Die ungewöhnliche Kältewelle
bildet
folgt abzugeben:
I.
4.
übersteigt.
VIII.
geben haben.
V.
Die Erklärungen für die Einkommensteuer, Körper- fchaftsteuer, Gewinnfeststellung, Wehrsteuer und 11m- atzsteuer 1939 für die Vermögensteuer und Gewerbesteuer 1940 find in der Zeit vom 1. bis 29. Februar 1940 unter Benutzung der vorgefchriebenen Vordrucke wie
kapital an dem maßgebenden Feststellungszeitpunkt den Betrag von 20000 RM. überstiegen hat;
2. Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Kolonialgesellschaften, bergrechtliche Gewerkschaften);
3. Erwerbs, und Wirtschaftsgenossenschaften und Ver-
Zur Abgabe einer Steuererklärung für die Gewerbesteuer sind verpflichtet
1. alle gewerbesteuerpflichtiqen Unternehmer, deren * Gewerbeertrag im abgelaufenen Wirtschaftsjahr den Bettag von 4000 RM. oder deren Gewerbe-
Zur Abgabe einer Steuererklärung für die (Bin- kommensteuer sind verpflichtet:
A. Unbeschränkt Einkommensteuerpflichtige
1. wenn ihr Einkommen im abgelaufenen Kalenderjahr den Betrag von 8000 RM. überstiegen hat oder
2. wenn ihr Einkommen weniger als 8000 RM. aber mehr als 1000 RM. betragen hat und barm Em- rünfte von mehr als 300 RM. enthalten sind, die weder der Lohnsteuer noch der Kapitalertragsteuer unterlegen haben oder
8. wenn in ihrem Einkommen kapitalerttagsteuer- pflichtige Einkünfte von mehr als 1000 RM. enthalten waren und der Steuerpflichtige für den Veranlagungszeitraum in die Steuergruppe I oder 11 fallt, oder
4. ohne Rücksicht auf die Höhe des Einlommens, wenn es ganz oder teilweise aus Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit bestanden hat und der Gewinn auf Grund eines Buchabschlusies zu ermitteln ist oder ermittelt wird.
sicherungsvereine auf Gegenseitigkeit.
Sonstige juristische Personen deS privaten Rechts und nichtrechtsfähige Vereine haben eine Gewerbesteuererklärung nur abzugeben, soweit diese Unternehmen einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (ausgenommen Land- und Forstwirtschaft) unterhalten, der über den Nahmen einer Vermögensverwaltung hinausgegeht;
ohne Rücksicht auf die Höhe des Gewerbeertrags oder die Höhe des Gewerbekapitals alle gewerbe- steuerpflichtigen Unternehmen, bei denen der Gewinn auf Grund eines Buchabschlusses zu ermitteln ist oder ermittelt wird.
VI.
vorstand fremden Betrieb beziehen, scheiden bei der Zusammenveranlagung aus.
II.
Zur Abgabe einer Steuererklärung für die Körper» fchaftsteuer sind verpflichtet:
A. Unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaften über sämtliche Einkünfte, und zwar:
1. Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Kolonialgesellschaften, bergrechtliche Gewerkschaften);
2. Erwerbs, und Wirtschaftsgenossenschaften;
3. Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit;
4. sonstige juristische Personen des privaten Rechts;
5. nichtrechtsfähige Vereine, Anstalten, Stiftungen und andere Zweckvermögen;
6. Betriebe gewerblicher Art von Körperschaften des öffentlichen Rechts (hierzu gehören u. a. sämtliche öffentlichen Versorgungsbetriebe).
B. Beschränkt steuerpflichtige Körperschaften über die inländischen Einkünfte, und zwar:
1. Körperschaften, Personenvereinigungen und 23er- möaensmassen, die weder ihre Geschäftsleitung noch ihren Sitz im Inland haben;
2. Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen, die nicht unbeschränkt steuerpflich
tig sind. . ,
C. Sämtliche Körperschaften, Personcnveremigun- qen und Bcrmögensmassen:
1. beim Wegfall der Steuerpflicht, insbesondere auch bei der Umwandlung;
2. beim Uebergang von der beschränkten zur unbeschränkten und beim Uebergang von der unbeschränkten zur beschränkten Steuerpflicht.
III.
Bei Beteiligung mehrerer Personen ist ohne Rücksicht auf die Höhe der Einkünfte abzugeben eine Erklärung zur einheitlichen Feststellung der Einkünfte aus a) Land- und Forstwirtschaft, b) Gewerbebetrieb, c) selbständiger Arbeit, m
d) Vermietung und Verpachtung unbeweglichen Ver-
Dw Verpflichtung zur Abgabe der Erklärung obliegt in diesen Fällen den zur Geschäftsführung oder Vertretung befugten Personen.
IV.
Zur Abgabe einer Steuererklärung für die Wehr- steuer sind verpflichtet die männlichen deutschen Staatsangehörigen der Geburtsjahrgänge 1914, 1915, 1916, 1917 und 1918, die einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben
1. wenn sie keinen Arbeitslohn bezogen haben, ihr ' Einkommen aber den Betrag von 224 RM. über- 2 wenn"sie°neben Arbeitslohn sonstige Einkünfte von
mehr als 100 RM. bezogen haben;
3. wenn sie eine Einkommensteuererklärung abzu-
Zur Abgabe einer Steuererklärung zur Umsatz» steuer sind alle Umsatzsteuerpflichtigen verpflichtet mit ; Ausnahme:
1. der Straßenhändler, Wandergewerbetreibenden und anderen Umsatzsteuerpflichtigen, die nach §§ 77 und 79 der Durchführungsbestimmungen 1938 zum Umsatzsteuergesetz 1934 zur Führung eines Straßensteuerheftes verpflichtet sind;
2. der nichtbuchführenden Landwirte, soweit sie für ihre Umsätze Vorauszahlungen nach den jeweils geltenden Umsatzsteuerrichtsätzen geleistet haben;
3. derjenigen Unternehmen, deren Umsatzsteuer für das Kalenderjahr 1939 nicht mehr als 20 RM. beträgt oder bei steuerfreien Umsätzen betragen würde, wenn diese steuerpflichtig wären (§ 62 (2) der Durchführungsbestimmungen 1938 zum Umsatzsteuergesetz 1934). .
Ohne Rücksicht auf em etwa vom Kalenderiahr abweichendes Wirtschaftsjahr ist in allen Fällen der in der Zeit vom 1. 1. bis zum 31. 12. 1939 erzielte Umsatz anzugeben!
Zur Abgabe einer Steuererklärung für die Ber» mögensteuer sind die unbeschränkt und beschränkt Vermögensteuerpflichtigen nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen verpflichtet.
Von den unbeschränkt Vermögensteuerpflichtigen haben eine Vermögenserklärung über ihr Gesamt» vermöge« abzugeben:
I. natürliche Personen:
1. Verheiratete oder Verwitwete (mit Ausnahme der unter Ziff. 3 Bezeichneten): .
wenn ihr Gesamtvermögen 20000 RM. übersteigt;
2. Ledige (mit Ausnahme der unter Ziff. 3 Bezeichneten): .
wenn ihr Gesamtvermögen 10000 RM. übersteigt;
3. Juden und mit Jüdinnen Verheiratete:
wenn ihr Gesamtvermögen 5000 RM. übersteigt. Dabei ist das Vermögen derjenigen Personen mit zu berücksichtigen, mit denen der Steuerpflichtige zusammen zu veranlagen ist. Der Steuerpflichtige wird zusammen veranlagt:
: a) mit seiner nicht dauernd von ihm getrennt lebenden Ehefrcmr
Obertitalien halten an.
Paris aus solche Kalle nicht eingerichtet.
Brüssel, 20. Fan. (DRB.) Seit Tagen
Die zur Abgabe einer Steuererklärung Verpflichteten haben die Steuererklärung auch dann abzugeben, wenn ihnen ein Vordruck nicht zugesandt wird, die übrigen Steuerpflichtigen haben eine Steuererklärung abzugeben, wenn sie hierzu vom Finanzamt ausgefordert werden.
Wer die Frist zur Abgabe der ihm obliegenden Steuererklärung versäumt, kann mit Geldstrafen zmc Abgabe der Steuererklärung angehalten werden; auch kann ihm ein Zuschlaa bis zu 10 v. H. der festgesetzten Steuer auferlegt werden.
X.
Wer nachträglich, aber vor dem Ablauf der Steuerverjährungsfrist erkennt, daß eine Steuererklärung, die er dem Finanzamt abgegeben hat, unrichtig oder unvollständig ist, und daß die Unrichtigkeit und Un- vollständigkeit zu einer Verkürzung von «Steuerern- nahmen führen kann, ist — ohne daß es einer beson» deren Aufforderung bedarf — verpflichtet, dies unverzüglich dem zuständigen Finanzamt anzuzeigen.
XI.
Die Hinterziehung oder der Versuch einer Hinterziehung der Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Wehrsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer oder 23er* mögensteuer sowie fahrlässige Vergehen gegen die Steuergesetze (Steuergefährdung) werden bestraft.
Gießen, 22. Januar 1940. 342D
Die FiAlmrämter vberhefsen».
manbant wn Belgrad, zum Chef des Gelte» ralstabes der jugoslawischen Armee ernannt. General Simowitschmis wird zur Disposition des Kriegs» und Marineministers gestellt.
Der neue Chef des Generalstabes hat an allen Kriegen zwischen 1912 und 1918, die zur Einigung Jugoslawiens führten, teilgenommen. Er wurde 1930 stellvertretender Chef des Generalstabes.
♦
Die Republik Paraguay hat in Berlin eine Gesandtschaft errichtet. Leiter der Gesandtschaft ist der zum ständigen Geschäftsträger ernannte General Manko Schenoni.
♦
Wie die beiden Londoner Finanzblätter „Fman- cral Rems" und „Financial Times" berichten, sind die Regierungen von England und USA überein- «kommen, während der Monate Februar, März April keine Baumwollverschiffung aus den Vereinigten Staaten gemäß dem Baumwoll- und Gummiaustauschabkommen vorzunehmen.
B. Beschränkt Einkommensteuerpflichtige
1. wenn ihre gesamten inländischen Einkünfte, nach Abzug der Einkünfte, die der Lohnsteuer oder der Kapitalertragsteuer unterliegen, im ab gelaufenen Kalenderjahr 1000 RM. überstiegen haben, oder
2. ohne Rücksicht auf die Hohe ihrer inländischen Einkünfte, wenn diese ganz oder teilweise aus (Ankünften aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb oder aus selbständiger Arbeit bestanden haben und der Gewinn auf Grund eme§ Buchabschlusses ermittelt wird.
Der Ehemann hat in seiner Steuererklärung auch die Einkünfte seiner Ehefrau anzugeben, die bei der Zusammenveranlagung mit seinen Einkünften zusarn menzurechnen sind. Die Ehegatten werben zusammenveranlagt, solange beibe unbeschrankt steuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben und diese 23or- aussetzungen mindestens vier Monate m dem abgelaufenen Kalenderjahr bestanden haben.
Der Haushattunasvorstaud hat in ferner Steuererklärung auch die Einkünfte der Äinber und anderen Angehörigen anzugeben, die bei der Zusammenveranlagung mit seinen Einkünften zusammenzurechnen sind. Er wird mit seinen K indem undmmdericchrigen Angehörigen für die ihm Kinderermäßigung gewahrt wird, zusammenveranlagt, lolange er unb-bie ft nbet ober andere Angehörige unbeschrankt steuerpflich g sind. Kinder ober anbere Angehörige, bie Judensinb werden mit dem Haushaltungsvorstand zusammen
veranlagt, wenn sie während ferner unbefchrankten Steuerpflicht mindestens vier Monate im abgelaufenen Kalenderjahr minderjährig gewesen sind und^während dieser Zeit zu seinem Haushalt gehört hab • fünfte aus nichtselbständiger Arbeit, die dre Kmder ober andere Angehörige aus einem dem HaushaltungS-
bie geradezu sibirische Kälte, die, wie fast alle übrigen europäischen Länder, auch Frankreich heim- gesucht hat, das Gesprächsthema der Pariser. In verschiedenen Bezirken der französischen «adt betrug die Temperatur am Samstag früh d unter Rull. Dabei weht ein eisiger Wind, und die Feuchtigkeiten der nahen Atlantikküste machen die KäUe noch stärker fühlbar. Auf der Seine treiben Eisschollen, aber nur wenige Pariser haben sich herausgewagt, um dieses ungewohnte Schauspiel zu bettachten. Das gesamte Leben der französischen Hauptstadt wird von der ungewöhnlichen Kälte beherrscht, gegen die sich die Pariser sehr viel schwerer zu schützen vermögen als die Bewohner kälterer Klimate. So haben die ro e • n i g ft e n Häuser brauchbare Zentralheizungen oder Oefen, sondern sind lediglich mit Kaminen versehen, die ttotz großen Brennstoffverbrauchs bei wirklich starker Kalte nur wenig wärmen. Zudem besitzt der allergrößte Teil der weniger bemittelten Bevölkerung entweder überhaupt keine oder nur leichte «Sommermäntel, was zahlreiche Erfrierungen zur Folge hat. Die Kohlenversorgung, die aus dem nordfranzösischen Industriegebiet $um größten Teil auf den weitverzweigten französischen Wasser- st r a ß e n erfolgte, ich durch die Bereisung fast aller Flüsse und Kanäle im höchsten Grade erschwert, und auch die Lebens Mittelbeschaffung wurde durch die Kälte empfindlich gestört. Ganze Waggonladungen von Gemüse aus Südfrankreich, dem bevorzugten Nahrungsmittel der französischen Bevölkerung, sind erfroren und für den menschlichen Genuß unbrauchbar geworden. Kartoffeln,
Italien gemeldet. In Mailand sank das Thermometer auf 10 Grad unter Null. Auch die Schneefälle in
b) mit solchen minderjährigen Kindern und anderen minderjährigen Angehörigen (5 10 Ziffern 3 bis 6 des Steueranpassungsgesetzes), die zu seinem Haushalt gehören.
Die Freibeträge (§ 5 des BermögensteuergefetzeS) sind außer Betracht zu lassen;
II. nicht natürliche Personen:
1. Aktiengesellichaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Kolonialgesellschaften, bergrechtliche Gewerkschaften:
ohne Rücksicht auf die Höhe ihres Gesamtvermögens, 2. Erwerbs- und Wtttschaftsgenossenschaften, Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, sonstige juristische Personen des privaten Rechts, nicht rechtsfähige Vereine, Anstalten, Stiftungen und andere Zweckvermögen, außerdem Kreditanstalten deS öffentlichen Rechts: .
wenn ihr Gesamtvermögen 10000 RM. übersteigt.
Beschränkt Vermögensteuerpflichttge haben eine Vermögenserklärung über ihr Inlandsvermögen abzugeben:
ohne Rücksicht auf die Höhe deS JnlandSver- mögens.
Für offene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften und ähnliche Gesellschaften, bei denen die Gesellschafter als Unternehmer (Mitunternehmer) anzusehen sind und die ihre Geschäftsleitung ober ihren Sitz im Inland haben, ist eine Vermögenserklärung abzugeben:
wenn das Vermögen der Gesellschaft 10000 RM.
ser-Friedrich-Mussum nach seiner Reinigung von polnischem Kitsch und polnischer Verfälschung der Öffentlichkeit übergeben. *
In Paris sand unter dem Vorsitz des Präsidenten Lebrun ein Ministerrat statt. Ministerpräsident D a l a d i e r berichtete über die diplomatische und militärische Laue. — Rüstungsminister Sau- try, der aus London zurückgekehrt ist, berichtete über die Ergebnisse der englisch-französischen Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Rüstungen.
Der jugoslawische Außenminister Markowitsch und der rumänische Außenminister G a f e n c u hatten eine Zusammenkunft in Werschetz, bei der sie Fragen im Zusammenhang mit der nächsten Sitzung des Ständiaen Rates der Balkan-Entente besprachen, die am 2. Februar in Belgrad stattfindet.
Durch ein Dekret der jugoslawischen Regentschaft wurde General Peter K o s s i t s ch, der Platz kom-
die ffl normalen Zetten verhältnismäßig weniger gegessen werden als in anderen Ländern, sind fast überhaupt nicht mehr zu bekommen. Auch die Seefischversorgung ist durch die gewaltigen Stürme im Atlantik völlig Ins Stocken geraten. Aus den übrigen Gebieten Frankreich liegen ebenfalls zahlreiche Meldungen über ungewöhnlich starke Kälte, gewaltige Schneefälle und eisige Stürme vor, die allgemein erhebliche Störungen im Eisenbahnverkehr und in der Versorgung der Bevölkerung verursacht haben.
Wolfsplage in Jugoslawien.
Neue Schneefälle haben wieder zu schweren Störungenim jugoslawischen Verkehr aeführt. Die Züge kommen mit unbegrenzter Verspätung an. In Serbien und Bosnien blieben mehrere Eisenbahnzüge in den Schneemassen stecken. Der mit großer Mühe am Wochenende wieder aufgenommene Autobus-Verkehr mußte ebenfalls wieder eingeftellt werden. Die Belieferung der städtischen Märkte durch die Bauern läßt merklich nach, doch sind vorläufig noch Lebensmittel vorhanden. Die tieffte Temperatur wurde in der kroatischen Hauptstadt Agram mit 22 Grad Kälte gemessen. In Belgrad sind mehrere Stadtteile ohne Wasser, da verschiedene Hauptleitungsröhren geplatzt sind. Der Kohlenmangel in den Städten ist immer noch nicht behoben. Immer mehr gehen die Schulen dazu über, Kälteferien zu machen. Die Stadt Milanovac ist teilweise überschwemmt und wurde geräumt. Auch die in der Nähe liegenden Laaerhalden eines Kohlenbergwerks sind von Hochwasser bedroht. Der harte Winter hat in den bosnischen und ttoatischen Gebirgsgegenden zu einer Verstärkung der Wolfsplage geführt. Bei Banja Luka mußten zwei Dauern, die eine Schafherde in die Stadt trieben, auf einen Baum flüchten und dort acht Stunden ausharren, da ein großes Wolfsrudel die Herde überfiel und auch sie bedrohte. Auf den Flüssen entstehen teilweise gefährliche Eis« st a u u n g e n , die zu schweren Ueberschwemmun- gen des umliegenden Landes führen. Auf der Save unterhalb Agram wurden Pioniere zur Sprengung einer Eisbarriere eingesetzt. An der Adria wütet ein selten erlebter Sturm mit einer Geschwindigkeit bis zu 170 Stundenkilometer. Der gesamte Schiffsverkehr wurde eingestellt.
Starke Kcitte auch in der Schweiz.
In La Brevine im Neuenburger Iura wurde mit minus 35 Grad die bisher tiefste Temperatur dieses Winters in der Schweiz gemessen. In Zürich betrug die Temperatur minus 15, in Basel minus 16, in Bern minus 19 und in Davos minus 23 Grad. Nur Lugano verzeichnet Wärme, nämlich 1 Grad über Null.
Grimmige Kälte auch in Nord-Amerika.
Neuyork, 22. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Auch in großen Teilen der Vereinigten Staaten herrscht seit einiger Zeit außergewöhnliche Kälte. Stellenweise hatte die Temperatur einen Tiefstand zu verzeichnen wie seit langen Jahren nicht mehr. In der vergangenen Woche zählte man rund 15 0 Todesopfer der Kältewelle. In den Südstaaten richtete der Frost erhebliche Schäden in den Obstpflanzungen an.______________________________
30 Grad Temperaiurunkerschied in Spanien.
Die gegenwärtige Winterzeit hat in Spanien merkwürdige Temperaturunterschiede auf verhältnismäßig begrenztem Gebiet gebracht. Während man in A o i la 15 Grad Kälte verzeichnete, herrschte in Sevilla 15 Grad Wärme, also ein Tempera- turunterschied von 30 Grad.
Aus aller Wett.
Eröffnung des planmäßigen Flugverkehrs Berlin - Moskau.
Berlin, 21. Januar. (DNB. Funkspruch.) Im Rahmen der ©Öffnung der neuen Luftverkehrs- strecke Berlin—Moskau landete am Sonntagnachmittag das erste planmäßige Flugzeug auf dem Flughafen Berlin.
Im Auftrage des Reichsministers der Luftfahrt, Generalfeldmarschall Göring begrüßte der Chef des allgemeinen Lustamtes, Fisch, die Besatzung und gab dem Wunsche Ausdruck, daß diese neue Luft- strecke zu einem erfolgreichen Ausbau der gegenseitigen Beziehungen beitragen möge. Die deutsche Lufchansa wird zusammen mit der sowjetrussischen Luftverkehrsgesellschaft Aeroflot die Strecke Berlin -^Moskau mit Zwischenlandungen in Danzig, Königsberg, B'ialystock, Minsk täglich befliegen.
Zwei Landesverräter hingerichlet.
Die Iustizpressestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode verurteilte Werner Kukuk, sowie der ebenfalls vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 34jährige Cyprian Gabrysch aus Dramatal-West (Kr. Beuchen) sind h i n g e r i ch t e t worden.
Kukuk, ein jüdischer Mischling mit 11 Vorstrafen, hat es in hinterhältiger Weise unternommen, geheimhaltungsbedürftige Angelegenheiten einer deutschen Dienststelle auszuspähen und dem Nachrichtendienst einer fremden Macht zu verraten. Er hat ferner versucht, Deutsche für den fremden Nachrichtendienst zu werben. Nur der Aufmerksamkeit der deutschen Behörden ist es zu danken, daß ein größerer Schaden für das Wohl des Reiches vermieden wurde.
Gabrysch hat aus Geldgier Spionage zugunsten Polens getrieben, zahlreiche Angelegenheiten der deutschen Wehrmacht, die er für Staatsgeheimnisse hielt, verraten und seinen Schwager zum Verrat verleitet.
Wieder zwei Todesopfer eines Schlittenunglücks.
Die Unsitte, D e r k e h r s st r a ß e n für den Schlittensport zu benutzen, führte in 0 b e r ft e i n • Idar zu einem schweren Unglücksfall. Der neunjährige Horst Ludwig Hüther und der achtjährige Hans Schwendemann fuhren mit ihren Schlitten die steile Derbindungssttecke von der Obersttaße -um Marktplatz herunter, rannten gegen ein Auto und wurden beide so schwer verletzt, daß sie nach wenigen Minuten starben.
Schwere Vootskataslrophe In Norwegen.
Im nördlichen Norwegen, nahe der russisch-norwegischen Grenze bei Kirkenes, kenterte bei schwerem Sturm ein mit dreizehn Personen be-
Holland schwer betroffen.
Bereits Lebensmittelmangel auf den Inseln.
Die holländischen Zeitungen veröffentlichen täglich Berichte über die strenge Kälte und stellen dabei fest, daß ein Kälterekord, wie er bereits seit Jahr- zehnten nicht mehr beobachtet werden konnte, bald erreicht sein durfte. Da es sich hier um außergewöhnlich niedrige Temperaturen handelt, auf die bie Bauart der meisten Häuser nur wenig eingerichtet ist, hat ein großer Teil der Bevölkerung unter der Kälte sehr zu leiden. Die Blätter enthalten bereits Aufrufe, in denen darauf hingewiesen wird, daß ein großer Teil der ärmeren Bevölkerung Amsterdams Hilfe brauche, um Ernährung und Heizung einigermaßen sicherzustellen. Besonders schwer wird die Bevölkerung auf den holländischen Inseln durch die Kälte gettosfen. So ist die Insel Ameland praktisch von der Außenwelt a b g e schlossen, es beginnt sich dort bereits ein Mangel an Lebensmitteln fühl- bar zu machen. Da fo gut wie alle holländischen Wasserwege, die unter normalen Umständen den größten Teil des inländischen Transportes bewältigen, zugefroren sind, beginnen sich Trcmsport- , schwierigkeiten bemerkbar zu machen. Die Eisenbahnen können den großen Andrang nicht mehr in vollem Maße bewältigen und sind da^u übergegangen, eine scharfe Zuteilung von Eisenbahnwagen durchzuführen. Hierbei werden die Transporte von Lebensmitteln und Heizmaterialien bevorzugt.
Rom erneut im Schnee.
In der Nacht zum Samstag gingen über der italienischen Hauptstadt neue Schneefälle nieder. Am Morgen lag Rom unter einer mehrere Zentimeter hohen Schneedecke. Am Vormittag gingen neue Schneefälle nieder. Auf den Bergen rings um Rom sank die Temperatur auf 6 Grad unter Null, liefe Temperaturen werden namentlich aus Ober-
-Öeffenittche ÄMordemms
ltw Abgabe dev Erklärungen für die Einkommensteuer, -Kövverschastssteuev, EewinnfeststeUung, wehrsteuer und Umsatzsteuer 1939 föe die Vermögenssteuer und fite die Gewerbesteuer 1949.


