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Oie Enthüllung des Behring-Denkmals

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seinen Ehren unterblieben auf Wunsch des Cau­dillo selbst Die neuen Botschafter und Gesandten Frankreichs. Rumäniens Und Finnlands in Mad­rid werden General Franco am Samstag ihre Be­glaubigungsschreiben überreichen Der Caudillo wird sie im Madrider Palacio Real, dem alten Königsschloß. empfangen.

Luden in Rumänien vom Mili ärdienst ausgeschlossen.

B u k a r e st, 6 Dez. (Europapreß.) Rach einem soeben veröffentlichten Gesetz werden in Rumänien alle Juden vom Militärdienst ausge­schlossen. Jedoch sind die Juden verpflichtet, eine durch das Finanzministerium jeweils festgesetzte Steuer zu bezahlen, die nicht nur während der eigentlichen Dienstzeit, sondern auch im Falle von Einberufungen oder Mobilisierungen zu entrichten ist. Diese Steuer mutz auch- von solchen Juden be­zahlt werden, die ihrer körperlichen Konstitution nach für den Militärdienst untauglich wären. Ver­mögenslose Juden, die keine Steuer entrichten können, werden zu Arbeiten im Interesse des Staates herangezogen, wozu auch zahlungskräftige Juden herangezogen werden können.

scheu Amtes im Reichsluftfahrtministerium gestell­ten Forderungen sind als Einzelarbeit in der Ju 87 erfüllt. Der Bau des Flugzeuges selbst ist eine Gemeinschaftsleistung, sind doch der Motor, der auch in anderen Kampfflugzeugen eingebaute Jumo 211, ebenso wie die verwendete Luftschraube, ein Erzeugnis der Junkers-Werke.

Trotz der verhältnismäßig kleinen Abmessungen des Flugzeuges mit nur einem Motor und zwei Mann Besatzung, die in den Anfängen sich aus Jagdfliegern zusammensetzte, ist in der Bauweise der Ju 87 eine große Festigkeit vorgesehen. Diese ist gleichbedeutend mit der von Jagdflugzeugen und solchen Kampfflugzeugen, bei denen ein Bomben­abwurf nur im Horizontalflug vorgesehen ist. Mehr als einmal ist die gute deutsche Werkmannsarbeit an vom Feindflug zurückgekehrten Stukas bewie­sen worden. Die festgestellten Schäden hätten an anderen Flugzeugtypen ausgereicht, diese außer Gefecht zu setzen.

Der Konstrukteur der Ju 87, Dipl.-Jng. Pohl- mann, kam schon 1914 zur Fliegerei. Er lernte bei Grade und war im Weltkrieg bei der Flieger­truppe, so auch ein Jahr bei der Bombenversuchs­abteilung. 1917 geriet er in englische Gefangen­schaft. Seit 1923 Mitarbeiter von Pro,essor Junkers, hatte Pohlmann alle Voraussetzungen für die it)Ai gestellte Aufgabe, die er in so glänzender Weise gelöst hat.

Schon im Verlauf des ersten Kriegsjahres haben die Feinde Grotzdeutschlands zu spüren bekommen, welches überragende Kampfmittel die deutsche Luft­waffe auch in seinen Stukas besitzt, dem auch der letzte Feind, England, keine gleichwertige Waffe entgegenzustellen vermag. Für die jetzt zu jeder Stunde gegen die Insel rollenden Angriffe stehen bereits neue noch wirksamere Sturzkampfflugzeuge zur Verfügung. Die tapferen Besatzungen, die un­ter dem Befehl des Reichsmarschalls wieder ury» immer wieder in Verband- und Einzelflügen die lebenswichtigen Zentren, die Rüstungsindustrien des britischen Empire zielsicher zu treffen wissen, haben als die besten Soldaten der Welt auch die besten Waffen in ihren geschulten Händen.

In Marburg versammelten sich wie wir schon ausführlich berichtet haben führende Männer der deutschen Wissenschaft, darunter die Rektoren aller deutschen Universitäten und Vertreter der medizini­schen Wissenschaft von 23 Rationen, um die 50. Wie­derkehr des Tages zu feiern, an dem Emil von Behring die ersten grundlegenden Ergebnisse seiner Jmmunsorschungen der Oefsentlichkeit über­gab. Rach einem Gedenkakt in der Aula der Phi­lipps-Universität wurde in der Nähe des Hygieni­schen Instituts, dessen Vorstand Behring gewesen war, ein Denkmal für den großen Forscher enthüllt. Unser Bild zeigt den Rektor der Universität (rechts) nach der Kranzniederlegung am Denkmal. (Scherl- Bilderdienst-M.) #

Die Aufgaben

der modernen Serumforschunq.

Im Auditorium Maximum der Universität Mar­burg wurde die große wissenschaftliche Arbeits­tagung eröffnet, die im Rahmen der Erinnerungs- feier für Emil von Behring zahlreiche Wissenschaft­ler und Aerzte aus Deutschland und allen Teilen der Welt zu gemeinsamer Arbeit vereinigt und die Aufgabe hat, den augenblicklichen Stand jener For­schungsgebiete aufzuzeigen, die sich auf das Lebens­werk Behrings aufbauen. Der derzeitige Leiter des Hygienischen Instituts der Universität Marburg,

Die ersten Versuche, die zum Fragengebiet des Sturzkampfflugzeuges führten, liegen mehr als 10 Jahre zurück und diente dazu em Ganzmetall-Jagdeinsitzer, die Junkers K 4 7.

Zu Beginn des Aujbaus der nationalsozialistischen Luitwaffe gab der jetzige Generaloberst Übet die Anregung, kleine, wendige Flugzeuge zu bauen, die im Sturzflug auf kleinste Ziele angesetzt, größte Treffsicherheit gewährleisten. Den Auftrag dazu er­hielten neben anderen Luftfahrt-Industriebetrieben auch die Junkers-Flugzeug- und Motoren-Werke m Deffau.

Viele große und neue Gesichtspunkte waren zu berücksichtigen, die nicht nur das Material be­trafen, sondern auch der m e n s ch l i ch e n L e i - stungsfähigkeit galten. Lange Versuche waren nötig, um die beste Lösung zu finden, denn neben seinen besonderen Eigenschaften für den Sturzflug muß das Flugzeug auch im Honzontal- flug schnell und wendig, also fest und für die oft rauhen Beanspruchungen der Front geeignet fein.

Im Sturzflug und erst recht beim Angriff soll der Flugzeugführer so viel als möglich entlaftei werden, um feine Aufmerksamkeit ganz auf den äi e l a d w u r f richten zu können. Da bei einer eschwindigkeit von rund 150 m/sek. ein Verschätzen in der Höhe schwerste Gefahren bringt, ift eine ge­wisse Sicherheitshöhe notwendig. Der Radius, den das Flugzeug beim Abfangen beschreibt, darf nicht zu klein (ein, da sonst Kräfte auftreten, die der Mensch nicht mehr zu ertragen vermag So kam es zum automatischen Sturzflug, dh mit Auslösung der Bombe wird gleichzeitig das Flugzeug abgefangen. Durch sinnvolle Einrichtun. gen ist der Flugzeugführer in ber Lage, sich ganz der Durchführung seiner mihtarifdjen Aufgabe zu widmen Die technischen Handgris'e sind auf die nur unbedingt notwendigsten beschränk^

Die beim Sturzflug einerfeits erwünschte hohe Geschwindigkeit ist aus schon genannten Gründen unbrauchbar. Die Sturzflugbremse wurde geschaffen, die an den Tragflächen einen zusätzlichen Widerstand erzeugt und die Geschwindigkeit des Flugzeuges auf ein erträgliches Matz herabfetzt.

Alle diese in vielen Stunden durchdachten Ein­zelheiten zusammen mit dem vom Ches des technl-

e-igniffes, dem man früher bestenfalls zehn Zellen im Handelsteil gewidmet hätte, daraus schließen, daß man drüben notgedrungen schon sehr ge­nügsam geworden ist. Tatsächlich hat England auch in diesem Fall alle Veranlassung, sehr beschei­den zu sein. Denn von dem gesamten türkischen Export gehen 50 o. H, also die volle Hälfte, nach Deutschland, aber nur 10 o. H., also ein Zehn­tel, nach England. Der Anteil Deutschlands an der Ausfuhr der Türkei ist mithin fünfmal [ o groß wie der Anteil Englands. Deutschland hat schon An­fang Juni ein vorläufiges Handelsabkommen mit der Türkei unterzeichnet, dem bann am 25. Juli ein regelrechter Warenaustauschvertrag folgte.

Oer Geburtstag des Canditto.

Madrid, 5. Dez. (Europapreß.) Den 48. Ge­burtstag des Caudillo nahm die spanische Presse um Anlaß, Arbeit und Leistung des spanischen Staatsoberhauptes zu würdigen. General Franco verbrachte seinen Geburtstag im Prado, feiner Madrider Residenz, die vor den Toren der Haupt­stadt liegt und während der Monarchie Sommer- refibeng der spanischen Königsfamilie war. Viele führende Persönlichkeiten erschienen, um ihre Glück­wünsche zu übermitteln. Weitere Festlichkeiten zu

Senf, 6. Dez. (DRB. Funkspruch.) Zur Ermor- hug Chiappes bringt die WochenschriftGrm- jcre" Feststellungen des Schwiegersohnes des auf Kn Flug nach Syrien von den Engländern ab- >«chof(enen Oberkommisiars, de Carbuccia. Car- iixcia schildert den höchst verdächtigen Umstand, daß k Londoner Nachrichtendienst die Ernennung Ut:appes sofort gemeldet habe, obwohl seine Be° nrung nur wenigen Personen bekannt war. Ferner o')e in Vichy eine bedeutende Persönlichkeit des t-somatischen Korps, die die Engländer gut kennt, appe folgenden Rat gegeben:Vermeiden 6 e, zu sagen, wann Sie abreisen wer­te Geben Sie nötigenfalls eine falsche Reise- Nu t e an, sonst wird Sie der Intelligence Ser- »Is nicht an kommen lassen." (!) i Lhiappe habe dann Weisung erhalten, sich eilends o.s bem'ßuftroege auf seinen Posten zu de- <cen. Am 26 November fei er von Vichy nach Mrseille gereift. 'Am Vorabend habe der britische ld)rid)tenbienft ihn gröblich beschimpft, weil er MiUigte, dem neuen französischen Staate zu Die- 'M. De Carbuccia berichtet bann, daß d e beiden Biden des Flugzeuges kurz vor dem Whig die »1 ihm geäußerten B^ürchtungen hinsichtlich der digländer geteilt hätten: .,. . -

i Zwei Stunden später, so beruhet Car- I frwcia weiter, stürzte das Flugzeug Chiappes nicht von zwei englischen Flugzeugträgern i n lummen ab, feige abgeschossen von einem eng­ten Jäger. Man möge nicht ein Mißverständnis l lfhenb machen. Seit dem Waffenstillstand sind die Migel und Schwanzstücke aller französischer Flug» jiige mit gelber Farbe bemalt, eben, um Rn Mißverständnis zu vermeiden.

Oie neuen Methoden der Kriegskunst.

Ros kau, 4. Dez. (DNB.) Das Militärblatt Lftraffnaja Swesda" faßt die Ergebnisse ii 5 Meinungsaustausches zusammen, der m Öen lassen Wochen in den Spalten des Blattes zum Wima der neuen Methoden d er Kriegs- Timft im Westen vor sich gegangen ist Das atem- iriubenbe Tempo der deutschen Offensive sei zum I trieften auf drei Ursachen zurückzufuhren: Die fische Ueberlegenheit, die innere Schwache Des te.ners und die bessere Führung der Truppe. Als jotite Besonderheit bezeichnet bas Blatt die gro» lli Möglichkeit von Durchbrüchen bank Des Satzes der Luftwaffe, der Luftlanbetruppen und Ir motorisierten und mechanisierten Abteilungen. V-. Erfolg Der deutschen Durchbrüche sei em 25e= für die ungeheuren Möglichkeiten her gegen» ta-.tigen Technik Weiter hebt bas Blatt bas Vor» liüenfein von Mitteln hervor, die eine oernich- lebe Verfolgung des Gegners erlaubten. loBohl in Polen als auch in Frankreich hatten I? Deutschen nach der Verfolgung des Gegners |r» endgültige Zerschlagung erreicht iit modernen Nachrichtenmittel hatten die un m rbrodjene Führung der Truppen und bas Zu» I bmenroirten der einzelnen Waffengattungen ga» iert.

England wird genügsam.

Ifri der Londoner Öffentlichkeit macht man viel Mtaens davon, daß England einen Handels, ertrag mit der Türkei abgeschlossen hat.

Iu» laßt ja die betonte Herausstellung eines Cr-

brlnfllh it, daß Din Ämr'li

Oasextra plus" der Britenstieger.

Von unterer berliner (Scbrirfieifunq.

Die kürzliche Erklärung der englischen Agentur Sliuter, daß sich die britiichen Flieger chre berüch- tiE:en Erlebnisberichte über die Zerstörung der Ber- flter Bahnhöfe aus den Fingern gesogen hätten, mchah nicht, freiwillig, sondern notgedrungen im Anblick auf die Feststellungen der neutralen Jour­nalisten und Militärattaches, die sich in Berlin von tw völligen Unversehrtheit der Bahnhöfe durch Sligenschein Überzeugt hatten. Das Eingeständnis Hüters wirkte deshalb sehr peinlich und hat allent» hüben einen schlechten Eindruck gemacht. Wohl um t)t von der Churchill-Regierung bloßgestellten SF-Helden wieder zu rehabilitieren, ist man nun In London auf den Gedanken gekommen, die dort ciwefenben neutralen Berichter st atter ni: den englischen Fliegern in persönliche Kirührung zu bringen. Auf einem Einiatzhafen U RAF. konnten sich die fremden Berichterstatter mit densonny boys unterhalten. Hören wir, was fcöielsroeife der Korrespondent desS v e n s k a D- g b l a d e l" über die Ansichten der Britenflie- «i zu berichten weiß:

§r schreibt, daß die englischen Flieger von der Ili-erlegenheit ihrer schweren Bomber über die der h.,tschen überzeugt seien. Noch überzeugter seien sie hpvn, daß ihre Ausbildung besser und gründlicher fll< die der deutschen Piloten fei. Ohne Vorbehalt tonnten sie die Geschicklichkeit der deutschen Flie-

an, feien jedoch der Ansicht, daß sie selbst ein Zwistes undefinierbares extra moralisches P us hätten, das letzten Endes die Entscheidung langen würde"

/ Die Bescheidenheit, die aus diesen Worten spricht, isl geradezu rührend. Sie wirkt aber noch rühren- bn, wenn man aus dem weiteren Verlauf des Ge- Mchs entnimmt, von welch edler Gesinnung die dnischen Flieger nach ihrer Meinung beseelt sind. Inn (o sagt der schwedische Journalist die dktischen Flieger erklärten einstimmig, daß sie n i e- mls absichtlich die Zivilbevölkerung bombar« Urten, sondern immer genau spezifi - i|»r te und begrenzte Ziele hätten. Sie Jhubten auch, daß sie den Deutschen an Treff- sicherheit überlegen seien. Einer von den BF.»Fliegern aber wußte dem Berichterstatter von (venska Dagblabet" eine besonders aufschlußreiche Btteilung zu machen. Er sei früher Bomdenflieger gtien Deüstchland gewesen und jetzt als Nachtjäger Ur England tätig Er habe sich in der Nacht, in di Coventry in Asche gelegt worden fei, über dieser labt befunden und müsse da,zu sagen, daß erin Lutschland, nämlich in Hamburg und Kiel, b e hütend größere Brände als in Coventry Gehen habe".

nun wissen wir also, was die englischen Flieger » ihremextra^plus" meinten, das allerdings icr moralisch noch undefinierbar ist, sondern im tgenteil sehr leicht definiert werden kann als ein in an Lügenfertigkeit. Auch sind wir gleich den iitenfliegern davon überzeugt, daß dieses Plus fr.ten Endes die Entscheidung bringen wird. Fragt sslj nur: für wen? ' Ev.

Die Ermordung Ehiappes.

Vorgeschichte des neuesten Verbrechens des Intelligence Service.

Profesior Pfannen stiel, eröffnete die Tagung mit dem Hinweis darauf, daß die Serumforschung heute vier große Probleme zu behandeln und zu ergründen habe. Alle Probleme, die mit der Im­munität und zwar sowohl mit der passiven als auch mit der aktiven Immunität Zusammenhängen; das Problem der T u b e r k u l os e , an dem auch Behring gearbeitet hat, wobei er wohl keine grund­legenden ober endgültigen Erfolge, aber doch wich­tige Erkenntnisse erreichen konnte; das Problem der Zoonosen, das sind die Infektionskrank­heiten, die Menschen und Tieren gemeinsam sind, und die C h e m o - T h e r a p i e, die die Einwir­kung von chemischen Substanzen erforscht, die den Körper nicht angreifen, aber schädliche Stoffe im Körper isolieren und abfonbern, bzw. bie Erreger von Krankheiten stark abschwächen ober abtöten. Dann übernahm Geheimrat Professor Dr. Uhlen- huth, der erste Nachfolger Behrings in der Lei­tung des Marburger Instituts, ben Vorsitz. Die ersten Referate hielten Professor Dr. Otto (Frank- furt a. M.) überNeue Forschungen auf dem Ge­biete der Bakterien" und Professor Dr. Bieling (Marburg) über ben Stand der Virus-Forschung. Anschließend erörterten Prbfessor Dr. Schmidt (Marburg) und Professor Dr. Dessau (Berlin) Probleme der passiven Immunität und Professor Dr. Kleinschmidt (Berlin) und Professor Dr. Gins (Berlin) bie der aktiven Immunität.

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Hebung der Kaufkraft des Güdostens.

Die Weltwirtschaftskrise hat bie sübosteuropäischen Staaten ruiniert Erst bas nationalsozialistische Deutschlanb bot ihnen einen aufnahmefähigen Markt zu guten unb beftänbigen Preisen Aber nun lief unb läuft bie englische Agitation mit ber Behaup­tung (parieren, baß Deutschlanb bie Jndustriealisie- rung bieser ßänber verhinbere. Der Direktor von IG Farben, Dr. Max Jlgner, hat jetzt auf einer Wirtschaftstagung angesichts ber Wiener Meffe zu diesem Thema einige sehr klare Worte gesagt Er ging bavon aus, baß gegenwärtige bas Volksein- ging bavon aus, baß gegenwärtig bas Volkseinkom­men Großbeutfchlanbs 90 Milliarben RM., bas aller

Englischer Geleitzug von deutschen Fernkampfbatterien beschossen.

B e ^11 n, 6. Dez. (DNS. Funkspruch.) Am 5. Dezember In der Abenddämmerung beschaffen deutsche Fernkampfbatterien einen eng­lischen Geteitzug. der dicht unter der eng­lischen k ü st e aus dem Kanal durch die Straße von Dover nach Osten zu gelangen versuchte. Einige Schiffe erhielten Treffer. Auch die Hafenein­fahrt von Dover wurde wirksam beschossen.

Mlliarden RM. beträgt. Großdeutschlcmb führt 6, ganz Sübosteuropa aber nur 1,4 Milliarden RM. ein. Auf den Kops ber Bevölkerung entfällt in Deutschland ein Einkommen von 1100, in Südost­europa von 225 RM. Soll Sübosteuropa e i n kauffähiger Handelspartner Deutfch- lands sein, so muß sein Volkseinkommen teigen. Die Landwirtschaft ist in Südosteuropa verelendet, in der Industrie werden Hungerlohne gezahlt unb bie Angestellten haben zum Leben zu Diel unb zum Sterben zu wenig. Am wichtigsten ist noch immer die Landwirtschaft. Sie muß intensiviert und durch den Anbau von hochwertigen Oel- und Spinnfaserpflanzen, ergänzt werden.

Daraus ergeben sich schon landwirtschaftliche Ne- benin&uftrten, wobei z. B daran zu erinnern ist, daß die so blühende Metall» unb elektrische In­dustrie sowohl in Mitteldeutschland wie in Prag ihren Ursprung in landwirtschaftlichen Neben­industrien hatte. Auf der anderen Seite stehen lanbwirtschastliche Veredlunasindustrien: von ben Brennereien bis zu ber Konservenindustrie. Die Wiener Messe war gerabezu ein Stellbichein dieser ersten Versuche der Sübostländer auf dem Gebiete der lanbwirtfchaftlichen Veredlungs- und Konservenindustrie. Dazu kommen noch alle a n deren Industrien, deren Standort durch die natürlichen Produktionsverhältnisse eindeutig be­stimmt ist: mag es sich nun um Hüttenwerke ober um bie Holzverarbeitung handeln, wobei nur daran zu erinnern bleibt, daß das Holz auch eines der wichtigsten Rohstoffe für bie moberne Chemie ift Von Ziegeleien, Zementfabriken, Schiffswerften ufw. ganz zu schweigen. Dazu kommt bie Entwick­lung eines ausgebauten Verkehrsnetzes von Straßen, Autostraßen, Bahnen unb Kanälen. Der DonauOber-Kanal und der RheinMainDonau- Kanal haben schon in Serbien die Idee einer Ver­bindung ber Donau unterhalb von Beigrab mit bem Griechischen Meer unb in Rumänien einen Kanal­bau zur Abkürzung bes letzten Donauknies auf- tauchen lassen. Verkehr aber bedeutet roieber Schaf­fung neuer günstiger Stanborte für inbuftrielle An­lagen.

Es kommt nur barauf an, daß die wirtschaftliche Planung die Intensivierung ber Gesamtwirtschafi Osteuropas im Gesamtrahmen von Mitteleuropa und Sübosteuropa sieht. In diesem Sinne hat die deutsche Wirtschaft auch ben sübosteuropäischen Staaten bereits wesentliche Hilfsdienste geleistet, etwa beim Ausbau der südslawischen Eisenwerke ober ber rumänischen Holz- unb Petroieumindustrie. Der beutsch-rumänische Wirtschaftsvertrag vom 24. März 1939 macht aus dieser Zusammenarbeit gerabezu ein System auf lange Frist. Engländer unb Franzosen haben ausschließlich finanzkapitalisti­schen Raubbau im Süboften getrieben, selbst bie Verhüttung ber sübosteuropäischen Erze im eigenen Lanb muhte durch staatlichen Druck erzwungen werden. Dr. Ho.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer empfing in der Neuen Reichs­kanzlei ben zur Zeit auf einer Vortragsreise in Deutschlanb weilenden schwedischen Forscher Sven H e d i n. *

Am Freitag trifft in Belgrad ber deutsche Schau­spieler Heinrich George ein, ber ber Auffüh­rung seines FilmsDunja, bie Postmeisterstochter" vor gelabenen Gästen beiwohnen wird.

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Der deutsche Chemiker Profesior Friedrich Ber­gins hielt auf Einladung der Jugoslawisch deut­schen Gesellschaft in Belgrad einen Vortrag über die Revolution der Rohstosse, dem Männer der jugoslawischen Wirtschaft mit Handelsminister Dr. Andres an ber Spitze beiwohnten.

Der vom Reichsführer mit ber Umsiedlung ber Volksdeutschen aus Bessarabien unb der Dobrubscha beauftragte ^-Obergruppenführer ßorenx be­suchte General 21 n t o n e s c u und überbrachte chm eine Spende des Reichsführers ff für die Erd- bebengeschädigten in Rumänien.

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Der Reichsprefsechef besuchte die deutschen Kriegsberichter und Journalisten in Pa­ns, um sich über chre Arbeit Bericht erstatten zu (affen und ihnen bie Richtlinien für ihre weitere Presietätigkeit zu geben. Reichsprefsechef Dr. Diet­rich sprach auch bie führenden Vertreter der fran­zösischen Presse.

Der Unterftaatsfefretär im Londoner Schatzamt, Sir Freberick Philipps, ist in Washington ein» getroffen. Er wirb Auskunft erieUen über die finan­zielle Lage Englands und Verhandlungen über etwaige nordamerikanische Kredite an England fuh­ren.

Als Nachfolger bes Ende November an einem angeblichen Herzschlag gestorbenen Yunis Saleh Pascha ist der bisherige Finanzminister Hassan S a d e k Pascha zum ägyptischen Wehrmini st er ernannt morden. Das Finanzministerium würbe Abd el Hamid $ ad aui Pascha übertragen.