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Ein Kreuzer der »SlaSgow^-Klaffe.

v n n aus Hohenlinde. iglich Auslandsnachrich- Ehefrau und Angehöri-

Zeitwende durch Gutenberg.

Zur Erfindung der Suchdruckerkunst vor S00 Jahren.

Die nächste Ausgabe der Gießener Fami­lienblätter wird in einer Reihe von Beiträgen der Erfindung Gutenbergs und ihrer Auswirkun­gen gedenken.

Wie der holländische Regierungs-Pressedienst mel­det, ist Sonntag mittag ein britischer Bom­ber auf niederländisches Hoheitsgebiet bei der Grenze, in unmittelbarer Nähe von Babberich, brennend abgestürzt.

König Leopold HL von Belgien hat am Montag den Ministerpräsidenten P i e r l o t, den Außen­minister Spaak und den Verteidigungsminister General Denis empfangen.

Der rumänische Minister für Propaganda, G i u - rescu,istinRom eingetroffen, Zu seinem Emp­fang hatten sich der Minister für Volksbildung, P a -

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Oie Metallspende des Generalfeldmarschalls Göring.

B e r l i n, 15. Avril. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring hat vonge Woche seinen Anteil an der Metallspende des deutschen Volkes ab- gegeben. Er hat, wie er sagte, in feinem privaten

teilnahm, erhielt ein Jahr Gefängnis. Das Sonder­gericht Kattowitz bestrafte mit drei Jahren Zuchthaus den Georg Äup n n aus Hohenlinde. Kupny hatte wochenlang täglich Auslandsnachrich­ten abgehört und sie seiner Ehefrau und Angehöri­gen seines Lichtspielhauses mitgeteilt, wobei er sich noch in gehässiger Weise gegen alles Deutsche äußerte. Weiter verurteilte das Sondergericht Katto­witz den Theodor Zur aus Bismarckhütte zu 3Vr Jayren Zuchthaus. Zur, der von 1931 bis 1939 An­gehöriger des polnischen Aufständischenverbandes war, hatte Meldungen der Auslandssender abgehört und sie mit weiteren deutschfeindlichen Bemerkun­gen bei seinen Arbeitskameraden verbreitet.

Nach dem Bericht des Oberkommandos der Wehr­macht hat ein deutsches U-Boot nördlich der Shet­land-Inseln einen Kreuzer derGlas­gow" - K l a s s e to r p e d i e r t. Unser Bild zeigt den KreuzerGlasgow", das Namensschiff dieser Klasse, die eine Wasserverdrängung von 9100 Ton­nen hat und zum größten Teil erst im Jahre 1936 vom Stapel lief. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Kleine politische Nachrichten.

Die sowjetrussische Telegraphenagentur dementiert eine Reutermeldung, in der behauptet wurde, daß an Molotow ein Ersuchen gerichtet worden sei, den Transport deutscher Truppen nach Nor- wegen über die Murmansk-Eisenbahnlinie zu gestat­ten. Es handele sich dabei um eine offensichtliche Lüge.

Der dänische FrachterEsbjerg" meldet den A b - stürz eines britischen Bombenfliegers nach einem Luttkarnpf am Morgen des 15. 4. in der nördlichen Nordsee.

Das luxemburgische Hoheitsgebiet wurde am Montag aufs neue von einem franzö­sischen Flugzeug verletzt. Die französische Ma­schine überflog das luxemburgische Gebiet an der Dreiländerecke in geringer Höhe und bewegte sich dann auf Deutschland zu, wo es von den Abwehr­batterien empfangen wurde.

Angriff durch s-indlich- E-estr-ltkräft- zu ermatten Das Unternehmen mar daher auf her See u n a e . fährbet, ebenso die Landung der Mitgefühlen Truppen von der See her selbst. Trotzdem kam der engMe Flottenangnsf gegen die Dardanellen am 18 Marz 1915 zu einem sähen Ende, die alliierten Seeftreitfrafte erlitten eine entscheidende Nieder- I ° 9 -und große Verluste. Einern neuen Landunas- --'such- mit ft' -hen Kräften im August 1915 er- 9'n9 es nicht besser. Erst der dritte Versuch gelang aber bereits im Dezember mußten die Briten Galli-' poli räumen.

Das von Deutschland gegen O e s e l durchge- führte kombrmerte Unternehmen erfreute sich völliger Beherrschung der Anmarschwege durch die deutsche Flotte in der Ostsee. Die russischen See- »treitkrafte bei Oesel waren schnell niedergekämpft- die Insel wurde nach verlustreichen Kämpfen de- setzt und blieb bis zum Schluß des Krieges in deutscher Hand. Deutsche Organisation, gründliche Vorbereitungen und mustergültige Zusammenarbeit hatten den Erfolg gesichert.

2. Bei dem Unternehmen gegen die Dardanellen «ar der Anmarschweg ebenso wie bei Oesel ^r^aIlnrl5nJ.?6i9 kurz, 300 Seemeilen MaltaGallipoli) und 250 Seemeilen (Danzig Oesel). Ganz anders bei dem Unternehmen gegen die norwegischen Häfen. Der Weg von der deut- chen Küste bis Narvik, dem am weitesten abgele­genen Punkte, beträgt rund 1000 Seemeilen und wird von dem an der Grenze der Nordsee und des nördlichen Atlantik liegenden wichtigsten Stütz­punkte der englischen Flotte, Scapa Flow, slankiert. Diese außerordentliche natürliche Chance haben die Engländer nicht zu nutzen verstan­den. Um so größer ist der Erfolg der deutschen Seestreitkräfte, der dadurch erleichtert wurde, daß durch die Fernaufklärung der Luftwaffe über der Nordsee die Bewegungen der englischen Seestreit­kräfte bekannt waren.

Dieses Beispiel gibt einen neuen Beweis für das mustergültige Zusammenarbeiten von Kriegsmarine und Luftwaffe, das schon so oft seine Probe bestanden hat. Das gegenseitige Verständnis der drei Wehrmachtsteile und das Aufeinanderein­gespieltsein war die wesentliche Grundlage aller bisherigen Erfolge.

Haushalt eineGeneralreinigung" vorge­nommen, und alles, was er an verfügbaren Metall- aegenständen befaß, zur Sammelstelle schaffen las­sen. Unter der Spende des Generalfeldmarschalls befinden sich neben Zinngeschirren, Bronzeketten und vielem anderen Hausgerät auch einige B ü st e n führender Persönlichkeiten des Reiches. Der General- feldmarfchall betonte, daß man sich aus Gründen der Pietät nicht zu scheuen braucht, derartige Büsten oder Bronzereliefs, wenn sie k ü n st l e r i s ch w e r t- los oder minderwertig sind, als Metcrll- spende abzugeben. Man kann glücklich darüber sein, daß diese Metallsammlung Gelegenheit bietet, allen Kitsch und Schund, ganz gleich, was er darstellt, jetzt einer für das deutsche Volk nütz­lichen Verwendung zuzuführen. Das gleiche gilt für Denkmäler, die keinen Anspruch auf Kunstwert erheben können oder Persönlichkeiten darstellen, die nichts für das deutsche Volk getan haben. Auch auf diesem Gebiet wird eine Gene­ralreinigung noch vorgenommen werden.

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Satz" gefügt werden konnten. Don diesem Satz konnten nun mit Hilfe der Buchdruckerpresse so viele Abzügegedruckt" werden, wie man es für wünschenswert hielt. Dieses Prinzip der bewea- lichen Lettern liegt selbst noch der heute so hoch­entwickelten Buchdruckerkunst zu Grunde, da auch die Setzmaschine aus beheglichen Letternformen die Buchstabenzeile gießt. Wie denn ebenfalls die rasende Rotationsmaschine im Prinzip ein Abbild der ersten simplen Gutenbergpresse darstellt.

Diese Erfindung Gutenbergs rief eine ungeheure Revolution des geistigen Lebens hervor, die sich politisch, kulturell und wirtschaftlich in einer Weise auswirkte, wie es sich selbst Gutenberg nicht vorge­stellt haben kann. Gehen wir von dem ersten gro- ßen Druckwerk der Welt, der deutschen Luther- Bibel aus und stellen wir uns die Milliarden und Abermilliarden von Druckwerken vor, die in diesen 500 Jahren die Welt überfluteten; machen wir uns klar, wieviele Millionen und Abermillionen Men­schen in diesem Zeitraum Nutznießer der Erfin­dung Gutenbergs gewesen sind und es in Zukunft sein werden; begreifen wir, daß heute Völkerschick­sale durch die Buchdruckerkunst gestaltet werden, in­dem sich Gedanken und Ideen wie breite Lava­ströme über den ganzen Erdball ergießen; so haben wir ein Recht, der Erfindung des Deutschen Johan­nes Gutenberg eine Zeitwende zuzuschreiben.

Denken wir aber auch noch einmal an den Brand der Alexandrinischen Bibliothek, so verstehen wir, welcher Wert der Erhaltung, im Wesen der Buchdruckerkunst einbeschlossen ist und daß so das Wort Gustav Freytags zutrifft:Die Bücher sind die großen Schätzehüter des Menschengeschlechtes. Das beste was je gedacht und erfunden wurde, be­wahren sie aus einem Jahrhundert in das andere, und sie verkünden, was je auf Erden lebendig war."

Don den beiden großen Werten der Buchdrucker­kunst, von der zahlenmäßig fast unbegrenzten Ver­breitung und der Erhaltung geistiger Güter, hat auch der Nationalsozialismus seinen berechtigten Nutzen gezogen, wäre doch die Dynamik der natio­nalsozialistischen Revolution ohne die Dynamik der Erfindung Gutenbergs nicht so überraschend schnell zum Austrag gelangt, wie es zum Wohle des deut­schen Volkes tatsächlich der Fall gewesen ist.

Wir verdanken dem Bücherdruck und der Freiheit desselben undenkbares Gute und einen unübersehbaren Nutzen.

Goethe inDichtung und Wahrheit".

Große Erfindungen werden nicht an einem Tage geboren. Sie reifen in der Hand ihres Schöpfers heran, ohne daß sich die Stunde ihrer Vollendung festlegen läßt. So auch erging es der genialen Er­findung des Johannes Gensfleisch, genannt Guten­berg, als dessen Geburtsjahr wir oas Jahr 1440 anzusehen haben. Wenn wir trotzdem in diesen Tagen des Mannes gedenken, der im deutschen Mainz mit Johannes Fuft gemeinsam die erste Buch- druckerei der Welt eröffnete, so deshalb, weil sich am 17. Januar der Tag von neuem jährte, an dem Johannes Gutenberg im Jahre 1465 von Adolph von Nassau zum Hofmann ernannt wurde. Wir dürfen diese höfische Ernennung nicht unter» schätzen oder gar belächeln. Sie entspricht gewiß keineswegs der Bedeutung und Größe der Erfin­dung Gutenbergs, dennoch war Adolph von Nassau der erste, der einen schlichten Bürger ehrte, dessen Genie und Tatkraft eine neue Zeit heraufbeschwor.

Um diese Zeitwende zu begreifen, müssen wir uns in die Zustände zurückversetzen, die vor der Erfindung der Buchdruckerkunst geherrscht haben. Wohl fand das Geistesgut großer Dichter und Den­ker seinen Niederschlag, wohl wurden auch geschicht­liche Ereignisse ausgezeichnet und Nachrichten durch Niederschrift verbreitet,. aber in welch unvoll­kommener Weise! Von den Felszeichnungen und Steininschriften, von den Runenstäben der Vorzeit, von den Ziegelsteinen und Papyrusrollen der Aegypter über die Wachstafeln der Griechen und Römer dis hin zu den pergamentenen Dokumen­ten des Mittelalters, waren alle diese schriftlichen Ueberlieferungen meist einmalige Nieder- schriften, die nur einem begrenzten Kreise zur Ver­fügung standen und zugänglich waren. Selbst wenn Kopien und mehrfache Abschriften angefertigt wur­den, so änderte dies wenig an der Ausbreitung und Verbreitung des Gedankengutes oder der historischen Daten. Der Brand der berühmten Alexandrinischen Bibliothek, die im Jahre 47 v. Chr. ein Opfer des Feldzuges Caesars in Aegypten wurde, hat uns des Wissens über vieles Geschehen des Altertums beraubt weil alle diese gesammel­tenBücher" eben nur einmalig vorhanden waren.

Da gelang es im Jahre 1440 der Erfindungs­gabe eines Gutenberg, bewegliche Lettern, also Buchstabentypen, zu gießen, die jederzeit in beliebiger Weise zusammengestellt und zu einem

Rundfunkverbrecher.

Berlin, 15. April. (DNB.) In den letzten Mo- naten sind wieder einige Rundfuükverbrecher von Sondergerichten abgeurteilt worden. Die Straftaten fallen hauptsächlich in den Herbst des wahres 1939. Wer trotz des allgemein bekannten Verbots ausländische Rundfunksender abhört, leistet ter feindlichen Zersetzungspropaganda Vorschub und wird zum Verräter am Lebenskampf von Front und Heimat. Für solche gemeinen Verbrecher ftbt es keine Gnade. So verurteilte das Sonder- Bericht Rostock den Wilhelm Zirpe! aus Mal­chin zu fünfJahrenZuchthaus. Zirpe! hatte «irf feinem Frachtkahn wiederholt, noch dazu in Gegenwart seines 17 jährigen Neffen, der als Schiffsjunge bei ihm tätig war, die Lügenmeldun- cen ausländischer Sender ab gehört, sie in gehässiger Form weitererzählt und eine Frau zum Abhören ter Auslandssender aufgefordert. Das Sondergericht Klagenfurt bestrafte den Andreas G l a n z e r aus Radentheim mit fünf Jahren Zucht­haus. Glanzer hatte im Herbst vorigen Jahres monatelang in feiner Wohnung den Nachrichten­dienst ausländischer Sender abgehört, das Gehörte Nrbeitskameraden mitgeteilt und sie unter lügnerb schen Behauptungen zum Abhören von Auslandsnach- richten zu verleiten versucht. Das Sondergericht Elbing verurteilte den Johann Matczynski ous Orlandshof zu fünf Jahren Zuchthaus. Matczynski hatte ausländische Rundfunkmeldungen regelmäßig abgehört und oesonders üble Lugen meiterüerbreüet Seine Ehefrau, die am Abhören

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