Feiertagen zu geben.
S.J.Jport
Burg.
setzte
interwald
bürg; 9. Juni: Mannheim, Breslau, Frankfurt aberüis ging es bergauf, bergab, t (Oder), Hannover; 16. Juni: Bernburg, Brom- lang urä) über die freie Heide,
die Rennwiese
(Nachdruck verboten.)
14 Fortsetzung.
hält er
Gedenket der hungernden Vögel! Schützt die Tiere vor der Kü le
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Oer deutsche liegattakalender.
Reichsfachamtsleiter Heinrich Pauli gab neuen Regattakalender der deutschen Ruderer
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wurde gebügelt, und es blieb kein Hang und keine Wiese ohne die charakteristischen Spuren.
Kombination, im Spezialsprunglauf und in der 4 X 10-kcm-Staffel mit Länderwertung durchgeführt. Es starten die Mannschaften von Deutschland, Bulgarien, Jugoslawien, Slowakei und Böhmen-Mähren.
OlympiasiegerAdolphKiefer schwamm in Guyaquil über 100 m Rücken die hervorragende Zeit von 1:06 Minuten. Sein Weltrekord steht auf 1:04,8 Minuten.
Fernande Caroen (Belgien) stellte im Ostender Hallenbad über 500 m Kraul mit 6:28,4 einen neuen Weltrekord im Frauenschwimmen auf. Die alte Bestleistung hatte die dänische Rekordschwimmerin Ragnhild Hveger mit 6:34,3 Minuten inne.
berg, Lübeck, Wien; 2 3. Juni: Be^lin-Grünau;
3 0. Juni: Bremen, Frankfurt (Main), Halle, Kö-
Fußball der Bezirksklaffe.
Die nächsten Termine.
7. Januar: Naunheim — Ehringshausen,
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Schwimmländerkampf Deuischlanv-llngarn.
Zwischen Deutschland und Ungarn wurde ein Schwimm-Länderkampf für den 17./18. Juli nach Budapest vereinbart. — Bereits im Mai reisen die ungarischen Schwimmer nach Italien zu einem Ländertreffen. Die ungarischen Schwimmerinnen treten zweimal gegen Italien an. Der erste Kampf soll im Juli auf italienischem Boden ausgetragen werden, der Rückkampf im September in Budapest.
Kurze Sportnotizen.
Deutsche Schispringer nehmen am 6.Januar an einem Sprungwettbewerb in Sestriöre teil, und zwar Hoell (Salzburg), Hammerschmidt, Mair (beide Innsbruck), Haslinger und Wimmer (beide Ordensburg Sonthofen).
In Garmisch-Partenkirchen werden in der Internationalen Wintersportwoche vom 26. Januar bis 4. Februar Wettkämpfe in der Alpinen
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Meister Horst Faber (München) . . sich in Wien beim Pflichtlaufen zur Deutschen Meisterschaft der Männer im Eiskunstlauf an die Spitze vor den Wienern Edi Rada und Helmuch May. Madeleine Müller (Wien) gewann bei den Deutschen Kunstlaufmeisterschaften in Wien den Wettbewerb der Junioren vor ihrer Dereinskame- radin Grete Beit. Unter den zehn besten Läuferinnen befinden sich sieben von der Wiener EG.
fannt. Die Zahl der großen Regatten ist trotz des Kriegs erstaunlich groß. Es veranstalten:
19. Mai: Mülheim (Ruhr); 2. Juni: Magde-
Silvester und Neujahr im
Auf Schiern im hohen Vogelsberg
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diese Weise von innen her wärmte, wurde auch gleichzeitig Rat gepflogen, wohin die erste Tour gehen soll. Die Entscheidung fiel zu Gunsten des Oberwaldes, der sich mit seinen tiefverschneiten Bäumen wunderbar ausnahm. Von morgens bis -1-— -- L-----c----A die Schneisen eni-
Am Abend traf man sich dann im Gasthaus im Dorf, und obwohl mancher von der anhaltenden Bewegung in der frischen Luit rechtschaffen müde hätte sein können, so war docy niemand müde genug, um sich etwa von der frohen Geselligkeit auszuschließen, die an diesem letzten Tag des Jahres und in den Stunden des Jahreswechsels anhub urtb in bester Stimmung verlief. Es wurde zünftig und schlicht gefeiert, und da auch ein Grammophon aufzutreiben war, auch einige Schall platten — Walzer und Märsche — dabeilagen, so dauerte es nicht lanae, und es wurde auf rauhen Dielen und in derven Schuhen getanzt. Der Plattenvorrat machte einige Male die Runde über den Apparat, und dabei verging allzu rasch die Zeit.
Der andere Morgen sah nach kurzer Nacht die Schiläufer bald wieder auf den Beinen. Die Sonne schien hell und forderte lebhaft dazu heraus, wieder mit den Brettern loszuziehen. Ein Blick durch das Fenster zeigte den Hoherodskopf in einer Pracht, wie man sie nicht alle Tage erleben kann. Alle Winterherrlichkeit, die man sich denken kann, brachte der Neujahrstag. Weit vermochte der Blick in die Runde zu schweifen und alle die bekannten nahen und fernen Gebirgszüge lagen vor den Augen der erfreuten Schigemeinde. Zwar, ein eisiaer Wind pfiff um die Ohren, aber er machte auch die Köpfe wieder frisch. So zog man denn bald wieder auf den geliebten Brettern durch den Hochwald, sagte über die Rennwiese, übte Stemmbogen und schließlich einen mehr oder weniger rassig gerissenen „Kristel", und der Tag vergina, ohne daß man dessen gewahr wurde. Den Abschluß bildete dann eine Schußfahrt nach Breungeshain. In langer Wanderung ging es über Michelbach nach Schotten, um schließlich über Nidda wieder nach Hause zu fahren. Jedem, der dabei sein konnte, werden diese beiden Tage im Hohen Vogelsberg wieder eine schöne Erinnerung bleiben. Sch.
solms — Großen-Linden, Steinberg — 1900 Gießen, DfB.-Rb. Gießen — Wetzlar.
14. Januar: Burgsolms — VfB.-Rb. Gießen, Wetzlar — Naunheim, 1900 Gießen — Ehringshausen, Großen-Linden — Steinberg.
21. Januar: DfB.-Rb. — 1900 Gießen, Ehringshausen — Wetzlar, Steinberg — Burgsolms, Naunheim — Großen-Lircken.
28. Januar: 1900 Gießen — Wetzlar, Steinberg gegen VfB.-Rb. Gießen, Burgsolms — Naunheim.
4. Februar: DfB.-Rb. Gießen — Naunheim, Großen-Linden — Ehringshausen.
11. Februar: Naunheim — Steinberg.
Die Kampfe des kommenden Sonntags.
Leihgestern hat seine Mannschaft zurückgezogen, Großen-Linden wird dafür eingereicht. Das Spiel. Naunheim — Ehringshausen ist als Lokalkampf zu bezeichnen, doch hat Naunheim die größere Spielerfahrung und damit die größere Aussicht, zu gewinnen.
Großen-Linden fährt nach Burgsolms. Auf dem Platze in Burgsolms ist schlecht zu gewinnen und Großen-Linden wird gut daran tun, die stärkste Mannschaft zu stellen.
Das Spiel Steinberg — 1900 ist ernst zu nehmen. Hier handelt es sich um Partner, die sich bis- her stets Spiele lieferten, die ein knappes Resultat zeitigten. So wird jeder Verein bemüht sein, die Punkte zu erringen.
Auch bei dem nächsten Spiel stoßen Partner aufeinander, die bis zum Schlußpfiff kämpfen können. Es wäre verfehlt, den VfBern auf Grund des Platzvorteils bessere Chancen auf Gewinn einzuräumen. Keine Schi-Weltmeisterschaften 1940.
Schon seit einigen Wochen herrschten über die großen Schwierigkeiten der Durchführung der Schi- weltmeisterschaften 1940 in aller Welt keine Zweifel mehr. Es fehlt nur noch die offizielle Absage des norwegischen Verbandes, dem die Ditelkämpfe übertragen worden waren. Major Deftgaarb als Präsident des Internationalen Schi - Verbands (FIS.) erklärte in diesen Tagen der Presse gegenüber, daß die Schiweltmeisterschaften 1940 offiziell noch nicht abgesagt seien. Der norwegische Verband habe jedoch seine Vorberei^tungsarbeiten bereits eingestellt. An eine Durchführung der Meisterschaften sei also nicht zu denken.
Zum Essen zieht Anne sich um. Das ist gar nicht so einfach. Sie seufzt sogar dabei, denn an alles ist Anne gewöhnt, aber nicht daran, über Kleider nachzudenken. Schließlich wählt sie ein dunkelblaues Taftkleid mit vielen Plisseefalten im Rock und einem breiten Kragen. Als alles zugeknöpft und zurechtge- zogen ist, nickt sie ihrem Spiegelbild erfreut und erstaunt zu. Kläre hat wahrhaftig Geschmack. Alles was recht ist, aber das Kleid ist schön. Diese Gedanken geben ihr einen wundervollen, beschwingten Austrieb, es ist doch gut, daß sie alle diese Sachen hat. In Reithosen könnte iie sich hier beim besten Willen nicht an den Tisch setzen, ausgeschlossen. Ob Christian Schwerffeger in ihrer Nähe sitzt? Einerlei. Mein Gott, was hat der mit ihrer kleinen, luftigen Eitelkeit zu tun? Sie denkt sich aus, daß er nichts damit zu tun hat, und daß sie sich einzig und allein darüber freut, weil sie so wohl vor den Augen der gestrengen alten Frau bestehen kann. Der Himmel weiß, warum Anne die Geheimrätin für eine strenge Dame hält. Lächerlich, sie kennt die Frau doch gar nicht.
Aber es dauert nicht mehr lange und Anne lernt die Frau Geheimrat kennen. Die Vorstellung geht im Speisesaal vor sich, und dieser Saal nimmt Anne zunächst den Atem. Ein schöner Saal, nichts dagegen zu sagen, aber überall stehen Tische und
überall sitzen Menschen, und diese Menschen haben Augen. Sie essen noch nicht und haben außer den Augen also auch noch Zeit, und so konmrt es, daß dieser erste Gang durch den festlichen Speisesaal für Anne ein wahres Spießrutenlaufen ist. Man sieht sie an und starrt ihr nach.
Lorgnons heben sich, und verwöhnte Frauen mustern das junge Mädchen. O Birkenhof, o Kla- rissa, hier kann eure Anne nicht Kartoffeln und Tunke zusammenpcmtschen, wie sie das so gerne macht!
Man sieht Anne Wegner diese Gedanken nicht an. Sie geht dahin, als wäre sie es gewöhnt, durch Luxussäle zu gehen, als wäre sie auch diese Menschen und diese Dinge von Kindsbeinen an gewöhnt. Eine sehr schöne, sehr junge Frau geht mit leichtgesenktem Kopf an der ganzen Pracht vorüber, und das gedämpfte Licht der vielen Lampen wirft Goldflimmer über den gelben Nackenknoten. Ihre Schritte, ihre Bewegungen sind gesund und natürlich, wie die eines Tieres. Man muß ihr nachsehen, ob man will oder nicht. Auch die Gemeinrätin Schönemann hat das Lorgnon vor den Augen. Als Anne jetzt an ihren Tisch tritt, läßt sie es an einer goldenen Kette niedergleiten. „Also Sie sind Anne Wegner, das freut mich, freut mich sehr. Wie gtfjt es meiner guten Klarissa?"
Es scheint nach diesen Worten so, als wolle die Frau Geheimrat Näheres über Klarissa wissen, und Anne will just zu einer kleinen Erzählung ansetzen, als die alte Dame schon mit der Hand abwinkt. „Nehmen Sie Platz, liebes Kind, aber warten Sie — erst mal möchte ich Ihnen meinen Enkel, Wil- Helm Schönemann, vorstellen."
Ach so, Anne wußte nicht, daß dieser junge Mann zur Frau Geheimrat gehörte. Er springt auf und verbeugt sich. Er schiebt Anne einen Stuhl zurecht und sagt: „Großmama erzählte mir bereits von Ihnen, gnädiges Fräulein/'
Das ist nicht viel gesagt, eigentlich nichts, aber Anne kommt der schleppende Tonfall bekannt vor, auch der runde Kopf und die runden Schultern. Sie doch einer an, das ist ja der Willem, Margots Willem. Er ahnt nicht, daß sie von seiner Liebe und den Schwierigkeiten eine Menge weiß. Er sagt im Verlauf des Gespräches nur wenig, die Frau Geheimrat dagegen spricht viel und schnell. Sie fragt und beantwortet ihre Fragen fast ausschließlich selbst, während Willem die Augen heimlich zwischen Anne und der Saaltür hin unb her schweifen laßt. Jetzt kriegt er einen roten Kopf. „Nanu", ruft er, „eine Bekannte von mir, aus Hamburg. Emen Augenblick entschuldigen <Äe mich, bitte."
(Fortsetzung folgt.)
Woher weiß er das alles, hat er sich danach irgendwie erkundigt? Wie merkwürdig, man kann erschrecken, so merkwürdig ist es. Ihr Gesicht ist plötzlich verschlossen, ein kühles, feines Gesicht.
Sie steigen die Treppe hinunter, noch eine und dann verabschieden sie sich. Sie reichen sich die Hände. Anne hat lange und kühle Finger. Chri- sttans Hände sind wärmer. Einen Augenblick hält er ihre Finger in den seinen, einen Augenblick hält er ihre Finger in den seinen, einen Augenblick sehen sie sich an. Dann nicken sie sich zu und gehen hier- und dahin, aber von den verwechselten Büchern spricht keiner.
Anne schlendert weiter, steigt ein paar Treppen hinauf und ist dann auf dem Sonnendeck. Hier lehnt sie sich an die Reeling, reißt die Mütze vom Kopf und läßt sich die Haare vom Wind aus der Stirn streichen. So ist es am schönsten, hier steht sie hoch über dem Land, hock; über dem Wasser, sogar die Möwen schwingen ihren Reigen unter ihr. Es ist auch still hier, kein Mädchen Margot zu sehen, das seinen ganzen wilden Aerger mit aufs Schiff schleppt wie andere Menschen ihr Gepäck. Auch kein rundlicher Willem mit dem guten Willen und tausend Bedenken ist da. Hier kann man singen, beide Ellbogen auf die Brüstung stemmen und fingen.
Irgendwo hinter ihr singt auch jemand. Das ist ein Jungmatrose, der mit Putzbaumwolle eist Messingschild bearbeitet, er singt ein kriegerisches Lied. Annes Lied ist nicht kriegerisch, bewahre. Die Worte kommen buchstäblich aus der Luft zu ihr, und sie bewegt nur die Lippen und singt sie nach ...
Anne könnte viel singen. So wie sie manchmal Konifere kleine, zärtliche Lieder vorsingt, könnte sie jetzt die Möven und das Schiff und alles besingen, auch den Matrosen mit seiner eifrigen Putzbaumwolle, bei Gott, auch den. Aber sie tut es nicht, vor allen Dingen darum nicht, weil sie erschrickt.
Hinter ihr hat jemand ihren Namen genannt, ja, er hat gefragt: .Haben Sie schon einen Bordstuhl, Fräulein Wegner?"
Anne steht still und antwortet nicht. Sie denkt: Ach, Christtan Schwertfeger hat meinen Namen in dem verwechselten Buch . auch gelesen. Er ist eigentlich schlecht geschrieben, weil ich es im Zug nach Bremen gemacht habe und auch nur mit Mei- sttft, aber gelesen hat er ihn doch.
Sie sagt nichts, steht da, sieht den Möven zu und antwortet nicht. Man könnte wohl denken, daß sie die Frage gar nicht gehört hat oder daß sie aus lauter Koketterie nicht spricht, doch das ist es nicht, sie horcht nur ein bißchen verwundert seinen raschen und festen Worten und seiner tiefen Stimme nach, und sie denkt dabei, daß das alles zusammen zu dem Namenszug paßt: ohne Schnörkel, gerade und fest hingesetzt. Und dann denkt sie mit einem kleinen Schreck an ihr Möwenlied und ob er es wohl gehört hat. Sie singt viele Lieder mit eigenen Wor-
** Zusatzkarten für Schwer- und Schwer starbeiter. Das Ernährungsamt der Stadt Gießen gibt bekannt, daß die Ausgabe der Zusatzkarten für Schwer- und Schwerstarbeiter, sowie der Zulagekarten für Langarbeiter am Dienstag und Mittwoch der nächsten Woche erfolgt.
♦* Deutscher Reichspost - Kalender 1940. Herausgegeben mit Unterstützungen des Reichspostministeriums. (Konkordia-Verlag, Leipzig. Preis RM. 2,80.) — (2) — Der Deutsche Reichspost-Kalender bietet, wie feine Vorgänger, wieder in Wort und Bild einen Querschnitt durch das viel- gestlatige Netz der Arbeit, die die Deutsche Reichs- post leistet, und läßt Fortschritte und Verbesserungen der neuzeitlichen Entwicklung im Post- und
Eisblumenbildung auf Fensterscheiben eine Mischung von Glyzerin und Benzin zu gleichen Teilen, mit der man die Innenseite der Scheiben gleichmäßig bestreicht.
Michelstadt und Erbach liefern die WHW.-Abzeichen.
Am kommenden Samstag und Sonntag findet die diesjährige Gaustraßen'sammlung des Kriegs- winterhtlfswerkes statt. Ais Sammler werden dieses Mal Politische Leiter, Walter und Helfer der NSV. und des WHW., NS.-Reichskriegerbund (Kyffhäuser), NS.-Deutscher Marinebund, Reichsbund der Deutschen Beamten und NS.-Lehrerbund zum Einsatz kommen. Für den Gau Hessen-Nassau hat die Gaustraßensammlung insofern besondere Bedeutung, als die Herstellung der WHW.-Wzeichen einem heimischen Industrie- und Handwerkerzweig zugeteilt werden konnte. Die Kunscharzinduftrie in Erbach, die als Elfenbeinschnitzerei im ganzen Reich bekannt ist und durch die wirtschaftlichen Verhältnisse sich in einer besonderen Notlage befindet, ist wiederum mit der Ausführung der Abzeichen für die kommende Gaustraßensammlung beauftragt worden. Jeder denke beim Kauf eines WHW.-Ab- zeichens daran, daß er nicht nur durch fein Opfer die noch zusätzlicher Betreuung bedürfenden Volksgenossen unterstützt, sondern auch das heimische Kunsthandwerk damit belebt.
Giehen-Klein-Linden.
Im Alter von 66 Jahren wurde am Donnerstag- rnittag der Maurermeister KarlJ u n g II., Ehrenkommandant der Freiwilligen Feuerwehr, unter dem Geleite vieler Freunde aus nah und fern zu Grabe getragen. Brandmeister Wilhelm Lenz von der Freiwilligen Feuerwehr unseres Vororts gab ein getreues Lebensbild des Verstorbenen. Der Verstorbene hatte die Wehr im Jahre 1895 gegründet und war ununterbrochen von 1904 bis 1925 ihr Kommandant und schließlich Ehrenkommandant bis zu seinem Lebensende. Seine Verdienste fanden in der Verleihung des Reichs-Feuerwehrehrenzeichens ihre Krönung. Im letzten Jahre stellte sich der Heimgegangene als Sanitätsführer auch noch in den Dienst der Luftschutzfeuerwehr. Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier (Gießen) schilderte die Verdienste des Verstorbenen um den ehemaligen Kreisverband und um das Feuerlöschwesen im Stadtteil KleimLinden, dem er zum Bau seiner Spritzanlage in der Stein- straße verhalfen hatte. Der Vertreter des Roten Kreuzes würdigte den Verstorbenen als einen Menschen, der sich voll und ganz in den Dienst seiner Mitmenschen gestellt hatte. Zum Schluß nahmen die Sänger vom Männergesangverein .Harmonie" Abschied von ihrem Sangesbruder. Vorstandsmit- alied Wilhelm Germer dankte dem Verstorbenen für seinen Einsatz für das deutsche Lied und für die Bestrebungen des Vereins.
Nachdem die Kreisfachgruppe Gießen der Ausstellungsgeflügelzüchter dem Verein von Klein-Lin- ben die Veranstaltung einer allgemeinen Geflügel - ausstelluna zugesagt hat, fand jetzt in der Wirtschaft von Lutz die erste Versammlung des Geflügelzuchtvereins statt, die sich mit der Durchführung der Schau beschäftigte. Als Ausstellungstage wurden der 20. und 21. Januar festgelegt und als Lokal der große Saal des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" vorgesehen. Vereinsführer August Lenz übernimmt die Ausstellungsleitung, fein Stellvertreter ist Bäckermeister Georg Lutz. Sämtliche anwesenden Mitglieder haben sich zu Arbeitsleistungen für die Ausstellung bereiterklärt.
Sonntags Darf wieder gefischt werden
Im Hinblick auf die große Bedeutung der Binnenfischerei für die Volksernährung in der gegenwärtigen Zeit hat der Reichsstatthalter in Hes en die bisher bestehende Schonzeit für Fische, die ich auf die Zeit von Sonntagmorgen 9 Uhr bis 18 Uhr erstreckte, aufgehoben, ausgenommen die Fischerei auf Lachs und Maifische. Die bisherige Beschränkung, die aus Gründen der Sonntagsruhe bestand, war nicht weiter oertretbar, zumal die nicht hauptberuflich Fischereitreibenden zum größten Teil heute beruflich derart beansprucht werden, daß sie an Wochentagen die Fischerei kaum ausüben können. Es war daher notwendig, diesem Personenkreis die
ten, aber noch nie hat jemand diese Worte gehört. Nicht mal Klarissa. Es wäre doch seltsam und peinlich, wenn ein Fremder mehr von ihr wüßte, als Klarissa weiß, wenn ein Fremder wüßte, daß sie manchmal aus purem Glück und Uebermut dichtet.
Nun ist es so, daß Anne vor lauter Denken nicht antwortet. Da wiederholt die tiefe Stimme hinter ihr diese lächerliche, einfache, auf einem Schiff wohl die selbstvers:ändlichste Frage: „Haben Sie sich schon einen Liegestuhl besorgt, Fräulein Wegner?^
Es ist nun eigentlich nicht wichtig, daß Anne sich umdreht und hierauf „nein" sagt. Der Mensch sagt so oft am Tag „ja" ober „nein", daß es nichts weiter darüber zu reden geben sollte. Es ist aber so, daß dieses „Nein" eigentlich aus der Reihe hüpft. Es zieht sozusagen wie ein kleiner Schleppdampfer eine lange Reihe von Begebenheiten hinter sich drein.
Auf Ännes Nein geht Christian Schwertfeger zum Bordsteward und läßt sich zwei Liegestühle bringen. Außerdem Auflagen und Decken zum Einwickeln. Und dann bekommen die Stühle einen guten Platz auf dem Sonnendeck. Man muß sich das nicht so einfach vorstellen, denn morgen wird es hier von Menschen wimmeln. Aber heute haben diese beiden, Anne und Christian, die Wahl, das ganze Sonnendeck gehört ihnen. Und nachdem sie hier und da hin- gegangen sind, glauben sie beide, daß man am schönsten unter der Kapitänsbrücke liegen muß. Hier ist der Blick nicht durch ausgespannte Persennige gehemmt, hier wird er weit übers Meer reichen. Ein Jungmatrose schleppt die Stühle herbei. „Sollen sie hier stehen?" fragt er. „Ja", sagt Christian, und der Junge kriegt eine Mark. Er grinst und steckt sie in die kleine Brusttasche seiner blauen Jacke, wo schon zwei Zigaretten stecken. Er hat Kinderaugen, aber sein Gesicht ist von Wind und Wetter gehärtet. Es ist derselbe, der vorhin so kriegerische Lieder fang. Änne hat ihn gern und nickt ihm lächelnd zu.
Der Bordsteward kommt mit weißen Kärtchen. Die Bügelfalten feiner blauen Hose sind scharf, er trägt Lackschuhe, ein eleganter Mann, hoho. Er setzt sich auf einen der Stühle, schlägt ein Bein über das andere und versieht die Karten mit Namen. Jetzt werden sie hinter eine Messingeinfassung geschoben, so, daß sie weithin sichtbar sind und nun rückt er die Stühle nebeneinander. Da stehen sie also, dicht zusammen, als gehöre es sich so, eine kaum glaubliche Sache.
Anne hat sich an die Reeling gelehnt, sie hält mit beiden Händen ihre Haar fest, die der Wind ihr immer wieder über das Gesicht wirbelt. Die Möwen wiegen sich und lassen sich vom Wind treiben. Der letzte rote Sonnenschimmer schwimmt in der Luft. Dom Kai schallen Stimmen heraus, Ketten raffeln.
nigsberg; 7. Iuli: Dresden, Hamburg, Potsdam; 14. Juli: Danzig, Mainz, Leipzig; 21. Juli: Dirisburg.
Der Regattaplan ist noch nicht vollständig, da das Reichsfachamt noch Vorschläge für weitere Regatten entgegennimmt
Um die deutsche Meisterschaft im Eiskunstlauf.
Das schöne alte Schigebet bst in diesen Tagen in Erfüllung gegangen. Petrus hat ferne Schiläufer nicht im Stich gelaffen und dafür gesorgt, daß wieder einmal die Jahreswende hn verschneiten Winterwald und auf Brettern verbracht werden konnte. Da blieben denn — wie man uns berichtet — unsere Gießener Schiläufer nicht müßig, und wenn nun auch die Reife nach dem Hoherodskopf etwas umständlicher upd zeitraubender ist, als in den vergangenen Jahren, so fand sich doch am vergangenen Sonntag eine staatliche Gruppe von Schiläuferinnen und Schiläufern am Bahnhof ein, um über Nidda und Schotten nach Breungeshain zu ziehen. Mit altem Optimismus ging es dort zunächst auf die Quartiersuche. Es fiel nicht schwer, für die Nacht unterzukommen, denn die Dauern sind ja immer darauf eingeftellt, Gäste aufzunehmen, die dann am anderen Morgen zu früher Stunde losziehen wollen. So fand sich bald für jeden tine lieber» nachtungsmöglichkett, und wenig später begann der Aufstieg zum Hoherodskopf. Zwar war an diesem Morgen den Schiläufern der weite Ausblick auf die im Vogelsberg hinreichend bekannte Weife verwehrt, und wohl mancher wunderte sich im stillen, daß der Weg bergauf noch immer kein Ende nahm. Aber einmal — die „Zünftigen" wissen natürlich ganz genau wann — kommt man doch ans Ziel, und nur den jüngsten Schihaserln mag dieser erste Aufstieg etwas schwer gefallen fein. Oben fand man sich dann im Klubhaus zunächst zur traditionellen Tasse Kaffee ein, und während man sich auf
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MöaNcbkett des Fischfangs auch an Sonn- und Fernmeldewesen erkennen. Aus 128 Blättern mer- ~ den durch Bild oder Ze-ichnung mit kurzem, ein
prägsamem Text immer wieder neue Einzelheiten aus dem Tätigkeitsaebiet der Deutschen Reichspost volkstümlich und anschaulich behandelt. Mag es sich um Verwaltui^, Personal, Betrieb oder Bauwesen handeln, oder um Ausschnitte der einzelnen Dienstzweige, immer wieder sind es bemerkenswerte Aufschlüsse über Sinn und Zweck der Diensfformen und Einrichtungen und wertvolle Fingerzeige dafür, wie man sich ihrer am bequemsten und wohlfeilsten bedienen kann. Eine Anzcchl von Blättern berichtet über soziale Eirrrichtungen, ferner über die Feldpost, die Reichspost in den entrissenen Kolonien, am Westwall und in befreiten Gebieten. Ausführliche Gebührenübersichten der wichtigsten Post-, Post' scheck-, Telegraphen- und Femsprechgebühren sind eingeheftet, zwei Kalendarien bilden den Schluß.
Der Steward verbeugt sich und geht. Dann ist er ort, alle Geräusche sind fern und Anne Wegner teht neben dem Fremden, allein auf einem men- chenleeren Sonnendeck. Wenn man nicht an Märchen glaubt, könnte man das nicht für möglich halten. Anne glaubt an Märchen.
Don irgendwoher schallt das Klapperr einer Tür. Zu und aus. Christian Schwertfeger sagt: „Ich glaube, mir müssen uns zum Essen fertigmachen."
„Ja, ja, natürlich." Anne geht schon vor ihm her. „Essen Sie auch in der zweiten Abteilung, Herr Schwertfeger?"
„Geradeso wie Sie, Fräulein Wegner", lacht es hinter ihr.


