Samstag, 6. | Sonntag, 7. Juli MO
Gietzener Anzeiger
(90. Jahrgang Nr. 158
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bisZ'/sUhrdesVormittags
Anzeigen-Preife:
Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeitenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite
Nachlässe:
Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel 6 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr
vrühlscheUniversttAsdnlckereiR. Lange General-Anzeiger sürGberhessen Liehen, Lchulstratze 7-9
Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat imBilü-DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift:„Anzeiger" Postscheck 11686 Franks^ M.
Oie Reichshauptsta-i in Erwartung -es Führers.
Heute nachmittag Rückkehr aus dem Führerhauptquariier nach Berlin. - Oie Reichshaupista-i rüstet zu einem triumphalen Empfang. — Reichsminister Or. Goebbels an die Berliner.
Ein Bild von einer Fahrt des Führers zu den Kampfstätten in den Vogesen. Rechts sieht man Staatsminister Dr. Meißner, Reichsminister Dr. Lammers und General der Artillerie Doll- mann, im Vordergrund (mit dem Rücken zum Beschauer) Reichssührer --Himmler.
(Presse-Hoffmcmn-M.)
E fW r<«■..
MW
......< x-jfl P M
Herzen unseren Willkommensgruß zurufen und damit bekunden, wie glücklich wir sind, ihn wieder in unseren mauern zu haben.
Es lebe der Führer!
Ls lebe unser Volk und unser Reich!
Berlin, 6. Juli 1940.
Reichsminister Dr. Goebbels, Gauleiter von Berlin.
Der Führer kommt.
Berlin, 6.3unl (DRV. Funkspruch.) Reichs- Minister Dr. Goebbels richtet an die Berliner Bevölkerung folgenden Aufruf:
An die Bevölkerung der Reichshauptstadl. Berliner und Berlinerinnen!
Der Krieg gegen Frankreich ist zu Ende. Wie der Führer es in seiner Rede am Heldengedenktage dieses Jahres prophezeite, wurde er gekrönt mit dem glänzend st en Sieg der deutschen Geschichte, heißen Herzens hat die Heimat den triumphalen Vormarsch unserer Soldaten begleitet. Tage und Wochen von wahrhaft geschichtlicher Bedeutung liegen hinter uns. Als die ehernen Klänge der Deutschen Glocke am Rhein in der Rächt vom 24. zum 25. Juni über den Rundfunk die Waffenruhe im Westen ankündigte, sang unser ganzes Volk in tiefer Bewegung unser altes Dankgebet mit: „Wir loben dich oben, du Lenker der Schlachten!^
Seit Beginn der Offensive am 10.2Hai weilt der Führer in seinem Hauptquartier lm Westen. Von dort aus hat er die Schläge vorbereitet und durchgeführt, die das alte Frankreich zertrümmerten. Jetzt fährt er zum erften Wale wieder nach achtwöchiger Abwesenheit in die Reichshaupt- ft a d t zurück, heute, Samstag, 6. Juli, nachmittags 15 Uhr, wird er auf dem Anhalter Bahnhof eintreffen.
männer und Frauen von Berlin!
Ich weiß, daß ich eisten Herzenswunsch von euch allen ausspreche, wenn ich euch zu einem Empfang des Führers aufrufe, wie ihn Berlin noch nie gesehen Hal. mit einem Enthusiasmus ohne gleichen wollen wir den Führer auf dem Boden unserer millionenstadt begrüßen. Der Jubel, der ihm auf feiner Fahrt in die Reichskanzlei aus hunderttaufenden Kehlen entgegen- fchlagen wird, soll ihm die heiße Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, die wir namens unseres ganzen Volkes bekunden können.
Berliner, Berlinerinnen!
In wenigen Stunden myß unsere Stadt ein einziges Fla ggenmeer fein. Schmückt und bekränzt ganz Berlin, vor allem die Straßen, durch die der Führer feinen Weg nimmt. Wittags um 12 Uhr schließen Betriebe und Geschäfte, ausgenommen Lebensmittelgeschäfte, sowie Rü- stungs- und lebenswichtige Betriebe. Das arbeitende Berlin marschiert in geschlossenem Anmarsch a n die Anfahrt st raßen des Führers, die vom Anhalter Bahnhof über die Saarlandftraße, hedemannstrahe, Wilhelmstraße, Wilhelmplah zur Reichskanzlei führen. Keiner, der zu Haufe bleibt, keiner, der sich nicht mitreihen lassen wollte von der enthusiastischen Begeisterung, die heute nachmittag unsere ganze geliebte Reichshauptstadt erfüllen wird.
Das Läuten der Glocken wird den Führer auf feiner Fahrt durch Berlin begleiten. Wir alle aber wollen ihm aus tiefem und dankerfülltem
B erlin, 6. Juli. (DNB.) Schon im Lause des Vormittags bald nach Bekanntwerden der Freudennachricht setzte der Zustrom der Berliner zur Anfahrt ein, die der Führer am Nachmittag mit seinem Wagen passieren wird. Hastig wurde der Klappstuhl unter den Arm geklemmt und dann nichts wie los.
Frohe schaffende Hände waren eilig am Werk, die Straßen festlich zu schmücken. Die Häuser prangten im leuchtenden Glanz der Fahnen, Girlanden waren über die Straßen gespannt, es gab kaum ein Fenster, ohne ein Bild des Führers. Auf dem Wilhelmplatz, der am Nachmittag schwarz von Menschen sein wird, wehen im leichten Wind an schlanken Masten die Fahnen. Der Führer- kommt! Die Herzen der Berliner schlagen ihm entgegen auf seiner Fahrt zur Reichshauptstadt.
tigkeit verloren. Die Stadt bilde einerseits d a s Tor nach Eritrea und anderseits die Schlüs - selstellung für die Sudan-Ebene. Die Herrschaft in Kassala sei gleichbedeutend mit der Herrschaft über d i e Eisenbahnen dieser Gegend. Denn abgesehen davon, daß die Stadt Endpunkt der nach Port Sudan führenden Bahnlinie sei, habe sie auch mit Khartum, der Hauptstadt des Sudans, Bahnverbindung. Auch die Besetzung des weiter südlich gelegenen Grenzortes Galla- b a t habe mehr als lokale Bedeutung, da durch diesen Ort die Karawanenstraßen vom Sudan nach G o n d a r gingen. Mit beiden Orten seien also wichtige Nervenzentren des englisch-ägyptischen Kondominiums in die Hände der Italiener gefallen, und England habe auch in diesem Gebiet eine schwere Einbuße an Ansehen und Macht erlitten.
Oer erste Lustangriff auf (Gibraltar.
mabrib, 5. 3uli. (DRB.) Wie Reuter aus Gibraltar rnelbet, würbe heute zum erstenmal in biesem Kriege bie Festung burch Flugzeuge angegriffen.
9er Sieg über Frankreich.
Nach Beendigung des siegreichen Feldzuges im Westen kehrt heute nachmittag der Führer in die Reichshauptstadt zurück, von der er acht inhaltsschwere Wochen abwesend war. Berlin rüstet sich, dem Führer, dessen Feldherrngenie die deutsche Truppen auf den Schlachtfeldern Hollands, Belgiens und Frankreichs von Sieg zu Sieg geführt, einen wahrhaft triumphalen Empfang zu bereiten. Wir dürfen gewiß sein, die Bevölkerung der Reichshauptstadt wird auch diesmal wie so oft schon sich in würdigster Form zum Interpreten der Gefühle der unendlichen Verehrung und ttefen Dankbarkeit machen, die in dieser Stunde stolzer Genugtuung und beglückender Siegesgewißheit das ganze deutsche Volk für den Führer und seine Soldaten empfindet. So wird der Willkommen grüß, den die Berliner heute nachmittag dem Führer bei seinem Einzug in die Reichshauptstadt entgegenjubeln, der Gruß ganz Deutschlands sein, das mit tiefer Bewegung an diesem festlichen Empfang teilnimmt, der in diesen Stunden den Dank zum Ausdruck bringt, den das deutsche Volk für seinen Führer und Feldherrn empfindet.
Der Abschlußbericht des Oberkommandos der Wehrmacht über die zweite Phase des Feldzuges im Westen ruft uns noch einmal in sinnvollem Zusammenhang die Fülle der gewaltigen Ereignisse in die Erinnerung zurück, die in der staunenswert kurzen Zeitspanne von kaum mehr als drei Wochen zur Vernichtung des französischen Heeres und mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes im Walde von Compiegne zur Ausschaltung Frankreichs und Isolierung Englands geführt haben. Nachdem Anfang Juni das belgische Heer kapituliert hatte, die französischen Nordarmeen auf den flandrischen Schlachtfeldern und im Artois vernichtet waren und nur klägliche Reste des brittschen Expeditionskorps durch hastige Flucht auf die Schiffe unter Zurücklassung ihres gesamten Kriegsmaterials dem gleichen Schicksal hatten entgehen können, sah sich die deutsche Kriegführung vor die Aufgabe gestellt, die von dem noch während der Flandernschlacht zum Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte ernannten General Weygand geschaffene neue Verteidigungslinie zu durchbrechen, die damit auseinandergerissenen feindlichen Heeresteile nach Südwesten und Südosten abzudrängen und zu vernichten.
Vor dem Weltkrieg war der D u r ch b r u ch als Mittel, eine strategische Entscheidung zu erzwingen, in Deutschland wenig geschätzt. Man suchte damals in Weiterentwicklung der berühmten „Cannae"- Lehren des Grafen Schliessen den Sieg ausschließlich durch Umfassung zu erringen. Eine durch ihre Klarheit und ihren Reichtum an fruchtbaren Gedanken ungemein fesselnde Studie des als Generalstabschef der 6. und 17/ Armee wie als Kommandeur des Alpenkorps hervorragend bewährten bayrischen Generals Krafft von Dell- mens i n g e n zeigt, wie auf allen Kriegsschauplätzen des Weltkrieges der operative Durchbruch im Bewegungskrieg zu seinem vollen Recht gekom- men ist und wie er namentlich immer wieder die ultima ratio war, um der „Mißgeburt" des Stellungskrieges überhaupt beizukommen, denn ohne dessen Ueberroinbung war ja eine strategische Entscheidung nicht denkbar. Der Durchbruch kann sich erst durch einen breiten und tiefen Einbruch in die feindliche Front freie feindliche Flanken schaffen und steht dann vor der gleichen Ausgabe, die der Um-
l40000VRT.seiMjchen Schiffsraumes versenkt
Große Erfolge der ll-Boot-Waffe und der Schnellboote. — Angriffe der
Außenminister Gras Äano am Sonntag in Vertin
Luftwaffe auf englische Hafenanlagen und Geleitzüge.
Berlin, 6. 3uti. (DRB.) Der königlich 3ta- lienische Minister des Aenßern. Graf Liano, der Samstag morgen Rom verlassen hat, trifft auf Einladung der Reichsregierung am Sonntag zu einem mehrtägigen Besuch in Berlin ein.
Wichtige italienische Erfolge im Sudan.
Luftangriffe auf Matta und Alexandrien.
Rom, 5.3ull (DRB.) Der italienische Wehrmachtsbericht hat folgenden Wortlaut:
Eine 3agdflug-Formation hat froh ungünstiger Wetterverhältnisse und starker feindlicher Flugabwehr eine glänzend durchgeführte Aktion gegen den Flughafen von hal-Far (Walta) durchgeführt. Der Flughafen wurde dabei unter Waschinengewehr- feuer genommen. Acht dort liegende feindliche Flugzeuge sind außer Kampf gefetzt worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.
Eine weitere Formation unserer Luftwaffe hat die englischen Kriegsschiffe im Hafen von Alexandrien wirksam mit Bomben belegt und trotz heftiger Luft- und Flak-Abwehr mehrere Schiffe getroffen. Lin feindliches 3agdflugzeug ist abgeschossen worden. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Ausgangshafen zurückgekehrt.
Eines unserer Warine-Lrkundungsstugzeuge hat einen englischen Kreuzer angegriffen und ein Kampfund ein 3agdflugzeug abgefchoffen, das feine Aktion zu stören versuchte.
An der Lyrenaika-Grenze find verfchiedene Zu- fammenstühe bei Wufsaid zu unseren Gunsten entschieden worden. Lin englisches viermotoriges Flug- zeug wurde im Lustkampf abgeschossen.
3n Ostafrika find unsere Truppen nach Zurück- schlagung des Angriffes auf Wetemma zur Gegenoffensive übergegangen und haben die befestigte Stellung von Galabat im englisch-ägyptischen Su
dangebiet beseht. Weiter nordöstlich ist nach lleber- windung zähen Widerstandes Lassala beseht worden. Weiter sind im Gebiet des Sudan verschiedene feindliche Stellungen sehr wirksam mit Bomben belegt worden, ohne Verluste auf unserer Seite. Lin englisches Lrkundungsflugzeug ist von unseren 3agd- fliegern über Wassaua abgeschossen worden. Aus neutraler Quelle wird bestätigt, daß bei der Aktion unserer Flugzeuge gegen einen feindlichen Geleit- zug im östlichen Wittelmeer, über den im Heeresbericht Rr. 22 gemeldet wurde, ein englisches Kriegsschiff mit einer Bombe schweren Kalibers getroffen wurde.
Die Vedeulung von Kassala und Gallabat.
Rom, 5.Juli. (Europapreß.) Die Besetzung der im englisch-ägyptischen Sudan gelegenen Stadt Kassala durch bie aus Ostafrika vorruckenben italienischen Streitkräfte wird von den römischen Blättern als besonderer psychologischer und militärischer Erfolg gewürdigt. Die Presse hebt hervor, es handle sich nicht um eine Eroberung, sondern um eine Wiedereroberung; denn die Ortschaft sei schon im Jahre 189 4 von italienischen Truppen, die den von den Anhängern des Mahdi geschlagenen Engländern zu Hilfe geeilt seien, besetzt und bis 1897 gegen die aufständischen Derwische gehalten worden. Dann habe die damalige italienische Regierung die Stadt an Aegypten, d. h. in Wirklichkeit an England, a b g e t r e t e n, das die italienische Unterstützung mit Intrigen belohnt habe.
Zur Unterstreichung der militärischen und politischen Bedeutung der Einnahme Kassalas weisen die Blätter darauf hin, daß die 70 000 Einwohner zählende Stadt der Hauptort einer Provinz, Schnittpunkt zahlreicher Karawanenstraßen und Endstation der nach Port Sudan führenden Eisenbahnlinie ist. Die Engländer, die Kassala zähe verteidigt hätten, so schreibt -'Gwrnale d Jtatm, 1 hätten einen Stützpunkt von außerordentlicher Wich-
Der Wehrmachlsvericht vom Freitag.
Führerhauptquartier, 5. 3uli. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die deutsche ll - B o o t - TB a f f e hat in der letzten Zeit wieder eine Reihe namhafter Erfolge im Kampf gegen England erzielt. So versenkte ein von Kapitänleutnant Liebe geführtes U-Boot neuerdings 34 400 BRT. Damit hat dieses U-Boot insgesamt 85 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes ver- fentt Ein weiteres U-Boot versenkte 21043 BRT., ein drittes 31100 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes, davon allein fünf Dampfer aus starkgesicherten Geleitzügen.
Unsere Schnellboote torpedierten bei einem Vorstoß gegen das Seegebiet südwestlich Portland die bewaffneten britischen Dampfer „Hartlepool" (5500 BRT.) und „British Lorporal" (6900 BRT.). Außerdem schaffen sie aus einem Geleitzug einen Tanker von 12 000 BRT. und ein bewaffnetes Handelsschiff von 8000 BRT. heraus. Liner Vorpostenflottille gelang die Vernichtung eines feindlichen U-Bootes an der norwegischen Küste.
3m Laufe des 4. 3uli und in der Rächt zum 5. 3uli griff die L u f 1 w a f f e in England Hafenanlagen, Flugplätze und Werke der Rüstungsindustrie mit Bomben an. Stuka- und Kampf-Verbände oerfenften beim Angriff auf Geleitzüge an der Süd- und Südwesiküfte Englands vier Transportschiffe von je 5000 Tonnen und beschädigten ein Kriegsschiff und neun weitere Transportschiffe durch Bombentreffer.
Britische Flugzeuge unternahmen am 4. 3uli wieder im Schuhe tiefliegender Wolken mehrere Einflüge in Holland, Belgien und Rordwestdeutfchland. Auch in der Rächt zum 5. 3uli überflogen sie den nord- und westdeutschen Raum. Wilitärisch wichtige Ziele wurden nicht angegriffen.
Dagegen wurden Wohnhäuser, Bauernhöfe ufro., durch Bombenwürfe beschädigt oder in Brand gesetzt und dabei mehrere Zivilpersonen getötet.
Sechs feindliche Flugzeuge sind im Luftkampf, 1 weiteres durch Flak abgefchoffen. Bei einem erneuten F l u g z e u g a n g r i f f auf Kiel wurde außerdem von der Flak-Artillerie der Kriegsmarine ein feindliches Flugzeug abgefchoffen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.
*
Ein einziger Heeresbericht meldet die Versenkung von fast 140 000 Tonnen durch Uboote und Schnellboote, und am Tage vorher torpedierte ein Uboot den funkelnagelneuen englischen Flugzeugttäger
l l u st r i o u s", bas Schiff, das bei 23 000 Tonnen die hohe Geschwindigkeit von 30,7 Seemeilen lief, mit 48 Flaks verschiedener Kaliber sowie eben- sovielen schweren MG's ungewöhnlich stark armiert war, 72 Flugzeuge und eine Besatzung von 1600 Mann an Bord hatte. Kommandant dieses Ubootes ist der gleiche Oberleutnant Endraß, der als Torpedo-Offizier auf dem Uboot des Kapitänleutnants Prien seinerzeit in Scapa Flow die Torpedoschüsse auf die Schlachtschiffe „Royal Oak" und „Repulse" abgab. Er bemüht sich also mit besten Erfolgen, es seinem früheren Kommandanten gleichzutun.
Das deutsche Volk kann auf seine Kriegsflotte um so stolzer sein, als diese ja zahlenmäßig der englischen Flotte weit unterlegen ist. Wenn sie gleichwohl von Beginn des Krieges an der riesigen englischen Flotte die Herrschaft über die Nordsee mit radikalem Erfolge streitig machen konnte, so hat sie damit ihre qualitattve Überlegenheit selbst schon zur Genüge erwiesen. Ihre Fernfahrten bis in den Nordätlantik (Vernichtung des Hilfskreuzers „Raval- pindi"), tollkühne Kreuzerfahrten in fremden Meeren, vor allem aber der schneidige Einsatz der Flotte bei der Expedition nach Skandinavien, werden immer xu ihren schönsten Ruhmestaten zählen. Sie wird ihre so glänzend bewährte Kampfkraft auch in dem Entscheidungskampf gegen England zu bewähren wissen..


