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Die Erregung in Irland hält an
Dublin, 11. Febr. (DNB.) Die starke Erregung
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sichrer Breithaupt in Berlin; ^-Brigade fiihrer Wege in Priort; SA.-Obergruppenführer Litz« mann in Berlin; SA.-Gruppensichrer Sp ä i n g in Langensalza; SA.-Gruppenführer Lasch in Düsseldorf; Generalmajor der Landespolizei a. D. Meißner in Dresden; Oberregierungsrat Dr. Taubert in Berlin; Stadtrat Kaiser in Berlin; Bezirksstadtrat Fried lein in Berlin; Oberstudienrat Heinlein in Bamberg.
wortung für das Dolksganze mitzutragen. Man sieht schon, wie tief diese Grundsätze von den nationalsozialistischen Erkenntnissen über den Sinn der Erziehung im Gesamtaufbau der Volksgemeinschaft durchdrungen sind. So weit das Grundsätzliche.
„Der Unterricht in der V 0 l k s s ch u l e", heißt es, „kann sein erziehliches Ziel nur erreichen, wenn er auf allen Stufen lebensnah ist. Heimat und Volt stehen im Mittelpunkt der Arbeit." — Da diese erzieherische Arbeit aus der Wirklichkeit erwachsen soll, muß aus der Schule jeder nur gedächtnismäßige Drill, jede nur abstrakte Lehre verbannt jein. Wie sich solche Grundsätze im praktischen Unterricht verwirklichen, zeigt ein Blick in die Lehrpläne. Da wird etwa in der Heimatkunde von den nächsten und einfachsten Beobachtungen heimatlicher Gesteins- und Bodenarten zum Höheren und Weiteren fortgeschritten, zur Betrachtung des Wetters, des Sonnenlaufs, des Mondwechsels, des gestirnten Himmels. Wenn ferner Messen und Schät» Zungen von Entfernungen vorgelchrieben werden und einfache Hochbilder im Sandkasten, Ortspläm und Kartenskizzen anzufertigen sind, so werden solche Forderungen gewiß im Hinblick auf den künftigen Wehrdienst gestellt, sie erweisen aber auch, wie sich ein Lehrfach aufzubauen hat; wurzelnd im heimatlichen Boden, dann weitere Kreise ziehend, immer aber verhaftet mit der lebensnahen Wirklichkeit und mit den Forderungen, die an den erwachsenen Volksgenossen später herantreten werden.
Die Mittelschule hat die besondere Aufgabe,
Auch während des uns aufgezwungenen Abwehrkrieges geht die innerdeutsche Entwicklung stetig weiter, gelassen und planmäßig vollzieht sich der rulturpolitische Aufbau. Das kommt im Bereich des Erziehungswesens auch dadurch zum Ausdruck, daß das Reichsministerium für Wissenschaft, Erhebung und Volksbildung die neuen Grundsätze und Lehr- pläne vorlegt, nach denen die Volks - und Mittelschulen in Zukunft auszurichten sein werden.
Wenn gefragt wird, welches Tendenz und Gehalt der neuen Richtlinien sei, so gibt es darauf zwei Antworten. Eine negative: Es haben sich auch in die Lehrpläne der Volks- und Mittelschulen so viele überflüssige, weil wirklichkeitsfremde Bildungsstoffe eingeschlichen, daß es endlich an der Zeit ist, diesen toten Ballast über Bord zu werfen. Aus dieser negativen Feststellung ergibt sich die positive: Die neuen Lehrpläne sind den Forderungendes Lebens angepaßt worden; aus dem Leben und aus der kindlichen Umwelt entwickelt sich der Unterricht; es soll nicht mehr das Buchwisien, das System, das Wesentliche sein, sondern die l e b e n s - nahe Erziehung, nach deren Abschluß der Schuler befähigt ist, aus der S i p p e n g e m e i n - schäft in die große politische Volks- und W ehr gemein schäft aller Deutschen hinemzu- wachsen. Eine solche Forderung kann nur erfüllt werten wenn die Volks- und Mittelschulen den Kindern das praktische und seelische Rüstzeug mit- aeben sich dieser Gemeinschaft bewußt zu werden, ia Ihr zu wirken und an ihrem Teil die Derant»
Krieg den Kriegshetzern
Das politische Buch als geistige Waffe.
„den Erziehungs* und Berufsbedürfnissen jener Dolkskreise zu dienen, in deren Berufsarbeit sich Kopf- und Handarbeit vereinigen und die imstande sind, leitende Gedanken schnell und sicher aufzufassen und fach- und sinngemäß auszuführen" — Die Mittelschule erfaßt damit den Nachwuchs für alle gehobenen Berufe, die kein Hochschulstudium erfordern. Auch hier ist der Grundsatz der Lebens- und Gegenwartsnähe maß- geblich, Leben und Lehre durchdringen einander, der Unterricht ruht auf ter Grundlage des natürlichen Erlebens und Schauens, die Arbeit der Schule geht von der Wirklichkeit aus und führt zu ihr zurück. Ein Blick in den Lehrplan mag auch hier zeigen, wie sich solche Grundsätze in der Schulklasse auswirken. Da sind etwa ter Naturlebre folgende Gegenstände zugewiefen: „Schall und Licht in der Landesverteidigung. Deutschlands Ringen um seine wirtschafMche Unabhänaigkeit: die Kohle und ihre Destillationsprodukte, Erdölindustrien, aus der Holzchemie, die chemische Waffe. — Man erkennt auch hier, wie eng der Lehrplan nrft der Wirklichkeit und den Erfordernissen der Gegenwart verbunden wird. Kommt hinzu, daß diese Stichworte kein starres Gerüll bitten. sondern durch ie- weillge aktuelle Ereignisse ter"PoMk, durch neueste Erfindungen und Entdeckungen in Technik und Wissenschaft ergänzt und crufgeMt a*it«s fo&afc F
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Lebensnähe und Gemeinschaftsgeist
Die neuen Richtlinien für Äolks- und Mittelschulen.
walt unser Land von England loszureißen, aber wir können unsere Anstrengungen fortsetzen, um zu zeigen, daß wir nur a u f eine Gelegenheit warten, um England zu zwingen, militärisch und wirtschaftlich von hier abzuziehen."
In B e l f a st, der HaUtpstadt des von den irischen Stammesbrüdern abgetrennten Nord- irland veranstaltete die'von den Engländern ver« fehmte irische republikanische Armee am Sonntagabend große Kundgebungen, in denen gegen die Hinrichtung ter beiden irischen Freiheitskämpfer auf das schärfste protestiert wurde. Die britische Polizei versuchte vergeblich die Taufende, die für die Freiheit Irlands demonstrierten, auseinanderzutreiben und nahm schließlich 13 Verhaftungen vor. Auch in der nordirischen Stadt Armagh fand eine große Proteftversammlung statt. Anschließend sammelte sich die Bevölkerung immer wieder in den Straßen der Stadt, sodaß auch hier die britische Polizei eingreifen und Verhaftungen vornehmen mußte.
Enaland verfolgt die irischen Freiheitskämpfer bis über das Grab hinaus. Nachdem die englische Regierung die Begnadigung der beiten Iren Dames und Richards abgelehnt hatte, war von ten Angehörigen der beiten Hingerichteten gebeten worden, die B-e i f e tz u n g der beiden Männer auf irischem B 0 d en zu gestatten. Auch dieses Gesuch ist vom Innenminister abgelehnt worden. Maßgeblich soll dafür der Einspruch von Scotland Pard gewesen fein, weil man dort befürchtete, die Aus- üeferuna der beiten toten Iren würde zu anti- englischen Kundgebungen in Irland Anlaß geben. Die beiden Iren werten daher in ihren Gräbern auf dem Gefängnisfriedhof in Birmingham bleiben.
fommanbeur und das Eiserne Kreuz den beiden Offi- zieren, dem Unteroffizier, dem tapferen Gefreiten und einem der Schützen verliehen. Der Divisions- fommanbeur überreichte es ihnen persönlich mit dem Ausdruck des Dankes und der Anerkennung, daß sie die schwierige Lage so tapfer und umsichtig gemeistert hatten Im Heeresbericht stand zu lesen: ^n Forbach stieß eine eigene Sicherung mit einem stärkeren feindlichen Spähtrupp zusammen. Dabei ver- lor der Femd mehrere Gefangene." Das ist die kurze militärische Zusammenfassung eines Ereignisses an der Westfront, wo immer wieder bei kleineren Kampfhandlungen der einzelne Mann den Krieg in aller Scharfe kennenlernt, und wo der deutsche Soldat dem Gegner zeigt, was es bedeutet, leichtfertig das deutsche Volk anzugreifen.
Unrecht verdächtigte Personen zum Opfer gefallen sind. Der Haß der Deutschenfeinte reichte aber noch über ten Krieg hinaus. Der Hasser Clömenceau hatte es besonders auf ten Führer ter Radikalen und mehrmaligen Minister C a i l l a u r abgesehen, ter 1920 wegen Landesverrat vor ein Kriegsgericht gejchleppt wurde. Caillaux war dadurch verdächtig geworden, daß er vor dem Kriege das Kongo-Abkommen mit Deutschland geschlossen hatte unö_ auch sonst als ein Mann galt, der die deutsch-französische Verständigung suchte. Er erhielt drei Jahre Gefängnis, die er fast ganz abgebüßt hat. Erst später wurde er „begnadigt" und ist 1926 wieder Senator geworden, was bei Verrätern im allgemeinen nicht der Fall zu sein pflegt.
Auch heute sucht die gedrückte Stimmung sich an einzelnen Personen zu rächen, die ter französischen Eitelkeit trotzen. An diejenigen Männer, die im September 1938 das Abkommen in München geschlossen haben, kann man nicht recht heran, weil zu ihnen auch Daladier gehört. Dafür hat der französische Ehauvinismus das Blut des früheren elsässischen Lehrers Roos gefordert, _ weil man glaubte, durch die Erschießung dieses zähen Kämpfers die Feindschaft gegen das deutsche Volk am besten betätigen zu können.
— Krieg den Kriegshetzern! Don Hans Fritzsche. (Brunnen-Verlag / Willi Bischoff. Mit 30 Abb. Brosch. 2,— RM.) — 399. — Ministerialrat Hans Fritzsche, der durch seine politische Zeitungs- und Rundfunkschau im deutschen Rundfunk der englisch-französisch-jüdischen Lügenpropa- ganda mit Ironie und Sarkasmus, mit überzeugenden Beweisen und wirkungsvoller Rhetorik eine politische Niederlage nach der andern bereitet, hat in diesem Buche seine abendlichen Rundfunkansprachen während der ersten Kriegsmonate zusammen- gefaßt. Es ist eine starke geistige Waffe, die er mit diesem Buche dem Leser zum Kampf gegen den demokratisch-jüdischen Schwindel in die Hand gibt. Aber nicht nur mit großem politischen Gewinn, sondern auch mit Freude an der ausgezeichneten rhetorischen Form, dem prächtigen Sarkasmus und der beißenden Ironie lieft man diese Ansprachen noch einmal nach, die bereits bei ter Durchgabe im Rundunk die Hörer fesselten. Kein Wunder, daß Hans Fritzsche sich mit der Führung dieser scharfen geistigen Klinge den Haß aller Kriegshetzer und Juden in England und Frankreich zugezogen hat. Diese Tatsache ist aber ein Beweis dafür, daß diese politische Waffe gut für die deutsche Sache wirkt. Alle Volksgenossen werden dieses politische Tagebuch mit großem Interesse lesen und in ihm einen guten und wertvollen Freund bei der Beurteilung unserer politischen Zeitfragen haben. Dieses Buch verdient aber auch in einer Sammlung von Krtegsbüchern untrer Zeit einen besonderen Platz, denn es stellt neben den militärischen Erfolgen an ter Front eine jener wirkungsvollen politischen Waffen dar, mit denen der Abwehrkampf unseres Volkes gegen die PlUtokratie Englands und Frankreichs geführt wird. Und darum ist dieses Buch ein polnisches Zeitdokument, das über die Tage unseres Kampfes hinaus geschichtliche Bedeutung besitzt.
Ernst Blumschein.
— Franz Rose: Das ist Churchill. I. F. Lehmanns Verlag, München. Preis 1,— RM. — (7) — Hier wird flammende Anklage erhoben gegen einen Mann, der durch ein ungewöhnliches Maß von Charakterlosigkeit, Abenteurersucht, Profitgier und Verlogenheit gekennzeichnet wird. Was soll man dazu sagen, wenn dieser Mann in seinen eigenen Veröffentlichungen zynisch und mit falschem Stolz durchblicken läßt, daß er immer nur auf der Jagd nach Abenteuern gewesen sei, Abenteuer, die allerdings andere mit ihrem Blute bezahlen mußten.
über die Hinrichtung der beiden irischen Freiheitskämpfer hält in Dublin und im ganzen Lande unvermindert an. Unter Beteiligung weiter Kreise fanden Massenversammlung Jen statt, die die ungeheure Verbitteruna über die- en neuesten englischen Terrorakt im Lause des viel- hundertjährigen Freiheits kampfes Irlands zum Ausdruck brachten. Bemerkenswert ist hierbei be- fonders, daß auch jene irischen Kreise, die, wie d e 23 al era, die Methoden der Attentate ter IRA. mißbilligen, doch die patriotischen Beweggründe ihrer Landsleute achten, die in dieser Form gegen die Teilung Irlands demonstrieren. Die Erinnerung an das irische Märtyrertum früherer Zeiten ist mit einem Schlage in allen irischen Kreisen, und zwar nicht nur in Irland selbst, sondern vor allem auch in den Vereinigten Staaten, neu belebt. Besondere Erregung herrscht darüber, daß trotz ter bis zur Hinrichtung immer wieder von den beiden Angeklagten beteuerten Unschuld alle Einwirkungsversuche irischer Organisationen und selbst der irischen Regierung in Enaland erfolglos blieben. Trotz Meinungsverschiedenheiten über die gegen Enaland anzuwendenden Methoden ist sich das irische Volk aller Schichten und Parteien darin völlig einig, daß auch dieser Fall nur eine Etappe der britischen Unterdrückungspvlitik Nordirlands ist.
Am Sonntag fand in Dublin eine große Kundgebung statt, auf ter ter Leiter der IRA., D 0 - nell, erklärte: „Wir sind uns vollkommen klar darüber, was wir als Folge dieses Krieges wünschen. Wir wünschen den Feind geschlagen zu sehen, der unser Volk 700 Jahre unterdrückt hat und jetzt die Bluttat der letzten Woche hinzugefügt hat. Im gegenwärtigen Augenblick sind
• nicht 'in der Lage, unter Anwendung von Ge-
Kem Soldat hat uns belästigt.
Eine amerikanische Nonne im besetzten Polen.
Washington, ll.Febr. (DNB.) Die United Preß meldet: „Schwester Begumila, eine amerikanische Nonne, die 17 Stunden in der Waisen- schule der Franziskanerinnen in Warschau oer- orachte, berichtete bei ihrer Rückkehr nach Amerika, daß ihr seitens ter deutschen Soldaten in Polen nur Achtung und Freundlichkeit ent- aegengebracht wurde. Die amerikanische Nonne sagte, sie habe den Bericht des polnischen Kardinals Hlond an Papst Pius über die angebliche Mißhandlung katholischer Nonnen und Priester gelesen, sie habe jedoch keinerlei solcher Tätlichkeiten beobachtet. Als mir nach ter Einnahme von Warschau Mangel an Lebensmitteln hatten, wurden mir von deutschen SoDaten nach einer Stelle geleitet, mo mir Esjen für uns und die Kinder erhalten konnten. Die deutschen Soldaten führten uns auch zu ten toten und verwundeten Kindern, Die sie auf ter Straße -aufgelesen hatten. Wenn die deutschen Soldaten etwas haben wollten, so zahlten sie auch dafür. Sie und eine andere Nonne feiert m ihrer braunen Ortenskleidung auf den mit deutschen Soldaten überfüllten Wegen nach Krakau gewan- tert. Kein Soldat hat uns belästigt Da- ist eine neue Richtigstellung der feindlichen Greuel- marchen, die die Westmächte verbreiten um von den polnischen Bestialitäten gegen die 58 000 -Volks- deutschen abzulenken.
Zu ehrenamtlichen Mitgliedern des Volksgerichtshofes ernannt.
Berlin, 10. ge-br. (DNB.) Der Führer M auf Vorschlag des Reichsministers der ÄMZ 5U ehren amtlich«, Mtgli«iderv des Do«sgenchtshsf-, out
die Dauer von fünf Jahren ernannt dzw. wiederernannt: Generalmajor Kauffmann in Berlin; Oberst von Lenski in Krampnitz; Oberst Nickelmann in Potsdam; Oberst Dr. (9 r o b • Holz; Oberst Medern in Dessau-Roßlau; Kapitän z. S. Scheer in Berlin; Kapitän z. S. R o l l - mann (Heinrich) in Berlin; ^-Gruppenführer Taubert in Berlin; Generalmajor Hoegner in Berlin; Oberst Stutzer in Berlin; ^-Brigade-
„Gefährliche" Kinderballons
Panik an der englischen Ostküste.
Genf, 10. Febr. (Curopapreß.) Wie der Sonderberichterstatter des „Paris Soir" aus England berichtet, sei einige Tage lang die ganze Oft- füfte Englands in größte Aufregung versetzt worden. Selbst die Polizei habe sich von der Panikstimmuna mitreißen lassen. Ursache dieser Panikstimmung seien kleine Ballons, die der Ostwind über die Nordsee nach England getrieben habe, gewesen. Die Polizei hätte in einer Stadt selbst Anschläge verrösfentlicht, in denen sie u. a. erklärte: „Achtung! Der Feind hat kleine Ballons ab- gelassen, welche feuergefährliches Gas enthalten können. Sie können bei der geringsten Berührung die grauenhaftesten Explosionen hervor- rufen."
In Berwick am Tweed wurde wegen der Kinderballons die Luftschutzbereitschaft alarmiert, um Instruktionen entgegenzunehmen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, nur mit der Gasmaske versehen das Haus zu verlassen. Die polizeilichen Anschläge, die Einberufung ter Luftschutzleute und die Empfehlung von Vorsichtsmaßnahmen an die Bevölkerung hatten eine Panik zur Folge, die um so grotesker wirkte, als sich die kleinen Ballons als für die Zivilbevölkerung gänz- sich gefahrlose Wetter - und Windmehbal- Ions herausstellten.
Schwedisches Schiff im britischen Geleit versenkt.
Stockholm, 11. Febr. (DNB.) Die Seeverkla- rtun-g des schwedischen Schiffes „Pajala", das vor einiger Zeit vor Kirkwall versenkt wurde, hat einwandfrei ergeben, daß das schwedische Schift sich rm Augenblick der Versenkung in Begleitung eines englischen Kriegsschiffes befand und von ihm dirigiert wurde. Es heißt in der See- verklarung vor dem Stockholmer Gericht, daß d a s U-Boot unmittelbar von dem englischen Kriegs- fchift mit Geschütz feuer und später mit Senkbomben angegriffen worden sei. In diesem Zusammenhang wirken die durch die schwedischen Meldungen hindurchklingenden Klagen, daß die „Pajala" ohne Warnung versenkt worden sei, etwas grotesk. Verlangt man in Schweden, daß deutsche U-Boote sich tem Feind als Zielscheibe darbieten, wenn sie mit tem Recht jedes Kriegführenden ver- hirtttern wollen, daß neutrale Schiffe den Befehlen gegnerischer Kriegsschiffe Folge leisten?
Landungsverbot für U-Boote der Kriegführenden auf dem amerikanischen Kontinent.
Rom, 10. Februar. (Europapreß.) Die Pan- amerikanische Konferenz für die Neutralität hat sich, wie „Teuere" aus Rio te Janeiro berichtet, für das Verbot des Anlaufens der amerikanischen Territorialge» wässer und der amerikanischen Häfen durch U- Booie der kriegführenden Staaten ausaesprocken. Das Anlaufen soll nur gestattet fein zur Vornahme von durch Unwetter erlittenen Havarien notwendig gewordenen Reparaturen, und wenn humanitäre Beweggründe dies rechtfer- ttgen. Liegen diese Gründe nicht vor, so werden die Militärbehörten die Internierung jedes einlaufe,iden U-Bootes der Kriegführenden veranlassen.
Europareise des amerikanischen Unterstaatssekretärs Welles.
Washington, 10. Februar. (DNB.) In einer Pressekonferenz gab Präsident Roosevelt bekannt, daß sich der Unterstaatssekretär im Staatsdepartement Sumner Welles nach Europa zur B e • richterftattung über die Verhältnisse in Deutschland, Italien, Frankreich und England begeben wird.
Nun hat er zum zweiten Male seinen Kriegswillen durchgesetzt, sein Ziel aber, Deutschland zu besiegen, wird er nicht wieder erreichen. Eine scharfe Wafte ist diese Schrift. Möge sie die gebührend« Verbreitung finden.
— Dr. H. Hartmann: Höllenmarsch der Volksdeutschen in Polen, Verlag „Neues Volk", Berlin SW. 68. Preis broschiert 1,50 RM. — (25) — Der Verfasser ist in Polen den Spuren der verschleppten, mißhandelten und erschlagenen Volksdeutschen nachgegangen und hat darüber erschütternde Dokumente gesammelt. Diese Dokumente erhalten ihren besonderen Wert dcü>urch, daß sie fast durchweg von Aerzten stammen, von Männern also, die nicht nur am besten die Tatbestände selbst beurteilen können, sondern die auch gewohnt sind, alle ihre Aussagen erst aufs genaueste kritisch zu prüfen, ehe sie sie ter Öffentlichkeit übergeben. Mit atemberaubender Spannung folgen wir tiefbewegt diesen Schilderungen.
— D r. Günther Sawatzki: „Danzig ist deutsch." Mit 117 Abbildungen. Kartoniert 0,80 RM. Verlag Scherl, Berlin. — (24) — Jetzt, wo wir es schon nicht mehr anders wissen, als daß Danzig wieder einen selbstverständlichen organischen Bestandteil des Deutschen Reiches bildet, erscheint Meies Buch besonders willkommen. Eindringlicher und überzeugender als Worte es vermögen, ist die durchschlagende Beweiskraft der hier von ttmdiger Hand geschickt ausgewählten Bilder, die uns einen vielseitigen kulturpolitischen Querschnitt durch die ur- deutsche Entwickluna ter alten Hansestadt Danzig und ihres Hinterlarwes vermitteln.
— Willi Wieczorek: „Ostoberfchle- sien kehrt heim." Mt 124 Abbildungen in Kupfertiefdruck. Kartoniert 0,80 RM. 8°. Verlag Scherl, Berlin SW 68. — (27) — Das Bild als un- beftechliches Beweisdokument führt in Mefem Band eine überzeugende Sprache, die das Lügengewebe vom „polnischen" Ostoberschlesien für immer der Lächerlichkeit preisgibt. Der Zauber der Landschaft, das Tagewerk der Bauern wie das geschäfttge Treiben in ten großen Industriezentren, die nach langen Jahren polnischer Mißwirtschaft wieder vom Puls- schlag deutschen Fleißes belebt werden, und nicht zuletzt die Leidenszeit der Bevölkerung im Kampf gegen den Terror polnischer Banden macht uns mit diesem heimgekehrten Lande und seinen Menschen oertraut.
Oer Schrei nach dem Verräter
Die ftanzösische Republik beruft sich mit Stolz auf die Tradition der großen Revolutton, während die Armee sich noch immer mit den Lorbeeren Napoleons I. schmücken möchte. Daraus ergibt sich von «löst, daß die Geschichte der Republik von einem unruhigen Ehrgeiz erfüllt ist, von zahlreichen Angriffskriegen bericytet und mit viel Blut geschrieben ist. Niemals haben die Franzosen zugeben wollen, daß sie unterliegen mußten oder auch nur, daß sie durch eigene Schuld in eine schwere Lage geraten eien. Ein solches Zugeständnis erlaubt die Eitelkeit der Demokratie niemals. In solchen Fällen wurde prompt der Schrei nach dem „Verräter" erhoben, ter an allem Unheil schuldig zu sprechen
In Nancy wurde der bekannte elsaß-lothringisch« Autonomistenführer Dr. Roos erschossen. Obwohl bereits bei dem Scheinprozeß gegen Dr. Roos vor dem Kriegsgericht seine völlige Unschuld klar zutage getreten war, haben die jüdisch-demokratischen Kriegshetzer in Paris dennoch durchgesetzt, daß der Justizmord an Dr. Roos vollzogen wurde. — Unser Bild zeigt Dr. Roos während seiner Vernehmung im Pro- zeh von Besan^on im Jahre 1929, in dem er freigesprochen wurde. — (Sammlung-Seiler-M.)
ei. Hatte man einen solchen Sündenbock entdeckt, o wurde sein Blut gefordert. Ob zu Recht oder zu Unrecht, das mochten spätere Zeiten enftcheiden.
Das klassische Beispiel der französischen Geschichte ist in dieser Beziehung der Fall des Marschalls B a z a i n e, der 1870 die Festung Metz mit über 170 000 Mann übergeben mußte, Bozaine, der vorher von den Franzosen vergöttert worden war, wurde 1873 vor ein Kriegsgericht gestellt und unter höchst fragwürdigen Begründungen zum Tode verurteilt. Hier hatte man also ten „Verräter", ohne den das glorreiche Frankreich den Krieg von 1870/71 sicherlich mit Glanz gewannen hätte. Der Staatspräsident MacMahon hat den früheren Marschall zu 20 Jahren Gefängnis „begnadigt". Ba- zaine ist im folgenden Jahre durch seine mutige Frau von ter Felseninsel befreit worden, die ihm als Gefängnis zugewiesen war. Er starb 1888 in Madrid in Armut und Vergessenheit.
Im Wettkriege, der an die Nerven der beteiligten Völker di« höchsten Anfprüche stellte, gab es genug Situationen, in denen die Franzofen vom „Verrat" gefchrieen haben. Zunächst tobte sich diefe Panik in einer tollen Spionenfurcht aus, ter zahlreiche zu


