Ausgabe 
2.10.1940
 
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Die Attersversorgung des deuifchen Volkes.

OerEniwurfSes ersten Abschnittes des großen deutfchenSoziatwerkesdemFührerübergeben

Berlin, 1. Oktober. (DNB.) Am 15. Februar 1940 hatte der Führer Reichsorganisationsleiter Dr. Ley den Auftrag erteilt, die Grundlagen einer Altersversorgung des deutschen Volkes zu prüfen und Vorschläge auszuarbeiten. Dr. Ley hat nun dem Führer ben ersten Entwurf über den ersten Abschnitt des großen deutschen Sozialwer­kes übergeben, lieber seinen Inhalt sagt er im Angriff r Dem nationalsozialistischen Altersver- sorgungswerk wird zum ersten Male in der So- zialgeschichte die Idee der völkischen Ka­meradschaft, der gegenseitigen Verpflichtung von Volksgenossen und Volksgemeinschaft zu Grunde liegen. Der Nationalsozialismus verlangt von jedem Volksgenossen den höchsten Einsatz im Dienste am Volk, in der täglichen Arbeit ebensogut wie im Ehrendienst mit der Waffe. Daraus leitet er aber auch die Verpflichtung der Volksgemeinschaft ab, jedem, der in (Erfüllung dieser Pflicht zu Schaden kommt oder im Dienste ergraut ist, ein würdiges Dasein zu sichern. Der Pflicht zur Arbeit entspricht das Recht auf Versorgung, wenn die Arbeitskraft erlahmt. Die Versorgung ist der Dank der Volksgemeinschaft für das pflichter­füllte Arbeitsleben. Aus dieser Auffassung ergeben sich bereits die wesentlichen Grundzüge des künf­tigen Dersorgungswerkes:

Der Versorgungsanspruch ist nur an eine ein­zige Voraussetzung geknüpft: Versorgt wird, wer seine Pflichten als Bürger des Großdeutschen Rei­ches erfüllt hat, gleichgültig an welchem Platz und in welcherfozialenStellung er dem Volke gedient hat. Ausgeschlossen werden nur solche Elemente bleiben, die sich durch gemein« schaftswidriges Verhalten ohnehin außerhalb der Volksgemeinschaft gestellt haben.

Auch die Höhe der Versorgung ist durch die Idee der volksgemeinschaftlichen Verpflichtung festgelegt. Sie kann nur dann Ausdruck des wirk­lichen Dankes sein, wenn sie die Gefahr des Elends durch Alter oder Beschädigung eindeutig bannt Mindestens Wohnung, Nahrung und die Kultur- arunblagen des Daseins werden zu sichern sein. Die Versorgung wird daher an die Lebens- umstände anknüpfen, in denen der Volks­genosse vor Eintritt des Versorgungsfalles gelebt hat. Daß andererseits die Leistungen nicht ins Un« vegrenzte steigen, versteht sich von selbst. Die Le­bensbedürfnisse der großen Masse werden hier bestimmend sein; zwar sollen auch die höheren Einkommen nicht grundsätzlich ausgeschlos­sen werden. Jedoch wird die Volksgemeinschaft ihre Pflicht als erfüllt ansehen können, wenn jedem im Alter jene Bedürfnisse gesichert sind, die das Ge­samtbild der nationalen Lebenshaltung bestimmen.

Im übrigen wird das Versorgungswerk nicht etwa ein Staatsrentnertum großzüchten wollen. Es sichert den Grundstock der Lebenshaltung ausrei­chend und der bisherigen Lebenshaltung entspre­chend. Die Ausgestaltung durch die mannigfachen Annehmlichkeiten des täglichen Lebens überläßt es aber der eigenen Strebsamkeit des einzelnen. Wer fleißig und sparsam ist, soll am Abend seines Lebens auch die Früchte seines Fleißes und sei­ner Sparsamkeit ernten. Die eines Kultur­volkes unwürdige Bedürftigkeitsprüfung der aus dem liberalen Staat übernommenen Wohl­fahrtspflege hat in einem nationalsozialistischen Der- sorgungswerk keinen Raum.

Der Schafsende wirb' mit unbedingtem Ver­trauen seine Arbeit verrichten können. Er wird aber nun endlich auch den Weg gehen, durch die ihm möglichen bescheidenen Sparbeträge die ihm durch die Versorgung gewährte Lebenshaltung noch

um weiteres auszugestalten. Wenn ihm aber ein widriges Schicksal an der Ansammlung von Erspar- nissen hindert, wird er doch unter allen Umstän­den mit der Dersorgungsleistung allein ein erträg­liches Dasein führen können. Das alte längst ver­gessene Wort von der Gleichheit aller Staatsbürger gewinnt damit endlich wieder einen wirklichen Sinn. Die Ration wird nicht mehr in Gesicherte und Verelendete verfallen.

Das nationalsozialistische Reich sieht sich vor der Aufgabe, aus den sozialen Trümmern der Der- gangenheit ein besseres Gebäude zu errichten. Auch es muß rechnen. Es kann im Endergebnis dem Alten und Arbeitsunfähigen nicht mehr zukommen lassen als die Arbeitsfähigen bereit und fähig sind, für sie zu erarbeiten. Mit der bisherigen So­zialversicherung wälzt der Staat die Verantwor­tung für die Alten auf die Versicherungsträger und damit auf die V e r f i d> e r t e n fe l b ft ab. Er versichert" sich gegen (eine eigene Verantwortung, ein Vorgang, der wohl im liberalisttschen Staat, aber nie in einer nationalsozialistischen Gemeinschaft möglich ist. Der Staat trägt die Verantwortung für seine Bürger, die ihm treu gedient haben. Bisher ist das lediglich für die Beamten anerkannt worden. Unser Staat verlangt vom Arbeiter keine geringere Treue als vom Beamten. Er kann ihm daher auch keine geringere Sorge angedeihen lassen. Daher wird bie Aufbringung der Mittel für die Versorgung auch nicht mehr Sache einzelner Versicherter, sondern Aufgabe der Gemeinschaft im ganzen sein. Jeder hat nach seinen Kräften im Rahmen der allgemei­nen' Besteuerung an der Beschaffung der Mittel m i t z u w i r k e n sowie jeder nach seinen Bedürf­nissen Anspruch auf die Versorgung erhebt. Der gesicherte Lebensabend gehört dann zu den selbst­verständlichen Grundrechten des Deutschen. Wenn er trotz des Rechtes auf Versorgung im Al­ter noch arbeiten will, wird die Volksgemeinschaft ihn günstiger stellen als wenn et sich zur Ruhe

Berlin, 1. Oft. (DRB.) Reichsminister 2) arr 6 erklärte in einer Unterredung, mir haben im Jahre 1940 eine Kriegsernte an Getreide von 24,6 Millionen Tonnen gegenüber einer Durchschnitts­ernte von 25,1 Mill. Tonnen in den Jahren 1934 bis 1938. Wir biegen also nur 2 v. H. unter dem Durchschnitt. Die Brotversorgung Deutsch- lands ist bei gleichbleibenden Rationen nach wie vor auf. weite Frist gesichert. An Kartof­feln werden wir voraussichtlich eine Ernte von 60 Mill. Tonnen haben. Das sind 5 Mill. Ton­nen mehr als im letzten Friedensjahr. Wir brau­chen an Speisekartoffeln auch im Kriege höchstens 15 bis 18 Mill. Tonnen, so daß von der großen Hackfruchternte noch viel für die Futtermittel- versorgungder Viehbestände übrig bleibt. Denn wir haben auch eine Zuckerrübenernte, die bas Ergebnis des letzten Friedensjahres übersteigt. Wir kommen wahrscheinlich auf 20 Mill. Tonnen, während wir im Vorjahre nur 18,.7 Mill. Tonnen Zuckerrüben hatten. Die G e f a m t f e 11 r a t i o n bleibt in ihrer bisherigen Höhe bestehen. Die Fleischrationen werden im kommenden Win­ter ebenfalls unverändert bleiben. Unsere Viehbestände haben sich durchaus normal entwickelt.

setzt. Der Beschädigte soll nicht schlechter stehen als der Gesunde. Soweit die eigene Kraft versagt, wird die Hilfe der Gemeinschaft einspringen. Das gilt für den Soldaten wie für den Arbeiter oder Handwerker, für Unfallschäden ebenso wie für Krankheitsfolgen. Der AusdruckAussteuerung" verschwindet. Es gibt nur noch eine Entscheidung: Doll arbeitseinsatzfähig oder nicht. Ebenso wird der unwürdige Prozenthandel um die Knochentaxe aufhören. Die Hilfe des Versoraungswerks wird stets und in allen Fällen die bisherige Lebenshal­tung in angemessenem Umfange sichern.

Diese Grundsätze gelten für alle Volksgenossen ohne Rücksicht auf Beruf oder Anlaß des Schadens. Daß dabei der im Kriege verletzte Sol­dat, der beim aktiven Einsatz im Beruf oder Dienst verunglückte Arbeiter und vor allem, daß die kinderreiche Mutter auf eine besondere Anerkennung ihres persönlichen Einsatzes Anspruch haben, ist nur selbstverständlich. Für sie alle, die sich aktiv für die Ratton einsetzten und zu Schaden kommen, wird ein Ehrensold unabhängig von dem Beschädigtengeld eingeführt. Daß schließlich auch die Witwen und Wallen aus­reichend zu versorgen sind, sei hier nur der Voll­ständigkeit halber erwähnt. Die Witwe des Arbei­ters wird nicht anders versorgt werden als die des Angestellten, des Handwerkers oder des selbstän­digen Kaufmannes.

Das Dersorgungswerk soll nach dem Willen des Führers ein dauerndes Denkmal des deutschen Schicksalskampfes um die Freiheit werden. Unser Versorgungswerk wird Ausdruck der gesteigerten Lebenskraft des nationalsozialistischen Volkes. Es wird neue Energien auslösen und dem schadenden Volke seine Züge aufprägen; es ist ein Stück des großen Sozialwerkes der Zukunft: Der Dank des Führers an das Volk, unsere Verpflichtung an den Führer, den errungenen Sieg durch rastlose Arbett stets erneut zu bewahren.

Der günftige Ausfall der Hackfruchternte nrirb uns in die Lage versetzen, die Schweine in Äukunst wieder etwas schwerer auszumästen als In den letzten Monaten. Die Aussichten für die Gemüse­versorgung im kommenden Winter sind besser als im vergangenen Jahre. Rur die Aussichten für Obst sind schlecht. Wir haben infolge des harten Winters und der ungünstigen Witterung in der Blütezeit eine echte Mißernte zu verzeichnen und müssen uns damit abfinden.

Das deutsche Volk hat die Sicherheit, auf der Grundlage einer guten Gesamternte und einer lau­fend ausreichenden Produktion im kommenden Winter die auskömmliche Ernährung zu finden. Entscheidend ist die Fettwirtschaft gewesen. Mitten im Kriege ist die Milchanlieferung nochmals um 10 bis 15 v. H. gestiegen, woraus sich wieder eine Steigerung der Buttörerzeugung ergab. Der Mini­ster äußerte sich dann über den Nutzen, den die Getreideüberschüsse aus dem Warthegau und Dan- zig-Westpreußen bringen und über die Lieferun­gen aus Holland, die früher nach England gingen. Besonders die Gemüseversorgung wird durch stär­kere Lieferungen aus Holland Vorteile haben. Wir werden im übrigen weder mit der Versorgung der

besetzten Gebiete, noch anderer europäischer Staa­ten in diesem Kriegswinter besondere Schwierig­keiten haben. Unser Einfluß reicht vom Nordkap bis zur italienischen Interessensphäre.. Die Mög­lichkeiten des Austausches und des Handels finb daher viel zahlreicher. Der Minister sieht für die Zukunft große Möglichkeiten der Steigerung des Ertrages auf manchem jahrzehntelang ver- nachläfsigten landwirtschaftlichen Gebiet Europas und damtt große Möglichkeiten der allgemeinen Verbesserung der deutschen Ernährungslage.

Eine Sübrcrfagung der Hitler-Jugend.

München, 1. Oft. (DNB.) In der Reichszeug» meisteret in München fand die erste Arbeitstagung der Führerschaft der Hitler-Jugend seit der (Er­nennung des neuen Reichsjugendführers statt. Reichsjugendführer A x m a n n erläuterte die Fort­setzung der jahrgangsweisen Erfassung der Jugend und die jahrgangsweise Schulung. Als eine der Auf­gaben der Hitler-Jugend bezeichnete er die Wer­bung und Auslese innerhalb der Hitler-Jugend für den Lehrerberuf. Die Uebernahme der Füh» rortorpsangehörigen in die Parteiarbeit nach Bewährung in der HI. und einer Abkommandie­rung in den Aufgabenbereich der Partei sei bereits festgelegt worden. Auch für die Uebernahme vvn Jugendführern in die Dienste des Staates seien Regelungen vorbereitet. Zum Schluß tünbiate Mr­mann Arbeitsgemeinschaften für besonders begabte Jugendliche auf der Grundlage der allgemeinen Er­ziehung an.

Der Reichsleiter für die Jugenderziehung der NSDAP, v. S ch i r a ch ging auf die Bewährung der Jugendführer im Kriege, der Jungen und Mä­del in der Heimatfront ein) Er warnte sein Führer- korvs davor, aus diesem hervorragenden Kricgs- einjatz etwa besondere Rechte abzuleiten.Ich ver­lange, daß jeder Kamerad, der in die Heimat zu- rückkehrt, hier dieselbe Disziplin zeigt, wie er sie draußen an der Front bewiesen hat."Für mich besteht das Wesen der Führung nicht fm »en, sondern im Dienen. Das Wort Friedrichs oßen ,Zch bin der erste Diener meines Staa­tes" ist für uns immer ein nationalsozialistischer Glaubenssatz gewesen. Wer in der nationalsozralisti- schen Bewegung fuhrt, der dient!"

Der Reichsschatzmeister der NSDAP., Reichs­leiter Schwarz, befaßte sich mit dem Verhältnis von Führung und Verwaltung in der Partei. Er selbst habe volles Verständnis für die Führungs­aufgabe der Hitler-Jugend bekundet und stets lebhaften Anteil genommen am Wohl und Wehe der deutschen Jugend. Ab 1. Oktober wird von den Angehörigen der Hitler-Jugend, des BDM., des Jungvolks und der Jungmädelschaft kein Mit­gliedbeitrag mehr erhoben. Samt- liche Beitragsrückstände entfallen in gleicher Weise. Die Beiträge für die Unfall- und Haftpflichtversicherung werden in Zukunft durch den Reichsschatzmeister a b g e I ö ft Die Angehörigen aller Formattonen der Hitler- Jugend bleiben uneingeschränkt versichert. Im Un­allschutz würden die Leistungen möglichst umfassend ein, zumal zur Ausschaltung von Härten Sonder- onds geschaffen worden seien. Der Beitragswegfall habe vornehmlich auch erzieherische Gründe. Gleich­zeitig entlaste diese Maßnahme nicht nur die Ver­waltung selbst, sondern komme auch der prakttschen Arbeit zugute, da nunmehr in 70 000 unteren HI.» Einheiten die Einrichtung von Verwaltungsdienst- stellen überflüssig werde, so daß die dadurch frei- gestellten Kräfte mit anderen Aufgaben betraut werden könnten. Der Gedanke des persönlichen Opfers, der einst der Beitragsleistung zu Grunde gelegen habe, bleibe auch in Zukunft insofern er­halten, als die Jugend durch ihre Führung grund­sätzlich zum Sparen angehalten werde.

Gesicherte Ernährung auch im zweiten Kriegswmter.

^FELDPOST 137P-71

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vergilbten Driesen, aus dem Jclde sicht viel ge­schrieben über die Svende, die der Genuß eines,,guten Tobacts"schon immer berei­tet hat. Heute isi das auch nicht anders. Wir lassen es uns darum jetzt beson­ders angelegen fein,deutbar gute Zigaretten zu liefern.

Die 3rage, ob man Zigaretten mit oder ohne ^Mundstück wählen sott, ist überholt. Denn das tf* \Mundstuc6., mit dem die CÜLDENRING jetzt

aasgestattet ist, vereint die Vorzüge beider Zigarettenarten-, es ist dem Auge unsichtbar, bietet den Cippen aber ausreichenden Schutz.

GÜLDENRJNG yWIT (^MUNDSTÜCK, 4-pf.