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beUukommen vermag, da sie immer wieder neu ent- facht werden, zeigen, wie deutsche Bomber zu tref­fen verstehen. Docks und Speicher liegen in Trüm­mer, Kraftwerke, Gasanstalten und Oeltanks stehen in Flammen, Arsenale und Rüstungsbetriebe wur­den zu Schutthaufen, Bahnhöfe und Gleisanlagen vernichtet. Man sieht, auch bei diesen Vergeltunas- aktionen für die heimtückischen Ueberfälle britischer Nachtflieger auf die friedliche Zivilbevölkerung in Deutschland hat sich die deutsche Luftwaffe auftrags­gemäß vorerst auf rein militärische, für die Wehr­wirtschaft Englands bedeutsame Ziele beschränkt. Das wird auch von neutralen Augenzeugen der deutschen Angriffe auf London bestätigt, unb selbst amerikanische Blätter, die nicht in den Verdacht be­sonderer Sympathien für das nationalsozialistische Deutschland geraten können, müssen der Wahrheit die Ehre geben und zugeben, daß die deutschen Kampfgeschwader ausschließlich militärische Ziele aufs Korn genommen haben. Aber die Engländer müßten nicht Engländer sein, wenn sie nicht jetzt, wo sie die Vergeltung für monatelang verübte eigene Freveltaten trifft, ein lautes Wehegeschrei anstim- men würden und die Humanität anrufen, der sie selbst wieder und wieder mit frechem Zynismus ins Gesicht geschlagen haben. Wir glauben es schon, daß das Volk von London wie aus allen Wolken ge­fallen ist über die Nachhalttgkeit der deutschen An­griffe und sich nur schwer darüber klar wird, auf welch gefahrbringende Weise das Stadtgebiet Groß- Londons durchsetzt ist mit wehrwirtschaftlich bedeut­samen Anlagen und Betrieben, die nun das Ziel der deutschen Bomben sind. Es zeigt sich wieder einmal, mit welchen geradezu naiven Vorstellungen von den Möglichkeiten und Auswirkungen der mo­dernen Kriegführung und der modernen Waffen das englische Volk in diesen Krieg gegangen ist und ins­besondere in wie geradezu frevelhafter Weife die Kriegsmacher der britischen Plutokratenkaste die Ge­fahrenmomente, die in der geographischen Lage Südenglands und Londons mit seiner Bevölkerung von acht Millionen liegen, unterschätzt haben, als sie durch chre ständigen Nachtangriffe die deutsche Vergeltung herausforderten.

Es ist unter diesen Gesichtspunkten gewiß nicht überflüssig, einmal das wehrwirtschaftliche Potential, wie es sich im Raume von Lon­don zusammendrängt, des näheren zu betrachten. Da muh man einmal festhalten, daß das heuttge Groß-London ein unorganisch zusammengesügtes Konglomerat von Stadtteilen verschiedenen Ur­sprungs und verschiedener Struktur bildet, das keine reinliche Scheidung in Industrie- und Wohnviertel, in Büro-, Geschäfts- und 2lrä eiter quartiere kennt. Die starke lokale Abgrenzung der einzelnen Stadt­teile bringt es mit sich, daß überall verstreut nicht nur Kraft- und Wasserwerke, Gasanstalten und an­dere Versorgungsbetriebe, sondern auch Lagerhäuser und Industriewerke sich in Wohn- und Geschäfts- viertel eingebettet sinden, weil eben jeder Stadtteil als ein Gemeinwesen für sich emporgewachsen ist, bis er sich mit den Nachbarorten zu Groß-London aufammenfanb. So liegt das berühmte Woolwich- Arsenal, eine große Munitionsfabrik und ein Flug- Heugmotorenwerk im Häusergewirr des Südostens der Millionenstadt. Erst in den allerletzten Jahren hat man sich bemüht, kriegswirtschaftlich wichttge Industriebettiebe heraus aufs Land zu verlegen. Man erinnert sich der Errichtung der sogenannten Schattenfabriken, die dazu dienen sollten, im Kriegs­fälle als zusätzliche Rüftungsbetriebe in Gang gesetzt zu werden. An der ebenso unorganischen wie un­zweckmäßigen Zusamnzenballuna wehrwirtschaftlich bedeutsamer Industrie- und Versorgungsbetriebe im Raum von London hat dies nicht viel mehr ändern können. Auch die Verkehrsorganisation Londons leidet unter dem gleichen Mangel an einheitlicher Planung. So werden fast alle Stadtteile Londons von Eisenbahnlinien kreuz und quer durchschnitten, was heute zur Folge hat, daß die deutschen Bom­benwürfe auf Bahnhöfe und Gleisanlagen schwerste Störungen im Stadtverkehr Londons verursachen und auch die Verbindungen Londons mit dem Lande in beträchtlichem Umfange unterbinden.

Werfen wir nun noch einen Blick aus den Lon­doner Hafen, der ja nicht nur der größte Hafen Englands, sondern der größte Hasen der Well ist, sowohl was den Umfang der Anlagen als auch die Größe des Umschlags anlangt. Das ist historisch bedingt durch die außerordentliche Höhe der' Gezeiten, die für London etwa 5Vz bis 6 Me­ter beträgt und es daher auch den größten Schiffen des Altertums ermöglichte, die Themfe aufwärts die Kais des damaligen Londinum zu erreichen. Die tiefe binnenländifche Lage des Hafens hatte ferner den Vorteil, daß sie diesem ein landwirtschaftlich reiches Verforgungsgebiet erschloß, das gleich Ab- fatzgebiet für die von der See her eingeführten Waren bot, und zudem Sicherheit gegen Stürme gewährte. Die Gezeiten, die infolge der Ablenkung durch die Erdumdrehung die von Norden eindringende Nordseeflut gegen Die britische Ostküste werfen, wer­den heute nicht mehr wie im Altertum als Gunst empfunden. Denn sie machen überall Schleusen not­wendig und sind die Ursache dafür, daß der Dock­hafen, der für die Schiffahrt mancherlei Lasten mit sich bringt und in Kriegszellen, wie sich heute Tag für Tag zeigt, besonders empfindlich ist, der vor- herrschenden Hafentyp in England wurde, da ein Umschlag am freien Ufer kaum möglich ist. Eine Ausnahme machen nur der Hafen von Glasgow an der offenen Atlantikküste Schottlands und South­ampton am Kanal im Schutz der Insel Wight. Aber wie Bristol, Cardiff und Liverpool ist auch der Hafen von London auf das Docksystem angewiesen. Man muß sich bei dem Ausdruck Dock von den Vor­stellungen frei machen, die wir unter Dock im all­gemeinen haben ein fest eingebautes oder auch schwimmendes Bassin zur Aufnahme von Schiffen, die hier ausgerüstet oder überholt werden. Bei den Docks des Londoner Hakens handelt es sich jedoch um große Becken mit Anlegekais, Kranen, Spei­chern, Silos, Gleisanschlüssen zum Aus- und Ein­laden der anlaufenden Schiffe. Den Charakter des Londoner Hafens und der Hafengewäffer bestimmt nicht so sehr die Themse, die an Größe etwa unserer Saale entspricht und ehpa bis Oxford für kleinere Schiffe fahrbar ist, als vielmehr die von den Ge­zeiten flußaufwärts getragene Wasfermenge, die auch großen Schiffen die Fahrt flußaufwärts gestattet, wenn auch für besonders tiefgehende Schiffe die Schiffahrt unterhalb Londons endet, da die Verengung und Verflachung des Strombettes und die stärkere Windung der Themse oberhalb von Gravesend die Schiffahrtsverhältnisse verschlechtern. Da die Fluß­ufer selbst nicht annähernd ausreichen, den Waren­verkehr zwischen Schiff und Land zu bewerkstelligen, so sind die mächtigen Dockanlagen meist zwischen den Krümmungen des Flusses geschaffen worden, so daß sie zwei Ausgänge haben, lieber die gewal­tige Ausdehnung dieser Anlagen mag man einen leisen Begriff bekommen, wenn man sich vor Augen hält, daß sie eine Fläche von 207 Hektar bedecken und die Länge der Kais rund 75 Kilometer beträgt, daß ferner die hier errichteten Lagerhäuser Waren­mengen im Umfang von einer Million Tonnen auf-

Die vernichtende Wirkung der deutschen Amben in den Londoner Dorks.

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Eine der ersten Aufnahmen vom Angriff unserer Luftwaffe auf Londons Dockanlagen. Deutlich erkennt man zum Teil durch weiße Kreise markiert die Spreng- und Rauchwolken. Im einzelnen bedeuten: 1. die L o n d o n - D o ck s, 2. die Commercial-Docks,3. die besonders großen Hafenbecken der W e st - I n d i a - D o ck s auf der Hundeinsel, die von der Themse in einem großen Bogen umschlossen ist, und 4. die Ost-Jndia-Docks. (PK.-Wanderer-Atlantik-M.)

Royal

'Gas­werke

Englandsschönste Stunden"

Aon unserer Berliner Schristleitung.

Unaufhörlich gehen die deutschen Eisen- und Stahlgewitter über London nieder. Das Herz des brittschen Piratenreiches ift schwer getroffen. Ein amerikanischer General schreibt, die Engländer seien im Begriff, die Schlacht um London zu verlieren. Die Folgerung hat auf der Briteninsel allein bis­her der berühmte irische Dichter Bernhard Shaw gezogen. Wenn er in derTribüne" ganz offen schreibt:Wir haben keinen Grund, mit Hitler wegen seiner These als widerwilliges Opfer unseres Kriegswillens zu streiten. Nicht er erklärte uns den Krieg, sondern wir erklärten ihn. Das einzige, was wir jetzt zu tun haben, ist nicht nur, uns mit dieser Tatsache abzufinden, sondern auch zu bekennen, warum wir in den Krieg zogen und zu welchen Bedingungen wir bereit wären, den Krieg zu be­enden. Wir sind die Herausfordernden oder, wie Hitler sagen würde, die Angreifer, und wir müssen die Bedingungen bekannt geben, unter welchen die Ehre gerettet werden kann."

Aber diese Tatsache, daß England der Angreifer gewesen, daß Churchills Prophezeiung, England würde diesen Kriegbeqem" gewinnen, so ruchlos war wie die Freude der Kaiserin Eugenie von Frankreich über ihrennetten kleinen Krieg", der ihren Gatten 1870 nach Sedan und sie selbst als (Emigrantin nach England brachte, geht anscheinend Nichten das Hirn des Durchfchnittsengländers. Jetzt, wo Feuer und Vernichtung täglich und stünd­lich in Englands Hauptstadt und in anderen eng­

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lischen Städten wüten, hat das berüchtigte englische MassenblattDaily Mail" die Geschmacklosigkeit zu schreiben,England erlebe seine schönsten Stunden!" Tiefer kann die moralische Verkommenheit dieser meist jüdischen Schreiberlinge kaum sinken, infamer kann das Volk der Briten nicht irregeführt werden!

Was Lord Byron einst feinen Landsleuten im Fluch der Minerva" prophezeite, geht jetzt in Er­füllung: Die englische Kaufmannschaft sieht zerstörte Lagerhäuser, die fliehenden Bürger sehen ihre Städte in Brand,die Flammensäule, wenn sie kraus und wild über die Themse wirft ihr rotes Bild." Das ist nun buchstäblich eingetroffen, und schon damals schrieb Englands Dichter über Eng­lands vorausgeahnten Untergang:

Wenn jetzt vor ihm dein Reich zusammenbricht. Greif in dein Herz,--verdientest du es nicht

Vor Gott und Menschen gilt ja Blut um Blut!

Wer sie entfacht, bereut umsonst die Glut!"

Die Churchillbriten haben den Kriegsbrand entfacht und er ist auf London zurückgeschlagen. Und die Daily Mail" kreischt:Englands schönste Stun­den!"

Die Karte zeigt die großen Dockanlagen an der Themse unterhalb der Towerbrücke. (Scherl-Bild erdienst-M.)

nehmen können, baß die Bahnantagen des Hafen­geländes sich über 225 Kilometer ausdehnen, Straßen in einer Länge von 75 Kilometer das Hafengeoiet durchziehen und etwa 8000 Leichter den Verkehr von einem Dockbecken zum anderen vermitteln. *

lieber ein Drittel der englischen Ein- und Aus­fuhr ging in Friedenszeiten über den Hafen von London. Man kann sich also einen Begriff machen von der Aufgabe, diese Riesenmengen von Waren zum Aus- und Einladen auf die einzelnen Docks zu verteilen. Das lag in der Hand der Port of London Authority, die feit 1908 die gesamte Ver­waltung des Hafens leitet. Die großen Dockanlagen liegen zumeist unterhalb der Tower-Brücke am Nordufer der Themfe. Nur die Surrey Commer- cial Docks, die in ihrem Ursprung auf das 17. Jahr­hundert zurückgehen und vor allem Umschlag- und Lagerplatz für Holz und Getreide aus Kanada find, befinden sich auf dem Südufer des Flusses. Der Tower-Brücke zunächst liegen die St. Kathari­nen- und London-Docks, an denen die eigentlichen Kolonialwaren Kaffee, Kakao, Gewürze, aber auch Wein und Branntwein gelöscht werden. Die sicy anschließenden Westindien-Docks und die mit ihnen durch einen Kanal verbundenen Millwall-Docks nehmen ebenso wie die Ostindien-Docks vor allem Zucker, Rum, Hartholz, Tee, Gewürze, Seide auf. Die bann weiter nach dem Meere zu folgenden so­genannten Königlichen Docks, das Viktoria-, das Albert- und bas König-Georg°V.-Dock, sind mit mo- bernften Löscheinrichtungen versehen und bieten Dampfern bis zu 30 000 To. Anlegeplätze. Hier laufen auch die großen überseeischen Passagier- bampfer ein, nachbem sie ihre Fahrgäste schon in Tilbury ober Gravesenb mehr flußabwärts an Lanb gesetzt haben. Hier sind auch große Kühlhäuser unb Speicher, ebenso wie an ben Tilbury-Docks, deren Kais für die Aufnahme großer Ozeandampfer ein­gerichtet find. Weiter zum Meer hin, schon im Mündungsttichter ber Themse, liegt Sheernetz am Eingang ber tief einschneibenben Mebway-Bucht mit dem Kriegshafen Chatham, ber mit feinen Arsenalen unb Schiffswerften durch eine Reihe von Forts geschützt ift, aber ebenso wie Sheemetz unb bas oft genannte Southenb am Norbufer ber Themsemünbung schon oft bas Ziel beutscher Bom­benangriffe gewesen ift.

Das Zerstörungswerk, bas bie Tag und Nacht über dem Raum von Lonbon unb ber Themsemünbung hin- wegrollenbe Dergeltungsaktion ber beutschen Luft­waffe in bem eben geschilberten Hafengebiet Lonbons anrichtet, bebautet bas Enbe von Lonbons führenber Stellung im Welthanbel. Schon bie Kontrolle, bie bie beuffche Kriegsmarine im Verein mit ber Luft­waffe von ihren neugewonnenen Stützpunkten an der französischen Kanal- unb Atlantikküste ausüben, hat bie Zufahrt zum Londoner Hafen nun auch vom Atlantik her fast ganz lahmgelegt, zumal nun auch schon deutsche Küstenbatterien feindlichen Ge- lellzügen das Leben schwer machen, wenn sie sich dicht unterhalb ber britischen Kanalküste vorbeizu­drücken suchen. Lonbon ift auch Mittelpunkt eines von hier aus in alle Richtungen ausstrahlenden Sttaßen. und Bahnnetzes, das angesichts ber Blök- kade ber brittschen Süd- unb Ostküste für bie Ver­tagung der acht Millionen Menschen, die in Lon- )on zusammengeballt finb, von wachsender Bedeu­tung wirb, wenn auch schon bie Zufuhren zu ben Häfen ber britischen Westküste unter ber Einwir­kung ber deutschen Blockabe merklich spärlicher wer­ben. Da auch bies Straßen- unb Bahnnetz unter den deutschen Bombenangriffen erheblichen Störungen ausgesetzt ift, dürfte der Tag nicht mehr fern sein.

wo die Versorgung Londons vor der Katastrophe steht Die britischen Kriegsmacher mußten dies kom­men sehen, aber sie haben alle Warnungen mit verbrecherischer Leichtfertigkeit in den Wind ge­schlagen. Sie haben nicht an die beutsche Ent­schlossenheit geglaubt, diesen dem deutschen Volk aufgezwungenen Krieg mit harten Schlägen zu ei­nem siegreichen Ende zu führen, nachdem der Geg­ner verbohrt und stur die Hand zum Frieben zu­rückgewiesen hatte, sie haben auch nicht auf die be­sorgten Ueberlegungen wohlmeinender Freunde ge­achtet, bie bie Zeichen der Zeit schneller und besser begriffen haben als die engstirnige Plutokraten- klique in London.. Die schwelenden Rauchwolken über ben Londoner Docks, ber Feuerschein über ben Versorgungsbetrieben unb Rüstungswerken der Rie, fenftabt, eine Millionenbevölkerung, die weder Tag noch Nacht die Lufffchutzkeller zu verlassen wagt, eine ni eberbrechende Wirtschaft, ein lahmgelegter Handel klagen Churchill, den Totengräber eines Weltreiches, an. Dr. Fr. W. Lange.

Berlin, 13. September. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres an folgende Offiziere bas Ritterkreuz zum Eisernen kreuz verliehen: General der Artillerie heiß, General der Infanterie von Korhsleisch, Oberst Schmidt, Oberstleutnant G e r l o ch, Oberstleutnant von Werder und Oberstleutnant Frhr. v. Seckendorfs.

General der Artillerie Heitz hat mit feinem Korps beim Maasübergang, bei Maubeuge unb südwestlich von Valenciennes Erfolge erzielt, bie für bas Gelingen der Operationen von wesentlicher Bebeutung waren. Bei bem Kampf um bie Pariser Schutzstellung eilte er, nur mit wenigen Mann Be­gleitung, seinem Korps weit voraus an bie Oise, um eine llebergangs- und Angriffsmöglichkeit zu finben. Persönlich leitete er aus vorderster Linie den Angriff. Dem Vorstoß war ein voller Erfolg beschieden, der neben ber Tapferkeit ber Truppe bem persönlichen Eingreifen bes Generals zuzu- fchreiben ift General ber Infanterie von Kortzfleisch hat während ber Schlacht in Bel­gien in vorbilblicher Weise sein Armeekorps ge­führt unb burch feine klare, schwungvolle Persön­lichkeit, burch den rücksichtslosen Einsatz feiner Per­son wesentlich zu ben entscheidenben Erfolgen bei­getragen. Der Entschlußkraft unb dem persön­lichen Einsatz bes Obersten Schmibt ist es zu oerbanten, daß der erste feindliche Wiberstand an ber Maas bei Reermond innerhalb von brei Stun­den gebrochen wurde Elf Bunker, bie ben Angriff besonders aufhielten, wurden infolge feiner Er- funbungen schnell genommen. In ber oorberften Welle ber Vorausabteilung seines Infanterieregimentes mitgehend, hat Oberft Schmibt sich durch hervor­ragende persönliche Tapferkeit, ausgezeichnet.

Oberstleutnant Gerloch hat als Artilleriekom- manbeur einer Division burch persönlichen, rück­sichtslosen Einsatz in Dorberfter Linie unb burch feine vortreffliche artilleristische Führung bei ben schweren Kämpfen in ber Gegend von ©tonne Dhemery Men feindlichen Panzerangriff abgeschla-

Liverpool.

Wie in den Berichten des OKW. vom 12. und 13. September mitgeteilt wurde, richteten sich An­griffe der deutschen Luftwaffe gegendie Hafen* anlagen von Liverpool. Liverpool ist der zweitgrößte Hafen Englands nach London und be­sonders wichtig als Einfuhrhafen für Le­bensmittel. lieber Liverpool werden rund ein Fünftel ber englischen Fleischeinfuhr sowie große Teile der Einfuhren von Getreide, Genußmitteln unb Futtermitteln geleitet. Da der Hafen von Liver­pool "als Schleusenhafen geb aut ist, ist er burch Bombenangriffe besonbersverwund» bar. Zerstörungen im Hafen von Liverpool müs­sen in kurzer Frist ernste Rückwirkungen für bie Er* nährungslage Englands und insbesondere für bas benachbarte bicht bevölkerte Industriegebiet von Manchester unb Lancafhire zeitigen. Die eben­falls in den letzten OKW.-Berichten erwähnten An­griffe auf Flugzeugfabriken in South, ampton treffen solche Flugzeugwerke, in denen Jagdflugzeuge vom Muster SpitfireundHur. rtcane hergestellt werden.

gen. Er brachte Infanterie unb Flak erneut kn Stellung, während er seine gerade im Stellungs­wechsel befinblichen Artillerieabteilungen gegen bis Panzer abbrehte. Ein Teil ber Panzer würbe oer- nicht et, der Rest ging zurück. Bei Calais vernichtete Gerloch burch persönlich geleitetes Feuer bereits am ersten Tage zwei feindliche Batterien und brachte Mei weitere zum Schweigen. Oberstleutnant von c r b er riß als Bataillonskommanbeur feine Leute beim Angriff gegen bie Höhe 277, beren Be* sitz von entscheibenber Bebeutung war, burch per­sönliches Beispiel vor. Trotz eines Rückschlages get lang es ihm, biefe Höhe zu nehmen unb gegen feind« uche Gegenangriffe zu halten. Er selbst stürmte im Nachstoß hinter bem Gegner mit einer schnell zu* sammengefaßten Abteilung über bie als Angriffs* Ziel befohlene Linie hinaus vor unb eroberte eins feinbliche Batterie. Oberstleutnant F rh r. von Se-ckendorff war mit feinem Bataillon nach bem Uebergang über bie Maas bis zum Abschluß der Kampfe in Flanbern stets am Anfang der Vor­ausabteilung ber Division ober einer Kampfgruppe eingesetzt. Durch fein forsches Vorwärtsgehen ohne Rücksicht auf Flankenbebrohung unb fein scharfes, geschickt geführtes Zupacken hat er maßgebenb zu bem schnellen Dorwärtskommen der Division in ber Verfolgung beigetragen. Auch in ben Verfolgungs- fampfen über bie Aisne, ben Rhein-Marne-Kanal unb über Langres nach Lothringen würbe er immer mieber an die Spitze gestellt, wenn es galt, die Der- folgung rücksichtslos vorwärtszutreiben.

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General ber Artillerie Heitz stammt aus Berlin, roo er 1878 als Sohn eines Majors geboren wurden Vlad) Erlangung bes Reifezeugnisses auf bem huma­nistischen Gymnasium in Danzig trat er 1898 als Fahnenjunker ins Felbartillerieregiment 36 ein, Als Batteriechef rückte er 1914 ins Felb unb mürbe nach bem Weltkriegsenbe von ber Reichswehr über­nommen. Als Oberst wurde er 1931 Kommandant von Königsberg, als Generalleutnant 1936 Präsident des Reichskriegsgerichts, als General ber Artillerie 1938 WMarbejehlshader WeMreußens unb schiM

Das Ritterkreuz für hervorragenden Einsatz als Truppenführer im Westen.