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werden. Die Auslese erfolgt gauweise. Die Meldun­gen sind in diesem Jahre sehr zahlreich eingegangen. An der Spitze stehen wieder die HI. und die DAF., die vor allem im Reichsberufswettkampf wertvolle Unterlagen für die Begabtenförderung des Lange- marck-Studiums liefern. Die Bewerber aus dem Reichsarbeitsdienst und der Wehrmacht sind natur­gemäß erheblich weniger zahlreich. Entlassungen aus der Wehrmacht und dem Reichsarbeitsdienst zur Teilnahme am Langemarck-Studium erfolgen nicht. Meldungen sind trotzdem möglich, wobei die Aus­lese und Aufnahme nach Kriegsschluß erfolgt. Für Angehörige der Wehrmacht, die durch ihren beson­deren Einsatz im Kriege die Altersgrenze überschrei­ten oder infolge der Verwundung die gesundheit­lichen Voraussetzungen nicht erfüllen, wird nach Kriegsende eine bevorzugte Aufnahme in das Langemarck-Studium erfolgen. Politische Bewährung und überdurchschnittliche geistige Begabung sind Vor­aussetzung für die Aufnahme ohne Rücksicht auf die Vermögensverhältnisse der Eltern. Die meisten Männer des Langemarck-Studiums stammen aus wirtschaftlich beschränkten Verhältnissen. Die Auf­nahme in das Langemarck-Studium bedeutet für sie die Sicherung ihres Studiums bis zur akademischen Abschlußprüfung.

Keine Spazierfahrten mit dem Fahrrad.

Der Jugendführer des Deutschen Reiches hat fest- gestellt, daß die Beschaffung von Fahrradbe­reifungen für diensteigene Fahrräder der HI. durch Anordnung des Reichskassenverwalters der HI. geregelt ist. Fahrradbereifungen für private Fahrräder können nur auf Grund eines Bezug­scheines des zuständigen Wirtschaftsamtes bezogen werden, auch wenn das Fahrrad dienstlich benutzt wird. Angehörige der HI. können Bezugscheine er­halten, wenn die Benutzung ihres Fahrrades für dienstliche Zwecke unbedingt erforderlich ist, z. B. Fahrten des Führers oder der Führerin zur Betreuung und Ueberwachung beim HJ.-Ein- fatz auf dem Lande oder Einheitsführer größerer örtlicher Bereiche bzw. ländlicher Gefolgschaften. Es wird jedoch allen Angehörigen der HI. dienstlich zur Pflicht gemacht, einen Bezugschein für eine Fahrradbereifung nur dann zu beantragen, wenn der Führer des Bannes bzw. die Führerin des BDM.-Untergcrues die unbedingte Notwendigkeit durch eine schriftliche Bescheinigung bejaht hat. Im Hinblick auf den dringenden Bedarf der werktätigen

Bevölkerung an Fahrradbereifungen kann es nicht verantwortet werden, daß die Jugend noch über Reifen verfügt und auf ihren Fahrrädern Spazier- und Ausflugsfahrten unternimmt. Der HI. wird es zur Pflicht gemacht, unnötige Fahrten mit dem Fahrrad zu unterlassen und das Reifenmaterial zu schonen. Die Führer der Banne haben eine Einschränkung des Gebrauch von Fahrrädern zu überwachen. Fahrten zum und vom HJ.-Dienst sind dur denen gestattet, die wegen des langen An­marschweges auf die Benutzung des Fahrrades angewiesen sind oder aus zeitlichen Gründen mit dem Fahrrad kommen müssen, weil sie z. B. wegen des Dienstschlusses auf der Arbeitsstelle sonst nicht rechtzeitig zum HJ.-Dienst kommen. An Stelle von Wochenend-Fahrradfahrten sind Fußwanderungen einzulegen.

Oie Bedeutung des Saatgutwechsels.

Die Neuordnung unseres gesamten Saatgutwesens hat die Bereitstellung von Hochzuchtsaatgut in früher nie geahnter^ Umfange zur Folge gehabt. Dennoch bleibt noch viel zu tun, da sich insbesondere der Kleinbauer vielfach vor den Mehrausgaben für Hochzuchtsaatgut fürchtet. Der Reichsnährstand hat deshalb sogenannte Vermehrungsstellen eingerichtet, die vom Züchter geliefertes Elitesaatgut vermehren und es innerhalb der Ortsbauernschaft zu ermäßigten Preisen abgeben. Im Jahre 1938 betrug die Zahl dieser Stellen im Altreich schon fast 9000. Damit ist eine wesentliche Versorgungsbesserung mit hoch­wertigem Saatgut erreicht worden. Der Saatgut­wechsel hat besonders bei der Kartoffel große Be­deutung. Die Erhöhung der Kartoffelernten ist wesentlich darauf zurückzuführen. Auch 1940 konnte die Pflanzguterzeugung wieder um 30 v. H. aus­gedehnt werden. Dadurch, ist auch für das Anbau­jahr 1941 die Pflanzgutversorgung sichergestellt. Das Hochzuchtpflanzgut muß allerdings vorüber­gehend der Erzeugung von anerkanntem Nachbau vorbehalten bleiben, damit dieser gütemäßig er­halten und möglichst noch verbessert werden kann.

Ausreichend Waschmittel für die Wäsck ereien.

Ein nicht unerheblicher Teil des in Deutschland anfallenden Waschgutes wird durch das Wäsche­rei- und Plättereihandwerk gerade auch während des Krieges behandelt. Der Auftragsbe­

stand hat m dek KriegSzeft so gär erheblich zügenom- men. Wie der Reichsinnungsmeister Fritz Klose im Deutschen Handwerk" berichtet, haben trotz des Krieges und gerade im Kriege die gewerblichen Wäschereien die Möglichkeit gehabt, neben dem üb­lichen Seifenpulver hochprozentige, fetthaltige Wasch­mittel zu beziehen. Die Mengen sind so feftgelegt, daß sie jederzeit einen sachgemäßen und schonenden Waschprozeß unter Hinzugabe der von den Ver­brauchern abzugebenden Seifenkartenabschnitte ge­währleisten. Die gewerblichen Wäschereien bieten besonders auch durch die Verwendung weichen Was­sers die Gewähr einer schonenden Behandlung der Gewebe und damit längere Lebensdauer der Wäsche. Die Bestrebungen, alle Wäschereien zur Aufstellung von Enthärtungsanlagen zu veranlassen, gehen wäh­rend des Krieges fort. Der Leistungssteigerung dient vor allem die Einführung von Waschkontrollen, die Verpflichtung für alle handwerklichen Wäschereien, den Waschgang durch Mitwaschen von Gewebe­streifen, die von der Wirtschaftsstelle des Reichs­innungsoerbandes zur Verfügung gestellt werden, fortlaufend eine fachgemäße Durchführung des Waschprozeffes überprüfen zu lassen. Wohl noch nie hat das Wäscherei- und Plättereihandwerk in derartigem Umfange Wehrmachtaufträge zu bear­beiten gehabt, wie seit Ausbruch des Krieges. Es handelt sich dabei nicht nur darum, das Ersatzheer ausreichend mit reiner Wäsche zu versorgen, son­dern die Versorgung erstreckte sich auch auf das Feldheer.

Kleine politische Nachrichten.

Der 14 000-Tonnen-DampferHighland Patriot" der britischen Royal-Mail-Linie wurde im Atlantik torpediert und versenkt. Er war mit modernen Kühlanlagen versehen und konnte auch eine große Anzahl von Passagieren mitnehmen. Der Dampfer war zu einem Hilfskreuzer umgebaut worden.

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Reichsminister Ruft wird in Gegenwart der zu­ständigen Reichsstatthalter und des Inspekteurs der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten, ^-Ober­gruppenführer Heißmeyer, zwei neue Anstal­ten im Osten des Reiches eröffnen, die Anstalt Wartheland in Schloß Reisen bei Lissa am 8. Oktober und die Anstalt Sudetenland in Schloß Ploschkowitz bei Leitmeritz am 10. Oktober.

Damit steigt die Zahl der Nationalpolitischen Er­ziehungsanstalten auf 22. Fünf weitere Anstalten sind in Vorbereitung.

Der mit besonderem Auftrag des Reichscmßen- minifters im Zusammenhang mit dem Dreimächte­pakt seit September in Japan weilende Gesandte S t a h m e r wurde vom Kaiser in Gegenwart des deutschen Botschafters Ott in Sonderaudienz empfangen.

Das japanische Südchina - Geschwader führte in Zusammenarbeit mit Marineluftkräften auf der Halbinsel Leitschu am Golf von Tonkin Landungsoperationen durch. Heftiger chinesischer Widerstand wurde gebrochen und alle Einrichtungen, die der Lieferung von Kriegsmaterial nach China dienten, wurden zerstört.

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Als Dankesbezeugung für die Rückgliederung der Süddobrudfcha wurde dem deutschen Gesandten in Sofia Freiherrn von Richthofen von König Boris das Großkreuz des Zivilverdienst­ordens verliehen.

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Die AusstellungNeue deutsche Baukunst", die von Generalbauinspektor Speer in Belgrad gezeigt wird, wurde von ihrem Schirm-Herrn, Prinzregent Paul, im Deutschen Haus aus dem Messegolände eröffnet. Der Einladung des Gesandten hatten auch die beiden Mitregenten. Dr. Stankowitsch und Dr. Perowitfch sowie sämtliche Regierungsmitglieder Folge geleistet.

Der Prozeß gegen die Mörder Codreanus hat begonnen. Die Untevfuchungskommission zur Revision der politischen Prozesse der letzten Jahre verhörte den früheren Justiz-Minister Victor Pascu, den ersten Militäranwalt Oberst Segiu und die Ma­jore Macovecmu und Dinulescu von der Gendar­merie, die beide das Geständnis ablegten, die Ak­tion zur Ermordung Codreanus übernommen zu haben.

Hauptzchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Haupischriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Polttil und Bilder: Dr. ffr. W. Lange: für dar Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz Wirtzchast u. Sport: Ernst Btumschein.

Druck und Verlag : Brühljche Univeriitatsdruckerei R. Lange St. G. Bertagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Harrs Beck. Verantwort»!!' für den Inkali derAn-eiaen: TsteodorKümmel Pl.Nr.g

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ist nach schwerem Leiden heute im 53. Lebensjahr für immer von uns gegangen.

Gertrud Buderus, geb. Heubach Hilde und Sarl Buderus Alwine Buderus, geb. Zeuner Irmgard Schaefer, geb. Buderus Carola Buderus.

Oie Beerdigung findet Dienstag, den s. Ottober, um 14% Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt.

Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.

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Wie Wisent und Llch, so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten die einst in Deutschlands (Bauen weit verbreitet waren, aber durch das unnachsichtige Eingreifen des Menschen mehr und mehr der Vernichtung anheimfielen. (Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben aller Freunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsame Nagetier vor (em Aussterben zu schützen und die wenigen in Deutsch­land noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. (Ein hervor­ragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen Natururkunden ein anschauliches Lebensbild vom deutfchen Biber Hugo Bermühler Verlag,Berlin-Lichterfelde

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Ingenieurs Heinrich Brinkmann in Gießen, Bahnhofstraße 58

eingetragene Grundstück versteigert: 4487D

Grundbuch für Gießen, Band 80, Blatt 4614:

Alnr I, Jlr. 871, Hofreite in der Betrag der Sch^»peneck (Bahnhofstraße 58), Schätzung 928 qm.......... 40000 RM.

Einheitswert (1.1.1935) 40700 RM.

Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangs« Vollstreckung.

Gießen, den 2. Oktober 1940.

Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen. Karle, Ortsgerichtsvorsteher.

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