Ausgabe 
13.12.1940
 
Einzelbild herunterladen

5318 D

ö Lraee

Ktfl*ra

tsAäusburQ

Se^en . Spez\a'QeSC rettens

lnStru^eo und Noten 'au^"=

tVluVA

. ,.nd *tefI0n

-«..CssE» ftn

Diese Vrer sind bekannt \ in, . \ Atnüt / \\ und / |\\ Land /

Vom Leben mit Büchern

Werke,

sucher.

Der stellvertretende Kreisfportlehrer führte

am

gerb ter und veredelter Felle sowie fertiger Pelz­waren verbunden. Der Verkauf von Tieren war

diesem Winter sollen Wettspiel« ausgetragen wer­den. Für die Jungen ist Fuß- oder Handball vor- geschrieben, für die Mädchen Kordball. Außerdem wird noch in den Schulen, denen Geräte zur Ver­fügung stehen, ein Gerätemannschaftskompf ausge- tragen. Nach den Ergebnissen der Sommerardeit

bis zuletzt gehörte er dem Aufsichtsrat der Alsfelder Dolksbank an. Trotz starker beruflicher Inanspruch­nahme widmete er sich mit großem Interesse seinen

sehr rege. Landesfachgruppenleiter Krauß (Darm­stadt) und Ortsbauernführer Ludwig Ihm sprachen itlrnw Kla SUaXAiihiwA bnr ©nHtnAanhnfhtnn

Bestrafter Preistreiber.

Ein Kohlenhändler aus dem Landkreis

G. A -Sport.

Leibesübungen in den Schulen.

----- ---------- Gießen wurde vom Ügndrat des Landkreises Gießen als Preisbehörde in eine Ordnungsstrafe von 500 RM.

wenden; besier aber durch den Fachmann, JnM< tateur oder Beauftragte der Städtischen ~~ auftauen lassen.

ZU schließen, ist auch im Winter trotz der erschwe­renden Vorbedingungen mit einem vollen Einsatz zu rechnen.

Schießen und Kegeln im VfB -V.

Als Abschluß des Jahres 1940 führte der D. f. B.- Reichsbahn Gießen am vergangenen Sonntag für die AbteilungenSchießen und Kegeln" einen Wett- bewerb durch. Die Resultate in beiden Veranstal­tungen haben bewiesen, daß im Laufe des Jahres gute Trainingsarbeit geleistet wurde. Bei der Preis- Verteilung, die anschließend im Dereinsheim auf dem Waldsportplatz stattfand, wurden durch das Vorstandsmitglied Pg. Schütz diese Arbeit und die guten Leistungen'des Tages gewürdigt. Beson­deren Dank sagte er beiden Abteilungen, die dem Rufe des Reichssportführers zur körperlichen Er­tüchtigung gefolgt sind. Die Ergebnisse waren:

Preisschießen: 1. Magel, 35 Ringe; 2. Schwarz 35; 3. Rohm 34; 4. Jacobi 34; 5. Ra­benau 34; 6. Schütz 34; 7. Keßler 34; 8. Förster 33; 9. Becker 33; 10. Schneider, Alb., 33; 11. Nieder- gall 32; 12. Hermann 31; 13. Becker 31; 14. Schnei­der, H., 29; 15. Otto, 28 Ringe.

Preiskegeln: 1. Sann, 25 Holz; 2. Otto 25; 3. Frey jr. 23; 4. Becker I, 23; 5. Becker II, 23; 6. Hermann 23; 7. Schütz 22; 8. Schwarz 22; 9. Trankner 21; 10. Klinkel, 21 Holz.

Die Versorgungslage im Rhein-Main-Gebiet

Bericht des landwirtschaftlichen Marlibeodachters

Ehrenämtern. Zahlreiche Kranzniederlegungen am Grabe zeugten von der großen Wertschätzung für den Verstorbenen.

. Homberg, 11. Dezember. Hier fand im .^Frankfurter Hof" am vorigen Samstag und Sonntag eine starkbesuchte Kaninchen-Aus- stellung statt. Die Schau war mit 114 Tieren erstklassigen Zuchtmaterials beschickt, unter denen sich 73 helle Großsilber als Dereinsrasie, 13 Blaue Wiener und 28 Weiße Wiener befanden. Als Preis­richter wirkte Landesfachgruppenleiter Krauß (Darmstadt). Für erstklassige Zuchtleistungen konn­ten 28 Ehrenpreise vergeben werden. Den Reichs- fachgruppen-Chrenpreis für vorzügliche Gesamt­leistung erhielt August Fey, den Ehrenpreis der Landesbauernschaft errang Johann Ludwig Wil­helm. Mit der Schau war eine Ausstellung ge-

Eine leichte Besserung kündigte sich am Fut - termittelmarkt an. Für die landwirtschaft­lichen Hühnerhalter wird eine gewisie Menge Gerste-Mais zur Verfügung stehen. Ferner erhält die Landwirtschaft in den Monaten Januar bis März ein Quantum Oelkuchenschrote und -mehle, und zwar in hochprozentiger Ware, wie Sojaschrot, Erdnußkuchenmehl usw. Soweit wenigerprozentige Ware (Palmkuchenschrot, Kokosmehl und derglei­chen) verteilt wird, wird der niedrige Gehalt durch die Menge ausgeglichen. Kleie kann im Januar wahrscheinlich in gleicher Menge wie im Dezember geliefert werden.

Die Ablieferung von Brotgetreide wird jetzt nach einer neuen Anordnung der Hauptver­einigung der deutschen Getreidewirtschaft gehand­habt und kommt in Fluß. Im Mehlgeschäft hat die lebhafte Nachfrage der letzten Wochen nachgelassen, und es ist jetzt verhältnismäßig ruhig.

Am Nährmittelmarkt gib es im neuen Dersorgungsabschnitt 500 Gramm Hülsenfrüchte, meist Linsen und Erbsen, als Sonderzutei­lung. Die Anlieferung der Ware ist im Gange.

Die Viehmärkte haben die gleiche gute Be­schickung wie in der Vorwoche, sowohl mit Rindern, als auch mit Schweinen. Aus dem eignen Gebiet konnte eine ansehnliche Zahl Rinder wieder an an­dere Gebiete abgegeben werden. Zwischen dem 23. und 29. Dezember finden feine Viehmärkte statt.

Es ist eine alte Wahrheit, daß der Mensch nur die Bücher wirklich kennt, die er auch besitzt. Es war zur ersten Großdeutschen Buchwoche, die 1938 in Weimar eröffnet wurde, daß Reichsminister Dr. Goebbels unser Buch also kennzeichnete:Das deut­sche Buch ist Spiegel der deutschen Seele, ist uner­müdlicher Helfer im Tagewerk der Nation, ist treuer Begleiter im Ringen um unsere Gemeinschaft und um das Reich, ist Streiter für deutsche Art und Geltung in der Welt."

Anläßlich dieser Duchwoche schrieb das Werbe- und Beratungsamt für das deutsche Schrifttum in Gemeinschaft mit dem Präsidenten der Reichskam­mer der bildenden Künste einen Wettbewerb zur Er­langung von Entwürfen für HeimbüchereiHt aus. Er stand unter dem Motto: ,Hn jedes deutsche Haus eine Heimbücherei!" Dieser Wettbewerb solltege­eignete Vorschläge erbringen, wie durch die Em- richtung einer Heimbücherei das Buch in jedem Heim eine würdige Pflegestätte finden kann". Die Wettbewerbsaufgabe erstreckte sich somitvon der Schaffung des einsachsten Bücherbrettes bis zur ein­gebauten Bücherwand". Die Einheit zwischen Volk, Dichter und Buch, die der Nationalsoziattsmus her- gestellt hat, sollte der einzelne in seinen vier Wän­den aus dokumentieren. Wie Dichtersein im Dritten Reiche nicht mehr Alleinsein bedeutet, sondern werk- frohes Schaffen im Volk fürs Volk, so sollten auch die Werke der Dichter nicht mehr verstreut in der ganzen Mahnung herumstehen oder -liegen, son­dern sich an einem dafür bestimmten und zweckent- Kiw hergerichteten Platz sammeln, um ihrer- )fetter dem von Alltag und Tagewerk zerstreu­ten und oft genug abgespannten Besitzer Samm­lung zu geben. Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs liegen in einem geschmackvollen Sammelbande vor, der nicht nur zum Blättern und Ansehen, sondern darüber hinaus zum Nachahmen verlockt.Woh­nen mit Büchern" ist der Titel des Buches, das das Werbe- und Beratungsamt für das deutsche Schrifttum herausgegeben hat. (BauwelttDerlag Berlin, Preis 6,50 RM.)

Von Bücherborden führen Pläne und Entwürfe über Bücherschränke zu ganzen Bücherzimmern. Wie die deutschen Verlage für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel Bücher yerausbringen, so zeigt die­ser Band jedem, was ihm und seinen Bedürfnissen zusagt und was seine Mittel ihm anzuschaffen er­lauben. Des Siedlers, der vielleicht erst über einige wenige Fachbücher verfügt, wird ebenso gedacht wie des Bücherfreundes und Gelehrten, dessen Arbeits­feld die Welt des Schrifttums ist. Zahlreiche Licht­bilder und Zeichnungen schmücken den schönen

genommen, weil bei einer Revision durch die Gen- Darmerie ein erhebliches Mindergewicht bei einer für einen Haushalt bestimmten Lieferung Briketts festgestellt wurde.

Lohnffeuerkarten sorgfältig prüfen!

Das Reichssinanzministerium gibt bekannt: In diesen Tagen werden die Lohnsteuerkarten für 1941 zugestettt. Jeder Arbeiter und Angestellte muß zur Vermeidung einer zu hohen Lohnbesteuerung die Eintragungen für 1941 genau prüfen, ob insbeson­dere der Familienstand richtig wiedergegeben ist. Jede Lohnsteuerkarte enthalt eine Einlage. Diese ist forgfäUig durchzulesen. Die Abschnitte III und IV her Einlage enthalten die Besttmmungen, die sich auf den Familienstand beziehen, Abschnitt V der Einlage enthalt Angaben darüber, an welche be­hördlichen Stellen Anträge auf Aenderung der Lohnsteuerkarte 1941 zu richten sind. Beachten Sie die Einlage zur Lohnsteuer karte 1941! Sie ver­meiden dadurch, daß zu hohe Lohnsteuer oder zu hoher Kriegszuschlag zur Lohnsteuer einbehalten werden, die nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht erstattet werden können.

Ortszeit für den 14. Dezember.

Sonnenaufgang 9.30 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. Monduntergang 8.37 Uhr, Mondaufgang 17.21 Uhr. Vollmond 21.38 Uhr.

Aus der engeren Heimat.

kreis Alsfeld.

Alsfeld, 11. Dez. Die in den meisten Zweigvereinen des DHC. als Abschluß des Jah- rcswanderplans eingeführte Nikolauswanderung führte die Wanderschar des hiesigen Zweigvereins nach zweieinhalbstündiger Wanderung zu einer Feier in dem benachbarten Altenburg zu Mitglied Ebeling, wo fleißige Hände alle Vorbereitungen zu einer stimmungvollen Unterhaltung für groß und klein getroffen hatten. Nach der üblichen Beschen­kung Der kleinen Gäste wandte sich das Interesse fröhlicher Unterhaltung zu. Der Dereinsvorsitzende, Bürgermeister Dr Dölsing, leitete den geselligen Teil mit einer Begrüßungs- und Werbernsprache ein; der Wandermeister des Vereins, Schulrat i. R. Rausch, übernahm den Unterhaltungsteil. Be­währte Kräfte schufen durch den Vorttag humori­stischer und Mundartgedichte und Prosastücke bald

eine fröhliche Stimmung. Ein Teil der Nikolaus- gaben wurde zugunsten des Kriegs-Winterhilfswerks verlost und ergab eine stattliche Summe. Hier wurde der Glasermeister Ernst Lenth zur letzten , , ,

Ruhe begleitet. Der Verstorbene, der einer allen über die große Bedeutung der Kaninchenhaltung. Alsfelder Handwerkerfamilie entstammte, gehörte! Die Gaufilm st eile Hessen-Nassau ließ am 25 Jahre dem Stadtrat an und war ferner lange ' Sonntagabend in der gutbefuchten Stadthalle den Jahre Vorsitzender des Alsfelder Gewerbevereins, TonfilmAchtung, Feind hört mit!" vorführen.

~ Dazu wurde die neueste Wochenfcbau gezeigt. Die

Darbietungen fanden den starken Beifall der Be-

Mittwoch in der Goethefchul« eine Arbeitstagung durch, die von über 50 Lehrkräften der Schulen des Kreises besucht war. Zweck der Tagung war, Richllinien für die Winterarbeit zu geben. Auch in

Gchvh der Wasserleitungen gegen Einfrieren.

Durch das Einfrieren von Wasierleitungen ent­stehen leicht große Schäden und Jnstandsetzungs- kosten, die vermieden werden können. Zur Ver­hütung des Einfrierens ist zu beachten:

L Wasserzähler sowie Leitungen an den Außen­mauer n sind mit Tüchern, Strohzöpfen u. a. zu umwickeln.

2. In Gängen und Räumen, in welchen Leitun­gen verlegt sind, keine Fenster ober Außentüren siM^d'cht^'! XÜrßn Unb Fenskr gegen Kalttuftzu-

3. An frost gefährd et en Spülaborten durch Deff» nen der Frostschrauben am Spülkasten für ständi­gen schwachen Wasserdurchlauf sorgen.

4. Gartenleitungen und Leitungen in unbewohn­ten Raumen absperren und entleeren; ebenso Lei- hingen nach Waschküchen außer dem Hause. In Benutzung bleibende Zapfhähne im Freien mit Um­wicklung schützen und mit Frostei nlaufeinrichtungen versehen, die bei Frost geöffnet werden.

5. Leitungen im Freien und Einbautelle in Schächten, welche nicht unter Frosttiefe liegen, find durch Auflegen von Sttoh, Torfmull usw. zu schützen.

6. An den obersten Zapfstellen des Hauses bei stärkerem Frost ständig schwachen Strahl laufen lassen.

Wer die Schutzmaßnahmen unterläßt, handell fahrlässig und hat für Schaden aufzukommen.

Eingefrorene Lettungen sind wegen Brandgefahr nicht mll der Löllampe aufzutauen; heißes Wasser und in heißes Wasser getauchte Tücher hierzu ver-

Auf die Versorgung der Bevölkerung Hal es keinen Einfluß. Sie wird durch vorherige Deriellung sichergestellt. Der Obstmarkt hat sich durch die Abgabe von Aevseln auf Karten belebt. Soweit für diese keine Nachfrage vorhanden war, wurden sie auch frei verkauft. Nüsse sind roenia vorhanden. Es wird dafür gesorgt, daß in alle Kreise welche gelangen. Zittonen sind genug am Markt. Die Lage auf dem Gemüsemarkt ist günstig, wenn auch natürlich nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann. Stark angeboten wird Chicoree, Endiviensalat und Feldsalat. Auch sonst sind alle jahreszeitlichen Arten ausreichend vorhanden.

Die Weihnachtsbäckerei fvielt zur Zeit eine große Rolle bei den Einkäufen der Hausfrau. Die' Zeit­läufte bringen wohl manche Einschränkungen mit sich, und auf den einen oder anderen Gaumen­kitzel werden wir verzichten müssen. Aber bei eini­gem Geschick und kleinen Umstellungen läßt sich auch dieses Jahr der Konfektteller reichlich füllen. Mehl und Zucker sind wohl genügend vorhanden. Auch die Fettration bleibt in gleicher Höhe. Zucker gibt es ein Pfund mehr, unb der Bohnenkaffee wird für die Feiertage reichen. Nicht ganz ausge* schloffen ist es auch, daß etwas Geflügel auf den Markt kommt, was hier und da den Feiertags­braten abgeben könnte. Sonst muh er aus der laufenden Fleischration eingeteilt werden, die in jedem Falle sicher ist.

Band, der schon durch seine Aufmachung die Kultur verrät, die das deutsche Buch besitzt, und die ihm kein anderes Land der Welt streitig machen kann. Alle diese Pläne und Entwürfe, die vierzig Archi­tekten hier zur Verfügung gestellt haben, legen ebensosehr Zeugnis ab für das hohe handwerkliche und künstlerische Können wie für die Einstellung, die wir Deutschen zum Buch haben.

Wer schon Bücher besitzt, findet hier unzählige Anregungen, wie er seinen inneren und äußeren Mitteln gemäß dieses Geistesgut beherbergen kann. Wer noch nicht zu einem persönlichen Kontakt mit den Werken unserer Dichter unb Denker gekommen ist, der wird dem Anreiz begegnen, sich mit ihnen in die stille heimische und heimelige Zwiesprache zu setzen. In den wenigen Büchern, die er vielleicht hier und da zum Geschenk bekommen hat, wird er den Grundstock entdecken zu einer größeren Samm­lung, die ihn bereichert und die sein Heim ver­schönt. Was nämlich hier gezeigt wird, dient nicht etwa allein der planmäßigen Ordnung und Samm­lung der Bücher, sondern es bedeutet vielmehr einen Schmuck der Wohnung; und sein Heim gemütlich zu gestalten, war eine Aufgabe, für die der Deut­sche von je viel übrig hatte.

Ist jemand erst einmal hinter die Freude des Sammelns gekommen, dann wird er es bedauern, daß er damit nicht schon früher angefangen hat. Er wird sich der Zeiten erinnern, da er als Kind mit glühenden Wangen über Büchern saß, die ihm fremde neue Welten erschlossen, und er wird nun seine Kinder anhatten, das Lesegut ihrer Tage pfleg­lich zu behandeln und zusammenzuhatten als An- fang einer späteren Bücherei. Auch für das Kind finden sich Anregungen unb Entwürfe, wie sich in fein kleines Reich oas Buch praktisch und schon einbauen läßt.

Wenn Bruno Brehm einmal sagte:Mr ist jedes Land wie ein Buch", so kann man diese Er­kenntnis auch umkehren: jedes Buch ist wie ein Land, ein Neuland, in das die Seele zu Entdeckun­gen und Offenbarungen vorstößt. Das Werbe- und Beratungsamt hat mit dieser Veröffentlichung zahl­lose Möglichkeiten gegeben, für einen sicheren, schö­nen Hasen, von dem diese Ausfahrten ausgehen können. An den Menschen unserer Tage sotten und können die Dichter herankommen; denn sie geben ja nur wieder, was er, was fein Volk fühlt und durchlebt. So hat für unsere Zeit der Notschrei, wie ihn noch ein Lessing ausstoßen konnte, feine Be­rechtigung mehr:Wir wollen weniger erhoben und fleißiger gelesen sein!" Kuno Felchner.

Weihnachtslebkuchen mit Kunfikorna.

Honigkuchen gehören für alle Klicker zum Weih- nachtsfest genau so wie der Wechnachtsbaum unb feine schimmernden Kerzen. Und da wir Kunsthonig zugeteilt bekommen haben, ist es ganz einfach, die­sen Kinderwunsch zu erfüllen. Hier einige Rezepte, die wenig Mühe machen. Man läßt^ Vi Kilogramm Kunsthonig heiß werden, schmelzt 45 Gramm But­ter Darunter und schüttet beides in eine Schüssel mit einem halben Kilogramm feinem, gesiebtem Mehl, vermischt alles gut miteinander und mengt nach dem Erkalten 7 Gramm in Rosenwafser aufgelöste Pottasche hinzu, dann läßt man den Teig zwei bis drei Tage ruhen. Danach knetet man ihn tüchtig durch, gibt die abgeriebene Schale einer Zitrone, 30 Gramm gestoßene Mandeln und ein wenig Zi­tronat Daran, rollt den Teig auf einem mit Mehl bestäubten Kuchenbrett Dünn aus, schneidet mer- eckkge Stücke oder sticht runde Formen aus unb bäckt sie auf einem schwäch gebutterten Blech. Man kann Die Kuchen noch stärker würzen mit Anis, Zimmt und Ingwer

Einmal Honigkuchen ganz anders. Liter Milch wird mit 150 Gramm Zucker in einem Topf er­hitzt, bis Der Zucker völlig aufgelöst i(t Dann fügt man 350 Gramm Kunsthonig hinzu, bringt alles zum Kochen und vermischt es mit Y» Kilogramm gesiebtem Mehl, das man auf einem Backbrett auf- gehäuft und mit 3 Gramm Pottasche gut vermengt hat. Wenn der Teig Die nötige Festigkeit besitzt, knetet man ihn mit Den Händen noch tüchtig durch, formt eine große Kugel daraus, legt sie auf ein mit Mehl bestäubtes Blech, Drückt sie flach zu einem Dicken Kuchen und bäckt diesen Kuchen eine Stunde lang im Ofen.

Honigkuchen, Die besonders gut schmecken! 1 Kilo­gramm Kunsthonig wird heißgemacht und mit einem halben Kilogramm Zucker verkocht; wenn diese Mischung ein wenig ausgekühlt ist, fügt man unter ständigem Rühren V* Kilogramm Mandeln, 90 Gramm Zitronat und Orangeat dazu, weiter 50 Gramm Zimt, 8 Gramm Nelken, Die sehr fein gehackte Schale von 2 Zitronen, eine fein geriebene Muskatnuß, IS Kilogramm feines, gewärmtes Mehl, schüttet Die Masse in eine große Schüssel, zündet ein kleines Glas Kirschwasser an und gießt es Darüber, bläst aber Die Flamme sogleich aus, arbeitet Den Teig gut Durch und läßt ihn eine halbe Stunde ruhen. Hierauf bestreut man ein Kuchen­brett mit Mehl, wirkt Den Teig in einzelnen Por­tionen Darauf durch, treibt ihn zwei Messerrücken dick aus und sticht ihn in Formen aus. Man be­stäubt ein Backblech Dick mit Mehl, legt die ausge- stochenen Kuchen Darauf, bäckt sie in einem wohl durchheizten Ofen, fegt das Mehl wieder davon ab und bestreicht sie mit einer gekochten Zuckerglasur, Die man im Ofen trocknen läßt. D.V.

Wirtschaft.

(Sülle Börsen.

Frankfurt a. M., 12. Dez. An den Börsen ist in der Berichtswoche eine vorfeiertägliche Stim­mung eingetreten. Dieses frühe Einsetzen ruhiger Haltung ist auch eine Folge Der voran gegangenen etwas stürmischen Auf- und 2lbroätteben>eflun| der Kurse an Den Aktienmärkte«, die Anlaß gaben, sich mit der Börsenentwicklung der letzten Monate eingehender zu befassen. Zunächst aller­dings gab es noch einige kräftige Abschwächungen» zumal Der 10. Dezember ein bedeutsamer Steuer­termin ist und größeren Geldbedarf auslöft (dem nach Dem 1. Januar 1941 ein kräftiger Geldzuflutz durch Zinstermine folgt). Aber es'waren nur Die führenden Werte, Die hierdurch stärker betroffen wurden, bei Den meisten anderen Aktien hielten sich die Kursermäßigungen in normalen Grenzen, yier und da abgelöftt durch leichte Erholungen je nach Dem Vorliegen von Kauf- oder Verkaufsauf- ttägen, Die zudem meist recht begrenzt waren. Je­denfalls waren solche etwas abnormen Kursschwan­kungen, wie in Den vorangegangenen Monaten, nicht mehr zu verzeichnen, und auch irgendeine Son- berberoegung einzelner Papiere trat nicht ein. All­gemein wird sich für die Berichtswoche per Saldo ein leichtes Nachgeben errechnen lassen, wovon am Kassamarkt vielleicht Vrauereiaktien auszunehmen sind. In diesen Brauwerten entwickelte sich bei knappem Materialangebot stetige Nachfrage, zumal verschiedene Dividendenerhöhungen anregend wirk­ten. Wie fnapp das Angebot hier ist, geht Daraus hervor. Daß einige Werte schon seit Jahresbeginn nicht mehr amtlich notiert werden konnten und daß es auch heute nicht möglich war, Kurse seftzusetzen (z. B. Herkulesbrauerei, Kleinlein-Heidelbera).

Am Rentenmarkt konnte in dem Berichts­zeitraum die 7. Folge Der 4proz. Reichsschatzanwei- fungen ausverkauft werden. Schwankende Tendenz zeigten Steuergutscheine I, auch Altbesitzanleihe nicht einyeitlich. Jndusttieobligationen lagen füll, ebenso waren Stadtanleihen ziemlich vernachlässigt. Da­gegen zeigte sich in Pfandbriefen wieder mehr Nach­frage, wo-bei auch kündbare Serien beachtet wurden. Um eine Differenzierung zwischen gekündigten und noch nicht gekündigten Pfandbriefen herbeizufüh­ren, mürbe verschiedentlich eine getrennte Notie­rung vorgenommen, so daß die Kurse für 4'/-proz. Pfandbriefe zwischen 101 und 102,25 liegen. Nach 4proz. Pfandbriefen besteht unverändert ein starkes Anlagebedürfnis, dem die Jnftttute bei Dem ge­ringen verfügbaren Material keineswegs gerecht werden konnten, so daß Die Kurse meist gestrichen Geld notierten.

Der Aktienfreiverkehr lag sehr still, die Kursver­änderungen waren Nein. Nachfrage besteht hier nach Sektaktten auf günstige Beurteilung der Lage dieser Industrie.