Einzelbild herunterladen

AttON x

Helmond

KOZENDAAl

DÜHflDF.

,A SOU MU

Wltth

'Lj (reifte

OURNAI

oemoiou*

\ ßincht9

HARLEROU

Hfl

HNdAVS

e iipndinitrp

MevfiNttati

tttgKt

LMU

Chaumont

EYREüXV'

Bernau

film

Rw)

Manne x

(MRTD« ETAMDES

Karte mit dem Verlauf der Front nach dem OKW.-B ericht vom 13. Juni. (Scherl-Bilderdienst, Berlin.)

Dörfer jenseits der großen Straße. Sonntags-

6er

Aus dem Gefechtsstand eines Panzerkorps

Rouen, ers e n

M.ülADBAfU

RMEYD

Ovvilie

TNaucdt' st Mi hin

:'MjbDflBUD6

X.lw.^en_7.

Mahlzeit auf dem Tisch, wir sehen den Brief, der gerade mit der Postmarke beklebt werden sollte, wir finden vollgepackte Einkaufstaschen vor den Ladentischen, wir sehen fertig gepackte Wagenkolon­nen mit allem Inventar des Flüchtlingselends. Sie

WU iBroadifairl WMJÜn.

Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch (links), und Generaloberst von Reichenau (Mitte) bei einer Besprechung. (PK.-Schrnidt-Atlantik-M.)

vunroeo^ Wifl

s

DIEDENHOEfN l * & g- ^fulimg loweilfl

3m raschen Fortschreiten.

Die Marne an vielen Stellen überschritten. Ehalonö genommen. Lieber

-vMortagne Longng

Oer deutsche Gewaltmarsch zur Seine.

Das französische Volk weiß heute noch nicht, weshalb schwarze Divisionen fein Land verwüsten

Don Kriegebenchter Irowein.

TRIER /

rh

die Seine zurück.

Sie sprengen die Brücken in und südlich Jetzt hieß es, dem Feind an den F

still liegen die Höfe. Rur das Vieh streift auf den Weiden. Ganze Herden von Kühen stehen stur auf der Straße und brüllen nach der Hand, die sie pflegt und wartet.

Hier geschieht es einem jungen Leutnant von der Flak, daß er vor einem der heckenbestandenen Wege einen Bauern trifft. Der Mann begrüßt ihn mit den WortenAh, enfin les Anglais!. Endlich sind die Engländer da. Das freudige Gesicht verliert aber im gleichen Augenblick die Farbe. Die Hände formen sich zur bittenden Gebärde, als ihm im durchaus geläufigen Abiturienten-Französifch ge. antwortet wird:Rein, diesmal find es d i e Deut» scheu!" Und da mußte diesem Manne, in dessen Haus noch friedlich ein Dreiröhren-Apparat die letztenSiegesmeldungen" aus Paris verkündete, erst klar gemacht werden, daß die Deutschen nur auf Soldaten schießen, nicht aber auf ver­blendete und im Banne Pariser Vorstellungen lebende Bauern, auf deren Rücken Herr Reynaud , den Krieg austrägt.

Solange wir über Frankreichs Straßen marschie­ren, so lange beschäftigt uns auch die Frage: Wie sieht es drüben aus? Der schnelle Vormarsch hat ] uns so viele Anhaltspunkte geliefert, fo viele Ein. ; blicke in Fühlen und Denken des Poilu, des ge- flüchteten, gegeben, daß wir darüber nicht mehr im Ungewissen sind. Wo ist jenseits der Feuerlinie die Kraft, die unsere Männer zu ihren Leistungen be­fähigt? Wo ist die Führung, die in schweren Stun. den Frankreichs die Energie zusammenfassen kann?' Wo ist das gemeinsame Ziel? Wo offenbart sich der Wunsch der kämpfenden Bataillone des Gene, rals Weygand und der vernichteten Existenzen aus den Flüchtlingsgebieten? Wo wir mit Franzosen sprechen, wo wir die weinende Klage der verlas» jenen Frauen anhörten, da gab es nur die eine Frage:Ca ira vite?" Wird der Krieg schnell zu Ende gehen?

Hört das sinnlose Blutvergießen auf? Hinter die» ser Frage steht für uns die Gewißheit, daß das französische Volk bis heute nach nicht weiß, weshalb schwarze Divisionen sein Land 6er Verwüstung preisgebe n.^ Heute sprachen wir mit einem gefangenen Korporal aus Paris, der vor zwei Tagen aus einem Sonderurlaub an die Front zurückkehrte. Er hat die schweren An« griffe unserer Bomber auf die Flughäfen rings um Frankreichs Hauptstadt miterlebt. Er hat eine verzweifelte Frau mit ihren Kindern zurückgelassen. Er sagte uns:W eshalb das alles? Wes« halb der Krieg, wenn unsere Offiziere den Generalen des Führers nicht gewachsen sind? Wes» halb Verdunkelung, wenn die deutschen Bomber bei Tage über Paris ihre Ziele treffen? Ich habe an dem Ganzen kein Interesse mehr. Ich will nur meine Frau und meine Kinder lebend Wiedersehen!

So viele Briefe haben wir gelesen, so viele Män» ner und Frauen aus dem französischen Volk ge» sprachen, daß wir sagen können: Drüben tritt die Verzweiflung ihr Regiment an.

Aus dem Tal der '©eine steigt der Abendnebel herauf. Ein Gewitter kündigt sich an. lieber die Hänge, auf den Straßen, längs der Wiesen nahen die deutschen Spitzendivisionen. Schweiß fließt, Motoren kochen, Pferde quälen sich bergan. Heute nacht noch wir6 6eutsches Eisen drüben sein Ziel suchen. Und Frankreich? Jetzt bereut es den 3. Sep­tember 1939, den Krieg.

..., 13.Juni. (P.K.) Der deutsche Infanterist sicht an der Seine. Weygands Dertetdigungs- tim« wird in der nächsten deutschen Wochenschau zu sehen sein. Unsere Regimenter stehen im Herzen Frankreichs. Diese Wasser dort un­ten haben Rotte Dame in Paris gesehen!

Wir wissen eines und sind stolz 6arauf: An der unteren Somme, zwischen Amiens und Abbeville, sind bayerische Infanterie-Divisionen die Herren des Schlachtfeldes gewesen. Sie trafen besser als isrankreichs Kolonialelite, sie schossen Weygands chwerste Panzer ab. ©ie hielten der feindlichen Irtillerie stan6.

Gestern noch war der Tag heiß und blutig. Er erforderte die Beherztheit eines jeden einzelnen Mannes, Mut, Draufgängertum, Opferbereitschaft und Geistesgegenwart. Dann aber lösten sich die Siten des Feindes von unseren vordersten Tei- ie Aufklärer meldeten: Sie gehen bis an

BETHUNE »vtHDlH»*-***' o/ruu--/- Henin »Amind

_ Pont

PontrEvequtAuam eBtonou

bleiben. Er durfte keine Zeit haben, er mußte unser Schwert im Nacken spüren, und die gleichen Regimenter, die sich seit Wochen durch Blut und Feuer der Sommeschlacht durchgekämpft hatten, die Aeichen Männer, die seit Tagen keinen Schlaf ken­nen, immer gewärtig der schwarzen Heckenscyützen und des flankierenden Feuers schwerster Panzer, sie traten den Vormarsch an. Worte können nichts sagen, was die Männer heute geleistet haben. Worte können nichts widerspiegeln, was von ihnen ver­langt wurde. Möglich wurde der Gewaltmarsch zur Seine iy dem Bewußtsein, daß hier die Ent­scheidung heranreift, die aller Opfer wert ist. Jeden Fußbreit dieses Landes durchschreiten wir mit dem Gefühl, daß in den vier Jahren des Weltkrieges kein Deutscher die Ufer der Seine kämpfend erobert hat. Alle spüren es, daß dies nicht mehr der Raum ist, in dem die französische Strategie seit Jahrhunderten Schlachten geschlagen und Siege aus der Verteidi­gung erfochten hat. Alle wissen es, dies ist Frank­reich selbst, sein Herz, sein lebendiger Körper, das die Wucht unseres Vorstoßes erobert. Hier zeigt sich, wie die Kraft des Siegesbewußtseins dem Körper Leistungen ab ringt, die später in der Ge- schichte sich ebenbürtig den größten Derfolgungs- schlachten des Jahres 1914 an die Seite stellen werden.

Komm mit mir an die große Vormarsch- straß erstelle dich in die Reihen der auf Seiten- wegen wartenden Kolonnen und sieh unsere

Mürtningen .

Chateau e _ \.

latim lll/tDieior j;

WNEYIUE^ oxy

GerbevUtpr''" \ Senati

«MN

Infanterie marschieren! Sieh her, sie sind alle müde zum Umfallen, sie haben wunde Füße und halten wenig vom Gleichschritt. Aber sieh diese Gesichter. Du findest keinen mürrisch verschlossenen Mund, kein dumpfes Dahertrotten, kein Schimpfen und Fluchen im Staube der vorbeijagenden Fahr­zeugei sieh diese beiden Gefreiten, sie haben aus Taschentüchern und rotweiß tarierten Bettzipfeln Turbane geknüpft, die gegen die Sonne schützen sollen. Sieh dir den Mann mit dem vierkantigen Schädel in der nächsten Rotte an. Er hat feine Maschinenpistole geschultert und trägt in der Rech­ten gravitätisch einen Regenschirm.

Jetzt rettet der Kompaniechef im Galopp die Front der Züge entlang. Er ruft:Noch 18 km!" Die Nachricht läuft von Mund zu Mund weiter. Sie wird ausgenommen unter dem Motto: Gestern glaubten wir nicht, daß wir bis hierher laufen könnten. Aber auch die letzte Kilometerstrecke macht uns nicht bange.

Aber nicht nur die Infanterie marschiert unter größten Strapazen. Die Männer am Lenkrad haben den gleichen schweren Weg. Immer wieder bleibt nur ein zentimeterbreiter Spalt zwischen den vor- und zurückrollenden Kolonnen. Immer wieder findet ein eiliger Kradmelder feinen Weg über Kartoffeläcker und hohes, bülchiges Gras. Die Drahtzange liegt bereit. Links und rechts der gro­ßen Straße zur Seine gibt es Findige, die neue Wege suchen, um Meldungen schneller an ihr Ziel zu bringen und Kolonnen sicher in ihren Bereit­stellungsraum zu führen.

Die Sttaßen unseres Vormarsches sind ein Grad­messer für den Wert des Feindes von morgen, der uns jenseits der Seine erwartet. Er hat keine Se­kunde Zeit gehabt, er hat die Brücken unver­sehrt und die R i ch t u n g s w e i s e r an den Straßenkreuzungen unbeschädigt gelassen.

Wir lesen überall noch Rückzugsbefehle für die gewichenen Regimenter. Nur die zerschossenen Pan­zer fehlen diesmal an der Rückzugsstraße. Wieviel intakte Panzerdivisionen kann Herr Weygand uns noch entgegenftellen? Die ausgebrannten Stahlfärge in Flandern, im Artois, vor Amiens und Abbeville helfen ihm nicht mehr.

Grausam und unerbittlich ist der Krieg über die Städte und Dörfer im ehemaligen Etappengebiet des Feindes nie6ergegangen. Ueberall stehen die Feuerfäulen zerstörter Siedlungen am wolkenlosen Himmel. Die Zivilbevölkerung, Bauern und Beamte und Kaufleute, haben bis auf wenige Greife und Kranke unseren Vormarschraum verlassen müssen. Wir sehen die angerichtete

sind zurückgeblieben. Die schwarzen Truppen haben Frankreichs Bauern im Laufschritt mit nach hinten genommen. Noch unheimlicher ist das Geschick

(IlLllN

EMS camo

DMippe</iiit

L Manendou

flßEU

Appttdott/ HV

NTWERPEN

MR HEIN

zü/'l

Audn

Marquise

(«Ovei'ft OMER Dewres

liChtpfif--.

Dommarth

CHALONS*

Oudenaarde

^yurammorn ^Nlpssmes

Mine

MMTcS Tw/f,

VERSAILLES

Wamboulll

rnou

Ulriken

tbemr Hernih

vi cM ein

Rrfiel

t Neu f(täfel

Bnmont/Junlv

Campagne

Heidin AR frtventl

troWM

uueix

OrOK

ENT AN .

etxmei 5

MÖEMMMWIE

TILBURG

'IBNtUl

wer

HNK01A1

rvr lOKEPEN

wrnies

tjOIKl/PJ

MONS

Chanhiiü

Nonfeuii

rchet

en

LOHEN

oaßaumt

ABBEVILLE ^.,,1

vQuommifrc

VILLENEU VE

Prwinf MortnanE

Metun

roncties

MM

UamviM?

ST DIU ER

Anttrville

Mtrne

BarnerupT , ^an£ Montier L

e IKK find

<h eatti#

LEWEI fwhMl

«i.....

Hcv?t*ß

taplei mtrpml

DINSLAKEN

| O6ERHSN.

EjEH

HAMB- OUlSBURb

Jütitfi

um-

weiter

Duren

AACHEN

Euskirrtsenj->

UPUNi f

schleusen

OUIK

' INC

Bauieu

ROHBAU

M6INWM lOUTNEND

N 1

BOVPS randvIKten

Alun Tourt Br

tJHiqnu

Raver

II Mief

lomillu

Momenta

FONTAINE -

(amiiw i» litt

GuildtORO

RflüAlt

_____ ____ :<<<<<<<?: RjtUMoun V

«i * \ MAIDSTONE o/VvniHtgblei

TDNBfhtXl 'MC

\ IAHT (MU RY will rvNBeip (iE \OE*l<

Orthün (7 . wtlLS

\Eait6rinflead

Hat/Mrds

ünandpre IDun .

< v.ul DamviUm

k 'Pntich

veutschtt

WiHInh

EPERNÄY

u Ferre

Vertin*

rerfThamoenaie

98ohami Wdrtiqnu rtMiOu ft QUENTIN

wo

vi Willi

Nauoerf^

Monlm-net _llVlli» ,

ufere

Dom mut.

J1! FEUOO'

GHEEL

ö ftOULU

KÖLN

iUhkm

Mortintf.

FVfnant

DOullM cülsilIkUMBRAi

vnu

idry'

'famai

mntMVuri

ßittjung

Oise.

kl

Rovtot

(CAfN\

Metidon'

'Ad

TOUl

CORBEtL

ChSieauneuf Vmns,

'Mangis^ymenauxe v.

Arns cA-

vDiekirrti W

lOnqwy'B ^Lpnguyofi

tlaritufl',

rvillen^ffpi

fuippe^

TUT XV THtEET^

Moreuiix^e

Utlebönne

^QSoiqm'es fr y

.__ALENCON

hl

* Therme

N&U'A beai

Tchimaq itMuher

U

Unaufhörlich rollt der Nachschub heran.

- Cf

0

M

'Ai iw

Den Dorgefjenben Truppen im Westen folgen unaufhörlich die Nachschubkolonnen. Die schweren motori­sierten Wagen sind nicht an die Straße gebunden. Kreuz und quer jagen die Kampf- und Nachfchub- truppen übet die Uecker ynd Mejen hinter dem Feind her. (PK.-Boesig-Scherl-M.)

^00000 Gefangene. Erfolgrelcheö Emgretfen der Lustwaffe. tl-Boot versentte mehrere Dampfer.

Der Wehrmachtsbericht vom V^nnerstag.

Aührerhauplquartler, 13. Juni. (DNV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Versuche der an der Küste von St. Valery eingeschlossenen französisch-englischen Truppen, über See zu entkommen, sind gescheitert. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, hat diese Kräftegruppe kapituliert. Heber 26 000 Gefan­gene, darunter fünf französische und ein englischer General, sowie unübersehbare Beute fielen in deut­sche Hand.

Unsere Artillerie zwang einen beladenen Transporter beim Versuch auszulausen durch mehrere Treffer zur Umkehr. Lin weiteres Schiff explodierte im Feuer deutscher pan- zerabwehrgeschühe.

An der gesamten Angriffsfront sind die Operatio­nen inraschemFortschreiten. Die Warne ist an vielen Stellen im Kampf überschritten. In der Champagne haben unsere Divisionen in der Verfolgung Lhalons genommen und die

Schlachtfelder von 1915 überschritten. Auch zwischen den A r g o n n e n und der M a a s gewann der An­griff Boden.

Vach den bisher vorläufigen Meldungen beträgt seit 5. Juni, dem Beginn der neuen Operationen, die Zahl der Gefangenen über 1 00 000. Auch die Verluste des Feindes an Kriegsgerät find erheblich. Allein bei zwei Armeen des westflügelß gelang es, unter Beteiligung aller Waffengattungen, über 200 feindliche Panzerkampf' wagen zu vernichten oder zu erbeuten.

Trotz schlechter Wetterlage griffen auch am 12. Juni Kampf- und Sturzkampfverbände zur Unterstützung des Heeres insbesondere im Raum von Lhalons für Marne und an der Küste an. Ls gelang hierbei, einen Transporter und einen großen, mit Truppen besetzten Schlepper zu versenken, einen anderen Transporter von etwa 10 000 Tonnen sowie eine größere Anzahl von kleineren Schiffen schwer zu beschädigen. Bei Le Havre wurden 20 feindliche Sperrballons ab- geschossen. ,

3n Norwegen schossen unsere Zerstörer i« Luftkampf vier von 16 britischen Flugzeugen A