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werden.

Postens in Aus-

Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!

folgschaftsraum der Brauerei Jhring-Melchior ein W e r k k o n z e r t für die Gefolgschaften der Brauerei und der Maschinenfabrik Georg Schiefer­stein statt. Das Konzert wurde ausgeführt von dem Musikkorps eines Seefliegerhorstes, da,s sich gegen­wärtig auf einer Konzertreise befindet. Nach ein­leitenden Begrüßungsworten des stellvertretenden Betriebsführers, Dipl. Brauerei-Ing. Georg Maid- hoff, brachte die Kapelle ein abwechslungsreiches, volkstümliches Programm zu Gehör, in dem sich Märsche, Operetten-Potpourris, Charakterstücke und Lieder in flotter Folge ablösten und das bei den Zuhörern freudigen Beifall fand. Zum Schluß dankte Betriebsführer Hermann S ch l e f e r ft e i n im Namen beider Gefolgschaften dem Musikkorps für die genußreiche Unterhaltung.

Kreis Wetzlar.

Neugestaltung am Hindenburg-Wall

Verschönerung der Anlagen. - Verbesserung vor dem Etadttheater. Wann Verbreiterung im Seltersweg und am Walltor?

flltftoffe

sammeln unö Burdi Oie Schuldend abliefern: auch eine htiegetDiditige teiflung Oer Heimat!

Bauern beim Führer.

Was erzählen die Hessen-Nassauer, die in Berlin waren? Eine Unterhaltung mit Ortsbauernfuhrer Bender, Krofdorf.

Die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Wet­terau, Gießen, gibt nachstehend die Sprechzetten des Kreisobmannes und der einzelnen Abteilungen be­kannt. Diese Sprechzeiten sind von den Volks­genossen einzuhalten, da Abfertigung außerhalb der vorgesehenen Sprechzeiten nur nach telephonischer Rücksprache erfolgen kann. Die Sprechzeiten sind:

Für Kreisobmann und Fachabtellungswalter: freitags von 9 bis 13 Uhr, samstags von 8 bis 13 Uhr;

Verwaltungsstelle:

täglich von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr;

Rechtsberatungsstelle:

montags von 15 bis 18 Uhr, mittwochs von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 13 Uhr;

Abt. Berufserziehung:

täglich von 8 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr (Samstag nur von 8 bis 13 Uhr). 4700O

Was ist Butterschmalz?

Die neuen Lebensmittelkarten enthalten erstmalig eine Bezugsberechtigung über 50 Gramm Butter­schmalz für alle über drei Jahre alten städtischen Dersorgungsberechtigten im Rahmen der Gesamtfett­ration. In Sachsen, Siiddeutschland und der Ostmark ist Butterschmalz nichts Neues, in anderen Teilen des Reiches ist die Verwendung im Haushalt bisher weniger bekannt gewesen. Es wird daher darauf hingewiesen, daß Butterschmalz ausgelassene, nicht lagerfähige Butter ist, aus der alle Buttermilchreste entfernt sind. Butterschmalz ist daher die reinste Form des ausgelassenen Butterfettes und das hoch­wertigste tierische Fett überhaupt. Da Butterschmalz ein wasserfreies 100-v. H.-Fett ist, entsprechen 80 Gramm Butterschmalz dem Fettgehalt von 100 Gramm Butter. Das Vitamin A der Butter geht bei der Herstellung von Butterschmalz nicht verloren. Der dem Butterschmalz anhaftende eigene Geruch und Geschmack ist kein Qualitätsmangel, sondern eine natürliche Eigenschaft, die sich beim Kochen, Backen und Braten vorteilhaft auswirkt. Butter­schmalz ist kein Brotaufstrich. Beim Kochen, Braten und Backen ermöglicht dagegen der höhere Fettgehalt einen sparsamen Verbrauch. Die unübertroffene Güte der süddeutschen Mehlspeisen, die besondere Qualität der sächsischen Christstollen und der Wiener Gebäcke beruhen zum großen Teil auf der Verwen­dung von Butterschmalz. Butterschmalz läßt sich bei der Zubereitung aller Speisen verwenden, für die die Hausfrau bisher andere Fette gebrauchte. Dabei muß aber berücksichtigt werden, daß Butterschmalz sparsamer verwendet werden kann, also in geringe­rer Menge als andere Fette zugesetzt wird.

Die Versorgungslage im Mein-Main-Aebiei.

Das Landesernährungsamt Hessen teilt u. a. mit: Der Bedarf an Milch, Milcherzeugnissen, Deien und

nördlichen Seite des Gebäudes, also auf dem Weg, der nach der Neuen Bäue zu gelegen ist. Durch diese Neuerungen werden vor dem Theater erheb­lich bessere Verhältnisse als bisher aefchaffen. Der Autoparkplatz an der jetzigen Stelle neben dem alten Stcütthaus, also gegenüber vom Stadttheater, ist auch in Zukunft zum Parken der Wagen zu be­nutzen.

Im kommenden Frühjahr soll mit der Umgestal­tung des Hitlerwalls von der Gartenstraße aus, nach dem Vorbild der jetzigen Neugestallung am Hindenburgwall, begonnen werden. Man darf wohl hoffen und wünschen, daß diese Verbesserungs­arbeiten in möglichst kurzer Zeit dis zum Walltor durchgeführt werden und bei dieser Gelegenheit vor allem auch eine wichtige Verbesserung der Der- kehrsverhättnisse durch die Beseitigung der jetzigen 8°Kuroe an der Marburger Straße/Ecke Wernerwall herbeigejührt wird. Zu diesem Zwecke müßte das an der Ecke Marburger Straße/Wernerwall stehende Haus, das sich bereits im Besitze der Stadt_ befindet, abge­brochen werden. Dann wird es möglich fein, unter Hinzunahme der großen Gartenfläche neben diesem Hause die untere Marburger Straße erheblich zu verbreitern und die gegenwärtigen zahlreichen Ge­fahrenmöglichkeiten zu beseitigen.

Bei dieser Betrachtung tritt auch die dringend notwendige Verbreiterung des unteren Selterswegs am Kreuzplatz wieder in den Vordergrund. Die Stadt hat vor einiger Zeit das Hausgrundstück des verstorbenen Karfmanns Schulze an der Ecke Seltersweg / Kreuzplatz gefault. Das Haus steht jetzt völlig leer. Es wäre nun wohl der richtige Zeitpunkt gekommen, die Verbreiterung des Selterswegs durch den Abbruch dieses Hauses mit gleichzeitiger Korrektur der angrenzenden Häu­serfront im Seltersweg vorzunehmen. Nachdem der Fährverkehr jetzt die Einbahn-Richtung vom Sel­terstor zum Kreuzplatz erhalten hat, ist er näm­lich stark angewachsen und dadurch die Gefährdung der vielen Fußgänger in demFlaschenhals" zwischen dem Lotzekasten und dem Kreuzplatz, der engsten Stelle des Seltersweges, erheblich gestiegen. Nicht nur aus Gründen der Verkehrssicherheit, son­dern auch aus Erwägungen, die sich mit weiter Sicht auf die künftige Neugestaltung im Stadtkern von selbst aufdrängen, wäre es dringend geboten und sehr zu begrüßen, wenn nunmehr ungesäumt die Verbreiterung des Sellerswegs an dieser ge­fährlichen Ecke in Angriff genommen würde. B.

Amtsgericht Gietzen

Ein Mann in Gießen hatte einen Strafbefehl über 10 RM. erhalten. Er war beschuldigt, bei einem Fliegeralarm ein Fenster nicht genügend verdunkelt zu haben, so daß der Lichtschein nach außen drang. Gegen den Strafbefehl legte er Ein­spruch ein. In der Hauptoerhandlung wurde er durch die Aussage des Luftschutz-Blockwarts über­führt und dem Antrag des Anklagevertreters ent­sprechend zu einer (3 e I b {träfe von 10 RM., ersatzweise 2 Tage Haft, verurteilt. Die schlechte Verdunkelung war wiederholt aufgefallen und der Angeklagte war auch verwarnt worden. Nur mit Rücksicht auf seine wirtschaftlichen Verhältnisse sah das Gericht von einer Erhöhung der Strafe ab.

(Straffommer Giehen.

Die Eheleute P. und Chr. H. in Gießen-Wieseck 1 waren durch Urteil des Amtsgerichts Gießen vom i 27. August zu je neun Monaten Gefängnis ver- : urteilt worden. Sie waren beschuldigt, gemeinsam i drei Einbruchsdiebstähle, die Ehefrau allein einen . Einbruchsdiebstahl begangen zu haben, wobei ihnen i insgesamt 170 RM. in die Hände fielen. Gegen das Urteil legten die Angeklagten Berufung wegen der Strafhöhe ein. Sie behaupteten, aus Not gehandelt ! zu haben. Dem Antrag des Anklagevertteters ent- ' sprechend wurde die Berufung verworfen. Das Ge-

* Launsbach, 18. Oft. Dieser Taae konnten durch die Spendefreudigkeit der Launsbacher Be­völkerung von den hiesigen DRK.-Helferinnen fol­gende freiwillige Sachspenden entgegen- genommen und der D RK.- D ie n stste ll e Wetz­lar zugeführt werden: 150 kg Aepfel, 2 Eimer Marmelade, 1 Eimer Gelee, 1 Büchse Dbft, 1 Glas Kirschen, 11 Flaschen Fruchtsaft, 17 Eier, 650 g Speck, 31/« kg Mehl und 3 P. Zigaretten, 10,60 Reichsmark.

G. A.-Gport.

Fußball Deutschland-Vulgarieu

Der Fußball-Länderkampf gegen Bulgarien in München und die vier Treffen um den Fußball- Tschammerpokal in Wien, Nürnberg, Wuppertal und Königsberg stehen im Mittelpunkt der sport­lichen Ereignisse des Wochenendes.

Dem Fußball - Treffen gegen Ungarn, das be­kanntlich 2:2 ausklang, folgt nun eine Begegnung mit Bulgarien. Nach langer Pause ist wieder ein­mal München der Schauplatz eines Ländertreffens und wenn nicht alles trügt, wird die Hauptstadt der Bewegung ein gutes Spiel erleben. Die Bul­garen sind sehr tüchttge Fußballer, das haben sie in den beiden vorausgegangenen Treffen gegen Deutschland gezeigt. Die erste Begegnung 1935 in Leipzig wurde von uns 4:2 gewonnen und das Rückspiel 1939 in Sofia endete nur 2:1 zu unseren Gunsten. Mit der Mannschaft

Klodt

Streitle Moog

Kupfer Goldbvunner Hammerl

Lehner Walter Conen Sing Gärtner sollte auch im dritten Kampf ein deutscher Sieg zur Tatsache werden. Die Bulgaren kommen mit 14 Spielern nach München und werden ihre Elf endgültig erst an Ort und Stelle namhaft machen. Schiedsrichter ist der Ungar Kiß.

Großes Interesse beanspruchen auch die vier Be­gegnungen der' 4. Tschammerpokal - Schlußrunde. Der Pokalverteidiger 1. FC. Nürnberg hat Schwarz- Weiß Esten zu Gast, Rapid Wien empfängt die SpDgg. Fürth, Fortuna Düsseldorf tritt im neu­tralen Wuppertal gegen den Wiener SC. an und Dstpreußens Meister DfB. Königsberg hat es mit dem Sachsenmeister Dresdner SC. zu tun. Nürn­berg, Rapid, Fortuna und Dresden sollten in die Vorschlußrunde einziehen.

Arbeitstagung des Fachamts Leichtathletik.

Als das Fachamt Leichtathletik zu Beginn des vergangenen Kriegssommers die Durchführung eines geregelten Trainingsbetriebs in Angriff nahm, ver­bunden mit planmäßigen Wettkämpfen, stellten sich ihm große Hindernisse in den Weg. Sie sind alle gut überwunden worden, und der Bezirk 8 kann die Feststellung machen, daß eine sehr erfolgreiche Wett­kampfzeit hinter uns liegt. Was die Zahl der Teil­nehmer an den einzelnen Veranstaltungen anbetraf denken wir nur an die wöchentlichen Trainings­und Wettkampf ab ende so konnte man nicht von kriegsmäßiger Besetzung sprechen.

Nach Abschluß der B^dnsaison ist es nun notwen­dig, rechtzeitig an die Winterarbeit zu denken. Ihr soll eine Arbeitstagung am kommenden Sonntag gehen, die unter Leitung des Bezirksfachwarts für Leichtathletik Himmelmann steht. Die llebungs- leiter aller NSRL.-Gemeinschaften des Bezirks 8 1 und tüchtige Mitarbeiter der Vereine sind hierzu eingeladen worden. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Winterarbeit der Leichtathleten. Daneben werden alle die Fragen nicht unerwähnt bleiben, die von Bedeutung sind. In engem Zusammenhang mit der Winterarbeit steht die Lehrgangsarbeit. Diese wurde bereits im vergangenen Sommer aus­genommen und wird nun planmäßig fortgesetzt. Qb- wähl die Wintermonate ausschließlich mit harter 1 Trainingsarbeit ausgefüllt sein sollen, darf der Wettkampf nicht ganz vergessen werden. Soweit es die Räumlichkeiten in den verfügbaren Hallen zu­lassen, werden Hallenveranstaltungen zur Durchfüh- ' rung kommen müssen. Alle diese Fragen werden zu i einer Aussprache während der Tagung führen. ; Ebenso werden die Wettkampfbestimmungen und i Kampfrichter fragen behandelt werden.

i Eine solche Arbeitstagung des Fachamtes Leicht- i athlekik wird in unserem Bezirk erstmalig durchge- > führt. Die zahlreichen Anmeldungen hierzu und die : Taffache, daß mit dieser Einrichtung während des t Krieges begonnen wird, mögen ein Beweis dafür > fein, daß alle die, die im Sport zur Erfüllung einer Aufgabe bestimmt sind, ihrs Pflicht tun.

Pünkllich erschien der Führe r. Ich glaube, daß jedem von uns das Herz einen Augenblick gestockt hat. Er kam ganz schlicht daher, so wie er in seinem Arbeitszimmer gesessen hatte, und schaute uns an. Der Reichsbauernführer sprach; Blumen und Ernte­krone wurde überreicht. Dann ging der Führer lang­sam an den Fönten vorbei und schaute jeden ein­zelnen fest und gütig an, und diesen Augen­blick vergißt man nicht sein Leben lang. Darauf sprach er zu uns, dankte uns für unsere Arbeit und unseren Einsatz und setzte uns die polttische Lage auseinander. Ich hatte den Ein­druck: der Mann weiß, was er will, und wir können uns auf i h n verlassen. Er hat keine Elle und wird nichts überstürzen; aber wenn er zupackt, dann geschieht es im richtigen Augen­blick und so, daß der Erfolg nicht ausbleiben kann."

Arn Abend erlebten die Abordnungen den Film Jud Süß".2)en hätte man in der Kampfzeit schon aufführen sollen", meinte Bender.

Ja, und dann wollten wir auch wissen, was für Eindrücke die beiden anderen aus Hessen-Nassau mitgenommen hätten. Die Bäuerin Margarete Muller aus Rimbach:Sie wollte ursprünglich gar nicht mit nach Berlin fahren. Wer sollte ihr denn die Kinder und die Wirtschaft versorgen? Ihr Mann steht doch im Feld, und sie ist ganz allein! Aber der Mann schrieb ihr, sie solle doch sa mit­fahren, es sei eine große Ehre. Und da hat sie sich denn entschlossen, die Reise zu machen und hat es nicht bereut. Auch der Landarbeiter Jäger ist stolz auf fein Erlebnis. Als alter Frontkämpfer hatte er bas Eiferne Kreuz mit dem Ehrenkreuz für Front- kämpfer und die heffffche Tapferkeitsmedallle ange­legt, und unterwegs wußte er zu erzählen, daß er drei Jahre bei der Kavallerie gebient und vier Jahre Feldzug mitgemacht hat, und von da ab ist fein Leben Arbeit gewesen von früh bis spät." Auch ihm ist es ergangen wie der Bäuerin und dem Drtsbauernführer, der uns zuletzt sagte:

Ich habe mich besonders im letzten Jahr, als ich vor Arbett nicht aus noch ein wußte, oft gefragt: wie wird einem das einmal gedankt werden? Nun ist es uns gedankt worden; und das Erlebnis die­ses Besuches in Berlin wird mit uns gehen durch unser ganzes Leben."

Im Verlaufe der letzten Wochen ist der Hin- i denburgwall zwischen dem Selterstor und dem 1 Stadttheater einer weitreichenden Neugestaltung i unterzogen worden. Die Arbeiten sind mittlerweile 1 so weit gediehen, daß noch vor Beginn des Winters ! mit ihrem Abschluß zu rechnen ist. Durch die Weg- < nähme der vorderen Baumreihe am Rande des i Fußgängerwegs ist es möglich geworden, die Fahr- ' bahn wesentlich zu verbreitern und zugleich auf beiden Seiten einen Radfahrweg zu schaffen, für den auf der bebauten Straßenseite allerdings ein schmaler Streifen des Bürgersteiges in Anspruch genommen werden mußte. An Stelle bes. früheren Fußgängerwegs in den Anlagen ist ein neuer gleich breiter entstanden, der mit Kleinpflaster ver­sehen und ein Stück in die früheren Anlagenflächen hineingelegt wurde. Dieser neue Weg stellt eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem früheren, verhältnismäßig schmalen Pflafterweg dar und ver­bindet sich inniger mit den Grünanlagen, sodaß der Fußgänger nicht mehr den Eindruck hat, außer­halb der eigentlichen Grünanlagen zu gehen. Im Frühjahr wird der Weg durch eine 30 cm hohe Hecke eingefaßt. Zugleich ist bei der Neugestaltung mancherlei altes und überflüssiges Buschwerk be­seitigt worden, wodurch das Anlagenbild nur ge­wonnen hat. Gegenwärtig ist man dabei, die Bö­schung an dem neuen Änlagenweg zwischen der Johanniskirche und dem Stadttheater mit Gras­samen einzusäen, damit auch dieser Teil der An- Johanneskirche und dem Stadttheater mit Gras­lagen im Frühjahr bereits sein grünes Kleid zeigen kann.

Für bas nächste Frühjahr ist für biefen Anlagen­teil die Schaffung zahlreicher Sitzgelegen­heiten vorgesehen, damit hier für Spaziergän­ger viele Ruhepunkte vorhanden sind. Ferner soll inmitten dieser Anlagen etwa in der Höhe der Plockstraße in der Nähe des jetzigen Holztempels ein moderner Musikpavillon mit Schall­rückwand errichtet werden. Die Deffnung des Or­chesterraumes wird nach den Anlagen zu liegen, sodaß man bei den Konzerten in den Anlagen sitzen und der Musik lauschen kann. Rund um den Musik­pavillon sollen schöne Spaziergängerwege geschaffen werden. An dieser Stätte sollen künftighin Anlagen- Kvnzerte des Städtischen Orchesters, her Militär­kapellen, der K-eiskcwelle b»r NSDAP.. d"s Musik- zuges der SA.-Standarte 116 und evtl, auch anderer Kapellen stattiinden. Das Wetterhäuschen, das bei den jetzigen Umbauarbeiten weggenommen werden mußte, wird in besserer Gestaltung und in reicherer Ausstattung im nächsten Frühjahr an dem altgewohnten Platze wiedererstehen. Dagegen wird die bisherige Bedürfnisanstalt an der Anlagenecke bei der Johanneskirche nicht wiederkehren, denn sie ist ja an dieser Stelle künftighin überflüssig, weil eine große und moderne Toilette für Männer und Frauen im Zuge der jetzt schon funbamentierten Kolonnadenbauten zwischen dem Selterstor und der Bleichstraße vorgesehen ist.

Gegenwärtig sind auch Veränderungen vor dem Haupteingang des Stadttheaters im Gange. Die bisherige Trepne vor dem Hauvtportal ist durch eine neue, wesentlich breitere ersetzt wor- ' den, die einen bequemen Aufgana gestattet und zu beiden Seiten einen guten Abschluß durch Stein» öoftame nie erhalten hat. An Stelle des bisherigen i Blumenbeetes vor dieser Treppe wird künftig eine l breite Plattenfläche ihren Platz haben, um den Zu­gang zum Hauptportal des Stadttheaters vom Hin- denburgwall her breit und bequem zu machen und es - mit Rücksicht auf das spätere neue Rathausgebäude stärker zu betonen. Die Blumenbeetanlage wird in die seitlich liegenden Grünflächen hineinverlegt wer­den, die ihren Abschluß finden sollen in den jetzigen beiden Baumgruppen beiderseits vom Hauptportal. Dis bisherigen diagonalen Wege über diese Fläck>e werden in Wegfall kommen. Ferner wird in Zu­kunft die Auffahrt für Kraftwagen unmittelbar vor dem Haupteingang des Theaters fortfallen. Die Autos erhalten vielmehr ihre Auffahrt an der

Fetten war weiterhin im großen und ganzen aus­reichend gedeckt. Zur Bedarfdeckung in Käse wurde auf die Bestände des Großhandels zurückgegriffen. Speisequark ist weiterhin stark gefragt. Es wird erstrebt, in irgendeiner Form dem Uebelstand ab­zuhelfen, daß praktisch keine Käseart auf den Markt gelangt, die der Quote von 30 Gramm auf Reise­marken entspricht. Die Versorgung mit Nährmitteln ist nach wie vor ausreichend. Auch sind erhebliche Mengen an Kaffee-Ersatz lose vorhanden. Es wäre erwünscht, wenn dieser an Stelle der Paketware dem Verbrauch zugeführt würde, d. h. wenn die Hausfrauen bei ihrem Einzelhänder nicht absolut Kaffee in Paketen verlangten. Am Viehmarkt waren, wie schon in der letzten Zeit überhaupt, weniger Schweine zu sehen. Als Ausgleich wurden mehr Rinder zugelassen und die Versorgung dadurch sichergestellt. Immerhin lag der Austrieb an Schwei­nen um fast ein Fünftel höher als in der Vorwoche. Auch in der kommenden Woche wird das fehlende Schweinefleisch durch Rindfleisch ersetzt Darüber hinaus ist die Zuteilung eines Schweinefleisch im eigenen Saft in Dosen

Wir trafen den Ortsbauernführer Karl Ben­der, als er eben im Begriff war, ins Rübenfeld zu fahren. Er nahm uns mit in die Stube und ließ sich geduldig von uns aus fragen. Aus der Er­innerung holte er langsam die Eindrücke seiner Berliner Reise herauf, und das geschah mit einem tiefen Ernst, aber zugleich auch mit einer schönen Beschwingtheit, die von der Größe und Nachhaltigkeit des Erlebnisses zeugte.

Sie waren also zusammen mit dem Landes- bauernführer nach Berlin gefahren, die Bäuerin Margarete Müller aus Rimbach im Odenwald, der Landarbeiter Heinrich Jäger vom Hellerhof bei Alsfeld und er, der Drtsbauernführer Karl Bender aus Krofdorf bei Gießen. Am Abend trafen sie im gleichen Hotel Bauernabordnungen aus der Ostmark, aus dem Warthegau, aus Sach­sen und Westfalen. Bauern verstehen einander schnell, und so wurden hier schon gute Bekannt­schaften geschloffen.

Der nächste Morgen brachte eine Stadttundfahrt und anschließend eine Besichtigung des Reichssport­feldes. Hier wurden die Abordnungen durch den Reichsbauernführer begrüßt. Als dann der Reichs­bauernführer an jeden einzelnen Teilnehmer heran- trat, konnte Bender ihm die Grüße zweier Krofdorfer ausrichten, die im letzten Krieg mit dem damaligen Leutnant Darre in einer Batterie gestanden hatten.Er hat sich sehr gefreut über die Grüße", erzählt Bender.

Don da ging es in das Propagandaministerium. Und hier", so berichtet der Drtsbauernführer, waren wir bei der großen Kaffeetafel, wo jeder sich setzte, wohin er wollte, w i e eine einzige Familie. Es war sehr gemütlich und gar nicht wie in einem Ministerium."

Der zweite Tag brachte dann nach dem offi­ziellen Empfang im Berliner Rathaus den eigent­lichen Höhepunkt der Fahrt: den Empfang beim Führer. ,,Jch war einer der ersten, die den Vorhof der Reichskanzlei betraten", berichtet Bender.Und hier, wie überall in Berlin, wo gebaut wird, ist mir der neue Stil aufgefallen, den ich den Stil des Dritten Reiches nennen möchte. Er ist einfach, groß und monumental. Im Botschafter­saal traten wir dann im Viereck an.

sicht gestellt.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 19. Oft. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, % kg 4, 5 kg 40, Wirsing, H kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, rote Rüben 8, Spinat 15 bis 18, Römischkohl 10, Bohnen (grün) 15, Unter­kohlrabi 5, Erbsen 25, Grünkohl 15, Rosenkohl 15 bis 18, Tomaten 16, Zwiebeln 12, Meerrettich 30, Schwarzwurzeln 15, Rhabarber 10, Kürbis 7, Feld­salat C/io) 10, Aepfel, kg 15 bis 30, Birnen 15 bis 30, Zwetfchen 13, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat 8 bis 10, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 5 bis 30, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bund 8 bis 10 Rpf.

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** HI.» Veranstaltungsring. Am heuti­gen Samstag, 19. Oktober, findet die zweite Vor­stellung des HJ.iVeranstaltungs-RingsKathchen von Hellbronn" statt. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr. ' ... .

** Kriegsauszeichnungen. Der Unteroffizier Friedrich B ö tz aus Gießen, Alicenstraße 43, der zur Zeit in Frankreich bei einer Fliegerformation steht, wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Dem Polizei-Dber- wachtmeister Hugo Gunia (jetzt Sjl^nebel bei einer ^-Polizei-Division) wurde am 3. Oktober 1940 das Kriegsoerdienstkreuz II- Klasse mit Schwertern wegen besonderem Verdienst beim Einsatz in Frank­reich verliehen. , _. _ ,

. ** Ermäßigte Postgebühren. Die Deut­sche Reichspost übermittel jetzt für die ermäßigte Gebühr (50 Rpf. ohne Rücksicht auf Gerruch und Entfernung und ohne Erhebung einer Zustellge­bühr) Pakete mit Kleidungsstücken nicht nur der einberufenen oder der zur Entlassung kommenden Wehrmachtsangehörigen, sondern auch der einbe- rufenen ober zur Entlassung komrpenden Reichs- arbeitsdienstpflichtigen. Die Postämter geben über Einzelheiten Auskunft.

Ortszeit für de« 20. Oktober.

Sonnenaufgang 8 Uhr, (Sonnenuntergang 18.19 Uhr. _ Monduntergang 11.41 Uhr, Mondaufgang

h Ortszeit für den 21. Oktober.

Sonnenaufgang 8.02 Uhr, Sonnenuntergang 18.17 Uhr, Monduntergang 12.34 Uhr, Mondaufgang 21.42 Uhr.

richt führte bei der Begründung des Urteils aus, die Angeklagten feien ganz raffiniert vorgegangen, und der Vorderrichter habe bereits weitgehend mil­dernde Umstände zugebilligt.

Aus der engeren Heimat.

Der AlsfelderStadthaushaltfür 1940

Alsfeld, 18. Ott. Der Haushaltsplan der Stadt Alsfeld für das Rechnungsjahr 1940 wurde mit 645 800 RM. Ausgaben festgesetzt. An Gemeindesteuern werden erhoben: Grundsteuer für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe 162 v. H., für die Grundstücke 102 v. H., Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag und dem Gewerbekapital 273 v. H. Zweigstellensteuer 355 v. H. und Bürgersteuer 500 v. H.

Landkreis Gießen.

(U Lich, 18. DEL Der Unteroffizier in einem Artillerie-Regiment Ludwig Wolf von hier, Men-- aesgasse 43, tinirbe zum Wachtmeister befördert. Am Mittwochnachmittag fand in dem großen Ge-