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3. Februar 1940

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Großen-Buseck, den 3. Februar 1940

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und die Deutschen waren auf sofortige Festnahme gefaßt. Da, um 22 Uhr, kam die Nachricht von der Verständigung" in München. Die Engländer stürm­ten hinüber nach demWeißen Rößl", und es be­gann ein großes Dersöhnungstrinken in Bremer Schlüsselbier und Whisky Soda. Ueberhaupt war das private Verhältnis zwischen Deutschen und Eng­ländern nicht schlecht, wenn man sich auch wenig zu sagen hatte. ri £

Dem amtlichen England sind aber die^ ost afrika­nischen Deutschen ein Dorn im Auge. 1925 entschloß man sich, die Einwanderungssperre gegen Deutsche in das Mandatsgebiet aufzuheben, weil die Wirt­schaft ohne die Deutschen so gut wie tot lag. Un­mittelbar vor dem Kriege gab es im Mandatsgebiet wieder gegen 3000 Deutsche, die das Rügrat der Pflanzungs- und Farmwirtschaft bildeten. In Lon­don wuchs jedoch die Unruhe wegen der nicht nach­lassenden Rückforderung der Kolonien durch den Führer und die öffentliche Meinung in Deutschland, und besonders nachdem Abessinien italienisch gewor­den war, wurden alle Deutschen mit Mißtrauen be­obachtet Besonders schäbig war, daß die Mandats­verwaltung durch die in Kisuaheli geschriebene Ein- geborenen-Jeitung in Daressalam offene Hetzpro­paganda gegen Deutschland trieb: ein glatter Rassen­verrat! Erfolg hatten die Engländer damit nicht, die Schwarzen haben die deutsche Zeit immer noch in gutem Andenken. Bei den schweren Eingeborenen- Unruhen in Tanga im August vorigen Jahres, als Hunderte mit Speeren und Holzkeulen bewaffnete Eingeborene vor das Regierungsgebäude zogen, blieben alle Deutschen unbelästigt, Engländer da­gegen wurden festgehalten und sogar geschlagen.

Bei Kriegsausbruch machten sich etwa 50' Deutsche durch den ' Busch nach Portugiesisch Oft - afrika auf, andern gelang es, an Bord eines ita- lienischen Dampfers zu kommen. Den Zurückbleiben-

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Bäcker-Innung für Stadt und Kreis Gießen

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erfaßt. Die Farm- und Geschäftsbetriebe sind im all­gemeinen unbehindert. Die Viehpreise haben unter der Wirkung des Krieges merklich angezogen. Die Karakul-Züchter, meist deutsche Farmer, waren an­fangs auf einen völligen Zusammenbruch des Ex­ports von Persianerfellen gefaßt, doch haben sich Sie zuerst ins Fallen geratenen Preise nach kurzer Zeit wieder erholt. Die Felle gehen nach London und Nordamerika.

Im französischen Mandatsteil von Kamerun sollen die wenigen dort tätigen Deutschen in einem Sammellager in Jaunde interniert und ihr Eigen­tum beschlagnahmt fein. Im englischen Mandatsteil, wo das Pflanzunasgebiet am Großen Kamerunberg fast ganz in deutschen Händen ist, machten sich un­mittelbar vor Kriegsausbruch etwa 60 Deutsche in einem Segelboot nach der 60 Seemeilen entfernten spanischen Insel Fernando Po auf, wo man sich nicht besonders freundlich gegen sie verhalten soll, doch sind sie in einem Landlager gut untergebracht. Die Fahrt hat sich nachträglich als nicht notwendig erwiesen, da die auf den Pflanzungen zurückgeblie­benen deutschen Leiter unS Angestellten gegen ihr Ehrenwort in Freiheit belassen wurden. Sie arbei­ten weiter auf den Pflanzungen, aber die Betriebe stehen unter der Verwaltung eines englischen Treu­händers. Sehr unfreundlich sind die Engländer i n Togo vorgegangen, wo sogar deutsche Missions- schwestern ins Internierungslager mußten.

In Ostafrika verfolgen die Londoner Regie­rung und die Mandatsverwaltung ihre besonderen Absichten. Schon während der Septemberkrise von 1938 war die Internierung Dorbereitet, und eng­lische Askaris wurden im deutschen Haupftiedlungs- gebiet südlich Jringa stationiert. In Iringa selbst waren viele Deutsche im Hotel zumWeißen Rößl" versammelt, einige hundert Schrift davon die Eng­länder in ihrem Hotel. Alles hing am Rundfunk,

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den wurde mehrfach die Frage gestellt, ob sie bereit feien, dem Führer und dem Dritten Reich abzusagem Kein einziger hat sie bejaht. Nun kamen alle Män­ner in Internierungslager. Frauen und Kinder sind nicht interniert, haben sich aber auf einigen großen Pflanzungen und in den Städten gesammelt. Im Lager von Tanga ist es ihnen er­laubt ihre Männer dreimal wöchentlich für je zehn Minuten(l) zu sehen. Die deutschen Geschäfte sind geschlossen, die deutschen Pflanzungen sind unter englischer Kontrolle, Engländer, Griechen oder In­dern zur Bewirtschaftung übergeben. Neuerdings verlautet, daß allen ostafrikanischen Deutschen, mit Ausnahme der Techniker und Reserveofsiziere, die Rückkehr nach Europa auf italienischen Schiffen frei- gegeben werden soll. Man will sie auf alle Fälle zum Lande hinaus haben. Das läßt tief blicken aber John Bull wird sich täuschen.

Das Aftika-Deutschtum im Kriege.

Von Or. Paul Rohrbach.

Heber die Lage der Deutschen in den afrikanischen Besitzungen der Feindmächte und in den Mandats­gebieten ergibt sich aus den beim Deutschen Aus- landsinstitut in Stuttgart eingegangenen Mittei­lungen, sowie aus privaten Nachrichten das folgende Bild. Bei der Langsamkeit und Schwierigkeit der Verbindungen mag allerdings manches davon in­zwischen verändert fein.

In den eigentlichen englischen und fran­zösischen Kolonien find die Deutschen, soviel man weiß, interniert. In der Südafrika­nischen Union ist ein Internierungslager un­weit Pretoria mit 150 Deutschen, Persönlichkeiten, die unter der Anschuldigung derNazi-Propaganda" stehen, belegt. Nach privaten Nachrichten hat man überhaupt siihrende.deutsche Männer f e st g e n o m - men, auch solche, die sich mit Politik nicht befaßt haben, wie den Chef der bedeutendsten deutschen Firma in Kapstadt. Man will das Deutschtum auf diese Art desorganisieren. Unter den Internierten befinden sich auch solche, die durch Naturalisation britische Untertanen geworden sind, aber gleichwohl jm Verdacht deutscher Gesinnung stehen.

In Südwe st afrika sind von 8000 Deutschen 100 Männer in Windhuk interniert, ebenfalls ohne Rücksicht auf reichsdeutsche oder britische Staats­angehörigkeit. Die Internierung ist in der Union wie im Mandatsgebiet nicht streng; Besuche in den Lagern, Sport und musikalische Veranstaltungen sind erlaubt. Vor allem sind führende und als besondere Bekenner des Deutschtums bekannte Persönlichkeiten

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Gießen, den 1. Februar 1940.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.

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Die von mir aus dieses Patent aufmerksam gemachten Leidenden kauften auch den Apparat und sind vollkommen zufrieden, was mich sehr freut.

Damit das D a nz e i s e n, ch c Bruchhcilvcrfahrcn ohne Operation bald Gemeingut wird, bitte ich, dieses Dankschreiben so bekannt zu machen, daß Jedermann im Gau Saarpsalz und auch darüber hinaus Kenntnis davon bekommt. Schwegenheim b. Speher, den 6. 2. 1938, Hauptstr. 48. gcz. Heinrich Silbernagel.

Kostenlos" zu sprechen bin ich für jeden Bruchleidenden, der die Broschüre vorher gelesen hat, in Frankfurt a. M.. 10. II., Hotel Hansa-Royal, 8-12 und 13-17 Uhr; Friedberg, 12. II., Deutsches Haus. 8-11.30 Uhr; Gießen^ 12. II., Hotel Hindenburg, 14-18 Uhr; Dillenburg. 13. II., Hotel Hirsch, 10-14 Uhrr Limburg 14. II., Hot.Nassau.Hof, 9-12 Uhr; Wiesbaden, 15.II.,Hot.Taunus,8-12Uhr Wilhelm Backhaus, Neustadt/Weinstraße, Friedrichstraße 1.

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Der Präsident der mandschurischen Schwerindustrie in Frankfurt a. M

Fwd. Frankfurt a. M., 2. Febr. Auf seiner Besichtigungsreife bedeutender deutscher Industrie- unternehmen weilte am Donnerstagnachmittag Prä­sident Aikawa mit einer Anzahl japanischer Her. ren der mandschurischen Industrie auch in Frank­furt a. M. Er besuchte hier die Metallgesellschaft AG. Nach einer Besichtigung der Forschungslabora­torien ließ er sich einiges aus dem Bereich des Kon­zerns berichten. Der Besuch vermittelte den Gästen, wie Präsident Aikawa in seiner Schlußansprache ausführte, einen tiefen Eindruck über die vielseitigen Arbeitsgebiete dieses Frankfurter Hauses. In der Begleitung des Präsidenten befand sich u. a. auch der Präsident der mandschurischen Automobil-Com? pany, Y a m a m o t o.

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