Vorrang Hadenmuß. Je umfassender dieser Güterverkehr durchgefuhrt werden kann, desto besser ist es für alle Bevolke rungskreise in den Städten und auf dem Lande.

Wie wir auf Anfrage beim Bahnhof Gießen er fahren, hat der Reiseverkehr in unserem engeren Bezirk erfreulich nachgelassen. Die jetzt noch ver kehrenden Personen- und Schnellmge sind mäßig oder normal besetzt. Der Berufsverkehr nach Lollar Wetz­lar ufro., und der Berufsverkehr von den ländlichen Orten in die Stadt Gießen bietet natürlich das bis- ^Mt^Genugtuung kann man also der Giehener Bevölkerung bescheinigen, daß sie dle 9totwenLlgkelt dieser Tage verstanden und die Disziplin unserer Volksgemeinschaft auch hier wieder bewiesen yal.

*

** Gendarmerie-Personalie. Der Leut­nant der Gendarmerie Richard Dreyer sech im Dienste der Gendarmerie des Landkreises Gie ßen, wurde mit Wirkung vorn, 1. Februar a^s Gen­darmerie-Kreisführer nach Rendsburg (Schleswig- Holstein) versetzt.

im Frühjahr 1925 für den Bau ^r Dolk^e ein, deren weitere Ausgestaltung er an führender^Stelle des Dolkshallevereins allezett eifrig forderte. Er war auch ein eifriger Vorkämpfer des Feuerbestattungs- mefene, bem bie Errichtung des Krematoriums in Gissten mit zu verdanken ist.

Eng verbunden wußte er sich tem Gießener Korps Hafsia, tem er bis zuletzt als Alter Herr angehörte fach in desien Rahmen er sich tee Folterung des akademischen Nachwuchses angelegen sein ließ. Er mar weiter lange Jahre als Vorsitzender des em- stigen Bezirksvereins Nordost und des Gießener Ge­flügelzuchtvereins tätig, in früheren Dafa en stand er auch als Vorsitzender an der Spitze der Gießener Ruder-Gesellschaft, und viele Jahre lang war er auch Vorstandsmitglied des Tierschutzverems. Ueterall gab er als warmherziger Dolksmann Einern Wir. ken einen stark ausgeprägten foMen Zug, der m- mer nur auf die Förderung des Gemeinwohls und te^ wirtschaftliche Hebung der schaffenden Dolksge-

Tv. Münchholzhausen ebenfalls ausgeschieden!

Dem Turnverein Hörnsheim ist nunmehr auch der To. Münchholzhausen gefolgt. Er hat seine Mannschaft aus der laufenden Runde infolge Spie­lermangel zurückziehen müssen. So bedauerlich diese Tatsache ist, so läßt sie sich doch mcht umgehen. Die Mannschaften, und vornehmlich die Landvereine, haben es heute besttmmt nicht leicht, sich über Was­ser zu halten. Um so anerkenneswerter ist es ttotz- dem, daß sich jeder Dereinsspielwart bis zum Schluffe bemüht, durchzichalten und allen Wider­wärtigkeiten zum Trotz die bestehenden Schwierig­keiten zu meistern.

Nach tem Ausscheiden von Münchholzhausen setzt sich die Staffel Gießen der Handball-Gauklasse nun­mehr noch aus folgenden Mannschaften zusammen: Mtv. Gießen, Tv. Holzheim, Tv. HochAenn, Tv. Dornholzhausen, Tv. Lützellinden, Tv. Garbenheun und Tv. Katzenfurt. Es ist anmnedmen, daß die Runde in dieser Besetzung abgeschlossen werten kann. Im Hinblick auf die vor einiger Zeit normen» big gewordenen Spielabfetzungen und die eingangs erwähnten Absagen, ließ es sich nicht umgchen, eme neue Terminliste herauszugeben. Nicht zuletzt aber war das schon um deswillen notwendig, weil durch die einfache Runde keinerlei Härten aufkommen dürfen. Alle Mannschaften müssen die gleiche Zahl von Heimspielen haben, und schließlich fall auch dar-

doch, doch. So ist das Leben und so sind die Men- chen, nicht so püppchenhast, wie du es dir vielleicht ausmalst. Ich liebe dich, verstehst du das? Eiir kleines dummes Mädel wird krank und wieder ge- ung für irgendeinen anderen Mann. Das bißchen Theater muß schon mal dabei (ein, sonst wäre das Leben unerttäglich langweilig. Ich liebe dich, Anne Wegner, und jetzt kannst du machen was du willst, ich lasse dich nicht frei."

Anne stemmt ihre Hände gegen seine Brust. Rühren Sie mich nicht an, lassen Sie mich los. Ich bin verlobt, Herr Würz." , , r

Unsinn!" Er lacht. Es klingt unheimlich, dieses Lachen, well Annes Keuchen dazwischensteht. Si-s ringt mit dem Mann, der ihr an Kräften bei wei­tem überlegen ist. Damals im Stall hielt er sie nicht so fest, damals im Stall nicht. Sie versucht ihm zu entkommen, ein Stuhl fällt um. ,^ das To« den, es nützt dir doch nichts." Wie er lächett, meint sie ihm doch ins Gesicht schlagen tännte, aber er hält ihre Handgelenke so fest, als säßen sie in Schraubstöcken, und er läßt sie so, lächelnd, ihre Kraft vergeuden; er spürt es genau, daß sie au« mählich matter wird.

Anne Wegner meint Sie sagt kein Wort mehr, aber sie weint über die eigene Schwäche, über das Gefühl zunchmender Matttgkeit. Und Paul Würz lacht: ,Laß doch das Toben, Kindchen, was nützt das schon." Er ist der Stärkere, ein Sieger ist Pin«

man für das Kind Irene das Menschenmögliche ge­tan, alles andere muß die Kraft der Jugend tun.

Anne ist (ehr niedergeschlagen. Sie denkt: Was ist das Leben? Es ist wie ein Hauch. Es kann schön oder schlecht sein, aber wie ein Hauch ist es dahin, so und nicht anders. Franz Pegel, Klünsia und Irene. Ja, das Leden ist kurz, man sollte es

^Wollen Sie wohl gleich das Ding da hmlegen, ' was fällt Ihnen ein, Irene?" Anne duckt (ich, der Schuß geht ins Fenster, die Scheibe zerbricht klir­rendHer mit tem Revolver, Sie dummes Ding, wollen Sie sich und tfad) unglücklich machen? Emen Augenblick steht Irene taumelnd vor Anne. Sie weint, lauttos und ohne zu schluchzen, Tranen stürzen aus ihren Augen, dann bricht sie mit einem kleinen, hellen Vogellaut zusammen.

Anne kniet nieder. Anne ist blaß und kniet neben ihrer Feindin. Sie reißt die Kleider auf und reibt das Herz des Mädchens. Lieber Gott, wie mager ist Irene geworden, kaum zu glauben. Wo tjt Luise? Sie wird Luise holen, aber erst mal die Kranke auf die Couch legen.

Irene ist leicht wie ein Kind, wie eine Feder liegt sie in Annes Armen. Ihr Atem geht kurz und schnell, die Augenlider flattern. Grete kommt aus ter Küche, sie hat das Klirren ter Scheibe gehört. Anne schiebt Franz Pegels Revolver unter Die Papiere.Denke dir, Irene ist ohnmächttg geworden, sie stand am Fenster und die Scheibe zerbrach. Blew o lange hier, Grete, bis ich Luise geholt habe.

Anne sagt auch zu Luise kein Wort von tem Schuß, auch Luise erzählt sie das Märchen oon ter zerbrochenen Scheibe. Ader wie ist das, weiß Luise Bescheid? Sie sieht Anne nachdenklich an und nickt. Ein krankes Kind, ein einsames, krankes Kmd! agt sie. Sie nimmt Irene auf die Arme und tragt ie hinüber ins Verwaltungsgebäude und legt. |ie m ihr Bett. Wie ein Kind trägt sie die Kranke über ten Hof, und ihr Muttergefühl ist groß und stark genug, um zu verstehen.

Am Nachmittag kommt Schworm. Er sagt, oay es ein vollkommener Nervenzusammenbruch ist, yoss- nungslos bei dem Gesundhellszustand der Kranken, wenn kein Wunder geschieht. Was kann man denn

Für Anne kann es aber nur schön fein, wenn iffe es gemeinsam mit Christian verbringt. In wenig Tagen kommt Klaris'su zurück, und gleich in der Stunde der Ankunft will sie ihr alles fagen. Sie wird zur Bahn fahren, und bis zum Birkenhof hat sie sich wohl das vom 5)erzen geredet, was sie sagen muß. In dieser ersten Stunde des Wie­dersehens wird Marissa nicht nein sagen. Ach, Anne weiß ja selbst, wie weich man ist, wie tief vom Gefühl des Wiedersehens angerührt. So lange muß Christtan schon noch warten, ob er will ober nicht.Siehst du das ein. Krischtian?"

Die Zeit der letzten Heumahd ist da. Selten stan­den die Wiesen so in Saft wie in diesem Jahr. Es hat viel geregnet. Eine Freude tft es, durch die Moorwiesen zu reiten,in de Wisch" wie sie hier sagen. In der kommenden Woche fängt die Mahd an. Ob Franz schon genügend Leute in Balke be­kommen hat? Es fällt ihm alles noch schwer, vie- leicht muß sie selbst mal rüber reiten. Anne nimmt sich vor, mit Franz zu sprechen, sowie sie zum Dir- kenhof kommt.Sos, Koni!" Sie traut tem Pferd mit der kleinen Weidengerte das rechte Ohr, und Konifere fliegt wie ein Pfeil dahin.

Bald darauf betritt Anne das Büro. Es ist der Raum mit dem kleinen, schiefen Spiegel an der Wand über den Regalen. Franz ist nicht hier, nur Paul Würz sitzt vor feinem Schreibtisch. Er steht ! auf, als er Anne sieht.Wollen Sie mich sprechen, Fräulein Wegner?" ,

Nein, eigentlich Franz. Aber ja, Herr Wurz, wissen Sie, daß Irene Waitz sehr schwer krank ist?" Sie legt die Weidengerte vor sich auf den Tisch.

Ja, und--? Er sieht sie mit gerunzelter

Stirn von unten herauf an.

,^st Ihnen auch bekannt, daß Schworm gesagt hat, es müßte ein Wunder geschehen, wenn sie die Krankheit überstehen soll?"

Warum sagen Sie mir das, Fräulein Wegner?" Warum?" Anne tritt einen Schritt näher an ihn heran, ihre Augen sind dunkel.Wie können Sie das fragen, Herr Würz? Sie allein haben chr Leben auf dem Gewissen."

Ich? Wie kommen Sie darauf? Irene Waitz ist eine hysterische Großstädterin, sie hat bei Gott man faen Freund gehabt, ich fühle mich nicht verant- worttich. Aber wenn Sie von schuldig reden, dann sind Sie es so gut wie ich. Sie stießen mich zurück, du nahm ich Irene Waitz. Ein anderer Mann hätte das auch getan."

Nein", sagt Anne, und sie tritt von chm fort rum Fenster, weil ein Ekel sie im Halse zu würgen beginnt.

Da aber ist er neben ihr, da legt er die Arme um sie und reißt fie an sich.Doch, Anne Wegner,

Bett sitzen. rr

Doch heute geht es ihr bedeutend besser. Ihre I dunkelumschatteten Auge folgen Paul Würz, der vorübergeht. Jetzt bleibt er stehen. Auch Anne : Wegner ist da, sie stehen beieinander und unter» , halten sich, Irene sieht, wie (eine Augen an ihr hängen, oh, das sieht Irene wohl. Ihr Atem geht rasselnd, ihre Pulse schlagen. Und wieder über- fällt sie das Zittern so, daß sie sich kaum aufrecht- halten kann. Sie will sich aber aufrechthalten, sie will diesen Schmerz bis zur Neige auskosten. Jetzt trennen sich die da draußen. Paul verbeugt sich, und Anne geht ums Haus. Sie trennen sich, um sich an anderer Stelle wieder zu treffen, da, wo Irenes Augen ihnen nicht folgen können.

Wie ist die Schwerkranke nur in die Kleider ge­kommen, wie ist sie über ten Hof gekommen? Wenn fie darüber nachdenken würde, müßte es mr selbst ein Rätsel sein, aber sie denkt nicht darüber nach. Ihre letzte Kraft wird aufgepeitscht, wird von ihrem tiefen Haß aufgepeitscht und läßt sie wie eine Betrunkene über den Hof schwanken. Jetzt ift sie beim Haus, ihr Atem geht hecß und schnell. Wenn fie nur nicht so zittern würde, wenn sie doch mcht so jammervoll elend wäre! Sie steht an der Haw-tur, lehnt an den Pfosten und tastet sich weiter durch bte Diele. Nun ist sie an der Tür zum Eßzimmer. Kaum zu ertragen ist dieses unsinnige Herzklopfen. Was hat sie vor ist sie verrückt? Nein, es ist rrchllg (o, es ist alles in Ordnung; so und nicht anders mutz es lein. Nun ist Irene im Eßzimmer. Sinne sitzt am

Tisch über Papiere gebeugt. Da ift ihr Kopf, er ist chmal und hell. Also dieser Kopf, - ja, ter Jetzt hebt sie ihn, jetzt sieht sie auf.Mem Gott, 5rene was ist mit Ihnen los? Sie gehören ms Bett, Kind, ich telephoniere sofort nach dem Arzt ich

Ach, das Leben ist schwer und die Liebe bttttr. Irene liegt mit einem weißen und blutleeren Ge­sicht im Bett. Ihr ist schwindlig. Wenn sie ausiteht, ist ihr so schwindlig, daß sich das Zimmer mit ihr rundurndreht. Abends kommt das Fieber und schut- teü sie und erschüttert ihre Gesundheit mehr und mehr. Aber wenn Luise davon spricht, daß em Arzt kommen soll, wird Irene wild und gehässig, ihre Augen werten dunkel und wütend. Sie will keinen Arzt. Ja, um alles in ter Wett, was will Irene denn, will sie vielleicht sterben?

Und nun ist es wirklich so,, daß das Kranksein auf dem Birkenhof nicht abreißt. Am Tag liegt Irene in ihrem Bett und starrt mit aufgenffenen Augen gegen die Zimmerdecke, oder sie richtet sich auf und sieht über ten Hof. Sie kann von ihrem Bett aus die Schmalseite des Hauses sehen, und manchmal sieht sie Paul Würz, auch wohl Rudolf und Frank, die jetzt wild und frei wie die jungen Füllen umhertoben, oder Anne kommt in ihren hohen Stiefeln über ten Hof. Dann zittert Irene jedesmal so, daß sie sich wieder legen muß, und es kommt das Fieber, und sie kann nicht mehr um

Würz.

Doch plötzlich ist da noch eine Stimme. Hint^ Sinne ist eine Stimme, die sie vor Glück laut aus' schreien läßt. Franz Pegel sagt:Was hat tennl das zu bedeuten, was fällt Ihnen ein, Würz, wol'l len Sie Fräulein Wegner sofort loslassen?" I

Der Verwalter wird blaß, er ist so unbeherrscht | daß er Anne von sich stößt, daß sie taumelt.Sfa | da, Herr Pegel! Sie haben es notig, sich aufjU'l spielen Fällt sich zum Krüppel, weil er zu einer I schönen Frau uns Fenster steigt und spiett sich m auf. Aber ich will doch gleich Ihre Frau mal faH gen, ob sie weiß, was hinter diesem vermutliche Radunfall des Herrn Gemahls gesteckt hat."

Franz ist weiß wie die Wand, er kann sich kaum I auf den Füßen halten, er zittert am ganzen W'l per.Sie sind fristlos entlassen. Würz, in einer] halben Stunde schicke ich Ihnen Ihre Papiere ujl Ihr Gehalt runter. Sie bleiben feine Nacht nw I auf dem Hof, verstanden? Haben Sie verstandenf I

Verzeihung ich kündige und gehe, nicht cj haben mir zu kündigen. Wenn hier gekündigt wmjl hat nur die alte Wegner mir zu kündigen. Und halbes Jahr Gehalt im voraus, sonst sollen Sie mwl kennenlernen!" Der Verwalter schlägt die Tür 1 Zimmers hinter sich zu, daß ein großes Stück W tel aus der Füllung fällt. ,

Anne steht am Fenster und sicht über den Da liegt er vor ihr. Es regnet jetzt, graue Nevs' fchleier liegen über den Wäldern, doch welch Duft steigt aus den Wiesen auf, welch ein gjm*' wundervoll starker Duft. Man sollte die Mensch^' vergessen uui> nur an das Land denken.

1 (Fortsetzung folgt)

Am Montag starb nach kurzem, schwerem Kranken­lager ter Hausmeister i. R. Adolf Körner, em uy, -----v- w - ,v

weit über die Grenzen der Stadt und des Hessen- Scharte auswetzen. Ein gutes Spiel durste man auch fantes hinaus bekannter und geschätzter Mann. =- traten Der Nieder-

Nach IZjähriger Dienstzeit beim Hessischen Garde- teaaonerreqiment in Darmstadt wurde chm am 2 Mai 1904 der Posten des Hausmeisters an der damals großen Doppelanftalt, dem Realgymnasium und ter Oberrealschule, übertragen. Nahezu 32 Jahre lang hat er sein arbeitsvolles, schweres Amt bettel­tet, bis er am 1. 4. 1936 wegen Erreichung der Altersgrenze in den wohlverdienten Ruhestand ge-

Vereinsführung fiel die am 5. Mai 1930 einstim­mig beschlossene Verschmelzung des früheren Der- schonerungsoereins mit dem ^e.r^r^5-rein' elftem den NamenVerkehrs- und Derschonerungs. verein Gießen" führte, bis er tm Jahre 1935 im 3uge der Neuordnung des gesamten deutschen Frem­denverkehrswesens die BezeichnungFremtenver. kehrsverein Gießen" erhielt An der Spitze des Verkehrs- und Verschönerungsvereins wirkte Theo ter Schwieder bis zum Mai 1933, wo er das Am des Dereinsvorsitzenten an den früheren Bürger­meister Dr. Hamm ab gab. Wahrend der faben- jährigen Arbeit des Verkehrsoerems unter Ofame- ders Leitung wurde eme außerordentttch rührige Werbetätigkeit zur Forderung des ^.^nv^rkehrs in Gießen entfallet Unsere heimische Wirtschaft konnte aus dieser Arbeit vielfältigen Nutzen Ziehen. Während jener sieben Jahre war es lusbesondere Theodor Schwieder, dem kein Weg und ferne Sir beit zu viel waren, wenn es gatt, für die vom, Verfehrsverein erstrebten Ziele sich emzusetzerr Und waltete.

. . . n« « i v____l ttvumU in inPiTnir

Wenn auch der SÖinter tm allgemeinen d« falle Zeit hn TenNiSsport tft, so wollen unsere Spieler doch nicht ganz rosten. Nach tem Gaftfprel einer deutschen Mannschaft bei den Jnternatiomrlen Mei- sterschcrsten in Kopenhagen, an denen auch Heinrich Henkel teilnahm, ist für Anfang Marz in H a m - bürg ein Länterkcrmps geplant; doch steht noch nicht fest, wer unser Gegner wird. Sodann hofft das Fachamt, in ter Osterwoche in Bremen die deutschen Hallen - Kriegsmeisterschaften veranstalten

ihn voll vesneoigenve Mehr als ie foröert ^e GegE<^t von allen