Verlusten gegen die deutsche Verteidigung in N-ar- otf anzurennen und die besten Stützpunkte Mittel« und Südnorwegens, die auf England direkt gerichtete Pistole, außer Beachtung lassen. Die Bedeutung Narviks für die deutsche Erzzufuhr aus Schweden ist jetzt, im Frühjahr, durch bessere Derbinounaen ersetzt worden. Die Engländer, die bisher über Narvik weit größere Erzbezüge als Deutschland er« hielten, wissen doch genau, daß die Transportverbindung Narviks mit Schweden in jedem Falle auf Monate hinaus unterbrochen ist. Es handelte sich also bei der versuchten Forcierung Naroiks um ein offenkundiges Prestigemanöver, um der sehr deprimierten Stimmung der Plutokratien neuen Auftrieb zu geben. Die eigentliche Gefahr für England, eben die absolute Beherrschung von Süd- und Mittelnorwegen durch die Deutschen, ist damit nicht gebannt, nicht einmal unwesentlich verringert worden, da die deutschen Truppen in den letzten Tagen sehr wesentlich verstärkt worden sind und alle strategischen Punkte gegen England fest in der Hand haben. Die norwegischen Befestiyungs- roerfe, die norwegischen Kriegsschiffe und Mumtions- vorräte, die norwegischen Flakbatterien und Lufthäfen, das alles ist von Deuffckland übernommen und durch deutsches Material in yöckstem Maße verstärkt worden. Was es heißt, den deutschen Solda« ten in einer so günstigen Position anzugreifen, das haben die Engländer zu ihrer schmerzlichen Ueber- vaschung in der vorigen Woche erlebt, und sie werden noch mehr erleben!
Wie Antwerpen von Napoleon als der Degenknopf des Festlandes gegen England betrachtet wurde, so ist es jetzt, im Zeitalter der gewaltigen Luftkämpfe, die Reihe der England direkt gegen« überliegenden norwegischen Stützpunkte. Ununterbrochen gehen deutsche Znippen gen Norden, die deutsche Kriegsflotte beherrscht die direkten Verbindungswege nach Norwegen, so wird Süd- und Mittelnorwegen mit aller Energie zu einem Bollwerk gegen Die Briten umgeschaffen. Hier brachen sich die ersten Angriffswellen der „weltbeherrschenden" englischen Flotte. Hier wird sich der Brite zu Tod rennen. E. S.
Die norwegische Gegenküste.
Eine Ergänzung zu den Ausführungen im heutigen Leitaufsatz bietet die folgende geographische Betrachtung:
In der geopolitischen Literatur ist der Fachaus« druck von der „Gegenküste" nicht selten. Die ©egen» Lüste von Frankreich am mittelländischen Frankreich ist Algier und die GegenLüste Englands ist am Süd- aue-gang des Kanals Frankreich, weiter „ nördlich Belgien und Holland, dann die deutsche Küste. Hier schließt sich die westjütländische und südnorwegische Küste als „Gegenküste" zu Nord-England und Schottland sowie den beiden Inselgruppen der Orkneys und Shetlands an. Die j inländische Küste beginnt etwa auf demselben Breitengrad, auf dem die englische Industriestadt und der Kohlenausfuhrhasen von N e w c a st l e liegt. Von der südwest- norwegischen Stadt Stavanger sind 400 bis 600 Kilometer zu den beiden schottischen Industriestädten Aberdeen und Dundee sowie zum Firth of Forth, wo sowohl die alte schottische Königsstadt Edinburg wie auch starke englische Flottenstützpunkte liegen. Die alle norwegische Handelsstadt B e r g en liegt sowohl den Orkney-Inseln (mit Scapa Flow) und den Shetland-Inseln gegenüber. Die Entfernungen betragen 260 bis knapp 400 Kilometer, also einen erfreulich geringen Bruchteil der bisherigen Anflugsstrecke von der deutschen Küste. Noch weiter im Norden liegt Trondheim, die Hauptstadt Mittelnorwegens — schon etwas nördlicher als die Inselgruppe Färöer und fast so nördlich wie Island.
Don den genannten norwegischen Städten ist Stavanger der Einwohnerzahl nach am kleinsten. Bergen dagegen ist eine Stadt von fast 100 000 Einwohnern und hat wegen seiner ausgezeichneten Lage schon im frühen Mittelalter einen bedeutenden Ruf erworben. An die hier sehr einflußreichen hanseatischen Kaufleute erinnert noch heute Die altberühmte Uferstraße Tyskebryggen (deutsche Brücke). In Bergen mündet auch die B e r g en s - B a h n , die auf eine Entfernung von fast 500 Kilometer nach Oslo führt, ihren Gipfel- punLt in der Höhe von 1300 Meter über dem Meer erreicht und insgesamt 17 Tunnels mit 37 Kilometer Länge durchfährt. Trondheim mit 55 000 Einwohnern liegt an den gleichnamigen 150 Kilometer langen Trondheim-Fjord. Trondheim (in norwegischer Schreibart oft: Trondheim) hat außer der in Norwegen üblichen starken Fisch- und Holzausfuhr eine sehr lebhafte Maschinenbauindustrie.
„Los von Versailles "
Danzig, 15. April. (DNB.) Aus Anlaß der Eröffnung der Ausstellung „Los von Versailles", sprach Reichsleiter Rosenberg in einer Massenversammlung in Danzig. Es sei notwendig, so sagte er, daß wir von dem unheuren Betrug, der Versailles bedeute, nicht nur hören, sondern immer wieder auf ihn hinwiesen. Solange dürfe kein Politiker in England und Frankreich von Verrat an feinem Lande sprechen, solange nicht der ganze Betrug von Versailles wieder gutgemacht sei. Das Diktat sei in seiner Grausamkeit und Unmenschlichkeit geradezu der Hexenhammer des demokratischen Zeitalters gewesen. Was sich heute erneut abspiele, sei die Fortführung des Kampfes der jüdisch-internationalen Hochfinanz der Plutokratien um die Erhaltung von Versailles. Heute aber bräche selbst in den feindlichen Mächten die Ueberzeugung durch, daß das abgewirtschaftete System dieser Demokratie nicht mehr kämpfen könne, sondern nur noch geschoben werde. Die nationalsozialistische Revolution habe einen neuen Staatsgedanken und aus ihm eine neue Lebensanschauung geboren, an der die innerlich brüchig gewordenen Lebensauffassungen der Vergangenheit zerschellten.
Deutschland sei zum Schirmherr des bedrohten und bedrückten europäischen Kontinents geworden. Deutschland kämpfte gegen eine unselige Zersplitte- rung des alten, ehrwürdigen europäischen Festlandes in Dutzenden von Kleinstaaten, die als Spielball ®ng?w*Ö5 dem Hunger und der Vernichtung ausgesetzt wurden. Damit aber tritt der Kampf Deutschlands in den Begriff einer Lebenska« meradschaft aller europäischen Staaten, denen gegenüber England das Räuberrecht einer Hungerblockade anwende. Gerade die Blockade Englands werde die europäischen Völker veranlassen, Deutschland als organische Friedens« macht Zentraleuropas anzuerkennen.
Leningrad wieder eisfrei.
Moskau, 15. April. (DNB.) Im Leningrader Hafen wurden nach Beendigung der Vereisung zahlreiche Schiffe beladen. Unter den neuen Sowjet- schiffahrtslinien sind besonders die regelmäßig ver- kehrenden Linien zwischen Leningrad und
Hamburg sowie Leningrad und Stockholm für den sowjetischen Handel in der Ostsee von Bedeutung. In Auswirkung der Wirtschaftsabkommen erwartet man vor allem eine starke Steigerung des Frachtverkehrs zwischen Hamburg und Leningrad. Unter den neuen sowjetischen Fahrgastlinien in der Ostsee ist besonders die Linie Leningrad—Helsinki- Stockholm—Stettin—Libau—Reval—Leningrad zu erwähnen. Die gesamte Strecke wird einschl. Zwischenaufenthalts in einigen Häfen in elf Tagen zurückgelegt.
Oie Vernichtung
der sieben feindlichen Ü-Boote.
Berlin, 15. April. (DNB.) Die deuffche U- Boot-Abwehr in der Nordsee, hat am 13. und 14. April sieben feindliche U-Boote vernichtet. Zwei davon wurden im aufgetau<f)tert Zustand von deutschen Flugzeugen angegriffen, mit Bomben belegt und so zum Sinken gebracht. Ein briti-
sches U-Boot wurde durch deutsche Seestreitkräfte gerade in dem Augenblick versenkt, als es sich z u einem Angriff auf deutsche Irans- porter anschickte. Das U-Boot wurde unter Wasser angegriffen und zum Sinken ge. bracht. Es kamen nur noch Wrackstücke zmn Vorschein. Trotz längeren Suchens war es nicht möglich, Ueberlebenbe des feindlichen U-Bootes zu retten.
Oie Brennstofflage in Dänemark.
Kopenhagen, 16. April. (Europapreß.)» Als nächsten Schritt zur Sicherung der dänischen Wirtschaftslage erwartet m'an die Ausgabe von Brennstoff kart en für den Winter 1940/41. Man will versuchen, die Einfuhr von deut- scher Kohle und Koks zu steigern. Zwar verfügt man über relativ große Braunkohlenlager und Torfmoore von unerschöpflichem Ausmaß. Doch ist der Heizwert, besonders des Torfes, gering gegenüber der Steinkohle und dem Hüttenkoks.
Vernichtung eines englischen Zerstörers ans hoher See.
Während der Ueberfahrt nach Norwegen wurde am 8. April ein englischer Zerstörer vernichtet. Er geriet in Brand und sank nach kurzer Zeit. Im Vordergrund Die Back des siegreichen deutschen Kriegsschiffs, von dem aus die Aufnahme gemacht wurde. — (PK-Lange-Scherl-M.)
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KW
Italien wartet ans die günstigste Gelegenheit.
Niemand kann mehr bei Seite stehen.
Eine italienische Stimme zu den Lehren der nordischen Ereignisse.
Rom, 15. Avril. (DNB.) In einer Radioansprache an die italienische Wehrmacht erklärte der Direktor des .Zelegrafo", A n sa ldo, nach den Ereignissen der vergangenen Woche gibt es fein Volk mehr, das sich vom Konflikt isolieren könnte. Es ist ein schrecklicher Krieg, der in einem bestimmten Augenblick von selbst diejenigen trifft, die glauben, abseits zu stehen. Alle Italiener, die glauben, daß unser Land bis zum Schluß außerhalb des Konfliktes bleiben könne, irren fich. Ebenso irren sich alle, die glauben, daß unser Land nur danach trachten wollte, Valuta zu verdienen. Es Irren sich also jene, die glauben, Italien könne sich in sich selbst abschließen und an nichts anderes denken. Einem kleinen Land wie Norwegen ist es nicht gelungen, dieses Programm durchzuführen, wie sollte es also uns gelingen, die wir doch an die Kriegführenden angrenzen und Mittelmeer- in ter essen haben. Ebenso wie der Krieg Norwegen Überfällen hat, kann er auch Italien überfallen. Ihr seid alle zu stolz auf Eure Uniform, um zugeben zu können, daß sich Italien durch den Krieg überrumpeln läßt. Italien bereitet s i ch vor und wartet auf die Gelegenheit und den Augenblick, die am günstigsten für Italien fein werden. Diese Gelegenheit und dieser Augenblick, die noch vor einem Monat in weiter Ferne liegen konnten, können jetzt viel näher sein als man glaubt Wir müssen uns also auf den Krieg vorbereiten, aber nicht nur materiell: wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, daß er von einer Woche zur anderen ausbrechen kann und uns, wenn wir zu Bett gehen oder uns auf die Pritsche legen, an das Erlebnis des Herrn Koht erinnern, der frühmorgens geweckt wurde, um zu vernehmen, daß man In fein Land eingedrungen war. Wir find nicht Norweger, sondern Italiener und Bürger eines großen Imperiums und dürfen uns nicht erst vom Wecker oder vom Trompetensignal wecken lassen. Das Trompetensignal w e r d en mir geben, und zwar für die, für die es bestimmt ist.
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Lange genug haben sich die Westvlutokratien dagegen gesträubt, die Realität Des deutsch- italienischen Bündnisses anzuerkennen. Lange genug haben die Engländer und Franzosen versucht, teils durch erpresserische Drohungen, teils durch plumpe Schmeicheleien und leere Versprechungen die römische Politik aus der Achse zu lösen. Aber das war das Dümmste, was die plutokratischen Kriegshetzer machen konnten. Die Italiener wurden nur noch reservierter, noch einsilbiger, noch verschlossener, denn sie sahen in dem Ansinnen der Westmächte nicht nur eine Beleidigung ihrer Ehre, sondern auch eine klare Fortsetzung jenes berüge« rischen Manövers, durch das Italien in Versailles um seine Rechte und lebensroichtigen Interessen geprellt worden war. Die Zeit des vorsichtigen Abwartens gegenüber den Provokationen der West- möchte scheint sich jedoch ihrem Ende zu nähern. Der Einbruch der britischen Kriegsausweiter in die Neutralität des Nordens hat auch in Italien alarmierend gewirkt. Man weiß dort, daß die Westmächte feine Bedeuten tragen würden, die Feuer« bränbe des Krieges jederzeit in jedes beliebige Land Europas zu schleudern, um so im allgemeinen Chaos vielleicht den Rettungsanker zu finden. Gegen diese Gefahr will das faschistische Italien gewappnet sein, und so muß man es verstehen, wenn Ansaldo, der Direktor des „Telegrafo", eine Ansprache an die italienische Wehrmacht gerietet hat, deren einzelne Sätze wie lleberschriften über einem neuen Kapitel des europäischen Krieges wirken. Ansaldo ist ein Mann, dessen Worte von
der Autorität des Palazzo Venezia getragen sind. Wenn also Ansaldo die Ansicht, daß Italien bis zum Schlüsse außerhalb des Konflikts bleiben könne, als einen Irrtum und eine Illusion bezeichnet, wenn er dann erklärt, Italien bereite sich vor und warte nur auf die Gelegenheit, die am günstigsten sein werde und die viel näher fein könne als man glaube, wenn er schließlich an den Stolz der Jta- liener appelliert, sich nicht wie die Norweger überrumpeln zu lassen, sondern selber das Trompetensignal zum Losschlagen zu geben, — dann sollte alle Welt diese Worte wohl verstehen. H. Ev.
Der britische Schlachtkreuzer „Hemmm".
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Nach dem OKW.-Bericht wurde am 9. April bei einem Angriff schwerer britischer Seestreitkräfte auf die deutschen Truppen an der norwegischen Küste, der abgeschlagen wurde, der britische Schlachtkreuzer „R e n o w n" beschädigt, während unsere Seestreitkräfte unversehrt blieben. Die „Renown" hat 32 000 Tonnen und war u. a. mit sechs 38-Zentimeter-Geschützen, zwanzig 11,4-Zenti« meter- Geschützen und mit einer starken, großen Luftabwehr bestückt. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Arbeitstagung des Tieichsstudentenwerks.
Zur Vorbereitung auf bas neue Kriegstrimefter veranstaltet das Reichsstudentenwerk eine Arbeitstagung in München, Reichsstudentenführer Dr. Scheel befaßte sich mit der sozialpolitischen Stu- bentenarbeit, die im Kriege eine besondere Konzentration erfordere. Um den Verwundeten und den ins Reich zurückgekehrten baltendeutschen und tiro« ler Studenten durch Förderung und Betreuung zu helfen. — Besondere Richtlinien für die Arbeit im Kriege wurden für den Sludenten-Ge- sundheitsdienst, für die studentische Förderungsarbeit und für die Studenten-W irisch a f t s b e tri e b e aufgestellt.
Wie war es möglich?
Äon Kapitän zur See a. O. Widenmann.
Aus den Berichten des OKW. ist zu entnehmen, daß in den Kampfhandlungen um Norwegen und Dänemark ein gewisser Abschnitt er- reicht ist; und zwar der wichtigste, denn in seinem Verlaufe hat sich nicht nur gezeigt, daß die Initiative in dem heutigen Kriege wieder bei Deutschland liegt, vielmehr daß durch den deutschen Schlag die Absichten Englands und Frankreichs gegen Nordeuropa zunächst vereitelt sind. Mit Recht fragt man sich: Wie war dieser Erfolg möglich? Nun zunächst durch das schon im Polenfeldzuge be- wiesene mustergültige Zusammenarbei- ten aller drei Waffen, dann aber, weil der Träger der Ueberseehandlungen, die Kriegsmarine, trotz der überwältigenden englischen Uebermacht zur See beweisen konnte, daß auch dieser Grenzen ge- steckt sind, und daß von einer Beherrschung der Nordsee durch England keine Rede sein kann.
Das Moment der Ueberraschung stand auf deutscher Seite. Denn daß die Westmächte die Be- setzung von Norwegen seit Wochen bis ins kleinste vorbereitet hatten, und daß die Transportschiffe hierzu unter dem Schutze erheblicher englischer und französischer Flottenteile nach den norwegischen Häfen auf dem Marsche waren, haben die Ereignisse bewiesen. Den Vorsprung von zehn Stunden, der auf deutscher Seite lag, haben die Westmächte jedoch nicht einholen können. Der alberne Versuch, die eigenen Absichten durch schöne Worte in ihren Parlamenten in Abrede zu stellen, ist ebenso erfolglos wie der im Morgengrauen des 10. April von englischen Seestreitkräften gemachte Versuch, N a r • v i k zurückzugewinnen. Die deutschen Seestreitkräfte haben den Angriff unter schweren Verlusten für die Engländer abgewiesen. In dem Berichte der englischen Admiralität heißt es, daß die übrigen eng- lischen Seestreitkräfte sich zurückzogen: wie lange dies der Fall ist, muß abgewartet werden.
Bei allen Operationen gegen Dänemark und Norwegen muß grundsätzlich unterschieden werden zwischen den gegen das dänische Festland, also Jütland, uno Denjenigen gegen die dänischen Inseln Fünen und Seeland mit der Haupfftadt Kopenhagen, und schließlich den gegen die norwegischen Plätze unternommenen Schritten. Die ersten lagen beim Heer, das seine Ziele auf dem Landwege erreichen konnte, unterstützt durch
Kapitän zur See Kommodore B o n t e, der im OKW.-Bericht vom 14. April als der Führer der deutschen Zerstörer genannt wurde, die die Landung in Narvik und die erste Einrichtung der Truppen gesichert und in den letzten Tagen, unterstützt von deutschen U-Booten und Flugzeugen, schwere Kämpfe gegen die wiederholten Einbruchsversuche der englischen Streitkräfte zu bestehen hatten.
(Scherl-Bilderdienst jOKW.j-M.)
die Luftwaffe. Alle anderen Operationen waren nur auf dem Seewege möglich, der Schwerpunkt der Vorbereitungen und die Ansätze zu dem Erfolge sowie dieser selbst lagen ausschließlich bei der Kriegsmarine, der die Luftwaffe helfend zur Seite trat. Erst nachdem die Landungsmöglichkeiten auf den dänischen Inseln und an allen norwegischen Plätzen durch die Seestreitkräfte geschaffen waren, konnte gelandet werden und damit die Aktion der Landstreitkräfte selbst beginnen. Auch deren Durchführung war nur in Ruhe möglich, weil die Sicherung gegen Angriffe feindlicher Seestreitkräfte von See her von der Kriegsmarine gewährleistet werden konnte. Die deutschen Seestreitkräfte haben damit bewiesen, daß die Beherrschung der Nordsee, soweit sie für die jetzige Aufgabe notwendig war, in ihrer Hand lag. Ohne diese Tatsache war kein Erfolg möglich. Das Eingeständnis dieser Tatsache ist für das „seebeherrschende England" das schmerzlichste und wird auch nicht durch die Erklärung Chamberlains «us der Welt geschafft, daß „mächtige Einheiten der drittschen Flotte bereits auf See" seien. Chamberlain sagt ebensowenig wie Churchill, wo diese Einheiten sind. Wir können nur feststellen, daß sie dort, wo es vom englischen Standpunkte am richtigsten gewesen wäre, nicht waren. Alle von Deutschland besetzten wichtigen Punkte sind dagegen fest in deutscher Hand.
Daß auch auf deutscher Seite Verluste an Seestreitkräften eingetreten sind, ist zu bedauern, darf aber nicht dazu führen, den Gesamterfolg zu verkleinern. Wo gehobelt wird, da fallen bekanntlich Späne. Anderseits hat das deutsche Volk Ursache, den gefallenen Helden erneut zu danken.
Unwillkürlich reizt die geglückte Unternehmung zum Vergleiche, um so mehr, weil dadurch die Größe des Erfolges erst recht verstanden wird. Die Geschichte des Weltkrieges kennt zwei kombinierte Unternehmungen von Land- und Seestrettkräften gegen wichtige strategische Landziele. Das aänzlich mißglückte von Churchill betriebene englische Unternehmen gegen bie Dardanellen und daselbst von unseren Feinden in der Geschichte als Musterbeispiel des Erfolges durchgeführte deutsche Unternehmen gegen bie Insel Oesel am Eingänge bes Finnischen Meerbusens.
So reizvoll es wäre, ben Vergleich der drei Unternehmungen auf Einzelheiten auszubehnen, Platz unb Zeit versagen bies, es kann daher nur auf das Wichtigste hingewiesen werden. Dies besteht vor allem in zwei Punkten:
1. Im Mittelmeer, durch das die Anmarschwege der Transportflotte zum englischen Dardanellen-Unternehmen führten, war kein


