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Fünf Jahre Fernsehen

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18 Jahren nur in Begleitung des Erziehungsbe­rechtigten oder einer von ihm beauftragten voll- jäh riaen Person gestattet, und auch dann nur bis 2 3 Uhr. Die Vorschriften gelten nicht für Ange­hörige der Wehrmacht und des Reichsarbeitsdienstes. Die Bestimmungen über die Fernhaltung aus öffentlichen Lokalen gelten ferner nicht für Ver­anstaltungen der Partei sowie für Jugendliche, die sich nachweislich auf Reisen befinden. Jugendliche, die vorsätzlich gegen die Verordnung verstoßen, wer­den mit Haft bis zu drei Wochen oder Geldstrafe

bis zu 50 RM. bestraft. Für Erwachsene sind Geld­strafen bis zu 150 RM. und in besonders schwe­ren Fällen Haft bis zu sechs Wochen angedroht.

Oer BebSrdendienst amOsterjamstag.

Der Vorsitzende des Ministerrats für die Reichs- Verteidigung hat angeordnet, daß bei den staatlichen Behörden, den Gemeinden, Gemeindeverbänden und sonstigen Körperschaften, Anstalten und Sitzungen des öffentlichen Rechts mit Rücksicht auf die Kriegs­notwendigkeiten in diesem Jahre am Tage vor

Ihre Waffe ist die Lüge!

Wer hat dieglaubwürdigen Augenzeugen­berichte" über angebliche deutsche Grausamkeiten verfaßt, um das Kriegsfieber und den haß unter den Völkern noch höher zu schüren? Der Jude! hier ein Selbslgesländnis von fast unfaßbarer Offenheit und Niedertracht. In dem jüdischen Daily News" vom 16. November 1938 erklärt ein Jude:

Der Krieg ist etwas Schlimmes, aber die Niederlage in einem Krieg ist noch schlimmer als der Sieg. Aus diesem Grunde verpflichten wir uns schon jetzt, Brand­artikel zu verfassen, glaubwürdige Berichte über Grausamkeiten zu schreiben, Photo- gravhten über diese Grausamkeiten zu ver- breiten und außerdem Artikel über den Krieg zu bringen, die das Publikum aus­reizen."

Wir haben in der Kampfzeit die jüdische Lüge überwunden, und wir wissen heute im Krieg mit der englisch-jüdischen Plutokratie nur allzu genau, mitwelchenWaffender Gegner kämpft. Der Panzer der deutschen Einig­keit und des deutschen Willens bietet ihnen keine Lücke. Wir siegen diesmal endgültig gegen Ge­meinheit und haß, denn:

Unsere Waffe ist die Tat!

Den Teig bereitet man wie bei Jlufitocte* im Prospekt .Zeitgemässe Rezepte* oder nach Juifentorte im Bathburh .Bathen macht fceuöe oder im .Schulhodibuch flusg. D oder E".

für das magipan werden die Kartoffeln zweimal burrhgepreflt dann mit Zucker und Oanillinjuthec verrührt und mit Aroma abgefdimecht

für den fitem wird das Puddingpulver mit 3 Eßl von der flüffigkelt an gerührt Die übrige flüssigkeit schmeckt man mit Zucker und Zitronensaft ab, bringt sie zum kochen, nimmt sie von der fiochsselle, gibt das angerührte Puddingpulver unter Rühren hinein und lässt noch einige Male aufhochen. Mährend des Erhaltens rührt man den firem häufig um. Der q eisgekühlte Tortenboden (am besten vom Tage vorher I) wird zweimal durchgeschnitten. Den untersten Boden bestreicht man erst dünn mit Marmelade und dann mit fiartoffelrnarzipan (etwa 1/3 davon zurücklaffenl), 16 legt den zweiten darauf, bestreicht mit firem und bedeckt mit dem dritten. Rand und Oberfläche der Torte werden gleichmäßig mit dem übrigen fiartoffelrnarzipan bestrichen. Darauf streut man die mit fett leicht gebräunten ^afecflathen. Bitte auslchngiögn!

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Fünf Jahre sind seit jenem 22. März 1935 ver­strichen, an dem die Deutsche Reichspost in den Räu­men des Reichspostmuseums den deutschen Fernseh­dienst eröffnete. Seither ist die Fernsehtechnik unauf­haltsam weiter entwickelt worden. Zunächst berei­teten Aufnahmen aus dem Freien und aus großen Versammlungsräumen noch erhebliche Schwierig­keiten. Für eine praktische Verwendung kamen nur die mechanischen Bildfeldzerleger in Betracht. Mit diesen konnten Filme und räumlich eng begrenzte Szenen aus verdunkelten Aufnahmeräumen nach dem Lichtstrahlabtastverfahren übertragen und gesendet werden. Bei Bildausschnitten aus dem Freien war man auf den Zwischenfilm angewiesen. Die Szene mußte zunächst auf einen Tonfilmstreifen ausgenommen und dann der Film unmittelbar nach der Entwicklung fernfehmäßig zerlegt und über­tragen werden. Dieses Verfahren war zwar technisch hoch entwickelt, seine beschränkte Anwendung ent­sprach jedoch nicht dem Wunsch des Fernsehtechnikers nach dem unmittelbaren Fernsehen.

Dasunmittelbare Fernsehen" ist heute dank der außerordenllichen technischen Entwicklung der Auf­nahmegeräte, besonders der Bildspeicherröhre, ver­wirklicht. Die Aufnahmeräume im Deutschlandhaus in Berlin sind mit allen modernen technischen Ein­richtungen ausgestattet worden; sie arbeiten nach der im Jahre 1938 festgelegten Fernsehnorm mit 441zeiligen Bildern nach dem Zeilensprungverfah­ren. Viele Kameras mit den Ueberwachungs- und Mischanlagen ermöglichen eine pausenlose Vor­tragsfolge. Sie bringt neben dem Fernsehspiel das zeitgemäße Ereignis.

Gerade in dem Miterleben bedeutsamer Begeben­heiten liegt die besondere Anziehungskraft des Fern­sehens, wie die Uebertragung der Olympischen

Ostern in gleichem Umfange Dien st zu leisten ist, wie an den anderen Samstagen.

Vluttranssusion im Kampf gegen die Säuglingssterblichkeit.

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gesetzt werden.

General von Lettow-Vorbeck 70 Jahre alt.

Am 20. März beging General von Lettow-Vor- beck, der cheldemNütige Verteidiger von Deutsch-Ost- afriku, seinen 70. Geburtstag. Lettow-Vorbeck ent­stammt einem alten Soldatengeschlecht. Er wurde in Saarlouis geboren und im Kadettenkorps er- 30gerf. Von 1900 bis 1901 machte er im ostasiatiscben Expeditionskorps den Feldzug in China mit. 1904 wurde Lettow-Vorbeck zur südafrikanischen Schutz­truppe versetzt, wo er sich während des Aufstandes 1904/06 besonders auszeichnete und auch schwer verwundet wurde. Er kehrte nach Deutschland zu- rück, wurde zunächst Adjutant beim Generalkom­mando des XI. Armeekorps, trat 1909 als Kom­mandeur des 2. Seebataillons in die Marine-In­fanterie ein, blieb aber nur wenige Jahre in der Heimat. 1913 wurde er Oberstleutnant und Kom­mandeur der Schutztruppe von Kamerun, am 20. April 1914 Kommandeur der ostafrikanischen Schutztruppe. Was General von Lettow-Vorbeck während des Weltkrieges in Deutsch-Ostafrika ge­leistet hat, wie er zuletzt nur noch mit einer Hand­voll Männer gegen eine hundertfache lieber- macht kämpfte, ist jedem Deutschen bekannt. Er ver­teidigte nicht nur mit vollem Erfolg deutschen Ko» lonialboden, sondern fiel auch siegreich in Feindes­land ein. Nicht nur die Waffen, sondern auch Ver­pflegung und Bekleidung holte sich die tapfere kleine Schar, die von jeder Hilfe abgeschnitten war, beim Feinde. Zahllose Bücher berichten über die Helden­taten Lettow-Dorbecks, seiner Schutztruppe und seiner treuen Askaris. Der heldenmütige Verteidi­gungskampf in Deutfch-Oftafrika bleib ein unver- weltliches Ruhmesblatt deutscher Kriegs- und Ko­lomalgeschichte.

Kartenabtrennung nur bei Lieferung von Ware.

In einem Erlaß über die Durchführung des Kar- tenfystems hat der Reichsernährungsminister noch­mals klargestellt, daß bewirtschaftete Er­zeugnisse n u r gegen Bezugskarten ab-

Der Bedarf an Blutspendern beträgt etwa einen auf 1000 Einwohner. Dementsprechend sind für das Reich etwa 60 000 Blutspender erforderlich. Die Blutspenderzentrale ist eine freiwillige Gemein­schaftsaufgabe der Krankenhäuser und Kliniken. Ein Spenderkreis soll mindestens aus 20 Spendern be­stehen, die sich auf die vier Blutgruppen verteilen. Die Ueberwachung hat das Gesundheitsamt. Zen­tralstelle ist das Robert-Koch-Jnstitut in Berlin. Als Blutspender kommen nur gesunde, unbescholtene Personen im Alter von etwa 21 bis 50 Jahren in Betracht. Die Vergütung beträgt 10 RM. für die ersten 100 ccm, 5 RM. für jede weiteren angefange­nen 100 ccm, mindestens aber 20 RM.

Die Bluttransfusion hat besondere Bedeutung auch bei der Behandlung lebensbedrohender Krank­heiten im Kindesalter. Darüber berichtet in einem Aufsatz Dozent Dr. Hofmeter, der Direktor des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Hauses. Gerade bei Kindern muh eine Blutübertragung nicht aus­schließlich als Ersatz verlorengegangenen Blutes vorgenommen werden. Länger dauernde Krank­heiten, die den wachsenden Organismus schwer be­einträchtigen können, machen Transfusionen erfor­derlich, um die Heilung zu beschleunigen. Auch die Sterblichkeit der schwersten Durchfallstörung konnte gesenkt werden, und zwar wird in diesem Fall die Blutflüssigkeit übertragen. Es ist durchaus wahrscheinlich, daß diese Plasmatransfusion auch auf anderen Gebieten der Medizin gleich lebens- rettende Wirkungen entfalten wird. Dank dieser neuen Erkenntnisse kann die Säuglingssterblichkeit in Deutschland, die schon längere Zeit einen er­freulichen Tiefstand erreicht hat, noch weiter herab-

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Dunkelheit überhaupt zu erkennen sind, aus der Schneelandschaft ab, als schwarze Bänder und Linien ziehen sich Flüsse, Straßen und Eisenbahnen durch das Gelände. Jetzt ist der Aufklärungsraum erreicht, die Hauptaufgabe kann beginnen.

Die erste aufklärende Station wird überflogen. Unbeweglich liegt die Bahnhofsanlage da, kein Licht­schein verrät irgendeinen Verkehr. Eine Fallschirm­leuchtbombe könnte leicht Licht in den Bahnhof bringen, aber es gibt wichtigere Bahnhöfe bei die­sem Auftrag. Also weiter über die Strecke! Da, plötz­lich leuchtet rötlich eine Dampfwolke an der Strecke auf ein Zug in Fahrt. Der helle Lichtschein wurde ihm zum Verräter. Fahrtrichtung und Zeit werden festgehalten. Nicht immer ist das Glück dem Beobachter so hold, daß er nachts einen Zug am Feuerschein erkennen kann. Weiter geht es. Viel Dunst liegt jetzt im Tal und erschwert die Orientie­rung wie auch die Aufklärung. Endlich aber findet das wachsame Auge die verschwindende Masse des großen Verfchiebebahnhofs. Eine Leucht­bombe fällt und schlagartig ist die große Anlage in taghelles Licht getaucht. Jetzt gilt es, möglichst viele Einzelheiten in kürzester Zeit zu erfassen und sich so einzuprägen, daß sie beim Abflug zu Papier gebracht werden können. Stark bestellter Verschiebe­bahnhof, viele hundert Waggons, teilweise zu- gen zusammengestellt, zahlreiche Lokomotiven unter Dampf, ein Zug verläßt gerade den Bahnhof nach Norden. Das ist das Resultat der kurzen Leuckt- zeit der Bombe. Da, plötzlich am wieder nacht- dunklen Himmel ein, zwei, drei, vier und mehr tastende Strahlen und schon ist das Flugzeug von den Scheinwerfern gefaßt. Nur das Blindflug­können des Flugzeugführers bringt das Flugzeug bald aus dem Leuchtbereich und doch waren schon die Leuchtspuren leichter Flak in unangenehmer Nähe.

Weiter zieht der Vogel ruhig seinen Weg, Auf­klärungsergebnisse werden ausgezeichnet, bis nach Stunden der Auftrag beendet ist. Bekannter und be­kannter wird das Gelände, noch eine Platzrunde, und schon setzt das Flugzeug nach glücklich beende­tem Feindslug auf. Im Kraftwagen geht es sofort zur Befehlsstelle. Die Ergebnisse des Fluges werden schriftlich festgelegt und dem Staffelkapitän vor­gelegt. Nach dessen Entscheidung wird der Beobach­ter seine Meldung fernmündlich sofort an die Armee weitergeben.

Nun noch kurz aufwärmen und dann etwas essen, und dann ins Bett, um sich Kraft für neue Flüge zu holen. Morgendämmerung liegt über dem Platz, die in der Nacht zurückgekehrten Flugzeuge werden bereits wieder startfertig gemacht. Die Ergebnisse der Nachtluftaufklärung gilt es auszuweiten, der Führung Unterlagen für neue Entschlüsse zu schaf­fen. Schon rollt das Morgenflugzeug zum Start, und nach wenigen Minuten ist der Vogel den Blicken entschwunden. Immer noch aber ist die Bildstelle der Staffel mit der Auswertung der letzten Flüge be­schäftigt. Bald ist das Ergebnis vollständig, und ein Kurierflugzeug bringt die wertvollen Bilder den vorgesetzten Dienststellen. So rundet sich des Tages Lauf bei einer Aufklärungsstaffel in harter Arbeit für die Führung. Major Emminghaus.

Spiele 1936, des Nürnberger Parteitages 1937 und sportlicher Ereignisse immer wieder bewiesen haben. Zu solchen Uebertragungen sind heute alle techni­schen Voraussetzungen gegeben. Mit fahrbaren Ge­räten können an Ort und Stelle Aufnahmen ge­macht werden. Drahtlose Zubringereinrichtungen verbinden zum nächsten Kabelanschlußpunkt oder unmittelbar zum drahtlosen Fernsehsender. Ein Breitbandkabelnetz überträgt zeitgemäße Ereignisse zum drahtlosen Sender int Amerikahaus in Berlin und später auch das Programm des Deutschland­hauses auf andere drahtlose Fernsehsender. Es ver­bindet wichtige Kulturzentren Großdeutschlands, wie z. B. Berlin, München, Leipzig, Nürnberg und Hamburg miteinander. Wien, Frankfurt a. M., Köln usw. werden ebenfalls in dieses Netz eingegliedert werden, so daß bald auck in andern großen Städten Deutschlands Fernsehsender errichtet werden können.

Durch die Vervollkommnung der Aufnahme- und Sendetechnik konnte der allgemeine Fernsehrundfunk eingeführt und neben dem Gemeinschastsempfang in den Fernsehstuben auch der Heimempfang zugelassen werden. Die deutsche Industrie entwickelte unter Führung der Deutschen Reichspost den deutschen Fernseheinheitsempfänger, der auf der letzten Funkausstellung gezeigt wurde. Durch den Ausbau der Projektions- und Großprojektionsemp­fänger ist die Fernsehwiedergabe in großen Räumen unter kinoähnlichen Verhältnissen mit der beim Film erreichten Bildgüte möglich geworden. Alles in allem eine stolze Bilanz, die das deutsche Fernsehen mit seiner Entwicklung in diesen fünf Jahren aufzu­weisen hat. Die hier in enger Zusammenarbeit von Behörde und Industrie erzielten Erfolge werden dem deutschen Fernsehen die führende Stellung auch in Zukunft sichern.

(PK.) Die Luftwaffe bat Augen, die weit in den Feind reichen. Die Aufklärungsstaffeln find diese Augen. Die Tätigkeit einer solchen Staffel aufzu­zeigen, soll die Aufgabe der nachfolgenden Zeilen sein.

Spätnachmittag auf der Bildstelle der Staffel. Bild reiht sich an Bild auf dem großen Arbeitstisch zur Bildreihe einer wichtigen Eisenbahnstrecke im Feindesland. Bahnhof auf Bahnhof, jeder Strecken­teil wird unter die Lupe genommen. Beobachter und Flugzeugführer, die den Flug durchgeführt haben, arbeiten zusammen mit dem Bildoffizier und den Auswertern an der Feststellung auch der un° bedeutendst erscheinenden Kleinigkeit. Im Kopier­raum entsteht gleichzeitig Kopie nach Kopie, die in die Auswertung wandert. In mühevoller Kleinarbeit entsteht das Bild des Eisenbahnverkehrs auf der folgenden Strecke, das Bild einer Transportbewe­gung. Jeder Zug wird das ist der Anhalt für die Bewertuna der Transporte geprüft; jeder Bahn­hof, befonoers die großen Verschiebebahnhöfe, zei­gen in ihrer Belebung, ob der Feind dort besondere Maßnahmen, wie z. B. Zusammenstellung von Leer­material zu Transportzügen oder Abstellung von beladenen Zügen, getroffen hat, ober ob der Bahn­hof als normal friedensmäßig belegt angesprochen werden kann. So also entsteht das Bild einer Eisen­bahnüberwachung, und es findet seinen Niederschlag in der Bildmeldung an die Armee.

Um nun die Fühlung mit der Eisenbahntrans­portbewegung, die nach dem Aufklärungsergebnis vermutet wird, nicht zu verlieren, hat der Staffel­kapitän vorsorglich eine Besatzung zur Nachtaufklä- rung eingeteilt und ihr den entsprechenden Austrag erteilt. Gerade kommt die Besatzung aus der Be­fehlsstelle, um nach dem Besprechungsraum zu gehen. Dort hängen Uebersichtskarten über das Feindgebiet, die Aufstellung der feindlichen Flak, soweit sie aus bisherigen Flügen bekannt ist, und die durch Jagdabwehr besonders gefährdeten Räume. Beobachter, Flugzeugführer und Bordfunker be­sprechen jetzt an Hand der Karten die Einzelheiten ihres bevorstehenden Fluges. Der Beobachter, der den vorhergehenden Flug geflogen hat, gibt der neueingeteilten Besatzung Auskunft über diese und jene taktische Einzelheit seines Fluges und über die von ihm erkannte Feindesabwehr. Während das alles, Flugweg, Flughöhe, Navigation und Funk­verkehr durchgesprochen wird, hat sich eine sternen­klare kalte Nacht über den Feldflugplatz gesenkt. Die Motoren werden angelassen und laufen warm. Die Besatzung kommt, dick eingemummelt in die warme Winterkombination und die Pelzstiefel. Der Staffel­kapitän gibt letzte Anweisungen an die Besatzung, die drei Männer steigen ein.

Ganz auf sich alleingestellt, nur das Dröhnen der Motoren in den Ohren, nimmt die Besatzung ihren bei Nacht hoppelt schweren Dienst wahr. Langsam gewinnt die Maschine Höhe, das Auge gewöhnt sich an die Dunkelheit, der Horizont und Einzelheiten des Geländes werden kenntlich. Während der Flug­zeugführer das Flugzeug auf den befohlenen Kurs hält, versuchen die Augen des Beobachters mit an­gestrengtester Aufmerksamkeit das Dunkel zu durch­dringen. Als "dunkle Masse heben sich die Wälder, als graue Schatten die Orte, soweit sie bei der

2 mittelgt. Eiet. 6 Eßl wasser. 125 g JuAet. 1 Päckchen Dl Oethcr VaniUinzuckec. 175 g Weizenmehl. 1/2 Päckchen Dc. Oetker puddmg- paloer Vanille-Leschmack. yg(3 gestrichene Teelöffel) Dc OetkerBack in".

TüUanq:

1 .) 2-3 gehäufte Eßlöffel tote Marmelade.

2 .) fiartoffelmarzipan:

200gungesalzene, gekochte Kartoffeln, 125gZucker. 1 päckcken Dr. Oetker Oanillinzucker. 7-12 Tropfen Dr. Oetker Back-Aroma Billermandet.

S.) fitem:

1/2 päckcken Dl Oetker Puddingpulver Oanllle-Besckmack. 1/4 l Apfelsaft 06et -wein. 25 -50 g (1-2 gehäufte Eßl) Zucket, nach Belieben etwas Zitronensaft.

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Ministerpräsident und Außenkommissar M 0 l 0 - Iota tauschte am Mittwoch im Kreml mit den fin­nischen Abgesandten P a a s i k i v i und V 0 j 0 n - in a a die Ratifikationsurkunde für den russisch - finnischen Friedens vertrag vom 12. März und das Zusatzprotokoll aus.

laufen zu sollen. Heber das Ziel und Zweck der Reise wird begreiflicherweise nichts verraten; je­doch nimmt man an, daß zunächst Halifax auf Neufundland angelaufen werden soll, um dort G e - schütze einzubauen. Sodann soll die Fahrt um Südamerika herum nach Australien gehen. Zum erstenmal seit langer Zeit steigen aus den Schornsteinen der beiden Ozeanriesen wieder Rauchwolken empor, und Dutzende von Schauer­leuten sind damit beschäftiat, die Luxusmöbel an Land zu bringen und Leoensmittel an Bord zu schaffen. Um Sabotageakte auszuschließen, ver­schärfte die Neuyorker Polizei ihre Maßnahmen. Auf den an den Peers angrenzenden Straßen ist es Passanten und Kraftwagen verboten, anzuhal­ten. auf dem Hudson-Fluß, werden von zahlreichen Polizeivarkassen aus, die umhertreibenden Abfälle wegen etwaiger Minen und Bomben argwöhnisch beobachtet.

(Sin seltsamer Diplomat.

Washington, 20. März. (Eurooapreh.) Aus Kongreß kreisen werden scharfe Angriffe wegen des Verhaltens des USA.-©efanbten in Kanada, James Cromwell, laut, der Deutschland in einer Rede in Toronto verdächtigte, es würde im Falle seines Sieges den Frieden und das Wohlbefinden der neu-. trafen Staaten gefährden. In der Krtiik an Crom­well wird die Frage aufgeworfen, ob ein derartiges Verhalten, wie es Cromwell an den Tag legte, überhaupt mit den Aufgaben des diplomatischen Vertreters eines neutralen Landes zu vereinbaren sei. Der republikanische Abgeordnete Tinkham er­klärte, daß für Cromwell angesichts dieser Hetzrede kein Platz mehr in den Rechen der amerikanischen Diplomaten sein könne. Cromwell habe ebensowenig wie ein anderer USA.-Diplomat das Recht, die Rolle eines Propagandisten für Großbritannien zu übernehmen. Der republikanische Abgeordnete Hamilton Fish erklärte, Cromwell gehöre offensicht­lich zu den Kreisen jener USA.-Diplomaten, die mit allen Mitteln daran arbeiteten, die USA. zu einer Intervention in Europa zu veranlassen. Die so­fortige Abberufung von seinem diplomatischen Posten forderte der Senator Bennett Champ Clark (Missouri), der Cromwells Verhalten als eine haarsträubende Verletzung seines Amtes- bezeich­nete.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer empfing Mittwoch den bekannten isländischen Dichter Gunnar, Ounnarffon, der bei seinem Empfang durch den Führer vom Präsi­denten der Nordischen Gesellschaft, Gauleiter Lohse, und Oberbürgermeister Dr. Drechsler (Lübeck) be­gleitet war. Gunnarsson hat im Winter in 44 deut­schen Städten für die Nordische Gesellschaft mit großem Erfolg Vorlesungen aus seinen Werken ab­gehalten.

Der Duce hat den Generalstabschef des italieni­schen Heeres Marschall G r a z i a n i empfangen und sich mit ihm eingehend über einige Probleme der militärischen Vorbereitungen Italiens unterhalten.

Der 1585 BRT. große englische DampferA b - botsf ord" gilt als verloren. Das Schiff hatte tun 8. März den Hafen von Gent verlassen und hätte {feinen Bestimmungshafen Dundee nach drei Tagen Erreichen müssen.

Die Nederland sch Indische Tankstoomboot Mat- schappij teilt mit, daß ihr MotortankschiffP h 0 - b 0 s" (7412 Brt.) an der Südost küste Englands au f eine Mine gelaufen ist. Das Schiff, das eine Ladung Rohöl an Bord gehabt habe, be­finde sich noch rm treibenden Zustande. Bei der Explosion sind der erste Steuermann und sechs chinesische Besatzungsmitglieder ums Leben ge­kommen.

Eine Verordnung zum Schutze der Jugend.

Eine Polizeiverordnung bestimmt, daß Jugend­liche unter 18 Jahren sich auf öffentlichen Straßen und Plätzen oder an sonstigen öffentlichen Orten während der Dunkelheit nicht Herum­treiben dürfen. Der Aufenthalt in Gaff­st ä 11 e n aller Art ist Jugendlichen unter 18 Jahren, die sich nicht in Begleitung des Erziehungsberech­tigten oder einer von ihm beauftragten volljährigen Person befinden, nach 21 Uhr verboten. Jugendliche unter 16 Jahren dürfen sich ohne Begleitung des Erziehungsberechtigten oder Be­auftragten in Gaststätten überhaupt nicht aufhalten. Der Besuch von öffentlichen Licht- Ipieltheatern, Variete- und Kaba- rettDorftellungen ist Jugendlichen unter 18 Jahren, die sich nicht- in entsprechender Beglei­tung befinden, nach 21 Uhr verboten. Ju­gendlichen unter 18 Jahren ist ferner in Gaststätten der Genuß von Branntwein oder über­wiegend branntweinhaltigen Genußmitteln ver­boten, Jugendlichen unter 16 Jahren in Ab­wesenheit des Erziehungsberechtigten oder seines Beauftragten auch der Genuß von anderen alkoholhaltigen Getränken. Die Verord­nung bringt ferner für Jugendliche unter 18 Jahren «in Verbot des Genusses von Tabak­waren in der Oeffentlichkeit. Der Aufenthalt in Räumen, in denen öffentliche Tanzlust bar- fetten statt finden und die Teilnahme an Tanz- fuftb ar feiten im Freien ist Jugendlichen unter