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schönes Geschenkbuch

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Gießen, den 8. Juli 1940.

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Musik: Bernd Scholz

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Täglich 4, 6, 8.30 Uhr.

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FAHRT'« LEBEN

Ursula Herking Ernst Schröder

EIN FILM DER BAVARIA-FILMKUNST

Hedwig Bleibtreu Ruth Hellberg

Karl John Karl L. Schreiber

Karl Küchel Maehl. Likörfabrik, Metzen, Hinden- burgwall 10.

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und fuhren dann in südöstlicher Richtung über Cambrai nach Hirson, dicht an der belgischen Grenze.

Nur wenige Tage Ruhe hatten wir hier, dann ging es weiter auf Rethel zu: der Sturm auf die Weygand-Linie begann. Wieder brüllten die Ge­schütze! Um Laon und Soissons zerbrach die franzö­sische Front. Die feindlichen Flieger wagten sich nur in der Nacht heraus und warfen sinnlos in der Dunkelheit ihre Bomben.- Bei Chateau-Porcien überschritten wir die Aisne und den Kanal. Dunkel war die Nacht und gefahrvoll der Uebergang. In endloser Folge rollten die Kampfwagen der schnellen Verbände über die Brücke, begleitet vomFeuer­werk" der deutschen Flak, die uns ein großartiges Schauspiel bot. Reims geriet in Gefahr, Chalons fiel; der deutsche Vormarsch war auch hier unauf­haltbar.

Je mehr die feindliche Front ins Wanken geriet, desto ungeheuerlicher wurde unser Vormarsch. Wir arbeiteten im Schweiße unseres Angesichts, Leitungs­bau von 30 Kilometer und mehr war an der Tages­ordnung.' Dann gab es wieder Tage, an denen wir 50, 80, ja über 100 Kilometer mit unseren Fahr­zeugen vorstießen. Fei St. Etienne und Marson durchfuhren wir die Marne-Schlachtfelder von 1914, über die Marne selbst legten wir unser Kabel. Der Vormarsch unserer Panzerverbände der Marne ent­lang- aber war so schnell und gewaltig, daß wir ein­mal mit unserer Leitung sogar zu spät kamen. Ob­wohl wir im schnellsten Tempo motorisiert gebaut hatten, waren die Gefechtsstände beim Erreichen unseres vorgeschriebenen Zieles schon wieder weiter verlegt. Bei Marson tauchten am Hellen Tage nach langer Zeit auch wieder von uns bestaunt feindliche Flieger auf. Sie warfen uns einige Bom­ben fast auf die Köpfe, verdufteten dann aber schnell

Oer Oevchhe Automobil-Club e.D

Gau 3 Heften Stemp e l, Gan-f-Ährer

gefällt den meisten Kindern in Siebold's Buch*) am besten, und sie wünschen sich wie auf Grund vieler Zuschriften bekannt wurde noch mehr derartige Bücher, denen Freude an allem Lebendigen Wald und Flur vermittelt wird.

BUCH UND SPIELLEITUNG: BERND HOFMANN

Eine Frau, verwickelt in eine unangenehme Affäre, stellt die Freundschaft von vier jungen Leuten auf eine harte Probe. Wie aber diese Jungens sich in diesen Stunden benehmen, das ist von großer Eindringlichkeit.

Neueste Ufa-Ton-Woche

Am 20. Juni fiel in Hadem Kampfe Miich Orleans für Führer und Dolk

OOAC-Ortsgruppenführer Walterkempff

Anteroffirtcr in einem Infanterie-Regiment

Mit lhm ist einer unserer besten Ortsgruppenführer aus unseren Reihen geschieden. Oer Aufbau der Ortsgruppe Gießen wird unlösbar mit sei­nem Ramen verbunden bleiben. Sein Tod ist unsVerpflichtung. Wir werden sein Andenken in Ehren haiten.

Mit offenen Augen

Drei Jungen und ein Mädel ent­decken ihre Waldheimat. Eine naturkundliche Fugenderzählung für Jungen und Mädel von etwa 9-15 Fahren.

Mit 135 S. Text und 8 Tafeln mit Naturaufnahmen. 3n Leinen geb. Schutzumschlag RM. 2,85

in den Wolken. Das waren so ziemlich die letzten, die sich bei uns sehen ließen. Dafür sahen wir aber auf unserem weiteren Vorstoß, der an einem einzigen Tage von Wassy über Langres in die Nähe von Dijon führte, immer größere Züge von Gefangenen, die ihrer Sammelstelle zugeführt wurden. Von hier über die Feste Besan^on in nordöstlicher Richtung vorstoßend, kamen wir bis kurz vor Belfort.

Bei Belfort liegt das Fort Hericourt. Wir hatten, am 35. Tage der großen Operation den Auftrag, von hier eine Leitung weiter vorzutreiben. Mit zwei Zügen wollten wir diesen Auftrag erledigen und fuhren, obwohl rings umherliegende im Kampf ge­fallene Franzosen nichts Gutes verhießen, in die Stadt. Nichts regte sich; am Eingang des Ortes stehende Menschengruppen gafften uns an bis die Straße menschenleer wurde. Plötzlich belferte aus einem Hause hinter fast geschlossenen Fensterladen heftiges Maschinengewehrfeuer. Aus anderen Ha>^ fern fielen ebenfalls Schüsse. Tödlich getroffen brach ein Kraftfahrer neben unserem Zug-Leutnant am Steuer zusammen. Wir griffen zu unseren Waffen, brachten einige Maschinengewehre in Stellung, und gingen langsam hinter unseren Fahrzeugen vor. Einige Kameraden, die heute das E. K. Ziert, spran­gen in die Häuser, räumten auf und holten die erften Gefangenen heraus: Franzosen, Polen, Tschechen, die sich zum Teil der Uniform entledigt und m Zivilkleidung geschlüpft waren. Nach heftigen Kämp­fen hatten wir rund 50 Gefangene zusammen. Dann kam Verstärkung durch schwere Waffen; wir konnten uns zurückziehen. Zwertote Kameraden nahmen wir mit zwei weitere opferte eine andere Nachrichten­kompanie, die zu unserer Unterstützung mit heran­gekommen war. Bis zum Abend donnerten dann die Geschütze. Nach und nach wurde der Gegner aus den Häusern geholt. Rund 700 Gefangene wurden nach dem hinterhältigen Ueberfall gezählt.

Auf einem Heldenfriedhof bei Belfort setzten wir am anderen Tage unsere Toten bei und erwiesen ihnen die letzten militärischen Ehren.

Gefreiter Otto Schober.

Gtraßenkampf in Hericourt.

Polen und Tschechen hinter Jensterläden.-Von Lille über die Aisne nach Belfort.

An der Front, im Juni 1940.

Kaurn hatte Lille, die starke französische Festung, mit ihrer Ausgabe die Vernichtung der semdttchen Nordarmee endgültig besiegelt, erhielten wir Nach­richter, die in Siegeslauf der deutschen Heeresgruppe ihr bestes Können hergegeben hatten, neuen Marsch­befehl. Während die Franzosen sich bemühten, mit dem Aufbau der inzwischen kläglich Zusammen- gebrochenen Weygand-Linie ihrer eigenen Zuversicht einigermaßen Halt zu geben, besorgte hier im Nor­den deutsche Gründlichkeit die feste Sicherung des eroberten Landes. Während die französische Negie­rung mit der Wundermacht einer ihrer Feldherrn für den weiteren Verlauf des Krieges rechnete er­weckte deutsche Tatkraft die Ruinen der Schlacht­felder zu neuem Leben. Das Dröhnen der Geschütze war verstummt hier oben; es wurde wieder gearbei­tet. Langsam flutete die geflohene Bevölkerung wieder in das Land zurück.

Im schnellen Vorstoß nach Süden durchfuhren wir noch einmal die uns aus eigenem Erleben bekannten Kampfstätten. Ueber den La-Bassee-Kanal, wo Tage zuvor der Feind verzweifelten Widerstand geleistet hatte, führten wieder von unseren Pionieren erbaute Brücken. Deutsche Feldgendarmerie regelte überall den Verkehr. La Bassee, arg mitgenommen und zer­schossen, zeugte von schweren Kämpfen; im Jndustne- qebiet um Lens pulsierte'schon wieder reges Leben. Und noch einmal sahen wir Arras, mit gewaltigen Gefangenenlagern. Hier hatten wir unsere eigentliche Feuertaufe erlebt; hier erhielten wenige Tage zuvor einige von uns die ersten Eisernen Kreuze der Ab­teilung. Wie vernichtend wurde hier der Feind ge­schlagen! Wir nahmen stillen Abschied von dieser Stadt im Gedenken an unsere gefallenen Kameraden

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Wir stellen noch einige im

Wir erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, unseren Clubkameraden Mitteilung

zu machen, daß unser lieber Ortsgruppenführer

Walter Kempff

Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment

auf dem Felde der Ehre am 20. Juni bei Orleans gefallen ist.

Herr Kempff hat die Gießener Ortsgruppe des Deutschen Automobil-Clubs seit Gründung und nach Überführung des Oberhessischen Automobil-Clubs zu Gießen in vorbildlicher Weise und in bester Kameradschaft mit allen Clubkameraden geführt. Sein aufrichtiges und liebenswürdiges Wesen und seine Sportbegei­sterung ist allen Clubkameraden in Erinnerung. Alle, die wir ihn kannten, sind von großer Trauer erfüllt und werden ihn in bestem Andenken behalten.

Der Deutsche Automobil-Club (DDAC.)

Ortsgruppe Gießen

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Mutter

Gießen (Landmannstraße 19), den 8. Juli 1940.

3161 D

im Alter von 84 Jahren am 6. Juli zu sich zu nehmen.

In tiefem Schmerz: Anna Staubach.

Die Beerdigung findet statt am Dienstag, dem 9. Juli, um 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus.

Frau Maria Staubach Wwe geb. Wöll

Oie Ernährung

-er Kriegsgefangenen.

Die gewaltigen Zahlen der Kriegsgefangenen geben zu mancher Erörterung Anlaß. Von privater Seite ist die Gesamtzahl auf über zwei Mil- li nen geschätzt worden, doch ist nicht zu über­sehen, daß in der Zwischenzeit auch sehr viele Ent- lassungen aus der Gefangenschaft erfolgt sind. Das gilt von den Holländern und Norwegern, aber auch von einem großen Teil der Polen. Jedenfalls wird uns die Ernährung der Kriegsgefangenen keine Schwierigkeiten machen. Der Ernährungs­haushalt eines Volkes von 86 Millionen läßt ge­nügend Spielraum, um auch neu hinzutretende Ver­pflichtungen zu übernehmen. So konnte im Vor­jahre die Eingliederung von 3 Millionen ostober- schlesischen Verbrauchern ohne weiteres erfolgen, obwohl aus den neuen Ostgebieten kein Ernährungs­überschuß zu erwarten war. Auch die Kriegsgefange­nen brauchen also nicht zu hungern, zumal ein Teil von ihnen in der Landwirtschaft tätig ist, also mit der Erhaltung der Nahrungsgrund­lagen beiträgt. Uebrigens werden viele der Gefan­genen des westlichen Kriegsschauplatzes zur Ar­beitsleistung an Ort und Stelle verblei­ben, und nur ein Teil findet seinen unfreiwilligen Weg ins Reich. In der ersten Zeit kommen die gro­ßen Vorräte, die in den feindlichen Maga­zinen erobert wurden, auch dem Unterhalt der Gefangenen zugut. Aus diesen gestapelten Vorräten werden auch die Speisungen notleidender Bevolke- rungsteile in den besetzten Gebieten bestritten.

Hauptfchriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter MB Hauptichristleiters: Heinrich Ludwig Neuner. Verantwortlich für Poltt^ Feuilleton und Silber: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, BrovA und Wittschast: Ernst Blumschein (beurlaubt); t. V.: Heinrich Ludwig Neuner; für Spott: Heinrich Ludwig Neuner.

Druck und Verlag: Brühlsche Untverfitätsdn,ckerei R. Lange RJB. «erlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: HanS Be«. Verantwortlich für den Inhalt der Anteigen: Theodor Kümmel Bl-Nr.s.

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