Maurern em
16 Sevt (DNB Funkspruch.) so wichtig« Raum ja viel zu stark geschützt. Es
1D- . p < -O. O hV..h un, nffn nur eines ubna: Abwarten.
bedeutet schon besage ei,r^yerv°rrn»enu-Scke mLrfer icht eine Maschine aus uns zukorn- «rä ■üKSsMSiSS. ttÄ SSW«« fefc«
~äS»S5S ÄLÄASÄM- -»
nie 11, uhu u/WH 1 r -<• v
jäger von hinten!" Jeder Kampfflieger und jeder Aufklärer kennt die innere Spannung, m Die man versetzt wird, wenn einer der Besatzung ruft: „Säger". Nur Sekunden dauert meist ein solcher Luftkamps, aber Sekunden, die die äußerste Konzentration von jedem einzelnen der Besatzung ver. langen. Feder, der an seinem MG. liegt, weiß: Bon dir hängt unter Umständen das Leben der ganzen Besatzung ab ... „Noch hat er nicht angegriffen , erzählt uns der Bordmechaniker der Do 17 weiter, „ich beobachte ihn, mechanisch entsichere ich die MG.s, jede Sekunde kann der entscheidende Augenblick kommen. Nun schießt der Brite Leuchtkugeln. Ein verabredetes Zeichen? Jetzt verlöschen schlagartig die Scheinwerferkegel. Ihnen also galt das Zeichen. Um uns ifi es stockfinster. Ich hatte geradg
blieb uns also nur eines übrig: Abwarten.
Ich weiß nicht, waren es Minuten oder Sekunden nach unserem Abflug. Da sah ich plötzlich im
Leute, die schon Geld nach Hause gegiert yaven. Wir suchen eine beliebige Adresse heraus: Mevrouw Berlinden-Boeyekens, 26, Kunstlaan. Wir muffen
Steigerung der Verfolgung net werden.
Befreiungs-Kundgebung in Klausenburg.
Budapest, 16. September. (Europapreß.)
Nachdem die militärische Besetzung des rückgeglie- derten n o r d si e b e n b ü r g i f ch e n Gebietes
„Vielleicht könnten wir einmal em paar mitten aufsuchen und mit den Leuten f"" Dann könnten wir ja sehen, ob es ,..v Propaganda handelt. Willst du nuttommen? Gesagt getan. So standen wir am nächsten Tag am Brüsseler Nordbahnhof, um mit der Bahn nach Antwerpen zu fahren. Der Eisenbahnverkehr fünf» tioniert zwar überall, nur ist er bebeutenb urnstan^ ltch-r als früher. Auch geht es viel langsamer; nach Mecheln braucht man jetzt eine halbe Stunde, statt früher zehn Minuten. Unser Ziel war die Ortschaft Boom bei Antwerpen, denn wir hatten gebart daß gerade heute ein Arbeitertransport von Boom nach Deutschland abgehen sollte. Die Fahrt nach Boom war keine Kleinigkeit, denn m Mecheln mußten wir schon vor der Station aussteigen und 30V Meter zu Fuß gehen. Dann ging es durch den Bahnhof hindurch zum Marktplatz von wo uns ein Autobus nach längerem Warten wetterbefor-
Die Strohwitwen von Flandern
Von unserem K. M.-Korrespondenien.
Bukarests empfing am Sonntag die heimgekehrte Königin-Mutter Helene. Sie wurde am Zuge begrüßt von König Michael,' Staatschef Gene- ral Antonescu und den Mitgliedern des Kabinetts, dem Patriarchen von Rumänien und anderen Würdenträgern Der Bürgermeister der Hauptstadt reichte^der Königin-Mutter das traditionelle Brot und Salz. Der Weg durch die Stadt führte durch ein dichtes Spalier von Offizieren, Legionarskolon- nen und Staatsbeamten, hinter denen m dichten Reihen die Bevölkerung stand. Die Konigin-Muttar fuhr an der Seite des Königs in einer mit sechs Schimmeln bespannten Staatskalesche gefolgt von zwei berittenen Eskadronen. Vorauf fuhr, ebenfalls tadelnd begrüßt, stehend im offenen Wagen General Antonescu. Der Zug ging zur Patriarchie wo
Erkältungen in der llebergangszeit sollte man nicht vernachlässigen, da sich sonst leicht ernsthaftere Erkrankungen einstellen können. Deshalb wende man sofort bei.den ersten Anzeichen beginnender Erkaltung, wie Frösteln, Husten, Schnupfen oder Heiserkeit, folgendes Rezept an. Kurz vor dem Zubettgehen oder im Bett möglichst heiß 1-2 Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist und 1-2 gestrichene Eßlöffel Zucker mit etwa bor dovvölten Menge kochenden Wassers gut verrührt dann schwitzen! Zur Nachkur, und um Rückfällen entgegenzuwirken, nehme man no^ einige Tage, und zwar 2-3maI täglich, einen Teeloffett Kloster frau-Melissengeist in einer Tasse Pfefferminz- oder 'ÄU Sie einmal bei den erstens, zeichen einer Erkältung oder eines Grlppeanfalls den bekannten Klosterfrau-Melissengeist. mber blauen Packung mit den drei Nonnen: erhältlich beiJhrem Apotheker oder Drogisten m Flaschen zu RM. 2.80, 1 65 und 0.90 (Inhalt: 100, 50 und 25 ccm). Vergessen Sie ihn nicht bei Ihrem nächsten Einkauf!
während eines Nachtfluges Unteroffizier M für sich buchen, es gelang ihm, mit wenigen Feuerstößen einen britischen Nachtjäger zu erledigen. „Unsere Bomben auf die Oellager bei London waren bereits gefallen", erzählt uns ber Unteroffi= iier ,unb wir konnten beobachten, daß sie auch bei diesem nächtlichen Angriff ihre Wirkung nicht verfehlten. Wie schon beim Anflug, so griffen Hunderte und aber Hunderte von Scheinwerfern nach uns. Längst haben sie uns erfaßt. Taghell ist es in der Kabine. Wir wußten, daß nur in diesem Raum mit sehr starker Abwehr zu rechnen war. Wir kannten die Gegend von unseren vorangegangenen Flu-
Jn einer Zone, die Tag und Nacht in einem fortdauernden Alarmzustand stehe, sei dies nicht möglich. Englands ganze Versorgungsgrundlage stutze sich auf London, Liverpool, Bristol und Southampton, auf vier Zentren, die Tag und Nacht i m Trommelfeuer der deutschen Luftwaffe liegen. Als England endlich begonnen habe, die Nützlichkeit der Räumung des Dersorgungsdrei- ecks London-Lioerpool-Southampton zu erwägen, fei überraschend der deutsche Angriff vom August und September gekommen. Wieder einmal sei London von der Schnelligkeit der Achse geschlagen worden. Freimaurerlogen sollen ihre goldenen Insignien für die britische Kriegskaffe stiften.
beenbet wurde, fand in Klausenburg, der Hauptstadt Siebenbürgens, im Anschluß an den Einzug des Reichsverwesers von Horthy eine Befrelungs- kundgebung statt. Alle Häuser waren mit ungan- chen, deutschen und italienischen Fahnen gefchmuckt; an den Fenstern sah man die Bilder des Reichs- Verwesers, des Führers und des Duce. Auf der Ehrentribüne hatten sich die höchsten Wu^entrager des Landes eingefunden: Die ungarische Regierung mit Ministerpräsident Graf Teleki, bie Präsidenten des ungarischen Parlaments, die Führer bes sieben- bürqischen Ungartums, Mitglieder des Diplomatischen Korps uni) andere hohe politische, militärische und kirchliche Würdenträger.
Als Reichsverweser von Horthy an der Ehrentribüne erschien, wurde er von Ministerpräsident Graf Teleki begrüßt. Dann hielt der Führer der Ungarischen Siebenbürgifchen Partei eine Rede, m der er den überströmenden Gefühlen des zurucktze kehrten Siebenbürgen Ausdruck gab. Als ein deutsch e r B a u e r mit einer Hakenkreuzarmbinde sprach, wurde er immer wieder von der Menge mit stürmischen Hitler-Rufen unterbrochen. Nach wetteren Reden erhob sich der Reichsverweser, dankte für ben herzlichen Empfang unb führte aus: Hon Gluck erfüllt, grüße ich aus Klaufenburg bie ruckgegtteber- ten Teile Siebenbürgens. Ich bin ber festen Neber- zeugung, daß diejenigen, die jetzt helmkehren, mtt gestähltem Leib und gefestigtem Geist zuruckkehren. Den zwei befreundeten Mächten Deutschland und Italien gebührt Dank, daß die Wiedergutmachung ohne Blutvergießen vor sich gehen konnte. Er gab dann der Hoffnung auf ein gutes Verhältnis zu Rumänien Ausdruck. Eine Truppenparade beschloß
HUlJC. I1* D * . , * r-w« C[
gen wir einen langen knochigen Flamen. „\>a, ja... ich will arbeiten! Ich habe mich freiwillig gemeldet, wie alle ... so kann man ja auf die Dauer nicht mehr leben, ohne Arbeit!" „So, es ist also doch wahr, daß jeden Tag so viele Leute abreifen?
Heute sind es dreihundert Personen, von diesem Ort bisher allein 1200 Arbeiter."
Die Behörden geben uns eine lange Liste Der I Leute, die schon Geld nach Hause geschickt haben.
Bukarest, 15. Sept. (Europapreß.) . In ber Nacht zum Sonntag wurde in Bukarest eine neue Regierung gebildet. Dem Kabinett gehören an: Ministerpräsident und Kriegsminister: General Anto- n e s c u; Unterstaatssekretär für Landesverteldlgung. General Pantazi; llnterftaat5^^fretar für Suft= fahrt und Marine: I i e n e 5 c u; Unterftaatafetretar ür Rüstung: General Dodre; Vizepräsident des Ministerrats: Prof. Hora Sima; Chef der Eisernen Garde; Innenminister: General Petrovicescu (Eiserne Garde); Außenminister: Sturd c a (®i= erne Garde), bisher Gesandter m Kopenhagen. Don dem aus 19 Mitgliedern bestehenden Kabinett ge= hören sieben der Eisernen Garde an. Die Fachministerien haben Spezialisten ohne pottttsche Färbung erhalten. Ein Manifest über die Reuordnung des rumänischen Staates, Das die Unterschrift des Königs trägt, lautet: f ,
„1. Rumänien wird ein national-legio n 2.r Sie Legionäre Bewegung ist die e i n z i g e a nerkannte,Bewegung im neuen Staat Sie hat die Aufgabe der moralischen und matanellen Hebung des rumänischen Volkes und der Erschließung seiner schöpferischen Kräfte
3 General A n t o n e s c u ist der Chef des natio- nattegionären Staates und Chef des legionaren Re-
Horia S i m a ist Kommandant ber tegionären
Ein Kabinett Antonescu unter maßgebender Beteiligung der Legionäre. Rückkehr der Königin-Mutter Helene.
Michael zusammen mit General Antonescu und Horia Sima auf den Balkon, stürmisch gefeiert von einer riesigen Volksmenge, und liehen die, langen Kolonnen der Legionäre, Vereitle ber Kriegsteilnehmer und des Militärs vorbeimarschieren.
Die Äeuaefiattung des rumänischen önlerrichlswesens.
Neuyork, 14.Sept. (DNB.) Die Aufforderung der englischen Regierung an die Freimaurerlogen, ihre Goldinsignien zur Stärkung der bntt- schen Kriegskasse zur V er f ügun g zu stell en, wird von der „New York Times" zum Anlaß einer Betrachtung über die Politik ber Freimaurer ge- nommen. WährenddesWeltkri ege s hatten die kontinentalen Freimaurerlogen, so schreibt Das Blatt England und Frankreich viele wertvolle Informationen über die Zustände in Deutschland zukommen lassen, worauf Hitler mit einer Unterdrückung der Freimaurerei geantwortet habe. Wenn nunmehr die britische Regierung von den Freimaurern ein Goldopfer verlange, so müsse das als (Steigerung der Verfolgung der Freimaurerei bezeich-
R-if-nd-n Mit Koffern mochten ihrem Unmut über diese Reise-Erschwerung in lauten Fluchen Luft und man hörte mehr als em kräftiges --Gott verdamm". Ja, die Engländer hatten keine Brücke vergessen! Jetzt konnte man erst sehen, wie grunD- sich die Eisenbahnbrücke zerstört unb m vier Stacke zerrissen war. Flämische Arbeiter waren unter deutscher Aufsicht mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Ein flämischer Arbeiter nahm zusammen mit einem deutschen Eisenbahner m seiner dunkelblauen Uniform sein Frühstack ein^Der Flame ließ den Deutschen von seinem Speck mttessen, unb Der Deutsche revanchierte sich, indem er dem Flamen etwas zu trinken gab. Beide unterhielten sich lusttg, L iä f-imr Muttersprache, die chauptsa^e war. daß sie sich gegenseitig glänzend verstanden. Mindestens ein Dutzend große Autobusse rollten von Mecheln nach der etwa fünfzehn Kilometer entferm ten Ortschaft Düffel. Von hier aus verkehrt dann wieder die Bahn nach Antwerpen. Trotz dieser Er- Slmmina sind die Züge und Autobusse brechend voll. Geschäftsleute, Beamte, . Studenten fahren jeden Tag, denn das Leben nimmt weiter feinen
5. Mit dem Inkrafttreten . dieses Dekrets ist jeder Bruderkampf eingestellt.
General Antonescu erließ einen Aufruf an das Land, in dem er erklärte, daß der Geist der Reinheit das ganze Volk durchdringen muffe. Er werde sich unparteiisch, ohne Hcch "nd ohne un- aeretate Schläge durchsetzen. Darüber wache die Justiz Jetzt rufe die Pflicht und die Arbeit. Die Stunde der Einigung aller Kräfte könne nicht mehr hinausgezogert werden. Die moralische politische und militärische Kräftigung des Volkes müsse sogleich beginnen, die Lage der Bauern, Arbeiter und Angestellten müsse sofort gebessert werden. Das Gesetz der Disziplin, der Arbeit, der harten Erziehung der Schweigsamkeit und der nationalen Solidarität sei das Gesetz des nationallegionaren Staates. Die Rückkehr der Königin-Mutter m das Land lege allen die höchste moralische Derpflichtung auf Die königliche Familie werde nun wüder durch moralisches Beispiel, durch Mäßigkeit, Beledenheit staatsbürgerlichen Geist und patriotische Haltung Symbol der rumänischen Familie fem, m ber der Schlüssel zur glücklichen Zukunft des rumänischen
VrMchen Aachtiäger mit acht Schuß erledigt
Oie Leistung des Bordmechanikers einer Do 17.
Von Kriegsberichter Harald Wachsmuth.
Untere sonstigen Eindrücke in Mecheln waren - recht friedlicher Art. Auf dem Marktplatz siel uns • eine Schar dunkelblau gekleideter junger Mädchen auf die frisch unb rosi-a, doch etwas traurig mirb fen' denn sie mochten schon an die Unannehmlichkeiten des neuen am 2. September beginnenden Schuljahres denken, bas ihnen jetzt m ^rem Pe - fionvt bevovstanb. Sonst faßen die Leute friedlich auf den kleinen Kaffeehaus-Terrassen .^°^en ihr Bier Das Leben in Mecheln hat sich nicht met verändert die große Brüsseler Nachmittagszeitang., der Soir" trifft wie früher schon kurz nach drei Uhr 'in M-'ch-ln ein, das friedlich (einen Sladmut.
TÄMU|er™
ZLLLWUM WÄfÄ’ÄX’S tt"** >•«■, «wys rnn-l WWtzWW wa»k mitu n ter Mene L die Sicherheit des NeÄedrs An den Brücken aber stehen bewaffnete Soldaten Alle Brücken, die wir letzt über- deutsche Sowaren. Brücken, die man nut
fen’Ä'Ä K Ä 6““«* I“
(PK) ......16. Sept. (DNB. yunripruajj
Einen feindlichen Jäger abzuschießen, der an Schnelligkeit und Wendigkeit einem Bomber überlegen ist, bedeutet schon bei Tage eine hervorragende Leistung.
1 ' r V . Lf! X re H AI* f HT1 Yt TP
Bukarest, 14. Sept. (Europapreß.) In ausführlichen Richtlinien für den neuen Aufbau des rumänischen Schulwesens bemängelt General Antonescu den Umstand, baß man tn Rumänien bisher ben Geist des französischen Schulwesens nachgeahmt habe, ohne den Verschiedenheiten der beiden Völker unb den vorwiegend bäuerlichen Bedürfnissen des rumänischen Volkes Rechnung zu tragen. Durch die Nachahmung einer fremden Kultur könne nie eine eigene Kultur zu- stcmdekommen. Grundlage des rumänischen Schulwesens müßten die Primarschulen sem die allen Söhnen des Volkes die Möglichkeit geben müsse aus dem Dunkel des Analphabetismus herauszukommen. Die besten Schüler der Primarschulen in Stadt und Land würden in besonderen Schulen zusammengef aßt werden und mit Unterstützung des Staates eine besonders gute Erziehung erhalten. Aus ihnen solle sich die zukünftige Führerelite des Landes rekrutieren. Das System der „Landeswacht", das gute Ergebnisse ge- Uitigt habe, werde in das Fortbildungswesen, das ich an die Primarschulen anschließt, eingebaut. Die aus den abgetretenen Gebieten kommenden Lehrkräfte würden vor allem das Lehrerperfonal in den Dörfern verstärken helfen.
Brüssel, im September 1940. I mit zerfetzten Ziegelstücken und gebrochenen Mauer- Dieser Tage traf ich auf der Straße eine meiner reften angefüllt. Am Kanal sind alle Brucken ge- belgischen Bekannten, eine Französin, die durch sprengt worden.
Heirat Belgierin geworden ist. Sie freute sich sehr, n zehn Minuten sind wir m Boom — sagt mich wiederzusehen, denn sie hätte erfahren, daß fcer Junge, neu eingestellte Schaffner, der noch kerne ich von den Belgiern nach dem 10. Mai nach Süd- Uniform trägt und nur durch eine Armbinde mit frankreich verschleppt worden war. Alles, was fie einem riesigen gelben „B" auf grüner Seide aus- liber das Schicksal der Verschleppten gehört hatte, ^wiesen wird. Man muß sich mit diesem Ersatz- war ihr Grund genug, um mich noch zuvorkommen- p^sonta behelfen, denn immer noch find viele der als früher zu behandeln. Trotzdem erklärte sie Eisenbahnbeamte, Gendarmen, PottZlsten usw. in in Anwesenheit ihres sechzehnjährigen Töchterchens Fr^x^ich, und die französischen Behörden lasten mit halblauter Stimme, daß sie mich künftig nur |ie aU5 irgendwelchen dunklen Gründen aus Dem
7 ......... "" - r‘ ' unbesetzten Gebiet nicht heraus. In Boom ift alles
friedlich, beinahe zu ruhig. In diesem kleinen Stadt- chen sind viele Fabriken angesiedelt, Metallwarenfabriken, Glasfabriken und Werften, die aber fast alle gegenwärtig nicht arbeiten. 2n der Tuyvaerts- ftraat erfahren wir, daß heute noch 300 flämische Arbeiter nach Deutschland abreisen werden. Das ist es ja gerade, was uns interessiert, und wir wollen diese Leute unbedingt sprechen.
I Auf einem großen Hof versammeln sich die Ar- . .. 1 ., <n____SUop/tTtnrotl
alten Farbennuancen. Auch hier sitzen vor der I Haustür im Gärtchen die Frauen. ‘
„Mevrouw Berlinden?" ,Za", antwortet eine ; (Stimme. „Dag Mevrouw — haben Sie schon von Ihrem Mann Nachrichten bekommen?" „O ja, acht Postkarten. Von Deggendorf. Mein Mann schreibt, daß es ihm sehr gut gehe, daß die Arbeiter m Deutschland ein viel besseres Leben haben ata hier in Belgien und daß es ihm an nichts fehlt Er hatte am 14. August, wie er schrieb, fünfzig Mark abqesandt. Mijnheer Berlinden ist schon seit dem 8. Juli in Deutschland. Er hatte sich freiwillig gemeldet — so erzählt die Frau, und die guten Nac^ richten, die von ihm eintrafen, haben dann auch den Nachbarn Mut gemacht, sich ebenfalls freiwillig zu melden. Auch in allen Nachbachäusern sinden wir „Sttohwitwen", die mit strahlender Miene erzählen, daß schon Geld aus Deutschland angekommen ist. Denn Geld ist eine ebensolche Rarität, wie Butter und Eier, Mevrouw Abeele hat sogar 925 Franken bekommen, Mevrouw Roelandts 1237 Franken. Alle diese Frauen kommen mit gelben Banküberweisungspapieren an und machen aus ihrer Freude kein Hehl. Manche von ihnen haben schon Kohlen gekauft, andere sorgen für die Kinder. Man braucht Schuhe und Wintermäntel.
„Wann kommen Ihre Männer zuruck? sra^e ich Mevrouw Janssens, eine schwarz gekleidete altere Frau. Ich weiß es nicht. Die Männer haben einen Vertrag für drei Monate, aber wenn sie können, sollen sie länger bleiben. Manche haben noch Bedenken, nach Deutschland zu gehen, oder ihre Frauen wollen sie nicht ziehen lassen, denn die Frauen sind eifersüchttg. Manchmal gehen übrigens auch Die Frauen mit nach Deutschland. Allein von Boom aus sind 32 Frauen mit ihren Männern abgefahren, und sie haben ebenfalls Arbeit gefunden. Auf der Straße spielen die Kinder, und sie sind sehr stolz, daß ihre Väter jetzt in Deutschland arbeiten und verdienen. Wenn sie groß sein werden, dann werden sie auch nach Deutschland fahren, nach Braunschweig, Hamburg, Berlin, Stettin ... sie kennen schon die Namen dieser Städte: dort arbeitet „Vake .
Wir danken noch für die Mitteilungen, Die man uns gemacht hat und werfen noch einen Blick auf die iprichwörtlich sauberen flämischen Häuschen, wo das Verttauen in die Zukunft so stark ist. Meine Freundin schüttelt den Kopf. „Nein, es ist keine Propaganda, alles ist wahr. Nur hatte ich bis jetzt nicht glauben wollen, daß so viele Arbetter freiwillig nach Deutschland fahren und daß man Jo gute Nachrichten von ihnen hat. Aber ich habe ja selbst bie Briefe und Karten gelesen und die Bankanweisungen gesehen." All das ist in Wirklichkeit nicht erstaunlich. Das Volk will weiterleben, das Volk will arbeiten, es will sich selbst ein Bild machen Die Leute haben jetzt selbst gesehen, was man ihnen vorgelogen hat, und sie haben keine Angst mehr davor, nach Deutschland zu fahren. Und nicht nur bie Flamen, sondern auch die Wallonen. Denn auch von Lüttich und Charleroi geht Zug auf Zug nach Deutschland ab. Belgien will den Krieg vergessen, Belgien will Friede und Arbeit haben.
die Feier.
Das Ritterkreuz für einen tapferen Jagdflieger.
Berlin, 14. Sept. <DBB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh -ns Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, dem Hauptmann Mayer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Hauptmann Mayer hat als Jagdflieger und vorbildlich tapferer Fliegeroffizier seinen 2 0. Gegner im Luftkampf abgeschoffen.
Englands Versorgungslage immer kritischer.
Rom, 16. Sept. (Suropapr.) Plane zur Fortschaf» Jung ber großen Warenvorräte aus ßonbon werden von den italienischen Blättern für absurd gehalten.
mit halblauter Stimme, daß sie mich künftig nur noch „heimlich" sehen könne. Monique, so hieß ihre Tochter, nickte bestätigend dazu, denn auch sie hatte gehört, daß „Papa" verboten hat, daß weder sie noch ihre Mutter mich treffen sollen. Ich war sehr erstaunt. Später begriff ich, daß der gute Ehemann meiner Bekannten zu sehr „Patriot" ist, um feiner Frau erlauben zu können, mit „deutschfreundlichen ßeuten, zu denen ich ja nun einmal gehöre, zu verkehren. So erfuhr ich, daß ein Teil der fogenann- ten „guten Mittelklasse" sich passiv und zähe dm, ...............
Gedanken der Neuorganisation Europas verschließt, ta^er ihre Frauen, Verwandten und Bekannten Doch war ich immerhin erstaunt, ata Monique eingefunt)en, um ihnen das Geleit zu
plötzlich hinzufügte, daß sie unb ihre Mutter Die ben ^fte Mütterchen, diese vom Leben vorzeitig Sache ganz anders ansähen. Monique fand, daß oie verbrauchten Fläminnen, die so knochig und blaß deutschen Offiziere und Soldaten immer so sauber unh doch hundert Jahre alt werden, blonde, und nett angezogen seien; sie seien viel höflicher ata Mädchen sahen wir da, die ihren Vatern
die Belgier und freundlich zu jedermann. "Mir ge- karierten Taschentüchern Eßwaren für die Reife fallen die Deutschen" — sagte sie laut unb ottckte ^W^cht hatten. Die Männer waren in aufgeraum» dabei ihre Mutter an. . ter Stimmung und versicherten immer wieder, daß
So gingen wir in ein CafL und tranken einen ^bald wie möglich Geld schicken wurden. Denn— Tee. Aus dem Gespräch konnte ich weiter entneh- Irlich — man braucht Geld. Die Kinder haben men, daß besonders die belgische Jugend die Deut- {.Qn f'in Kleidchen mehr, unb der Winter ist scheu höher einschätzt als die ältere Generation und Fahren sie gern nach Deutschland? —. fra- darausgar kein Hehl macht. Meine Freundin mußte s .u. <------- —cw«™™ ?ln in
auch gestehen, daß viele Belgier aus ihrem Bekanntenkreis mit den Deutschen befreundet sind und sich sogar gelegentlich öffentlich mit ihnen zeigen. „Natürlich legt man sich beim Volk noch weniger Reserven auf", fügte si- hinzu. „Wir lesen doch täglich in ben Zeitungen, daß so viele belgische Arbeiter nach Deutschland gehen, um dort zu arbeiten. Was sollen sie denn hier anfangen? Viele Leute haben zwar wieder Arbeit gefunden, aber es gibt noch Immer zu viele Arbeitslose, die Schlange wv, -----1—------ -, <■
stehen, um ihre Karte abstempeln zu lassen. Man ^^stens zwanzig Minuten zu Fuß gehen, denn hört ja auch, daß die Arbeiter, die nach Deutsch- Straßenbahn, die in der Stunde nur zwei- land gegangen sind, bort jefcr jMpßben s^d. D^ mal fährt, kann man nicht warten. Die Kunstlaan .Brüsseler Zeitung' veröffentlicht sogar^ täglich n *^IrbeiterDiertel. Wir marschieren durch Briefe und Karten, die sie an ihre Farmtten dar-1 y ( Straßen mit ihren typischen kleinen über schreiben. Wahrscheinlich — so meint meine ^vfcni, und überall sitzt jemand vor der Haus- Freundin mißtrauisch — ist das alles aber nur $IIte Frauen beaufsichtigen spielende Kinder Propaganda." . , und stricken Wollstrümpfe dabei. Ueberall nur
Ach so, denke ich — unb meine ganz harmlos. ~ An ber Kunstlaan ist eine Reihe von mm» ..Vielleicht könnten wir einmal ein paar dieser Fa- " ftöu5tf>en mit bunten niedlichen Vorgartchen.
selbst sp^chew ist still unb ruhig, die Blumen erstrahlen in
Oer neue Kurs in Rumänien


