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wenige Meter von der norwegischen Küste überfiel, hoben die Geschütze der norwegischen Kriegsschiffe ebenso geschwiegen wie sie auch keinerlei Versuch mochten, das Legen britischer Minen in norwegischen Hoheitsgewässern zu hindern Mit diesem passiven Verhalten gegenüber den Briten ist es unvereinbar, wenn die norwegischen Küstenbatterlen trotz der der norwegischen Regierung gewordenen Aufklärung über den Sinn und Zweck der deutschen Aktion und der Zusicherung der norwegischen Unabhängigkeit den Versuch machten, die Landung deutscher Trug- pen zu hindern Der Widerstand wurde zwar schnell gebrochen und die norwegische Regierung sollte em- sehen, was das norwegische Volk anscheinend sofort begriffen hatte, daß allein die blitzschnelle Besetzung der norwegischen Küste durch deutsche Streitkräfte das Land vor dem Unheil, Kriegsgebiet zu werden, bewahrt hat. Aber diese Episode Aeigt ebenso wie das Auftreten des norwegischen Stortingpräsiden- ten H a m b r o ( der sich in Stockholm als Leiter einer skrupellos gegen Deutschland hetzenden Greuel- märchen-Fabrik im Stil der britischen Lügenpropa­ganda etabliert hat und mit den Londoner Draht­ziehern engste Fühiung hält, wessen sich Deutschland von gewissen maßgebenden Kreisen Norwegens hätte versehen müssen, wenn es nicht Englands Ab­sicht so energisch zuvorgekommen wäre, Skandina­vien zum Aufmarschgebiet zu machen.

In London scheint man trotz des bösen Miß- erfolge, den der erste britische Kriegsausweitungs- versuch erlitten hat und trotz des verheerenden Eindrucks, den die schweren Schlappen der brittschen Streitkräfte in der Oesfentlichkeit des eigenen Lan­des wie in aller Welt gemacht haben, die Absicht noch nicht aufgegeben zu haben, ,chen Norwegern zu helfen", auch wenn sie sich gar nicht helfen lassen wollen, weil sie aus dem Schicksal Abessiniens, der Denesch-Tschechei, Polens und Finnlands wissen, wie eine solcheHilfe" Englands aussehen würde. Da man in London offenbar einer erneuten mili­tärischen Operation gegen die norwegische Küste vorerst nicht recht traut, nachdem man schon wäh­rend der deutschen Besetzungsaktton so peinlich ab- geschmiert worden ist und sich nun einer weit chmieriaeren Lage gegenübersieht, da alle militäri- cyen Stützpunkte längs der norwegischen Küste von )slo bis Narvik fest in deutscher $>anD sind und mit starken Kräften zur Verteidigung bereit stehen, jo verfällt man im Lager- der brittschen Kriegs­hetzer wieder auf echt plutofratifdje Kriegsmethoden. Lord Halifax hat bereits angekundigt, daß England die norwegischen Handelsschiffe beschlagnahmen werde, wo sie auch immer den Engländern erreich­bar fein würden. Damit mußte selbstverständlich gerechnet werden, und es ändert im Grunde nichts an der bisherigen ßaae, da die norwegische Han­delsflotte dank ihrer bedeutenden Rolle im inter­nationalen Frachtenverkehr und der engen britisch- norwegischen Handelsbeziehungen ohnehin fast aus- schließlich als Zubringer der brittschen Wirtschaft fungiert. Der Beschluß wirst jedoch ein eigenartiges Licht auf die britische Uneigennützigkeit, die zu prei­sen man im englischen Unterhaus nicht müde wird. England denkt auch diesmal wie in allen früheren Fällen immer zuerst an sich und sucht aus einer eklatanten Schlappe das Beste zu machen, indem es fick die draußen befindlichen norwegischen Han- delsschisfe sichert. Aber es hat and) sonst allen An­laß, in diesen wirtschaftlichen Dingen nachdenklich zu wevden, denn mit Dänemark und Norwegen, die nun in deutscher Hand sind, verliert das englische Mutterland nicht nur seinen wichtigsten Lieferanten landwirtschaftlicher Deredelunasprodukte, sondern auch die Möglichkeit, Grubenholz und Erz aus Schweden und Finnland zu beziehen. England er­hielt 1938 von Dänemark 25 v. H. feines gesamten Butterbedarfs, 12 weitere Prozent deckte, es mit Einfuhren aus den übrigen skandinavischen und baltischen Staaten. Seinen Bedarf an Eiern deckte es zu 35 v. H. aus Dänemark, Schweinefleisch und Bacon, den berühmten und für den Engländer un­entbehrlichen Frühstücksspeck, bezog es sogar zu 50 v. H aus Dänemark. Das AmsterdamerHan­delsblad", gewiß ein unvoreingenommener Beur­teiler der Lage, hat ausgerechnet, daß nach der er­folgreichen deutschen Aktion in Skandinavien Eng­land 37 v. H. seiner Buttereinfuhr, 50 v. H. seiner Eiereinfuhr und 60 o. H. seiner Einfuhr an Schweinefleischerzeugnissen verloren habe. Der Lon­doner Rundfunk sah sich schon gezwungen, die eng­lische Bevölkerung auf einschneidende Einschränkun- Iren im Verbrauch oorzubereiten und im übrigen le damit zu vertrösten, daß nun eben Kanada ein- pringen müsse, um den Ausfall zu decken. Aber das ist nur ein schwacher Trost, denn abgesehen von der erheblich weiteren Zufahrtstrecke, die bei dem durch die Maßnahmen der deutschen Seekriegführung immer knapper gewordenen Schiffsraum schon ins Gewicht fällt, hat Kanadas Landwirtschaft eine ganz anders geartete Struktur als die Dänemarks. Englands Regierung hat also allen Anlaß, sich über die Versorgung der englischen Bevölkerung Kopf- zerbrechen zu machen, denn die Blockade, die Eng­land nach alter Traditton auch in diesem Kriege wieder au seiner Hauptwaffe zu machen gedachte, wird sich in noch ganz anderem Maße als bisher als ein Bumerang erweisen, der auf den Schützen zurückprallt.

Die deutsche Besetzung Dänemarks und Nor> »egens hat endgültig mit der Vorstellung aufge­räumt, als ob Skandinavien zum brittschen Lebens­raum gehöre und insbesondere die norwegische Westküste zum uneingeschränkten Herrschaftsbereich der brittschen Flotte. Diese war nicht imstande, die deutsche Aktton zu hindern, obwohl das Opera­tionsgebiet der deutschen Landungsstreitkräfte längs der langgestreckten norwegischen Küste im aller- nächsten Bereich der britischen Flottenstützpunkte und Fliegerhorste lag. Es gibt also diesmal keine irgend­wie glaubhafte Ausrede, die England vorbringen könnte, um feine Unfähigkeit zu bemänteln, als Garanttemacht" der kleinen Nationen wirksam aufzutreten. Das ist eine Lehre, die man sich über­all dort sehr nachdrücklich zu Herzen nehmen sollte, wo immer noch gewisse Kreise ndch London schielen und glauben, sich im Vertrauen auf dasallmäch­tige" Albion eine differenzierte Neutralität erlau­ben zu können. Druck erzeugt Gegendruck, das hat der Fall Norwegen wieder einmal eklatant bewiesen, und er hat weiter gezeigt, daß die deutsche Wehr­macht in allen ihren Teilen vom einfachen Soldaten dis zum Oberbefehlshaber jeder Aufgabe gewachsen tft, vor die der Führer sie stellt, mag diese auch so kühn und in der Kriegsgeschichte ohne Beispiel sein wie die innerhalb zwölf Stunden unter den Augen der feindlichen Flotte durchgeführte Landung in Norwegen von Oslo bis Narvik und die Verteidi­gung dieses gewaltigen Raumes. Und noch etwas. Das unerhörte Geschehen dieser Woche hat auch die turmhohe Ueberlegenheit der politischen Führung eines autoritären Staates gezeigt, an dessen Spitze ein Staatsmann von der genialen Intuition Adolf Hitlers steht und der über eine Wehrmacht verfügt, die aus einem Volke von der nationalsozialistischen Disziplin, der Einsatzfähigkeit und Arbeitskraft des

Der Zug nach Norden.

Wie deutsche Griffe die britische Operationsbasis durchbrachen und Trondheim besetzten.

Trondheim, 12. April. (DNB.) In einem unvergleichlich kühnen Vorstoß durch bas angebliche Herrschaftsgebiet der englischen Flotte gelang es Einheiten der deutschen Flotte, innerhalb kürzester Frist die englischen Absichten auf Abschnürung Deutschlands von den skandinavischen Ländern vor der zu erwartenden englischen Minensperre in den norwegischen Gewässern zu vereiteln. In aller Eile waren Truppen auf Schiffen verladen worden. In langsamer Fahrt ging es unter Geleit von Flug­zeugen in die Deutsche Bucht hinaus. Je mehr mir uns vom Festland entfernen, um fo stürmischer wird die See. Der Wind frischt auf und zieht Schaum- streifen über die hochgehenden Wogen. Am Himmel (Zeigen sich ein paar schwarze Punkte und nähern ich schnell. Flugzeuge! In Sekundenschnelle ind die Rohre der Geschütze auf die Flugzeuge ge­richtet. Während die weißen Flakwölkchen die An­greifer umtanzen, fallen die Bomben zwischen den Schiften ins Wasser, ohne irgendeinen Schaden an­zurichten. Ebenso schnell verschwinden die Welling­ton-Bomber in nördlicher Richtung, und der Flott tenverband setzt seine Fahrt nach Norden fort, wobei die Zerstörer die großen Schisse nach allen Seiten hin gegen U-Boote und Minen sichern.

Plötzlich kommt die Meldung, baß sich ein als Nachhut laufender Zerstörer mi t) einem eng­lischen Zerstörer im Kampf befindet. Un­serem als letztes Schift des Verbandes laufenden Kreuzer wird die Aufgabe zuteil, den Engländer zu stellen. Mit erhöhter Geschwindigkeit läuft unser Kreuzer dem Feind entgegen, der alsbald am Hori­zont gesichtet wird. Don unserem Kreuzer wird das Feuer eröffnet Granate auf Granate jagt dem Feind entgegen, der nun durch Einnebelung und Zickzackfahrt versucht, zu entkommen, aber die deut­schen Geschosse, die der Engländer heftig, aber wir­kungslos erwidert, wissen zu treffen.

Jetzt hat der Kampf die beiden Schifte so nahe gebracht, daß der Engländer eine letzte Chance für sich darin erblickt, feine Torpedos abzufeuern. In den Rauchwolken laufen auf den deutschen Kreu­zer mehrere englische Torpedos zu, und einer von ihnen richtet feine Bahn haargenau auf den Bug des Schiffes. Im Augenblick wird das Schift herum- geroorfen und gleich wieder in die alte Fahrtrichtung gebracht. Nur in kurzer Entfernung geht das Tor­pedo an der Bordwand vorbei. Nun aber haben die deutschen Granaten den Gegner so gefaxt, daß eine große Explosion das Schiff in der Mitte entzweireißt. Eine hohe Stichflamme schießt empor, und langsam legt sich der Engländer auf die Seite. Nur wenige Minuten, und immer tiefer sinkt der Rumpf des Schiffes. Die Ueberleben- ben gleiten am Rumpf hinab ins Wasser, und nun stoppt der deutsche Kreuzer, um in mühsamer Ret­tungsarbeit jeden überlebenden Engländer zu ber­gen. Die Geretteten kommen ins Schiffslazarett. Das Schiff geht nun wieder auf Nordkurs, um feine eigentliche Aufgabe durchzuführen.

Im Morgengrauen ankern die deutschen Kriegs­schiffe im Hafen von Trondheim. Die Sol­daten werden ausgeschifft, besetzen die militärischen Punkte und werden hieran von niemandem gehin­dert. Trondheim, dessen Bevölkerung am Vortage vor dem englischen Konsulat gegen die englische Minen­sperre lebhaft demonstriert hat, nimmt die deutschen Abwehrmaßnahmen, die zu gleicher Zeit auch Schutz­maßnahmen für Norwegen selber darstellen, nicht mit Freude, aber gelassen hin. Das Schicksal Nor­wegens ist damit in diesem Kriege mit dem Schicksal Deutschlands verbunden. Deutsche Soldaten stehen nunmehr im hohen Norden auf der Wacht, um Deutschlands Interessen und lebenswichtige Be­lange zu schützen. Karl Sedlatzek.

I »Führer beim Staatsbegräbnis sürGeneral Selker

Unser Bild zeigt den Führer nach der Kranzniederlegung. (Scherl-Dilderdienst-M.)

Berlin, 12. April. (DNB.) In Gegenwart des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehr­macht, zahlreicher Generale und Vertreter der Reichsregierung sowie der Partei, fand für den ver­storbenen General der Artillerie Becker, dem Chef Des Heereswaffenamtes und Präsidenten des Reichs- forschungsrates, unmittelbar an feiner Wirkungsstätte vor der Technischen Hochschule, an der er als Dekan der wehrtechnifchen Fakultät lehrte, ein Staatsakt statt. Auf der großen Freitreppe lodern aus mit Tannengrün und dem Eisernen Kreuz drapierten Pylonen Flammen empor. Auf der Charlottenbür- ger Chaussee ist eine Trauerparade ein Bataillon Infanterie, eine Abteilung Artillerie und eine Schwadron Kavallerie aufmarschiert. Don der Freitreppe grüßen sechs Traditionsfahnen des alten Heeres und sechs Fahnen und Standarten der jun­gen deuftchen Wehrmacht den Toten. Zahlreiche Ge­nerale, die Reichsminister Frick, Rust und ©Ortner, Staatsminister Dr. Meißner. Staatssekretär Körner, Stabschef Lutze, Korpsführer Hühnlein, die Lehr­körper der Berliner Hochschulen und zahlreiche Mi- Ittär- und Luftattachss haben sich eingefunden. Während die Truppe präsentiert und die Fahnen sich senken, trifft der Trauer-Kondukt ein, der die sterbliche" Hülle vom Heereswaffenamt mit sich führt, wo der General die Nackt über aufgebahrt war. Acht Unteroffiziere tragen den Sarg von der Lafette aus den Katafalk, wo vier Obersten des Heeres­waffenamtes als Ehrenwache aufziehen. Um 11 Uhr trifft der Führer ein. Tiefes Schweigen herrscht, als er, gefolgt von Generaloberst von Brauchitsch, Reichsmimster Rudolf Heß und Generaloberst Milch vor den Sarg tritt und hier in stillem Gedenken verharrt.

Dann hält der Oberbefehlshaber des Heeres Ge­neraloberst von Brauchitsch die Trauer- ansprad)e, in Der er u. a. ausführt:lief bewegt stehen wir an der Bahre eines hochverdienten Sol­daten. Mitten im Schaffen, auf dem Kampfplatz der Pflicht, in unerbittlicher Hingabe an sein Werk, hat ihn der Tod ereilt. Ein Lebenswerk von größtem Ausmaß und entscheidender Tragweite hat General Becker vollbracht. Soldat und Wissenschaftler fanden in feiner Person Verschmelzung. Was den jungen Leutnant schon ergriff, was Den Hauptmann des Weltkrieges in seinen Bann zog die stürmische Entwicklung und der gigantische Einsatz technischer Kampfmittel für die Selbstbehauptung des Volkes das führte der General zur Reife. Der schönste Lohn seiner Arbeit war dem Verstorbenen, daß er das Vertrauen seines Führers besaß. Er ernannte ihn Aum Ersten Präsidenten des Reichsforfchungsrates. Er verlieh ihm wenige Tage vor feinem Tode die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. Der Name Karl Becker, des Soldaten und Wissenschaft­lers, steht mit der großen Zeit unseres Wiederauf­stiegs verbunden in der Erinnerung unserer und Der kommenden Generation."

Wieder senken sich die Fahnen, erneut präsentiert die Trauerparade, als der Führer und Oberste Be­fehlshaber an den Sara tritt und den Kranz nieder- legt, während die Weife vom guten Kameraden er­klingt und vom Tiergarten her 19 Salutschüsse herüberschallen. Dann tritt Der Führer zu Den An­gehörigen und spricht der Witwe und Den beiden Söhnen sein Beileid aus. Der Sarg wurde auf die Lafette gehoben und Dann setzte sich Die Trauer­parade nach dem Invaliden-Friedhof in Bewegung, wo nach Aussegnung und Gebet Die Beisetzung ftattfanD

deuftchen hervorgegangen ist. So ist Der gegen Eng- land geführte Schlag ein Sieg Der deuftchen Volks­gemeinschaft, auf Den wir alle mit unseren Solda­ten stolz sein Dürfen. Dr. Fr. W. Lange.

Reue Bresche im Blockoder ng der pluiokraiien.

DaS Moskauer Echo.

Moskau, 12. April. (DNB.) Das Blatt Der russischen Gewerkschaften Jt r u b lenkt Die Auf­merksamkeit feiner Leser auf die wirtschaftliche Be­deutung der jüngsten Ereignisse in Skandinavien Die Aktion Der deutschen Wehrmacht gegen Däne­mark urrd Norwegen habe nicht nur ein neues Kräfteverhältnis in der Ostsee geschaffen, nicht nur die militärisch-strategischen Möglichkeiten Deutsch- lands erheblich erweitert, und die militärische Posi­tion Englands und Frankreichs dementsprechend ver­schlechtert, sondern sei auch auf wirtschaftlichem Ge­

biet für beide kriegführenden Seiten von größter Bedeutung. England und Frankreich verlören die reichen wirtschaftlichen Hilfsquellen Der skandina- vischen Länder. Die deutsche Wirtschaft dagegen ver­schafft sich damit neue, große Dersorgungsmöglich- ketten DerBlockadering", den Die Westmächte um Deutschland zu schließen versuchten habe durch Die letzten Ereignisse in Skandinavien eine neue Brescde erhalten, wodurch gleichzeitig den Ur­hebern Der Blockade selbst ein schwerer Schlag zu- gefügt wurde.

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Nach einer Reutermeldung ist das schwedische TankschiffSveaborg" (9076 Tonnen) an Der schottischen Küste gesunken. 34 Besatzungs- Mitglieder landeten in einem schottischen Hafen. Die Sveaborg" war eines der größten schwedischen Tankschiffe und war von Schweden nach Amerika unterwegs. Man nimmt an, daß DieSveaborg" torpediert worden ist.

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Obwohl sich Das Königreich Norwegen weit über den nördlichen Polarkreis bis hin zum Nordkap, jenseits des 70. Breitengrades ausdehnt, so ist doch seine, ganze Küste dank Der Wärme Des nahen Golfstromes bewohnbar. Der Golfstrom ist es auch, Der Die Treibeisgrenze von Den norwegischen Häfen fernhält, so daß sie in keinem Winter zufrieren. Diesem Vorteil steht aber Der Nachteil gegenüber, daß Der größte Teil Des öanDinnem Norwegens von hohen Gebirgsmassen eingenommen wird, Deren Gletscher unD kahle Felsen ein öDes unD un-

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In dieser Lagekarte zu dem Unternehmen in Nord- europa sind die in den OKW.-Berichten bis ein­schließlich 12. April genannten Orte verzeichnet (ScherttBilderDiensttM.)

bewohnbaresFjeld" bilden, das 70 v. H. der 322 599 Quadratkilometer großen Gesamtfläche des Landes ausmacht. Da überdies Der schmale Küsten­saum im Norden nicht überall Raum für mensch­liche Siedlungen gibt, so wohnt Der größte Teil der norwegischen Bevölkerung, die 1938 rund 2 908 000 Einwohner zählte, im Süden Des Landes, wo. allein Ackerbau und Viehzucht mit gedeihen. Da aber nur 3,6 v. H. Der Gesamtfläche Norwegens landwirtschaftlich genutzt werden können, so reichen die erzeugten Nahrungsmittel nicht für Die Ernäh­rung der Bevölkerung aus. Seit je hat sich daher Der Norweger Dem Meere Angewandt, das ihm durch feinen' Fischreichtum, seine Handels- und Lohnschiffahrt große Einnahmequellen erschließt.

So ist es Denn verständlich, daß alle wichtigen Städte Norwegens an Der West, oder Südküste gelegen sind. Wenn aber auch nur vier dieser Städte, nämlich Oslo, Bergen, Trondheim J und Stavanger über 30 000 Einwohner zählen, I so sind Die Hafenstädte Narvik und Kristian- i f u n D gleichwohl von großer Bedeutung. Alle diese Städte liegen an oder in Den tiefen Fjords, die das I Küstendlld Norwegens kennzeichnen und Deren V malerische Schönheiten immer wieder Das Auge Des Beschauers entzücken.

Auch wir wollen im Geiste eine Fahrt durch Die norwegischen Fjorde und Hafenstädte machen und beginnen sie in Der Hauptstadt Oslo, Die bis zum Jahre 1924 Kristiania hieß. Oslo hat bereits im Jahre 1930 mit 253100 Einwohnern Die Grenze von einer Viertelmillion überschritten. Der wich­tigste Teil Der Stadt ist Der Hafen, treibt Doch Oslo einen starken Ein- und Ausfuhrhandel mit allen europäischen Ländern bis zum südlichen Italien, aber auch nach Dem Westen bis zu Den Vereinig­ten Staaten von Nordamerika, Die nach Groß­britannien und Deutschland Die Dritte Stelle im nor­wegischen Handel einnehmen. Schon Die Fahrt nach Oslo durch Den 97,5 Kilometer langen Kristiania- Fjord ist an Eindrücken stark. Die Stadt selbst mit Dem königlichen Schloß, Dem Storthing-Gebäude,

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in Dem Die Volksvertretung tagt, mit der altehr­würdigen Kathedrale unD Der 1811 gegründete« Universität bietet viele Sehenswürdigkeiten, zu Denen auch Die Kunstakademie, Das Konservato­rium unD viele wissenschaftlicke Institute gehören. Einen weiten Raum nehmen Die Osloer Industrie­anlagen ein, Die neben Dem Hafen unD Dem Han­del von großer Bedeutung find.

Wir fahren Dann wieder zum Kristiania-Fjord hinaus, folgen Der Küste in südwestlicher Richtung, kommen in 21 r en Dal vorüber unD machen in kommen an Arendal vorüber und machen in weit nördlicher an der Westküste gelegenen Kristian- sund) einen kurzen Halt. Don der Stadt Kristian- sand. Deren Dom Die Häuser dieser Handels- und Fischerstadt überragt, werfen wir einen Blick über das Skagerrak. Alsdann umfahren wir das Kap LinDesnäs, Den füDlichsten Punkt Norwegens, und erreichen, indem wir nunmehr nordwestlich steuern,

das am StavangerFjord gelegene Stavanger. Der aus Dem 12. Jahrhundert stammende Dom zieht unsere Blicke auf sich. Dabei beobachten wir aber, daß sich in Stavanger, Das 46 800 Einwohner hat, auch eine Grohfunkstation befindet, daß hier neben vielen Reedereien viel Schiffbau getrieben wird und sich eine rege Fischkonservenindustrie ent­faltet.

Wieder geht es an zahllosen Fjorden vorüber, bis wir zu Der am Wagenftord gelegenen Stadt Bergen gelangen, die mit ihren rund 100 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Norwegens ift Ein Stück Geschichte umgibt uns hier, wo im 15. Jahrhundert die Deutsche Hanse ihren Sitz hatte. Wir stoßen auf einen äußerst regen Schiffsverkehr, Der uns von einem ausgedehnten Handel mit He­ringen, Stockfisch und Holz erzählt. Aber auch der Handelshochschule und Dem Musikkonservatorium statten mir einen Besuch ab. Nach einer Fahrt, die uns zuletzt Die Schöicheiten Des Tronhjens-Fords erschließt, landen wir in der ehemaligen Krönung*'

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