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äußere Front zur vollen Entfaltung ihrer elnae- setzten Kräfte. Die innere Front ist auf dem wehr- wirtschaftlichen und rüstungswirtschaftlichen Schlacht­feld seit Anfang des Krieges bis heute ununter- orochen voll aktiv eingesetzt. Den Hauptbestandteil dieser Rüstungsfront bilden unbestritten die- stungsarbeiter. Und wer sind ihre Führer? In der Hauptsache Dte Ingenieure und Techniker. Wer ist mit den Rüstungsarbeitern in der Fabrik, in der Werkstatt persönlich zusammen, wer gibt chnen An­weisungen, Aufträge, stellt Ueberlegungen mit ihnen an? Doch meistens der Techniker, der Ingenieur, angefangen vom Vorarbeiter über den Betriebs­techniker bis zum technischen Direktor. Besonders die mittleren Betriebstechniker und Ingenieure sind tagaus, tagein mit den Rüstungsarbeitern eng zu­sammen, genau wie die Offiziere mit den Soldaten. Hier sind daher dem Techniker und Ingenieur höhere Aufgaben erwachsen.

Der Techniker muß sich als Menschenfüh­rer erweisen und seine Aufgabe über das rein Fachliche hinaus erweitern. Er kann im Kriege nicht verlangen, daß die Werksleitung nur hochwertige, voll ausgebildete Kräfte zur Verfügung hat, son­dern hier muß der Techniker seine überlegene, er­finderische Wissenschaft spielen lassen und die ihm

Staatssekretär Landfried eröffnet die Kölner Herbstmesse.

Köln, 15. September. (DNB.) Am Sonntag­morgen wurde die Kölner Herbstmesse eröffnet. Schon in den ersten Morgenstunden stellte sich ein äußerst starker Käuferandrang ein. Aus Anlaß der Herbstmesse sprach Staatssekretär Dr. Landfried vom Reichswirtschaftsministerium vor Vertretern der westdeutschen Industrie und der im Westen be­setzten Gebiete über die Ziele der deutschen Wirt­schaftspolitik.

Die Westwirtschaft, so sagte er, ist nicht nur in der Lage, die Aufgaben des Krieges rest­los zu erfüllen, sondern sie ist auch für die großen Aufgaben, die nach dem Kriege an sie herantreten werden, intakt und gerüstet. Die Erzeugnisse der, westlichen Schwerii^>ustrie, das schwarze Gold der westfälischen und saarländischen Erde, die Aa­chener Tuche, die bergischen Messer und Feilen und die sonstigen Repräsentanten ihrer heimischen Wirt­schaft werden ihren Weltruf behalten und jeder auch noch so gesteigerten Nachfrage im Inland und Ausland gewachsen sein. Die westliche Industrie wird hierbei ihre Aufgaben von ihren alten Standorten aus erfüllen. Eine Verlegung westlicher Werke in andere Gebiete des Reiches, wie sie die englische Presse als Folge ihrer angeb­lichen Lusterfolge ankünmgt, kommt nicht in Frage. Ihre Industrie wird im Westen heimisch bleiben und der hier bodenständigen Bevölkerung nach wie vor Arbeit und Brot geben.

Staatssekretär Dr. Landfried wies darauf hin, daß die Versuche Frankreichs, Elsaß und Loth­ringen der französischen Wirtschaft einzufügen, erfolglos blieben und nur deshalb eine Katastrophe vermieden wurde, weil Deutschland immer wieder bereit war, Elsaß und Lothringen auf seinem eige­nen Wirtschaftsgebiet Entwicklungsmöglichkeiten zu gewähren. Von 1930 bis 1937 hat sich die Zahl der Arbeiter unt> Angestellten in der oberelsässischen Textilindustrie vün über 56 000 auf35 000, also um f a st 4 5 Prozent ve,rringert. Die lothrin­gischen Bauern sind nur dadurch vor dem wirt­schaftlichen Ruin bewahrt worden, daß Deutschland ihnen oeispielsweise für Milchprodukte die Grenze nach dem saarländischen Industrie- und Bergbau­gebiet öffnete. Jetzt werden wir mit allem Nach­druck dafür sorgen, daß die elsässische und lothrin­gische Wirtschaft ihr natürliches Aus­gleichs- und Hinterland ^ueückerhält, sich in die großdeutsche Wirtschaft einfügt und an dem von ihr ausgehenden Kräftestrom teil hat. Dies trifft in gleicher Weise für Luxemburg zu, des­sen wirtschaftliche Blüte in der Zeit der Zollunion mit dem Reich vor dem Weltkriege nicht bestritten werden kann.

Die Voraussetzung für einen Ausbau der^nie- derländischen und belgischen Wirtschaft ist natürlich, ähnlich wie im großdeutschen Wlrtschafts- raum selbst, auch hier eine vernünftige Pla­nung, unnötige Konkurrenz zu vermeiden und da­mit die jeweils höchste Ausnutzung der innerhalb der beteiligten Wirtschaften bestehenden Kapazitäten zu gewährleisten. Die belgischen und niederländischen Wirtschaftskreise können überzeugt sein, daß die deutschen Wirtschaftler nickt die Absicht haben, die belgische und niederländiscye Wirtschaft aus Beteili­gungen und Interessen in Deutschland zu verdrän­gen und daß sie auch nicht das Ziel verfolgen, die niederländische und belgische Wirtschaft zugunsten der deutschen Wirtschaft tm Interesse kleiner Augen­blicksvorteile lahmzulegen, sondern daß ein gegen­seitiges Nehmen und Geben zu einem wirtschaftlich gesunden Ausgleich führen soll. So fügt sich der wei­tere vertiefte Ausbau der wirtschaftlichen Beziehun­gen der Niederlande, Belgiens und Deutschlands bis zur engsten Verflechtung der Wirtschaften dieser Län­der organisch in den Ausbau des europäischen wirt­schaftlichen Großraumes ein, der gemeinschaftlich von Deutschland und dem befreundeten Italien im Zuge der Neuordnung der europäischen Verhältnisse betrieben wird. -

Wie schon heule die Niederlande, Belgien und Norwegen ;um Teil mit einer Reihe anderer europäischer Länder, insbesondere auch mit Ita­lien, über Berlin abrechnen, so wird künftig durch Einbeziehung weiterer Staaten die Ab­rechnung vieler Zahlungsvorgänge über Ber­lin und in Reichsmark erfolgen. Die deutsche Reichsmark, die von der Leistung und Arbeitskraft eines 85-Millionen-Volkes getragen wird, hat Anspruch darauf, im künftigen Eu­ropa die führendeDevise zu sein. Wenn sich nach dem Kriege die internationalen Ab­rechnungen statt in Pfund und über London, in Reichsmark und über Berlin oder in Lira und über Rom abwickeln werden, so wird dies die zwangsläufige Folge des von England ge­wollten Krieges fein.

Ein großer Untersiched gegenüber den bisherigen Verhältnissen wird sich allerdings ergeben: Deutsch­und Italien werden ihre Stellung nicht wie Eng­land dazu mißbrauchen, den Handelspartner erst üuszusau,gen und ihm dann das herausgeprehte

zugewiesenen Mitarbeiter technisch so weit schulen, daß sie die gestellten Aufgaben erfüllen. Daß es darüber hinaus darauf ankommt, die Arbeiter rich­tig ein- und an^usetzen, auch wenn sie nicht aus­gesprochene Fachkräfte sind, ist selbstverständlich. Schließlich braucht auch die Waffenfront, die heute in so weitem Maße motorisiert ist, tüchtige Kräfte, und es ist für die Landesverteidigung sowie für ihre militärische und rüstungswirtschaftliche Füh­rung außerordentlich wichtig, möglichst viele männ­liche Arbeitskräfte, auch Fachkräfte, für die Front frei zu bekommen. Nur ein gesundes Verhältnis zwischen innerer und äußerer Front kann aus diesem Gebiet den Gesamterfolg verbürgen. Es gibt kaum ein Gebiet in der Kriegswirtschaft, das un­beeinflußt von der Arbeit und Mitarbeit des Tech­nikers bleibt. Es entspricht unserem technischen Zeit­alter und insbesondere der Technisierung der Kriegs­mittel, daß in den verschiedenen vlanunasmähigen, organisatorischen und arbeitsmäßigen Vorgängen der großen Rüstungsindustrie immer wieder der Techniker sich einschalten muß, um dem starren Material öeben und Verwendungsmöglichkeit zu verleihen.

Man kann daher wohl von einer Führungsauf­gabe der Technik sprechen, die verantwortlich für

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Geld gegen Wucherzinsen als politische Kredite wie­der aufzuschwatzen. Sie werden dafür sorgen, daß der Güteraustausch und der Arbeitseinsatz zur He­bung der Lebenshaltung und des Wohlstandes aller Völker dienen, die sich zu gemeinsamer wirt­schaftlicher Aufbauarbeit zusammenfinden.

Gleichzeitig mit der Ausgestaltung des deutschen Clearingsystems zum europäischen Zentralclearing muß die Struktur de.rClearingverträge vereinfacht und dafür Sorge getragen werden, daß Einzahlungen jeweils sofort im Bestimmungs­land zur Auszahlung gelangen. Die Saldenfrage, die uns in dem bilateralen Verrechnungssystem lange Zeit hindurch Kopfzerbrechen bereitet hat, wird sich durch Einbeziehung weiterer Länder durch die Uebertragbarkeit der Salden, durch den Einfuhr- bedarfder Länder und die erhöhte deutsche Export- und Wirtschaftskraft nach dem Kriege von selbst lösen. Je mehr Beteiligte es geben wird, um so leichter läßt sich ein Ausgleich durchführen. Wir haben übrigens keine Bedenken dagegen, wenn das Gold als Spitzenausgleich für Zahlungssalden im internationalen Verkehr außerhalb des Clearing- fystems verwendet wird. Voraussetzung hierfür ist

Saarbrücken, 16. Sept. (DNB. Funkspruch.) Nachdem die Wiederbesiedlung Saarbrückens im großen und ganzen abgeschlossen ist, beging Saar­brücken in Anwesenheit von Reichsminister Dr. Todt den Festtag des Wiedersehens am Westwall. Als Auftakt der Veranstaltungen wurde am Vor­mittag eine A u s st e l l u n g des Kriegsmalers E. VollbehrAm Westwall, in Polen und Frank­reich" eröffnet. Um die Mittagsstunde fand eine Festsitzung der Saarbrücker Rats­herren statt, bei der Oberbürgermeister Dr. Schwitzgebel der Freude und Dankbarkeit der Saarbrücker Bevölkerung Ausdruck gab, daß sie wieder in ihre unzerstörte Stadt habe zurückkehren können. Die Stadt habe Reichsminister Dr. Todt, der durch den Einsatz seiner Männer vor der Stadt wesentlich mit dazu beigetragen hat, daß sie unzer­stört blieb, und Gauleiter B ü r ck e l als Dank für seinen unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz die Ehrenbürgerrechte verliehen. Gauleiter Bürckel teilte mit, daß Saa rb ck e n nun­mehr zur Gauhaupt st adt erklärt worden sei.

Arn Nachmittag sand auf dem Befreiungsfeld in Saarbrücken eine große Kundgebung statt. Gau­leiter Bürckel gedachte herzlich des todesmutigen Einsatzes der Westwallarbeiter. Der Westwall habe eine einzigartige Probe seiner Kraft bestanden. Für kommende Generationen werde er eine Wallfahrts-

R o m, 15. Sept (DNB.) Der italienische Wehr- machlsberlcht vom Sonntag Hot folgenden Wort­laut:

3n der Eyrenaika haben unsere vorgeschobe­nen Abteilungen die Grenze überschritten und lebhafte Kämpfe gegen feindliche Kräfte ausge­nommen. Unsere Luftwaffe nimmt aktiv teil, indem sie durch Bombardement und im Tiefflug feindliche Ansammlungen von Kraftfahrzeugen angreift. Zwei feindliche Flugzeuge vom Blenheim-Typ sind ab­geschossen roorben.

Bei Malta sind das Arsenal von Valetta und der Wasserflughafen von Lalafrana einem neuer­lichen nächtlichen Bombardement unter­zogen worden. Trotz der ungünstigen Ditterungs- verhältnisse find alle Ziele voll getroffen worden.

3m östlichen Mittelmeer sind feindliche See- streitkräfte neuerdings von unseren Fliegern erreicht und bombardiert worden. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt.

3m 3ndischen Ozean konnte ein britischer 10 000-Tonnen-Kreuzer, der von einer unserer Luftformationen bombardiert, getrosten und ernsthaft beschädigt wurde, nur langsam und mit stark abgesunkenem Heck die Fahrt fortsehen.

Der Feind hat in Nordafrika einige Luft­angriffe durchgeführt und dabei Brandbomben auf Bomba ohne das geringste Ergebnis abgeworfen. 3n Italienisch-Ostafrika hat der Feind Luftan­griffe gegen die ganze Zone zwischen Asmara und Adl Ilgri unternommen und dabei einen Toten und einen Verwundeten unter den Eingeborenen sowie leichten Sachschaden an einer Siedlung verursacht.

Die seit einigen Tagen jenseitsderlibysch- ägyptlschen Grenze zu beobachtende außer­ordentlich rege und wirksame Tätigkeit der italienischen Luftwaffe gilt, wie man in Ergänzung der letzten Wehrmachtsberichte mitteilt, der systematischen Zerstörung der eng­lischen Nachschublinien und der strategisch-

die Kriegswirtschaft und Kriegsindustrie ist. Sowohl in Frankreich wie in England hat diese technische Führung versagt, man hatte ihr nur untergeord­nete Bedeutung beigemessen. Der Techniker und In­genieur der deutschen Kriegswirtschaft blickt weiter als bis zum Schreibtisch, zum Zeichenbrett und zur Konstruktion. Diese kann noch so gut ausgearbeitet sein, fehlt die menschliche Seele oder die fachlich ge­führte Hand, so nützen alle Konstruktionen der Kriegswirtschaft nichts. Darum hat der Techniker als Führer in feinem Fachgebiet gegenüber seinen Mitarbeitern und wo er sonstwie sein Können ein­schalten muß, immer leitend und belehrend zu wir­ken. Der Techniker und Ingenieur muß durch sein Auftreten, durch sein Eintreten, durch seinInge­nium" der Kriegswirtschaft Leben und Kraft ver­leihen, auf daß er wie Der Offizier in der Waffen­front an der inneren Front der Rüstungswirtschaft seinen Mann steht. Wenn Adolf Hitler in feiner letzten großen Reichrtagsrede gerade der Kriegs­und Rüstungswirtschaft feine höchste Anerkennung aussprach und ihre führenden Männer ehrte, so ist das ein stolzer Beweis für die deutschen Techniker und Ingenieure, in diesem Kriege nicht nur ihre Pflicht getan, sondern auch für den Endsieg beige­tragen zu haben.

allerdings, daß das Land, das heute nahezu allei­niger Besitzer der Goldschätze ist, das Gold für solche Funktionen wieder zur Verfügung stellt. Seine frühere Rolle a ls Wertgrundlage für die Währung hat das Gold aber längst ausgespielt. Wenn wir so dem Werden eines europäischen Groß­wirtschaftsraumes den Weg bereiten wollen, so sind wir uns bewußt, daß dieses Ziel nur schrittweise erreicht werden kann. Durch plötzliches Niederreißen aller Zollschranken und Schaffung einer europäischen Währungsunion würde nur Verwirrung geschaffen werden.Es geht nicht mehr allein um den End­kampf zur Verteidigung der vom Führer geschafft- nen großdeutschen Einheit. Es geht um die Er­ringung d er wirtschaftlichen Frei­heit des europäischen Kontinents. Europa hat es satt, sich durch die englischen Kolonialmethoden weiter vergewaltigen zu lassen: Wir stellen Eng­lands Machtgelüsten entgegen: Ein glückliches, be­friedetes, in enger Wirtschaftsgemeinschaft verbun­denes Europa, das ungehindert und ungefährdet feine Tore dem Welthandel öffnen kann zum Nutzen aller Völker der Erde!"

ftättß fein. Den Männern, die ihn in einer unglaub­lich kurzen Zeit schufen, fei es zu verdanken, daß nunmehr der Schacher um das Land am Rhein ein !ür allemal fein Ende gefunden habe. Der Rhein ei jetzt nicht mehr Grenze, und feine Lande wär­en niemals mehr Tummelplatz fremder Soldateska fein. Der Gauleiter sprach dann den heimgekehrten Volksgenosfen den herzlichsten Dank aus. Sie alle gaben ein unübertreffliches Beispiel der Heimatliebe. Sie haben den großen Auftrag erfüllt, den Deutsch­land und fein Führer ihnen gab. Die wahren Weg­bereiter einer glücklichen Zukunft in einem größeren und mächtigeren 23aterlanbe.

Reichsminister Dr. Todt verwies auf die unge­heure deutsche Gemeinschaftsleistung des deutschen Volkes, die der Westwall bedeute. Kein Feind habe es gewagt, diese Stellungen anzugreifen. Im neuen Deutschland arbeite die Heimat für die Front. In den Rüstungsbetrieben, am Westwall ober in der Munitionsfabrik stehe der deutsche Arbeiter und denke an nichts anderes, als dem Soldaten das zu schaffen, was er im Kamps brauche. Die Parole für diesen letzten Appell der Westwallarbeiter laute: Der deutsche Arbeiter und die deutsche Industrie werden dem deutschen Soldaten bis zum Endsiege helfen." Das deutsche Volk werde unter feinem großen Führer einig mit feinen Soldaten zusam­menstehen, bis der Endsieg erkämpft fei.

taktischen Aufklärung. Dabei haben italienische Bom­berstaffeln wichtige militärische Ziele im Raume von S o l l u m, darunter ein Fort, ferner mehrere Kraftwagenkolonnen mit Bomben belegt und feindliche Tankverbände, Spähwagen und Artilleriestellungen im Tiefangriff unter schwer­stes Feuer genommen. Unter dem wirksamen Schutz der italienischen Jagdflugzeuge konnten die Bomber- staffeln ohne Verluste zurückkehren.

' Auch hat im mittleren und oberen Sudan er­höhte Fliegertätigkeit eingesetzt. Bei Khartum wurden Volltreffer auf Flugzeughallen erzielt. Fer­ner wurde der EisenbahnknotenpunktHayaJonc- tio n schwer beschädigt, der Flughafen A tb ar a in Brano geworfen und, besonders im oberen Su­dan, Truppenverbande im Tiefangriff unter ver­heerendes Maschinengewehrfeuer genommen. Schließ­lich sind auch in den letzten Tagen die Luftangriffe auf die englische Flottenbasis Aden und im öst­lichen Kenia wirksam fortgesetzt worden, wo u.a. bei E l Ca tu l o 60 Lastkraftwagen und größere Truppenverbände ebenfalls unter vernichtendes Feuer genommen wurden.

Sollum

von den Italienern beseht.

Stockholm, 16. Sept. (Europapreß.) Das Dor­rücken der italienischen Streitkräfte gegen Sollum und die Einnahme dieser Stadt hat zu einer überaus ernsten Stimmung in Kairo geführt. In London erklärt man, daß die Einnahme ©oüums ohne besondere strategische Bedeutung fei. Nichts­destoweniger müsse man zugeben, daß italienische Truppen mit der Einnahme der Stadt erstmalig auf ägyptisches Gebiet gekommen sind, ohne daß es gelungen wäre, den Vormarsch auf­zuhalten. Allein in diesem Umstand liege die Be­deutung der augenblicklichen Entwicklung.

Türkischer Dampfer

von Italienern aufgebracht.

Istanbul, 14. Sept. (Europapreß.) Der tür- kische^DampferSakariya", der von Istanbul

nach Alexandrette unterwegs war, ist von italieni­schen Seestreitkräften aufgebracht und jur Kontrolle in einen Hafen der italienischen Dodekanes-Insel Seros eingebracht worden. Die türkische Regierung beantragte in Rom auf telegraphischem Wege die Freilassung des Schiftes. Die türkischen Blätter kün­digen die Einrichtung bewaffneter Geleit­zuge zwischen England und dem Mittelmeer an. Der erste Geleitzug dieser Art soll sich von der eng- lischen Ostküste in Richtung Mittelmeer unterwegs befinden.

Italienische Lustangriffe auf feindliche Geleitzüge.

Rom, 14. Sept. (DNB.) Der italienische Wehr­machtsbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut:

3m östlichen Mittelmeer ist ein von Kriegsschiffen geschützter feindlicher G e l e i t z u g von unseren Luftstreitkräflen und anschließend von einem unse­rer Torpedoboote angegriffen worden. Ein Dampfer mittlerer Tonnage, der von einem Tor­pedo getroffen wurde und stark Schlagseite ergeben halte, ist von den übrigen Schiffen seinem Schicksal überlassen worden. Bei einem späteren Aufklärungs­flug wurde das Fehlen des Dampfers festgestellt, so daß er höchstwahrscheinlich gesunken ist. Lin weiterer ebenfalls geschützter Geleitzug ist wieder­holt von unseren Bombenflugzeugen angegriffen worden, die auf einem Frachtdampfer und wahr­scheinlich auch auf einem Kriegsschiff, das sofort das Feuer einllellte, Volltreffer erzielten. Trotz der heftigen Luftabwehr sind alle unsere Flugzeuge zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt.

3n Nordafrika erhöhte Tätigkeit von Auf­klärungsabteilungen an der Lyrenaika-Grenze.

3n O st a f r i k a sind feindliche Zeltlager in der Zone von Ras el Sil nördlich von Gallabat bom­bardiert worden, ein feindliches Flugzeug, das nach dem Angriff auf Lciasciamanna im gestrigen Wehrmachtsbericht als wahrscheinlich abgeschossen angegeben wurde, ist in Brand geschossen aufgefun­den und die aus einem Offizier und zwei Unter­offizieren bestehende Besatzung gefangen genommen worden. Weiteren Feststellungen zufolge sind außer den im Wehrmachtsbericht vom Mittwoch als abge­schossen gemeldeten Flugzeugen zwei weitere feind­liche Flugzeuge, die Lassala am 11. September bom­bardiert hatten, brennend abgeschossen worden. Oie Aufrüstung in den USA.

Washington, 15. Sept. (Europapreß.) Zwei weitere Milliarden Dollar für die Auf­rüstung der Vereinigten Staaten forderte Präsident Roosevelt vorn Kongreß im Anschluß an die Verabschiedung der Wehrpflichtvorlage. Die Rü­stungsausgaben der Vereinigten Staaten erhöhen sich Damit für das laufende Wirschaftsjahr auf 13 Milliarden Dollar. Von der neu angeforderten Summe entfallen 84 Millionen auf die Flotte, der Rest auf das Heer und die Luftwaffe, wobei bereits die ersten Ausgaben für die Durch­führung der Wehrpflicht berücksichtigt find.

Das parlamentarische Verteidigungskomitee hat zwei Denkschriften, welche die Gegenzeichnung des Präsidenten tragen, an den Kongreß gesandt. In ihnen wird eine Beschleunigung der kriegs­wichtigen Produktion aus allen Ge­bieten als ein dringendes Erfordernis bezeichnet. Im einzelnen werden die Fragen der richtigen Pla­cierung von Aufträgen und der richtigen Dosierung sowie Die Innehaltung von Terminen, der Qualität und der endgültigen Preise behandelt. Erfahrene Werke sollen wesentlich bevorzugt werden. Die Fi­nanzlage der Auftragnehmer soll besonders berück­sichtigt werden. In der Denkschrift werden auch dis sozialen Fragen angeschnitten. Es fällt auf, daß die 40-Stund en-Woche empfohlen wird, um die Ar­beitslosen aufzusaugen.

Das Marinedepartement hat den ersten Schritt getan, um die erforderlichen Werften für eine Zwei-Ozeane-Flotte zu schaffen. Die Risdon- Werke der Columbia Steel Company, einer Un- tergesellschaft der United States Steel Corporation, wurden für 1,9 Millionen Dollar angekauft. Die Werke werden in eine Werft verwandelt und den angrenzenden Union Jron Works der Bethlehem Steel Company zur Verfügung gestellt, die be­reits vor einigen Tagen Aufträge auf den Bau von achtzehn Zerstörern und vier Kreuzern erhielt. Dem Marine-Departement find von dem Kongreß 145 Millionen Dollar für die Erweiterung von Schiffswerften zur Verfügung gestellt worden. Die General Motors- Werke in Detroit erhielten den bisher größten Aufttag des Kriegsdepartements für die Herstellung von Maschinengewehren und sonstigem Ausrüstungs­material. \

Körperertüchtiguna

Der nordamerikanischen Jugend.

Washington, 13. Sept. (Europapreß.) Die vom Präsidenten geforderte körperliche Ertüchtigung der nordamerikanischen Jugend wird nun vom Staate organisiert. Der Präsident beauf­tragte den in Philadelphia ansässigen demokratischen Politiker und ehemaligen Olympia-Sieger im Ru­dern, John B. Kelly, mit der Ausarbeitung von Plänen zur Steigerung der körperlichen Lei­stungsfähigkeit der nordamerikanischen .Jugend. Es besteht der Plan, im ganzen Lande staatlich ge­förderte Turn- und Sportvereine zu schaffen, in denen die von der Wehrpflicht nicht er­faßten jungen Amerikaner körperlich ertüchtigt wer­den sollen.

Guatemala

feiert den Llnabhängigkeitstag.

Guatemala-City, 13. Sept. (Europapreß.) Die zentralamerikanische Republik Guatemala feiert am 15. September Den Jahrestag ihrer Unabhängig­keit unter der Leitung des Präsidenten General U b i c o. Es ist das Ziel dieses Präsidenten, eine homo-gene, von allen auswärtigen Einflüssen und Nutznießern unabhängige selbstbewußte Nation zu schaffen. In diesem Sinne sind auch die in Guate­mala erlassenen Ausländergesetze sowie das Bestreben nach friedlichen Grenzberichtigun- gen und die an England gerichtete Forderung auf Rückgliederung des Landesteils B e I i c e (Britisch- Honduras) zu verstehen. Während der Präsident­schaft des Generals Ubico wurden in Guatemala große Fortschritte in der Sanierung d er Wäh­rung und der Staatsfinanzen sowie auf dem Gebiet der Wirtschaftslenkung erzielt. Die Seuchenbekämpfung und die Erziehung der Ju­gend zum nationalen Bewußtsein wurden energisch betrieben.

Oie westdeutsche Industrie für alle Aufgaben intakt und gerüstet. Oie Reichsmark die führende Oevife im künstigen Europa. Vereinfachung des Clearing-Systems.

Saarbrücken wird Gauhauptstadt.

Fest der Heimkehr. Letzter Appell der Westwallarbeiter.

Die Italiener überschritten die ägyptische Grenze