Ausgabe 
12.8.1940
 
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abteüung reuen Julius Walth

Karl.

SJixfport

Am

Aus der engeren Heimat

Oie Kämpfe des Sonntags.

-4-SES--S --«ENS-Z-

(Nachdruck verboten.)

24. Fortsetzung.

Ortssportgemeinschaststag in Klein-Linden.

goldenen Nadel zu gelangen.

Lollar, 10.Aug. Unter starker Beteiligung der Lollarer und Ruttershäuser Bevölkerung wurde gestern der Rektor i. R. Heinrich Sehrt im Alter von 87 Jahren zu Grabe getragen. Rektor Sehrt, der vorher als Lehrer in Ulrichstein und Erben­bausen tätig gewesen war, wurde im Jahre 1ÜO4 von Ruttershausen nach Lollar versetzt und war bis au seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahre 1922 hier tätig. Doch Jahre 1905 an verwaltete er als Nachfolger von Hauptlehrer Meergott als Haupt­lehrer und Rektor die hiesige Schule. Unter seiner Amtsführung wurde das neue Schulhaus erbaut. Stets war er um den äußeren und inneren Aufbau der ihm anvertrauten Schule bemüht, und er wurde auch mit Schwierigkeiten, die besonders wahrend der Seit des Weltkrieges auftauchten, mit Geschick fertig. Ein großer Teil der Lollarer Einwohner ist bet ihm in die Schule gegangen und denkt voll Dankbarkeit an seinen ehemaligen Lehrer zurück, der es in hohem Maße verstand, sich die Siebe seiner Schüler zu er­werben. Reiches Wissen, großes pädagogisches Ge- schick und hohe Aufsossung des Erzicherb-rufs zeich. neten ihn aus. rcit1 fnmornhfrhtifthmes zßernalt-

Nach Flaggenhissung und Tagesspruch des Schar­führers Albert Henkel und nach dem Gesang einiger Lieder traten die Teilnehmer zu den Wettkämpfen an. Es beteiligten sich daran die Hitler-Jugend, der BDM., das BDM.-Werk, das Jungvolk, die Jung-

Die Melusine hatte gestern den ganzen Tag, tn nasse Tücher eingewickelt, dagestanden und stand heute noch da. Die Melusine existierte also nicht.

Als Heins nach dem Mißlingen der Farbproben ohne Gruß gegangen und sie bald darauf gehört hatte, daß er fein Motorrad anließ, nahm sie an, Dafc die Dinge nun wieder in Fluß kommen wür-

Ein verdienter Kolonialpionier 70 Jahre alt.

Die schöne Melusine

Roman bon Hans Richter

Spät in der Nacht mrird Agnes Sprenger noch einmal ans Telephon gerufen und erfährt daß Bobby in Hallersdorfer Teerofen geblieben ist, Daß alles sehr schön sei und daß morgen die ganze Ex­pedition mit der Jacht nach der Fabrik verfrachtet wevden müsse. , , , _ ,

Wilhelm Hellwig erlebt ferne letzte Enttäuschung: es ist nichts mit einem weiteren Beisammensein. Tilde wird morgen ganz früh mit ihrem Boot ab­fahren, und mehr als das Versprechern sie wolle am Samstag früh am Vormittag m Berlin fern, kann er nicht mitnehmen.

Als er am nächsten Morgen in den Wagen steigt, ist Tilde längst fort. Sie hat einen Schlußstrich ge­zogen. Heinz Deetjen mag sich als Modell suchen, wen er will, vielleicht die Sprenger, und bestimmt hat sie, Tilde, mchr zu tun, als in Zukunft das Schloßgefpenst für die Deetjen zu fein.

22.

An eben diesem Morgen erscheint Heinz Deetsen mit einem gewaltigen Oelkopf im Atelier... Greta Kranick, die, wie immer, schon da ist wann wäre diese Frau einmal nicht rechtzeitig zur Stelle ge­rn ef en, wartet in Ruhe ab, was er ihr sagen und wann er etwas sagen wird. Sie beobachtet ihn ja

Man könnte denken, jetzt sei die Sprenger zur Melusine geworden, so infam rätselhaft lächelt sie in sich hinein. -

Er kommt nachher noch hier vorbei , laßt sie fallen.

cibrßliDeaen?w

"Das gerade nicht. Er will Bobby abholem Sie wollen heute abend noch den Betrieb ansehen.

,>Und was meint Bobby dazu?"

Wozu beim?"

Zu Ihrer neuen Bekanntschaft natürlich.

Agnes Sprenger tut beleidigt.Sie denken na- türlich auch, ich hätte was mitjöobbq. Meinen Sie, ich ample nach kleinen Rollen?"

Tilde antwortet nicht. Sie ist auch mel mehr Da­mit beschäftigt, sich auf das neue Zusammentreffen mit Deetjen oorzudereilen. Die Sprenger, die nicht ohne Verwunderung Tildes Umkleiden festgeftellt hat, ist im Hause verschwunden, um sich auch ihrer­seits umzuziehen. Von den Filmleuten ist niemand

Leichtathleten im Kriegsmeisterschastskamps Zwei Großkampftage im Olympiastadion.

Vervollkommnung finden. Ebenso wird der Rett sport in dem Universitats-Reltmstttut, dem ältesten Deutschlands, weiterhin besonders gefordert. Die Er­folge dieser intensiv betriebenen korverllchen Ertüch­tigung kamen kürzlich in Braunschweig wiederum zum Ausdruck, wo bei den Ausscheldungskampfen die Gießener Studentenschaft den Reichssieger un Kugel- toßen stellen konnte. , T ,

Anfang September wird bte Alma mater Ludo- viciana zu Gießen ihre Pforten zum dritten Trr- mefter 1940 öffnen und von Derjenigen <5tatte aus bem jungen akademischen Nachwuchs deutsches Kul­tur- und Geistesgut vermitteln, von Der Die genialen JDeen eines Justus von Liebig, eines Wil^lm KonraD Röntgen, eines August Wilhelm von Hof­mann unD zahlreicher anderer Kulturgut der ga^en Welt geworden sind. Mochte der junge Student Gie­ßen erleben, wie es einst Liebig empfunden hat:

... in Gießen konzentrierte sich alles m Der Ar­beit, unD Diese war ein leiDenschaftliches Genießen.

Musikschule für Zugeud und Bott.

werfen, Gisela Mauermayer (München) hn Frauen-Kugelftohen und Lisa Geli u s (Mimchen) im Frauen-Speerwerfen. Neue Jahresbestleistungen erzietten Die neue Hochsprung-Meisterin Gunda Friedrich (Schweinfurt) nut 1,60 Meter, Wo- tapek (Wien) im Diskuswerfen nut 48,37 Meter, König (Stettin) im Weitsprung mit 7,42 Meter und Glötzner (Weiden) im Stabhochsprung nut 4,00 Meter.

Oie neuen Titelträger.

Htänner.

100 m: Mellerowicz (Berlin), 10,6 Sek.

200 m: Bönecke (Berlin), 22,1 Sek.

400 m: Wieland (Halle), 49,0 Sek.

800 m: Harbig (Dresden), 1:51,6 Min.

1500 m: Kaindl (München), 3:58,8 Min.

5000 m: Eitel (Eßlingen), 14:45,2 Mim 110-m-Hürden: Becker (Berlin), 15,4 Set. 400-m-Hürden: Mayr (München), 55,2 Sek. 3000-m-Hindernis: Seidenschnur (Kiel), 9:13,2 Mm. 10 000 m: Haushofer (München), 31:29,4 Min. 4 X 100-m-Staffel: Berliner SC., 43,0 Sek.

4 X400 m: Luftw. SV. Berlin, 3:18,4 . Min.

3 X 1000 m: Luftw. SV. Berlin, 7:30,6 Min. Weitsprung: König (Stettin), 7,42 m.

Hochsprung: Nacke (Jena), 1,93 m.

Dreisprung: Gleim (Frankfurt a. M.), 14,89 m. Stabhochsprung: Glötzner (Weiden), 4,00 m. Diskuswerfen: Wotapek (Wien), 48,37 m.

Kugelstoßen: Trippe (Berlin), 16,31 m. Speerwerfen: Berg (Berlin), 67,73 m. Hammerwurf: Blask (Berlin), 53,76 m.

Frauen.

100 m: Bieß (Berlin), 12,2 Sek.

200 m: Winkels (Köln), 25,6 Sek.

80-m-Hürden: Bieß (Berlin), 11,6 Sek.

4 X 100-m-Staffel: Hamburger SD., 49,7 Sek. Weisprung: Junghans (Naumburg), 5,70 m. Hochsprung: Friedrich (Schweinfurt), 1,60 m.

Diskuswurf: G. Mauermayer (München), 45,94 m. Kugelstoßen: G. Mauermayer (München), 13,20 m. Speerwerfen: Gelius (München), 42,50 m.

Schule war Rektor Sehrt eine bekannte Persönlich­keit. Durch seinen biederen Charakter und sein fteundliches Wesen erwarb er sich die Achtung und Wertschätzung aller, Die ihn kannten. Roch bis nach seiner Ruhestandsversetzung war er Organist Der Kirche zu Kirchberg. An feinem Grab legten im Namen Der Lehrerschaft der Schulleiter Eberle unter Würdigung Der Verdienste des Verstorbenen um Die Schule Der GemeinDe Lollar einen Kranz nieDer. Die Kriegerkameradschaft Lollar bestattete mit Rektor Sehrt ihr Ehrenmitglied, Der langer als 50 Jahre dem KysfhäuserbunD-Reichskriegerbund die Treue gewahrt hatte, mit vollen militärischen Ehren. Der Musikzug der Feuerwehrkapelle Lollar spielte am Grab das Lied vom guten Kameraden. Die Ka°

aus künstlerischer Bedeutung bar. Die FamMe, ta Deren Besitz sich die Platte befindet, hat ein Uebri- ges getan und Die Tafel durch Den Weihbinber- meifter Hofmann bunt bemalen lassen, so daß sie sich an Der HauswanD, unmittelbar über Der Ruhebank an der Haustüre, sehr schmückend aus-

mehr Da. . _ .

Es trifft sich, daß Tilde gerade mit Hellwig vorn am See auf und ab geht, als das Motorrad ein- fährt. Sie tut so, als habe sie es nicht gesehen, nwD aber in ihrer Unterhaltung plötzlich lebhafter und vertraulicher, mehr noch, sie legt wieder einmal ihre Hand auf den Arm des beglückten Riesen.

Was Heinz Deetjen mit dem Bootsmann, zu bem er hingegangen ist, beredet, kann Tilde nicht verstehen. Daß er sie aber erkannt hat, fühltsie

Der Herr Graf Raimondin haben Die Melusine entdeckt, denkt sie. Und der Herr Graf ärgern sich über Den Fischschwan,> Von mir aus können Sie sich noch viel mchr ärgern, Herr Graf. Einmal kommt es so, und einmal kommt es anders. Bisher haben Sie mich stehen lassen, Diesmal ist Die Reihe an m Der Abend wird gezwungen luftig. Die Filmleute sind müDe, weil sie von der frischen Lust angestrengt sind. Bobby ist mit Deetjen auf Dem Motorrad da­vongefahren und kommt nicht wieder.

nimmt. . . .

Landkreis Gießen.

* ßoHar, 11. Aug. Am heutigen Sonntag wett­eiferten wieder Kameraden der Kriegerkame- r ad sch ast Lollar um die Erwerbung Der Kyffhäuser-Ehrennadel. Hierbei schoß Der Kamerad Heinrich Viehl als erster mit 140 Ringen Die golDene Ky f f h ä u s e r - E h r e n n a D e 1. Die Schießleistungen Der übrigen beteiligten Kameraden waren ebenfalls gut, so daß es ihnen bei Euerer Pflege Des Schießsports nicht schwer allen durfte, alsbald ebenfalls in den Besitz Der silbernen bzw.

in Gießen in ihrer Höhe Die gleichen wie an allen - anderen deutschen Hochschulen. J

Die gesamte junge Mannschaft der Studenten ist - in acht KameraDschaften zusammengefaß, 1 feiner steht abseits in Dieser jungen Gemeinschaft. JeDe Kameradschaft hat eines Der früheren Korpo- rationshäuser übernommen unD unter Der tforoe» rung der Alten Herren einen Rahmen gefunden, m Dem sich Die neue Form studentischen Lebens ent­wickeln und auswirken kann. Politische Abende und Erziehungsstunden führen die jungen Studenten unter Leitung ihrer Kameradschaftsfuhrer zu ernster politischer und wettanschaulicher Erzlehungsarbett zu­sammen. Im Mittelpunkt der Kulturabende steht das rubere und heutige kulturelle Schaffen des Deut- dien Volkes. Auf Kameradschaftsabenden, m viel­seitigem Sport, bei Wanderungen und ähnlichen Veranstaltungen kommt frohes Burschentum zu seinem Recht. Als veran wortungsbewußter Aktivist der großen deutschen Volksgemeinschaft bewahrt sich der Student im freiwilligen Einsatz 'M Ern te - und F a b r i k d i e n st. So sind diesmal Die Gieße­ner StuDenten währenD Der ^emesterfenen zur Erntehilfe in Oberschlesien unD Die Studentinnen beim Roten Kreuz unD im Fabrikdienst eingesetzt. BesonDers bewährte sich auch im letzten Trimester im Kr egsleistungskampf Der StuDenten Dte Gemein­schaftsarbeit zwischen Dozenten und

Rebe" der "geisttgen Betreuung und Fortentwick­lung kommt an der Gießener Unwersttat auch die körperliche Ertüchtigung nicht zu kurz, Mannigfaltig sind die Sportmoglichkeiten, Die Den StuDenten geboten werben. Neben dem im Bau be­findlichen Stadion Der StaDt sei der bestens aus- gestattete Universitäts-Sportplatz erwähnt auf Dem alle Arten Der Leichtathletik betrieben werden V el- faltige Wasserspvrtmögttchkeiten bietet die Lahn, und im nahen Vogelsberg bringt die Schihutte Der Uni­versität, Die in Kürze errichtet wird .^nen noch stär­keren Ausbau Des bis jetzt eifrig betriebenen Wmter- sportes. Der Segelflugbetrieb Der sich in ® efeen befonDerer Pflege erfreute, wirb in vollem Umfange roieber ausgenommen unb durch ben Motorflug feine

gestrigen Sonntag stand Klein-Linden im Zeichen der Leibesübungen. Die Gemeinde führte Mn vom NSRL. angeordneten Turm- und Sport- taa durch. In ftüher Vormittagsstunde versammel­ten sich Die etwa 250 Teilnehmer auf dem Sport­platz, um mit einer Morgenfeier die Deranstaltung einzuleiten. Gefolgschaftsfuhrer Willy Vol hieß die angetretenen Teilnehmer willkommen, dankte für Die starke Beteiligung und sprach über die Ziele der nattonattozialisttschen Bewegung auf Dem ®e bi et Der Leibespflege. Er forderte dazu auf, daß sich leDer Deutsche in die Reihen der Turner und Sportler stellen solle, um sich wehrhaft zu erhalten. Die Auf­gabe eines allgemeinen Volkssportes sei nicht Spitzenleistungen zu erzielen, sondern jedermann Die Segnungen eines gesunden Sports zuteil werden zu

Ihre Einsilbigkeit ärgert ihn.Sie können rühig ein bißchen neugieriger fern, Kranick. Es ist doch etwas Neues für uns."

Sie lächelt.Sie sind ja gerade dabei, es mir zu erzählen." «...

Richtig", tut er verblüfft.Wissen Sve, Kranick, ich bin noch nicht ganz beisammen. Gestern abend habe ich mich mit Dem Filmfritzen ^hinter ein paar Flaschen geklemmt, na und jetzt" . M

Sie schwimmen doch sonst jeden Morgen, Heinz , tippte sie ganz leise, wie es der Zahnarzt mit seiner Sonde tut. , ,

Die Stelle war richtig, der Junge fahrt auf. Heute schwimme ich eben nicht. Ist scbon nicht leicht gewesen, Vatern die Erlaubnis aus den Zah­nen zu ziehen. Wenn der betrieb nicht darunter leidet, hat er gesagt. Also bereite ich das vor." .

,Zch sehe ja, daß Sie es vorbereiten", merni Greta Kranick ruhig.

Herrgott, Kranick, Sie können einen auch zur Verzweiflung bringen. Der Filmonkel pennt natür­lich nach. Drüben am alten Teerofen will er ar­beiten. Wissen Sie, ich habe gestern am Nachmittag zugesehen, was die so arbeiten nennen."

Wo haben Sie denn zugesehen?"

Auf Der Runeninsel. Wissen Sie, wenn es nach mir ginge, hätte ich den ganzen Verband am lieb­sten fortgegrault."

Deshalb haben Sie die-Leute also überredet, hierher zu kommen?" sagt die kleine Frau und ver­zieht keine Miene.Ich habe Ihre Farbproben übrigens im Ofen 1 untergebracht, morgen früh sind sie fertig"

Welche Farbproben?"

Die Glasur, die es gestern so eilig hatte, daß Sie den Ofen beinahe noch hätten aufreißen lassen."

Das ist sehr nett von Ihnen."

Die Figur habe ich gestern noch in nasse Tücher geschlagen , berichtet Greta weiter.

Dieses Mal hat sie Den Nerv selber getroffen. Heinz macht ein wütendes Gesicht.Das mtt der ; Fiyin- ift wahrscheinlich überhaupt Unsinn, Kramck. Wir machen ein hübsches Gebrauchsgeschirr und stel­len das hin. Kostet viel weniger."

Sie waren bisher Der Ansicht, daß eine gute i Plastik sich immer noch bezahlt macht."

Jetzt bin ich eben anderer Ansicht."

1 (Fortsetzung folgt)

Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude bat zur praktischen Musikpflege eineMusikschule für Jugend und Volk" gegründet. Die offizielle Eröff­nung findet am kommenden Donnerstag mit einer Feier in der Aula Der Universität statt, bei Der Kreisleiter Backhaus sprechen wirb. Der Kreis- mart Der NS.-GemeinschaftKraft Durch FreuDe , Schemel (Gießen), unD Der Oaubeauftragte für Das Musikwesen, LaunharD (SßiesbaDen) werden kurze einführende Borträge halten. Em Quintett Der Hitler-JugenD wirD bei Der Feier mitwirken.

* Goldene Hochzeit. Am morgigen Diens- tag, 13. August, begehen Der Sozialrentner Peter HofmannunD Frau Maria geb. Kreuzer, Graben­straße 4 wohnhaft, in geistiger unD körperlicher Frische Das Fest Der goldenen Hochzeit. Dem Jubeb paar bringen auch wir unseren herzlichenGluckwunsch öa** DieJagdzeitfürReb Huhne r beginnt nach einer Verordnung des Reichsjägermeisters in | diesem Jahr am 16. September.

Im Besitz der Familie Willershauser zu Rodheim a. d. Bieber, Bieberstraße 29, be­findet sich eine schöne alte Ofenplatte von stattlichem Format, die dieser Tage am Hause eingemauert worden ist. Die Tafel ttägt nach Art der befann- ten Hirzenhainer Ofenplatten eine reiche biDliche Darstellung, außerdem eine Aufzeichnung m schrift­licher Form, die auf die bildliche Darstellung Bezug hat. Die Tafel, aus Eisen gegossen, ist noch sthv gut erholten, sie trägt Die Jahreszahl 1670 und stellt eine Handwerksarbeit der Eisengießer von durch-

mädel. Die SA., Die Wehrmannfchast, die Turner und Sportler Der Gemeinde und Der Schutzen- verein. Die Leitung lag m HanDen Der Vertreter Des Turnvereins. Es wurDen ausgetragen v o l k s - tümliche Dreikämpfe, destehenD aus-Lauf, Wurf und Sprung. Polittsche Leiter und Schutzen» verein trugen Schießwettkämpfe aus.

Am Nachmittag fand das Wettschwimmen sämtlicher Abteilungen im Schwimmbad statt. Auch hier war Die Beteiligung sehr gut. In Den Drei­kämpfen, wie auch bei Den Schwimmwettkampsen wurden sehr gute Ergebnisse erzielt. Die Nachmtt- tagsftunDen füllten Die Wettspiele Der Fußball- und Hanvballabteilimgen aus. , ..

Gegen Abend wurde durch den Ortsgruppenleiter R. Jung in Gegenwart vieler Volksgenossen die Siegerehrung vorgenommen. Er dankte allen XeU- nehmern an den Wettkämpfen, besonders Den Kampfrichtern und den Vertretern des Turnvereins Sattlermeister Weiß und Lehrer Rau. Er: for- derte zu stärkstem Einsatz für Den deutschen Sport auf und schloß mit Dem Gelöbms der Treue zu Führer, Der Deutschen Wehrmacht unD GraßDeutsch» lartD die in allen Teilen wohlgelungene Veran» staltung. Die Ergebnisse folgen.

Greta Kranick bedauert, daß sie nicht mit Tilde gesprochen hat. Das junge Mädchen hat ihr gut gefallen, und bei jeder Frau, die in Heinz Deetjens Umkreis auftaucht, denkt sie an gewisse Möglichkei­ten, die Den Jungen angehen. Sie weiß, daß er etwas braucht, das chn einfängt und das fein Un­gestüm in geordnete Dahnen lenkt. Sie weiß auch, daß weder sie noch der Vater jemals diesen Einfluß auf ihn haben werden. Es gibt Naturgesetze, Die un­umstößlich feststehen, und eins von Denen rft Daß Kieselsteine sich immer nur an Kieselsteinen ab schlei­fen können und Menschen an Menschen, Die Dazu bestimmt sinD.

Dieses Mädchen Tilde hat ein klares, offenes Ge­sicht gehabt, aber auch eine Stirn, hinter der man chon allerhand Eigensinn vermuten konnte. Gut, mit einer Puppe konnte Heinz Deetjen nichts am fangen, mit Puppen kann man zuerst ganz hübsch spielen, aber nachher schiebt man sie zur Seite. 2lber der (rigerrfinn junger Menschen pflegt, und auch das weiß Greta, sich gern zu verbiestern und sich selber Den Weg zu verbauen. In solchen Fällen muß es eben andere Menschen geben, Die dem Schicksal ein ganz klein wenig in Den Arm fallen.

Greta hat an Dem Nachmittag, an Dem sie Dann allein im Atelier gestanden und an ihrem Grabstein gearbeitet hatte, noch viel über Tilde und über all Die weiblichen Wesen nachgedacht, von denen sie durch Heinz erfahren hotte. Oft genug hatte er sie ja bei Der Arbeit gefragt, ob sie am Abend für ihn Zett hätte, und Dann hatte er in Dem Ohrensessel gehockt unb geredet und sie hatte zugehört und nur ab und an ein Wort fallen lassen.

Auf Den Wunsch zu einer solchen Aussprache hatte sie eigentlich gestern den ganzen Tag gewartet. Er ist aber ebenso wenig laut geworden wie heute.

Das erste Wort, Das Heinz spricht, scheint gleich^ gültig zu sein. ,^)eute werden Filmausnahmen der uns gemacht."

So", sagt Greta.

Oberstleutnant a. Z). Lehner in B ad-Nau- > heim ist einer Der verdientesten und erfolgreichsten . Vorkämpfer des deutschen Kolonialgedankens. Er vollendet am 14.August sein 70. Lebensjahr^ Von 19001902 stand er im Dienst der deutschen Schutztruppe. Während dieser Zeit hat er in Kame­run das zum größten Teil noch unerforschte Gebiet der Rumpiberge befriedet und kartographisch aus­genommen. Vor dem Weltkriege stand der Jubilar in Butzbach als Kompanieführer im Infanterie- Regiment 168. Zu Beginn des Weltkrieges war er Bataillonskommandeur un Reserve-Infanterie- Regiment 116. Seit seiner Rückkehr aus Kamerun hat er sich unermüdlich für Die Deutsche Kolomal- sache betätigt. Die ehemalige Deutsche Kolomal- Gesellschaft, Die Vorläuferin Des Reichskolonial­bundes, schätzte chn als einen ihrer erfolgreichsten Dropagandaredner. Tausende von Mitgliedern wur­den von ihm geworben-, zahlreiche Abteilungen wur­den von ihm begründet. Vom Reichskolonialbund wurde er daher mit der Ehrenplakette ausgezeich­net. In Den Jahren nach Dem Weltkrieg machte er Die Abteilung Butzbach zur füljrenDen «n Reich. Auch die Abteilung Bad-Nauheim des Relchskolo- nialbunbes verdankt Oberstleutnant Leßner sehr mel und ernannte ihn daher bei ihrer 25-Jahrfeier 1939 zum Ehrenvorsitzenden. Auch nach Ausgabe ferner Aemter im Großen Vorstand Der Deutschen Kolo­nialgesellschaft mit Rücksicht auf seine Gesundheit wirkte Leßner schriftstellerisch mit vorbildlicher Hin­gabe weiter für den Kolonialgedanken.

S^öne alte Ofenplalte.

rneradschast gab als letzten Gruß drei Ehrensalven über das offene Grgd ab. Kamerctaschaftsfuhrer Säubert legte unter warmen Worten Des Rach tSÄ- Leutnant Kurt Feist, Der Sohn Des hiesigen Bahnhofsvorstehers, wurDe mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse5983ei*net^ur ÄXw einer

De9s früheren Rechners Der Bezirkssparkasse Julius

13 Entscheidungen am Samstag.

Die Deutschen Kriegs-Meisterschaften in Der Leicht­athletik standen unter einem guten Stern. Die Witte- runqsbeDingungen waren ausgezeichnet, und auch Der Besuch war am ersten Tage Durchaus befriedigend. Eingeleitet wurden Die Wettbewerbe Des Samstags im flaggengeschmückten Olymvia-Stadion mit zahlreichen Vor- und Zwischenkämpfen, -bie überaus hart um­stritten waren und eine ganze Reihe von achtbaren Eraebnissen brachten. Die relativ beste Leistung er­zielte Meister Heinz Trippe (Berlin) im Kugel­stoßen mit 16,26 Meter, womit er ferne Dorjahrs- Siegerleistung um fünf Zentimeter übertraf. Schnell­ster 200-Meter-Läufer war Der spatere Sieger Bo­necke (Berlin) mit 22,4 Sekunden, unD über 400 Meter war WielanD (Halle) mit 49,7 Sekunden Schnellster Der Vorläufe.

Am Spätnachmittag fielen Dann bereits 13 Ent­scheidungen, davon allein neun bei den Mannern. Von Den Titelverteidigern konnten sich lediglich Blask (Berlin) im Hammerwerfen, Trippe (Berlin) im Kugelstoßen, Gisela Mauermayer (München) im Diskuswerfen Der Frauen und Grete Winkels (Köln) im 200-Meter-Lauf Der Frauen erfolgreich behaupten. Meister Trippe steigerte seine Dorkampfleistung im Kugelstoßen auf 16,31 Meter unD stellte Damit eine neue Europa-Jahresbest- leistung auf. Neue Deutsche Jahresbestleistungen gab es im Dreisprung Durch Gleim (Frankfuri), un 3000-Meter-Hindernislauf durch Seidenschnur (Kiel), in den Staffeln über 4X400 Meter und 3X1000 Meter durch die Mannschaften des Luft- waffen-SW. Berlin und schließlich im Diskuswerfen der Frauen durch Gisela Mauermayer.

feit gestern morgen. .

Gestern ist das so gewesen: Heinz war ziemlich früh, beinahe pünktlich in Der Fabrik. Aber er tat ganz andere Dinge als sonst. Zuerst einmal ru­morte er in Dem Raum, wo Die TonerDe auf Das Paternosterwerk geschippt wird, herum und kam schließlich mit allerlei Materialproben in der Tasche zurück, Die er sich aufbaute. Gestern schien es für ihn nichts Wichtigeres als Die stoffliche Zusammensetzung Der Masse zu geben. Das ging so bis etwa elf Uhr. Dann verschwand er in Der Farbenkarnmer, machte auch hier allerlei Proben und Glasuren und Ma­lereien, und als sie gegen Mittag zufällig durch die Brennerei kam, fand sie ihn im dicken Stteit mtt Dem Ofenmeister vor. Der Den gefüllten Ofen eben vermauert hatte und furchtbar angegrobft wurde weil er die Proben nicht mehr heremnehmen konnte. Mit Mühe hatte es Greta Kranick verhin- dem können, daß dieser Stteit vor Paul Deetjen persönlich gettagen wurde. Jedenfalls hatte sie sich der Proben angenommen unD versprochen, sie bis zum fertigen Brand zu betreuen.