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Der

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und die Zukunftssicherung des eigenen Alters

M durch Lebensversicherungen anvertraut.

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Hyänen des Krieges vor dem Sondergerichl Acht Todesurteile gegen »Schützlinge" und Mitschuldige SnglaudS.

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ALLIANZ UND STUTTGARTER

<,EBENSVERSICHER.UNGSDAN& AKTIBNGESBLLSCHAfV

die Festsetzung im äufterften Horden und ^bcr1tcn Süden Rußlands slillschweigend wiederausgab

Die drei Ansatzpunkte für Operationen von Der Murmanbahn aus gegen Finnland sind P etro fadowsk im Silben. Kantalaks und M u r^

schlossen wurde. Die freu Heben Siedlungen in den Küfern unb Wäldern um Vialgstok südwestlich Onvbiu) sind noch älter, sie ftammen au» dem 15. und 16. Jahrhundert. Die deutschen Einwanderer nannten sich seihst ..Bauländer", weil sie den Wald rodeten, um den so geuwnnenen Baden zu benr« heilen. Treu Haden sie im Zarenreich und unter bem har teil polnischen Dnitf mVe deutsche Art und Sitte bewahrt. Nein deutsch ist Ihre Sprache und beiit(d) ihre Nomen wte Rupp, Denk, Tolzmann, Wünsch. Koch, Schesfler. Buchholz Nicht» hat ver­mocht. ihnen den ..polnischen Rock- anzuziehen, wie ba» die Warschauer Negierung mit allen Mitteln

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Heimkehr der Grodno-Deutschen

Von unserem W.'Äerichters^itier.

lebensversicherungssumme hat der Bestand unserer Gesellschaft im Oktober überschritten. Mehr als jJl< Millionen Volksgenossen

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ist der Rus an sie ergangen, wieder zum deutschen Volk zu stotzen. Reitende und ährende Boten brachten die Kunde in die entlegen- ten Orte, und mit stolzer Freude hat man dem Ruf Folge geleistet, wie e» auch die Baltendeutschen taten, .fyui» und Hof mutzten zurüikgelassen werben. Die Grohno-Deutschen bringen mit sich nur da», wa» sie nicht entbehren mögen: lle-bgewoinienen Hausrat. Geschirr, alte Familiendibeln, darimter kostbare Drucke. Sie wissen, datz sie im (Krotz- beutschen Reich neue, sichere Behausung finden wer. den und eine gwtze välkische Aufgabe.

Unter ben Rückgeführten sind viele, die teilhaben an dem furchtbaren Loo der Boikodeutschen in Polen aus letzter Zeit. Biele sind verschleppt worden in da» berüchtigte polnische Konzentrat'ionolager Be- re.st) Kartuska. haben die Todeomärsche dorthin mit­gemacht und betrauern manchen lieben Angehörl- gen der den polnlsd)<m Mordbanden zum Opfer siel. Aus' den Gesichtern steht noch der Schrecken geschrie­ben. Aber die blutigen Tage versinken, und wenn die Züge nach kurzem Ausenthalt in Brostken wei­terdampfen hi Richtung Lodsch. dann fdnillt au» den Zugfenstern herzlicher Daivf von Jungen und Alten, die nun einem neuen Leben entgegensahren.

Königsberg. Januar 1910.

Südlich von Luck, hort an der Grenze Ostpreu- tzens mit dem ehemaligen Polen, liegt Prostken, ein stilles Landstädtchen. i)ler lief fetzt nach 25 Jah­ren der erste Zug aus Rutziand wieder ein. Er brad)te die ersten Volksdeutschen Rückwanderer au» bem russischen Jnleres engebiet beim ins Reich. Sie stammen aus der Gegend um Grodno. aus den Waldgebieten bei B alystok, und sie werden um Lodsch herum eine neue Heimat finden.

Prostken war vor dem Weltkrieg ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, über den der Güter- und Personenverkehr aus dem russischen Hinterland ge­leitet wurde. Der polnische Staat hatte nach feiner Grünbuirg nichts Eiligeres zu tim, als diesen Ber- fehr lahmzulegen. Der Ort veröbeh*. Jetzt liegt der rotweitze Grenzschlagbaum in Stücke zeisthlagen unter tiefem Schnee, und Prostken gewinnt neue» Leben. Die Getreidezüge aus Rutziand werden er­wartet. Schon stehen die beufichen Güterzüge be­reit. ihren Inhalt auszunehmen. And) die Prostkener Krebskonservenfabrik, einst die grötzte Deutschland», will ihren Betrieb wieder ausnehmen. Lieferungs- vertrüge mit Moskau sind abgeschlossen.

Der Monat Januar aber steht in Br-ostken im Zeichen der Rückwandererzüae, die täglich über die Grenze kommen. Rund 9000 Volksdeutsche über­schritten 1)1 er die alte Rrichsgrenze. Trifft ein solcher Zug. den die russischen Behörden aus modernen V-Zugwagen zusammenstellen. In Prostken ein, dann entbieten die Rückwanderer fröhlich den deutschen Grutz. und lachende, befreite Gesichter leud)ten: sie sind wieder im alten Vaterland! Eo ist wertvolles deutsche» Erbgut, das wir mit ihnen zunickgewinnen. Die deutschen Siedlungen um Grodno, etwa 40 Kilo­meter von der heutigen litauischen Grenze, entstan­den im 17. Jahrhundert. Al» Tuchmad)er gingen die deutsd)en Siedler dorthin, als Bauern und Hand­werker. Bio 1918 bestand in dieser russisihen Stadt eine deutsche Schule, die dann von den Polen ge-

Oer letzte »Mexikaner".

Mil 95 Iahivn Ist 1m MiMüi-hospitail zu Brüssel ein Mann namens Victor Lebon gestorben. 'DUH ihm ist der letzte Zeuge tz-nes traglsd^n erben- lerner» m-rschleden, das dem habsburgischen 0 v.v Herzog TI a r i m Ulan bas Leden und feiner un- gi'üMchen Gernuhkin Eharlotts ben Beistand kostete. Für den heute Lebenden, der sich mH den Pl-Meinen um den Ausgang b-e» Kriegs von 1939 beschäftigt, ist es kaum satzbar. datz bis Mr wenigen Tagen noch ein Mensch gelebt hat. ber sid, Hoss- N'iingsvoll vor mehr als zwei Me ns d)e Miltern n a d) Mexiko elnsdstsste und am 14. Januar 1805 mH achlzehneinhal'b Fahren in Vera Cruz an Land ging Er gehörte zu dem ,»ersönlicheii Regimen« der bcl- gisd-en Königstochter und halte sid) sieiivilllg bereit erklärt, sein Leden für die Sache des jungen Paares einzusetzen. Zn Geivaltmärsck)eii von 60 bl» 75 Kilometer sind damals die Freiwilligen des Re­giment», dem Lebon angehörte, von Vera Oriy nach bei Hauptstadt marschiert Nu« allzuschnell kam das srhieckl'ickx Ende und zusammen mit vielen anderen Enttäuschten kam Victor Lebon zwei Fohre später, am 14. März 1867 wieder in dem grotzen Hafen feiner Heimat Anlnn-rpim an, den er am 14. Oki ober 1864 an Bord derTampico" oertassen hatte. Rach |einer Rückkehr hat er noch zwei Jahre in seinem RegimentKaiserin Charlotte" weiter-

mach fog ti sich in AtEHen jurtltf stach und nach ha« ei dann alle tz ine Z<«itgenvssen üiierlebt, zu denen insbesondere [eine Kaiserin ge- hörte bi.- in .-ui.in null.' i' 'nHiii'i u',i<-.|.ii.ii Sdüotz und) lange nad) bem Weltkrieg verzwelselt und vergeblld) am Fenster aus die Rückkehr ihre» Manne» wartete, den sie Über alle Matzen geliebt hatte. 'Bor drei Jahren glaubte man, datz der Hauptmann Eiispielv, der damals in Mecheln Harb, her letzt« Mitkämpfer Maximilians gewesen sei. Eo stellte llch ab et haiin l>< au , datz Wh Im Vebnn Mesen Haiststmann überlebte.

Anschlag

auf den irakischen ^inan,Minister.

Sagt ab. 19.San. <DNB.) Der iraflfiljc Rhronfr Minister Ruslan Haidar wurde am Donnerstag in seinem Amtogeiiaude von einem früheren Poli- lelinspektor, der um eine Besprechung nackdie sucht hatte, n i e d e r g e s d) o s s e n Per Minister wurde sofort in» Hospital gebracht. Bisher ist kein Bericht über feinen Zustand ausgegeben worden. Per Po- Üzeiinspektor wurde w'rhastet. Er war aus den Diensten der Regienmg entlassen worden.

Posen, 19. Jan. tDNB.) Unter dem Vorsitz von Lanbgerickstsdivektor Münstermann nnirtte vor dem Sondergerickst in Posen der Prozetz gegen mehrere Polen durchs führt, die sich zu Beginn des Krieges in verabschenungsivürdi-gster Welse gegen einen tödlich ab gestürzten und zwei weitere schwerver- wundete deutsck^e Flieger vergangen halten.

Arn 2. September halten dl« beiden Flieaer ge­meinsam mit zwei Kameraden Dblt. M. und Hfsz. R. einen Aufklärungsflug in Richtung Posen un­ternommen. Zwischen den Orten Morooko und Glinienko (|e \t RoMeim bzw. Erdmannsdors) itnirbc ihre Maschine von einem polnischen Gegner a nwari Heu, und das Ungl'ück wollte es, datz sie in Brand geriet, nad>dem Usfz. R., Feldwebel Sy unb Lt. Dr. P. durch feindlid-e Masd-iiieiigewehr- Ireffer sdnvere Verwundungen davongeiragen hal­ten. Der unverletzt gebliebene Dblt. W., der Führer des FtugMiges, gab den Befehl zum Msvrung, und die vier Kameraden verlletzen daraus, sid) gegenseitig nod- rasch Hilfe leistend, so üut e» ihre Verwundungen erlaubten, die brennende Masihinc und d-weblen, an ihren Falkschirnien hangend, einem ungewissen Sd/Icksal aus selndilchem Boden

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I leim 1 itär-»; rt wer- Raum (Tarne, i i Mt i ter Su. errichtd

manfk im Norden. An diesen Stellen isl der Bahnkörper kaum 100 Kilometer von der finnisdx'n Grenz« entfernt. Petrosawodsk ist die Basis für Umgehungsversuche nördlid) des Ladogasees, mit dem Ziel, der finnlsd>en Mannerheimlinie a u s dem karelischen Z st h m u in den Rücken zu koimnen; Kantalaks für einen Voi-stotz gegen T o r n « a am Nordende des Bottmschen Meer­busens, durch den Finnland an der fdunalsten Stelle durchschnitten werden würde. Von 'Dhrrmawlf wird gegen Petf a m o und das ganze Gebiet dis zur nonoegifchen Gre^e operiert.

braucht nicht besonders betont zu werden, datz bk- Jer Versuch scheiterte. Nach weiteren qualimlten Lei- den, unb midjbem er von Ort zu Ort gesdüeppt worden war. wurde Üt P. dann einim' Wochen später von feinen siegreichen deutschen Kameraden befreit. Ebenso wie Leutnant P. wurde auch Feld­webel H. schwer mltzhandi'lt. von polnischer Militär- pol igel gefesselt und auszusplonleren versucht. Mt seiner schweren Venvundung mutzte er enwlätzten Oberkörpers eine ganze Nacht Im Freien zubringen und wurde dann weiter in» Innere des Lande'» ver- fdileppt. Später nahmen ihn dann die vordrln^n- den russischen Truppen in Ihre Obhut und sorgten für seine llebersührung zur deutschen Annee.

Oberleutnant W., der uidverletzt geblidtem* Flug- zougsübrer war ebenfxillv bei Erdmonnsdorf nie- oergekomim'n. 0r konnte zunächst die Fluch! vor den polinsdd'n Haiden enireifen Nachsorsdnin^n mich seinem temeren Sdücksai Inü>en ergeben, dost er in der Posener Zitadelle gefangen mar. Seite dem fehlt fede Spur von ihm, oder die polnisdnm Ossiziere. die ibn zuletzt wrnoilWn hotten, sind in deutscher Hand, und es ist zu hosfen, datz bald Nältere» über das Los von Oberleutnant W. zu

Das Gericht erkannte im wesentttehen onteags- gemätz. TS'v Hauptschuldige Lnczak, fow-ie die div'i Frauen P uszta, D o b r zn s k o w s ka mrd R a I a u e z a k wurden z u m Tode verurteilt. Die Todesstinse würbe ferner erkannt gelten die Ange- klmchm Lipinski, Maciesewski. Cichoc- zewski und Zoses Wroblewski. Je 15 tolnv Zudrt'lwus und 10 Fahre (yinwriuft fityidten lH*r 19sährige Ü dm und Dirbert und der 18 Fahre alte Mieczyslaw Klupsch. .

Zntei titelte re Angeklagte, der 82 3al)ix alte Steinislauo R o k und der Rhährige Johann 0 na- Irr, mürben zu 10 Jahren Zuchthaus und 10 Fah­ren 0 hielterlust verurteilt. Der 19 Jolnv alte K«isl- mir Mist« rski eililelt 3 Fahre Zuchthaus und 5 Jalnv OlnwrViift. Weitere An^'klagle würben zu DsWgtti istras«! Mi au 8 Vcchwn vnurmn.

(Sinfdiräiifuno

her iBarmtoafferverforouiifl.

Murmansk und die Murman-Bahn.

A3on Or. Paul Rohrbach.

Di« Völker werben durch den Raum erzooen, tnrn fit bewohnen. Der arotze Geograph Ratzel hat in einer Darstellung Nutzlands gesagt:Ohne Ver­kehrswege ist Rutzlmid ein Koloh, dessen Kraft dyiüf't, der sich nicht einmal Itewegen kann. D<iher inü die grotzen Kanäle und Eisenbahnen in Rutz- and wie im Auslande a l s politische Taten erschienen." Das gilt beispielsweise auch für die

Vaterland gefallenen Kriegskameraden auvstotzend. Der Hauptangeklagle. der 28jährige Bronllslaw Lu- czak, tanzte wie ein Irrer um den Toten herum, hob -ihn hoch und sck)leuderte ihn umher. Luczak begann dann mH beiden Flitzen auf dem Gehirn des Ge- allenen hernmzutrampeln, da» (Iklld)t zu einem eufllschen Grinsen verzagen. Dav übrige Gesindel türzte sich auf ben Leid)nam und begann, diesen >|6 aus das Letzte auszusleddern. Sogar die Knöpfe und die Tresfon wurden dem Toten abgerissen.

Nachdem Mtute b-h genllgrnd cm»Movt patte, stürmte sie weiter dem nädisten Opfer zu. Oe mar Leutnant Dr. P., der mit einem Schenkelschutz auf dem Lod«! angekommen und Infolge Blulver- lüft sehr geschwächt mar. Er wurde hochgerlslen, und nun begann ein erschütternder Leidensweg bie­te» tapferen Soldaten. Seine Peiniger fchtevvten den halb Bewutztiosen bis zur Sd)Ule und auf dieser kurzen Strecke hagelten furchtbare <sd)Iaflc aus den Bibauti" l">' tem n-1nlwii Et1,111 tei Mi klagten Frauen gebärdeten sid) wie di« Furien. Die 23jahrige Martha liuszka svrang aus den Wehrlosen zu und schlug ihm so heftig mH ihrem Holzpan­toffel in» Gesicht, datz ihm die Lippen aufplatzten. Dabei ftletz sie die unslätigften Schimpfworte aus. Richt anders die 29iährige Pelagia Dobrznskowska und die 48 Jahre alle Jotesa Natayczok. Die erste beartreltete den deutschen Flieaer mit einem Spa- tert währe)...... in« Vl ilm> Inhe nm nnci

eisernen Harke versetzte. Der 25föhrige Johann Li- pinski rühmte |iil) nachher damit, hnh ei fnnatMti to lang« asfchlaarn Haos. ssms Diu* anbei dabei zerbrochen sei. Mit blutüberströmtem Gesicht, ebensallv völlig ou»geplündert, wurde Leut­nant P. vor den leider ebenso wie nod) weitere Mittäter inzwischen geflüchteten Schullehrer Pe- lugga gesd)leppt, der vor Beginn des Krieges Die Parole ausgegeben hatte, feden deutschen Soldaten mit der Runge nlederzuschlagen und Ihn dann bei- teile VI bltelh'H Alls ^Veranlassung Ml Militär- , Polizei wurde der Flieger dann wie ein gerne hier Verbrecher gefesselt und abtransportiert. Allerdings . nur zu dem Zwecke wurde ihm das Leben gelassen, . weil man aus «hm Mitteilungen über die deutschen herauvprefsen wollte. Eo

Rach den übereinstimmenden Bekundungen aller Angeklagten und Zeugen ergab sich die sür die ge- famtc ehemalige polnisdie Fliegerei be|d)ömcnbe, aber bezeichnende Tatsache, datz d e r p o l n i s ch e Flieger wendete und eine Salve non Schüssen auf die verwundeten mehr- losen Gegner abfeuer tc(l). Aber auch die Zivilbevölkerung und weitere polni che Militär- unb Polizeibeamten standen diesemritter­lichen Helden" In keiner Weise nach. Sie übertrafen ihn Im Gegenteil nad) an seiger Graufamke t. MH erregtem (Geheul Ritten die polnischen Dorfbewoh­ner das Lustgefedü beobad)tet, und nun stürmten einzelne Trupps, darunter die Angeklagten, auf die Stellen zu, wo die Flieger zur Erde nlederkamen. Unteroffizier R. lebte nicht mehr, als er unten an- kam. Wahrscheinlich hatte ihn ein tödlicher Schutz des polnischen Fliegers beim Rlederschweben gelrof- ien (Eine Horde von Teufeln umringte feinen Leich- nam, wilde Verwünschungen gegen den für fein Truppenbewe^

über 1000 Kilometer lange Eisenbahnverbindung von Petersburg n-och bem einzigen eisfreien Hasen, den Rutziand an der europäischen Eivnieerküste be­sitzt, M u r m a n s k. Für den russifch-tinnisd)en Krieg ist sie, wie ein Blick auf die Karte lehrt, ein Faktor von grosser Bedeutung.

Bekanntlid) ist die Westküste von Skandinavien I durch den Golfstrom bis hoch tyhutuf stärker er- ( roännt, als es sonst der nbrdlichen Breitenlage 1 entsprechen würbe. Ein Teil des wannen Golf- stromwasserv findet sogar noch seinen Weg um das ' europäisd)e Nordkap herum unb gelangt bis an die | Wurzel der grotzen Halbinsel Kola. Ans die­ser Strecke greisen mehrere sjordähnlid)e Bucksten in die felsige Käste ein, und an solchen Einschnitten liegen auf* finnischem Gebiet bas setzt häufig ge­nannte P e t \ a m o , wichtig durch seine Nickel- gruben, und weiter östlich auf russischem der wich­tige und bcMtia-te Hafen M u r in a n s k. Früher reichte das finnische Gebiet hier überhaupt nicht bi» ans Meer, sondern Norwegen und Rutziand grenzten unmittelbar aneinander. Erst durch den finniich-rusfisck>en Frieden vom 14. Oktober 19*20 er­hielt Finnland mit bem Petsamo- (rufj.: Petschenga-) Gebiet einen Hugan« zur Eismeerküste. Der Name Äturmansk" soll von den Normannen stammen, die sck)on Im 9. Jahrhundert n. Ehr. des Pelzwerko wegen die (itestade des Eismeeres aufiucksteiL

Die Tatsache, datz die Murman-Küste and) i m Winter eisfrei blieb, wurde in Rutzlaii'd vor dem Weltkrieg nicht besonders bewertet. Die be­kannte Denkschrift des Generals K u r o p a I k i n an den Kaiser Nikolaus II. zielte vielmehr, in ver­schleierter Form, auf die Erwerbung des norwegi­schen Hafens Narvik ab, der etwas südlich vom 70. Breitengrad im innersten Winkel des Best-Fiords liegt. Immerhin veranlasste der damalige Finanz- Minister Witte 1899 die Gründung von Alexa n- drowskam Murman-Fsord, nahe seinem Eingang. Der Platz lieg! aber weniger geschützt als das jetzige Murmansk in der Tiefe des Fjords, und er wurde auch nur als Fischereihafen genutzt. Das fchon 1894 anfae trete ne Projekt einerMunnan- Bahn" wurde fallen gelassen.

Im Weltkrieg änderten sich die Umstand« da- durch, datz die Eingänge der Ostsee und des Sd)ivar- »en Meeres für Rutziand verschlossen und der Ha- sen von Archangelsk an der Mündung der Dwina ins Weitze Meer sechs Monate Im Jahr durch E i s blockiert war. Fünf Monate nach Kriegsbeginn, zu Neufahr 1915, begannen die Ar- beiten vom damaligen Endpunkt'des von Petersburg ausgehenden Schienenweges,Pelrosa wods k am Onega-Se«, in der Richtung auf die Murmanküste. Nach zwei Jahren, Anfang 1917 konnte die Bahn in Betrieb genommen werden. In der 5-auptsack-e wurden habet deutsche und öfterreichisck)« Krie g s- gefangene beschäsligt, van denen Zehntausende durch Krankhe-iten, Hunger unb Kälte umkamen. Di« Linie war zunächst eingleisig, leiftcte aber trotz­dem viel für den Transport von alliiertem Kriegs- material nach Nutzland. Ohne dies wäre die Neu­ausrüstung der russisd)en Armee zur Wiederaus- nähme der Offensive in Galizien unter dem General Brussilow im Sommer 1917 kaum möglich gewesen. Es heitzt, der zweigleisige Ausbau sei jetzt im Werk oder schon nahe der Vollendung.

Sollte eo sich bestätigen, datz England und Frank­reich eine Hiiseteistung für Finnland planen, Ole den Konflikt mit Rutziand bedeuten würde, so tonnt« and) «in Anschlag auf Murmansk hie Basis des russischen Vorgehens gegen Nordsinn and, in Frage kommen. In England hatte man schon einmal, nach dem Zusammenbruch des Zarismus, merkwürdige Pläne im nördlichen Rutziand. Im Sommer 1918 empfahlen englische Stimmen die Gründung einer unabhängigen Ei s inee r r e pu ­blik mit der Hauptstadt Archangelsk, die eng< Wirtschastobeziehungen zu England unterhalten sollte. Ansang August wurde A r ch a n gel k vo n englischen Truppen besetzt. Dann letz man den Plan wieder fallen bewerte aber eine ÄTnÄ! «Ü'Ä *» «ÄSfci » Stadt von Sowjettruppen wieder eingenommen Bezeichnenderweise war um biefdbe. Zeit wu ml? bem wichtigen Petrolemngebiet am Kauschen Meer in enaMchen Händen. Es Ht heute noch mchl aU?a«riärt S>e»W Ornate hi« ^icrunfl »alfout Norden und autzersten

Berlin, 19. Januar. (DRV) Durch den star­ken Fwst, der ben Betrieb der Binnenschils'ahrt title gl e und im Betrieb her Reichsbahn erheMidn' 0:r|ri) ine runden m'rursachte, sind in th*r Zuiuhi von Brennstoffen Stockungen eingetivten. Wn^lnzett ind deshalb schon zentrale Warmwasser, ve rs o r gu n g sa nl a ge n still gelegt oder elngesdnän'kt worben. Damit beschästi>gt sid) jetzt eine Anordnung der Reichest eile jur Kohle Durch diese Anordnung sind die Vezirtswlil'sdwstoämtei ermäd)tigi, für einzelne Versm^ung »bezirke, in denen die Brennstos si>eilorgungsloge eo erfordert, zu bestimmen, das, zentrale Wormuwfsei verlor- »ungoanlogen stillzulegen oder einzu'schränken sind. Im Falle der Eiirschrän'kuiig weiden die Wann- mässe,versoigmi'goanlagen allgi'un'in an ein bi» zunl Tagen \W" Ende eher Wock)s betrieben und an hen übiiuen Tagen tillgelegt nxrtten. Der Reid)»- koimn'lssar für die ' livlob'llhung hat w-istlgt, bas, bei Stillegung der Warmwasserversorgung der Miet­zins um R t). ff), gesenkt mht, bei Etnschrankilng bei Warmunisserversoiz,ung eine entspred-ende Ermasp- lymifl beo Ml et zinse» statlsindet.IWellvre Mitteilung l)tenk>*r erge'ht In den nächsten Tag»n.