8reitag,12. April 1940
Eichener Anzeiger lGeneral-Anzeigrr für Oberhesien)
Nr. 86 Zweites Blatt
Ausstellung Walter Kröll
Ostseelandschaft bei der Insel Wollin. - (Ausnahmen [2]: Privat.)
der Innenarchitektur zu-
Blick aus der Sandgasse zur Stadtkirche.
-S-in Leben m°r Mich- un^Arblit L-w-s-n. ob-r
Alte
eine
und bin
Widder do."
„Ja. ja ... Bischde Widder do?" konnte der
ging über die Fliesen und dann pochte es, gar nicht zaghaft, an die Stubentür.
„Herinn!" rief der alte Bauer mechanisch. „Wer
Als jedoch das Fahr um gewesen, war der harte Sinn des Bauern zu einer Umkehr gekommen und do wollte er den Sohn zurückrufen. Aber der war nach seiner Entlassung unauffindbar verschwunden. Es hieß, er sei nach Amerika ausgewandert.
Wie oft hatte Peter Imhoff seine voreilige Härte bereut seitdem. Doch nie lieh er, in ererbter Starr- köpfigkeit, ein Wort davon verlauten. Niemand auch durfte den Sohn ihm gegenüber erwähnen. Aber er dachte immer an ihn.
dennoch schien es ihm ohne rechten Sinn. In der vergilbten Hoschronik konnte er lesen, aus welchen grauen Zeiten sich sein Geschlecht heraufführte und es schien fast undenkbar, daß je ein anderes aus diesem Hof herrschen würde. v r f .
Die Bärbel brachte das Abendessen und sah den Bauern tiefsinnig vor sich hinstarren. Sie wußte, was ihn quälte. Und sie selbst fühlte den Alp Dieb
nur sagen.
Dann aber stand er auf, trat auf den Soldaten zu und stieß ihm mit den Fäusten mehrmals derb gegen die Schultern. „Bisch lang megblibb, Hannes! Wo hoschde dich dann so lang herumgetribb?" Der Sohn sah das Leuchten in des Vaters Augen.
„In Amerika."
„Warum bischde dann do nit früher komm?"
„Wollsch mich jo hinauswerfe. Awer heit geht das nit. Ich komme nämlich als — Jnquartierung. Mei Kompanie ist heit in Ruhestellung hierherkomm. Un do Hot mich der Feldwebel bei dir ins Quartier ge- leht. Annerefalls wär ich vielleicht" — man sah ihm nicht an, ob er das im Spaß oder im Ernst sage — „garmt komm. Awer jetz kannsche nix geje mache."
' „Millionesakrament! Als In—quar—tie—rung..., 'du Flabdes!" Da lachten sie beide herzhaft. „Bischde aach mit vorne?"
„Korz norm Krieg bin ich Widder rimer. Dann Han ich mich gleich "gestellt. Un dann war ich mit in Pole. Un jetzt sin mer hier vorne in de Näh."
„Fetz gehschde mer awer nit mehr weg, wenn der Krieg aus ist!"
„Nee, Babbe, jetz gehn ich nit mehr weg."
Ein leises Schluchzen erst machte den Hannes darauf aufmerksam, daß inzwischen jemand ins Zimmer getreten war. Da erkannte er die Bärbel.
„Bärbelche!" rief er, „es war jo alles Unsinn mit der Eifersucht. Ich hons hinnerher noch genau erfahr. Ich war jo ä halwer Idiot. Wenn de willsch, kenne mer heirade. Das geht jetz fix?"
Bärbel brachte keinen Laut heraus, so schnell war der Schmerz, den sie seit Jahren in sich getragen, in Freude umgeschlagen.
innen gekehrten Blick.
In der Küche nebenan werkelte die Bärbel, die Tochter vom Nachbarhof, die ihm im Haushalt des Wtern zur Hand ging, seit die Bäuerin vor Jahren hinübergegangen war.
Draußen, von den Bergen, kam von fern die Nacht und scheuchte das seltsam bleiche, bleierne Licht der Dämmerung wie mit großen Flügelschlägen vor sich her
Siebzig Jahre alt war der Bauer geworden. Da begriff er, daß sich das ganze Leben nach einem festen großen Plan aufbaue. Alles, was ihm zunächst als Zufall erschien, alles, was ihn oft verwundert und zuweilen erbittertste während seines langen Ledens, das hatte gar nicht anders kommen können, sah er. Wie die Zacken und Rillen von Zahnrädern hatte alles ineinander gegriffen.
Der Rücken des alten Bauern war etwas gebeugt, aber noch waren die Fäuste eifern und würden es auch noch einige Jahre fein, fein müssen. Denn der Schlußstein im Gebäude feine* Lebens fehlte. Sein Sohn, der Hannes, war ihm verloren gegangen. Nicht durch Tod. Nein, er selbst hatte ihn verstaßen, als stch jene bitterböse Geschichte zugetragen hatte vor mehreren Jahren auf der Kirmes. Damals hatte der jähzornige junge Mann aus Eifersucht — aus ganz unbegründeter — einen anderen Burschen aus dem Dorf 'fast totgeschlagen und dafür vom Gericht ein Jahr Gefängnis bekommen. Und da hatte ihm der Vater für immer Hof und Haus verboten.
Oie „Einquartierung".
Don nrich JRiehd.
An den Ausläufern des Hochwaldes, da, wo er schon in die Saarwälder übergeht, liegt ein Bauernhof, dessen klobige Mauern auf uralten Bestand hin- deuten.
Darin, in der guten Stube, saß der Bauer Peter Imhoff im Lehnstuhl am Ofen, mit einem nach
Eine ganze Reihe seiner künstlerischen Vorwürfe hat Kroll aus der jüngsten Generation genommen, aus Jungvolk und Hitler-Jugend. Diese Tatsache tritt in der Ausstellung klar in Erscheinung. Man sieht Pimpfe und Hitlerjungen mit helläugigen, klaren Gesichtern, großzügig und sicher in den Raum gestellt, klar und sicher in der Farbe, wohlverstanden auch im Ausdruck der geistigen Haltung der deutschen Jugend der Gegenwart. Manches Bild aus dieser Reihe'hat durchaus repräsentativen Charakter.
Daß Kroll aber nicht in diesem Thema befangen bleibt, sondern auch ein glückliches Verhältnis.zur Natur und zur Heimat hat, beweist er an einigen Landschaftsbildern, vor allem an dem Bild „Regentag" (aus dem Atelierfenster gesehen), an einer großräumigen Tallandschaft (mit dem Schnitter), ferner an dem Bild einer kleinen Stadt in frühem Licht. Daß er auch ganz feinen Stimmungen in der Landschaft Ausdruck zu geben vermag, erkennt man an den skizzenhaften Blättern, die das Ergebnis einer Reife an die Ostsee find, das Meer, die Steil- Eiiftc und die Ufer der Insel Wollin wiedergeben. Einige Kähne, Wasser und Wolken reichen ihm völlig aus, um reiche Stimmungswerte fühlbar werden zu lassen.
is dann do?"
Es erfolgte keine Antwort. Ader der späte Gast schob sich nun zur Tür herein. Es war ein breit gewachsener Mann in der feldgrauen Uniform.
Peter Imhoff rührte sich nicht. Eine Ahnung hatte ihn, noch bevor jener eingetreten, wie ein heißer Strom von ben Haarwurzeln bis zu ben Zehen burchschlagen und ihn fast gelähmt. Es folgte lange Pause. Sie sahen sich wortlos an.
„Dadder", sagte da der Soldat auf einmal man merkte, wie er tief Luft holte, „ich
Aus der Stadt Gießen
Oas kostbare Streichholz.
In biefen Tagen tritt ber Gießener Maler Walter Kröll erstmalig mit einer Kollektiv - Ausstellung feiner Arbeiten an die Öffentlichkeit. Die Ausstellung wird am kommenden Sonntag im Turmhaus am Brandplatz eröffnet und etwa 20 Oelgemälde, sowie ein gutes Dutzend graphischer Blätter zeigen.
Der Künstler, der .in 29. Lebensjahr steht, ist gebürtiger Gießener. Er entstammt einem alten oberhessischen Geschlecht, aus dem Bauern, Handwerker, Lehrer und Pfarrer hervorgegangen sind. Eltern und Verwandte wünfchten zwar nicht, daß Walter Kröll Maler werde, und so kam es,
leicht noch mehr. . ,vv ...
Sie faßte sich ein Herz. „Wenn er letz widderkam, Vabder", sagte sie, „beebfte ihn dann aach aus m Haus hinausjahn?" Es war das erste Mal, daß sie nach dem Sohn zu fragen wagte.
„Jetz .... Bärbel", antwortete Peter Imhoff, nachdem die Frage schon lange spurlos im Raum verflogen schien, und feine fönst etwas scharfe Stimme klang fast weich, „jetz deed ich'n uff de befchte Platz 'im ganze Haus setze. Awer was ba- welsde nor? Der fimmt nit mehr. Der bot ä zu harte Kopp. Un jetz im Krieg, wie soll cr*oann do herkomme?" .
Bärbel antwortete nicht. Sie, seine einstige Braut, fühlte nur in ihrer einfachen graben Seele, baß er einmal wieberkehren würbe. Unb sie wartete auf ihn und wies alle anberen Freier ab. Aber konnte eine Ahnung etwas beweisen? Sie ging wieber in bie Küche, um ben Kaffee aufzusetzen.
Der Bauer öffnete bebächtig ein Fenster unb sah hinaus auf bie breiten Felber. Der Ruch ber Erbs schien hereinzuströmen, wie Lebensobem, jener Geruch bes Bodens, aus bem unb bem Meer, bessen unser Blut ist, alles kommt, was wir Leben nennen
Wie unzählbar oft war er über diese Felber hinter Pflug unb Pferben gegangen, hinter mehreren Generationen von Pferben. Sein Schweiß unb
baß sich ber Jüngling zunächst zu einem Kompromiß entschloß und sich ------- - . -
wandte. Er lernte von der Pike auf das Schremer- handwerk, legte bie Gesellenprüfung ab, unb ging dann, nachdem fein zeichnerisches unb malerisches Talent von dem Gießener Maler Fr l es erkannt war, an die Technische Lehranstalt nach Offenbach. Dort geriet er, wenn auch nicht unmittelbar, in Die von Rudolf Koch bestimmte künstlerische Atmosphäre unb ging von bort aus zu einem breijah rigen Stu - bium an bie Kunstgewerbeschule nach Mainz. Unter Prof. Troll unb Prof. Huber beschäftigte er sich zunächst mit ben graphischen Techniken, schuf Buch- illustration^n, arbeitete auch auf bem Gebiet per Gebrauchsaraphik, bas malerische Talent in ihm ließ sich nun aber nicht mehr unterbrurfen. Als er nach Gießen zurückkam, wurde er neuerdings von Fries gefördert, unb er entschloß sich nun eindeutig zur Malerei. Ein Jahr Studium an ber Akademie Berlin unter dem unmittelbaren Einfluß von Pros. Eichhorst brachte ihn ein weiteres Stück vorwärts.
Die jetzige Ausstellung ist bie Summe der bisherigen Entwicklung. Sie ist noch kein Endergebnis, noch nicht der Beweis einer ausgeprägten, fertigen Künstlerpersönlichkeit» doch aber Zeugnis einer beachtenswerten Künstlersckzaft. Walter Kroll befindet sich, so scheint uns, auf gutem Wege.
Dornolizen.
Tageskalender für Freitag.
Stadttheater: 20 bis 23 Uhr „Leichte Kavallerie". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Feuerteufel . — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Morgenrot .
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Achtung! KdF.-Sport.
Heden Mittwoch, Donnerstag und Freitag finden folgende Kurse statt: 1 : P
Mittwoch, 20.30 bis 21.30 Uhr: Sport und Spiele für Männer und Frauen, Goetheschule, Horst- Weffel-Wall. .
Donnerstag, 20.30 bis 21.30 Uhr: Gymnastik und Spiele für Frauen, Schillerfchule, Schillerstraße.
Freitag, 16 bis 17 Uhr: kindcrgymnastik (für Kinder unter 10 Jahren), Goetheschule. Hierfür Anmeldungen vorher an Sportamt, Schanzenstraße 18, oder KdF., Laden Seltersweg, erbeten.
Freitag, 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr: Schwimmen für Männer und Frauen, auch Anfänger, Volksbad.
Neuanmeldungen werden in den Kursen angenommen.
Verhütet Waldbrände!
„Morgenrot."
Wohl kaum wird ein Film so gut verstanden werden, wie gerade dieser Ufafilm, der im Geiste zwar zurückführt in die große Zeit des Weltkrieges, jetzt aber zu einer Aktualität gelangt ist, die stch aus den Ereignissen der-Gegenwart ergibt. Der Film schildert den Einsatz der U-Boote, schildert das Heldentum und die unverbrüchliche Kameradschaft einer ^Bootsbesatzung unb gibt einen tiefen Gin» bruck von ber Schwere bes Dienstes bei dieser Waffe. Daß auch heute wieder ein Gleiches geschieht, daß auch heute wieder die deutschen U-Boote gegen Englands anmaßende Flotte fahren und mit glorreichen Siegen zurück kehren, das macht diesen Film so unmittelbar lebensnahe und verleiht ihm die starke Wirkung. Das Hohelied der Heldenhaftigkeit und der Kameradschaft ist dabei geschickt in den Rahmen einer Handlung gestellt, die nach einer Idee von E. Freiherrn vo n Spiegel in das Bild übersetzt wurde. Der Film gipfelt in dem großen Opfer, bas zwei Kameraden bringen, bie ihr eigenes Leben aufgeben, um acht anberen Kameraden bie Rettung zu ermöglichen. .
Der Film, der unter ber Regie von Gustav U c i ck y entstauben ist, schildert selbst die schwersten Entscheidungen unpathetisch und deshalb doppelt glaubhaft-, er zeigt aber auch in ungemein spam nendem Ablauf, in sachlicher Form, fast im Stue einer aktuellen Reportage (und dennoch künstlerisch) den Ablauf eines U-Bootangriffs, wie er sich fur die Bootsbesatzungen im engen Raum des U-Bootes abspielt.
Die Darsteller fügen sich ohne Eitelkeit in den ge* gebenen Rahmen. Man begegnet Rudolf Forster als Kapitänleutnant Liers, der kürzlich verstorbenen Adele S a n d r o ck als seiner leidgeprüften Mutter, Fritz G e n s ch o w stellt einen der Kameraden dar, der sich für die Mannschaft opfert, ferner sieht man Camilla Spira, Paul Westermeyer u.a.m. Manches interessante Bild von hoher See forben das Verständnis für den Einsatz unserer U-Boott maffc in der Gegenwart. H. L. Neuner«
Der Künstler hat sich darüber hinaus die Grenzen seines Schaffens nicht eng gezogen. Er bemächtigt ~ rätS. In feiner Ausstellung ist
der feiner Vorfahren hatte den Boden gedüngt: er war ein Stück feiner selbst geworden. Und er würde sich eines Tages gern in diesen heiligen Boden, den jetzt nur wenige Kilometer weit weg das Heer gegen den Feind schützte, zur letzten Ruhe legen lassen, wenn nur der große dumpfe Schmerz in ihm nicht märe. Sein Sohn! Sein Sohn!'Der gab wohl jetzt drüben über dem großen Wasser den Kulturdünger für fremdes Volkstum ab, das sich zur Herrschaft emporgegaunert hatte.
Er schloß das Fenster wieder und setzte sich zu Tisch. Seine Hände zitterten ein wenig.
| Da — knarrte nicht eben das Hoftor? Wer sollte jetzt noch kommen, wo gleich alles verfchlossen und j verdunkelt würde?
Wie gedankenlos sind wir manchmal mit dem i Streichholz umgegangen! Wenn die Schachtel leer geworden war, so wurde eben eine neue gekauft, und wir dachten so obenhin: die paar Pfennige! Daß wir durch diese Einstellung oft auch unseren Geldbeutel unnötig angestrengt haben, machten mir uns nicht klar. Zrnar handelte es sich wirklich nur um geringe Beträge: doch gerade die geringen, aber ständigen Ausgaben läppern sich erfahrungsgemäß sehr zusammen. Schon aus diesem Grunde ist es für uns von großem Wert, die wirtschaftliche Einstellung, die wir uns jetzt durch kriegsmäßiges Denken erarbeiten müssen, auch später beizubehalten.
Vielleicht sagt jetzt noch der eine: Ach, die paar Zündhölzer, was machen die schon aus, die können den Kohl auch nicht fett machen! Wir dürfen aber nicht mehr vom einzelnen ausgehen, sondern muffen immer das Große und Ganze im Auge behalten. Stellen wir uns vor, jeder von uns würde täglich nur fünf Streichhölzer sparen helfen, so sind das pro Tag viele Millionen mal fünf Streichhölzer, und das macht viel aus.
Vor allem wird es die Hausfrau sein, die auch hier ein wachsames Auge haben muß. Sie zündet z. B. eine Gasflame an, um die Milch ab zu kochen. Eine Minute später fällt ihr ein, daß es ja Zeit ist die Kartoffeln aufzustellen. Sie greift also zur Schachtel und entzündet mit einem neuen StreM)- hoh; die nächste Flamme. Da aber auch das Gemüse noch nicht gar ist, weil sie es vorhin, als es klingelte, vom Feuer genommen hatte, wird eben noch ein drittes Zündholz geopfert. Zum Entzünden der Gasflamme wäre zuerst einmal die de- währte Feuerzange anzuschaffen, wodurch viele, viele Streichhölzer am Tage erspart werden können. Darüber hinaus sollte die Hausfrau darauf achten, daß kein abgebranntes Streichholz fortgeworfen wird. Eine alte Streichholzschachtel oder em anderes Kästchen, handlich aufgestellt, kann leicht tue abgebrannten Hölzchen aufnehmen, ohne daß dadurch Zeit verloren geht. Wenn die Feuerzange nicht gleich bei der Hand ist, so macht es auch nicht mehr Arbeit, von der schon entzündeten Gasflamme Feuer für die beiden anderen Flammen mit den abgebrannten Streichhölzchen zu entnehmen. Nun aber will die Hausfrau im Kachel- oder Badeofen Feuer einlegen. Dazu kann sie natürlich feine Feuerzange benutzen, aber auch hierbei ist ihr Gelegenheit gegeben, an Streichhölzern zu sparen. Sie hat im Ofen Kohle, Steinkohle, Holz und Papier aufeinandergeschichtet und versucht, mit einem Hölzchen das Papier zu entzünden. Wenn zuviel Asche lagert, ist der Ofen verstopft, das Hölzchen verlischt wieder und wieder, bis es endlich, vielleicht beim zehnten Male, anbrennt. Oder aber sie hat die Zimmertür offen gelassen und es entsteht Durchzug, der das angebrannte Streichholz zum Verlöschen bringt Da ist es Aufgabe der Hausfrau, dafür zu sorgen, daß die Asche fein säuberlich entfernt und die Möglichkeit eines Durchzugs genommen ist. ’ Ratsam ist cs überhaupt, ein wenig von dem handelsüblichen Feueranzündern hinzuzunehmen, der die Flamme schnell aufnimmt, und bann erst in einem Ofen das Feuer richtig zum Anbrennen zu bringen, um es von dort aus mit einer Kohlenschaufel in die anderen Oefen zu übertragen.
Weiterhin wird die Hausfrau noch mehr als bisher darauf achten müssen, daß die Streichhölzer nicht in die Hände der Kinder kommen. Zwar gehören sie da sowieso und zu gar keiner Zeit hin, aber wie Kinder eben sind, sie finden immer den größten Spaß an jenen Dingen, die nicht für sie bestimmt sind. Sie vergeuden 'auf diese Weise unbedachterweise nicht nur kostbares Volksgut, sondern treiben oft gefährlichen Unfug damit. Mütter, laßt deshalb nicht in allen Ecken der Wohnung ganze Streichholzschachteln herumliegen, sondernDhe- wahrt nur eine einzige, am besten m einer Schublade, in der Küche auf! Aber nicht nur sich selbst unb ihre Kinder kann die Hausfrau und Mutter hier zu größerer Wirtschaftlichkeit erziehen, sondern sie sollte auch versuchen, auf ihren Mann einzu-
Alljährlich werden wertvolle Holzbestände durch Waldbrände vernichtet. Bedeuten diese Verluste schon ... , , mnrfröt seiner I i" Friedenszeiten eine schwere Schädigung der beut« Halts gemalt, nicht zu übersehen. Das Porträt seiner Wirtschaft, so sind sie jetzt im Kriege unttag- Mutter, eine Frau mit Kind, ein J*JteIu"9e' bar, da das Holz einer der kriegswichtigsten Roh
den Bergen und ein Selbstporttat verraten 'rnste ? ift Jeder Volksgenosse muß daher zu seinem Bemühung. Beachtlich:stferner dasgroßsormatige ^itragen, daß derartige Schäden vermieden Bild „Hera und Leander , in dem stch der Künstler .
eines ^vssischen Stosses annahm.glcichzcltig danu überroiegenbe Zahl aller Waldbrände
seine jungs e • 9 Aufaabenstellunq er- ist auf sträflichen Leichtsinn und Nichtbeachtung der
größeren Zug und eine neue A fg I g gesetzlichen Bestimmungen zurückzuführen. Jegliches kennen laßt. * Feueranzünden, Rauchen und Fortwerfen glim-
„ s noiotat wird mender oder brennender Gegenstände im und am
Nicht alles, was in der ^5(16^119 gezeigt noiro, ist nach Maßgabe der Gesetze verboten. Jeder,
darf Anspruch darauf erheben, rückhaltlose und betritt, denke daran, daß er sich an
gemeine Bejahung erfahren zu rno len <^er es g It I Rohstoffversorgung des deutschen Volkes ver- doch, festzustellen, daß hier em 29iahnger Künstler t verbotswidriges Handeln den
auf einem Wege geht, der taurn mehr m re, ' cäi)rbet Durch fein pflichtwidriges Verhal« feHbern ftton «ur ^pra^ ttn hil t er den Feinden Deutschlands er stellt sich
sonlichkeit fuhren wird Die Aufstellung Malier 1 'außerhalb der Volksgemeinschaft. Die ganze Krölls ist eme erfreuliche Veranstaltung. und Strenge ^s Gesetzes wird solche Volksschadlmge
würde der Bevölkerung unserer Stadt nicht 3um örrenge u ^19
Schaden sein, wenn sie einem Künstler aus den unnachstcymcy ire^em eigenen Mauern Aufmerksamkeit schenkt. Fortfall der FelertagSbezaylUNg
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ftein im Taunus), ber mit dem „Bogenschützen" Die Frage der Feiertagsbezahlung in ben Fal- eine Künstlerschaft am eindeutigsten nachweist. [en, in denen Gefolgschaftsmitglieder am letzten Ar- H. L. Neuner. beitstag vor oder am ersten Arbeitstag nach einem Feiertag dem Arbeitsplatz unentschuldigt fernbiet3 ben, hat immer wieder die Praxis beschäftigt.
In ben Fällen, in denen das Gefolgschaftsmitglied sowohl am Tage vor, wie auch am Tage nach dem Feiertag der Arbeit fernblieb, wurde übereinstimmend die Ansicht vertreten, daß ein Anspruch auf Lohnzahlung für den Feiertag nicht bestehe. Zweifelhaft war die Rechtslage aber dann, wenn das Gefolgschaftsmitglied nur vor ober nur nach _ dem Feiertag dem Betrieb eigenmächtig fernblieb.
Wie die Gaurechtsberatungsstelle der DAF. berichtet, hat nunmehr der Reichsarbeitsminister sämtliche Zweifelsfragen beseitigt und durch eine Anordnung vom 16. März 1940 verbindliche Bestimmungen über ben Fortfall der Feiertagsbezahlung bei unentschuldigtem Fernbleiben von der Arbeit vor ober nach den Feiertagen getroffen. Nach dieser Anordnung haben die Gefolgschaftsmitglieder, die am letzten Arbeitstag vor oder am ersten Arbeits- tag nach Feiertagen, für die ihnen auf Grund gesetzlicher Vorschriften der Lohnausfall zu vergüten ist (das find die beiden Weihnachtsfeiertage und der Neujahrstag, wenn sie nicht auf einen Sonntag fallen, der Dftremontag, Pfingstmontag unb der 1. Mai) ohne genügende Entschuldigung der Arbeit fernbleiben, keinen Anspruch auf Bezahlung der entsprechenden Feiertage. Das gleiche gilt für ein Gefolgfchaftsmitglieb, das vor solchen Feiertagen Urlaub erhalten ober eine Familienheimfahrt angetreten hat, wenn es aus eigenem Verschulden die
Es war eine Weile ganz still in der Stube. Die große Standuhr tickte leise, hinter ben Bergen ging der Mond auf wie eine gehämmerte Silberscheibe. Durch die Stube schritt ein Engel, das Glück.
Und ber alte Bauer erkannte, daß in den Plan, den der Schöpfer mit ihm vorhatte, nun doch der letzte Sinn gekommen war.
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