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Hr. 10 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzetger für Gberheffen) Diengtaa, 23. Januar 1940

Miggas an Stelle von Kochgas

denken.

Henri-Chapelle die Grenze überschritten und seien

bejchieden.

zur Visitenkarte gemeinschaft, zu sobes im Dienst

der einspringend helfenden haus- einem Zeichen des tätigen Lin­des Gemeinnutzes.

Dornotizen.

W SteBt der Mst nlchast Sanngin9 kt öäfer in b«n Srieg, so sagte man wfflXn der Ne Firma ihren Weltrus o-rdankh dem Kinde, das lachend den Truppen zuwmkte und Der Untoerfität 3ena mar durch die Zuschüsse aus aus Gesprächen hörte, die elfer Jager, tenen der <m.«...«Ä'L.'atÄ

freue mich darauf, Liebste! Manchmal aber über-- läuft es mich, wenn ich die Ernte des Todes sehe. Es sind immer die Besten, gerade, als wären sie eben würdig genug, für das Vaterland zu fallen. Hier draußen weiß man ja erst, was das bedeutet: Vaterland! Für euch und für Deutschland läßt sich alles, alles ertraaen. Ich alaube nicht an Ahnungen, ober wenn ich für Deutschland fallen sollte, dann I klage Gott nicht an Er hat uns einen Sohn ge°

nun im siegesgewissen, raumgreifenden Vorwärts- stürmen. Oft waren Glockengeläut und Siegesjubel, und einmal kam der schwarze Tag, an dem die Mut­ter lautlos zusammengebrochen war, den Brief aus Frankreich in der Hand.

Das alles wußte Hans Nielsen von seinem Vater, aber es genügte ihm nicht, und die Mutter, die ihm mehr hätte erzählen können, war dem Vater allzurasch gefolgt. Keiner konnte dem Jungen sagen, wie es seinem Vater im Herzen ausgesehen hatte. Sie erzählten, man habe ihn in der Garnison Mar­burg dentollen Nielsen" genannt, aber was be­sagte das? Es war schön, aber es war zu wenig.

Er war unter solchen Gedanken auf dem Hofe ongekommen und ging in sein Arbeitszimmer hin­auf, um noch einmal die Ordnung seiner Papiere zu überprüfen. Zwischen einer Urkunde sah etwas Graues hervor. Es war ein Feldpostbrief. Hans Nielsen hatte nie einen von den Briesen seines Va­ters zu sehen bekommen, und dieser hier konnte nur durch ein Versehen der Mutter in der Urkunde liegengeblieben sein. Hans Nielsen nahm in diesem Augenblick den Zufall als eine Füaunq. Das über­wand jene unbestimmte Scheu, die ihn davor zurück­hielt, den Brief zu lesen und sich damit zwischen die Geheimnisse der Eltern zu drängen. Er ergriff den Brief, sah nach dem Absendedatum und erkannte er­schauernd, daß er vierzehn Tage vor dem Tode des Jägerleutnants Nielsen geschrieben war...

Manner!

Von Karl Robert Povp

3a. lieber Vater", sagte Hans Nielsen und featt den Brief in die Urkunde zurück. Er hatte den Va­ter immer geachtet, dieser Brief lehrte den Sohn ihn lieben. Der Vater war nun lebendig, wie nie zuvor. Hans Nielsen ging zu seiner Frau und zu seinem Kinde. Nach dem Abschied schritt er rascher über die Felder. Es brannte in seinen Augen, und er sagte, sich zwinaend. die Worte des Vaters vor sich hin:Deutschland wird immer Männer , brauchen!"

Aus der Stadt Gießen.

Alle helfen mit!

Die Straften werden verkehrsfrei gemacht.

NLG. Bei den außergewöhnlichen Schneefällen in den letzten lagen ist es in den Städten nicht möglich, mit den zur Verfügung stehenden Kräften die Schneemassen so rasch und umfassend zu beseiti­gen, daft der Verkehr keine Störung erleidet. Der Gauleiter richtet daher an die Bevölkerung aller grofteren Städte im Gau Hessen-Nassau den Appell, hier helfend einzugreifen und nicht nur die Bürger­steige gangbar zu halten, sondern auch die Fahr­bahn und insbesondere die Straftenbahngleise soweit vom Schnee freizumachen, daß der Verkehr weiter ermöglicht wird.

Die Bevölkerung der Großstädte wird dieser Auf- sorderund die sofortige Tat folgen lassen. 3n den nächsten Stunden schon darf es kein Strahenstück mehr geben, in welchem sich der Schneefall verkehrs­hindernd auswirkt. Alle haben zuzupacken. Ohne Unterschied von Stand und Rang gilt es. sich für diese Sofortaufgabe nach besten Kräften einzusehen, um sie sogleich zu lösen. Der Einsatz des partei- apparales ist durch Befehl der zuständigen hoheits­träger angeordnet. Von den Parteigenossen erwartet dieser Befehl über den selbstverständlichen Einsatz hinaus, daß sie allenthalben die Initiative ergreifen, um Schwierigkeiten so schnell wie möglich zu be­teiligen. Die Hausgemeinschaft, die in den letzten Monaten bei den verschiedensten Arbeiten bewiesen wurde, wird auch hier ihren gutep Willen zeigen, mit welchem sie dieser Aufgabe nachkomml. Die vom Schnee gesäuberte verkehrsfreie Straße wird bei dem gegenwärtigen Notstand an Arbeitskräften

Lebensmittel -Oonverzuteilungen für Hochzeiten.

Der Reichsernährunasminister hat die Ernäh­rungsämter ermächtigr, für Familienfeiern, wie z. B. für Trauungen, silberne und goldene Hoch- zeiten, Sonderzuteilungen von Lebensmitteln bis zu einer Höchstzahl von 12 Personen fe Familienfeier vorzunehmen. Anträge hierzu müssen bei den Er- nährungsämtern erfolgen.

Vorsicht beim Heizen.

Zur Zett werden auch solche Feuerungsanlngen wieder in Betrieb genommen, die seit Jahren ncht benutzt wurden und deshalb meist nicht ganz tn Ordnung sind. Außerdem werden an vielen Orten noch provisorische Heizanlagen schnell eingerichtet, meistens veraltete eiserne Oefen in Schuppen und Holzbuden ohne jede Sicherung. Es wird kein Eisen­blech unter den Ofen gelegt, und auch die Holzwände in 'der Nähe des Ofens werden nicht abgeschirmt. Vor allen Dingen wird das Ofenrohr leichtfertig angebracht. Meist wird es, weil ein gemauerter Karnin nicht vorhanden ist, durch eine Holzwand oder das Holzdach ins Freie geführt. Bei strenger Kälte wird nun tüchtig eingeheizt, das Oefchen und auch das Rohr werden schön rot, und schon glimmt die Bretterwand oder das Holzdach. Im Nu steht

Tageskalender für Dienstag.

Wehrwissenschaftlicher Vortrag der Umuerfrtät: 20 Uhr im Großen Hörsaal, Professor Dr. Beller überTierseuchen im Kriege". Stadttheater: 20 bis 22 UhrKinder auf Zeit". Gloria-Palast (Settersweg):Befreite Hände". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Der Opernball". Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters.

Stadttheater Gießen.

Am heutigen Dienstagabend wird das Lustspiel von Kurt BortfeldtKinder auf Zeit" zum ersten Male wiederholt. Spielleitung: Karl Volck. Bühnen­bild: Karl Löffler. 16. Vorstellung der Dienstag- Miete.

Heiterer Abend mit KdF.

Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", Kreisdienststelle Wetterau, bringt im Bemühen um eine fröhliche Feierabendgestaltung wieder einmal für alle Volksgenossen einen großen heiteren Abend, für den eine Reihe bewährter und bekannter Künst­ler verpflichtet wurde. Der heitere Abend findet am Donnerstag, 25. Januar, im Gloria-Palast statt, dessen Bühne der rechte Rahmen für die Darbie­tungen sein wird. Hans Georg Schütz hat mit sei­nen lustigen Dorfmusikanten den musikalischen Teil des Abends übernommen, und einige seiner Solisten werden sich mit ihren Instrumenten (Mandoline, Akkordeon und Klarinette) um die Gunst der Zu­hörer bemühen. Der Tenor Erwin H a r t u n g, von manchem Liede her bekannt, das er für den Rundfunk sang, wird mit Schlager- und Operetten­liedern aufwarten. Die Sopranistin Rosel See- gers wird ebenfalls mit beschwingten Weisen aus deutschen Operetten, aber auch mit Wiener Liedern erfreuen. Werner Veidt, ein Humorist, ist auch mit von der Partte und wird mit allerlei Scher- zen zum Erfolg des Abends beizyttagen bestrebt fein. ______________________

Ein Erzieher

zur Volksgemeinschaft.

Zum 100. Geburtstag Ernst Abbes, am 23. Januar.

Die ungeheuren Fortschritte der modernen Buk- teriologie, die Erforschung winziger zerstörerischer Lebewesen und ihre Bekämpfung und bamit die Befreiung der Menschheit von einer ihrer schlimm­sten Geißeln wäre nicht möglich gewesen wenn nicht Ernst Abbe in Jena der Wissenschaft das Rüstzeug in Gestalt feiner Mikroskope m die Hand gegeben hätte. Dieser große Gelehrte, der die Optik auf eine ganz neue Stufe gehoben, das mensch.iche Auge in ungeahnter Weise verfeinert und damit um­wälzende Neuerungen auf zahlreichen Gebieten er­möglicht bat, war doch noch größer als Mensch und als Vorbild seines Volkes, als Erzieher zur Volks­gemeinschaft.

Der einzigartige Lebensweg Ernst Abbes führte vom Arbeitersohn zum Gelehrten, vom Gelehrten zum industriellen Unternehmer großen Stils und von da aus eigenem Willen zum Angestellten seiner eigenen Firma und zum bahnbrechenden -Dozial- politiker, der vieles von dem, was der heutige Staat für das Dolksganze verwirklicht, oorausge- nommen und innerhalb seines eigenen Wirkungs­bereiches zur Tat gemacht hat. Als Knabe mußte Ernst Abbe seinem Vater, der 14 bis 16 Stunden am Tage am Webstuhl einer Spinnerei 'N Eisenach stand, täglich in einem Henkeltopfe das Essen brin­gen, das in größter Hast, ohne eigentliche pause verzehrt wurde. Die Eindrücke, die sich dem Knaben damals ein prägten, hat der Mann niemals vergessen, und das edelste Streben fernes Ledens ging dahin, den Arbeiter rechtlich auf eine andere Grundlage zu stellen, ein fruchtbares Verhältnis zwischen Arbeiter und Gemeinschaft zu schassen, und zwar ebensosehr um der Gemeinschaft wie um des Arbeiters willen.

Seine hervorragende Begabung für Mathematik und Physik ermöglichte dem Arbeltersohn den Be­such der Realschule und der Universität. Als Pnvat- dozent und bald Professor und Direktor der ^tern- warte in Jena kam er in Berührung nut C a r l Ze, der im Jahre 1846 eine kleine feinmechanische und optische Werkstatt in Jena gegründet hatte uno den Hochschulprofessoren die Mikroskope lieferte. £) Mikroskope wurden damals noch rem hergestellt und nach 'den Erfahrungen geschliffen, wo-

Steigende Verwendung von Flüssiggasen.

Lasifahrzeuge über 1,5 Tonnen auf den Antrieb mit nichtflüssigen Treibstoffen umstellen.

der Zulassunasstellen auf den Antrieb mit nichtflüssigen Treibstoffen (Flüssiggas, Hochdruckgas und Generatorengas) u m g e ft e 111 werden. Durch die Ausführungsbestimmunaen wird diese Umstellung zunächst nur für die Lastfahr- zeuge über 1,5 Tonnen durchgeführt. Die Umstellung wird praktisch wohl beginnen mit den schweren Fahrzeugen und dann allmählich fartschrei- ten bis zu den Fahrzeugen von 1,5 Tonnen. Die Einzelheiten darüber bestimmen die Wehrwirt­schaftsämter. Auf ihre Veranlassung bekommen dann die Fahrzeugbesitzer vom Lanüratsamt bzw. der Zu­lassungsstelle für Kraftfahrzeuge die Aufforderung, die Umstellung durchzuführen.

Von den drei genannten Treibstoffen, auf die umzustellen ist, erfordert das Flüssiggas zweifel­los die geringsten Veränderungen am Fahrzeug. Das Hochdruckgas braucht Flaschen von höherem Gewicht, um dem hohen Druck standzuhalten. Ge­neratorengas verlangt den Einbau von Generato­ren, die man bisher in Deutschland nur für schwere Lastwagen angewandt hat. Die Versorgung der auf Flüssiggas umgestellten Fahrzeuge erfolgt durch das Zentralbüro des Mineralölhandels, das heute auch die Versorgung mit flüssigen Treibstoffen in der Hand hat.

Im Vergleich zum Treib gas tft unsere Versorgung mit Dieselölen angesichts der gewaltigen Ansprüche, die gerade hier die Landesverteidigung stellt, für zivile Zwecke weniger günftig. Hätte man vor Jah­ren schon wehrwirtschaftliche Gesichtspunkte bei kaufmännischen Ueberlegungen berücksichtigt, so hätte man beispielsweise von vornherein an Stelle von Dieselölen Gas oder Kohle» für die notwendigen Reserve-Anlagen zur Energieerzeugung verwendet. Unter Umständen vermag das Flaschengas auch hier in absehbarer Zeit Hilfe zu bringen.

Gleichzeitig mit der Derwenduna der Flüssigkeit als Treibstoff hat sich auch die Verwendung als Edelbrennstoff weiter entwickelt. Dort, wo keine städtische Gasversorgung hinreicht, ermög­lichen die Flüssiggase dem Verbraucher die gleichen Bequemlichkeiten und Vorteile, die das Kochen mit Gas gewährt. Die Verwendung von Flüssiggas als Wegbereiter des Stadtgases liegt durchaus auf der großen Linie volkswirtschaftlicher Planung, die man heute weniger denn je außer Acht lassen darf. Dabei sind zwei Gesichtspunkte wichtig, die maßgebend dafür fein sollten, in wel­cher Form die Versorgung mit flüssigem Gas er­folgt. Dort, wo auch bei einem Wachsen der Sied­lungen nicht damit zu rechnen ist, daß ein Anschluß an die städtische Gasversorgung erfolgen kann, ist es richtig, die einzelnen Wohnungen mit Klein- flaschen für Flüssiggas zu versorgen, wie dies beispielsweise bereits von einer Münchener Firma geschieht, die eine Versorgung mit Leih- slaschen begonnen hat. Es gibt solche Lechflaschen mit 6 und 3 Kilogramm Inhalt; mit der kleinen Flasche reicht ein Haushalt bereits etwa 14 Tage. Der Vorteil dieser kleinen Flaschen ift, daß die Sicherheitsvorschriften hier sehr milde sind. Die Dreikiloslr chen können nämlich ohne weiteres an der Verwendungsstelle stehen, an die sie mit Hoch­druckschlauch angeschlossen werden. Ebenso verfährt man mit den Sechskiloflaschen, nur ist für diese ein Ableitungsrohr ins Freie erforderlich. Propan ist ungiftig, und die Explosionsgefahr ist bei diesen Mengen nicht sehr groß.

Bei den Großflaschen ist es Vorschrift seitens der Feuerversicherungsgesellschaften, daß die Fla­schen außerhalb geschlossener Räume aufgestellt wer-

persönlich begnügte sich bis an fein Lebensende mit einem jährlichen Gehalt von 12 000 Mark jähr­lich. Die Abneigung Abbes, irgendwie mit seinem Namen oder feiner Person hervorzutreten, war so groß, daß er keine persönliche Ehrung irgendeiner Art annahm und sich wahrscheinlich auch gegen das Denkmal gewehrt hätte, das zu feiner Erinnerung auf dem Carl-Zeiß-Platz in Jena errichtet ist. dem Tempel mit feiner von Klinger geschaffenen Büste und den vier Bronzereliefs von Meunier, die den Ackerbau, Berobau, Industrie und Handel dar- stellen. Aber je mehr Ernst Abbe hinter feinem Werk persönlich zurücktrat, um so mehr Grund haben mir, feiner in Dankbarkeit und Ehrfurcht zu ge- C. K.

den für die künftige Gasversorgung erforderlichen Rohrleitungen auszustatten. In Frage kommen dann Großflaschenanlagen, die einen ganzen Häu­serblock oder zum mindesten rtnzelne Häuser ver­sorgen. Auf dieser Grundlage hat eine andere Mün­chener Firma zusammen mit einem Gaswerk die Propangasoersorgung von Haushalten und Indu­striebetrieben in die Hand genommen. Die Einfami­lienhäuser in den Außenbezirken reichen mit einer Flasche, die 22 Kilogramm flüssiges Propan ent­hält, etwa 75 Kubikmeter Stadtgas entsprechend, fast drei Monate. Bislang bestehen etwa 500 Groß« ftationen. Bei Mehrfamilienhäusern erfolgt d'.e Be­lieferung der einzelnen Haushalte über Zähler. Im Gebiet der Stadt München werden diese Anlagen gegen eine Leihgebühr zur Verfügung gestellt, außerhalb, wie z. B. in Starnberg, Gauting usw., müssen die Gasstationen zum Selbkostenpreis käuf­lich erworben werden.

Zur Zeit macht auch hier natürlich das Heran-- fchaffen des Propans von den Orten der mittel­deutschen Erzeugung und die Erweiterung des Flaschenparks einige Sorgen. Es ift aber zu hoffen, daß diese bald überwunden werden, denn zweifellos kann das Flaschengas Holz und Eisen für die Gasleitungen sparen helfen.

Ob ein Gaswerk den Vertrieb den ortsansässigen Prapan-Vertriebsunternehmen für kleine Flaschen überträgt oder die Versorgung mit Großflaschenan­lagen selbst in die Hand nimmt, ist eine Frage, die wohl erst längere praktische Erfahrung endgültig entscheiden kann. Zunächst erscheinen beide Wege gangbar. Ein von den Gas- und Wasserfachmän- nern ausgearbeiteter Rahmenvertrag der Gaswerke mit einer Erzeugerfirma ermöglicht es iedenfalls den Gaswerken bereits, sich auf diesem Gebiet zu be­tätigen. Die privaten Propan-Dertriebsunternehmen unterstehen dem Energiewirtschaftsaefetz, so daß die Gewähr für die Wahrung der öffentlichen Inter­essen gegeben ist; als wehrwichtig sind diese Unter­nehmen ebenfalls anerkannt.

Der NS.-Bund Deutscher Technik hat durch feinen Arbeitskreis Verein Deutscher Gas- und Waffer- fachmänner an dieser Entwicklung einen erheblichen Anteil. Es ist daher selbstverständlich, daß sich auch die einzelnen Gauämter für Technik in den Dienst dieser Arbeit stellen.

Hans Nielsen, der Sohn eines Kriegsgefallenen, ging an einem sonnigen Herbstmorgen über die Fel­der seines ererbten Gutes dem Hofe zu. Ueber der Erde lag ein herber Duft, vom Walde her schim- mertc es bunt, und es funkelte, wenn fick die ooxv |Wir werden siegen, und die Sonne des Glucks nenstrahlen in den Tautropfen der Spinnwebe wird wieder über unserem Dtterlande leuchten. Ich fingen. Hans Nielsen, der hier heraus gegangen war, um Abschied von feinem Boden zu nehmen, dachte in dieser Stunde an seinen Vater, der im Herbst neunzehnhundertundvierzehn wie er über diese Fel­der gegangen sein mochte. Und er mußte gefühlt haben, was der Junge fühlte, denn beide waren mit diesem Land und seiner Scholle verwachsen, beiden war eine liebe und tapfere Frau geschenkt, und beide

muß.-» sie ihr Sein in -in-mKm^g-r-^. IschU, den sollst du leben! Erzseh« ihn wir zu Wo- w°r der Vater für «,ngewesen? In. n denn unser Vaterland wird Manne»

ÄK wie brauchen, wird immer Männer brauchen-

wenig er doch von seinem Vater wußte. Er hatte nur eine unbestimmte Erinnerung an ihn: da stand der Vater, braungebrannt und hochgewachsen, mit dem Jägertschako auf dem Kopfe vor ihm, und die Mutter weinte, obwohl sie es verbergen wollte.

NSG. Die Umstellung auf die Landesverteidi­gung hat zur Ausgabe von Tankausweiskarten und Mineralöl-Bezugscheinen geführt. Im Gegensatz dazu ift nach wie vor der Bezug von Fla­schengas freigegeben, ein Beweis, daß von diesem Treibstoff hinreichend große Mengen zur Verfügung stehen.

Das Rätsel findet eine einfache Erklärung, wenn man weiß, daß die Flüssiggase Nebenprodukte un­serer Benzinsynthese sind. In dem Maße, wie durch die Anforderungen der Landesverteidigung die Her­stellung von Benzin gesteigert wird, nimmt also auch der Anfall an Flüssiggasen zu. Heute sind die Mengen, mit denen man zu rechnen hat, bereits so groß, daß man mit den Flüssiggasen a l s Normaltreibstoff rechnen darf. Auf Grund ihrer Eigenart sind sie zudem als hochwertige Treib­stoffe anzusprechen.

Die jüngste Entwicklung hat bei den Flüssiggasen bereits zu einer Teilung geführt: Butan mit 93 v. H. Butan, Butylen und Isomeren, oder ein Gemisch von Propan und Butan. Das Propan, mit 93 v. H. Propan, Propylen und Isomeren, dient heute vorwiegend zur Verlängerung unserer Gas­versorgung in die Außenbezirke, es stellt sich im Preise höher als Butan und Butan-Propan-Ge- misch, das immer noch der vorherrschende Typ des Flüssiggases ift.

Die Umstellung der deutschen Lastkraftwagen auf Treibgas hat in den letzten Jahren rasche Fort­schritte gemacht. Nunmehr ist diese Entwicklung durch eine Anordnung des Reichsverkehrsministers wieder um einen entscheidenden Schritt vorwärts­getrieben worden. Die Kraftwagen mit Verbren­nungsmotoren, die nach der Verordnung vom 6. September 1939 nach dem 20. September 1939 weiter benützt werden dürfen und durch einen roten Winkel gekennzeichnet sind, müssen nach Anordnung

den und das Propan mit Rohrleitungen den Ver­brauchsstellen zugeführt wird. Im allgemeinen wer­den diese großen Flaschen an der Außenwand der Häuser im Freien, in einem verschließbaren, nicht- brennbaren Behälter, bei Neubauten am besten in einer vorzusehenden Mauernische untergebracht. Kellerräume sind ungeeignet zur Ausstellung, weil Propan schwerer ist als Luft. Die Leitungen zu den Verbrauchsstellen müssen in allen Teilen den neue­sten Vorschriften für die Ausführung von Gas- Jnnenleitungen für Niederdruckgas, nebst zusätz­lichen Richtlinien, herausgegeben von dem Deut­schen Verein von Gas- und Wüsserfachmännern rm NSBDT., entsprechen.

Mit Rücksicht darauf, daß in den Gebirgsgegen- den künftig das' bisher vorherrschende Brennholz sicher nicht mchr so einschränkungslos wie früher zur Verfügung stehen wird und ein Verfeuern von Holz volkswirtschaftlich nicht mehr zu vertreten ift, sollte man allgemein dieser Form der Versorgung besonderes Augenmerk zuwenden. Allerdings können die Flüssiggase nur für Kochzwecke, also außerhalb der Heizperiode in Frage kommen. Die Zahl der Haushalte, die nicht über Gasanschluß verfügen, ist aber so überwiegend, daß den Flüssig­gasen hier ein praktisch unbegrenztes Arbeitsgebiet offen steht.

In den Randgebieten größerer Siedlungen, die bereits einem Gaswerk angeschlossen sind, ist damit zu rechnen, daß auch die bislang nicht der Gasver­sorgung angeschlossenen Außenbezirke später einbe­zogen werden. Hier kann die Versorgung mit Flüssiggas als Uebergang zum Stadt- g a s angesehen werden, infolgedessen wird hier an­gestrebt, die einzelnen Häuser von vornherein mit

bei das mehr oder weniger gute Gelingen Für sich selbst hatte Abbe U^rluhrung Grunde vom Zufall abhing. Abbe machte sich daran, des Besitzes in die Stiftung, wobei es sich um Mil- dil Herstellung auf eine wissenschaftliche Grundlage lionenroerte handelte, lediglich einenKaufpreis au stellen indem er die machematt sch genauen von 300 000 Mark ausbedungen, her roobl als eine Formen für Durchmesser, Stärke, Krümmun^n Art Pension für seine Familie gedacht^ war. Er und gegenseitige Abstände der Linsen nach den Ge­setzen der Optik errechnete, so daß der arbeitenden Hand nichts anderes mehr zu tun blieb, als die tech­nische Verwirklichung des vorher durch geistige Ar­beit genau Festgelegten, genau wie es auch im Maschinenbau oder in der Architektur der Fall ist. Abbes Arbeit sicherte den optischen Instrumenten von Zeiß eine beispiellose Ueberlegenheit über alle Konkurrenzunternehmungen, und die Folge war das Aufblühen der kleinen Werkstatt zur Leitfirma, in die Abbe bald als Teilhaber eintrat. Als Dritter kam dann noch Otto Schott hinzu, der 1881 mit Abbe zusammen das Glaswerk Schott und Gen. in Jena gründete und zum erstenmal ein Material lieferte, das den Ansprüchen von Abbe genügte.

Durch den 1888 erfolgten Tod von Carl Zeiß und das freiwillige Ausscheiden der Familie aus ber Finna wurde Abbe alleiniger Besitzer der Zeiß- werke. Er benutzte diese Stellung dazu, um unter Verzicht afif alles persönliche Eigentum die Firma in eine gemeinnützige Stiftung umzuwandeln, der er aus Bescheidenheit nicht einmal seinen eigenen Namen gab, sondern den seines verstorbenen Mit­arbeiters Carl Zeiß. In dem Statut der CarbZeiß- Sttftung ist immer wieder betont, daß es sich hier nicht um irgendeine Form von Wohltätigkeit, viel- mehr um eine Einrichtung des Rechts handelt. In der Tat ist Ernst Abbes volkswirtschaftliches Denken nicht karitativ, sondern staatlich. Es darf uns daher nicht wundern, daß wir viele der von ihm verwirk­lichen Gedanken in ähnlicher Form in unserer heu­tigen Gesetzgebung finden, z. B. beschränkte Künd­barkeit Anspruch auf Urlaub, Pensionsberechtigung. Lohnnachzahlung aus dem Gewinnuberschuß und anderes^ Auch der Achtstundentag wurde von Abbe bereits um die Jahrhundertwende eingeführt mit bem Ergebnis, daß bie Gesamtleistung nicht sank, sondern um ein Dreißigstel erhöht wurde. Es war eine Bestätigung von Abbes Grundsatz, daß alle Ein­richtungen, die zur Hebung des geistigen und leib' licken Wohles des Arbeiters in ber Stiftung ge­soffen mürben, nicht nur den Arbeitern selbst, son- dern in erster Linie ber Gesamtheit zugute kamen. Derselbe Grundgedanke brückt sich auch darin aus, . . .. , -Vrr. an--.*,.- Ka, HU