Das Klima Großbritanniens
in ihrer Arbeit unterbrochen werden düi
in-
Der Führer
©riefe
japanischen Vorgehens gegen
o - C h i n a
liehen.
♦
OSRAM
-LAMPEN
OSRAM-
Ersetzen Sie Ihre 25-Watt-Lamve durch die moderne 40-Watt.Osram^f.Lampe, dann erhalten Sie doppelt soviel Licht. Verwenden daher auch Sie künftig die wirtschaftlichen
von Kriegsaufgaben verliehen.
Der Führer hat den Kupferstecher Professor Alfred Coßmann in Wien aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste auf dem Gebiet der Graphik die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ver
bann das Parlament nicht einberufen? Man sagt uns, daß die verschiedenen Regierungsabteilungen beschäftigt sind und nicht durch Parlamentssitzungen
jedoch bereits 350 000 Pengö zur Verfügung. 3JHt der Eröffnung des Gymnasiums erhält die deutsche Volksgruppe in Ungarn nach 58 Jahren wieder ein deutsches Gymnasium. Die letzte Lehranstalt dieser Art wurde im Jahre 1882 in Budapest geschlossen.
zwischen werden Fehler, von denen manche nicht wieder gutzumachen sind, begangen, und Verwirrung greift um sich, was den Leuten, die die Opfer der Bombardierungen sind, viel unnötige Leiden verursacht."
Japan warnt England.
Keine Wiedereröffnung derBurma-Stratze.
Tokio, 2. Okt. (Europapreß.) Das Problem der Wiedereröffnung der Burma--Stratze nach Ablauf des Abkommens über eine dreimonatige Schließung am 18. Oktober wird von der japanischen Presse bereits eingehend diskutiert. England wird davor gewarnt, sich irgendwelchen Illusionen über die Folgen der Wiedereröfsnung hinzugeben. Unter Berücksichtigung des kürzlichen
Der Führer hat dem Schriftsteller Friedrich 2 i in Rethus bei Parchim in Mecklenburg aus Anlaß der Vollendung feines 50. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um das deutsche Murn die Goethe-Medaille für Kunst issenschaft verliehen.
Luxemburg Gauleiter Simon in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um die Durchführung das Derdienstkreuz I. Klasse
land, Italien und Japan. Mit auftichtiger Genug» tuuna begrüße ich Ihre Versicherung, daß das slowakische Volk sich denjenigen Mächten eng verbunden fühlt, die sich eine gerechte Neuordnung der Welt zum Ziel gesetzt haben. Ich bin überzeugt, daß auch dem Arbeitswillen des slowakischen Volkes im künftigen Europa die weitesten Entfaltungsmöglichkeiten gegeben sein werden."
Der italienische Staatsminister F a r i n a c c i, der auf Einladung des Reichsministers Dr. Goebbels und Reichspressechef Dr. Dietrich mehrere Tage in Berlin weilte, verließ am Mittwochabend mit seiner Begleitung die Reichshauptstadt im Sonderzug. Auf Einladung von Reichspressechef Dr. Dietrich begibt sich Staatsminister Farinacci mit den Herren seiner Begleitung in die Kampfgebiete des Westens.
,, *
In Berlin tagte der Beirat der Reichsbahn unter dem Vorsitz des Reichsverkehrsmimfters Dr. Dorpmüller. Dem Beirat wurde ein Ueberblick über die Verkehrsbetriebs- und Finanzlage und über personal- und sozialpolitische Maßnahmen gegeben. Er nahm Kenntnis von dem Erfolg der Umwandlungsaktion der Reichsbahnvorzugsaktien, bei der schon jetzt in hohem Ausmaße von dem Umtausch Gebrauch gemacht worden ist, ebenso auch von dem günstigen Zeichnungsergebnis der neuen Reichsbahnanleihe, die bereits nach drei Tagen mehrfach überzeichnet war.
Die ehemaligen Mitglieder der französischen Regierung P o m a r e t und Mantel wurden gemäß den neuen Verwaltungsmahnahmen in Pelle-Voisin interniert. Pomaret war Abgeordneter und ehemaliger Arbeitsminister. Mantel war Generalrat des Departements Aude.
Der in den Ruhestand tretende Chef des schwedischen Heeres, Generalleutnant Per Sylvan, ist von Generalleutnant Ivar Holmquist abgelöst worden. Zum Chef des Heeresstabes ist Generalmajor Folke H ö g b e r g , der bisherige Kommandant von Boden, ernannt worden. Der bisherige Stabschef des Heeres, Generalmajor H. Jung, kommandiert nun die Heeresgruppe 2. *
Das japanische Marineministerium teilt mit, daß am 11. Oktober, dem 2600. Jahrestage der Gründung des japanischen Kaiserreiches, auf der Höhe von Yokohama eine großen Flottenschau ab- gehalten werde.
Wie Italien, hat auch die Derwaltuna der V a- i k a n st a d t die Rationierung von Speiseöl, Butter und Fett eingeführt.
Anläßlich des Tages des Caudillo fanden in ganz Spanien große Festlichkeiten statt. An einem feierlichen Tedeum nahmen die Regierung sowie die Spitzen des kirchlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebens teil. Auch das Diplomatische Korps, die NSDAP, und der italienische Fafcio waren vertreten. Nach der Feier begaben sich die Teilnehmer in den Nationalpalast, wo sie durch den Caudillo empfangen wurden.
Der Abessinienfeldzug.
Der erste Schlag gegen Englands Wcltgeltnng.
Rom, 2.Okt. (DNB.) Mit dem am 2.Oktober vor fünf Jahren begonnenen abessinischen Feldzug hat Mussolini, mit die italienische Presse übereinstimmend betont, den ersten Schlag gegen die allmächtige Weltstellung Albions geführt und damit den ruhmreichen Weg zum Aufstieg gewiesen. — „Heute, da der Kampf gegen die englische Vorherrschaft zu Lande, zu Wasser und in Der Luft unerbittlich tobt", so schreibt „Messaggero", gedenken wir der Anfangsstadien dieses gigantischen Dramas." Mit dem siegreichen Feldzug in Abessinien hat der Zusammenbruch des englischen j Weltreiches begonnen, der seither unaufhaltsame Formen annehme. Das Scheitern der Sanktionen brach das die ganze Welt terrorisierende Prestige der englischen Flagge und gab zugleich der Genfer Liga einen tödlichen Stoß." — „Popolo di Roma" stellt fest, daß der 2.10.1935 die Grenze zwischen zwei Zeitaltern darstelle. Mit der Tat Mussolinis seien die Tore in jene Zukunft geöffnet worden, die Deutschland und Italien an der Spitze des neuen Europas heraufführe und zugleich Afrika und Asien nach sich ziehe.
Die Operationen in Aegypten.
Stockholm, 2. Okt. (Europapreß.) Englands Presse und der britische Nachrichtendienst widerspre- chen sich in der Deutung der Operationstakttk der Italiener in Aegypten unter dem Kommando von Marschall Graziani. Der britische Nachrichtendienst erklärt, die Italiener rückten nicht über Sidi el Barani nach Alexandrien vor, weil der englische Widerstand zu stark sei. Englische Kriegskorrespondenten in Aegypten erklären jedoch, weitere italienische Aktionen in Aegypten ließen auf sich warten, weil Italien zur Zeit noch mit der Verfolgung
ZtaliemsOer Wehrmachlsbmcht.
Rom, 2. Ott. (DRV.) Der italienische wehr- machtsbericht vom Mittwoch hat folgenden Wort- laut:
In Rordafrika haben unsere Schnellen Auf- Narungsabteilungen einige vorn Feinde bei seiner Flucht südlich von Sidi el Barani aufgegebene Panzerwagen und Motorräder aufgefunden und erbeutet
Aus neuen Feststellungen geht hervor, daß die Zahl der gemäß unferm gestrigen Bericht von unserer Luftwaffe bei Angriffen abgeschossenen feindlichen Flugzeuge zwei beträgt Weiterhin wurde festgestellt daß außer den drei gemäß Wehrmachtsbericht vom Montag in Luftkämpfen abgeschossenen feindlichen Flugzeugen zwei weitere vom Feuer unserer Bomber stark beschädigte englische Flugzeuge gezwungen waren, auf der Insel Kreta zu landen.
Die feindliche Luftwaffe hat einige Angriffe durchgefuhrt, die bei B u g b u g fünf Verwundete und bei Tobruk einen Verwundeten zur Folge hatten. Die Schäden sind außerordentlich gering.
Jm Zentral-Mittelmeer hat unser U-Boot „Medusa" ein englisches viermotoriges Flugzeug vom Sunderland-Typ abgeschossen.
3m östlichen Mittelmeer hat unsere Luftwaffe eine aus zwei Kreuzern bestehende Marineformation angegriffen.
Der Wafferflughafen von Aden ist von einer unserer Luftformationen bombardiert worden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.
Die feindliche Luftwaffe hat Gherilli (Somali- land) bombardiert, ohne Opfer oder Schäden zu verursachen. Ferner wurde die Eisenbahn beim Tunnel des Harr-Passes (nordöstlich von Diredaua) bombardiert, wobei ein Askari getötet, aber keinerlei Materialschaden angerichtet wurde.
Kleine politische Nachrichten.
Anläßlich des Abschlusses des Dreimächtepaktes hat der slowakische Ministerpräsident Dr. T u k a an den Reichsminister des Auswärtigen ein Glückwunschtelegramm gerichtet, das dieser mit folgendem Telegramm beantwortet hat: „Eurer Exzellenz danke ich herzlich für Ihre freundlichen Glückwünsche zur Unterzeichnung des Dreimächtepaktes zwischen Deutsch-
diplomatischer Ziele beschäftigt sei. Der „Daily Tele- graph"°Korrespondent in Aegypten berichtet, daß die Italiener alles tun, um ihre Stellungen bei Sid el Barani so günstig wie nur eben möglich zu gestalten. Die westlichen Zufahrtsstraßen wür- bcn verbessert u n o *a u s g e b a u t..
„Berlingste Tidende" meldet, daß das ö. g y v • tische Parlament für den 7. Oktober einberufen sei. Die Sitzung war ursprünglich für den 11. November geplant. Zur Behandlung kommt als Hauptthema die Lage in Aegypten seit Eröffnung der italienischen Offensive.
Erhöhung der Suezkanalgebühren um 40 Prozent.
Stockholm, 2. Ott. (DNB.) In London wurde die Erhöhung der Suezkanal-Gebühren um 40 v. H. ab 1. Januar 1941 bekanntgegeben. Die Gebühren für beladene Schiffe werden von 5 Schilling 9 Pence auf 8 Schilling, und die für mit Ballast fahrenden Schiffe von 2 Schilkina 2,5 Pence auf vier Schilling erhöht. Die Gebühren für die Personenbeförderung werden von 5 Schilling 9 Pence auf 8 Schil- ling heraufgesetzt. In erster Lin', wird die Schifffahrt der neutralen Länder des Mittelmeeres von der Gebührenerhöhung betroffen. In London macht man für die Erhöhung der Suezkanalraten die durch den Kriegseintritt Italiens stark abgesunkene Erlöse aus der Suezkanalfahrt verantwortlich.
müsse man zu dem Schluß kommen, daß England durch die Wiedereröffnung der Burma-Straße e i n Desafter heraufbeschwören würde, schreibt „Pomiuri". Es scheine daher denkbar, daß es England in seiner gegenwärtigen verzweifelten Lage nicht riskieren werde, seinen wichtigsten ost- asiatischen Stützpunkt, die Malaiische Halbinsel mit Singapur aufs Spiel zu setzen. „Chugai Shogyo" meint, England sei auf einem Holzwege, wenn es glaube, daß die Wiedereröffnung der Burma-Straße die Hilfe für die chinesische Regierung von Tschungking verdoppeln und England Japan damit wieder schwere Hindernisse entgegenstellen könne.
Der japanische Nationalistenführer N a k a n o stellt in der Zeitung Tokio Nitscyi Nitschi fest, daß durch den Dreieroertraa Japans Stellung äußerst verstärkt worden sei. Dies bringe gleichzeitig für Japan die Verpflichtung, den Vertrag durch e n t - forschende Aktionen zu erfüllen und Die Schaffung eines Großoftasiatiscben Lebensraumes durchzuführen. Sollte versucht werden, diese Akttonen durch Wirtschaftsdruck zu verhindern, müsse Japan im gesamten aroßostasiatischen Gebiet schärfste Handelskontrolle Durchführen und die nötigen Rohstoffe aus Niederländisch-Jndien und den malaiischen Staaten holen. England sei durch die Mißerfolge in Europa nicht in der Lage, sich für Tschiangkaischek einzusetzen.
Suners Besuch in Rom.
Madrid, 2. Okt. (Europapreß.) Der Rom- Besuch Serrano Suners steht im Mittelpunkt des Interesses. Man ist in Madrid davon überzeugt, daß die Bindung Spaniens an die Achsenmächte außerordentlich eng geworden ist. Kennzeichnend für diese Auffassung ist ein Leitartikel der offiziellen Zeitung „A r r i b a" unter der Überschrift „Einheit des Vorhabens", der mit der Feststellung schließt, daß in diesen Tagen der beginnenden europäischen Neuordnung eine Einheit des Wollens der starken und junaen Völker ge» schaffen ist, die der Gerechtigkeit Der Geschichte und Der Zivilisation ihren Tribut entrichten wird. Ein mächtiges Spanien ist mit Italien und Deutschland vereint.
Der römische Korrespondent des Madrider Abendblattes „Pueblo" schreibt, gegenüber dem ersten Besuch Serrano Suners habe sich die internationale Lage völlig verändert. Unverändert fei jedoch die Herzlichkeit geblieben, mit welcher der Abgesandte Francos diesmal empfangen worden sei. „Wenn auch über den Gang der Verhandlungen und die Eraebnisse absolutes Stillschweigen gewahrt werde, so bestehe doch kein Zweifel, daß Spanien den Sieg Berlins und Roms wünsche, so wie seinerzeit Deutschland und Italien den Sieg Francos gewollt hätten. „Die Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden, werden nur dem Endsieg gewidmet sein. Mit erber ohne Dokumente, mit oder ohne Erklärung nimmt Spanien seit 1936 eine unveränderte Haltung in seiner Außenpolitik ein, ob kriegführend ober nicht kriegführend."
$ür eine Verlegung der rumänischen Hauptstadt.
B u k a r e ft, 2. Okt. (Europapreß.) Ein Artikel in dem der Eisernen Garde nahestehenden Blatt „Bunavestire" tritt für eine Verlegung der rumänischen Hauptstadt ein, die nach dem Wunsche C o» breanus im Herzen der Karpathen liegen sollte. Diese Verlegung sei schon 1918 geplant gewesen, als man von Siebenbürgen die Erneuerung erwartet hatte. Finanzielle Hindernisse müßten aber nun überwunden werden. Auf jeden Fall müsse die' neue rumänische Hauptstadt im Gebirge liegen, wo der Rumäne noch Herrschergeist besitze und nicht in der Ebene, wo er stets Sklave gewesen sei.
Wieder ein deutsches Gymnasium in Ungarn.
Budapest, 2. Oktober. (DNB.) Das staalliche Jakob-Bleyer-Gymnasium für die Volksdeutschen in Ungarn hat am 30. September den Unterricht aufgenommen. Gemeldet haben sich für das erste Schuljahr 34 Schüler. Das Jakob- Bleyer-Gymnasium ist im deutschen Heim des Volksbundes der Deutschen in Ungarn untergebracht. Für einen entsprechenden Neubau stehen
Großbritannien erstreckt sich zwischen dem 50. und 58,5. Grad nördlicher Breite, also über 900 Kilometer. Seiner Ausdehnung entspricht auf dem Festland das Gebiet zwischen Breslau und Stockholm. Entsprechend der gleichen geographi- chen Lage müßten beide Gebiete das gleiche Klima )aben. Das ist aber keineswegs der Fall. Obwohl ie kaum 1000 Kilometer voneinander entfernt lie- en, vertreten sie grundverschiedene Klimatypen: Großbritannien besitzt ausgesprochenes S e e k l i m a und das zwischen Breslau und Stockholm liegende Gebiet ebenso ausgesprochenes Landklima, in dem einen sind die Gegensätze der Jahreszeiten nach Möglichkeit ausgeglichen, in dem andern prallen sie hart auseinander. Trotzdem ist das Klima von Großbritannien nicht so einheitlich, wie man es von einer Insel, die nur zwei Drittel von Preußen darstellt, erwarten könnte, besonders wenn man bedenkt, daß sie keinen Ort besitzt, der mehr als 120 Kilometer vom Meere entfernt ist. Immerhin bleibt grundsätzlich der Charakter des Seeklimas in allen Landesteilen gewahrt. Die Frage ist nur, bis zu welchem Maße Der Atlantische Ozean von Westen her die Intensität des Seeklimas steigern kann.
In dieser Beziehung kommt man zu beachtlichen Feststellungen. Der Atlantische Ozean ist im Winter, besonders durch den aus Mittelamerika kommenden Golfstrom, ein ausgleichendes Wärmebecken. Infolgedessen verlaufen die Januar-Isothermen wie in ganz Nordwesteuropa von Norden nach Süden. Die Wintertemperaturen neh- men weniger von Süden nach Norden als von Westen nach Osten ab. Beispielsweise ist der Unterschied der Januartemperaturen zwischen dem vielgenannten Kriegshafen Plymouth im Süden und den Shetlandinfeln im Norden nur 2,1 Grad, während er zwischen den S c i l l y - I n • fein im Westen und Greenwich östlich London 4,2 Grad beträgt. So stark gleicht das umgebende Meerwasser aus. Nennenswerte Gegensätze bestehen also nur zwischen Land und Wasser. Daher kommt es, daß nur im schottischen Bergland oder im mittleren England wirkliche Winter mit beachtlichen Kältegraden vorkommen.
Genau so liegen die Verhältnisse im Sommer. Die größte Wärme verzeichnen Wieder die Binnen- gediete, während die Beobachtungspunkte am Meere weniger voneinander abweichen. Nur verschiebt sich diesmal die Richtung. Die Juliisotherme geht mit den Breitenkreisen parallel von Westen nach Osten, deshalb beträgt die Differenz zwischen Den Scilln- Jnseln und Greenwich nur 0,6 Grad, während LTe zwischen Plymouth und den Shetlandinfeln 4,5 Grad ausmacht.
Ueberträgt man diese grundsätzlichen Feststellungen auf das Land, so ergibt sich, daß die gesamte Westseite Großbritanniens das ganze Jahr über feucht ist, dazu im Winter mild, während der Sommer im Nordwesten kühl, im Südwesten aber warm erscheint. Dagegen ist auf der O ft - feite unter dem Einfluß des europäisch-asiatischen Festlandsblocks der Nordosten während des ganzen
Jahres kühl und ziemlich trocken. Die letzte Eiaenschaft besitzt während derselben Zeit auch der S u d o st e n , sonst ist aber sein Sommer warm und sein Winter kalt, in beiden Fällen mit Neigung zu Extremen. Zu Extremen führt auch oer Der- gleich zwischen West und Ost hinsichtlich der Niederschläge. Man mißt auf der einen Seite Regenmengen von 200 bis 360 Zentimeter Höhe — das sind geradezu tropische Maße — während z. B. London nur 61 Zentimeter aufweist, das ist weniger als die durchschnittliche Regenmenge in Deutschland.
Das Wetter der britischen Inseln wird von dem isländischen Tief sowie den südatlantischen und europäischen Hochdruckgebieten bestimmt. Im Winter kann dieses bis zum nördlichen England reichen und dann kaltes, ruhiges Wetter mit Frost und einer leichten Schneedecke bringen, während das Themsetal ost Tag und Nacht von undurchdringlichem Nebel bedeckt ist. Die nördlichen Teile von Großbritannien, besonders die Hebriden, werden im Winter von heftigen Stürmen, heimgesucht, die feuchte warme Regen bringen, welche die grüne Pflanzendecke während des ganzen Winters erhalten.
Großbritannien ist die A u s g l e i ch s st e l l e zwischen dem Festland und dem Ozean. Deshalb ist sein Klima außerordentlich bewegt und vielfachem Wechsel unterworfen. Dem entsprechen die G e - Zeiten st röme, welche die britischen Küsten um- branden. Die Bewegung von Ebbe und Flut ist an den britischen Küsten außerordentlich stark. Sie erreicht z. B. im Bristolkanal die ungewöhnliche Höhe von 16 Meter. Außerdem ist sie sehr unregelmäßig, da die Flutwelle sich um die Inseln herumteilt und dann wieder auseinander stößt. So treten in die Irische See eine Flutwelle von Süden und eine von Norden ein, um sich in der Mitte zu treffen. Ebenso bringt in bie Nordsee eine Flutwelle burch bie Straße von Dover unb eine um bie Norbspitze Schottlanbs herum. Durch biese wechselnben Was- serstänbe werben Strömungen erzeugt, bie sich namentlich bei Dover unb in ben Meerengen nörblich von Schottland stark bemerkbar machen.
Doch haben biese Gezeitenströme auch chr Gutes. Sie verhindern bie Entstehung eines breiten unb fortlaufenden Stvandwalles an ben Küsten Großbritanniens, ferner erweitern unb vertiefen sie bie zahlreichen Flußmündungen. Daburch find sie ber Schiffahrt in hohem Maße förberlich. Die Flutwelle kann weit in die kurzen, aber wasserreichen Ströme hinaufsteigen, ein Umstanb, ber zwar bie Anlage von Hafenschleusen unb Docks notwenbig macht, aber boch bas freie Meer sehr tief in bas ßanb einbringen läßt. So kommt es, baß bie allerbings von allerlei Stürmen umtosten unb auch bisweilen von Klippen unb Untiefen umgürteten Küsten Großbritanniens treffliche Naturhäfen besitzen: bie Westseite einen übergroßen Reichtum sogar, bie Süd- unb Ostküste aber auch eine mehr als ausreichenbe Zahl in ben Flußhäfen, von benen ja Lonbon, infolge ber Vielseitigkeit ber einftrömenben Hanbels- güter, an ber Spitze aller Häfen bes Lanbes ftanb.
Aus aller Wett.
Wirbelsturm über dem La-Plala-Gebiet.
Ein Wirbelsturm hat das La-Plata-Gebiet an der Ostküste Südamerikas heimgesucht. Ueber Montevideo und Buenos Aires ging ein heftiger Wolkenbruch nieder, der mehrere Tage anhielt und den Verkehr fast vollständig behinderte. In einem Kino in Buenos Aires ist während des Wolkenbruchs die Decke eingestürzt. Es sind sechs Tote und siebzehn Verletzte zu beklagen. Man befürchtet, daß noch mehr Opfer unter den Trümmern liegen.
Taifun seht Schanghai unter Wasser.
Ein Taifun, der von einem mehr als 24ftünbt- gen ununterbrochenen Tropenregen begleitet war, setzte Schanghai unb bie weitere Umgebung in wenigen Stunden tief unter Wasser unb verursachte bie seit über 30 Jahren größte Überschwemmung, beren Ausmaß burch das über bie Ufer bes Wang- pu gepeitschte Hochwasser noch vergrößert würbe. Warenhäuser unb anbere Labengeschäfte mußten schließen. Desgleichen sämtliche Schulen. Alle Verkehrsmittel sinb lahmgelegt. Vereinzelte Rikschas halten einen Notverkehr aufrecht. Die im Erbge- schoß gelegenen Wohnungen mußten geräumt werben. Die Zahl der Opfer läßt sich noch nicht ab» schätzen.
6aupt)(f)ctTtletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter de- Hauptichri-tletters Ernst Blumschetn. Beraniwortlich -Dr •Boitib und Bilder Dr. Fr. W. Lange, für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; -tu Sladi Gießen, Provm?, Winichaii u. Sport: Ernu Biumichen.
Druct und Vertag Brühliche Umverntalsdruckerei R. Lange ff. <S. Bertaarleiter Dr. - Ing. Erich Hamann Anzeigenleiter Hans Beck. SPerOTirroortH* >ür den Inkai' der An-etoen- Theodor Kümme! Pl.Nr.S.
Der Führer hat den Reichsminister D a r r 6 und Ohnesorge, ferner bem Reichsstatthalter und Chef ber Zivilverwaltung im Elsaß, Gauleiter Robert Wagner, bem Reichsstatthalter und Chef ber Zivilverwaltung in Lothringen Gauleiter Bürckel, unb bem Chef ber Zivilverwaltung in
18


