Ausgabe 
14.12.1940
 
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Steigert die Erträge im HacksruKtbau!

Der Boden kann die von ihm erwarteten hohen

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Mlung des Krieges wäre unmöglich gewesen, oinn nicht die Männer und Frauen des deutschen Lindvolkes durch ihre schwere Arbeit in den oer«

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Oer Reichsernährungsminister Darre gibt -em deutschen Landwirt die Parole zur zweiten Kriegserzeugungsschlacht.

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Rekord - Hackfruchternte dieses Jahres ist, obwohl sie infolge ihrer größeren Menge mehr Ar­beit bei der Bergung machte als die des vergange­nen Jahres, schneller geborgen und beendet worden als im vergangenen Jahre. Gleichzeitig aber hat das Landvolk die Herbstbestellung eben, falls schneller als im vorigen Jahre durchgeführt. Obwohl die Anbauflächen für Winterweizen und Winterroggen in diesem Herbst erfreulicherweise größer sind als im vergangenen Jahre, ist heute be- reite überall d i e Wintersaat im Boden,

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vor Jahrhunderten der Bauer im Interesse der Er» Haltung der sogenannten alten Kraft des Boden, seinen Acker alle drei Jahre brach liegen ließ, mochte das damals angehen. Heute liegen die Berhältntss, anders. Die zunehmende Bevölkerungsdichte zwingt dazu, die Erträge auf der Flächeneinheit des Ackers immer mehr zu erhöhen. Diese Aufgabe kann nur mit neuen Sorten von Kulturpflanzen gemeistert werden. Derartige Kulturpflanzen brin­gen nicht nur wesentlich höhere Ertragsmöglichkeiten, sondern sie stellen stärkere Ansprüche. Solche kann aber nur ein gesunder und fruchtbarer Boden befriedigen. Die wichtigsten Faktoren zur Erhaltung und Mehrung der Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit sind eine geordnete Wasser- führung, eine sachgemäße Humuswirt, schäft, eine sorgfältige Bodenbearbeitung. Erst, wenn alle diese Dinge in bester Ordnung sind, und in ein richtiges Verhältnis zueinander gebracht wurden, können wir mit hohen und sicheren Er­trägen unserer Böden rechnen. Dabei halte ich es in der Zukunft für besonders notwendig, der sorg, fälligen Bodenbearbeitung, der richtigen Düngung und sachgemäßen und planmäßigen Humuswirt­schaft erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen.

Mgenen sieben Jahren die Doraussetzun- li n für solche Erfolge geschaffen hätten. Es ist das Dorische Derdienst unseres Landvolkes, daß u tv» er e Lebensmittelversorgung g e. jchert ist. Ohne seine Arbeit wäre es unmöglich ikwesen, die Lebensmittelrationen seit shiegsbeginn praktisch unverändert zu halten. Ohne [eine Arbeit wäre es auch unmöglich gewesen, d i e Jorräte an Nahrungsmitteln anzusammeln, die

"3m Gegensatz zu allen bisherigen Erfahrungen ff es uns im Kriege nicht nur gelungen, die land- Vrtschaftliche Erzeugung aufrechtzuerhalten. Auf nichtigsten Teilgebieten konnten wir sogar w e i tere außerordentliche Produktions- jtigerungen erzielen. Bei der Würdigung die­se! Leistungen des Landvolkes darf allerdings auch nicht vergessen werden, daß von allen beteiligten Dmststellen der Partei, Staat und Wehrmacht Un- «wohnliches geleistet wurde, um die Landwirtschaft mt Arbeitskräften, Dünger, Treibstoff und sonstigen Betriebsmitteln zu versorgen. Die Landwirtschaft form überzeugt fein, daß auf diesem Gebiet auch in Äilunft alle zuständigen Stellen ihre ganze Ar- iitskraft daransetzen werden, der deutschen Land- «lrtschaft sede lrgendmögliche Erle ich- ftrung zukommen zu lassen.

Besonders bedeutungsvoll ist die im Kriege er- rillte Leistungssteigerung in der Milchwirt - haft. Wir kannten das Uebermaß an Arbeit, das

durch die Einziehung der Männer zur Wehrmacht mrftärtt auf den Landfrauen lastete. Wer wir ver­täuten auf die Einsatzbereitschaft des deutschen

auf 200 OOO Hektar zu steigern. Dielen erschien dieses Z-.el als zu hoch gesteckt. Heute wißen wir, daß eine Anbaufläche von sogar 225 000 Hektar Raps er- reicht worden ist.

Es gilt nunmehr, die Vorbereitungen für die Erzeugungs sch lacht im nach st en Früh­jahr zu treffen. Der Boden ist die Grundlage allen landwirtschaftlichen Schaffens und daher bie Voraussetzung jeder gesunden Ernährungswirt, schäft. Der Acker muß gesund und fruchtbar blei- ben, denn seine Fruchtbarkeit ist entscheidend für das Gedeihen und die Entwicklung des gesamten Volkes, welches von ihm lebt. Daher hat feder Bauer die Pflicht, den ihm anvertrauten Boden zu pfle­gen und ihn nach Möglichkeit in einen noch bes­seren Zustand zu bringen, als er heute ijt Wenn

ei uns heute gestatten, Schwankungen in her Er­zeugung und in den Zufuhren auszugleichen. Ohne tii von uns planmäßig durchgeführte Vorratswirt- fhift und ohne die seit 1933 aufgebaute Marktord- mng wäre es wiederum auch nicht möglich gerne» ja, die Lebensmittelpreise so stabil zu Hilten, wie es tatsächlich der Fall ist. Der aufopse- Nngsoollen Arbeit des deutschen Landvolkes und her klaren Steuerung dieser Arbeit seit 1933 hrch unsere nationaliiltsche Agrarpolitik ist es zu hinten, daß Deutschland heute im zweiten Kriegs. IÜr den höchsten Ernahrungsstandard aller Völker Europas zu verzeichnen hat. Dieser beruht auf einer Landwirtschaft, die heute Hst leistungsfähigste der ganzen Welt genannt werden darf.

lagen als im Jahre 1938. Die Buttererzeu­gung unserer Molkereien übertrifft jetzt im Kriege Die Buttererzeugung der entsprechenden Monate der Zeit vor dem Kriege um etwa 30 v. H. Dieses Bei­spiel zeigt, welche Produktionssteigerungen in un­serer Landwirtschaft möglich sind, wenn man hier­zu die wirtschaftlichen Voraussetzungen schafft.

England hatte gehofft, uns durch seine Blockade gerade auf dem Fettgebiet entscheidend treffen zu können. Die Milcherzeugungsschlacht hat auch diese Hoffnungen zerstört. Die Lei­stungssteigerung in der Milchwirtschaft machte es möglich, den kriegsbedingten Ausfall bei der Einfuhr von Fetten aller Art weitgehend auszugleichen. Unsere seit Kriegsbeginn stabile Fettration von rund 270 Gramm wöchentlich je Kopf gehört heute zu den Höch st en Fett­rationen, die überhaupt in Europa gewahrt werden. England, das sich einst rühmte, ungefähr den höchsten Fettverbrauch Europas zu haben, ist heute bereits gezwungen, eine Fettratton vorzuschreiben, die je Kopf und Woche um rund 50 Gramm niedriger liegt als die deutsche Fettration.

Wir wollen bei der Beurteilung der deutschen Fettratlon von wöchentlich 270 Gramm auch nicht | vergessen, daß Deutschland im zweiten Jahre des letzten Krieges eine Fettration von nur etwa 120 Gramm je Kopf und Woche, also noch n i ch t e i n- mal die Hälfte der heutigen Ration gehabt hat. Angesichts dieser Tatsachen darf es für den deutschen Verbraucher keine Rolle spielen, ob er je nach Jahreszeit und Dem dadurch bedingten Schwan- ken der Buttererzeugung infolge der durch das Klima bedingten unterjchiedlichen Futterver^ältnisse einmal einige Monate mehr Butter und weniger Margarine und in anderen Monaten mehr Marga­rine oder Butterschmalz statt frischer Butter erhält. Auf den anderen Gebieten des Lebensmittelmarktes liegt es nicht anders. Ein Vergleich der Fleisch- r a t i o n e n bzw. des Fleischverbrauchs in den ver- schiedenen Ländern Europas mit der deutschen Fleischration ergibt ein ähnliches Bild wie beitzi Fett.

Aber wir wollen nicht nur voll Stolz auf das Vollbrachte zurückblicken, sondern hieraus auch neue Kraft und neuen Ansporn für das Kommende schöpfen. Die Männer und Frauen des Landvolkes haben bereits bei der Herbstbestellung und bei der Bergung der Hackfruchternte in den letzten Wochen und Monaten gezeigt, daß sie ihreAufqabe kennen. Die

ömdvolkes, und unser Vertrauen wurde auch hier- bti nicht enttäuscht. So lagen beispielsweise die Vilchanlieferungen an die Molkereien in den letzten Monaten ständig um 1 0 bis 15 v. H. höher als

Europas nur in günstigen Jahren eine reichliche Bedarfsdeckung ermöglicht, muß auch hier jeder Landmann aus Der eigenen Wirtschaft an der Bedarfsdeckung mithelfen. Also: Sichert durch planvollen Futterbau die Leistungsfähigkeit unserer Viehhaltung. Ihr verbürgt damit ben Sieg in der Milcherzeugungsschlacht!

Ihr werdet auch ferner durch eure Arbeit die Er- nahrun-g des Volkes sichern. Und mit diesem Bei­trag zum Freiheitskamp! des deutschen Volkes wer- bet ihr bis stolzeste Leistung in Die Geschichte des deutschen Bauerntums eintragen. Ebenso wichtig wird aber nach dem Kriege die Aufgabe fein, das Bauerntums a (s B1 utsaue 11 des Volkes zu erhalten und zu stärken. Ich weiß vom Führer, daß er entschlossen ist, auch dieses Problem des Bauern­tums nach dem Kriege mit größter Energie anzu- packen. Wir dürfen hierin nach dem Kriege ebenso auf den Führer vertrauen, wie wir bisher auf ihn vertrauen durften.

Um das Bauerntum in die Lage zu versehen, die für das Deutsche Reich vordringllche be­völkerungspolitische Aufgabe zu meistern, wird nach dem Kriege dieAus­rüstung des Dorfes" durchgeführt wer­den, die mit ähnlichen Maßstäben gerne en wird, wie sie bei dem Neuaufbau in den letzten Jahren vor diesem Kriege galten. Auf allen Ge­bieten der Lebensführung und Lebenshaltimg wie auch der Technik und der Bauwirtsch^ft wird dem Dorfe das gegeben werden, was in den Städten In den letzten Jahrzehnten schon selbstverftändlich geworden ist und was da» Land braucht, um feine nationale Aufgabe erfüllen zu können. Es wird insbesondere auch die Aufgabe der deutschen Jugend fein, hierbei mitzuhelfen und jene boden­ständige Dorftuttur wieder zu schaffen, die jeden einzelnen Dorfgenoffen Rückhalt und Stühe in der Dorsgemeinfchaft finden läßt. Das Großdeutfche Reich wird nach dem Kriege nicht nur der vorbildlichste Sozialstaat der Welt wer­den, sondern auch stets ein Bauernreich im Sinne des Führers fein.

pauöiiArrueiter: f>r .tneoruh ötibeim ümgt Stciiöemnn öet pammdjrbhetiere Ernst Shtmftfipin. KetanüüortH* ürBpiiti, und Bilder iVr. W. Lange für da« geu-.ielon: Lr. Han« Thyriot; üi Stab' Gießen. Prvvm>, ißittidiai, u. Sport: tlcnn B>um,che n.

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Berlin, 14. Dez. (DNB.) Am Samstag sprach i Rundfunk über alle Deutschen SenDer der Reichs- ifllnnter für Ernährung und Landwirtschaft R. Wal­te Darrt zum Deutschen Landvolk über die Auf-

den Der 2. Kriegserzeugungsschlacht. Er führte

ii, a. aus:

3m Oktober empfing Der Führer in Der lchskanzlei AborDnungen aus ben Reihen des Hndvolkes, um biefen zu Danken für das, was das deutsche Landvolk im letzten Jahre für Grohdeutsch- lanb geleistet hat. Wenn man bedenkt, daß wir Den u -51» festen Krieg ganz wesentlich auch am Hunger ver- !«.«* hnhun In mioni hiofor tmlm>,s

ü Iffitn Haden, so wiegt Dieser Dank unseres gelieb- Führers Doppelt und dreifach. Noch nie in Der

deutschen Geschichte ist Das Bauerntum so geehrt ^0,h. tijt) seine Leistungen so anerkannt worden. Heute ; er|)oi- dürfen wir voll Stolz bekennen: Die bisherige Ent- 'MsH - * ~ - -

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Ernten aber nur Dann auch wirtlich hergsben, wenn au ihm Kulturpflanzen gebaut werben, Die im land- sind. Diese günstigen Wachsturnsverhält- nis e voll auszunutzen. Die Deutsche Pflanzen­züchtung ist mit Erfolg bestrebt gewesen, ihre Zuch- ten ständig weiter zu entwickeln unD zu verbessern. Es ist nunmehr bie Aufgabe ber praktischen Land- wirtschaft, sich diese großen Erfolge der deutschen Pflanzenzüchtung voll nutzbar zu machen. Die­sen Appell muß ich vor allem an jene Betriebe rich­ten, die bisher ber Saatgutfrage und bem Saatgut­wechsel noch nicht immer die notwendige Beachtung geschenkt haben. Ganz besonders gilt dies bei den Kartoffeln. Es ist daher Dafür Sorge getragen worDen, daß für Die Aussaat im Jahre 1941 ngch wesentlich mehr bestes Pflanzgut zur Verfügung steht als in diesem Jahre. Damit ist für alle Be­triebe die Möglichkeit gegeben, durch verstärkten Saatgutwechsel zu einer Steigerung ihrer Kartoffelerträge zu kommen. Ich weiß, daß die Steigerung des Hackfruchtbaues, der viele Ar­beitskräfte erfordert, in manchen Betrieben auf große Schwierigkeiten stößt. Trotzdem müssen wir alles daransetzen, im kommenden Jahr die Hack- fruchternte noch weiter zu steigern, um damit die Futterversorgung für wachsende Viehbe- stände zu sichern. Durch einen sinnvoll vermehrten Maschineneinsatz, wobei vor allem dem Schlepper, ben Vielfachgeräten und Den modernen Kartoftelemte- und Rubenrodegeräten eine beson- ! bere Aufgabe zufällt, muß es gelingen, Die gestellte Aufgabe zu meistern. Ich erinnere also mit Nach- Druck an unsere Varole: Steigert die Er­trage im Hackfruchtbau!

Neben bem Hackfruchtbau ist für uns Der Fut- t erb au besonbers wichtig. Von den Erträgen Des Futterbaues hängt weitgehend die Futterversorgung unserer Rindviehbestände und Damit Die Erzeu­gung von Milch und Fett ab. Leistungsstei- gerung im Futterbau ist die Voraussetzung für ben wachsenden Erfolg in ber Milcherzeugungsschlacht. Aus diesem Grunde wird vor allen Dingen im kommenden Jahre der Zwischenfruchtbau als zusätzliche Futterquelle besonders gepflegt werden müssen. Das da^ür notwendige Saatgut wird sich allerdings nicht mit derselben Leichtigkeit wie in Friedenszeiten aus dem Markte beschaffen lassen. Schon im Vorjahre ist daher von uns bie Bei- f a a t von Futterleguminosen in Getreide gefordert worden. Diese Möglichkeit muh bei der Frühjahrsbestellung in noch größerem Umfange ausgenutzt werden. Da die Kleesamenernte

welche uns das Brot im Übernächsten Jahr geben soll. Die erste wichtige Voraussetzung für Die Siche­rung unserer Brotoersorgung Im übernächsten Jahre ist damit bereits geschaffen. Außerdem hat das Landvolk Dem Appell, zur Festigung unserer Fettversorgung Die Anoaufläche für öelfaat auszudehnen, in einem Maße Folge geleistet, wel- uieil wiyi... _ __________ ___ ches die Erwartungen übertrifft. Es war das Ziel

jur gleichen Zeit des Vorjahres, obgleich die Ab- aufgestellt worden, die Anbauflächen für Raps von Meningen 1939 bereits um fast 10 v. H. höher 80000 Hektar im vergangenen Jahr in diesem Jahr

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