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letztes Ruderboot, das unter anderem fünf Kin­der zu dem im Fjord ankernden Dampfer bringen sollte, mit dem sie ihre Fahrt zur Internatsschule in dem Städtchen Vardö an treten sollten. Die stür­mische See machte Rettungsversuche unmöglich. Die acht Erwachsenen konnten sich nach mühseligem Schwimmen ans Land retten. Die Kinder trieben über eine Stunde lang auf den Wellen, vermochten aber nicht das Ufer zu erreichen. Nur mit Mühe konnten die am Strand wartenden verzweifelten Mütter daran gehindert werden, sich selbst in das stürmische Meer zu stürzen, um die Kinder zu retten.

Explosion in einem französischen Hochofenwerk. Vier Tote?

In den Hochofenwerken von Colombellez (Nord­frankreich) ist ein großer Behälter mit flüssigem Stahl explodiert. Das glühende Metall hat sich auf eine Gruppe Arbeiter ergossen. Bier von ihnen sind nach dem Bericht von Havas ihren Ver- l'etzun gen erlegen.

Erna Sack sang in holländischen Slädlen.

Kammersängerin Erna Sack gastierte in den gro­ßen Konzertsälen der Städte Amsterdam, Haar­lem, Rotterdam, Groningen und Den Haag. Beson­ders enthusiastisch wurden Lieder der deutschen Mei­ster wie Schubert, Brahms, Strauß aufgenommen. Die Künstlerin bezauberte das holländische Publi­kum immer wieder aufs neue. Man erzwang Zu­gaben auf Zugaben, und die Wiedersehensruse woll­ten kein Ende nehmen. Trotz der aUgemeineii Kriegsatmosphäre vermochte ihre Kunst von neuem einen triumphalen Erfolg zu verzeichnen.

Die Seniorin der Artisten.

Fortunata P e r s i f a n o ist die älteste Frau Ita­liens und gleichzeitig unter dem Künstlernamen Nonna (Großmutter) Fortunata" die älteste noch immer aktive Artistin der Welt. Sie feierte im vorigen Jahre ihren 10 7. Geburtstag durch eine Gala-Vorstellung ihres Darietetheaters in Parma und erhofft für ihren 108. Geburtstag in diesem Jahre die Erfüllung ihres Herzenswunsches, nämlich einmal dem Duce mit ihrer noch immer erstaunlichen Fingerfertigkeit ihre Zauberkunststücke vorführen zu dürfen. Fortunata, die im Jahre 1832 geboren ist, war in ihrer Jugend als Lehrerin tätig. Sie heiratete dann einen Apotheker, mit dem sie in glücklicher und kinderreicher Ehe lebte, bis ihr Mann als Kämpfer unter Garibaldi im Jahre 1859 den Heldentod fand. Die Witwe stand mit ihren vielen Kindern vor dem Nichts und mußte einen Broterwerb suchen. Sie entschloß sich, ihre bisher als Liebhaberei gepflegte Geschicklichkeit in Taschen­spielerkunststücken auszunutzen und fand bald gut bezahlte Engagements als Zauberkünstlerin an Varietebühnen. Ihre Söhne, Töchter und später auch die Enkel wandten sich größtenteils auch der Artistik zu. Fortunata gründete ein eigenes Dariete- Unternehmen in Parma, dessen Künstlerschaft fast ausschließlich aus ihren Abkömmlingen bestand und noch besteht. An ihrem 100. Geburtstag übergab Nonna Fortunata die Direktion des Theaters ihrer achtzigjährigen Tochter, aber sie selbst trat weiter, bis heute als aktive Artistin auf. Auf die Frage, wie sie ein so hohes und gesundes Alter erreicht habe, weiß die rüstige Greisin nicht mit einem all­gemein gültigen Rezept zu antworten. Vielleicht sei ihr dauernd guter Gesundheitszustand, so erklärt sie, darauf zurückzuführen, daß sie niemals eine Medi­zin genommen habe mit Ausnahme von Rizinusöl, das zu allen Dingen gut sei und das man nach ihrer Meinung mindestens einmal in jeder Woche nehmen sollte.

Ein Schwertfischtorpediert" ein Fischerboot.

Ein ungewöhnliches Abenteuer erlebte der Kapi­tän Eh'iazzari aus Pietra Lkgure, an der italieni­schen Riviera, der in Begleitung von zwei Fischern in einem kleinen Ruderboot mehrere Meilen weit ins Meer hinausgefahren war, um dem Angel­sport nachzugehen. Plötzlich stellte der Kapitän fest, daß er einen prachtvollen Schwertfisch an der Angelleine hatte, der sich so wütend aufführte, daß das Boot umzuschlagen drohte. Da aber unser braver Seebär, von der Leidenschaft gepackt, nicht nachgab, ging der Schwertfisch schließlich zum direk­ten Angriff über. Er schnellte mit solcher Wucht gegen das Boot vor, daß sein Schwert die H o l z -

Planken durchbohrte. Da sich der Fisch nicht mehr freimachen konnte, war es den Bootsinsassen ein Leichtes, ihn zu töten. Die Fischer mußten das Schwert absägen, um ihre Beute ins Boot heben zu können. Der Schwertfisch wog nicht weniger als 120 Pfund.

Neue Leuchtfarben im Anmarsch.

Heber einen neuen Typ von Leuchtfarben berich­tet die Werkzeitung der JG.-F arbeninbuftrie. Allerdings wird man sich noch etwas gedulden müs­sen, bis diese neuen Leuchtfarben in den Verkehr kommen, sie haben das Stadium der Forschung bis zur Produkttonsreife durchlaufen, doch muß die eigentliche Produktion erst noch aufgenommen wer­den.Leuchtsteine" gab es schon vor 300 Jahren, von Bedeutung wurden dann die radioaktiven Leuchtfarben, die aus sich selbst heraus leuch­ten und die inaktiven oder phosphoreszie­renden, deren Leuchtkraft durch vorherige Ein­wirkungen des Tageslichtes oder einer gewöhnlichen Lichtquelle angeregt wird und die dann im Dun­keln bis zu etwa 6 Stunden, in denen sie lang­sam erblassen, nachleuchten. Der jetzt m eit er entart f= kette dritte Typ sind die lumineszierenden Leuchtfarben, die nur dann leuchten, wenn sie durch die unsichtbaren Strahlen einer mit vio­lettem Glas abgeschirmten Quecksil'berlampe ange­regt werden. Diese Leuchtfarben, Lumogene, haben, im Tageslicht gesehen eine bescheidene weiße Farbe, in dunkler Nacht erstrahlen sie aber in voller Schönheit. Die neuen Produkte können mit feder gewöhnlichen Anstrichfarbe gemischt werden. Um die

Der Mensch ist dank seines Verstandes und der von ihm erfundenen Technik in der Lange, sich gegen die Unbilden der Witterung zu schützen. Ihm kann auch große Kälte nichts anhaben. Wie aber schützen sich die Tiere? Wie helfen sie sich gegen Schnee und Frost? Wenn das Hermelin im Herbst fein unscheinbares braunes Fellchen mit dem schloh­weißen Winterpelz vertauscht, dann hat es diese Fähigkeit vor allem den kurzenWollhaaren" zu verdanken, die im Sommer unter den oberen langen Grannenhaaren" nur spärlich entwickelt find, im Herbst jedoch in großer Fülle neu gebildet werden. Die Wissenschaft hat in letzter Zeit feststellen kön­nen, daß aerobe diese Zusammensetzung des Pelzes ausWollhaaren" und Grannenhaaren" für die Warmhaltung der Tiere außerordentlich wichtig ist. Die Haare sind nämlich schwach elektrisch geladen, infolgedessen stoßen sich Grannen und Wöllhaare untereinander ab und bilden lufthaltige Zwischen­räume, die wie unsere Doppelfenster die Wärme festhalten. Dieser ungemein wirkungsvolle Kälte­schutz wird noch durch eine Fettschicht verstärkt, die zum Winter unter dem Fell gebildet wird. Außer­dem bann der Winterpelz die Tiere auch durch seine Farbe schützen. Das ist beispielsweise beim Schnee­hasen und Hermelin der Fall, die durch ihr weißes Winterkleid der Schneedecke angepaßt und so den Augen ihrer Feinde am ehesten entgehen. Dieser Farbenwechsel hat sich nun merkwürdigerweise als völlig unabhängig von Schneefall und Kälte er­wiesen. So wurden Schneehasen mehrere Jahre lang in einem gleichmäßig warmen Stall in Ge­fangenschaft gehalten trotzdem wechselten sie regelmäßig im Frühjahr und Herbst die Farbe. Bei noch länger dauernder Gefangenschaft verwischt sich dieser Rhythmus allerdings, und bei manchen Haustieren, z.B. dem Wollschaf, ist es vollständig verlorengegangen. Auch die Vögel schützen sich, so­weit sie nicht nach dem Süden ziehen, durch ein dickeres beim Schneehuhn auch weißes Feder­kleid, das ebenfalls nach demDoppelfenster-Prin­zip" arbeitet.

(Starre und Winterspeck.

Eine besondereHeizung" bewerkstelligen die auch sonst hervorragendbegabten" Bienen. Diese klugen Insekten bringen es tatsächlich fertig, im Winter die Temperatur im Stockinnern durch er­höhte Muskeltätigkeit aus einer gewissen Höhe zu

Abhängigkeit einer mit dem Leuchtstoff bestrichenen Fläche und der Bestrahlungsquelle festzulegen, mußte eine Norm des Lichteffektes fe ft gelegt wer­den. Man ging dabei von den Vorschriften des Luftschutzgesetzes aus, die verlangen, daß ein be­leuchteter Gegenstand auf 5 0 0 Meter Ent­fernung nicht mehr gesehen werden soll. Je nach der Stärke der Quecksilberlampe ist es nun möglich, die Entfernung festzulegen, in der diese aufgestellt werden muß, um den beleuchteten Gegenstand aus 500 Meter Entfernung nicht mehr sichtbar zu machen. Anstrichversuche ergaben dann, daß für einen qm Fläche nur 3 Gramm Leuchtfarbe not­wendig find. Daraus ergibt sich, wirtschaftlich ge­sehen, da der Preis für 1 Kilo der neuen Leucht­farbe nur wenige Reichsmark beträgt, daß die Kosten nur einen geringen Bruchteil der Kosten betragen, die bei Anwendung einer radioaktiven Farbe erforderlich wären. Kostet doch 1 Gramm des hierzu verwendeten Mesothoriums 150 000 RM.! Die lumineszierenden Anstriche lassen sich überall anwenden, wo Einrichtungen in der Dunkelheit sicht­bar gemacht werden sollen. Notwendig ist nur eine mehr ober minder starke Beleuchtungsquelle, sei es eine Quecksilberlampe oder eine gewöhnliche, mit einem Blauglaskolben versehene elektrische Birne. So wird man es in nicht allzulanger Zeit erleben können, daß leuchtende Pfeile den Weg durch die Dunkelheit führen, daß ein SchildAchtung" vor einem aufgestellten Verkehrszeichen helleuchtend warnt ober daß an verkehrsreichen Stellen ein leuchtender Schutzmann den Verkehr regelt ... Selbst für ängstliche Gemüter wird dann die mond­lose Nacht keine Schrecken mehr bergen.

hatten. Um diese Arbeit leisten zu können, müssen sie Nahrung aufnehmen, wozu ihnen ja die Win­tervorräte an Honig zur Verfügung stehen, des­halb muß sie ber, Imker, der den Honigschleu­dert", statt' dessen mit Zuckerwasser versorgen. So­wohl bas Sammeln der Wintervorräte als die Heizung" der Bienen ist eine einzigartige Meister- leistung unter den Kaltblütern.

Gewöhnlich sind sie nämlich auf ein ganz anderes Mittel im Kampf gegen den Winter angewiesen, und zwar auf dieWinterstarre", d. h. sie verkrie­chen sich in einem Schlupfwinkel, wo ihr Blut mit zunehmender Kälte immer mehr ab kühlt und die Tiere vollständig starr werden; dabei sind alle Lebensvorgänge auf ein Minimum herabgesetzt, und die Nahrungsaufnahme hört gänzlich auf.

Zu der gleichen Methode, den Winter zuver­schlafen", greifen bekanntlich auch manche Säuge­tiere, die sogenanntenWinterschläfer", z. B. Mur­meltier, Hamster, Siebenschläfer, Fledermaus usw. Ihr Winterschlaf unterscheidet sich von der Winter- starre der Kaltblüter vor allem dadurch, daß sie meist noch eine Hilfe in ihren Wintervorräten haben, die sie in den Schlaf pausen fressen; nur die Fledermäuse bekommen den ganzen Winter nichts, sondern zehren ausschließlich von ihremWinter­speck".

Was tun die fische im Winter?

Immer wieder hört man Berichte von Fischen, die zu einem Eisklumpen gefroren waren und beim Auftauen angeblich zu neuem fieben erwachten, ohne Schaden genommen zu haben. Das wäre ja bei weitern die einfachste Art, den Winter zu über­stehen und so stellte man sich früher in die Tat die lieberntinterung der Wassertiere vor. Nun hat sich in neuester Zeit endgültig erwiesen, baß diese Methode zu schön ist, um wahr zu fein. Eingehende Versuche mit Fischen und Schnecken haben gezeigt, bas keines dieser Tiere ein wirkliche Einfrieren zu überleben vermag. Gewiß kann ein Fisch leben bleiben, der innerhalb des Eisklumpens noch von einem Wassermantel umgeben ist, in dem er sich frei bewegen kann; alle hartgefrorenen Tiere aber sind endgültig tot.

Bei diesen Untersuchungen stellte sich die über­raschende Tatsache heraus, daß die eingefrorenen Fische weder an der niedrigen Temperatur (sie er­

tragen bis zu 3 Grad Kälte, wenn man die (Ks. bifbung verhindert), noch am Gefrieren der Körper, fäfte, sondern vor allem infolge des Sauerstoff, mangels sterben sie sind erstickt. Aber auch wenn man durch eine entsprechende Dersuchsanordnung die Erstickung verhinderte, gingen die Tiere beim Gefrieren des Wassers ein wahrscheinlich infolge der Zerstörung des Zentralnervensystems durch Cis- nadeln.

In der freien Natur ist zweifellos der Erstickungs. tod die Hauptgefahr für Fische und andere Teich- bewohner; deshalb werden ja bekanntlich in Fisch­teichen Löcher ins Eis gehackt, an denen man die Tiere beim Luftschnappen beobachten kann. Ja, zu­weilen genügt das noch nicht, und man muß Luft in die Teiche ein pumpen. Besonders groß ist diese Gefahr in den Teichen ohne Wasserzufluß und da­mit ohne Luftzufuhr im Winter: so stellte man in abnorm strengen Wintern fest, daß in solchen Ge­wässern ein großer Teil der Fische zugrunde ging, während sie in Teichen mit Wasserzufluß am Leben blieben. Der Sauerstoffmangel in den ei s bedeckten Teichen ist leicht erklärlich: ist doch nicht nur das Wasser durch die Eisdecke von der sauerstoffhaltigen Lust abgeschlossen, sondern auch die Wasserpflanzen, die im Sommer stets Sauerstoff erzeugen, haben ihr Wachstum und damit die Sauerstofflieferung eingestellt. Dieser Erstickungsgefahr sind übrigens nur die Bewohner der flachen Teiche ausgesetzt; schon bei einer tiefe von sechs Meter ist die Wasser- menge so groß, daß der Sauerstoffmangel nicht m^r in Erscheinung tritt.

Flitterwochen der Hüpferlinge.

Manche Wassertiere nehmen aüerbings bei zuneh- menber Eisbildung ihre Zuflucht zum Schlamm, in dem sie sich vergraben und einen mehr oder minder festen Winterschlaf hatten. Das tun vor allem un­sere Frösche und Kröten während die Salaman­der zum Winterschlaf den Teich verlassen, sowie manche Fische, beispielsweise der Karpfen. Auch viele Wasserinfekten schwimmen zwar im Früh- nrtnter, solange die Pflanzen noch Sauerstoff lie­fern, munter im Wasser herum, ziehen sich jedoch bei zunehmendem Sauerstoffmangel immer tiefer in den Schlamm zum Winterschlaf zurück.

Während die Winterschläfer im Schlamm der Ruhe pflegen, ist im freien Wasser auch mitten im Winter ein höchst bewegtes Leben im Gange. Die lebhaftesten Tiere sind die kleinen Ruder fuß- krebse oderHüpferlinge", die ausgerechnet im Win­ter ihre Fortpflanzungszeit haben, wie wir leicht an den Ciersäckchen, die von den Weibchen am Hin­terleib herumgetragen werden, erkennen können. Manche dieser Hüpferlings arten haben sogar ttn Winter die Zeit ihrer größten Häufigkeit; bas, ist für die Fische, die keinen Winterschlaf halten und deshalb diese kleinen Organismen zur Ernährung brauchen, von großer Bedeutung.

Auch noch kleinere Lebewesen, z. B. die einzelli- gen Urtierchen, sind im Winter meist dicht über dem Boden in großen Massen zu flnden. Die Häu­figkeit dieser kleinen Tiere ist um so wichtiger, als eine Reihe andererFischfuttertiere" im winter­lichen Teiche nicht zu finden ist; das sind diejenigen die nach einer anderen Methode überwintern, näm­lich mit Hilfe vonDauerkeimen". So bilden bei­spielsweise die Weibchen der Wasserflöhe im Herbst besonders große dickschaligeWintereier" und ster­ben selbst ab: das einzelne Tier tritt zu Gunsten der ganzen Art zurück. Dasselbe Verfahren befolgen die Schwämme und Moostterchen, die aus diesem Grunde im Winter aus den Teichen verschwunden sind.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Or. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Pro­vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vom 1. Dezember 1939 gültig.

Tiere schützen sich gegen Frost und Schnee.

Von Or. W. Sievert.

Gießen, den 20. Januar 1940.

35QD

0222

Vermählungsanzeigsn bei Brühl, Schulstr.7

Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Tochter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Karl Wagner, Schreinermeister.

Frau Marie Wagner, geb. Wissner

im Alter von 51 Jahren zu sich zu rufen.

Die Beisetzung findet auf Wunsch der Verstorbenen in der Stille statt Beileidsbesuche dankend verbeten.

Plötzlich und unerwartet, infolge eines Herzschlages, verschied heute vormittag gegen y212 Uhr mein herzensguter Mann, unser lieber treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater und Bruder

Otto Diehl, Postassistent

im Alter von 63 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Marg. Diehl, geb. Gringel Elisabeth Müller Wwe., geb. Diehl Familie Friedrich Jakob Elise Diehl.

Gießen (Aulweg 38II), Bad-Nauheim, den 21. Januar 1940.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 24. Januar, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

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