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(Nachdruck verboten.)
20. Fortsetzung.
bedacht. Da es aüfadjört hat zu regnen, ist es selbst. „ßaben Sie vielleicht »«er eine fflut, die Sie verständlich, daß Heinz um fünf Uhr das Motor. I sich heraussahren müssen? lacht Tilde und wech
Mit der Jovialität seines Alters zeigt er ihr nach Tisch die Fabrik, und wenn ihr etwas gefällt, fragt er sie, ob er chr etwas schenken dürfe. Es ist er* sichtlich, daß er nach einem Ausgleich sucht, daß er aber das Verhältnis, in dem sie und Heinz zueinander stehen, keineswegs erkennt. Tilde sieht rie. sige, runde Oefen, die voll Formen gepackt werden, sieht Männer und Frauen an Tischen sitzen und ihre Arbeit verrichten. Sie wirft einen Blick in die Kontore und stellt sich vor, wie es wäre, wenn sie statt in Berlin in einem dieser Kontore säße, und sie ist froh, als der Alte sich verabschiedet.
„Um vier kommt der Architekt aus Berlin mit dem Entwurf für unser Ausstellungshaus", sagt Paul Deetjen noch zu seinem Sohne. „Du b-ist doch dann da?"
„Ich wosite —" zögert der.
Wieder mischt sich Greta Kranick ein. „Sie trinken inzwischen eine Tasse Kaffee bei mir", bittet sie
,Kann ich."
Er ist wie verwandelt. Er ist wieder ganz der junge Mensch auf der elektrischen Bahn in Berlin und nicht der Kamerad von gestern abend. Es ist ihm etwas quer gegangen, und nun ist er ärgerlich.
Tilde. .
Tilde ist rechtschaffen müde, als sie tu den bequemen Ohrensessel bei Greta sinkt. Es ist noch einmal gut gegangen, Heinz ist so eifrig bei der Arbeit gewesen, daß sie kaum miteinander geredet haben. Aber Tilde weiß, daß es nicht immer so sein wird, und sie weih auch, daß der Kampf ausgefochten werden muß.
Die kleine Frau scheint eine Erklärung zu erwarten, aber sie ist zu feinfühlend, um selbst eine Frage zu stellen. Tilde wieder möchte sich ihr anvertrauen und hat doch nicht den Mut dazu. Und dabei wäre es so einfach, alles klar zu sagen. Es ist doch nichts dabei, wenn man einen Auftrag übernimmt und diesen Auftrag durchführen will. Sre, Tilde, ist diesem*Heinz Deetjen nicht verpflichtet.
Oder ist sie es doch? .
Merkwürdig, solche Verpflichtungen schemen aus dem Nichts zu erwachsen.
So kommt es, daß auch diese Gelegenheit vor-
um Tor auf. Kurz vor Schluß gelang ihnen der Siegestreffer.
Tufpo. Rodheim — VfD.-R. 0:4 (0:2).
Die Mannschaft des VfB.-R. schlug sich auf dem! kleinen und ungewohnten Platz sehr gut. Schon die ersten 10 Minuten sahen die Gäste im Vorteil und technisch überlegen. Nach 20 Minuten fiel der erste Treffer durch Rohn, dem gut vorgearbeitet war. Gießen drängte in der Folge und diktierte das Spielgeschehen. Nicolai erhöhte bis zur Pause auf 2:0. Nach dem Wechsel strengte sich Rodheim mächtig an, die Gastgeber kamen auch zum Schuß, aber Barschel im Tor hielt ausgezeichnet. Ein drittes Tor, von Rohn er,zielt, wurde nicht anerkannt.
3:12,8 Mm. M
Endstan d: 1. Deutschland 104, 2. Italien 74 P.
Fußball
um die Knegserinnerungsplakette.
I. blasse: Garbenleich — Steinberg 5:6 (4:1).
Wohl niemand hätte daran geglaubt, daß es den Steinbergern so schwer fallen würde, in Garbenteich zu siegen, und doch hätte es beinahe eine Überraschung gegeben. Die Platzherren gingen in der ersten Spielhälfte auf und davon und ließen die Steinberger nicht zur Entfaltung kommen. Bis zur Pause hatten die Platzherren sich eine klare 4:1-Führung erkämpft. Nach dem Wechsel erhöhte Garbenteich zwar auf 5:1, doch dann kamen die Steinberger immer besser ins Spiel und holten Tor
nicht, ob sie sich auch ärgern oder ob sie traurig i ein soll. \
Statt einer Antwort steigt er auf, kuppelt und | egt um die Ecke. 1
Nun kann ich ja ruhig auf der Insel bleiben, : denkt Tilde. Erstens ist das Dilemma gelöst und zweitens ist es billiger.
Aber schöner war es doch gestern.
19.
Es gibt Tage, an denen einem alles davonläuft. Solch ein Tag ist heute für Tilde. Natürlich hat es nach dem Regen besonders viel Mücken gegeben, und natürlich ist das Gazefensterchen undicht, und die Biester haben das Loch, so klein es auch iff? gefunden. Dazu steigt die Feuchtigkeit vom Boden auf, und man kommt sich wie in einem Treibhause vor, nur, daß es in diesem Treibhaufe in später. Nacht abscheulich kalt wird. Tilde überlegt, ob sie der > Mücken wegen in das andere Zelt übersiedeln sollte, es kann ja sein, daß es dichter ist. Der Gedanke wird sofort zur Seite geschoben, denn ebenso ist es möglich, daß der wahre Besitzer Mitten in der Nacht ankommt. ,
Bei Heinz Deetjen muß man Mit jeder Möglichkeit rechnen.
Am Morgen macht Tilde das Vormittagsprogramm aus Schwimmen, Dauerlauf, Frühstück, Abwasch und Sonnenbraterei wie eine lästtge Pflicht ab. Sie kann es nicht hindern, daß sie bann und mann nach Gussow hinüberäugt und sich besonders mit dem Steg beim Bauer Hagemann beschäftigt. Aber man kann so oft Hinsehen, wie man will. Auch dort bleibt alles ruhig.
Tilde macht einen Marsch über die Insel und hat dabei Zeit genug zum Nachdenken. Im Laufe dieser Denkarbeit' findet sie, daß ihr allerlei zugemutet wird. Man kann doch nicht einfach über einen Menschen, den man nicht kennt, bestimmen, als ob er ejne Sache wäre. Und man kann, wenn besagter zweiter Mensch sich wehrt, nicht haushoch einschnappen. Tilde fängt, ohne es zu merken, im Gehen an ■ laut zu reden. .
: „So haben wir nämlich nicht gewettet, mein ne» t ber Herr Deetjen, bestimmt nicht, und wenn Sie . mich zehnmal aus dem versackten Zelt herausbeför- > dert haben. Auch nicht, weil Sie mir einen Groschen \ gepumpt haben, Herr Deetjen. Das erste war'selbst-
Die schöneMeiusme
Roman bon Hans Rickstev
verlauf: alles zugeteilt.
Strafkammer Gießen.
H. G. aus Melbach (Kreis Friedberg) war angeklagt, sich von 1934 bis 1940 des Unterstützungs- betruas schuldig gemacht zu haben. Der Mann hatte angegeben, er sei nicht arbeitsfähig. Er erhielt dann
Die Sehnsucht nach gutem Theater ift der Gefühlsausdruck breitester Schichten. Darum legt die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" besonderen Wert auf ihren Spielplan, der für 1940/41 jetzt wieder für ihre Mitglieder und alle, die es werden wollen, aufgestellt ist. .
Einen solchen Spielplan auszubalancieren, i|t immer wichtigste Aufbauarbeit des Theaterleiters. Sie erfordert besonders Ernst und Ueberlegung in einer Zeit, in der das Gesicht des Publikums sich im Zuge ber Neuformung deutscher Kultur wandelt, wie das in ber Mitglied eroraanifation ber NSG. „Kraft durch Freude" von Jahr zu Jahr deutlicher erkennbar ist. Auch für die verantwortlichen Man- ner dieser Organisation ist die Siebung und Sichtung für ihren Spielplanentwurf eine nicht leichte Aufgabe, die den Einsatz aller Kräfte in ihrem Ar- beits- und Wirkungsbereich fordert. Denn der Spielplan kann nur Werbekraft entfalten, wenn er zielbewußten Willen zeigt, eine klare Disposition und ein wohlabgewogenes Ganzes bildet, das Eharakter und Profil hat. Dabei gilt es nicht nur eine Fülle ber verschiedensten Erwartungen und Wünsche im Rahmen des Möglichen zu erfüllen, sondern der eigentliche Faktor bleibt immer das Erfordernis, in dem bestimmten und deutlichen Kreis der Aufgabe zu bleiben: Jedem Schaffenden, die von selbst nicht immer leicht zu findende Möglichkeit wertvoller Erholung und Anregung zu geben. Die Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Gießen ist für diese kulturellen Bestrebungen eine wertvolle Hilfe. Durch die künstlerischen und technischen Möglich-
rab herausholt und mit ihr zusammen ab fährt. Der Sandweg ist glitschig geworden und schwer zu fahren. Eine Unterhaltung ist also nicht möglich. Erst als sie bei Hagemann auf dem Hof halten und er die Maschine untergestellt hat, kommt es dazu.
„Morgen früh trudeln mir wieder herüber", agt er.
Tilde fühlt, daß sie sich, wenn sie auch heute abend auf ber Insel bleibt, so an ihn binbet, baß ie es überhaupt nicht mehr sagen kann. Also be- chließt sie, den Knoten yiit einem Schlage zu durchhauen.
.„Morgen kann ich nicht", sagt sie.
„Aber das geht doch nicht."
„Es muß gehen. Ich hätte es Ihnen schon vorhin gesagt, Heinz, aber bei der Schaukelei konnte man ja kein vernünftiges Wort herausbringen. Und gefragt haben Sie mich bisher auch nicht. Also, ich habe mich heute mit Freunden verabredet und bin auch morgen mit denen zusammen. Ich bleibe heute auch nicht auf ber Insel, sondern ich fahre nach der Waldmühle."
„Und dort?" will er wissen.
. Sie müht sich, ein gleichgültiges Gesicht zu machen. „Dort werde ich morgen erwartet, und wir fahren bann im Auto fort. Frühestens übermorgen bin ich wieder da. Sie müssen eben sehen, wie Sic ohne Modell auskommen. Schließlich bin ich dock nicht die schöne Melusine, sondern Tilde Rohlof aus Berlin, und schließlich" — sie will sagen, baß sie versuchen wolle, es übermorgen wieder möglich zu machen, aber dazu kommt sie nicht. Er ist nach bem Schuppen gegangen und zieht das Motorrad heraus.
„Wo wollen Sie denn hin?" fragt sie.
Er tritt auf den Starthebel und läßt die Maschine einen abscheulichen Krach machen. „Nach Hause", sagt er. „Bei dem nassen Boden will ich auch nicht im Zelt herumliegen."
Tilde ärgert sich. „Sie könnten mir wenigstens , noch beim Boot helfen, Heinz."
verständlich, das zweite war Kavalierspflicht. Und drittens bin ich nicht Ihr Modell, und viertens hat sogar ein Modell eine Meinung. Fünftens läßt man nicht eine Dame glattweg stehen und sechstens — und siebentens--"
Sie stößt an einen Stein, und weil das gerade an einem Fleck geschieht, wo das Seeufer nicht weit ist, nimmt sie ihn auf, streckt sich, wie sie das gelernt hat, und schleudert ihn ins Wasser. Weil er weit genug draußen aufklatscht, ist sie mit sich selber zufrieden und vergleicht sich mit der bekannten Brunhilde, die mit dem schlappen König Gunther kämpft und von einem gewissen Siegfried in höchst unsportlicher Weise übertölpelt wird. Daß daraus eine historische Feindschaft entsteht, die Siegfried das Leben kostet, scheint ihr im Augenblick nur recht und billig. Den Streit der Königinnen am Münstertor übersieht sie großzügig.
► „So sind die Männer", sagt sie.
Man faßt leicht Entschlüsse, wenn man ärgerlich ist. Tilde beschließt, kurz und radikal ein Ende zu machen, und sie empfindet im Unterbewußtsein, daß sie damit ja wieder einen Knoten durchschlägt. Keine Verpflichtungen diesem Herrn Deetjen gegenüber bedeutet ja nichts anderes, als in Ruhe feinen anderen Verpflichtungen zu Hellwig & Holzmann nachkommen zu können. Außerdem hat die Firma, wenn man so will, auch die älteren und die höheren Rechte. Deshalb wird zwischen zehn und elf das Zelt abgeschlagen, und als kurz nach elf das „Lot- teten" die Insel verläßt, ist es voll beladen und kann neuen Ufern entgegensteuern. Man nennt bas: eine Episode beenden.
Der Wind weht heute so günstig, daß Tilde nicht einmal zu paddeln braucht. Also wird ber Treiber gesetzt, und das gute „Lotteken" weiß allein, was es zu tun hat. Nimmt Kurs auf die Ausfahrt zum Mückenfließ, passiert das Fließ in ruhiger, langsamer Fabrt und wirb auf dem Lüchower See schneller. Als Tilde sich bem Steg von Lüchow nähert, stehen ein paar Menschen am Ufer, von denen sie beim Näherkommen als ersten Wilhelm Hellwig erkennt. Neben ihm die Dame ist — nein, bas muß eine Täuschung sein, aber es bleibt so — Agnes Sprenger, unb wieder neben ihr steht ein ‘ Herr, der sich nicht ausmachen läßt.
. (Fortsetzung folgt.)
sache finden konnte, führte man früher auf Entt zünbung durch Sternschnuppen zurück, woraus sich Der Name Heerbrand für die Sternschnuppen erklärt. Es ift auch ein alter Zauberspruch dagegen überliefert. Beim Anblick ber Sternschnuppen mußte man sich in bie Haare fassen unb laut fagen: „iieer* branb stoh! Seo vil Hoore, seo vil Johre! Tob, Krieg, Seuchen, Feuersbrünste, Unwetter, alles mögliche Unyeil sollten bie Sternschnuppen heraufführen, unb hier verwischt sich bie Grenze zu ihren größeren Brübern, den Meteoren oder Feuerkugeln, die fast allgemein vom Volk gefürchtet werben.
Eine dichterische Verkläruna erhalten die Sternschnuppen in dem Namen Laurentiustränen. Da der größte Sternschnuppenfall um den 10. August herum zu beobachten ist, bem Tage des heiligen Laurentius, so heißt es, baß ber Himmel meine aus Mitleib über das Martyrium biefes Heiligen, der im Jahre 258 auf bem glühenben Rost gebraten wurde. Eine ebenfalls dichterische, aber weit derbere Auffassung drückt sich in dem Namen Sternschnuppe, manchmal auch Sternschneuze, selbst aus. Das Volk hatte dabei die Vorstellung der alten Lampen vor Augen, bie geputzt ober geschneuzt werben mußten, unb sah in bem nieberfallenben Himmelslicht den leuchtenden Abfall eines Sternes, der geputzt wurde.
Tageskalender für Mittwoch.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Mädchen im Vorzimmer." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wald- winter".
Rottzen für den 7. August.
Sonnenaufgang 5.28 Uhr, Sonnenuntergang 20.42 Uhr. — Mondaufgang 10.17 Uhr, Monduntergang 22.09 Uhr.
von der Gemeinde Melbach insgesamt ungefähr 6000 RM. Unterstützungsgelb. Ferner würbe zu feinem unb seiner Familie Unterhalt burch behördliche Vermittlung frembe Hilfe in Anspruch genommen. Unb bas alles, währenb er sich ohne jebe Hemmung bem Müßiggang ergab.
In ber Gerichtsverhanblung erklärten die als Zeugen vernommenen Personen übereinstimmend, ber Angeklagte sei arbeitsfähig, er habe aber nie arbeiten wollen. Der über ben Gefunbheitszustanb des Angeklagten gehörte Sachverstanbige ist davon überzeugt, baß sich G. Aetzwunben an benJBemen durch Anwenbung von Salzsäure unb Kalisalpeter elbst beigebracht hat, um sich als arbeitsunfähig ausgeben zu können, während der Sachverständige ihn für voll arbeitsfähig hält.
Der Vertreter der Anklage betonte, G. fei ein willenloser Psychopath, der sich geschworen habe, nie mehr zu arbeiten. Der Angeklagte müsse aber zur Arbeit erzogen werden. Der Staatsanwalt beantragte gegen ben Angeklagten eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und eine Haftstrafe von sechs Wochen, ferner Ueberweifung in em Arbeitshaus. Der Angeklagte wurde zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis, abzüglich drei Monate -Untersuchungshaft, und zu einer Haftstrafe von sechs Wochen verurteilt, die durch bie Untersuchungshaft als verbüßt gilt. Weiterhin würbe seine Uebermet- sung in ein Arbeitshaus angeorbnet,
Landkreis Gießen.
* Hungen, 6. August. Unweit unserer Stadt ereignete sich gestern gegen 13 Uhr ein Verkehrs- u n s a l l. Ein Lastkraftwagen aus Gießen, der einen Milchwagen überholen wollte, streifte bas Fahrzeug und beschädigte es erheblich. Da der Lastkraftwagen
lenker anscheinend sein Fahrzeug nicht rechtzeitig zum l D ann ab er w ar Nicolas wi über nun
nicht verletzt. ^rlaae von Nicolai. Dann flaute da? Spiel merU
* Geilshausen, 7. Aug. Oberstarzt Dr Wol - 9 - ^ß als verdienter Sieger den
kewitz von Gießen hatte bas große Weidmanns- ucy ao. Gieren
heil, in seinem JagdbezirksGeilshausen Ende oonger 3- Griiningen - Steinbach 2:5 (1:1). unb Anfang dieser Woche I e et n ©t Das batten sich die Grüninger nicht träumen las- westlich iur Verminderung des^MMchndens "en stm Ü°ß ,ie ge^n SW!* und ^Schwarzwild in dieser Legend anrichie. beige- un ergehen wurden. D.e ^e^atte^hre^N tragen Für die übrigeni 3agbausubungsberecfjtlgten ht f. 3£ S freimad)te und den Führungs- zur Nachahmung empfohlen. tresser erzielte. Die Gäste glichen noch °°r der
Oie Straßenbahnfahrkarte radiert:
3 Monate Gefängnis! teiirigung beschränken unb konnten Nicht verhindern,
r _rf . . daß bie Gäste auf 5:2 davonzogen.
LPD. Frankfurt a.M, «.August. Als in der _ Qco6en.£ln!)m 7:1 (2:1).
Straßenbahn ein 36jahrlges Mädchen feine gelbe Niederlage Großen-Lindens überrascht.
Karte vorzeigte, fiel es auf, bafj barauf raöiert mar ^naener jinb, wie man sieht, daheim sehr
Das Mädchen gestand, radiert zu haben. Es hatte » schlagen. Bis zur Pause konnten die
sich jetzt wegen schwerer Urkundenfälschung und.ver- &a5 Spiel noch einigermaßen offenhalten,
suchten Betrugs vor demAmtsgencht zu verantworten. ' machten sich die Ermüdungserscheinungen der Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe
von 5 Monaten. Die Angeklagte habe den Hoch- ä . Linden — Heuchelheim 5:3 (0:2). betrieb bei der Straßenbahn ausnutzen wollen und EmÄndrn gab es einen spannenden Kampf, gewußt, daß eben nicht immer eine Genaue b7elei^^lAöeer"en verdient für sich entscheiden
trolle möglich sei. Das Gericht ^kannte auf die Mm- . . Bei Beginn des Spieles sah es allerdings
d-ststraf- °°n d r °, M ° n a t ° n G - f ° n g n i ierP Platzherren aue. Die
frankfurter Schlachlviehmarkt. Gäste diktierten das Spielgeschehen und konnten
Frankfurt a.M., 7. August. (Vorbericht.) Gs ^urct) sich^e^Gaste ausgegeben,
kosteten: Kälber 30 bis 59 RM., Hammel 20 bisi 51, P^tzherren holten ein Tor auf, doch sofort nach
Schafe 10 bis 44, Schweins 53 bis 59 RM. Markt- Renten bie Gäste bie alte Torbifferenz wie- verlauf: alles zugeteilt. ber her. In der Folge waren die Dlatzherren em-
// heutig überlegen unb ft eilten durch vier weiter' Tore den Sieg sicher.
Im Monat August bieten wir siebentägigen Ferienaufenthalt
jeweils von Samstag zu Samstag in den Kreisen Büdingen und Schotten. 35280
Teilnehmerpreis 22,— RM. (ohne Fahrt).
Nächster Aufenthalt in der Zeit vom 10.8. bis 17.8.1940. Anmeldungen bis spätestens Mittwoch in unserer Verkaufsstelle, Seltersweg 60.
Gemeinde-Sporttag in Gießen-Klein-Linden.
Die Vorbereitungen für den am Sonntag, dem 11. August, geplanten Gemeindesporttag find im Gange. Für die 12 Klassen sind insgesamt 263 Teilnehmer gemeldet. Erfreulicherweise sind auch die Meldungen der Teilnehmer aus den Geburtsjahr- gangen vor 1900 zahlreich eingegangen. Auch zu den Wettkämpfen im Schwimmen liegt eine stattliche Anzahl Meldungen vor. Den ersten Siegern in den einzelnen Klaffen werden Eichenkränze überreicht jperden. Die übrigen Sieger werden mit Siegernadeln ausgezeichnet.
Ein Kind tödlich verunglückt.
Gestern gegen 15 Uhr geriet bas 3^jährige Töchterchen bes Schlossers Richard Luh in der Schul- ftraße zu Klein-Linden unter einen Lastkraftwagen unb würbe habet so schwer verletzt, daß es nach seiner Verbringung in das Evangelische Schwesternhaus in Gießen verstarb. Die Ursache des Unfalls ist noch nicht völlig geklärt, da bei dem Unfall keinerlei Zeugen zugegen waren.
Gießener Schlachtviehmartt.
Auf dem gesttigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40 bis 44,5 Rpf., Bullen 39 bis 49,5, Kühe 18 bis 50, Färsen 40 bis 48,5, Kälber 20 bis 57, Hümmel 38 bis 50 Rpf. je 1la kg Lebendgewicht, Ziegen 12,— bis 26,— RM, je Stück. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,16 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,16 RM., b2 (120 bis 134,5 kg) 1,16 RM., c (90 bis 119,5 kg) 1,14 RM., d (80 bis 89,5 kg) 1,08 RM., e—f (unter 80 kg) 1,04 RM., gl (fette Speck- fauen) 1,16 RM., i (Altschneider) 1,16 RM., g2 (andere Sauen) 1,08 RM., h (Eber) 1,08 RM. Markt-
Der neue Spielplan von „Kraft durch Freude., Oie Ergebnisse Zwei Theaterringe zu 8 und 16 Vorstellungen. des Leichtathletik-Länderkampfes.
ketten di-fes Theaters ist es dem Th-aterring sogar Die Kämpfe de» Samstags. ,
möglich, ben Mitgliedern die kostspieligste Gattung 400 Meter: 1. Harbig (D.) 47,0; 2. Lanzi des Theaters, die Oper, als schönes und verpflichten» 47 4. 3. Linnhoff (D.) 48,3; 4. Misstm (I.) bes Geschenk in die Hände zu legen. I 49 n. 400 Meter Hürden: 1. Mayr (2).) 54,6;
Zwei Ringe find gebildet worden, von denen berl 5antone (I.) 54,9; 3. Colautti (I.) 55,1; 4. Brand eine 16 Aufführungen unb ber andere 8 umspannt. (2) \ 56 q. Stabhochsprung: 1. Glötzner (D.) Für den großen Ring beginnen die Aufführungen Z gg; 2. Haunzwickel (D.) 3,80; 3. Ballerini (Ä ) am 21.September 1940 unb enben am 15.Mai 4 Romeo (I.) 3,60 Meter. Hammerwer'- 1941. Nach ber einen Aufführung dieses Monats 5'^'. { äßin (D.) 54,57; 2. Blast (D.) 51,98; 3. bringt der Oktober drei, ber November zwei, ber ^perina (I.) 48,90; 4. Cantagalli (I.) 47,02 Me- Dezember eine. 1941 finben_statt: im Januar dM ter 200 Meter: 1. Monti (I.) 21,9; 2. Mellero- im Februar eine, Im März zwei, im April brei unb . 21,9 (Handbreite); 3. Gonnelli (I ) 22,0;
im Mai eine. Der kleine Ring beginnt am 7.0h 4 sßönecfe (£>.) 22,4 Sek. Speerwerfen: 1. tober 1940 unb enbet am 5. Mai 1941. Die 2luf- hger(t (j) 67,85; 2. Loose (D.) 62,19; 3. Rossi (I.) führungen finb hier folgenberrnaßen verteilt: irn ^06-4. Dukassina (I.) 55,44 Meter. 1 0000 Me- Oktober zwei, im November eine, 1941: 'Januar ter; 4 Syring (D.) 30:25,2; 2. Beviaqua (I.) eine, Februar zwei, März eine unb Mai eine. 39-2'7 5 fötal. Rekord)^ 3. Haushofer (D.) 32:11,8;
Die Gruppierung ber einzelnen Gattungen, der 4-Sesttni (I.) 33:01 Min. Weitsprung: 1. Pe- Opern, Operetten, ber Schau- unb Lustspiele ist ab- K* z^x 7,23-. 2. Maffei (I.) 7,20; 3. Wikelski wechslungsreich. CD.) 7,17; 4. Luther (D.) 7,01 Meter. 4X100 =
Auf allen biesen Gebieten künstlerischer £ar- hjuter- 1 Deutschland Dr. Pöschl-Mellerowicz- stellungen ist eine reiche Saat ausgestreut, bie, wie Neckermann-Kersch) 41,4; 2. Italien (Gritti-Daelli- zu hoffen ist, gute Früchte bringen wirb. Für bie Mariani-Gonnelli) 41,4 Sek. (Handbreite), esr/ts SÄhffi™ «»«w«1 "■ *" "■?. u»“ * 1 «*• - ,
ihr Bestreben, ihren Mitgliebern bas Beste zu bie- 800 Meter: 1. Harbig (D.) 1:47,8; 2. Lanzi ten, wirb sich wieder in Beitritten zahlreicher neuer (I.) 1:49,3; 3. Brand scheit (D.) 1:52,4; 4. Dore- Mitglieder und in weiterer Uebemahme von Paten- scenzi (I.) 1:52,6 Min. 110 - M eter-H ürd e n: fchaften durch die Betriebssichrer auswirfeit. 1. Becker (D.) 15,3; 2. Ealdano (I.) 15,4; 3. Leitner - (D.) 15,6; 4. Eritale (I.) 15,7 Sek. Diskus: 1.
Wotapek (D.) 47,54; 2. Cvnsolini (I.) 47,47; 3. Bianoani (I.) 46,46; 4., Tunner (D.) 43,44 Meter. Hochsprung: L Nacke (D.) 1,93; 2. Gampagner (I.) 1,90; 3. Koppenwallner (D.) 1,90; 4. Taghetti (I.) 1,80 Meter. 1500 Meter: 1. Kaindl (D.) 3 54 4; 2. Giesen (D.) 3:55,6; 3. Ditale (I.) 4:00,6; 4 Colombo (I.) 4:03,6 Meter. 100 Meter: 1. Mellerowicz (D.) 10,6; 2. Kersch (D.) 10,8; 3. Monti (I.) 10,9; 4. Gritti (I.) 10,9 Sek. Kugel: 1. Dr. Luh (D.) Gießen (DsB.-R.) 14,98; 2. Profett (I.) 14,63; 3. Paolone (I.) 14,56; 4. Bongen (D.) 14,51 Meter. Dreisprung: 1. Gleim (D.) 14,79; 2. Vogt (D.) 14,50; 3. Bettaglio (I.) 14,36; 4. Pel- larini (I.) 14,35' Meter. 5 0 00 Meter: 1. Beviaqua (I.) 14:52,2; 2. Eitel (D.) 14:53,2; 3. Maftro- ienni (I.) 15:23,8; 4. Seidenschnur (D.) 15:47,6 iMeter. 4 X 4 0 0 - M e t e r - St a f f e l: 1. Deutschland (Ahrens, Wieland, Linnhoff, Harbig) 3:12,0; 2. Italien (Donnini, Ferasutti, Dorescenzi, Lanzi)


