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dem ich die Geschichte anderer Völker gelesen hatte,
sah -ich, daß Ausbeutun
Weihnachtsbaum
lands Raumnot: „Mit einer geistlosen Aufteilung der Welt in Besitzende und Habenichtse wird dieses Problem genau so wenig gelöst oder abgetan, wie man auch die inneren sozialen Probleme der Völker nicht einfach durch mehr oder weniger witzige Phrasen zu erledigen vermag! Im Lause der Jahr, tausende erfolgte die Durchsetzung der Lebensansprüche der Völker durch die von ihnen ausgehende
i- Midi Regitz Ä & !m 6'hö tzen.
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— Josef Winckler. Im Schoß der Welt. Muttererzählungen. 358 S. Geb. 5,75 RM. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart Berlin. — (261) — Im „Mutter-Buch" hatte Winckler das Mysterium der Mutter in seiner ganzen Tiefe in einer großen Dichtungsform gestaltet. Run unternimmt er wiederum den Gang zu den Müttern, diesmal auf anderem Wege. In seiner urwüchsig-anschaulichen Weise breitet er zahlreiche Mütterschicksale vor aus, läßt er den Weltenschöpfer selbst über die weite Erde wan- dern, damit er gleich uns vom Muttertum erfahre, wie es lebt, schafft, liebt und leidet. Was der Wan- derer da erschaut, was ihm die Menschen, denen er unerkannt naht, anvertrauen, das ist es, was uns der Dichter in großen und kleinen Erzählun- gen, die meist in der Gegenwart wie auch in der Vergangenheit, in der Welt der Märchen, der Sage, des Mythus spielen, miterleben läßt. Sie alle bin-
teilung und Entwicklung räume auf dieser Welt. R------ . ~ .
müssen in einem solchen Verhältnis zueinander stehen, daß das Leben jedes einzelnen gesichert ist. Grüße und Güte des Raumes müssen der Zahl und der Art der Menschen, die in ihm leben, entsprechen. Dieses Verhältnis von Mensch und Raum nach Wert und Güte haben bedingt:
1. die soziale und wirtschaftliche Stellung der
es, L_ ... „ „
große Ziel der Menschheit sein sollte, so viel nur möglich von der Welt in Besitz zu nehmen."
Dieser io ausgedrückte Bedeutungswandel des „colere" ist kennzeichnend für die Methoden, die dem »^Zeitalter der Entdeckungen" folgten und die bis in die heutige Zeit von England und seinen Vasallen betrieben wurden. Länder beherrschen und ausbeuten und damit andere direkt und indirekt von
Sei«: 200 l Lrnsthonig. 100 g Zucker. SO € Battet (Margarine). 1«. «tto« Salz. 1/2 gelte. tteeL gemahlener Anis »An Zimt, 2 tropfen Dt. Detter Sack-Aroma BittermanM, 10 tropfen vr. Detter Kud?at- gewürz-Aroma. 1 «tf. waya. WO g Weizenmehl. 1 Päckchen vr. Detter .Bcxfin’.
Stillung: 250 g gefchMe. kleingefchnMene Äpfel*), 125f gereinigte Hofinen unb Korinthen, 66 g bi Würfel geschnittene» Zitronat. 50 g gehackte Mandeln «Aet $n|ebratfeme. ebgerieb«*, gelb« Schale einer Zitrone. 1 in Stücke ,-schnjttane Zite*« (ofoie Schale). 1 OfcL Wasser. 50 g Zucker.
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Kolonien sind Lebensraum.
Don Or. 3 H. Krumbach, Leiter der Hauptabteilung VI des Kolon aipohtitdicn Amtes der NSDAP.
bekannt geworden. Aucy in vielem inoman einer großen Dame der alten Aristokratie, die in romantischer Sehnsucht die Liebe sucht, sie im leidenschaftlichen Gefühl für einen jungen Bürgerlichen findet und an dem Zwiespalt zwischen Traum und Wirklichkeit zerbricht, äußert sich das Wiener Temperament und die Beoabung der Verfasserin, die mit Geist, Herz und Phantasie ein Menschenschicksal aus einer der reizvollsten Epochen der neueren Geschichte darzustellen weiß.'
— D r. Eberhard Otto: Friedrich Dar» b a r o s s a. Mit 15 Abbildungen. Akademische Ver- lagsgeselllchajt Athenciion, Potsdam. Preis in Leinen geb. 6,60 RM. — (203) — In der begrüßenswerten Sammlung „Deutsche Könige und Kaiser", von der hier schon das ausgezeichnete Lebensbild Kaiser Karls IV. von Josef Pfitzner besprochen wurde, erscheint als nächster Band eine Würdigung der Persönlichkeit und des Werkes Friedrich Barbarossas aus der Feder des Leipziger Univerfitäis- dozenten Dr. Eberhard Otto. Barbarossa ist zwei'el- los, durch Sage und Lied verklärt, der volkstümlichste der großen deutschen Kaiser des Mittelaltcrs. Als der vollkommenste Ausdruck des deutschen Rittertums in seiner Blütezeit ist die cheldengestast Barbarossas im Volk lebendig geblieben, denn als Staatsmann und Feldherr hat er schwere Rückschläge hinnehmen müssen und in seiner Zielsetzung manche Pflöcke zurückstecken müssen, so daß ihm im Kampf um die Wiederherstellung der Reichsgewalt gegenüber dem Papsttum und den lombardischen Städten der letzte Erfolg versagt blieb, wenn auch die unter ihm sich anbahnende Umwandlung der Reichsverfassung aus der alten, germanischen Auffassung entspringender stammesmäßigen Gliederung zur Lehensordnung, die die Reichsfürstentümer der Krone unterwirft und damit das Reich als einheitliches ^bilde auffaßte, neue Grundlagen der stau- fischen Weltmacht und ihres Führunasanspruches schuf. Rach diesen beiden wesentlichen Gesichtspunkten gliedert sich auch die sehr klare und straffe Darstellung Ottos, die namentlich die wandlunasreiche Italienpolitik des Kaisers in allen ihren Phasen herausstellt, während die Auseinandersetzung mit Heinrich dem Löwen mehr zurücktritt. Trotz sehr aründlicher Vertiefung in die Einzelheiten bleibt der Zusammenhang immer gewahrt und die großen Linien klar erkennbar. Die großen politischen Ideen Barbarossas sind scharf herausgearbeitet und das, was von ihnen als fortwirkendes Moment in die deutsche Geschichte einqegangen ist, wird sehr eindrucksvoll gezeichnet. Die Heldengestalt Barbarossas, eine starke Persönlichkeit, die auf Freund und Feind gleichermaßen imponierend gewirkt haben muß, kommt vor allem in der Schilderung des Kreuzzeuges zur Geltung. In ihm erfod)t das reine Iknal des christlichen Ritters noch einmal seine höchsten Triumphe, wenn auch dieser Kreuzzug ein wahres
Gewalt." ,
Diese Lebensansprüche, der Lebens st an- d a rd, der bei allen Völkern selbst heute noch große Unterschiede ausweist, ist der beste Beweis dafür, was ein Volk mit Fleiß und Können aus den Gütern gemacht hat, die ihm sein Lebens- raum zur Verfügung stellt. Die Höhe des Lebensstandards ist der beste Gradmesser für die macht- mäßige und politische Stellung eines Volkes nach innen und außen. Ihm entsprechen in gewissen Maßen seine kulturelle, vor allem aber seine zivilisatorische Höhe. Das beweist wiederum, daß ganz zuerst Mensch und Raum nach Güte und Größe in einer Abhängigkeit voneinander stehen, die alle anderen Fragen: die der sozialen und wirtschaft- lichen Stellung, die der politischen Macht und die der kulturellen Höhe bestimmen. Es ist notwendig, sich hierüber am einfachen Beispiel Klarheit zu ver- schaffen, denn trotz der verwirrenden Fülle weiterer mitsprechender Faktoren, die in einem Staats- wesen des 20. Jahrhunderts dieses Verhältnis von Mensch und Raum noch gestalten, ist diese Zuordnung eine der ersten, aber auch elementarsten Lebensgrundlagen, von der alle Einzelheiten dieser großen Vielzahl der mitsprechenden Dinge ab- hängen.
Berlin, 17. Dez. (DRB.) An der norwegischen Küste ist ein R u d e r r e t t u n g s b o o t des deutschen Handelsdampfers „Netze" geborgen worden. Das Rettungsboot weist 26 Einschüsse auf, die von Gewehr, und Maschinengewehrkugeln herrüh- ren. Die „Netze" war am 14. Oktober 1040 westlich von Norwegen einem Ueberfall durch bri- tische Zerstörer zum Opfer gefallen. Die Be-
(«biete waren Ueberfluß an Land. Damit »er war der eigentliche Sinn' des Kolonisierens", I d „Dodenbebauens", schon verloren. Es galt nicht, irß gewonnene Land nun zu bearbeiten, zu pflegen nd zu fördern. Man beutete es lediglich uns, allein nach dem Gesichtspunkt des schnellsten nb reichsten Gewinnes. Alles wurde genommen, ros Wert hatte oder Gewinn einbrachte: das Gold 1 tie der Mensch, Tiere und Pflanzen, das Land i |Ebft als Stützpunkt für Seefahrt und Seeraub oder i röllkommene Quelle für Steuer- und Zollerhebun- ; f n. Ziel- und planlos wurde geraubt, „kolonisiert", , tjine Daran zu denken, daß auch das reichste Land : Ulf diese Weise ausgeschöpft und auf die Dauer ge- fvädigt werden mußte. Der augenblickliche Gewinn ui3 einer solchen Kolonialpolitik kam aber nur den .herrschenden und ihrer Macht zugute. Auf die Ge- Imtijeit ihrer Völker blieb es ohne jede Wirkung.
W'nn wir heute angetreten sind, um mit der Baffe in der Hand die sinnwidrige und rechts- Hörige Verteilung der Reserveräume der Welt md) „Allesbabenden" und „Habenichtsen" zu beiden, so müßen wir uns darüber klar sein, daß t ir vor allem auch den Sinn des„Koloni- |iere ns" wieder richtitzstellen müssen. Denn »(me gerechte Verteilung des Erdraumes kann nur uf Grund eines durch die Tat berechtigten Be- H'iffes .Kolonie" vor sich gehen. .Kolonie" soll , ri cht mehr ein Roum zur Ausnutzung und Aus- I Mutung für wenige fein, kein Gebiet meht zur l $ icherung von Machtanfprüchen — der Boden soll i r ieber seiner natürlichen Bestimmung dienen: liurd) seine Gesamtnutzung den Le- iensstandard der Gesamtheit eines ’ o H e s f t d) e r 3 u ft e 11 e n. . ,
Es ist kein Zufall, daß der heute noch vielfach I tertretene Begriff von „Kolonie" oder ,Kolomsa- l toon" im Sinne des Länder- und Werteraffens 1 r i ti s ch e r Herkunft ist. Großbritannien ist ! Ins klassische Land einer solch ausbeuterischen Ko o- [ liisitionsmethode durch Jahrhunderte bis heute Es t tat sie recht eigentlich gegründet und ist seine Ver- t eterin durch Macht und Idee. So verdanken wir i !"M hervorragenden Vorkämpfer fdtranfemofen I ^aumerwerbs und schonungslosester Ausbeutung, l?m Briten Cecil Rhodes, die treffendste BestlM- | taung des Begriffes einer Kolonisation, wie sie licht sein soll und wie sie heute nicht mehr sein Innn. Rhodes meint- „Kolonisation, kurz gesagt, ist
I tie feste Begründung unseres Imperiums .. - Nach-
idy daß A us beutuna alles war, und daß Zahl ihrer Menschen so leben zu laßen, wie es da die Oberfläche der Welt begrenzt ist, das ihnen zukommt, wie es eben,die Hohe ihres Lebens- iß Qiel der Menschheit sein sollte, so viel wie standards bestimmt. Der Fuhr e r sagt zu Deutsch-
det die Schau des erhabenen Wanderers und der gemeinsame Titel, der ihr Geheimnis anüeutet: ,^Im Schoß der Welt". Ein Zug unvergeßlicher Gestalten, vom Glück und Leid des Mittlertums geprägt, zieht an uns vorüber, Gestalten, die, mit dem Dichter zu prechen, den tiefsten Sinn, die letzte Weis- heil, Gnade und Gericht der Welt in sich tragen. Geliebte und Gatten, Väter und Kinder begleiten ihren Schwarm, gebannt vom Lichtkreis, der von ihm ausstrahlt. Sie sind es, denen die Taten, Op^ er und Entbehrungen der Mutter gelten, der Gebäre- rin des Lebens und Bewahrerin der schöpferischen Liebesflamme.
Kriegsbücher.
— Max Seidel: Wir tragen stolz das Edelweiß. Eine Bildfolge vom Dienst unserer Gebirgstruppen. Geleitwort von General der Infanterie Kübler, Kommandeur einer Gebirgs- Division. 68 Kupfertiefdruckblätter. Steif broschiert 5— RM. Ehr. Belfer Verlagsbuchhandlung, Stuttgart — Seit Narvik sieht unser Volk mit betonterem Stolz auf seine Gebirgstruppen. Die Manner mit dem Edelweiß gehören zur Elite unserer Wehrmacht. Mit diesem Bildbuch gibt ein Gebirgsjäger selbst einen fesselnden Querschnitt durch die Ausbildungszeit der Truppe, wie er bisher in solcher Lebendigkeit und Geschlossenheit, aber auch mit solch persönlicher Anteilnahme der Oeffentlichkeit nicht gezeigt wurde. Die Bilder, aus denen die Liebe des Gebirglers zu seiner Heimat spricht, aber auch die meisterliche Aufnahmetechnik, mit der der vielseitige Dienst des deutschen Gebirgssoldaten geschildert wurde, wird dem Buch viele Freunde in allen Gauen des Reiches gewinnen, besonders bei allen begeisterten-Bergsteigern und Schiläufern.
— Max-Jungnickel: Fliegende Grenadiere. 109 Seiten. Mit Bildbeigaben. 2,25 RM. Verlag Deutscher Wille, Berlin NW 87. — (228) — Mit den beiden Büchern „Mythos des Soldaten und „Kommando der Erde" bilden die „Fliegenden Grenadiere" eine Trilogie, die den besten Kräften unseres Volkstums gewidmet ist. Iungnickel ist nicht nur Romantiker, sein Wesen erschöpft sich nicht nur in der Liebe zum Kleinen und Feinen, sondern er umfaßt auch jene großen Forderungen und Tatsachen unserer Zeit, die den Aufstieg aller Deutschen bedingen und vollenden. Das fliegerische Heldentum unserer Gegenwart ersteht in seinem neuesten Werk in seiner Einsatzbereitschaft und seinen Siegestaten; aus hymnischem Schwung und hartem Wirklichteits- finn schmiedete der D'chter dieses Buch, das mit einer Reihe lebendiger Bilder ans dem Umkreise der deutschen Luftwaffe geschmückt ist.
— Thor (Boote. Glühender Ta g/Män° ner in der Bewährung. Gebunden 2,— RM. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh. Glühender Tag über der Durstwufte im Kugelregen der Herero; glühender Tag im Trommelfeuer des Weltkrieges, Ritter der Luft gegen feindliche Uebermacht. — Man- ner, die sich bewähren im feurigen Ofen; Soldaten, die im großen Schmelztiegel der Herzen geläutert, wißend den Weg in ihr Schicksal gehen. So öffnet uns (Boote in meisterlichen Novellen die scheue Seele des kamvferischen Menschen, der Boelcke. Tutfchek, Böhme, Duddecke und mit der Tat des Pster And- l-r und der Heizer vom „Wost" die Seele her schlichten Unb"kcmnten, die ihre Pflicht taten, Männer in der Bewährung, Sieger über sich selbst. Denn das ist das Wesentliche, das die deustchen Kampfer aller Schlachten miteinander und damit diese Skizzen aus dem Weltkriege mit dem gewaltigen Geschehen des Heute verbindet.
Bruno Schwietzke.
Au« Politik und Geschichte.
Völker;
2. ihre politische und militärische Macht, die Art und Beschaffenheit ihres Staatswesens und
3. die kulturelle und zivilisatorische Höhe eines Volkes, die wiederum ganz wesentlich vom sozialen Lebensstandard und der staatlichen Macht beehr
I.
Demi man heute von „Kolonien" spricht, so ver- bnöet man mit diesem Wort vielfach Anschauungen, £ einer Zeit und einem System völlig überholter L-ltverleilung entstammen. Die Austeilung .-fci r Räume der Welt, wie sie im Laufe der LHrhunderte bis zum Weltkrieg und dann meiter- h durch das Diktat von Versailles geschah, hat jh als unhaltbar erwiesen. Die Verteilung der fllj der Erde vorhandenen Raumreserven nach Lage ud Wert ging nach Maßstäben vor sich, die heute jtiie Geltung mehr haben. Das System, das eine
Verteilung vornahm und auch für die Art ktimmenb war, in der man die dem Staatsraum jijugefügten Gebiete in Ueberfee verwaltete und erbeutete, entspricht Anschauungen und Verhält- r |en, die I ä n g ft nicht mehr b e ft e h e n. : Kolonien" nannte man die dem staatlichen Ho- tiLtsgebiet in Ueberfee hinzugefügten Räume und rlnahm damit der lateinischen Sprache ein Wort, eine seinen eigentlichen Sinn zu erfassen und mit fi, übernehmen. Denn colere heißt: „d e n Boden b b a u e n". „Colonia“ nannte das Altertum neue (i e Ö l u n g e n , die für die vermehrte Menschen- M durch Ausweitung der Bodenbearbeitung geronnen worden waren. Die sich vergrößernde IS enge der Menschen schuf neue Siedlungs- und f-beitsmöglidjfeiten, eben „Kolonien", und brachte ult diesem Wort das Abhängigkeitsverhältnis der Menschen vom Boden richtig zum Ausdruck.
Rach der Entdeckung der „Neuen Welt", seit dem Jahrhundert, bezeichnet man aber auch alles das, eae man willkürlich an Raum dem eigenen Machtbereich hinzufügte, als „Kolonien". Da in die- |n Zeiten fein fühlbarer Raummangel vorlag, tmnten die neuen Länder auch nicht in ein natür- |l 14)65 Verhältnis zu den Wirtfchaftsbedürfnisfen des Mutterlandes und feiner Menschen gebracht werden nie die durch Erweiterung des Ackerbaues gegrün- iten Kolonien. Die neuentdeckten und eroberten
auch der schweizerische Bundesrat interessiert, um einen Teil des Schweizer Güterverkehrs über den Lago Maggiore nach Venedig leiten zu können. Die neue Wasserstraße würde eine Länge von 540 Kilometern erhalten.
Mit Maschinengewehren gegen Rettnngsvoote.
slußt wird. „ . .
Diese wichtigen Auswirkungen werden allem da- durch bestimmt, wie beschaffen der Ra um ist, in dem die Mesnchen leben, wie beschaffen die M e n s ch e n sind, die den Raum bewirtschaften, und wie groß die Zahl der Menschen ist im Verhältnis zur Menge der Lebensgüter, die der Raum ihnen bietet. Man hat mit Recht fest- gestellt: Entweder richten sich die Menschen nach dem Raum, der ihnen zur Verfügung steht — oder sie richten den Raum nach ihren Bedürfnissen aus. Hieraus ergibt sich, daß nur schwache und macht- lose Völker in der Knechtschaft einer Raumenge ausharren und sogar ihre Bevölkerungszahl gemäß dieser Beengtheit beschneiden. Starke Völker werden immer den Raum finden, der notwendig ist, die i Qnhl ihrer Manscht»n fn leben AU lallen, wie es
kurz ohne Gegenleistung, bezeichnete und auch heute vielfach nod) bezeichnet.
Wir kämpfen heute um eine neue Epoche kolo- nialer Politik: für eine sinn- und planvolle Ver- " ■ - " der natürlichen Reserve- aum und Volkszahl
fr isgefud) dreier der Partido Nacional angehören- tzj, Minister war zurückgezogen worden. Das «^bleiben dieser Minister im Kabinett wird damit bc rundet, daß die uruguayische Regierung auf der rnfewnj in Colonia „ihren Standpunkt hinsicht- üt der Flottenstützpunkte berichtigt" habe. In ^errichteten Kreisen Montevideos schließt mah aus hiiier Formulierung, daß künftig nicht mehr von ^.-Stützpunkten gesprochen werden dürfte, son- hen daß man die Stützpunktfrage nach außen als giie ausschließliche Angelegenheit der La-Plata°Län- bei bezeichnen werde.
Eine Wafferstraße
Oriatisches Meer — Lago Maggiore
sich abhängig machen und erhalten, ist das Gegenteil von Kolonisation, ist das Gegenteil von einer gesunden Raumordnung, die ein gut ausgewogenes Verhältnis von Mensch und Raum zur Voraussetzung und Begründung hat.
Wir verstehen heute unter .Kolonien" über den völkisch begrenzten Staatsraum hinausgehenden zusätzlichen Lebensraum, der notwendig ist, um die Zahl und Tüchtigkeit der Menschen eines Volkes in ein ihrem Lebensstandard entsprechendes, auskömmliches Verhältnis zum Raum zu setzen. Die Größe dieses zusätzlichen Lebens- raumes wird bestimmt von der Lage und der Güte dieses Gebietes sowie den berechtigten Bedürfnissen des Volkes, dem es gehört.
Kolonien sind L e b e n s r a u m. Kolonialpolitik ist die zielstrebige Arbeit, einem Volke den not- wendigen Ergänzungsraum zu schaffen, diesen Lebensraum in bestmöglicher Weise als Ergänzung des ursprünglichen Raumes nutzbar zu machen und zu sichern. Der Begriff einer „Kolonisation" nach englischem Muster beispielsweise ist durch die Zeit, durch die Tatsache: mehr Menschen, und weniger Raum, endgültig erledigt. Kolonialpolitik bedeutet heute eine bewußte Abkehr von der früheren Aus- legiing, heißt ein Abaehen 'von einer Tätigkeit, mit der man die reine Ausnutzung der Räume ohne jede Anwendung von Arbeit, Tüchtigkeit oder Wert.
&un7IOi9T™Äk"@ebr X50 RM. «um«, rierte Sonderausgabe 6,— RM. Deutsche Verlags- Anstalt, Stuttgart, Berlin. — (259) — Dor dem Kriege gingen dem Referenten im Laufe eines Jahres, gehäuft in den Monaten vor Weihnachten, ein paar hundert Bücher zur Besprechung durch die Hände; in diesem Herbst waren es aus Gründen, die den meisten bekannt sein werden, und die ge- legentlich der Buchwoche hier schon des nahe- ren erörtert wurden, erheblich weniger. Immerhin erhebt sich auch diesmal, wenn man alles aufein- anderschichtet, noch ein ganz ansehnlicher Stapel. Aus diesem Bücherturm nun würde der Kunstbetrachter, nach dem einen, dem großen, dem unvergeßlichen Eindruck und Erlebnis gefragt, ohne sich zu besinnen, mit zärtlichen Händen den schmalen, schwarzleinenen, goldbedruckten Band heroorziehen, welcher überschrieben ist „Unser Freund Peregrin . Er enthält das letzte kostbare Geschenk der Dichterin Ina Seidel an chre unzählbare Gemeinde: eine reine und zarte Dichtung von verzaubernder Gewalt, eine Erzählung aus der inneren Welt, aus dem „Bereich hinter allem Greifbaren und Sichtbaren", mit unvergleichlicher Sicherheit in der Schwebe aehalten zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Ahnung und Gegenwart, zwischen holder Erinnerung und hellsichtiger Erkenntnis. Ina Seidel hat in manchem ihrer früheren Bücher bewiesen, wie sie das seelen- haft Unerklärbare, das unsagbar Geheimnisvolle, das sich aller aufklärerischen Deutung entzieht, als Erlebnis zu gestalten vermag; wie sie über jene echte Magie gebietet, die sich nur der echten Dichtung erschließt, — weitab von aller geschwätzigen Sensation und allem billigen Zauber. Zu berichten, was sich hier im landläufigen Sinne der Erzählung ! ereignet, ist aussichtslos, nicht nur weil der Bestand Jan „Handlung" äußerst gering ist, sondern auch weil alles, was hier geschieht, sich gleichsam in- J menbig abspielt, traumhaft, im Zwischenreich und 11 im Unterbewußten, in der Sphäre der reinen Emp- 11 fiubung. Der Mensch, welcher der Erzählung den . I Namen gab, Peregrinus, ist ein längst Derstorbe-
— Ann Tizia Leitich: Amor im Wappen. Roman aus dem Wien der Kongreßzeit. Franckh'sche Derlagshandlung in Stuttgart. Preis in Leinen geb. 5,80 RM. — (256) — Die Verfasse- rin ist durch das reizvolle Werk über die „Wiene- r'ich rin" bekannt geworden. Auchan diesem Roman
Rom, 18. Dez. (Europapreß.) In römischen v , „ r. .
W rtschaftskreisen wird die Frage einer Wasserstraße ■ schädigung des Rettungsbootes ist ein neuer Beweis vn der Adria zum Lago Maggiore erörtert. Be-1 für die Methode der britischen Zerstörer, die vor nts die nächste Versammlung der Korporationen Narvik deutsche Soldaten, die ihr sinkendes Fahr- wrd sich mit diesem Projekt beschäftigen. In ita*1 geug verlassen hatten, noch beschossen, als die irischen Wirtschaftskreisen wird die Notwendigkeit, Schiffbrüchigen schwimmend das Land zu erreichen w6S Wasserweges von Venedig aus über den Po versuchten. Die Beschießung von Rettungsbooten hj Mailand und von da über den Lago Maggiore gehört zu den gemeinsten Aeußerungen der britischen nch der Schweiz dringender empfunden. Für die Kriegsmentalität.
Thiffbarmachung des Po und des Tessin habe sich --
Honig. Zucker anA Zett werden jedafien. Sn Ale fast «testete Maste rührt mm Aas C. Ai« Gewürze, das waster und 2/z der mit .Sackte' gemischten und gesiebten Mehls. Den Nest des Mehls verknetet man mit dem Idgbtti ju einem festen Teig. 2/3 davon rollt man auf einem gefetteten Lackblech aus (reicht für r/4 eines Sieches Dan 32 x 46 an) unb drückt ihn an de» Seiten etwas hoch. Da übrige steig wird postend;u etea Decke ausge-ollt. ?i-r die Stillung werden die Zutaten mitdnanAa vermengt und unter Rühren einmal aufgelöst Nach dem JA ■ ■
Erkalten verteilt man sie gleichmShig euf dem mit steig belegten Backblech, legt die stägdecke JJ* ■ 1 darauf und sticht sie mit einer Sabel mehrmals ein.
•) An Stelle der Apfel kann man auch 300 g nicht ju [üfce Marmelade verwenden, ver EtzlSstel
waster unft Ate 50 g Zuck« sind dann nicht «forderlich. aufcaAm wird diele SüUung nicht
20 Mmrten M starker tztzo.
Sür den chvfi rührt man den gesiebten puAerzuck« mit *<o md Zttronenfaft glatt, da- ei* „WWWil/ dickflüssige Maste entsteht. Sofort nach dem Sacken d<WE BflUfllÄtÄen damit und lchnridet , •• L t W
<6» » iME», SM« (SfeLUl Sitte ON-fchneideNl S
ner, erscheinend nur im Bild und im Wort feiner .dichterischen Hinterlassenschaft; dennoch bezeichnet — Ina Seidel: Unser Freund Pere- sjch mit seinem geliebten Namen die seelenhafte Auszeichnungen des Jürgen Broot. Eine Mitte, der geheimnisvoll verbindende gute Geift im ~ 4 CA ro<m ' ländlichen Kinderparadies von Tania, Gregor und
Jürgen. — Hinzufügen muß man noch, daß die romantische kleine Welt dieser Erzählung auch von jener stillen Heiterkeit beglänzt und erhellt wird, die wir aus fast allen früheren Büchern Ina Seidels kennen. An ihre erlesene Lyrik wird man durch etliche kostbare Gedicht-Bruchstücke aus dem Nachlaß des Vitus Peregrinus erinnert. Hans Thyriot.


