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mittag.

Kreis Büdingen.

Aus der engeren Heimat

(Nachdruck verboten!)

32. Fortsetzung.

wrfnis ür die

Serienreife mit Zulassungskarte

6ine Maßnahme gegen die Ueberfüllung schneller Züge.

Lieder vor und veranstalteten Spiele, die den leb« haften Beifall der Zuschauer fanden. Kinder, Eltern und Gäste verlebten zusammen einen schonen Nach-

22. Juli.

" Alle ander» Auge, vor allem auch die Eil- und

Keine Spur von Hauü

Roman von Lharlotte Kaufmann.

Der Kellner brachte das Essen, den Wein. Joa­chim trank ihr zu.Hast du gehört, was ich sagte?"

Sie sah ihn nicht an. ,Hch bin doch ... verhei­ratet", erwiderte sie leise, ,/Sag mir, ob du weißt, daß mein Mann noch lebt."

Nichts weiß ich. Gar nichts. Mjölln kommt mir manchmal vor wie ein Harlekin. Er gefällt sich in Ueberraschungen und unsinnigen Vermutungen."

Als wir weg waren, sagtest du, Detlef Hauck sei tot."

Nun ja. Damals glaubte Mjölln das."

Und heute?"

Jetzt denkt er allerdings, daß er noch lebt."

Wo lebt er?"

Ist es dir wichtig, das zu wissen?"

3a."

Nun, ich weiß es nicht. Ich habe seit zwei Tagen nicht mit Mjölln gesprochen."

Wenn du es weißt, wirst du es mir saaen."

Er trank seinen Wein aus.Manchmal oachte ich mir, daß ich es dir nicht sagen werde", antwortete er.Sibylle ... du wirst doch nicht ... wenn der Mann jemals wiederkommt ... nach soviel Jahren. Er hat dir nie geschrieben. Er hat sich nie um dich gekümmert."

Sie hob die Schultern.

Sibylle, wenn er noch lebt ... du wirst dich scheiden lassen. Er hat dich verlassen. Dann werden wir beieinander bleiben. Ich werde ein Haus bauen auf der Höhe von Stein, wenn du willst, ein gro- ßes, schönes Haus. Oder gleich hinter Heikendorf oder Teek, oder drüben in Strandorp. Sibylle, ich ... ach, warum soll ich das sagen, was du weißt mit abgedroschenen Worten sagen ... ich liebe dich."

Neben der Lampe, die schmal von der Decke baumelte, hing ein Seeungeheuer, ein Rochen mit einem Gesicht wie ein kleiner Teufel. Er schien zu lächeln.

Sibylle saß schmal auf ihrem Platz. Die Kälte der langen Fahrt war noch in ihr. Die Hände waren weiß. Ich kann es nicht glauben, dachte sie. Ich kann dies alles nicht glauben.

Sibylle", wiederholte Joachim,du mußt bei mir bleiben. Sag, daß du bei mir bleiben wirst ... sag ein einziges Mal nur, daß ... daß du ... daß du mich liebst."

13a, o ja", gab sie zurück, während sie immer«

gewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,16, bl (135 bis 149,5 kg) 1,16, ^2 (120 bis 134,5 kg) 1,16, c (90 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 89,5 kg) 1,08, ef (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,16, i (Altschneider) 1,16, g2 (andere Sauen) 1,08, h (Eber) 1,08 RM. Marktverkauf: Auftrieb gut, alles zugeteilt.

Segensreiche Arbeit abgeschloffen.

Rückschau auf die Tätigkeit der Nachweissielle für Volksgenossen aus dem Grenzgebiet.

»Komisch? Wer sagt, daß du komisch aussiehst? Aber du hast nichts auf dem Kopf."

Doch hier." Sie zeigte ihm den Südwester.Ich habe ihn nur rasch heruntergenommen. Der Leute wegen. Es kennen dich vielleicht manche."

Er lachte.Du bist ein Kind. Denkst du wirklich, ich' machte mir etwas daraus, wenn die Leute reben? Setz das Ding nur auf. Wir leben in einer Hafenstadt, und du bist ein kleiner Seemann. Hat es dich gedrängt, in die Stadt zu gehen? Wie lange stehst du schon hier? Warum hast du nicht ange- rufen? Dann wäre ich gleich gekommen."

Oh, ich ... ich stehe noch nicht lange."

Der Wind verfing sich in der Straße.x orgelte mißtönig, heulte und pfiff.

Häßliches Wetter. Und du bist dabei mit ,Was- Itli* gefahren. Wie konntest du nur! Morgen wollte ich zu dir hinaus. Wir hatten soviel zu tun. Durch die Feiertage hat sich die Arbeit gehäuft." Er bog in die Hafenstraße ein.

Sibylle war es, als hätte sie einen Schiffbruch hinter sich, als wäre sie tagelang über bösartige Meere getrieben uitd jetzt gerettet worden. Sie fühlte sich geborgen in seiner Ruhe.

Er nahm von neuem ihren Arm. Diesmal zog sie ihn nicht zurück. Sie wußte jetzt, daß sie Angst gehabt hatte, Angst, daß sie ihn verlieren könnte. Nur deshalb war sie durch die Kälte gefahren.

Ich denke, mir werden etwas essen gehen", sagte er.f)u hast Hunger. Ich fühle das."

Sie nickte.3a.

Wie bist du denn überhaupt durch das Eis ge­fahren? Mein Gott, du hättest ein Leck bekommen können. Dann wärst du abgesackt."

Sie lachte etwas.

Bei Gott, du bist leichtsinnig gewesen", wieder­holte er.

Sie blieben neben einer Kellertreppe stehen, über der eine eckige Ampel brannte.

Willst du hier hinein? Hier pflegen Kapitäne aus aller Welt zu sitzen und ihren Wein zu trinken."

fort den lächelnden Rochen anstarren mußte.3a, manchmal denke ich wohl, daß ich dich sehr gern habe, und ich weiß, daß du alles für mich tun wür­dest. Aber sieh, in der Frau steckt zweierlei Liebe. Die eine gehört dem Mann, der groß und stark ist, der sie beschützt, der über sie wacht, zu dem sie auf- sieht und bei dem sie geborgen ist. Aber die andere Liebe kann zu dem gehen, der arm ist und ausge­stoßen, der Hilfe braucht und ihre Zärtlichkeit. Das ist die mütterliche Liebe, Joachim ... und ... viel­leicht ist sie die stärkere." Sie senkte den Kopf ein wenig.An manchen Tagen ... da ist sie die stär­kere."

Joachim sah auf ihren dunklen Scheitel, auf dem blinkend ein Tupfen Licht lag.

Trink", sagte er bann,trink, damit du warm wirst." Er hob sein Glas. Das Licht wurde im Spiegel des Weins zurückgeworfen wie der Wider­schein einer Sonne.Wirst du nun das blonde Fräulein Jngeborg malen, das glaubt, nach dem Muster vieler Fllme ein wenig Intrige spielen zu müssen?"

Doch", erwiderte Sibylle,weshalb soll ich sie nicht malen? Sie sprach davon, daß sie sich mit dir verloben wird. Das heißt, ihre Freundin, die bei ihr war, sprach davon." Sie lachte jetzt, offen und M.

Ich hoffe doch, daß du das Mädchen nicht ernst genommen hast."

Nein", gab sie zu,ich habe sie vielleicht nicht ganz ernst genommen. Immerhin, sie war der An­laß dazu, daß ich törichte Gedanken bekam, daß ich das Verlangen hatte, dich zu sehen."

Er spielte mit einem Streichholz.Törichte Ge­danken ... ich gäbe etwas darum, wenn du eifer- süchtig gewesen wärst."

Vielleicht bin ich es gewesen."

Vielleicht? Ah ... und wenn du mich siehst, bann fragst bu, ob ich etwas von deinem Mann weiß! Du willst Vergangenes nicht vergeßen."

Ich glaube, es fehlt mir nur der Mut dazu." Ein Gast ging an ihnen vorbei. Ein Mann in dunkelblauem Tuch, wie es die Schiffer tragen. Er grüßte in einer fremden Sprache und fetzte sich an einen Tisch, hinter dem eine Gallionsfigur ihre vol­len Arme in die Stube reckte.

Der Kellner brachte neuen Wein.

(Fortsetzung folgt)

Sie nickte wieder. Im Vorraum gaben sie ihre Mäntel ab. Dann suchten sie sich einen stillen Tisch in einem Winkel. Die alte, getäfelte Stube war noch leer.

Nun sag mir, weshalb bu in der Stadt bist. Du hast etwas auf dem Herzen. Ich sehe es dir an."

Oh, mir scheint, ich bin nur ein wenig töricht gewesen", erwiderte sie. Ihre gelbbraunen Augen glitzerten im Schein der Deckenbeleuchtung wie Bernstein, wie Moorwasser im Sommersonnenschein.

Töricht? Nun, es muß dock etwas gewesen sein, wenn bu glaubst, plötzlich töricht werden zu müssen." Es überkam ihn der Wunsch, nach ihrer Hand zu fassen, die schmal wie die eines Kindes auf ihrem Schoß lag.

Ich hatte heute nachmittag einen fremden Be­such", berichtete sie,und der sprach davon, daß... daß mein Mann noch lebt."

Der Kellner kam und fragte nach ihren Wünschen. Aus der fernen Küche drang Klappern von Tellern und Geschirr. Von der Decke baumelten ausgeftopfte Fische, Seesterne und fremde Dinge.

Wer ist bei dir gewesen?" fragte Joachim, als der Kellner gegangen war.Wer? Von Mjölln je­mand?" Es klang, als wäre er plötzlich erregt, ohne es jedoch zeigen zu wollen.

Eine Dame. Ein Fräulein Petersen."

Er sah sie an, als habe er falsch gehört. Dann lachte er auf.

Was wollte sie?"

Ich sollte sie malen."

Ach." Er beugte sich vor und sah ihr ins Ge­sicht.Ich weiß nicht, was sie dir alles sagte, .. aber ich ... ich wollte sie einmal heiraten. Vor langer Zeit. Das ist alles ..."

Sie wehrte ab.Du brauchst doch nichts zu er­klären. Ich weiß ja, ich bin eine verheiratete Frau. Aber sie sprach davon, daß Detlef auf dem Wege zu mir sei. Auf dem Weg nach Hause. Hast du ihr ... davon gesprochen? Weißt du mehr, als bu mir erzählst? Von Mjölln? Du mußt es mir sagen."

Er lehnte sich in seinen dunklen, reich geschnitzten Stuhl zurück.Ich kann mir nicht denken, woher sie zu diesem Wissen kommt. Ich habe mit ihr nie über dich ober unsere Angelegenheit gesprochen. Sie ist mir ungeheuer gleichgültig geworden. Im übrigen weißt du, wie ich denke. Ich will dich heiraten."

Um einer UeberfüUung der schnellfahrenden Zuge während des Ferienverkehrs oorzubeugen, den bie Reichsbahn in diesem Jahr mit keinerlei Ferien» zügen oder Zugoerstärkungen bedienen kann, wer­den zu bestimmten Zügen besondere Zulassungs­karten ausgegeben. Die Zulassungskarten werden nicht nach Wagenklassen getrennt. Man bekommt sie nur in Verbindung mit den Fahrausweisen, die be­reits fünf Tage vor dem Reiseantritt gelöst werden können. Zu jedem Fahrausweis darf nur eine Zulaff ungskarte ausgegeben werden. Die Zu­lassungskarten werden ohne Prüfung des Reisegrun­des in der Reihenfolge, in der die Fahrausweise verkauft werden, abgegeben. Reisende, die bereits einen gültigen Fahrausweis besitzen, haben eine Zulassungskarte besonders zu lösen. Fernmündliche oder schriftliche Bestellungen sind nicht zuläs­sig. Sind die Zulassungskarte» für einen bestimm- ten Zug vergriffen, muffen die Reifenden eben einen anbern Zug am gleichen oder an einem anbern Tage benutzen. Die Zu- laffungskarte gilt zum Reiseanttitt nur für den auf ihr angegebenen Reisetag. Die Zulassungskarte ist mit den übrigen Fahrausweisen vorzuzeigen, sie wirb auch wie die Fahrkarte vom Dahnsteigfchaff- ner gelocht.

Reichstriegertag in Kassel vorgeführt wurde. Um 15 Uhr fand auf dem würdig geschmückten Markt­platz eine Kundgebung statt, zu der die Mltgtte- der der Kriegerkameradschaft und der benachbarten Vereine des Kreises Alsfeld, sowie die Gliederungen der Partei aufmarfchiert waren. Zahlreiche Ehren­gäste, darunter auch Kreisleiter Z ü r tz, waren er­schienen. Der Führer der Kiegerkamerabschaft 1840 Alsfeld, Lehrer Hartmann- Alsfeld, hielt die Begrüßungsansprache, in ber er einen Heb erblick über die Geschichte des Vereins gab. Der ftettnertre- tenbe Gaukriegerführer, Generalmajor Weiß, überbrachte im Namen des Reichskriegerführers, General Reinhard, und des Gaukriegerführers deren Grüße und Glückwünsche zum 100jährigen Jubiläum, ebenso die Glückwünsche des früheren Landesführers der Hassia, General Oidtmann. Er überreichte der Kameradschaft im Auftrage des Reichskriegerführers einen Fahnennagel mit ber Zahl100 . Kreisleiter Zürtz überbrachte die Glück­wünsche ber Partei und gab in großen Zügen ein Bild der Geschichte des deutschen Volkes und feiner Zerrissenheit und kennzeichnete im Gegensatz dazu die deutsche Volkwertung unter Adolf Haler. Im Nationalsozialismus feien heute Wehrmacht und Volk im Gegensatz zu früheren Zeiten eine fest ver­bundene Einheit. Die Feier, bei ber die Kapelle ber Reichsarbeitsbiettstgruppe Alsfeld mitwirkte, wurde in der üblichen Werfe geschloffen. Anschlie­ßend fand auf der Adolf-Hitler-Straße ein Vorbei­marsch der Teilnehmer ber Kundgebung vor dem stellvertretenden Gaukriegerführer und dem Kreis- leiter statt. Ein gut besuchter Karnerodschaftsabend im großen Saal desDeutschen Hauses" beschloß die würdig verlaufene Jubiläumsfeier. Anläßlich ihres 100jährigen Bestehens hat die Kriegerkame- rabschaft Alsfeld eine Festschrift herausgegeben, die von dem Kameradschaftsführer, Lehrer Hart­mann, bearbeitet ist, und ein anschauliches Bild aus der Entwicklung des Vereins gibt.

Landkreis Gießen.

0 Lollar, 28.Juni. Die Kindergruppe der NS. - Frauenschaft veranstaltete einen offenen Heimnachmittag. Wegen ungünstigen Wet- ters mußte die Veranstaltung, die eigentlich auf dem Sportplatz stattfinden sollte, in den SaalbauZur Linde" verlegt werden. Im Zuge begab sich die Kinderschar, der einige Kleinen auf schön geschmück­ten Rädern voranfuhren, dorthin. Hier begrüßte die Leiterin, Frau Anni Eberle jr., die Eltern und Gäste und besonders die Kmöergruppeu von Daub- ringen und Ruttershausen, die an ber Veranstaltung teilnahmen. Die Kleinen trugen nun Gedichte unb

Fahrausweisen. Die Zulassungs karte darf er ft nach beendeter Fahrt abgegeben werben. Ob für die Rückreise eine Zulassungs- karte erforderlich ist, muß der Reifende bet ber Fahrkartenausgabe des Zielbahnhofes Mstellen. Die Ausgabe ber Zulaffungskarten erfolgt kostenlos.

In Frankfurt, Offenbach unb Gießen können folgenbe Züge nur mit Zulaffungskarten benutzt werden: D5 Frankfurt-Berlin2In£ Bhf. vom 3. bis 9. Juli unb vom 16. bis 21. Juli, D27 Frankfurt- Berlin Potsb. Bhf. vom 16. bis 21. Juli, 0 43 .Frei­burg-Berlin Anh. Bhf. vom 13. bis 2L 3uh (biefer Hug ist vom 3. bis 9. Juli gesperrt für Relsenbe nach Fulda, Erfurt, Leipzig und Berlin), D 91 Mann­heimBerlin Potsb. Bhf. vom 13. bis 21. Juli, D103 Neunkirchen-Berlin A»h. Bhf. vom 3. bis 9. unb vom 16. bis 21. Juli, D 177 Mannheim-Ber- lin Potsb. Bhf. vom 16. bis 21.3uli, v 179 Frank, furtBerlin Potsb. Bhf. vom 16. bis 21. Juli, 0 241 Frankfurt-Berlin Anh. Bhf. vom 3-bis 9. und vom 16. bis 21. Juli, D 401 Frankfurt-Berlin Anh. Bhf. vom 13. bis 20. Juli, D 73 FrankfurtHamburg vom 17. bis 22. Juli, D 75 Frankfurt-Hamburg vom 16. bis 21. Juli, D 85 Frankfurt-Hamburg vom 16. bis 21. Juli, D176 Frankfurt-Friedrichshafen vom 17. bis 22. Juli, D 53 FrankfurtMünchen vom 16. bis

Mit ber Rückführung ber bei Beginn des Krie- Ses aus den westlichen Grenzgebieten in bas nnere des Reiches verbrachten Bevölkerungsteile findet auch die Tättgkett der im Anschluß an die hiesige Kreisstelle des Roten Kreuzes eingerichteten Nachweis ft eile für Volksgenossen aus dem Grenzgebiet", die bereits am 4. September 1939 ins Leben trat, ihren Abschluß. Es sei ihrer daher mit kurzen Worten gedacht.

Die Plötzlichkeit, mit der die Räumung der Grenzgebiete erfolgen mußte, unb ber Umstand, daß Gießen ein Hauptdurchgangspunkt unb für viele Grenzbewohner auch für kürzere ober länaere Zeit ein Aufenthaltsort war, ließ das Bed'"---" nach einer Nachweis- und Auskunftsstelle fi betroffenen Personen hier besonders dringlich er­scheinen. Es galt, die bei der Räumung vielfach auseinanbergeriff enen Familien- und Gemeinde an­gehörigen, die jede Fühlung verloren hatten, wieder miteinander in Verbindung zu bringen unb ihnen außerdem Rat in allen sie berührenden Angelegen- beiten zu erteilen.

So war sie behilflich bet ber Vermittlung von Arbeits- und Dienststellen, bei ber Unterkunftsbe- fchaffung, bei Erledigung von sozialen unb Un- terstützungsfragen unb bei der Anfertigung von Gesuchen, die sich hieraus ergaben. Sie arbeitete dabei Hand in Hand mit den zuständigen Behör­den und Parteistellen, wirtschafllichen Körperschaf­ten und sozialen Anstalten und mit ber Mitte September 1939 in Berlin eingerichteten Zentral- nachweisstelle. Im ganzen nahmen 1187 Per­sonen die hiesige Stelle in Anspruch, die aus 471 Orten stammten. Von 879 Volksge­nossen, die von chren Verwandten, oft wochen- und monatelang gesucht wurden, konnte der Auf-

Alsfelder Prämienmarkt.

£ Alsfeld, 2. Juli. Der bekannte Alsfelder Prämienmarkt wurde am vergangenen Montag ab­gehalten. Er beschränkte sich auf die Veranstaltung einer Pferdeschau und auf den üblichen Schweinemarkt. Die Pferdeschau fand in Verbindung mit der Pferdezüchtervereinigung Oberhefsen und der Stadt Alsfeld unter der Leitung von Landwirt- fchaftsrat Dr. Wagner vom Tierzuchtamt Gießen, der Landesbauernfchaft Heffen-Naffau statt. Im ganzen wurden 54 Zuchtstuten zur Prämiierung vorgeführt. Außerdem waren 24 Fohlen aufgetrie­ben. Davon gelangten 6 zur Versteigerung. Es konn­ten zahlreiche Preise verteilt werden, $u denen die Stadt Alsfeld einen Zuschuß zur Verfügung gestellt hatte. Nach dem Ergebnis der Prämiierung war das vorgeführte Pferdematerial recht befriedigend. Der Leiter des Tierzuchtamtes Gießen, Dr. Wagner, begrüßte in seiner Ansprache die Gäste und Züchter und dankte der Stadt Alsfeld für die der Veranstal­tung zuteil gewordene Unterstützung, wobei er be­kanntgab, daß die Pferdeschau auch in den folgenden Jahren beibehalten werden soll. Bürgermeister Dr. V ö l s i n g wies in seiner Ansprache darauf hin, daß die Stadt Alsfeld Gewicht darauf lege, die Tradition des Alsfelder Prämienmarkts aufrechtzuerhalten und noch weiter auszubauen. Bei der folgenden Verstei­gerung der Fohlen wurden Preise von 400 bis 750 RM. erzielt. Eine unangemessene Preishöhe wurde dadurch unterbunden, daß bei Erreichung des Wertes des einzelnen Tieres weitere Gebote nicht mehr zu- gelassen wurden und die Zuteilung des Tieres zwi­schen den zwei Höchstbietenden durch das Los er­folgte.

Auf dem Schweinemarkt waren 174 Ferkel und Läufer aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 25 bis 30 RM., 8 bis 10 Wochen alte Tiere 30 bis 35 RM., Läufer im Alter von 12 Wochen 46 RM. Der Handel' war flott, es verblieb fein Ueberftanb. Der Markt erfreute sich eines guten Besuches aus dem Kreise Alsfeld. Der Krämermarkt wies wiederum zahlreiche Verkaufsstände auf.

1 OOZahre Kriegerkameradschaft Alsfeld

Z Alsfeld, 2. Juli. Der am 28. Juni 1840 gegründete Veteranenverein Alsfeld, der jetzt die BezeichnungKriegerkameradschaft 1840 Alsfeld" führt und dem NS.-Kriegerbund angehört, feierte fein lOO-jähriges Bestehen unter Beteiligung des Kreiskriegerverbandes Alsfeld und der Gliederun­gen der Partei. Am Vormittag fand im Alsfelder Lichtspielhaus eine Fe st Vorstellung statt, in deren Verlauf der Film vom 1. Großdeutschen

enthalt festgestellt werden.

Der herzliche Dank, den viele Grenzbewohner der Nachweisstelle ausfprachen, war den in ihr ehren­amtlich tätige» Personen die beste Belohnung für ihre Arbeit.

** Mit ber Spange zum Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Der Direk­tor der Dresdner Bank, Gießen, Major im General- stab, Seltmann, erhielt dieser Tage die Spange zum Eisernen Kreuz 1. Klasse.

** Gesangskonzert für Patienten. Der 6hor des GesangvereinsArion" Gießen-Klein- Linden, der schon verschiedentlich Kranke und Ver­wundete mit seinen Gesangkonzerten unterhielt, fang am vergangenen Sonntag im Katholischen Schwe­sternhaus und bereitete damit einigen seiner Sän­ger, die dort als Pattenten liegen, sowie den an­deren Kranken eine große Freude.

♦♦ Ein Korrekturfehler in der gestrigen Besprechung des Films:Der Fuchs von Glenar- von" bedarf der Richtigstellung. Es muß heißen: Hinter den Kulissen einer Briten und Iren zusam­menführenden, von froftiger Höflichkeit beherrscht-m Geselligkeit...

Strafkammer Gießen.

Der H. M. in Ober-Mockstadt war angetlagt, un­züchtige Handlungen vorgenommen zu haben. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten. Unter Zubilligung mil­dernde Umstände wurde der Angeklagte zu einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr und 2 Monaten ver­urteilt. Straserfchwerend kam die im vorigen Jahr wegen des gleichen Delikts verhängte Vorstrafe in Betracht. Wegen des hartnäckigen Leugnens wurde die Untersuchungshaft nicht angerechnet.

Drei Lastkraftwagen Liebesgaben.

Lpd. Alzey, 2.Juli. Drei Lastkraftwagen voll- gefüllt mit Liebesgaben aller Art fuhren dieser Tage vor dem Reservelazarett Alzey vor. 20 Mädel in Winzerkleidung überreichten den überraschten Feld­grauen über 800 Flaschen Wein, 100 Flaschen Trau- vensaft, 450 Zigarren, 70 Päckchen Tabak und zahl­reiche Körbe mit frischem Obst, die alle von der Ein­wohnerschaft der Nachbargemeinde Nieder-Saulheim gespendet worden waren.

Keine Zulassungskarte brauchen Uebergangsrei-

sende, Reisende mit Wehrmachtsfahrschsinen und,-des stärkeren -Fahrkarten, Inhaber von Zeitkarten, Netz- und Personenzuge, tonnen m ben lagen öes ftarreren Bezirkskarten, Inhaber von Karten für Bettplätze Reiseverkehrs ohne Zulassungskarten de­in den Schlafwagen und von außertarifmäßigen > nutzt werden.

g Schotten, 2. Juli. Die Ortsgruppe der NSDAP, veranstaltete in der bis auf den letzten Platz besetzten Turnhalle eine Kundgebung, in der Reichsredner Pg. Liebel über die poli­tische Lage sprach. Seine Ausführungen fanden leb­haften Beifall. Der BdM. umrahmte die Seron- ftaltung mit Lied- und Gedichtvorträgen. In Ge­meinschaftsarbeit wurde auf städtischem Gelände eine größere Menge Flachs angebaut. Die Flachs­ernte dürfte gut ausfallen.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 3. Juli. (Dorbericht.) Kälber 18 bis 59 RM., Hämmel und Schafe 20 bis 50 RM., Schweine 53 bis 59 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt.

G.A.-Sport.

»Teutonia-' in Sinn.

VC Sinn ITeutonia ZBafoenborn-Sfeinberg I 1:0 (0:0).

Nachdem dieTeutonen" sich durch einen Sieg über den VfB.-R. Gießen die Meisterschaft der Gruppe Gießen in her Bezirksklasse gesichert hat­ten, mußten sie am vergangenen Sonntag zum Vorentscheidungsspiel gegen oe» BC. Sinn, den Meister der Gruppe Dill, antreten. Während die Watzenborn-Steinberger mit einer wesentlich schwächeren Mannschaft als gegen den VfB.-R. im letzten Spiel die Reise nach Sinn antreten mußten, verfügte die Platzelf noch über sechs Spieler der alten" Mannschaft. Dies gab wohl auch den Aus­schlag. Wenn die Mannschaft nur mit 1:0 Toren den kürzeren zog, so lag dies an der tapferen Ab­wehr und an dem ausgezeichneten Deckungsfviel der Läuferreihe. DieTeutonen" hatten folgende Mannschaft zur Stelle: Schweitzer; K. Schmandt, Fett; O. Burger, Hirz, L. Buß; Martini, K. Häu- fer, O. Buß, Heil, Harnisch.

Die Platzmannschaft drängte zu Beginn des Spie­les sofort auf eine Entscheidung bzw. Überraschung des Gegners. Verbissen und mit aller Energie wurde dieser ersten Drangperiode der Platzmannschaft standgehalten. Dann waren sich beide Mannschaften im Feldspiel gleichwertig. Die jungen Stürmer der Teutonen" bevorzugten das kurze Zuspiel, wäh­rend die Platzmannschaft sich des schnellen raum- greifenden Flügelspieles bediente. Torlos wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause ergaben sich ebenfalls wenige Torchancen. Erst 20 Minuten vor Schluß wurde der Bann gebrochen. Ein Weitschuß des linken Läufers der Platzmannschaft sprang zur Ueberraschung aller vom Torpfosten ab ins Netz. Sinn führte 1:0! Alle Anstrengungen der Steinberger, die nun das Spiel­geschehen bis zum Schluß diktierten, waren ohne Erfolg. So blieb Sinn in diesem ersten Vorent­scheidungsspiel Sieger, und die Entscheidung um die Bezirksmeisterschaft fällt im Rückspiel am über­nächsten Sonntag in Watzenborn-Steinberg.

Klein-Linde« Heuchelheim 4:2 (1:1).

Die Gäste aus Heuchelheim stellten eine schnelle Mannschaft. I» der ersten Spielhälfte war das Spiel ziemlich ausgeglichen. In der zweiten Halb­zeit zeigten die Gäste Spuren der Ermüdung und mußten das Spiel dauernd in ihrer Hälfte büßten. Der Sturm hatte feine Hauptdurchfchlagskraft ver­loren, so daß die Gastgeber infolge ihrer größeren Ausdauer zu drei Toren gelangen konnten. In diese teilten sich der Halbrechte, der Mittelstürmer und der Halblinke. Kurz vor Schluß konnte aber Heuchelheim noch' einmal zum Tor gelangen und damit auf 4 : 2 erhöhen.

Endspiele um den Lahnpokal im Handball.

Bei den entscheidenden Spielen im Handball gab es leider schon am ersten Spieltag einen Ausfall. Katzenfurt trat ohne ersichtlichen Grund in Dorn­holzhausen nicht an.

Hochelheim schlug auf eigenem Platz den To. Garbenheim knapp aber verdient mit 16 :12 (12 : 5), nachdem bei Halbzeit bereits ein klarer Vorsprung bestand. Immerhin kamen die Gäste nach ber Pause merklich auf, so daß die Niederlage noch er­träglich wurde.