der
und „Eintrw
gegenüber:
ing, Botz; Schoncke, Heeg, •, Weniger, Schlich, Borschel.
1900: Flick; Reuli,
nf» <4n Mf in Orbnuna ist oder nicht, gab Rat» ein Film von einem Schikurs tm WMierrai, ge^mi f<Möw über den EiNsa^ ver Reserven ölkchen zu ausgenommen, fand dankbare Zuschauer. Im wet- schwach gewordenen Böltern und ermahnte schließ- teren Verlauf des Abends, der de^Karneradschast
(Nachdruck verboten!)
30. Fortsetzung
register" zu. Er wies auf die vor einiger Zeit unternommenen erfolgreichen Bemühungen um den Erwerb der Mangold-Hütte hin und sprach von der Notwendigkeit der Eintragung des Vereins in das Vereinsregister, um den für den Grunderwerb notwendigen gesetzlichen Erfordernissen zu genügen. Die Versammlung erklärte einmütig ihr Einverständnis mit den Absichten des Vorstandes und bestätigte auch die vorgeschlagenen Satzungsänderungen. Kamerad Dörfner teilte ferner mit, daß der Ausbau der Hütte zwar im Herbst mit aller Energie m Angriff genommen worden sei, leider sei es aber nicht möglich gewesen, die Arbeiten in Anbetracht der inzwischen eingetretenen äußeren Umstände abzuschließen. Immerhin bilde die Hütte auch jetzt schon eine schone Unterkunftsmöglichkeit für die Mitglieder. Im weiteren Verlauf des Abends wurden verschiedene Filme gezeigt, die in die verschneite Bergwelt des Ortlers, des Großglockners und des Piz Palü führten. Auch ein Film von einem Schikurs tm Walfertal, geschickt
Dahrner; Theiß, Stieler.
D sB.-R.: Wiegel; Frischholz, Sehrt; Koehler, Frank, Otter; Balser, Hauser, Unverzagt, Potz,
Unter dem Vorsitz der ti-ergeitigen Direktoren Anstalten als Regierungsvertretern fanden am
toten. Auch auf Wegen, die durch Wälder führen, darf nicht geraucht werden.
Jeder deutsche Volksgenosse ift für die Erhaltung uni) Pflege unseres deutschen Waldes mitverantwortlich, jeder hat die Pflicht, auch seinen Nächsten vor Unvorsichtigkeit und Leichtsinn zu warnen. Bald beginnen die Ausflüge in den Wald. Denkt dabei an die Gefahren, die ungeheuren, kaum wiedergut- zumachenden Schäden, die ein Waldfeuer mit sich bringen kann!
Reifeprüfungen
an Siebener Höheren Schulen.
Falle belanglos. Kybander überprüfte die Situation I noch einmal, dann ries er Henriette Carlotti an. i Frau Henriettes Stimme kam mit leichtem Er- । staunen. „Herr Kommissar Kybander? Sie sind unten 1 im Laden und wollen mich sprechen?" ;
Ja", sagte er, „läßt es sich machen, daß Sie । mir den Papagei Asmus herunterbringen? Ich habe den Arbeitsraum Ihres Sohnes unten im Laden genau so hergerichtet, wie es am Mordabend war. Nur der Papagei fehlt."
Kybander wartete. Es dauerte nicht lange. Er hörte schon vom Hof her Asmus heiser krächzen.
,Warum kamen Sie am Mittwochabend herunter, und wie kam es, daß Sie Ihre Handschuhe bei sich hatten", fragte Kybander, als die Mutter des Toten ihm schließlich gegenübersaß. „ __
Mein Radiogerät hatte eme Storung , antwortete Frau Henriette. „Ich wollte meinen Sohn Ludwig fragen, ob er den Fehler finden könne. Er verstand ein bißchen vom Radiobasteln. Ich nahm meine Handtasche mit, in der die Wohnungsschlüssel waren. Daß auch Handschuhe in der Tasche waren, wußte ich da noch gar nicht." Sie machte eine Pause.
Ihr Mund war schmal wie em Strich. „Ludwig saß da, wie Sie jetzt sitzen; nur zusammengesunkener er war, als ich kam, schon tot. Den Revolver hielt er noch in der Hand. Ich hatte Mühe, die Fmger vom Griff zu lösen." _ , v __ ,
Weshalb nahmen Sie Ihrem Sohn den Revolver aus der Hand?" Kybander fragte schnell, um Feine neue Pausen aufkommen zu lassen: „Wußten Sie, wer ihn erschossen hatte?" ..
Frau Henriette zuckte zusammen Dann sagte sie rasch: „Ludwig hat sich selbst erschossen. Das sah uh. Er hatte den Revolver noch in der rechten Hand. Sie sah den Kommissar an. „Ich wußte da noch nichts von dem Gift. Ich hatte keine Ahnung, daß es einen Mörder gegeben hatte. Ich sah nur mein Sohn hatte sich erschossen und — das durfte nicht fein. Ich glaube nicht, daß Sie mich verstehen werden wenn ich Ihnen sage, daß ich m dem Augenblick nicht einmal so sehr Trauer, als Ent fttzen über feine vermeintliche Tat spürte. Einen Selbstmord hat es in unserer Familie niemals gegeben Ich wollte nicht, daß mein Sohn Ludwig ein Selbstmörder war Deshalb nahm ich ihm die Waffe aus der Hand und steckte sie ein. Später, draußen, warf ich sie m den Müllkasten. Ich hatte die Handschuhe angezogen Mit ihnen wischte ich alles ab. was Ludwig berührt haben mußte, und was seine Tat, dachte ich, verraten könne. Dann, als ich glaubte, man werde einen । lleberfatl annehmen, bet dem er ums Leben kam, . ging ich wieder hinauf. Das ist alles.
: Kybander saß sinnend. Die t$rau hatte die Wahrheit gesagt, das wußte er. „Ich will Ihnen erklären, wie Ihr Sohn Ludwig zu der Wunde am Hals kam.
Die Halsverletzung, an ber er aber nie gestor- • ben wäre, hat sich Ihr Sohn Ludwig selber beige« : bracht. Er war vergiftet worden, er spurte, rote i das Gift ihn plötzlich lähmte, er wollte Hilfe her
1. und 2. März die Reifeprüfungen an Gymnasium, Langemarckschule und Oberschule für Mädchen statt. Alle Prüflinge wurden für bestanden erklärt. Am Gymnasium waren es 18, an der Langemarckschule 33, an der Oberschule für Mädchen 16 in der Haus« wirtschaftlichen und 19 in der sprachlichen Abtei- lung. Ohne Prüfung erhielten das Zeugnis am Gymnasium 11 Schüler und an der Lang em ar ck- schule 26. Sie sind schon als Freiwillige ju den Fahnen geeilt. Ebenso erhielten aus der 8ti-Klasft der Mädchenoberschule 7 Schülerinnen und aus der 9tt-Klasse 9 Schülerinnen das Abgangszeugnis, da sie schon fast ein halbes Jahr im Hilfsdienst freiwillig tätig sind.
Mandler.
Nach dem Anstoß von VfB.-R. bekamen die Wauweißen den Ball. Das Leder kam zum Rechts- ' außen, der sofort zur Mitte gab. Ein Schuß von Stieler tonnte jedoch der Torwart von VfB.-R. halten. Es dauerte jedoch nicht lange, da kommen die 1900er wieder gut durch. Ein Schuß von Weniger prallte an dem Verteidiger ab und ging ins eigene Tor. Diese Freude dauerte jedoch Nicht lange, bann kam der Sturm von VsB.-R. gut durch, und schon hieß es 1:1. Dis zur Halbzeit legten die Blau- weißen noch 4 Tore vor.
In ber 2. Halbzeit hatten die VfB.-R.er überhaupt nichts mehr zu bestellen. Die 1900er drängten immer mehr. Noch vier Tore waren die Ausbeute.
mit Gefühl. .
Innerhalb unseres Kreises Wetterau wurden wiederum 100000 Stück verkauft. Der Reichsluftschutzbund, der Reichsbund der Kinder- reichen, die Mitglieder der NS>Kriegsopferversor- gung setzten sich dafür ein. Heber das Ergebnis werden wir zu gegebener Zeit berichten.
Vornotizen.
Tageskalender für Plonlag.
Populärwissenschaftliche Vorträge der Universität: 20.15 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts Professor Ullrich über „Kulturgeschichte der Mathematik". — Städtische Frauenarbeitsschule, Steinstraße 10, Ausstellung von 14.30 bis 18 Uhr. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Weltrekord im Seitensprung"; 20 Uhr NSG. ,Kraft durch Freude": Groß-Darietö. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Feldzug in Polen". — Ausstellung des Oberhessischen Kunstvereins im Stadttheater 17 bis 18 Uhr.
ns-wiiw M statt öuttö We
Achtung! Rb Spott.
Sportamt Wetterau, Schanzenstraße 18.
Für Frauen: 995V
Donnerstags, 20.30 bis 21.30 Uhr, Schillerstraße.
Für Wanner und Frauen:
Hallensport (insbesondere Hallenspiele) jetzt Mittwochs, 20 bis 21 Uhr, Goetheschule. Nicht wie bisher Donnerstags, 18 bis 19 Uhr.
SinderSportkurslstan einem Nachmittag geplant. Anmeldungen sofort erbeten beim Sportamt.
Der Glücksmann meldet...
Ein 1000'RM.-Gewinn gezogen!
Arn Samstagabend wurde in einer Gaststätte der Frankfurter Straße in der Kriegswinterhilfslottene der Gewinn von 1000 RM. gezogen. Die glückliche Gewinnerin ist die Köchin eines Bautrupps. Die Auszahlung erfolgte am Sonntagmorgen in der Geschäftsstelle Gießen der Kriegswinterhilfelotterie an den Ehemann der Gewinnerin. Es ist dies für Gießen in der diesjährigen Lotterie neben bereits gezogenen 4 Gewinnen zu 500 RM. der erste 1000- RM.-Gewinn.
Wieder Rauchverbot im Walde.
Ab 1.März ift, woran erinnert sei, das Feuermachen und Rauchen in den Wäldern ver-
Sie merkte, wieviel leichter er den Tod Ludwigs nahm. Ihr war so viel Unbeschwertheit nicht gegeben. Aber sie begriff, daß es gut war, sehr gut für sie, daß Gerhart so und nicht anders war. Sie würde nicht dazu kommen, ewig um Ludwig zu trauern. Das Leben ging weiter, Gerhart hatte das sehr klar erfaßt. Es ist gut, dachte sie, ich liebe ihn. Als er ihren Blick auffing, lächelte sie zum ersten- mal seit langem. *
Um dieselbe Zeit fand am Alexanderplatz eine Besprechung statt, deren Anlaß ebenfalls eine Abreift war. Herr von Karmin und Kybander standen sich wie schon so oft im Zimmer 213 gegenüber.
• Der Kriminalrat sog an seiner Zigarre. „Ich habe den Perser zusammengestaucht. Die Perlenkette, die richtige, versteht sich, ist wieder hier. Die imitierte liegt bei Carlotti im Laden. Von einer Inhaftnahme habe ich abgesehen. Das ist wohl auch in Ihrem Sinne." . , £ c
Kybander nickte. Der Krimmalrat fuhrt fort: „Anschließend habe ich Julia Carlotti als die Erbin angerufen und ihr den Fall dargelegt. Sie hat sofort auf die Perlenkette verzichtet. Ali Aftab wird sie also wiederbekommen. .
Dann gibt es aber noch etwas: Fräulein Jwanka Gospik war hier und bat korrekt um die Erlaubnis, Berlin verlassen zu dürfen. Ihr Paß war m Ordnung. Ihre Wohnung hat sie wie sie stand und lag verkauft. Sie will mit dem Direktor Boury, mit dem sie sich verlobt hat, auf eine Auslandstournee gehen. Auch dagegen ist nichts zu sagen."
Herr von Karmin tat plötzlich seine Zigarre weg, bekam die rechte Hand frei und legte sie seinem Kommissar auf die Schulter. „Kybander , sagte er, „wo stehen wir? Haben sie sich verrannt. Er wandte sich ab und sah zum Fenster hinaus. „Es eilt, alter Freund. Ihre Ideen in Ehren, aber wir müssen jetzt bald Resultate haben. Wollen Sie sich nicht um Frau Henriette Carlotti kümmern, die uns schon den Verdachtsbeweis der Handschuhe mit oem Blutfleck lieferte?"
Auf dem Tische lag der Revolver mit der Perl- muttereinlage am Griff. Das Kästchen nut der Buddhafigur stand da und die Perlenkette lag daneben« die unechte zwar« aber das war m diesem
' ÜDAS OPFER DER HEIMAT*
Landesfachgruppe, berichtete über die Erträge des vergangenen Jahres, das eine Rekordernte gebracht habe, und forderte abschließend die Kameraden baui auf, die Stände derjenigen Imker, die im Felde stehen, vorbildlich in Ordnuna zu halten. Im roet- teren Verlauf der Versammlung sand eine Aussprache statt, in deren Verlauf noch manche aktuelle Frage besprochen wurde.
Schiklub Gießen.
lich zum rechtzeitigen Futterbezug für den kommenden Winter. Eingehend widmete sich der Fachgruppenvorsitzende den verschiedenen Krankheitserscheinungen der Bienen'und wies auf die Erkennungsmerkmale und die Bekämpfungsmöglichkeiten der verschiedenen Krankheiten hin. Die Imker wurden ferner ermahnt, ihre Stände warm zu halten,, damit die Völker gut über die kritische Zeit möglicher Kälteeinbrüche hinweggebracht werden, er empfahl die rechtzeitige Anlage einer Tränke, empfahl die Rapswanderung mit den Völkern, wies aber auch auf die hierbei auftretenden Gefahren hin. Die Ausführungen wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.
Der Vorsitzer der Landesgruppe, S e y d e l, totes auf die großen Verpflichtungen der Imker im Dienst der Allgemeinheit lym, gab einen interessanten zahlenmäßigen Ueberbkick über die Völkerzahl in der
KRIEGSWINTERHILFSWERK
des zuckte für den Bruchteil einer Sekunde aus dem Kopf des Buddhas und fuhr sofort wieder zurück. *
Er schloß den Buddhakasten, nahm ihn unter den Arm, steckte den Eisenhandschuh ein und verließ den Laden. Er nahm eine Taxe und fuhr zum Polizeipräsidium.
„Herr von Karmin", sagte er, „hier bringe ich Ihnen den Mörder Ludwig Carlottts."
Er baute den Kasten auf. Herr von Karmm ah ihm zu. _
Neunmal verbeugte sich der Buddha vergebens; dann choß die Nadel wieder einmal heraus.
„Wahrhaftig", sagte der Kriminalrat erschüttert, „Kybander, Mann, wenn der Stich Sie nun auch getroffen hätte!"
Kybander hob wie weiland Gotz von Berltchm- qen die gepanzerte Hand. „Ich war gewappnet, Herr Kriminalrat." Er strahlte. Herr von Karmin mußte sachlich vorgehen. Er rief das Labor an. Dr. Schulz kam. Ihm wurde genaueft der nickende Buddha vorgeführt. Als er im Bilde war, nahm er ihn mit. „Ich rufe sofort an."
Herr von Mrmin rauchte seine dicke schwarze Zigarre. Sie mischte sich mit dem Rauch etlicher Zigaretten, die Kybander verbrauchte. „Eine peinigende Viertelstunde, obgleich man ja gar feine Zweifel mehr l)at und nur die Gewißheit festgestellt werden muß", sagte der Kriminalrat. Kyban- der nickte nervös. Es dauerte ihm zu lange. „Sehr sonderbar", fuhr von Karmin nachdenklich fort, „jahrzehntelang schlummerte dieses Geheimnis des nickenden Buddha, bis es dem Herrn Zibilla em» fiel, die Figur zu putzen und zu ölen. Dabei muß der Mechanismus der Giftnadel gelost worden fein. Er arbeitet noch immer nicht richtig, nur manchmal, wie wir sahen, aber Ludwig Earlotti hatte das Unglück, die Stelle zu berühren, als der Mechanismus gerade einmal funktionierte. Wer hat sich dies teuflische Ding wohl ausgedacht und wozu? Wir werden das nie wissen."
Kybander nickte. Er hielt es nicht mehr aus und sprang auf. „Wo bleibt denn —" ■
Aber da rief Dr. Schulz an. „Also, meine Herren", sagte er und es klang sehr entfernt, denn er sprach direkt aus dem chemischen Labor, „es bandelt sich einwandfrei um dasselbe Gift, an dem Ludwig Carlotti starb. Damit dürfte der Beweis erbracht sein, daß der„nickende Buddha den Anti- quitätenljänbler tötete." .
„Dürfte?", sagte Herr von Karmin, „ist erbracht, Doktor. Mehr Beweise verlangt fern Staats- anmalt." Dann hängte er ab. Er drehte sich um und stand auf. Mit beiden ausgestreckten Händen ging er auf seinen Kommissar zu. Kybander, sagte er, „das war ja wohl Ihr Meisterstück.
Kybander lächelte verlegen, als habe ihn jemand auf einen Fettfleck in der Jacke aufmerksam gemacht. — Ende. —
beiholen und konnte nicht mehr. Aber der Revolver lag da. Er hatte ihn, eine Begegnung mit einem rabiaten Kunden erwartend, vorsichtshalber herausgelegt. Den Revolver nahm er und feuerte ihn ab. Der Knall, hoffte er, werde gehört wer- den und man werde kommen und ihm Hilfe bringen. Leider täuschte er sich. Der Schuß wurde nicht nur nicht gehört und verhallte, Ihr Sohn hatte auch noch das Mißgeschick, als er gegen die Decke choß, einen Eisenträger zu treffen.
Die Kugel prallte zurück und traf ihn in den Hals. Er starb kurz darauf."
„Entsetzlich!" rief Frau Henriette; sie schlug beide Hände vor das Gesicht.
Ich weiß, daß Sie bas, was Sie taten, für Jh're Pflicht hielten. Aber es war falsch. Ihre Pflicht wäre es gewesen, mir zu helfen; auch dann, wenn es ein Selbstmord gewesen wäre, Frau Carlotti." ......
Kybander stand auf. „Wollen Sie mir die Hand geben? Ich habe Ihnen einen Verdacht abzubttten
„Ich weiß es", sagte sie, „Sie glaubten, ich hatte ihn erschossen." , ,, _. ,
„Nein", antwortete er, „ich glaubte, Sie hatten ihn vergiftet." *
Als Kybander wieder allein war, öffnete er den Buddhakasten. Dann fiel ihm etwas ein. Er stand auf und sah sich im Laden um. Der eiserne Japanritter trug Handschuhe aus dünngeflochtenem Netz- draht. Er zog ihm den rechten Handschuh ab. Der Handschuh pafjte ihm bei weitem nicht, aber es genügte, daß er die Finger bewegen konnte. Mit der rechten Hand in Eisen näherte er sich dem Buddha wieder.
Er rührte den Buddha an, er traf gut Die Stelle, die den Mechanismus auslöste. Der Buddha ging nach vorn, verbeugte sich grinsend und gab fein Versteck frei. Nichts sonst geschah. .
Zurück den Buddha. Den Kasten zu. Noch einmal von vorn. Kasten offnen, Buddha nicken lassen ... nichts.
Aber das wußtest du doch, Kybander Warum zogst du die Eisenhandschuhe an. Der Perser Ali Aftab griff mit der bloßen Hand zu und tl)m ge- schah nichts. Was glaubst du, wie lange Zibilla da an der Figur herumgespielt hat. Und Ludwig Carlotti, bevor er ihr Geheimnis herausfand!
Und wenn man nun nichts von dem Trick weih, wenn man vollkommen ahnungslos irgendwo zufaßt? Er tastet die Figur ab. Keine Stelle gab es, die er nicht berührte. Aber er fand nichts Auf- fä Em plötzlicher Wutanfall packte ihn. Er schlug mit der Eisenfaust auf den Tisch, dabei traf er die untere Leiste des Buddhakastens. Er hatte hart zugehauen. Der Kasten kippte um, mit ihm der Buddha. „ ... ... ...
Da geschah es. Kybander prallte förmlich zuruck, i Etwas Spitzes, Winziges, aber nicht zu Uebersehen-
Der Schiklub Gießen vereinigte am Samstag viele seiner Mitglieder zu einer kameradschaftlichen 23er- anftaltung im „Burghof". Vereinsführer D o rf ner hieß Ehrenmitglieder und Mitglieder herzlich willkommen, sprach von der schönen Verbundenheit der Mitglieder untereinander und wandte sich im Verlaufe des Abends dem Thema „Grundstückserwerb
' igung des Vereins in das Vereins- Er wies auf die vor einiger Zeit unter-
Mes Leben in Gießk
Appell der Artilleristen.
Der März-Appell der Gießener Arttlleristen vereinte am Samstag im ,Höfischen Hof" eine große Anzahl Mitglieder der Kameradschaft. Zu Ehren des verstorbenen Kameraden Gastwirt Fritz Schreiner erhoben sich die Versammelten von den Plätzen. Kameradschaftsführer Müller sprach über die Bedeutung dieser ernsten Zeit, in der es gelte, alle Kräfte zu- sammenzufassen. In diesem Zusammenhang gedachte er der Kameraden, die wieder an der Front stehen, und auch der Sohne der Kameraden im Waffenrock und entbot ihnen den Gruß der Heimat. Die alten Soldaten sind aufgerufen, durch ihre Beteiligung den Heldengedenktag würdig zu begehen. Weiterhin werden die alten Sold-aten am 16. und 17. März die letzte Reichsstraßensammlung des Wipters 1939/40 durch führen. Dabei werden sich selbstverständlich auch die ehemaligen Arttlleristen beteiligen. Der Kameradschaftsführer gab die entsprechenden Kreisbesehle bekannt. Für das nächste öffentliche Auftreten wurde auf die Vervollständigung des Dienstanzuges aufmerksam gemacht. Zum einstweiligen Schriftführer wurde Kamerad Fa- b e r bestimmt. Der Sozi alw art Kamerad Volk- mann soll für das Kinder erholungswerk geeignete Vorschläge einreichen. Zahlreiche FelLpostgruße waren eingegangen. Zum Schluß las Kameradschaftsführer Müller einen interessanten Aufsatz über Seekriegführung und Prisenordnung vor. Ein kameradschaftliches Zusammensein beschloß den Appell.
Fachgruppe der Imker.
Die Bezirksfachgruppe Gießen der Imker hatte ihre Mitglieder für den gestrigen Sonntag au einer Arbeitstagung in das Hotel Hopseld eingeladen. An der Versammlung nahm auch der Vorsitzer der Landesfachgruppe Imker Hessen-Nassau, Seydel (Eltville), teil. Der Fachgruppenvorsitzende Bo- denbender (Gießen) gab in umfassender Darstellung einen Ue-berblick über die gegenwärtige Lage der Imkerei in unserer engeren Heimat. Er erörterte die Wachs- und die Homggewinnung in der Vergangenheit und in der Zukunft, wies auf die Notwendigkeit einet steigenden Wachsgewinnung hm, forderte dazu auf, die Volker bauen zu lassen, und wies auf die natürlichen Bestrebungen der Bienenvölker im Wabenbau hin. Er konnte ferner mit» teilen, daß das Jahr bereits wer schöne Flugtage gebracht habe, daß, soweit sich das jetzt schon übersehen lasse, die Bienenvölker mit wenigen Ausnahmen ausgezeichnet durch den Winter kamen. Er erläuterte im Zusammenhang damit die Ursachen, die maßgebend sein können, wenn im vergangenen Winter ein Volk verhungerte, erfror ober erstickte und gab wertvolle Ratschläge zur Vermeidung solcher Einbußen. Im weiteren Verlaus seiner Darlegunaen wandte sich der Redner dem Thema der Frühjahrsmachschau zu, forderte zur Prüfung auf „Weiselrichttgkeit" auf, erläuterte die verschiedenen Anzeichen, aus benen zu erkennen ist.
Aus der Siadl Gießen.
1OOOOO SlaSabzeichen verkauft.
Die Straßensammlung des vergangenen Wochenendes hatte diesmal schon zeitig begonnen. Schon am Freitagvormittag wurden die Volksgenossen mit freundlichen Worten angehalten und um eine Spende für das Kriegsrointerhilfswerk gebeten. Neugierig sah auch jedermann gleich in die Pappe- kästchen, die die Sammlerinnen und Sammler in den Händen hielten. Die Glasabzeichen aus der Gablonzer Glas- und Schmuckwarenindustrie forderten aber auch alle Aufmerksamkeit heraus, denn sie zeichneten sich durch eine sehr saubere Verarbeitung aus. In den 12 Abzeichen dieser jüngsten Serie in der Reihe der Abzeichen des Winterhilfsweries wurde man mit der Fauna des Dorfteiches bekannt gemacht und damtt auch gleichzeittg an den Frühling erinnert, der sich nun einzustellen im Begriff ist. Selbstverständlich brachten auch die Kinder den schmucken Abzeichen wieder ihre brennende Aus- merksamkeit entgegen und wählten sich angelegentlich das Tier, das chnen am besten gefiel Dem einen Kinde war es das Marientäferchen, dem anderen hatte es der Fisch ober die Eidechse angetan, andere wieder waren fiir die geflügelten und gehörnten Insekten und so kam jedes Kind zu seinem Recht. Tiber auch die Erwachsenen wählten kritisch und
gewidmet war, konnteDauch die Urkunden für die Sieger bei den jüngsten Kreiswettkämpfen ausgegeben werden.
G.A-Gport.
ÄfÄ.-n. gewinnt das Lasketbalttnrnier
Wer am Samstagabend sich die Zeit nahm, die Basketballspiele in der VfB.-Halle anzusehen, konnte feststellen, daß trotz langer Spielpause die ßeiftunaen noch auf beachtlicher Höhe standen. Den Schieos-' richtern Mohr und Krau sch I. stellten sich vier Männer- und zwei Frauenmannschaften. Die Männer mußten für ihre eingezogenen Kameraden viele junge und jüngste Spieler einstellen, und nur die Grün-Weißen waren in der glücklichen Lage, ihre Stammannschaft zu stellen. Trotzdem: die Jungen fügten sich ausgezeichnet in den Rahmen, wenn ihnen auch Härte und Ausdauer nicht zu eigen sein konnte, wie einer volljährigen und trainierten Mannschaft. Wie es zu erwarten war, stellten die DfB.-R.er den Sieger des Turniers.
Im ersten Spiel standen sich der Tv. Heuchelheim und der Mtv. gegenüber. Lange wogte der Kampf hin und her, bis die Mtver sich einen kleinen Vorsprung erkämpfen konnten und 11:6 siegten.
Das zweite Spiel brachte ein hartes Ringen zwischen 1900 und VfB.-R. Die jungen 1900er legten mächtig los und gingen bald durch Schuldt, Dinges und Kraft auf 5:0 davon. Erst die zweite Halbzeit sah die VfB.er mehr im Angriff und es gelang ihnen, just im letzten Moment auszugleichen.
Im Frauenspiel gingen die Mädels des VfB. mächtig los und führten lange. Die Leistungen waren auf beiden Seiten recht ansprechend. 8:6 für Mtv. lautete das Ergebnis.
Wohl den fpannenbften Kampf des Abends lieferten sich 1900 und Mtv. Immer wieder wechselte die Führung. Starker Einsatz auf beiden Seiten forderte das Letzte. 12:10 lagen die 1900er in Führung, als durch Jsheim der Ausgleich gelang. Noch eine Minute Spielzeit, als durch den gleichen Spieler zur Freude der Mtver der Sieg sichergestellt wurde!
Der Tv. Heuchelheim hatte dem nun in Fahrt kommenden VfB. nichts gleichwertiges entgegenzusetzen und verlor klar 26:3.
Etwas besser spielten die Heuchelheimer daraus gegen 1900. Aber auch hier mußten sie sich mit 20:8 dem erfahreneren Gegner beugen.
Im letzten Spiel fiel die Entscheidung eindeutig zugunsten des VfB., da die Jugendlichen des Mtv. nach dem harten Ringen gegen 1900 einen ziemlich erschöpften Eindruck machten. 18:6 lautete das Endergebnis.
VerdienterIugendsiegderBlauweihen.
1900 1. 3gb. - BfB.-R. 1. 3gb. 9:1 (5:1).
Am gestrigen Sonntag trat die Jugend auf dem Sportplatz der Spielvereinigun'a 1900 zu einem Lockalkampf an. Folgende Mannschaften standen sich
Ann
brr wollte
Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin


