Ausgabe 
16.7.1940
 
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Stehen, Zchulstrahe 7-9

Bewaffnete Auftlärung über dem Kanal

Das

herrscht, geschützt von oben durch den Mut und die Hingabe unserer Flieger", den drohenden Angriff

So treffsicher liegen die deutschen Vomben!

Ein eindrucksvolles Luftbild, ^unW=m»»n uni)

d,°n Wirkungen des E^b-n-ngnsf-deutsche $S ((Pf, Mf ß ^,^siene Brennstosflager Die ein-

der wirkliche Sieger war. .

Inzwischen dürften freilich so gut wie alle Zei- tungsleser in diesen Ländern zu der Auffassung ge- langt sein, daß die sachverständigen Militärs Die Ereignisse richtiger beurteilt haben als die Nach­richtenbüros der Westmächte und manche nordame­rikanische Korrespondenten in Europa. Fragt man nach dem Eindruck, den die letzten Kriegsereignisse bis zur völligen Auflösung und Kapitulation des faner, dem sogenanntenMann auf der Straße, hinterlassen haben, so ist zu sagen, daß seine Gefühle gegenwärtig zwischen Staunen und Be­wunderung schwanken. Die Bewunderung für die wahrhaft großen und einzigartigen Lei­stungen der deutschen Führung und der deutschen Soldaten ist auch bei denen anzutreffen, deren Sympathien, fei es durch ihre Erziehung, durch kulturelle Einflüsse, oder sei es durch solche der

bewohner macht. Nicht viel anders werden die de­primierenden Wirkungen sein, die von den deutschen Luftangriffen auf den Bristol-Kanal, auf die mittel- und nordenglischen Rüstungszentren, auf die ver­schiedenen Häfen und sonstigen militärischen Objekte Englands ausgehen. Millionen Briten erleben täg­lich die zerstörende Kraft der deutschen Luftwaffe, Millionen Briten schreiben und sprechen davon zu

ihren Bekannten und Verwandten.

Millionen Briten aber vernehmen gleichzeitig die nichtssagenden Communiqss ihres Informations- Ministeriums, das in stereotyper Redensart alle ernsthaften Schäden ableugnet. Sie hören auch, wie der Renommist Churchillumgürtet von den Meeren und den Ozeanen, auf denen unsere Flotte

Propaganda, auf Seiten der Westmächte Frank­reich eher als Englands sind; denn für viele Südamerikaner bedeutete, wie man weiß, Frank­reich viel, wenn nicht alles, und Paris war ihnen vielfach die zweite Hauptstadt nach derjenigen ihres Heimatlandes.

Madrid, 15. Juli. (DNB.) Am Sonntag über­flogen unbekannte Flugzeuge fünfmal Gi­braltar und warfen, wie der Korrespondent der Ma­drider ZeitungJnformaciones" in La Linea mit- teilt zahlreicheBomben über der Festung und den'im Hafen liegenden Schiffen ab. In Gibraltar herrscht starke Nervosität unter der Bevölkerung, ine infolge der aus Marokko zurückgekehrten Evakuierten wieder ebenso stark ist wie früher. Der Korrespondent , erlebte die Luftangriff mit eigenen Augen.

Druck und Verlag: VrühlscheUniversttatLdruckerei R. Lauge

gezeichneten Dreiecke umschließen feindliche Flug­zeuge, die bei dem deutschen Luftangriff beschädigt wurden. Die auf der unteren Hälfte des Bildes sicht­bare Luftschiffhalle wurde nicht mit Bomben be-

mit Ruhe erwarten will. So wird dem britischen Bürger in der handgreiflichsten Weise die Lügen­haftigkeit seiner augenblicklichen politischen Führung vor Augen geführt, so sieht der britische Bürger mit eigenen Augen, daß seine Insel nicht mehr umgur- tet wird durch die Kriegsschiffe Seiner Majestät, sondern durch deutsche Fliegerbomben, U-Boot-Tor­pedos und die Wracks der englischen Handelsflotte. Was unter diesen Umständen das Schweigeverbot bedeutet, das die für Freiheit und Demokratie kämp­fende Londoner Plutokratenregierung ihren Schaf­lein auferlegt hat, das wird sich zuletzt auch der begriffsstutzigste Insulaner an seinen fünf Fingern abzählen können. Ev-

Die Nutzbarmachung derdurch die ständige Ver­dunklung gegenwärtig überflüssigen Lon­doner Laternenpfähle für die Aufrüstung verlangt derEvening Standard". Das dem engli­schen Luftfahrtminister Lord Beaverbrook gehörende Blatt begründet seine Forderung mit dem kata­strophalen Stahlmangel in der englischen Rü­stungsindustrie und rechnet aus, daß die etwa 100 000 Laternenpsähle der englischen Hauptstadt rund 20 000 Tonnen Stahl ergeben würden.

Wlienischer Wehrmachisberichl

Rom, 15. Juli. (DRV.) Der italienische Heeres­bericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:

Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht teilt mit: i

Im westlichen Mittelmeer hat eines unserer U-Boote einen feindlichen Zerstörer und ein feindliches U-Boot versenkt.

Nächtliche Luftangriffe des Feindes auf Tobruk haben weder Opfer noch Schaden verursacht.

In O st - A f r i k a hat unsere Luftwaffe den See- und Luftflottenstühpunkt von Aden wirksam mit Bomben belegt.

Bei einem Erkundungsflug im Luftraum von Buna sind feindliche Truppenzusammenziehungen mit Maschinengewehrseuer bestrichen und zwei Flug­zeuge am Boden zerstört worden.

Der Feind hat auf Afsab vergebliche Luftan­griffe unternommen. Ein Flugzeug ist abgeschossen worden.

Englische Kolonialsesiung in Ostafrika gestürmt.

Stockholm, 15.Juli. (Europapreß.) Geschickt operierende italienische Bodentruppen haben m Zu­sammenarbeit mit der Luftwaffe den stark verteidig­ten englischen Stützpunkt M o y a l e an der Grenze -wischen Kenya und Abessinien einge­nommen. Seit fünf Tagen waren sie gegen die eng­lischen Stellungen vorgegangen. Die Befestigungen hielten dem starken Ansturm nicht stand und muß­ten wie der englische Nachrichtendienst mitteilte, zweimal erneuert werden. Der Emsatz^ englischer Verstärkungen konnte nicht wirksam werden, da die Engländer zu schnell aus ihren Stellungen ged.räugt wurden. Wie der Londoner Nach­richtendienst zu der Niederlage mitteilt, handelt es sich um einen Rückzug,der nach vorher ausge­arbeiteten Plänen vor sich geht".

Am Sonntag wieder Lustangriffe auf Gibraltar.

Der Wehrmachisbericht vom Montag.

Berlin, 15. Juli. (DRB. Funkspruch.)

wir jetzt lieber an die Zukunft!"

Wer hätte das denken können, sagt heute Herr Churchill. Er denkt an die schönen Tage vor genau einem Jahr, da er am 14. Juli am französischen Nationaltag auf den Pariser Champs Elysees beim Anblick der großen Parade den Ent­schluß faßte, dieseimposante Armee" für Eng­land kämpfen zu lassen, bis zum letzten Franzosen. Er seufzt tief auf bei dieser Erinnerung: Wer hätte damals vor.aussehe n können, was der Lauf eines einzigen Jahres herbeiführen könne. Ja, wer das gekonnt hätte in England. Freilich wäre es Ihre Sache gewesen, Herr Churchill! Der hätte ganz gewiß keine Blankovollmacht an Polen gegeben, ganz gewiß keinen Krieg in Nor­wegen gesucht, ganz gewiß Holland und Belgien nicht als Aufmarschgebiet gegen Deutschland in An­spruch genommen und ganz gewiß keine Armee nach Flandern geschickt, nur, um auch dortglor­reiche Rückzüge" anzutreten.

Am Nationaltag der Franzosen, diesmal einem melancholischen Fest, sucht Herr Churchill diese, die er eben noch hundsföttisch beschimpft hat, auszu- muntem, indem er ihnen verspricht, es würde schon wieder einmal ein 14. Juli kommen und indem er ihnen versichert, daß ,chie Briten weder Worte noch Gedanken des Tadels gegen die Franzosen" hatten. Welcher Abgrund von Heuchelei! Herr Churchill hat diese Franzosen beschimpft, aber es war nicht böse gemeint. Er spricht auch in dieser Rede von ihren delirierenden Schreien und Gesten des Verendens". Aber er sagt zu seinen Landsleuten,ihr dürft ihnen dafür nicht böse sein", dem armseligen, miserablen

Wieder haben, wie der Wehrmachtsbericht vom 15. Juli meldet, deutsche Kampfflieger britische Ge­leitzüge im Kanal angegriffen und die feindlichen Schiffe teils versenkt, teils so schwer beschädigt daß sie für ihre Aufgabe nicht weiter verwendbar sind. Auch die Ueberlegenheit der deutschen Jagdmaschi- nen und Piloten über die englischen Jager hat sich wieder sehr deutlich erwiesen. Es ist nicht unwichtig, daran zu denken, daß diese Kämpfe im Kanalgebiet Über ihre militärische Bedeutung hinaus auch einen sehr starken psychologischen Faktor dar­stellen, weil ja die englische Zivilbevölkerung an den Küsten tagtäglich und allnächtlich Zeuge dieser Vor­gänge und ihrer für das britische Prestige nicht ge­rade schmeichelhaften Ergebnisse wird.

Wir wissen aus den Schilderungen neutraler Journalisten in London, welch ungeheuren Eindruck das kriegerische Feuerwerk im Kanal auf die Küsten-

Britische Gorgen

S t o ck h o l m, 16. Juli. (Europapreß.) In London wurden Pläne ausgearbeitet, die zum militärischen Schutz der Themse beitragen sollen. Es wird keine Fischereierlaubis mehr gegeben und allen Un­befugten der Zugang zu Hafenanlagen aller Art und anderen wichtigen Anlagen verboten. Weiter sollen Maßnahmen ergriffen werden, um Flugzeug­landungen auf der Themse, Brückensprengungen und andere militärische Operationen zu verhindern.

Es ist klar, daß die Methoden nicht unbegrenzt lange Erfolge haben, wenn sie immer wieder durch die Ereignisse selbst ad absurdum geführt werden. Mit Propaganda auch mit Nachrichtenpropa­ganda allein läßt sich eben kein Krieg gewinnen, wenn die Entscheidungen auf dem Kriegsschauplatz nicht nur einmal, sondern immer wieder anders ausfallen, als die Propaganda es erwarten laßt.

Nach den letzten Ereignissen in Frankreich, dem raschen Sieg der überlegenen deutschen Führung und der überlegenen deutschen Truppen und Waf­fen dürfte die Propaganda der Westmächte auch in Südamerika ausgespielt haben. Um der Wahrheit und Gerechtigkeit willen muß hier freilich auch ge­sagt werden, daß es natürlich auch in diesen Lan­dern zahlreiche Leute gab, die von vornherein, namentlich aber nach dem deutschen Sieg m Polen, den Methoden der Nachrichtenpropaganda der West­mächte und an die von dieser Propaganda ver­teidigte Sache selbst nicht mehr glaubten. Auch die berühmten Märchen von der angeblichen Minder­wertigkeit des deutschen Kriegsmaterials, dem deut­schen Rohstoffmangel und dem Zwang, nach we­nigen Monaten den Krieg aus diesen Gründen auf- geben zu müssen, fanden bei diesen besser Unter­richteten nicht mehr uneingeschränkten Glauben. Zu denen, die immer wieder auf die große deutsche Ueberlegenheit, auch im Kriegsmaterial, hinwiesen, gehörten namentlich die Militär- und Ma­rinefachleute, die Generale und Marineoffi­ziere, die als Militärfchriftsteller und als regel- mäßige Mitarbeiter der großen Zeitungen den Gang der Ereignisse verfolgten und ihre Leser über die militärische Stärke der Gegner sowie über Die Bedeutung der einzelnen Kriegsvorgänge unter­richteten. So tarn es oft vor, daß angesehene Zei­tungen in ihrem Nachrichtenteil vorwiegend nord­amerikanisches oder Nachrichtenmaterial der West­mächte brachten, worin die Mißerfolge der Weft- mächte fühlbar beschönigt wurden, während die militärkritischen Artikel der gleichen Zeitungen aus der Feder bekannter südamerikanischer Offiziere deutlich erkennen ließen, wer in diesem Kriege

Südamerika und der deutsche Sieg

Don unserem <5. A.-Korrespondenten.

Der gewandelte Lhurchill.

Die Rede wollte geredet sein, die Herr Chur­chill am Londoner Rundfunk hielt. Er war raum wiederzuerkennen. Wie anders las man vor Tisch so vieles! War da nicht der Mordbrennerubersall von Dran auf die Franzosen einneues Trafal­gar", einglorreicher Sieg", eine Heldentat im besten Geiste Nelsons"? Wie aber redet Herr Churchill heute von der Sache? Ganz un Ion eines Aufsichtsrates, derdie schmerzliche Pflicht erfüllt", das Hinfcheiden des großen Aktienpaketes feiner Gesellschaft anzuzeigen, wobei immer die faustdicken Lügen mit unterlaufen. So auch hier bei Herrn Churchillsschmerzlicher Pflichterfüllung . Er lügt, die von den Engländern meuchlings über- fallenen französischen Schiffe wären sonstnach den Bestimmungen von Compiegne m die Hande Deutschlands gefallen". Das Gegenteil ist wahr. Die Bestimmungen von Compiegne, der ganzen Welt ja bekannt, boten den Franzosen die Bürgschaft dafür, daß ihre Schiffe nicht in die Hände Deutschlands fallen würden, und hatten lediglich den Zweck, sie nicht in d i e Hand e Englands zur Verwendung gegen Deutschland fallen zu lassen. Was ja nun auch trotz der Strauch­diebereien der englischen Flotte nicht geschehen ist. Aus demneuen Trafalgar" ist also eineschmerz­liche Pflichterfüllung" geworden, aus demglor­reichen Sieg" einetraurig stimmende Phase in un­seren Beziehungen zu Frankreich". Aus derHel­dentat im besten Geiste Nelsons" eine Sache, an die man lieber nicht mehr denken soll:Denken

Dienstag J6.3uli 1940

Annahme von Anzeigen , für die Mittagsnummer

bis 8'/,Uhr desVorrnittags

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Anzeigenteil 7 Rvf-je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite

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Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstastelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr

Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Kampffliegerverbände griffen im Zuge der be­waffneten Aufklärung über dem Kanal britische Geleilzüge an und versenkten drei Handelsschiffe mit insgesamt 17000 VRT. Ein Zerstörer, ein Hilfskreuzer und vier weitere Handelsschiffe wurden durch Bom­bentreffer schwer beschädigt und zum Teil in Brand gesetzt. Ls kam wiederholt zu Lustkämp­fen zwischen deutschen und britischen Jagdverbän­den, in deren Verlauf vier britische Jäger vom Wüster hurricane und zwei eigene Flugzeuge a b g e s ch o s s en wurden.

Im Laufe der Nacht zum 15. Juli griffen unsere Kampfflugzeuge Hafenanlagen, Flugplätze und Werke der Rüstungsindustrie in S üb- england an. Die Wirkung der Bombenangriffe war an allen Zielen durch Brände und starke Explosionen vor allem in Faversham, weithin sichtbar.

Britische Flugzeuge warfen auch in der Nacht zum 15. Juli in Nord- und Westdeutschland wahl­los Bomben ab. Der entstandene Sachschaden ist unbedeutend. Durch Flakartillerie wurden zwei britische Flugzeuge, durch Nachtjäger ein Flugzeug abgeschossen.

wirtschaflliche und soziale Ordnung in Europa, und damit imHerzen der Welt" hervorgehen wird, die selbstverständlich auch ihre Rückwirkungen aus die übrigen Kontinente und namentlich auf deren wirtschaftliche Beziehungen zum neuen Europa haben wird. Gleichzeitig ist man sich klar darüber und die ersten Stimmen aus USA. im Zusam­menhang mit dem bereits früher behandelten Plan einer Kontrolle und Monopolisierung des gesamt- amerikanischen Außenhandels durch Nordamerika weisen in die gleiche Richtung daß in nächster Zukunft mit verstärkten Bemühmungen der Nord­amerikaner um Ausdehnung und Festigung ihres politischen und wirtschaftlichen Einflusses auf ganz Südamerika zu rechnen sein wird. Also mit Dem Versuch Nordamerikas, Das große wirtschaftliche Kräftereservoir eindeutig für seine eigenen Zwecke

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krönt wurde.

Die Methode, die bei der Irreführung der Oeisenllichkeit angewandt wurde, war immer wie­der die gleiche. Deutsche Erfolge wurden solange von den Heeresberichten und den Nachrichtenbüros der Westmächte abgeleugnet, bis wieder neue, noch größere deutsche Siege erfochten waren, so daß man wohl oder übel die vorangegangenen zugeben mußte. Tagelang sprach man davon, daß Die polnischen oDer Die norwegischen oDer Die franzö­sischen oder die englischen Truppen deutsche Angriffesiegreich zurückwiesen", während in Wirk­lichkeit diese Truppen bereits den Rückzug ange­treten hatten. Und als aus dem Rückzug schon eine wilde Flucht geworden mar, wurde diese noch als taktisches Rückzugsmanöver" dargestellt, wodurch die Heeresgruppen der Westmächtein Wirklichkeit ihre Stellungen verbessert" hätten. Wenn dann schließlich dasbittere Ende" kam; wenn die Expe­ditionstruppen Norwegen schleunigst verlassen muh­ten, um nicht aufgerieben zu werden; wenn erst die holländische und bald darauf die belgische Ar­mee die Waffen streckte; wenn die Reste des eng- englischen und französischen Heeres in Flandern über das Meer fliehen mußten; wenn Pans einge­nommen wurde; wenn Verdun, das in vier Jah­ren im Weltkrieg nicht überrgnnt werden konnte, in einem Tage fiel, und wenn schließlich ganz Frankreich kapitulierte: dann überließ man es dem geneigten Leser und Rundfunkhörer, sich aus allem Vorangegangenen und den zuletzt nicht mehr ab­zuleugnenden Tatsachen selber ein Bild zu

Buenos Aires, im Juli 1940.

Den Südamerikanern ist es in den letzten Wochen, die feit dem entscheidenden Datum des . 10. Mai, dem Beginn der deutschen Riesenosfensive im Westen, vergangen sind, nicht anders ergangen als den meisten Menschen, die außerhalb der deut­schen und der italienischen Grenzen leben: Jetzt erst haben sie begriffen, welch ungeheure Machtfülle die aufgebaute deutsche Armeee darstellt und was es bedeutete, diesem Deutschland den Krieg aufzuzwin­gen. Die Nachrichtenpropaganda der Westmächte und die beiden nordamerikanischen Nachrichten­büros beherrschten in Südamerika in weitem Maße das Feld. Sie haben es immer wieder verstanden, die Oeffentlichkett dieses Erdteils mit wenigen Ausnahmen irrezuführen und sie so lange über die wirklichen Zusammenhänge und den Stand der Dinge im europäischen Kriege zu täuschen, bis die Tatsachen eine nicht mehr zu überhörende Sprache redeten und bis sich die Wahrheit dann schließlich, wenn auch recht spät, durchsetzte. Das war schon im polnischen Feldzug so; es war nicht anders im nor­wegischen Kriege, und es war auch so bei der ge­waltigen Offensive im Westen, die mit der Nieder­werfung Hollands und Belgiens begann und durch Den in Der Weltgeschichte einzig dastehenden Triumph Der deutschen Waffen in Frankreich ge-

Was wird nun kommen?, so fragt man sich in Südamerika. Wenn auch niemand auf diese Frage eine konkrete Antwort zu geben vermag, so ist man doch allgemein davon überzeugt, daß nun am End­sieg Deutschlands und Italiens nicht zu zweifeln ist, . und daß aus diesem Kriege eine neue politische, I zu benutzen.

flieg« auf b en Flughafen Pari 5-Sill e ° neun e-Orly mit nach Haufe gebracht haben. Deutlich find alle Einzelheiten zu erkennen, und zwar

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