Spaniens Jugend fordert die Herausgabe Gibraltars.
Große Kundgebungen in Madrid am Tage der Ankunft des neuen englischen Botschafters.
Truppenzahl und Kriegsmaterial sowie nach derl Bedeutung des unmittelbaren strategischen Zieles ftrum ein Beispiel in der Kriegsgeschichte hat, sich bis vor die Tore der feindlichen Hauptstädte geschoben. Englands größter Hafen, in dem das Herz der englischen Schiffahrt pulsiert, London, ist blockiert. Vielleicht versuchen es Churchill und Rey- naud die in der Flandernschlacht verlorene militärische Ausrüstung aus dem Boden zu stampfen. Wenn sie das nämlich in ihren Werkstätten machen wollen, so brauchen sie sehr lange und sehr viel Eisenerze, die weit und breit nicht für sie zu haben find.
Das alles wissen die plutokratischen Kriegstreiber in London und Paris ganz genau, sowie noch Einiges dazu. Aber gerade weil sie das wissen, lügen sie und schwindeln sie darauf los, um sich noch eine Galgenfrist zu sichern, damit sie, wenn zum Schluß alle» schief geht, ihren gestohlenen und geflüchteten Goldschätzen folgen können. Aber diese dummdreiste Schwindelei ist selbst den Tommies zu lächerlich geworden, denn sie hoben in mehr als einem Fall sich widerwillig und entrüstet über all das geäußert, was die verlogene Judenpresse auf Befehl der Plutokraten von sich geben muß. Wer in der Hölle der Flandernschlacht war, wer ihr nur deshalb entkommen ist, weil er verwundet auf den Feldern oder in den Wäldern lag, um dann gefangen zu werden, hat einen gonz anderen Eindruck, als was die jüdischen Rundfunkschwindler in London dem englischen Volk zu erzählen wagen.
Es ist echt Churchill, die versprengten Tommies, die sich unter größten Schwierigkeiten und Entbehrungen gerade noch retten konnten, als eine Mannschaft hinzustellen, die von einem Fußballspiel gekommen wäre. Und dieses gewissenlose Gesindel plutokratischer Kriegstreiber, durch und durch verderbt, hat den Kriegssturm über Frankreich entfesselt. Es wird nicht nur ein Flandern für sie geben, es wird noch ein Schlag nach dem andern auf sie niederprasseln, bis die gesittete Menschheit von ihnen für immer erlöst ist. D. S.
Italiens Kriegsziele.
Rom, 2. Juni. (DRB.) Der Journalist Ansaldo, Direktor des in Livorno erscheinenden und dem italienischen Außenministerium nahestehenden Blattes „Telegraso", sagte in seiner Rundfunkansprache 'an das italienische Heer. Es wäre töricht, warten zu wollen, daß die Erfüllung unserer Ansprüche uns vom Himmel in den Schoß regnet. Die Vorbereitungsarbeit fei in die Schlußphase eingetreten,- die Mobilmachung bereits in vollem Gange. Doch handele es sich hier nicht um eine überstürzte Mobilmachung, sondern um eine in aller Ruhe durchgeführte Arbeit, so daß die Truppenbestände immer größer würden. Das volle Vertrauen auf den Duce schließe nicht aus, daß der Italiener auch die Gründe kennen müsse, die Italien heute leiten und wegen derer der Duce den Marschbefehl gebe» könne.- Ein Volk wie das italienische könne bei seiner Tatkraft nicht außerhalb einer großen Auseinandersetzung bleiben, an der alle Großmächte Europas beteiligt seien und die über das Schicksal Europas entscheiden würde. Wenn Italien abseits bliebe, so würde es damit unwiderruflich seine eigene Dekadenz bekunden und sich selbst herabsetzen. Damit würde ausgesprochen, daß der Italiener weichlich und faul sei. Italien müsse also schon aus Gründen des moralischen Ansehens und seiner Selbstbehauptung handeln, d. h. kämpfen. Das sei der moralische Grund für Italiens Haltung, während der zweite Grund die Unabhängigkeit Italiens auf dem Meere sein müßte. In diesem Zusammenhang nannte Ansaldo die Kriegsziele Italiens unter ausdrücklicher Aufzählung von Korsika, Tunis, Gibraltar und Suez.
Ztalienhehe in Marokko uno Algerien.
Kriegerische Vorbereitungen in den wichtigen Zentren des französischen Gebietes.
Rom, 3. Juni. (DRV. Funkspruch.) „Agenzia Stefcmi" meldet aus Casablanca, das Leben der Italiener in Französisch-Marokko werde von Tag zu Tag schwieriger. Unter den lächerlichsten Vorwänden würden ihre Wohnungen und ihre Geschäfte unter Polizei auf-sicht gestellt. Die Jagd- und Waffenscheine zur persönlichen Verteidigung seien eingezogen worden, während Zeitungen und Agenten die Massen gegen Italien aufhetzen. Rach der gleichen Agentur werde auch in ganz Algerien die Hetzkampagne immer intensiver. Im Zentrum würden die Verteidigungsarbeiten verstärkt fortgesetzt. Man sei jetzt sogar dabei, in den wichtigsten Wohnvierteln Schützengräben anzulegen. Der französische Resident, General R o g u e s , reise ständig zwischen Rabat, Algerien und Tunis hin und her. »Savoyen darf nicht länger unter der
Fremdherrschaft bleiben.-"
Mailand, 2. Juni. (DRB.) Die „Schule für faschistischen Glauben" schloß ihre Vortragstätigkeit mit einer Veranstaltung ab, die dem Stammlande Savoyen des italienischen Königshauses gewidmet war. Der savoyardische Legionär und faschistische Kämpfer Massimo E s c a r d behandelte, ausgehend von dem alten Ursprung und der ruhmreichen Geschichte des italienischen Königshauses, die geographischen Probleme Savoyens. Im Lichte der Geschichte und der Tradition könne das imperiale Italien nicht mehr gestatten, daß Savoyen länger unter der geschichtlich und politisch nicht zu rechtfertigenden Sklaverei der Fremdherrschaft bleibe. — An der Veranstaltung nahmen u. a. der Präsident der „Schule für faschistischen Glauben", Vito Mussolini, der Resse des Duce und Direktor des „Popolo d'Jtalia", sowie zahlreiche Persönlichkeiten des politischen Lebens und der Faschistischen Partei von Mailand teil. Prinz Adalbert von Savoyen-Genua hatte ein Begrüßungstelegramm gesandt.
Schlachtschiff »Nelson-" gesunken.
Berlin, 1. Juni. (DRB.) Die Neuyorker Zeitungen bringen eine Meldung der Associated Preß, nach der das Schlachtschiff „Nelson" mit 700 Mann gesunken ist. Die Versenkung des Flaggschiffes der englischen Heimatflotte hat in ganz USA. stärksten Eindruck gemacht. Alle Zeitungen brachten die Nachricht auf der ersten Seite unter großen Schlagzeilen. Die Meldung wurde ergänzt durch eine genaue Beschreibung des Schlachtschiffes. Das Schiff, das 1925 vom Stapel gelaufen ist, hatte eine Wasserverdrängung von 34 000 Tonnen und lief 23,5 Knoten. Es war mit neun 40,6-cm- Kanonen und zwölf 15,2-cm-Kanonen, zahlreicher Flakartillerie und 3 Flugzeugen ausgerüstet«
Madrid, 2. Juni. (Europapreß.) In Spanien haben in den letzten Tagen Kundgebungen der spanischen Jugend gegen England und für eine Rückgabe Gibraltars an Spanien stattgefunden. In Madrid haben die Demonstrationen der Jugend und vor allem der Studenten die Hauptstadt in äußerste Erregung versetzt. Die Studenten, die die Hauptstraßen durchzogen, haben eine große Volksmasse mit sich gerissen, eine unübersehbare Menge bildete teils Spalier, durch das die Kundgeber marschierten, teils zog sie hinter Kampffahnen aus dem Bürgerkrieg mit den Studenten im Demonstrationszug. Am Samstag hatte das Parteiblatt „Arriba" die Bevölkerung zu dieser Demonstration aufgefordert, dcmttt der Ruf auch über die Grenzen gehe und auch von den Taubsten gehört werde. In Sprechchören wurde von den Kundgebern unablässig gerufen: „Gibraltar muß spanisch m e r d e n ! — „Wem gehört Gibraltar?" und darauf geantwortet „Spanien! Spanien!"
Zunächst haben die Studenten und die Volksmassen Gelegenheit gefunden, den neuen britischen Botschafter Sir Samuel Hoare auszupfeifen. Dieser war gerade Samstag in einem Militärflugzeug eingetroffen. Von Regierungsseite mußten Befehle gegeben werden, damit dieser aus dem Bürgerkrieg noch sehr bekannte Maschinentyp nicht mit Flakfeuer empfangen wurde. Sir Samuel Hoare ist dann zur britischen Botschaft gefahren und hat vor dieser gleich die Sprache des spanischen Volkes zu hören bekommen. Er wurde mit einem großen Gejohle empfangen. Als er im Gebäude verschwunden war, begannen die Sprechchöre zu fragen: „Wern gehört Gibraltar?", worauf die Volksmenge anwortete: Spanien! Spanien!". Die britische Botschaft forderte dann Polizeikräfte zu ihrem Schutz an, weil die Bevölkerung eine immer drohendere Haltung einnahm.
Die Men-ge begab sich dann vor das Gebäude der deutschen Botschaft zu einer Freundschaftskundgebung. Die Studenten drangen in den Vorhof der Botschaft ein, wo sie in größter Diszi- plan und Ordnung Aufstellung nahmen. Dann
Rom, 2. Juni. (Europapreß.) Die aus Nordfrankreich und Belgien heimkehrenden englischen Truppen werden, wie „Giornale d'Jtalia" aus London meldet, im Schutze der Dunkelheit nach London gebracht, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen. Die weniger schwer verletzten Soldaten werden dann nach Birmingham weiterbefördert, während die Schwerverletzten in Londoner Krankenhäusern Unterkunft finden. Die unverletzt gebliebenen Soldaten werden dagegen auf verschiedene Gebiete Mittel- und Südenglands verteilt, wo sie sich für weitere Befehle bereit zu halten haben. Die meisten sind waffenlos. Selbst die englische Presse gebe zu, daß nur ein verschwindend geringer Bruchteil des nach dem Festland gelieferten Kriegsmaterials habe gerettet werden können. Die Zahl der Verletzten fei so groß, daß die Krankenhäuser zu ihrer Unterbringung nicht mehr ausreichten. Die englische Regierung habe daher Privathäuser, Schulen und andere Gebäude beschlagnahmt, um sie als Militärlazarette einzurichten.
Die englischen Blätter versuchten im allgemeinen, die Oeffentlichkeit über die Schwere der Niederlage der Westmächte hinwegzutäuschen. Immerhin fänden sich aber einige Zeitungen, Die anerkannt hätten, daß das brittsche Expeditionskorps eine außerordentlich ernste Schlappe erlitten habe. Beispielsweise schließe „News Chronicle" seinen Leitaufsatz mit der bitteren Feststellung: „Es handelt sich immerhin um eine Niederlage, und der Feind macht auch weiterhin strategische Fortschritte, die Großbritannien in den allernächsten lauen teuer bezahlen wird." „Daily Expreß" spricht von einer „denkwürdigen Niederlage". Das Blatt tritt dafür ein, daß vor allem die innere Verteidigung Englands organisiert werden müsse. England müsse während Der nächsten Monate in der Defensive bleiben.
In Der Tat merDen Die Vorbereitungen für die Verteidigung Englands fortgesetzt. In ganz England werden Die Landstraßen Tag unD Nacht von bewaffneten Patrouillen überwacht. In den Rüstungsbetrieben sind besondere Wachabteilungen zusammengestellt worden, die an den Eingängen bewaffnete Schildwachen und auf den Dächern Luftabwehrtrupps ausstellen. - Der „Daily Expreß" gibt Der Hoffnung AusDruck, Daß vorläufig Der Angriff gegen England noch nicht erfolgen werde, da eine solche Operation eine gründliche und lange Vorbereitung erfordere. Es bestehe jedoch kein Zweifel, daß von Deutschland ein Einfall auf englischen Boden werde versucht werden, da ein solcher Angriff gegen Das Herz des britischen Reiches b/edeutungsvolle
Erlaß an den WehrmaW- befehlshaberindenÄiederlanden
Führerhauptquartier, 1. Juni (D7TB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat an den Wehrmachtsbefehlshaber in den Niederlanden folgenden Erlaß gerichtet:
Das deutsche Angebot zur Aebernahme des Schuhes der Niederlande gegen die erwiesene Absicht der Weltmächte, Holland zur Aufmarschbasis gegen das Ruhrgebiet zu machen, stieß bei der holländischen Regierung infolge ihres geheimen Einvernehmens mit den Westmächten auf vorsätzliche Ablehnung. Sie überantwortete damit Volk und Land den Schrecken eines Krieges, brachte sich aber selbst in Sicherheit außer Landes.
Die deutsche Wehrmacht hat in dem hierdurch notwendig gewordenen Kampf mit der niederländischen Armee jede nur mögliche Rücksicht auf den Schuh der Bevölkerung und die Erhaltung des Landes genommen. Dieser
fangen fie im Chor Falcmge-Lieder, und schließlich brach ein endloser Jubelsturm aus. Es wurde „Arriba Espana", „Es lebe der Caudillo" und „Heil Hitler" gerufen.
Der „Gibrattar"-Marsch Der spanischen Jugend hat überall einen tiefen Eindruck gemacht. — Die spanische Umversitätsjugend setzt sich aus jungen Leuten zusammen, die schon im Bürgerkrieg mitge- kcimpft haben. Sie sind mit ihren Kriegsauszeichnungen durch die Straßen marschiert. Ihr Marsch hat die Bedeutung einer Kundgebung von Frontkämpfern. Wenn sie Gibraltar zurückfordern, so wissen sie genau, was sie tun. Genau so wie sie am Samstag durch die friedlichen Sttaßen Madrids marschierten, werden sie morgen bereit sein, auf Befehl Des Caudillo an Der einen Kilometer breiten ßanDenge, Die Gibraltar mit Dem spanischen Fest- lanD verbinDet, anzutreten. Im offiziösen Organ der Falange „Arriba" schrieb Der bekannte, den Regierungskreisen nahestehenDe Journalist Emanuel Aznar, auf englischer Seite habe man den Standpunkt vertreten, datz Großbritannien, nachdem es mit Spanien ein Handelsvertragsabkommen abgeschlossen und ihm einen Kredit von zwei Millionen Pfund Sterling eröffnet habe, auf Öen ewigen Dank der Spanier Anspruch erheben könne. 'Die Engländer bildeten sich also ein, Spanien werde seine ganze Politik auf geringfügigen Handelsvereinbarungen aufbauen und Die unaufschiebbaren nationalen Notwendigkeiten beiseiteschieben. In Wirklichkeit stehe zwischen England und Spanien der Felsen Gibraltar wie ein Schatten. Gibraltar sei das e r ft e Der großen Probleme Spaniens, sicherlich nicht das einzige, aber Das erste. „Wir Spanier", so hieß es in Dem Artikel weiter, „wir rufen in vollkommenem Einvernehmen, daß Gibraltar uns gehört, daß Gibraltar spanisch ist. Daß niemand es behalten kann, ohne sich Des Raubes schulDig zu machen und daß wir in tiefster Seele leiden, wenn wir über der Meerenge eine Fahne wehen sehen. Die nicht die Spa
politische Rückwirkungen haben müsse. JnDessen hoffe man, Daß Die Fortsetzung Des Krieges in Frankreich Den Engländern genügenD Zeit gebe, um Die Verteidigung ihres Landes vorzubereiten. Der „Daily Herald" vertritt Die Ansicht, der Krieg sei gewonnen, wenn Die Front an Der Somme gehalten merDen könne. „News Chronicle" nertritt Die reichlich kuriose Ansicht, General Weygand habe im Süden keine Offensive entfesselt, weil er eingesehen habe, daß die Schlacht im Norden verlorengehen müsse, wenn man den Krieg gewinnen wolle.
Geradezu grotesk findet Die römische Sonntagspresse Das verlogene Bemühen der Nachrichtenagenturen von ßonDon und Paris, Die NieDerlage und Die Flucht Der englisch-französischen Truppen aus dem „belgischen Sack" als einen „brillan - t e n Rückzug" hinzustellen. „Die wichtigste Tatsache ist", schreibt „Popolo Di Roma", „daß die Westmächte auf belgischem Gebiet nicht nur Hunderttausende von Gefangenen, sondern ihr bestes Material an Kampfwagen und Artillerie zurückgelassen haben. Ersatz für dieses Kriegsmaterial zu beschaffen ist für die Westmächte eine schwer zu lösende Aufgabe, um so mehr, weil Frankreich an der Nordgrenze eine schwere Amputation an industriellen Betrieben und Bergwerken erlitten hat. Uebrigens dürfte sich die mächtige deutsche Streitmacht sofort neuen Aufgaben zuwenden, und zwar mit noch größerer Energie, ohne den Westmächten Zeit zum Atemholen zu lassen." „Lavoro Fascista" sagt, alles deute Darauf hin, daß die letzte Initiative auf deutscher Seite liegen werde. Deutschland scheine entschlossen zu fein, dem Feinde keine Atempause zu gewähren und Die bereits errungenen Erfolge tatkräftig auszunützen. Dem hohen Geiste, mit Dem eine ununterbrochene Reihe von Siegen Die Truppen und die Bevölkerung Deutschlands in einem magnetisierenden Strom miteinander verschmelze, könne die Moral der verbündeten Westmächte nicht standhalten, von denen Die eine Den Krieg im eigenen Hause, die andere ihn vor der Haustüre habe. Auch auf rein materiellem Gebiet besitze Deutschland eine unbestreitbare Überlegenheit. Diese Masse sei in zentraler Stellung zusammengeballt, während die Streitkräfte Der Westmächte von jetzt ab in zwei Lager gespalten seien, von denen das eine in Paris, das andere in London seinen Schwerpunkt habe. Schließlich sei auch Die Technik Der Kriegsführung, wie Die bisherigen Erfahrungen bewiesen hätten, auf Deutscher Seite weitaus höher entwickelt. Man könne nichts sehen, was Die Heeresleitung der Westmächte Dem entgegenzustellen habe.
Einstellung deutscherseits kam die Haltung so- wohl des holländischen Militärs als auch der holländischen Zivilbevölkerung in hohem Ausmaße entgegen. Sie entsprach dem kulturellen und sittlichen Stande des uns Deutschen stammesmähig verwandten niederländischen Volkes. Die verantwortlichen Einzelpersonen, die deutsche Fallschirmjäger in Gefängnisse gesperrt, wie Verbrecher behandelt und dann den Engländern ous- geliefert haben, werden zur Verantwortung gezogen werden. Der holländische Soldat hat überall offen und ehrlich gekämpft und unsere Verwundeten und Gefangenen entsprechend g u t behandelt. Die Zivilbevölkerung hat nicht am Kampf teilgenommen und ebenfalls die Gesetze der Menschlichkeit gegenüber unseren Ver- mundeten erfüllt.
Ich habe mich daher auch für Holland entschlossen, die Genehmigung zur Freilassung der gefangenen holländischen Soldaten zu erteilen. Die hülste der holländischen Armee wird mit sofortiger Wirkung entlassen. 3n
Propaganda und rauhe Wirklichkeit.
Italienische Berichte aus London.
Freigabe der holländischen Gefangenen.
Das brittsche Friedensideal
„Während der Engländer sich gerühmt hat, den Lebenden den Frieden zu bringen, hat er Millionen zum Frieden des Grabes geführt; er hat das Land durch legalisierte Plünderung ausgesogen."
So urteilt Der englische Historiker W.J. Bryan über Die „FrieDenspolitik" seines LanDes, Die auch jetzt roieDer unter Aufbietung aller humanen Plutokratenphrasen angepriesen wird. Das Deutsche Volk hat nun bereits einmal Den grünD» lichen Beweis Dieser „selbstlosen" FrieDenspolitik LonDons erhalten, unD es weiß, Daß ihm jetzt ein enDgültiger Ärabesfrieden Drohen würDe, wenn EnglanD Die OberhanD in Diesem Entscheidungskampf behielte. Deshalb wird Diesmal gründlich aufgeräumt.
tinfer Kampf erzwingt den wahren Frieden durch den Sieg über die piutottatien
Frankreichs Verniggernng.
Wenn man von der Verniggernng Frankreichs spricht, rührt man an ein vielgestaltiges Problem, Das alle historischen, kulturellen unD wirtschaftlichen, alle völkischen Eigenschaften Der französischen Nation auf Das Innigste Durchdringt. Nur, Daß dieses Problem leider eine Tatsache ist, und Daß Diese Tatsache gleichbeDeutenD bleibt mit einer Auslieferung weißer Menschen an Die Rassenverman« schung, an Das Völkerchaos, macht diesen Vorgang zu einem für ganz Europa brennenden und gefährlichen Ereignis.
„Wer weiß Denn heute nicht", schrieb 1927 Der französische Bevölkerungspolitiker 21. Auffray, „Daß seit zwei Jahren Die Zahl Der Särge in Frankreich größer ist als Die Der Wiegen? Das und nichts anDeres ist Die große Krankheit Frankreich s". Auffray machte Dafür Die in allen französischen Volkskreisen seit langem graffie« renDe Selbstsucht verantwortlich. Man zähle offiziell über zweihunderttausend Abtreibungen jährlich. Selbst Die französischen Jungarbeiterinnen wollten zwar, wie Umfragen ergeben hätten, zu 97 v. H. heiraten, aber einmal, um nicht länger zu arbeiten, Dann, um „Durch Die Ehe frei zu werden", also sich Der strengen Aufsicht ihrer Eltern zu ent. ziehen. Gegen Die eigentliche Absicht und Den Zweck Der Ehe, eine kommende Generation großzuziehen, hätten sie sich durchweg ausgesprochen. „Das Pro- blem", schrieb Auffray, „ist in erster Linie ein moralisches. Es handelt sich um eine geistige Krise, um eine erschreckende Krise des Individualismus. Man denkt nur an sich, man denkt nur an das Vergnügen. Man handelt so, als ob der Tod das Ende aller Dinge sei." Daneben wurden Statt- stiken veröffentlicht, wonach z. B. ein Drittel aller französischen Arbeiterehen völlig zerrüttet seien, von denen der anderen Schichten ganz zu schweigen.
Nun sind Die Gründe für das Sterben Frankreichs aber noch weitreichender, als die franzöfi- schen Bevölkerunaspolitiker angeben. Nachdem Frankreich in zahllosen und schließlich doch immer fehlgeschlagenen Eroberungskriegen gegen Deutschland sein bestes Blut verlor, war es mit eigenen Kräften schon lange nicht mehr in Der Lage, feinen Produktions- und Kolonialapparat zu bedienen. Die politische und wirtschaftliche Heber« lagerung der Regierenden durch die Freimaurer und das Judentum ist ein Schlüssel zur Bastardi- fierung Frankreichs geworden. Wie wollte man das französische Bevölkerungsproblem ohne feste Be- griffe wie Rasse und Volkstum lösen? Wenn Nigger und Juden sich wahllos mit den Französinnen mischen und als „gleichberechtigt" anerkannt werden konnten, dann führte das ganz natürlich nicht nur zur körperlichen, sondern noch mehr zur ch a • rakterlichen Entartung des Franzosen« tums. So wurde Süd-Frankreich geradezu $ o l o • nia11and der Afrikaner aller möglichen Schattierungen, und die Bastarde, die nicht nur in Mar- feilte sondern in allen südfranzösischen Städten herumwimmeln, bieten den schönsten Anblick eines Untermenschentums, das sich denken läßt.
Nach dem französischen statistischen Jahrbuch für 1937 ergossen sich über Marseille allein 1930 nicht weniger als 102 000 afrikanische Nigger und sonstige Fremdblüttge in Das Land. Sie heirateten durchweg Französinnen. Dazu kommt die geradezu irrsinnige Behandlung der fremdrassigen Militärkräfte, die den weißen Soldaten ergänzen sollen. Von den 200 000 farbigen Soldaten lagen allein 50 000 in Frankreich selbst. Die Vermischung dieser farbigen Rassen mit den Franzosen stößt auf kei- nerlei Volksabneigung. Wenn auch die mit Farbigen oder Bastarden verheiratete Französin möglichst ihrer Kinderscheu treu bleibt, so sind doch diese Bastardehen kinderreicher als die Der rein weißen Franzosen. TrotzDem reicht die Zahl
erster Linie kommen holländische Wehrmachtsangehörige in Frage, die in der Landwirtschaft, in Bergwerken, in der Nahrungsmittelindustrie, in der Bauindustrie und in verwandten Betrieben tätig sind. Die übrigen Angehörigen der holländischen Armee sollen allmählich demobilisiert werden, um die Wirtschaft nicht zu überlasten und Arbeitslosigkeit hervorzurufen. Sinngemäß gelten dieselben Bestimmungen für diejenigen holländischen Soldaten, die sich in Deutschland in Kriegsgefangenschaft befinden. Für die holländischen Berufssoldaten werde ich eine Entscheidung noch treffen. (gez.) Adolf Hitler.
Tiefer Eindruck in Holland.
Haarlem, 2. Juni. (DNB.) Der Befehl des Führers hat einen nachhaltigen Eindruck hervor- gerufen. Man hofft, daß nun Das Wirtschaftsleben Durch Die Rückkehr Der Arbeitskräfte in Schwung erhalten wirD. Großer noch ist die moralische Auswirkung Des Befehls, da hier von höchster Stelle Die ritterliche Kampfesweife Der hollänDischen Sol- Daten anerkannt roirD. Der Abgeordnete Rost van T o n n i n g e n , Der mit 20 anDeren Holländern nach vorhergehenDer Internierung durch Die frühere holländische Regierung nach Frankreich verschleppt worden war und in Calais durch deutsche Truppen befreit wurde, ist, freudig begrüßt durch eine viel« tausendköpfige Menge, im Haag eingetroffen. — „Handelsblad" stellt fest, daß die deutschen Besatzungs- behörden alles daransetzen, um die Wiederherstellung des Twenter Gebietes zu beschleunigen. Das habe bei Der Bevölkerung größte Genugtuung erweckt.


