Donnerstag, 18. April (940
Gießener Anzeiger
Kapitän zur (See Bonie
kratische Welt in England und Frankreich nicht einmal in der Lage fei, in den eigenen Ländern die allerelementarsten Fragen auch nur in Angriff zu nehmen, habe das deutsche Volk trotz aller wirtschaftlichen Bedrängnis doch schon einen großen Teil jener sozialen Fragen zu lösen vermocht.
Im September des vergangenen Jahres hatten sich freilich auch bei uns zweifelnde Stimmen erhoben, ob man während des Krieges mit seinen an sich schon großen seelischen und materiellen Belastungen dem deutschen Volk die Lasten einer gi-
Stockholm, 17. April. (Europapreß.) lieber die Einnahme der norwegischen Stadt und Festung
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Oie Besetzung von Kongsvingei-
Ruhige Tage im norwegisch-schwedischen Grenzgebiet.
, Wieder ein britischer Kreuzer durch Bombenvolltreffer versenkt.
Zwei weitere Kreuzer schwer beschädigt. - !l-Boot „Thistle" verloren.
Oer Führer rüst zum Kriegshilfswerk für das Deutsche 3Rofc Kreuz auf.
Das deutsche Sott wird sich der Opfer seiner Soldaten würdig erweisen.
Berlin, ^tr. April. D7lB. Oer Führer erläßt folgenden Aufruf zum Kriegshilfswert für das Deutsche Rote Kreuz: ......
«Zeit sieben Monaten seht der deutsche Soldat zu Lande, zu Wasser und in der Lust fein Leben zum Schutze der Heimat ein. Dafür erwartet er, daß ihn die Heimat, wenn er verwundet oder krank wird, aus das beste pflegt und betreu«. Für diese Ausgabe stehen d,e Männer und Frauen des Deutschen Boten Kreuzes, mit den besten Erfahrungen und technischen Mitteln ausgerüstet, Tag und Nacht zur Verfügung. So mann.gfach die Tättgkeit des Deutschen Boten Kreuzes ist, so groß ist auch der Bedarf an Mitteln. Ich habe daher für die kommenden Monate die Durchführung des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Bote Kreuz angeordnet und rufe das deutsche Volk auf, durch Spenden für das Kriegshilfswerk sich der Opfer der Soldaten würdig zu erweisen."
muß. Die deutsche Flak ist auf ihrem Posten. Leichte und schwere Batterien, Horchgeräte, Entfernungsmesser, Kommandogeräte und Scheinwerfer stehen auf der Wacht und konnten schon manchen Abschuß ür sich buchen.
Die deutschen Jäger starten in dauernder dichter Folge. Messerschmitt-Flugzeuge feiern neue Triumphe im Kampf mit zahlenmäßig überlegenen Gegnern. Die Bevölkerung der Städte Norwegens erhielt wiederholt den schlagenden Beweis der deutschen Luftabwehr durch Abschüsse vor ihren Augen.
Der Lustangriff aus die britischen Transporter bei Harstad.
Berlin, 17. April. (DNB.) Wie der OKW.-Bericht vom Mittwoch, 17. April meldete, ist bei dem erfolgreichen Angriff deutscher Kampfflugzeuge e i n großes Transportschiff durch eine Bombe schwersten Kalibers getroffen worden. Wie wir hierzu erfahren, handelt es sich hierbei um einen der englischen Transporter, die bei Har- tad 60 Kilometer nördlich von Narvik mit der Ausladung englischer Truppen beschäftigt sind. Der Angriff kam den Engländern sichtlich überraschend. Sie hatten in diesem so weit von deutschen Stützpunkten in Norwegen abgelegenen Gebiet offenbar nicht mit dem Erscheinen verdeutschen Luftwaffe gerechnet. Die Be-
Berlin, 17. April. (DBB.) Bei den £uff- angrissen vor der norwegischen Westküste wurde heute mittag der britischen Seemacht ein weiterer schwerer Schlag zugefügt. Ein britischer Kreu- 5 e r erhielt einen V 0 ll t r effe r von einer Bombe schwersten Kalibers und sank sofort. Zwei weitere Kreuzer wurden mit insgesamt drei Volltreffern schweren und schwersten Kalibers belegt. Die Bomben riefen so schwere Zerstörungen hervor, daß wahrscheinlich die Schiffe den Rück- marsch über die Bordsee nach einem britischen Hafen nicht überstehen werden.
Die britische Admiralität teilt am Mittwoch mit, das Unterseeboot „Th ist le", das in der Bordsee Operationen ausgeführt habe, sei schon so lange überfällig, daß es als verloren angesehen werden müsse. Die „Thistle" ist ein Schwesterschiff der „Truant" und gehört zur gleichen Klasse wie die am 1. Juni 1939 gesunkene „Thetis". Sie wurde im Mai 1939 in Dienst gestellt. Das U-Boot war 1900 Tonnen groß. Die Besatzung bestand aus 53 Mann.
Der Wehrmachtsbericht.
Berlin, 17. April. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die allgemeine Lage in-Borwegen ist im Laufe des 16 4. durch weitere Verstärkung der deutschen Truppen und durch die Sicherstellung wichtiger Eisenbahnverbindungen g e f e st i g t worden. Im Raum von B a r v i k haben deutsche Truppen die E r z b a h n bis zur schwedischen Grenze beseht. Eine Widerstand leistende norwegische Abteilung wurde nach kurzem Gefecht mit blutigen Verlusten für den Gegner zersprengt. Ein Teil wurde gefangen, der Rest rettete sich über die schwedische Grenze. Bei h a r st a d auf der Insel hinnöy, 60 Kilometer von Barvik, landete der Feind Truppen. In der näheren Umgebung von Bar- vik^wurden solche Versuche nicht unternommen.
Im Raum von Trondheim stießen deutsche Truppen bis zur schwedischen Grenze vor und besetzten die Bahn über Meraaker. Im Raum von B e r g en verlief der Tag ruhig. Bei Stavanger führte die britische Luftwaffe in der Bacht vom 15. bis 16. 4. erneut Luftangriffe durch, die jedoch keinen militärischen Schaden anrichteten. Den deutschen Truppen im Raumen von K r i st i a n - sand ergaben sich weiterhin zwei norwegische Bakterien. Die Ausdehnung des von deutschen Truppen besetzten Gebietes im Raum von Oslo schreitet weiter fort. Die Bahnverbindung Oslo —Frederikstad—Halden—Kornsjö zur schwedischen Grenze ist hergestellt. Eine deutsche Kampfgruppe hat kongsvinger am frühen Bachmittag des 16. 4. genommen und ist im weiteren Vormarsch nach Borden. Bördlich h ö n e - foß griffen deutsche Panzer erfolgreich in den
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602,5 Millionen opferte das deutsche Volk für das erste Kriegswinterhilfswerk.
Leuchtender Beweis der deutschen Kampfgemeinschaft.
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Kampf ein. _ , .
Die Kri egsmarine sicherte by perfonal- unb Materialnachschub nach norwegischen Häfen. 3m planmäßigen Ausbau bes Küstenschutzes wurden bie Küstenbefestigungen in Oslofjorb im vollen Umfange gefechtsbereit gemacht. Bei ber Vertei- bigung von Barvik fiel ber Führer ber Zerstörer, Kaptiän v S. unb Lommobore Bonte im helbenmütigen Kampfe gegen britische Uebermacht. Runb zweibrittel ber Besatzung ber be- schäbigten unb nicht mehr gefechtsbereiten Zerstörer, die ihre Munition restlos verschossen haben, wurden in die Verteidigung Barviks zur Ver- stärkung der int dortigen Raum eingesetzten heeres- truppenteile eingegliedert. Ein deutsches U-Boot versenkte nordöstlich der Shetland-Jnseln einen Zerstörer der „Tribal"-Klasse. Mehrere norwegische Torpedoboote wurden von der Kriegsmarine in Dienst gestellt.
Die Luftwaffe fetzte am 16. 4. ihre Aufklärung über der mittleren und nördlichen Bordsee sowie an ber norwegischen Westküste mil roertooUen Lrknnbnngsergebnissen fort Trotz bes topfen Wetters wurden Einheiten ber britifdjen Seeffreil- (räffe bnrch deutsche Sampsslugzeuge angegriffen. Lin grobes Transportschiff würbe durch Volltreffer schwersten Kalibers getroffen unb ein feinbliches U-Boot wie bereits getnelbel, unb ein feindlicher Kreuzer, 150 Kilometer nordwestlich bes Molb-Ijorbes, burch schweren Bombentreffer oersenkt. Bei ber Zagbuberwachung on ber Sübwestküsle Borroegens fchossen deutsche 3ager am 15. 4. eine Lockhead-hubson unb ein Sunderland- Slugboot ab. Lin deutsches Flugzeug ist oom fiug nicht zurückgekehrt.
An der Westfront sprengten subwestlichMer zig eigene Slohlrupps vier seindliche Unlerstanbe, rieben bie über 50 Mann starke britische Befa^ung auf unb brachten (Befangene, Waffen unb Blum als Beule ein.
Die Luftverteidigung in Norwegen abwehrbereit.
Berlin, 17. April. (DNB ) Die LustverteM- Sin Norwegen steht obwehrbereit. D ।
ruck, den jeder Besucher der norwegischen Flug Plötze schon nach den -rsten Tagen der D-I-tzu g Norwegens durch die deutsche Wehrmacht h
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Der deutsche General hat schnell die Verwaltung organisiert, die von dem deutschen Oberbefehlshaber angeordnet wurde und die im besetzten Gebiet um Oslo bereits wirksam ist. Eine große Anzahl von Evakuierten kehrte am Mittwoch nach Kongsvinger zurück, wo viele Läden und Geschäfte wieder geöffnet haben. Die deutschen Offiziere und Soldaten traten rücksichtsvoll auf. Ein schwedischer Journalist kann sich z. B. ganz frei bewegen, wenn er es wünscht, vorausgesetzt, daß er seinen Paß bei sich hat.
Aus U d d a v a l a wird am Mittwoch ebenfalls berichtet, daß die zunächst geflüchtete Zivilbevölkerung von Schweden wieder nach Norwegen zurückkehre. Von deutscher Seite würden keinerlei Schwierigkeiten gemacht. Bezeichnend für die Ruhe, die augenblicklich an der schwedisch-norwegischen Grenze herrsche, sei die Tatsache, daß viele Grenzstationen von deutschen Truppen gar nicht mehr besetzt gehalten würden, sondern daß norwegische Beamte wieder diese Arbeit ausführten. Bei Haken würden allerdings alle Hauptstraßen und wichtigen Landwege sowie die Eisenbahnbrücke von deutschen Patrouillen bewacht, um Sabotageakte auszuschließen. Der Korrespondent der „Stockholms Tidningen" stellt fest, daß die Deutschen korrekt austreten und die norwegische Zivilbevölkerung nichts gegen die deutsche Obrigkeit einzuwenden habe. Bezeichnend dafür sei die Tatsache, daß Flüchtlinge in großen Strömen über die Grenze zurückkehrten und das normale Leben allmählich wieder in Gang tarne.
kanntschaft mit den deutschen Kampfflugzeugen wird den Briten deullich gemacht haben, daß sie selbst an einer weltenlegenen Stelle nicht ungestört ihre Landungen vornehmen können.
Harstad aus Hinnö.
Die Engländer haben, wie schon kurz berichtet, eine Abteilung Landungstruppen irt Harstad — 60 Kilometer von Narvik — glücklich ausgeschifft. Harstad ist ein kleines Städtchen von fast 4000 Einwohnern auf der Insel Hinnö und stellt den Typ der nord-norwegischen Hafenplätze dar, wie sie Hamsun in seinen Romanen beschreibt: die Fischer bringen ihre Fänge hierher und kaufen ihrerseits wieder Lebensmittel und Bootsausrüstungen aller Art ein. Die Insel Hinnö, auf der Harstad liegt, ist etwas über 2000 Quadratkilometer groß, aber überaus unwegsam. Auf dieser geringen Fläche erheben 'sich jäh aufsteigende Gebirge bis zu 1300 Meter. Die ganze Insel Fühlt einschließlich von Harstad 14 000 Einwohner, so daß etwas über sechs Menschen aus den Quadratkilometer kommen. Unmittelbar vor Harstad ist das Meer bis zu den nächsten Inseln oder dem Festlande 15 bis 30 Kilometer breit. Offenbar haben die Engländer an den weiter innenliegenden Sunden und Fjorden keine richtige Landemöglichkeit entdeckt und deshalb das ziemlich abseitige Harstad zu einer Art Etappenort oder Ankerplatz gemacht. Angesichts der vielen tausend Inseln, die dem norwegischen Festland vorgelagert sind, ist es ganz unmöglich, eine gelegentliche Landung zu verhindern. Der tatsächliche Zugang zu Norwegen ist auf nur wenige Häfen beschränkt, von denen sich ein — im buchstäblichen Sinn — gangbarer Weg in das Landesinnere öffnet. Daraus erklärt sich auch, warum von Bergen an nach Norden Häfen In diesem Sinne jeweils 500 bis 700 Kilometer auseinanderliegen.
Kongsvinger berichtet „Stockholms Tidningen", daß der deutsche General einer der er ft en war, die die Stadt betraten. Er habe sich kurze Zeit in Kongsvinger aufgehalten, um dann neue Operationen vorzubereiten. Der Korrespondent der „Stockholms Tidningen", der eine kurze Unterredung mit dem General hatte, stellt fest, daß hie Deutschen sehr korrekt in Kongsvinger auftreten. Die Deutschen seien, so habe der Kommandant festgestellt, am Dienstag langsam gegen Kongsvinger vorgerückt. Es hätten unbedeutende Kampfhandlungen mit norwegischen Splittertruppen stattgefunden. Die Norweger hätten sich aber zurückge- zogen und kaum Widerstand geleistet. Am Nachmittag seien Stadt und Festung in den Händen der Deutschen gewesen. Eine halbe Stunde nach dem Einzug der Deutschen sei bereits das Stabsquartier in Kongsvinger aufgeschlagen worden. Alle Wege von Kongsvinger nach Charlottenberg und an die schwedische Grenze seien zur Zeit gesperrt. Allerdings könne man keine norwegischen Truppen in dieser Gegend feststellen, so daß der weitere Vormarsch ohne Widerstand vor sich gehen könne.
„Allehanda" gibt die Stimmung in Kongsvinger in einem Bericht wieder, in dem es heißt: „Das war gar nicht gefährlich. Ich bin froh, daß ich hier geblieben bin." Dies fei am Mittwoch die Meinung der Einwohner Kongsvingers gewesen. Man habe nach den Geschehnissen der letzten Tage endlich wieder aufatmen können, und fand, daß das tägliche Leben wieder ohne größere Nöte in Gang kam.
Berlin, 17.April. (DNB.) Im Berliner Sportpalast wurde die Eröffnung d e s K r i e g s = hil swerkes für das Deutsche Rote Kreuz durch Dr. Goebbels bekanntgegeben. Reicksminister Dr. Goebbels hatte vorher den R e - chenscha^tsdericht des 1. Kriegswm- terhilf sroertes verkündet, der mit seinen 602 5 Millionen RM. als ein glänzender Sieg der deutschen Volksgemeinschaft und als eine geharnischte Antwort Großdeutschlands an bie plutokra- tischen Kriegstreiber gewertet werden kann Dr. Goebbels schilderte zu Beginn die Entschlossenheit des deutschen Volkes, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln seine Lebensrechte zu verteidigen. Die schonungslose Brutalität, mit der unsere Geg-^ ner ihre Kriegsziele enthüllten, haoe dem deutschen Volk keinen Zweifel über die ^sichten der englisch-französischen Plutokratie gelassen „Ww haben diesen Krieg nicht gewollt", so stellte Dr. Goebbels fest aber wir haben uns darauf vorbereitet, und er hat uns deshalb nicht ungerüstet über- r a sch t Das deutsche Volk muß sich im klaren darüber sein, daß es im Nationalsozialismus die stärke seines Reiches verteidigt, daß der Nationalsozialismus die deutsche Nation zu dieser ungeheueren inneren und äußeren Kraft- entfaltung erst vorbereitet und befähigt hat, daß damit aber auch bie soziale Einheit unseres Volkes das beste Unterpfand eines kom- m (Eii? befanbers^erebtes und leuchtendes Zeugnis für diefe soziale Einheit sei das Winterhilfswerk: nickt eine Angelegenheit des Almosengebens, sondern eine Angelegenheit sozialer Verpflichtung ärmeren und mittelloseren Schichten gegenüber die das ganze deutsche Volk erfüflt. Wahrend die Pluto-
General-Anzeiger für Oberhessen * «irh-n^ch-lstrltztl-O
nautisch gesteigerten freiwilligen Hilfsbereitschaft zu- muten dürfe. Das deutsche Volk aber habe dann in den vergangenen sechs Monaten in einer grandiosen sozialen Volksabstimmung em Zeugnis für feine Verbundenheit mit de rn Führer und dem nationalsozialistischen Regime ab gefegt, wie es überzeugender überhaupt nicht gedacht werden könne. Das Gesamtaufkommen beträgt 602,53 Millionen gegen 566 Millionen hn Jahre 1938/39, also eine Steigerung von 36 Millionen. Dabei muß beruck-
Eben noch war das Bild des Kapitän zur See, B o n t e, durch die Blätter gegangen, da meldet der Wehrmachtsbericht, daß er dort oben in seinem Kampfbereich in und um Narvik gefallen ist. Er war der Führer der deutschen Zerstörer, die dort eine Woche lang gegen eine riesige Uebermacht leichter, mittlerer, schwerer und schwerster englischer Seestreitkräste einen Kampf lieferten, vor dem man nur in tiefster Bewunderung stehen kann. Heldisch wie sein Kampf, war auch sein Streben, leuchtendes Vorbild er selbst wie seine Männer, bis in den Tod getreu der ruhmreichen Tradition der deutschen Krigesflotte. Höchste Ehre feinem und feiner Mitkämpfer Angedenken!
Kapitän zur See und Commodore Friedrich B o n t e war 1896 in Potsdam als Sohn des kürzlich verstorbenen Marine-Obergeneralarztes a. D. Paul Bonte geboren. Seine Schulzeit verbrachte Bonte vornehmlich in Bremerhaven und Wilhelmshaven, die letzten Schuljahre in Potsdam. Am 1. 4. 1914 trat er als Seekadett in die Kriegsmarine ein. Der ersten Seekadettenausbildung an Land folgten unmittelbar nach Beginn des Weltkrieges Bordkommandos auf den Schlachtkreuzern „Derfflinger", „Lützow" und Seydlitz". Bonte nahm so an den Beschießungen von Scarborough/Witby und Loweftoft/Uarmouth teil, machte das Gefecht auf der Doggerbank und die Skagerrakschlacht mit
Nach dem Weltkrieg finden wir ihn in verantwortlichen Dienststellungen bei der Heranbildung des Offiziernachwuchses. Nach dreijähriger Tätigkeit als Kommandant von Torpedobooten machte Bonte als Kadettenoffizier auf dem Kreuzer „Berlin" in den Jahren 1927/28 eine längere Auslands- Ausbildungsreise mit. Anschließend wurde er zur Admiralstabsausbildung kommandiert. Die dort erworbenen Kenntnisse konnte der inzwischen zum Korvettenkapitän beförderte Offizier sogleich wieder an Bord, im Stabe des Befehlshabers der Auskla- rungsftreitfräfte verwenden. Mit dem Aufbau der deutschen Flotte setzte der Bau unb die Indienststellung von Zerstörern ein, denen er seine ganze Neigung und Beachtung schenkte. Er wurde sehr bald Chef einer Zerstörer-Division. Bei Beginn des gegenwärtigen Krieges wurde dem Commodore die Stellung des „Führers der Zerstörer' zuteil. Für hervorragend geführte Unternehmungen seines Verbandes erhielt er bereits im Oktober und November 1939 die Spangen zum E. K. H und E. K. I.


