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M.264 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Donnerstag, 7. November MV
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1 4. Kapitel.
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licht. Eine Singdrossel piepte verschlafen im Geäst 2n5 einer Birke.
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Dr.Oaikßf
Backpulver,. &u£tn
Die zur Eröffnung der Akademie des NSD.-Dozentenbundes der Universität Gießen in der Kleinen Aula (früher (Großer Hörsaal) hetgerichtete Ausstellung „Landschaftsgebundene Wissenschaft" des NSD.-Dozentenbundes in Gießen hat bisher erfreulich starken Besuch gehabt, der die hochgespannten Erwartungen der Ausstellungsleitung noch erheblich übertroffen hat. An jedem Tage fanden sich bisher vormittags und nachmittags in nahezu ununterbrochenem Zustrom nicht nur die Studierenden der Universität, sondern auch zahlreiche Volksgenossen aus Stadt und Land in der interessanten Schau ein. Bis gestern abend wurden bereits rund 2500 Besucher gezählt. Diese Zahl durfte bis zum nächsten Sonntagabend, wo die Ausstellung geschlossen wird, sicherlich noch eine erhebliche Steigerung erfahren. Bei einem Gang durch die Ausstellungsstände erhält der Besucher einen vielseitigen Ueberblick über die Forschungsarbeit und die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf den verschiedensten Gebieten. Anhand von Schaubildern, Photos, Tabellen, Druckschriften in Buch-, Broschüren- und Faltblattform, graphischen Aufzeichnungen, Materialproben, Gestein und Bodenentnahmen usw., wie auch anhand von Ausarbeitungen, Manuskripten und Gemeinschaftsarbeiten, Apparaturen und ähnlichen Mitteln der wissenschaftlichen Arbeit kann man reiche Umschau halten.
Aus dem Bereich der Medizinischen Fakultät lernt man aus dem Ausstellungsrundgvny zunächst Ausschnitte der Erb- und Rasseforschung in Hessen (Professor Dr. 5). W. Kranz) kennen. Ueber Sterbilich- keitsstatistik an Embolien berichtet Professor Dr. H. Storck. Von Professor Dr. Fr. Bernhard wird das Auftreten des Wundstarrkrampfes in Oberhcssen behandelt, während Dr. habil. L. Rathcke Material über das Vorkommen der Wundstarrkrampf- (Te-
kühler Morgenwind kräuselte den See, die Sterne erstarben ich fahlen Blau. Der Waldboden duftete
„Und Sie, kleine Kollegin, steigen zu mir ein, wenn es Ihnen recht ist."
„Gern", sagte Anni. Und als der Wagen vorsichtig anfuhr, fügte sie hinzu: „Ich glaube fast, ein kleines Mißgeschick kann manchmal ein großes Glück
{gjq: 200 g LDeijenmehl
6 g (2 geftr. Teel) Dr. Oetker „Backin'.
25 g (1 gehäufter EßL) Zucker.
1 Päckchen Dr. Oetker üanillinjudwc.
1 Eiweiß, V) Eigelb.
1 Eßlöffel entrahmte frifthmdch.
SO g Margarine ober Schweineschmalz Füllung: 4-) 7 50 g Rpfel 50 g Korinthen ober Rosinen.
1/4 flaschcken Dr. Oetker Rum - Aroma.
1 Päckchen Dr. Oetker Oanilknzucker. 50-75 g (2-3 gehäufte Eßl) Zucker. flum Bestreichen; Vs fiflelb.
„Ich Habe Ihnen weh getan!" sagte Anita. „Mein Gott, es wäre mir lieber, Sie würden mich an- chreien, oder mit Klage drohen, oder sonst was. Ihre Güte erdrückt mich. Und ihre Traurigkeit chneidet mir ins Herz, weil ich sie verschuldet habe."
„Nicht Sie, mein Kind. Ein Dritter hat die ganze Geschichte verschuldet, und er kann nicht einmal etwas dafür."
„Ein Mann?" fragte Anita leise.
„Ja, ein Mann! Aber reden wir nicht darüber. Wir wollen lieber überlegen, wie Sie aus der Geschichte herauskommen. Sie haben übrigens einen blendenden Erfolg gehabt."
„Das verdanke ich Ihrem Namen."
„Nicht zu bescheiden sein, kleines Mädchen. Mein Name hat Ihnen ermöglicht, öffentlich zu tanzen, aber den Erfolg haben Sie sich selbst geholt.'
„Durch den künstlerischen Kredit gestützt, den Sie hatten. Eine Vera Verries wird nicht von der Kritik abgelehnt, selbst wenn sie nicht besonders gut
Peter Renz lehnte sich in den breiten Sessel, der im Vorzimmer zu dem Allerheiligsten des 'Herrn Ohlsen stand, steckte sich eine Zigarette an und sagte: „Na, schön! Wenn Herr Ohlsen nicht zu sprechen ist, dann warte ich eben."
Der junge Mann, der die Anmeldung bediente, warf einen ironischen Blick auf Peter Renz und antwortete: „Dann können Sie sich für mehrere Wochen und Monate hier einrichten!"
„Das paßt ja ausgezeichnet. Da ich von Ihnen kein Geld herauskriegen kann, bin ich ohnehin nicht in der Lage, mir ein Hotelzimmer zu nehmen oder nach Deutschland zurückzufahren. Ich werde eben hierbleiben!" Er öffnete seinen Handkoffer und nahm ein Butterbrot heraus. Der Botenmetster, der Peter Renz nicht ganz verstanden hotte, merkte, daß der junge Mann im Begriff war, sich hier häuslich niederzulassen.
,Zch wende Ihnen den Buchhalter geben", sagte er in gebrochenem Deutsch und führte Peter Renz durch eine Flucht von Büroräumen in das Zimmer eines mürrischen alten Mannes.
„Herr Ohlsen ist verreist?" eröffnete Peter Renz das Gespräch. Der Buchhalter nickte bekümmert.
„Wann kommt er wieder?"
Der Buchhalter zuckte die Achseln. „Unbestimmt!
„Und meine Forderungen? Sie werden doch zugeben, daß es kein Zustand ist, wenn eine Firma die Briefe einer anderen Firma einfach nicht beantwortet." Er warf seine Zigarette wütend tn einen Marmoraschbecher, auf dessen Rand ein zor- Niger Stier au<5 Bronze sich zum Sprung anschickte. Der Mann, den ein graues, dürftiges Bärtchen auszeichnete, sah Peter aus wässerigen Augen an. Er schien die sachlichen Reden des jungen Mannes nicht zu verstehen. Mit äußerster Muhe legte er sich die Worte zurecht, die er in weinerlichem Tonfall von sich gab. „Herr Ohlsen ist verreist Wünscht nicht Post zu bekommen. Von Ihrer Forderung ist uns nichts bekannt, mein Herr.
(Fortsetzung folgt.)
rechtliche Volkskunde von Hessen (Professor Dr. K. Frölich) vertreten. .
Die1 Philosophische Fakultät I. Abteilung beginnt mit der Musikforschung im hessischen Raume (Prof. Dr. R. Gerber). Dann folgt die Kunstwissenschaftliche Forschung in Hessen und im Rhein-Main-Gebiet (Professor Dr. Ehr. Rauch). Hierauf sieht man die Arbeiten aus dem Bereich des Hessischen Flurnamen- buches, Gießener Beiträge zur deutschen Philologie, Südhessisches Wörterbuch, Nachrichten der Gießener Hochschulgesellschaft (Professor Dr. A. Götze). Hieran schließt sich der Stand der Arbeiten der Hessischen Vereinigung für Volkskunde (Professor Dr. H. Hep- ding). Den Abschluß dieser Gruppe bildet die Histo- rische Landeskunde an der Universität Gießen (Prof. Dr. G. Tellenbach). .
Im Zusammenhang mit der Ausstellung wird den Besuchern an Hand von aufschlußreichem Material, darunter auch Modellarbeiten, ein Ueberblick über die Neubauten der Universität Gießen (Regierungsbaurat Gerlach vom Hessischen Hochbauamt Gießen) gegeben. .
Es lohnt sich für jedermann, diese Ausstellung der kostenfreiem Zutritt zu besuchen. 6.
Aus der Stadt Gießen.
Zwei tüchtige Kriege-helfer.
„Schön rötlich die Kgrtoffel sind Und weiß, wie Alabaster.
Sie däun sich lieblich und geschwind, Sie sind für Mann und Weib und Kind Ein rechtes Magenpflaster"
singt der Dichter Matthias Claudius zum Lob der Kartoffel, dieses ursprünglich aus den - Kordilleren Perus stammenden, bei der Entdeckung Amerikas dort schon weit verbreiteten, im Jahr 1584 von Raleigh nach Irland gebrachten edlen Knollengewächses, das durch Clusius im Jahre 1588 nach Deutschland kam, und dessen Bedeutung für unsere Ernährung jetzt so stark in beiz Vordergrund tritt.
Schon im Jahre 1509 spricht der Botaniker Caspar Bauhinus von der Kartoffel als „Solanum tuberosum“, während er sie auf deutsch als „Grll- belnigsbaum" oder „Knollenbaum" bezeichnet.
Der Name Kartoffel ist entstanden aus der Bezeichnung „Tartüffel", wie die Kartoffel beim ersten allgemeineren Bekanntwerhen im 18. Jahrhundert hieß (und heute noch in manchen Landschaften heißt), während sie der Botaniker Peter Laurenberg schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts Erdbirnen nennt. Führt sie doch überhaupt je nach der Gegend sehr verschiedene Namen, die biedere Kartoffel. In Sachsen und Thüringen, in Bayern, Schwaben und im nördlichen Franken nennt man sie Erdäpfel, .Herdäpfel, in der Oberpfalz, um Elsaß, in der Schweiz: (als Sonderbezeichnungen kennt Schwyz Guemeli", Graubünden „Hertöffeln" und das Ober- Engadin „Artöffels"). Am Rhein, in Franken, im Vogtland, in Unterösterreich, der Oberlausitz, sowie in Hebels alemanischem Gebiet bezeichnet man sie als „Grundbirnen" oder „Grumbire", in Westfalen aber heißen sie „Knollen". Wohingegen man in Tilsit von ,Larunkeln", in Posen von „Kartüffeln", anderwärts von „Grüblingen", „Erdbrot", „Erdtüf- feln", „Tüffeln", „Jakobsäpfeln" oder „JakobSbir- nen" spricht. Man sieht fast so zahlreich wie die Verwendungsmöglichkeit der Kartoffel sind auch ihre Bezeichnungen.
Auch der Humor des- Volkes hat sich der Kar-' toffel angenommen: er spricht von einem „Kartoffelgesicht", einer „Kartoffelnase", die Sachsen in den Herzogtümern schalt man Königliche Kartoffelsachsen und der bayrische Erbfolgekrieq hieß im Mund des Volkes ,Kartpffelkrieg", weil er etwa so lang währte, wie die Kartoffelernte. Schier unbegrenzt sind die Verwendungsmöglichkeiten der Kartoffel, uyd so wird sie uns zum treuen „Kriegs-
die liebenswürdigste Frau trinken, die ich jemals kennengelernt habe. Auf Vera Verries!"
„Skai“, sagte die Tänzerin lächelnd. „Und auf den Optimismus der Jugend."
„Es ist schon ganz hell draußen", meinte Peter nach einer Weile. „Wenn es Ihnen recht ist, konnten wir losfahren."
„Gern", sagte Vera Verries. „Aber ich habe eine Bitte an Sie."
„Beschämen Sie uns nicht —"
„Nein, wirklich eine große Bitte! Ich möchte Ihre kleine Freudin entführen. Sie soll in Stockholm mein Gast sein. Wissen Sie: es gibt Augenblicke, wo man schlecht mit sich allein fertig werden kann." . , < ..
Jetzt, im erwachenden Tageslicht, sah Anita die bläulichen Schatten der llebermübung unter den großen dunklen Augen der Tänzerin. Statt aller Antwort preßte 2(nni Veras Hand an ihre Wange.
„Sie interessieren mich, mein Kind, und ich brauche.Mlenkung. Es ist also ein ausgesprochen selbstsüchM-r Trieb, der mich veranlaßt, Sie ein-
3000Kilometer Äeöe
Roman von Olly Boeheim
21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Peter Renz hatte den Lampion entzündet und lud Vera ein, in dem warmen Zelt Platz zu nehmen. Dann ging er an die Bereitung des Grogs, während Anni wie ein kleiner Wasserfall drauflos redete, die Hand der Frau an ihrer Seite unbewußt umklammernd, als gelte es, von einem Beichtiger die Absolution zu erringen.
Vera Verries unterbrach das Mädchen nicht. Ihre eigene Jugend zog an ihr vorüber, mit all ihren Kämpfen, Rückschlägen und enttäuschten Hoffnungen. Schließlich der Erfolg, und dann die ewige Angst, den Erfolg zu halten, die Angst vor den Jüngeren, Neuentdeckten. Nun war sie da, eine Jüngere, eine, die der Zufall in Vera Verries Spuren hatte treten lassen, oder war es mehr? War es Schicksal? Oft hatte die Tänzerin in banger Frage in sich hmem- gelauscht. Abgehen, ehe die Bahn sich neigte nicht zu früh, aber auch nicht zu spät. Die ganze Sache, so komisch sie an und für sich schien, kam der Tänzerin wje Bestimmung vor.
Das junge Mädchen schwieg erschöpft. Ihre großen grauen Augen schwammen in Tränen. In stummer Frage sah sie zu Vera Verries auf.
„Kind", sagte die Tänzerin langsam, „wir sind beide schuld. Ich — weil ich zu wenig Wert aus das Tanzen legte, und Sie — zuviel."
„Ich kann mir nicht denken, daß man jemals des Tanzens müde werden kann", rief Aum.
„Das habe ich mir auch gedacht, als ich jo alt war wie Sie, meine Kleine. Aber man wird müde, verdammt müde mit der Zeit. Und dann soll man aufhören." . .,
„Sie sind doch noch so jung', sagte Anni mit einem erstaunten Blick auf die Frau an ihrer Seite.
„Sie sind sehr liebenswürdig", erwiderte Vera „und das Licht ist galant, das Ihr junger Freund in das Zelt gehängt hat. Aber ich habe das Gefühl, als fei ich plötzlich sehr alt geworden. In drei Tagen und drei Nächten." Sie senkte das feine Profil, und das glatte blauschwarze Haar schimmerte im gedampften Licht. ___
„Ja", fuhr Dera fort, „eine Tochter, der ich alles schenken könnte, meinen Namen, mein Können, kurz, jemand, der mich ablöst —"
„Ich verstehe Sie sehr gut!" sagte Anni weich.
„Alles klar .zum Abschleppen", rief Peter Renz dazwischen. „Ich setze mich in den Wagen und lenke.'
es heißt:
„Auch unser edles Sauerkraut, Wir sollen's nicht vergessen.
Ein Deutscher hat's zuerst gebaut, Drum ist's ein deutsches Essen.
Wenn solch ein Fleischchen weiß und mild Im Kraute liegt, das ist ein Bild, Wie Venus in den Rosen." E. B.
herb und stark.
„Ich glaube, wir können schon ohne Licht fahren", sagte-Dera Verries. „Das irritiert nur auf den schmalen Wegen."
Peter Renz verstaute die Sachen im Wagen.
Vera Verries stand mit Anita am Waldrand, der felsig über dem See anstieg.
„Wissen Sie", sagte sie leise, und 'ihre Augen tranken die fremde Schönheit des erwachenden Tages, „daß ich mir immer gewünscht habe, eine Tochter zu haben, ein Kind, das meine Kunst fort, setzen wird, wenn ich einmal alt bin?"
*■' Anita sah schweigend in ihr blasses, schönes Ge-
Material deutlich.
Die Veterinärmedizinische Fakultät ist zunächst mit Ausschnitten über veterinärhygienische Forschungen im hessischen Raume (Professor Dr. K. Beller) vertreten. Heber die Unfruchtbarkeit des Rindes mit besonderer Berücksichtigung der Trichomo- nadenseuche berichtet Professor Dr. D. Küst. Das Arbeitsfeld der Wildkrankheiten in Hessen bringt Professor Dr. Dr. h. c. Krause dem Besucher nahe.
Die Philosophische Fakultät II. Abteilung beginnt ihre Schau mit der Geographischen Abteilung der Hessischen Landesforschung, Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung (Professor Dr. F. Klute). Dann folgt ein Ausschnitt aus dem Arbeitsfeld der wirtschaftlichen Raumforschung in Hessen-Nassau (Professor Dr. E. Willeke). Die Mineralogische Forschung in Hessen ist von Professor Dr. E. Lehmann, zur Zeit bei der Wehrmacht, i. A. Studienrat Dr. Flörke, mit reicher Materialauslese vertreten. Mikroorganismen hessischer Standorte — Hessische Gallenflora bringt Professor Dr. E. Küster vor die Augen der Besucher. Hessische Heilpflanzen — Pslan- zengeographische Erforschung des hessischen Raumes lernt man aus dem Arbeitsfeld des Dozenten Dr. K. Heidt kennen. Die bodenständige Tierzucht im hessischen Raum (Professor Dr. H. Vogel) schließt sich an. Hierauf folgt der Abschnitt von der Steige-
Es darf eben nicht-chfr^kommen", sagte er, nachdem er den letzten H^ufgeschnappt hatte. Und wenn es herguskomrU,' halte ich «meinen Kopf hin. Vorläufig ^volle^ i£ir einen Grog auf
Den leig bereitet man nach der Anweifung „Apfelpaftete" im heft ..Zeitgemäße Rezepte" oder nack ..fiafelnußhcani" im Bachbuch ..Bachen macht freute" ober nach „ftnetteig-Regeln" im „5chul- hochbuch Ausgabe D ober E".
Gut bie hälfte des Teiges imrb für ben Boden einer Spring- ober Auflaufform paffenb ausgerollt unb in bie gefettete form gelegt Don ber hälfte bes übrigen feiges stellt man einen etiool V2 cm hohen Ranb her. _ .
Die geschälten Apfel werben in feine Scheiben gefthmtten. mit Korinthen (Rosinen) und bewürben oermifcht unb mit Zucker abgefchmecht Die füllung wirb auf ben feig gegeben, ber Reft bes teiges wirb bünn ausgerollt unb in etwa 1 cm breite Streifen gerädert, bie als Gitter über d'- Füllung gelegt unb mit Eigelb bestricken werben. Bq»3±LL Etwa 40 Minuten bei guter Mittelhche + ) Man Kann auch folgende füllung nehmen: 500 g abgetropftes fiompott(Preifelbeeten. lohanmsbeeren. Stachelbeeren. Pfloumen) werben mit Vs I flompottfaft oermifchtunb jum ftodien gebracht 2 Päckchen Dr. Oetker Soßenpuloer vanille-Geschmack werben mi 1/8 l fiompottfaft ober Master ungerührt Sobalb bas Kompott hockt, wirb das ungerührte Soßenpuwer hineingegeben unb einige Male aufgehockt Man läßt bie fuMg außkühlti) unb lckweckt sie gegebenenfalls mit jucto ob. Iw übrigen flehe obenl ft1.»« n..(d>nel»eM
Potte kochen", nicht eben neue Gedanken bezeichnet man als „aufgewärmten Kohl", oder man redet davon, daß einer „kohle", „Kohl schwatze, Kohl mache".
Matthias Claudius sagt einmal: „Fremd Kraut und meine Brühe drüber".
Zum Schluß aber möge Wilhelm Busch zu Wort kommen, wenn er, ein Lobpreiser des Sauerkrauts, uns Allen wohlbekannt, in „Max und Moritz" von der Witwe Bolte also singt:
„daß sie von dem Sauerkohle eine Portion sich hole, wofür sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt."
So wie Ludwig Uhland, in besten „Metzelsuppen-
Vornotizen.
Tageskalender für Donnerstag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Traummusik". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Herr im Haus."
Gießener Vortragsring.
Die nächste Veranstaltung, die der Goethe-Bund, die Kulturelle Vereinigung (früher Kaufmännischer Verein), die Volksbildungsstätte Gießen und die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde im Rahmen des Gießener Vortragsringes durchführen, ist ein Lichtbildervortrog des auch in Gießen von seinen früheren Vorträgen her bekannten Bildrhapsoden Kurt H i e l s ch e r. Der Lichtbildervortrag, der für Dieststag, 12. November, in der Neuen Aula der Universität Gießen angesetzt ist, hat zum Thema „Sonne über Italien". Immer und immer wieder erfreut Hielscher die Vortragsbesucher^nit^der^Pracht
Ausstellung„LandschastsgebundeneMenschafi"
Ein iniereffanter Blick in die vielseitige Arbeit unserer Universität.
Mehrfach besungen worden ist das Sauerkraut, auch Cumpest, kaltes Kraut, kurzes oder langes Kraut, Zattelkraut genannt. So berichtet Fischart in seinem „Gargantua" vom ,,milzhering(!) gut zum sauren Kraut", und Philander erzählt: „hie liegt meister Peter im grünen gras, der so gern saur kraut asz". In Uhlands Volksliedern lesen wir: „man trug ihm her ein saures Kraut". Freilich erfreut sich das Kraut nicht überall gleicher Beliebtheit. So heißt's bei Simrock: „Kraut und Rüben haben mich vertrieben. Hätt meine Mutter Fleisch gekocht, So wär ich bei ihr blieben." Und Clemens Brentano läßt seinen Schneider Siebentod klagen: „Ach, alle Tag zwei Kraut macht jährlich zu verdauen siebenhunderdreißig Kraut".
Auch im übertragenen Sinne bedient man sich des Wortes Kraut oder Kohl. So spricht man davon, daß „Alles wie Kraut und Rüben durcheinander liege", daß irgend etwas „den Kohl nicht fett mache", früher meinte man mit dem Ausdruck „umbs Kraut reden" soviel wie „Kritik üben", das „Kraut verschütten" heißt so viel wie „in Ungnade fallen", von zwei Dingen, die nicht zugleich ge- chehen können, sagt man wohl „twe kole in einem.
geführten".
Ein weiterer wackerer Helfer, der in diesem Winter eine wichtige Rolle beim „Durchhalten" spielen wird, ist der Kohl, das Kraut, möge es sich nun um Rot-, Weiß- ober Sauerkraut handeln. Pflanze und Wort (caulis, cölis) wurden ursprünglich von den Römern übernommen, und zwar muß dem lateinischen Ursprung nach zunächst Stengelkohl gemeint fein. Im 15. Jahrhundert erhalten die Weinbauern an der Mosel folgende Erlaubnis: „wen er aber sweinstückes gesetzt hat, soll er macht haben, Mischen sjes fier stöck einen kühl zu sehen'. Wir hören von Kraut als Heilmittel: „kruyt vor die ge- munten". '_____________
tanus-) keime bei den verschiedenen Verletzungen in Oberhessen zur Schau stellt. Die Taubstumncheit in Hessen bringt Prof. Dr. A. Brüggemann an interessanten Beiträgen zur Kenntnis, ferner macht er mit lehrreichem Material aus dem Kampf gegen die Tuberkulose der oberen Luftwege, der unter feiner Leitung in der Heilstätte Seltersberg nachdrücklich geführt wird, bekannt. Die Verbreitung der Haut- Tub erkuloise in den Gauen Hessen-Nassau und Kurhessen macht Prof. Dr. W. Schultze an instruktivem
rung der Erträge durch Forschungen auf dem Gebiet von Ackerbau und Pflanzenzüchtung (Professor Dr. G. Sessous), mit der Abteilung für Pflanzen- krankheiten (Sachbearbeiter Dr. Hanf und Dr. Klein, ferner Dr. Glöckner). Weiter kommt man zu der Tafel über die Buchenforschung in Hessen (Professor Dr. G. Funk). Dann kann man die Arbeiten über die Bodenertragsforschung in Hessen (Professor Dr. P. Röttgen) sehen, über die mir im „Gießener Anzeiger" Nr. 254 vorn 26-/27. Oktober 1940 em- gehend berichtet haben. Geologische Forschungen in Hessen (Professor Dr. K. Hummel, zur Zeit bei der Wehrmacht, i. 21. Professor Dr. W. Klüpfel) bilden ben Abschluß dieser Abteilung.
Die Juristische Fakultät ist mit Arbeiten über
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„Sie meinen, wenn Sie upter Ihrem Namen uen aufgetreten wären, hätten Sie kernen Erfolg ge^ meter hatte das Zelt abgebrochen. E,n habt?" «.".t-f-- KÖM A»o die Sterne
„Doch ich hoffe, ich glaube — aber es wäre vielleicht schwerer gewesen."
„Ja, was machen wir nun?", tag# bie Tanzerm besorgt. „Denken Sie bloß an bfc Mgen, wenn bie Geschichte herauskommt! Ich gebe in Stockholm einen Tanzabenb-, ba muß bie Seifenblase doch platzen. Schon allein meine Bilder, bie bort überall aushängen, werben, mit ben Ihrigen verglichen, die Sache aufdecken. Ich möchte Ihnen furchtbar gern helfen, aber ich selbst befürchte bie größten Unannehmlichkeiten, roejm es herauskommt. Denken Sie boch: man Ed-mich wegen Kontrakt- bruches verklagen. Decke ich» Sie, bannäftes Beihilfe zum Betrug. Es ift«4tne fchaubMMe He-, schichte." .
Peter Renz hatte inzwischen em Holzfeuer an, macht unb kochte vor ^km^Zelt Wasser ab. es kochte, Erodier in das^tzelt und goß bie


