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tigert Anschauen einer Europakarte entsteht, täuscht durchaus. Norwegen, Schweden und Dänemark um­fassen zusammen eine Fläche von rund 815 000 qknu Im Vergleich dazu betrug die Größe des Deutschen Reiches, wie es aus dem Friedensdiktat von Ver­sailles hervorgeht, nur 469 000 qkm. Der kleinste dieser Staaten ist Dänemark. Geographisch und geschichtlich nimmt auch Dänemark eine gewisse Son­derstellung ein. Es umfaßt die Halbinsel Jütland von der deutsch-dänischen Grenze nördlich von

fuhr von Wirt schafts gittern aufhört bzw. nicht mehr dem erpresserischen Druck der pluto krattschen Bör­senhyänen unterliegt. Dabei handelt es sich um recht beträchtliche Warenmengen, die zwischen Bri­tannien und Skandinavien gehandelt wurden. Aus Norwegen bezog England vor allem Holz, Hol?- waren und Papier, Fische und Fischereierzeugnisse sowie Stickstoffoerbindungen, Aluminium und Eisen­erze. Aus Schweden bezog ,England gleichfalls in erster Linie Holz und Hoizerzeugnisse, sodann Eisenerz, Stahl und Eisen. Aus Dänemark be­

zog England fast ausschließlich landwirtschaftliche Erzeugnisse. Darunter vor allem Butter, Speck und Eier. Nimmt man zu diesen Einfuhren noch die Importe aus Finnland und den Baltischen Staaten, die ja gleichfalls für London nicht mehr greifbar sind, hinzu, so ergibt sich, daß durch die deutsche Aktion ein Drittel der eng­lischen Gesamteinfuhr aus Europa betrof­fen ist. Für die britische Kriegswirtschaft muß diese Tatsache von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein.

Skandinavische Umrisse.

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Skandinavien ist durch die unerhörte englische Herausforderung mit einem Ruck wieder in den Mittelpunkt einer dramatischen Handlung gerückt. Die friedvolle Ruhe, deren sich die skandinavischen Länder nach dem finnisch-russischen Friedensschluß vom 12. März erfreuen zu können hofften, ist da­durch unterbrochen.

lieber Skandinavien bestehen vielfach falsche Raumvorstellungen. Es handelt sich um ein sehr großes Gebiet. Der Eindruck, der etwa beim flüch-

Flensburg bis zum Kap Skagen kn einer Länge von 310 km. Die Küste der Halbinsel Jütland ist hasenarm und wenig gegliedert. Die Bewohnerschaft widmet sich überwiegend der Landwirtschaft, daneben auch der Fischerei. An größeren Städten auf Jüt­land selbst werden nur gezählt: Aarhus (91 000 Ein­wohner), Aalborg (48 000), Esbjerg (31000), Ran- ders (30 000). Don jütländischen Städten sind ferner noch bekannt: Apenrade, Hadersleben und Tondern. Der größere Teil der Gesamteinwohnerzähl Däne­marks 3,7 Millionen wohnt aber auf den Inseln Seeland, Fünen, Falster, Lolland, Alsen und Bornholm. Die Hauptstadt Kopenhagen hat 850 000 Einwohner, liegt an dem Oeresund, der die schwedische Südspitze der skandinavischen Halbinsel von Seeland scheidet, und wurde 1802 (unter Nelson) und 1807 von den Engländern überrannt und ver­wüstet.

Das skandinavische Hauptgebiet wird von der gewaltigen skandinavischen Halbinsel gebildet, die nach Westen zu in hohen Gebirgszügen jäh zum Meere abbricht. Diese Gebirgszüge finden ihre Fortsetzung in der unendlich reich entwickelten In­selkette, die dem Festland vorgelagert ist. Die west­liche skandinavische Halbinsel nimmt Norwegen ein. Das Land ist 323 000 Quädratkilometer groß, zählt aber nur 2,8 Millionen Einwohner, so daß auf den Quadratkilometer 9 Menschen kommen. Norwegen erstreckt sich von dem Kap Lindesnes bis zum Nordkap im hohen Norden. Die wich­tigsten Städte find: Oslo mit mehr als V« Mil­lion Einwohnern, dann an der Südwestküste Sta­vanger (47 000), weiter nördlich Bergen (rund 100 000) und in Mittelnorwegen D r o n t h e i m (über 50 000). Schon nördlich des Polarkreises liegt das jetzt vielgenannte Narvik, der eisfteie Erz- Verschiffungshafen, an einer Ausbuchtung des West- fjords und Endpunkt der nordschwedischen Eisen­bahn. Im äußersten Norden greift Norwegen über Schweden hinaus und grenzt unmittelbar an Finn­land. Bei Petsamo schiebt sich eine finnische Ge­bietszunge von mir 30 Kilometer Breite zwischen norwegisches und sowjetrussisches Gebiet. Ber­gen, die Hafenstadt in Südwestnorwegen, ist in den letzten Wochen wiederholt anläßlich der deut­schen Luftangriffe auf englische Geleitzüge genannt worden. Zwischen Bergen und den Shetlandinseln liegt das große Fenster der Nordsee. Die Luftent­fernung von Bergen nach den Shetlandinseln be­trägt 400 Kilometer.

Der größte Staat der skandinavischen Halbinsel ist sowohl nach Größe wie nach Einwohnerzahl Schweden. Mit seinen 450 000 Quadratkilometer kam es hart an die Größe des Versailles-Deutsch­lands heran. Die Einwohnerzahl beträgt nur 6,3 Millionen Menschen. Schweden ist nicht so gebirgig wie Norwegen, hat eine recht entwickelte Landwirt­schaft, obwohl noch manche Flächen kultivierbar wären. Dagegen tritt die Fischerei zurück. Sehr bedeutend ist die Erz- und Holzerzeugung, teilweise auch die weiterverarbeitende Industrie, die sich auf diesen Rohstoffen aufbaut. Alle drei skandinavischen Staaten, besonders Norwegen, haben große Han- delsflottten. Die Erträge aus den Frachten bilden einen wesentlichen Tül der volkswirtschaftlichen Einnahmen.

Zu Dänemark gehört die Inselgruppe der Färöer zwischen den Shetlandinseln und Island, Island selbst (und zwar im staatsrechtlichen Ver­hältnis der Personalunion) und schließlich Grön­land. Zu Norwegen gehört die große Inselgruppe Spitzbergen und einige Inseln im südlichen Eismeer. In unserer Darstellung der skandinavi­schen Größenverhältnisse sind diese Besitzungen nicht mit eingerechnet gewesen.

Dänemark unter deutschem Schuh.

Kopenhagen, 9. April. (DNB.) Der deutsche Gesandte in Kopenhagen überreichte heute vormittag der dänischen Regierung die deutsche Note, in der der Standpunkt oer Reichsregierung zu den eng­lisch französischen Kriegsausweitungsplänen in Skandinavien dargelegt und die Mitteilung gemacht wird, daß Deuffchlano den Schutz der Neutralität und die Sicherheit Dänemarks übernimmt. Die däniscke Regierung hat nach Verhandlungen des deutschen Gesandten mit dem dänischen Minister­präsidenten und dem dänischen Ministerrat beschlos­sen, mit einem Protest angesichts der Umstände und der Lage den deutsch enSchutz anzuerken- nen und die in der Notsdargelegten Bedingungen zu a k z e p t i e r e n. Die militärische Aktion zur Sicherstellung des Schutzes Dänemarks gegen Eng­land und Frankreich hat sich völlig reibungslos voll­zogen. Die dänische Regierung und das dänische Volk haben den besonderen Umständen Rechnung getragen und mit Ruhe und Besonnenheit die deutschen Maßnahmen ausgenom­men.

Der König und die dänische Regierung haben am Dienstagnachmittag folgende Prokla­mation an das dänische Volk erlassen:

An das dänische Volk!

Deutsche Truppen haben heute nacht die dänische Grenze überschritten. Deutsche Truppen werden an verschiedenen Stellen Dänemarks langen. Die-

Kopenhagen, 9. April. (DNB.) In der Mor- genftühe, als sich der blaue Himmel aus dem Dunst der Morgendämmerung löste, war plötzlich Motoren­lärm über Dänemarks Hauptstadt zu hören. Nur wenige Passanten bevölkerten zu dieser Zeit die Straßen, die die ersten deutschen Flugzeuge über Kopenhagen sahen. Alsbald flogen immer neue Gruppen deutscher Flugzeuge und Bomber über das Häusermeer der Stadt und weckten die Bevölkerung aus einem ahnungslosen Schlaf. Man wußte nicht, welche nahe Gefahr die Maßnahmen des Westens in den letzten Tagen für Skandinavien ausgelöst hatten, und kannte noch nicht die Ereignisse, die sich im Laufe der Nacht ab« gespielt hatten. Insbesondere wußte man nicht, daß bereits um 4.30 Uhr morgens an der Langen Linie des Kopenhagener Hafens deutsche Truppen gelandet waren und daß sich im Laufe einer ganz kurzen Zeit deren Ausladung reibungslos voll­zogen hatte. Die wichtigsten strategischen Punkte der Stadt waren von den Soldaten besetzt worden. Von deutschen Staffeln wurden Flugblätter abgeworfen, die sich mit einem Aufruf an die dänische Bevölke­rung wandten.

Das Motorengeräusch der Flugzeuge hatte im Laufe weniger Minuten den größten Teil der Ko­

nische Regierung hat unter Protest beschlossen, die Belange des Landes zu wahren und mit Rücksicht auf die Besetzung, die stattgefunden hat, folgendes bekanntzugeben: Die deutschen Truppen, die sich hier im Lande befinden, haben das Einvernehmen mit der dänischen Wehrmacht hergestellt, und es ist die Pflicht des Volkes, sich jeden Widerstandes gegen diese Truppen zu enthalten. Die dänische Ne­gierung will versuchen, dem dänischen Volk und Land Sicherheit zu geben gegenüber den unglück­lichen Folgen des Kriegszustandes und fordert des­halb die Bevölkerung zu ruhiger und beherrschter Haltung auf. Ruhe und Ordnung mögen das Land beherrschen und loyale Haltung möge von allen ein­genommen werden, die mit den Behörden zu tun haben.

Kopenhagen, 9. 4.1940.

Christian.

T. Stcmning.

Die Proklamation des Königs lautet:

Unter den für unser Vaterland so ernsten Um­ständen ermahne ich Euch alle in den Städten und auf dem Lande, eine vollkommen korrekte und wür­dige Haltung einzunehmen, da jede unüberlegte Handlung oder Aeuherung die ernstesten Folgen haben kann.

Amalienborg, den 9.4.1940.

Christian Rex.

penhagener Einwohner auf die Beine gebracht. Eine Sprengung der Pforte des Kastells wurde zunächst für Schußwechsel gehalten, jedoch erwies sich bald, daß die dänischen Soldat^ keinerlei Wider­st a n d geleistet hatten. So war es auch in den nächtlichen Verhandlungen zwischen dem deutschen Gesandten und dem dänischen König und der Re­gierung vereinbart worden. Die Kopenhagener Be­völkerung war natürlich im Augenblick von den Ereignissen völlig überrascht, als das Bild der deut­schen Jagdstaffeln und schwerer Bomber am tief­blauen Frühlingshimmel erschien. Als die auf- gehende Sonne ihren Schein über Kopenhagen warf, siegte der bekannte Humor der Kopenhagener, die die Ereignisse nun nach näherem Bekanntwerden in dem durch den deuffchen Aufruf verkündeten Sinne als eine Lage auffaßten, die eine große Gefahr beseitigte.

Die deutschen Truppen hatten alsbald Fühlung mit der Bevölkerung. Zigaretten wurden ausge­tauscht, freundliche Worte gewechselt. Ueberall wid­mete man den Soldaten freundliche Aufmerksamkeit. Die Disziplin ihres Aufttetens wurde mit fehr an« genehmem Gefühl ausgenommen. Der Aufruf an die dänische Bevölkerung wurde bereits am Vormittag an den wichtigsten Stellen der Stadt in großen

Plakaten angeschlagen. Um die Mittagszeit setzten sich Lautsprecherwagen in Bewegung und verkünde­ten den Wortlaut des Aufrufes. Mittags ist die Stadt friedlich wie immer. Man merkt fast nichts von den Ereignissen, die sich in den Morgenstunden abspielten. Der Gang der Arbeit hat seine gewohn­ten ruhigen Formen angenommen. In den Straßen ist nun auch der Aufruf des dänischen Königs und der dänischen Regierung an die dänische Bevölke­rung verbreitet worden, der die Erfordernisse einer ruhigen und beherrschten Haltung gegenüber den gegebenen Verhältnissen unterstreicht.

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Kopenhagen, 9. April. (DNB.) (P. K.) Ko­penhagen, die dänische Hauptstadt, ist heute morgen der Schauplatz einer militärischen Unternehmung gewesen, so blitzartig, wie sie nur die deutsche Wehr­macht durchführen kann. Und selbst, die wir als Soldaten an der Aktton teilgenommen haben, geht der Atem noch unter dem Tempo, in dem die Ope­ration abrollte. Eben sausten wir mit äußerster Tourenzahl und völlig abgeblendetem Licht durch die Nacht. Das Eis dröhnte gegen den Schiffsrumpf. Die Maschine preßte und stemmte, aber sie gehorcht dem Willen des von der Brücke nicht mehr weichen­den Kommandanten. In den halbdunklen Gängen und Decks lagen und saßen die Soldaten. In der Messe hatte der Jnfanteriekommandeur noch ein­mal seine Offiziere versammelt, die genaue Lage bekannt gegeben und die Befehle für morgen ver­lesen.

Wir fegten durch die Nacht, die Lichter Helsin ° g ö r 5 glänzen auf. Pünktlich um 5 Uhr machte das Schiff an der Langen Linie in Kopen­hagen f e ft. Wir wollten es zuerst kaum glauben, daß es sich schon um das Anlegemanöver handelte. Das frühe Licht war milchig grau. Der Kai lag noch völlig einsam. Mit Gepolter wurden die breiten Ausladerampen ausgeworfen und sofort verließ die Jnfanteriespitze das Schiff. Die Ausrüstungsgegen­stände klirrten leise. Die zuerst ausgeladenen Ein­heiten traten sofort den Vormarsch nach der Zitadelle an. Die fremden Schiffen, die neben unseren Transportern lagen, verrieten kein Leben. Die dänischen Küstenforts lagen gelb und schweig­sam.

Kriegsmäßig gesichert treten wir ein. Ein Pan­zerschiff liegt schlafend im Hafen. Am Kai atmen wir einmal tief auf. Es kommt uns zum Bewußt­sein, daß wir zwei Tage lang pausenlos und mit niemals nachlassender Spannung im Dienst diejes Zieles gewesen sind. Die Insassen der Zitadelle sind überrascht, leisten aber keinen Widerstand. Die Mehrheit der Dänen hier in der Zitadelle versteht, daß die deutsche Unternehmung zwangsläufig von England ausgelöst wurde, daß sie sich nicht gegen Dänemark richtet und daß sie mit Notwendigkeit als eine deutsche Abwehrmaßnahme lebenswichtiger Art im englischen Kriege erfolgte. Die Dänen merken sehr wohl, daß die Deutschen eben wieder einmal schneller gewesen sind. Schneller und stärker

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die Vesehung durch deutsche Truppen erlebte.

Oer Eindruck in London.

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel."

Stockholm, 10. April. (Europapreß.)Nya Daglight Allehanda" bringt einen Bericht feines Korrespondenten aus London, in dem es heißt, baf$ das schnelle Vorgehen Deutschlands in England wie ein Blitz aus heiterem Himmel gekommen fei. Man habe in England nicht erwartet, daß Deutschland so schnell und präzise eingreifen werde. Die neue Lage stelle den Westmächten ein sehr schwieriges Problem, zumal Deutschland jetzt viel näher an die große englische Flottenbasis Scapa Flow gerückt sei. In England wisse man noch nicht, wie man den letzten deutschen Schritt beantworten solle.

Die Beunruhigung, die die englische Bevölkerung wegen der deutschen Erfolge in Skandinavien er­griffen hat, kommt auch zum Ausdruck in einem Bericht des Londoner Korrespondenten des Amster­damerAlgemeen Handelsblad", der um so ein­drucksvoller ist, als er mit Rücksicht auf den eng­lischen Zensor jedenfalls sehr vorsichtig abgefaßt ist. Er heißt darin:Die Stimmung bei der englischen Bevölkerung, die sich über die möglichen Folgen des alliierten Coups (gemeint ist das Minenlegen in norwegischen Hoheitsgewässern) nicht genau Rechen­schaft gegeben hatte und für welche die schnelle Re­aktion Deutschlands als eine Ueberrafchung gekom­men ist, ist doch recht niedergeschlagen." England ist infolge des raschen Fortschreitens der deutschen Maßnahmen und der Abschneidung direkter Draht- und Funkverbindungen ohne unmittel­bare Nachricht über die Lage in Norwegen. Die amtlichen Stellen sind daher auch außerordent-

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lich zurückhaltend. Presse und Rundfunk beschränken sich im wesentlichen auf die Wiedergabe von Be­richten und Gerüchten aus unklaren Quellen, die größtenteils völlig unkontrollierbar, aber offenbar dazu bestimmt sind, für die englische Bevölkerung beruhigend zu wirken.

Amerikanffche Rundfunkberichte erklären, daß die wichtigste Erwägung in den Beratungen der West- Mächteregierungen zur Zeit sei, ob Belgien ver­anlaßt werden könnte, den Streitkräften der West­mächten den Durchmarsch gegen die deutsche Grenze zu gestatten. Die Stimmung in Landon ist nach einem in Amsterdam eingegangenen Bericht eines amerikanischen Augenzeugen sehr erregt. I n Dow­ning Street versammelte sich gegen Mittag

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scheu Operationen nicht verhindert habe. Nach einem Bericht des Nieuwe Rotterdamsche Courant kann man sich in London auch des Eindrucks nicht ent« ziehen, daß man durch die Auslegung von Minen- feldern vor den norwegischen Küsten eine La­wine entfesselt habe. Einen schwachen Trost stelle es angesichts der Sachlage dar, daß man die Hoffnung habe, indenNorwegern Bundes­genossen zu ffnden, wie man sie lange gesucht habe. Jedenfalls werde Überall in England die Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht, den Nor- wegern so weitgehend wie möglich militärische Hilfe zuteil werden zu lassen.

als die Engländer. Unsere Soldaten sind glücklich, j als genau eine halbe Stunde nach der Besetzung » sich plötzlich die Heimat, die deutsche Luft-V waffe, meldet und achtunggebietende Verbände z von Aufklärern und Kampfflugzeugen am Himmel 1 zum Gruße heraufdonnern.

Der schnell aufgerichtete Militärfunk gibt Nach­richten: Die Reichsregierung verhandelt mit der dänischen Regierung. Zu den Besuchern unseres Kommandeurs auf der Zitadelle gehören auch der dänische Generalstabschef und der dänische Innen-

eine große Menschenmenge, die von der Polizei nur mit Mühe in Ordnung gehalten wer- .....7 ~ die Frage, wo die englische Flotte sei und warum sie 'die deut-

Oslo, Dr. Brai der »or neuen Ap normeg lautet:

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Minister. Die Aktton schreitet überall planmäßig fort. Endlich: die dänische Regierung hat die deutschen Bedingungen angenommen! Dänemark versteht also, daß wir ihm nicht feindlich sind. England erlebt wieder einmal kummervolle Tage, und rofr durften dabei sein. Wir sind müde, hungrig, schmutzig und verstaubt von den Nacht­wachen; aber vom Kommandeur bis zum linken Flügelmann sind wir glücklich. Einsatz befehlsgemäß durchgeführt! Job Zimmermann.

Der Vormarsch in Jütland.

..., 9. April. (PK.) Es kam alles ganz überraschend, nur ganz wenige Männer der obersten Führung wuß­ten, worum es sich handelte. Auf besonderen Befehl setzte der uhrwerkmäßige Ablauf des deutschen Vor­marsches ein. Ruhig, als handelte es sich um eine Hebung, traten unsere Truppen an. Reibungslos klappte wieder die bewährte Organisation. Zur be­fohlenen Minute fuhr die erste Kolonne ab in die sternklare Nacht, nach Norden.

Von Flensburg aus begann der Marsch über die Grenze. Panzerfahrzeuge, motorisierte In­fanterie und alles, was zu den Schnellen Trup­pen gehört, stieß vor. Wir folgten. Um 5.15 Uhr stiegen drei weiße Leuchtkugeln das verabredete Zeichen in die frostklare Nacht. Die Stoßtrupps hatten die Grenze überschritten. Und nun

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begann der Durchstoß der Division in einem uner­hörten Tempo. Die Einwohner erzählten uns nach­her, sie hätten schon am Tage vorher von einem etwaigen Einmarsch gehört, seien aber völlig überrascht, daß wir in einer derart kurzen Zeit zur Stelle gewesen wären.

P a 11 b u r g war der erste dänische Ort, den wir durchfuhren. Zu unserer Rechten begleitete uns das tiefe Brummen deutscher Flugzeuge sie flogen nach Norwegen, dem anderen neutralen Staat, den das Großdeutsche Reich in seinen Schutz nehmen mußte.

Einen herzlichen Empfang bereiteten uns die Ein­wohner von Apenrade. Jubelnd standen sie an den Straßen. Wer dabei war, mußte unwillkürlich an den Einmarsch in die Ostmark und ins Sudeten­land denken.Lange erwartet" undGut, daß Ihr da seid!", hörten wir aus der Menge heraus. Bei einem kurzen Halt brachte man uns riesige Mengen Bohnenkaffee. Echten schwarzen, duftenden Bohnen­kaffee und warf uns Schokoladentafeln in die Wagen. Während die Truppen überall Mauer­anschläge mit einem Aufruf an die dänische Bevölke­rung anbrachten, warfen deutsche Flugzeuge große Mengen von Flugblättern über den Ortschaften ab. Eifrig griffen die Leute zu und schienen mit dem beruhigenden Inhalt zufrieden zu fein.

Das Führerfahrzeug unserer Kolonne legte nun ein mächtiges Tempo vor. Wir überholten eine K»- lenne nach der anderen. Manchmal kamen uns kleine Gefangenentrupps entgegen. Einer zwinkerte uns zu:Feierabend". Sie wurden auch sehr großzügig behandelt. Ein gefangener Hauptmann durfte sogar seine Pistole behalten. Wir kommen ihm nicht als Feind. Der Divisionsführer machte gerade einen W