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Sieder planloser Bombenabwurf aus Berlin

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Drei Flugzeuge über Westdeutschland abgeschoffen.

Westen Berlins seien l l i

seien vö11ia unberührt ge- fünsstündige Besichtigung einwand-

wesen, wie eine

frei erwiesen habe.

einer

Zusammenhang mit erhöhter Luftgefahr, sondern

das der

aus Die duf­

tigen Rohstoffen hatte, ist es ihr gelungen, Jnselreich zu einer der stärksten Marinemächte

duktionsunterbrechung feststellbar gewesen. Auch ein großes Werk im Süden der Stadt, eine Kraftanlage im Südosten und Elektrowerke im

aus fehl

Berlin, 1. Oft (DRV. Funkspruch.) In der Rächt zum 1. Oktober flog eine Anzahl britischer Flugzeuge wiederum in das Reichsgebiet ein. Be­reits in Westdeutschland wurden drei dieser Flug­zeuge von Nachtjägern abgeschossen. Ein Teil von ihnen stieß bis in die Wart Brandenburg vor und wurde beim Erreichendes Sperr- gürtels von Groß-Berlin von massiertem Planfeuer der Flakartillerie empfan­gen, das einige Flugzeuge zum Abdrehen, an­dere zum Aufsuchen größter höhen zwang.

Die wenigen Flugzeuge, die die Reichshauplstadt überflogen, warfen unter Einwirkung der Flakab- wehr planlos ihre Bomben auf Berlin ab. Der an militärischen und zivilen Objekten an- gerlchtete Schaden ist unbedeutend.

allein in Südamerika zurückbleibende englische Kreuzer wird von Commodore Pegram befehligt, der auch das Kommando Über einige in den süd- amerikanischen Gewässern verbleibende Hilfskreu­zer übernimmt. Alle andere englische Kriegsschiffe sind an die Westküste Afrikas komman­diert: sei es um Ausfälle der englischen Flotte anläßlich ihres Landungsversuches bei Dakar aus­zugleichen, sei es um den englischen Seeweg nach Indien um Südafrika herum zu schützen. Man er-

Die in Berlin lebenden ausländischen Be­richter st atter sind im Gegensatz zu ihren Lon­doner Kollegen, die täglich mehr bei ihrer Bericht­erstattung von der britischen Zensur behindert wer­den, in der Lage, sich jederzeit von der Verlogen­heit der englischen Berichter st attung über die Angriffe, der briischen Nachtpiraten durch persönlichen Augenschein zu Überzeugen. So bringt die Neuyorker Sonntagspresse z. B. einen Be­richt über eine Besichtigung angeblich von britischen Bombern beschädigter Objekte in der Reichshaupt­stadt. Dabei wird festgestellt, daß an den von briti­schen Flugzeugen angeblich schwer beschädigten Ber­liner kriegswichtigen Zielen keine Bomben­spuren zu sehen waren. In der Nähe eines großen

innert sich, daß von deutschen Kriegsschiffen vor einiger Zeit der Hafen von Kapstadt mit Minen verseucht wurde, und daß ein großes englisches Handelsschiff auch ein Opfer dieser Minen wurde. Im Fernen Osten ist das englische Geschwader völlig in den Hintergrund geschoben, jetzt löst Eng­land auch sein Südatlantik-Geschwader auf. Man glaubt an diesen beiden parallelen Vorgängen das Schrumpfen der englischen .Herrschaft Über die Meere" geradezu körperlich zu fühlen.

Erweiterte Landverschickung Berliner Kinder.

gelöst; sein bisheriger kommandierender Admiral ist nach London in die Admiralität berufen. Der

gelaufen. Selbstverständlich sei weder eine Zwangsevakuierung noch überhaupt eine Evakuierung von Kindern aus der Reichshauptstadt geplant. Die Verschickung sei viel­mehr eine durchaus freiwillige und wider­rufbare und ob die in Frage kommenden Eltern davon Gebrauch machen wollen, liege in ihrer eige­nen Entscheidung. Sie sei in einem Umfang vorbe­reitet, daß allen a-uftretenden Bedürfnissen Rech­nung getragen werden könne. Die K o st e n für die Verschickung der Kinder übernehme die NSV. Für eine Fortführung des Schulbetriebes der verschickten Kinder auch nach den Ferien sei Sorge getragen. Die Aktion stehe in gar keinem

Eine bedeutungsschwere Nachricht kommt der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires: Engländer haben ihr Südatlantik-Geschwader

Rußland und der Oreierpakt.

Iwn unterer Berliner Schriftleitung.

Der Berliner Dreimächte-Pakt zwischen Deutsch­land, Italien' und Japan hat bei den Engländern nicht sofort wie eine diplomatische Bombe einge­schlagen, da sie allzu sehr auf die unablässig, Tag und Nacht aus der Lust herabregnenden deutschen Bomben achten müssen. Aber die englische Presse hatte sehr bald den Dreh gefunden, dieses epoche­machende Abkommen in.seiner Wichtigkeit insofern anzuzweifeln, als sie fragte, was die Sowjet­union dazu sage. DieTimes" versicherte, es stehe keineswegs fest, ob das Schwarze Meer als Trennungsgraben oder als Verbindungsstraße be­trachtet werden müsse, und die Westgrenze des Fer­nen Ostens, womit das Blatt wohl die Grenze Japans gegen Rußland meint, bleibe ungewiß. Die Empire News" wurde schon deutlicher. Rußland sei in Asien und in Europa von jeder Führerschaft ausgeschlossen, so schrieb das Blatt, aber wenn sich die Sowjetrussen Japans Vorstößen widersetzten, dann würde die Sowjetunion Angriffen der Achsen­mächte ausgesetzt sein.

hier zeigt sich deutlich die Konstruktionssucht der britischen Presse, die auf falschen Voraussetzungen ein gewaltiges Kartenhaus errichtet und dieses Kar. tenhaus bespricht, bis es zusammenbricht. Nicht nur in der englischen Presse, sondern auch in der briti- schen Staatspolitik ist jene zweckgewollte Art und Illusion zu verfolgen,Reynotts News" wußte gar zu melden, der britische Botschafter habe sofort nach Unterzeichnung des Dreimächte-Paktes in Mos­kau bei der russischen Regierung vorgesprochen und habe Vollmacht, ein weitgehendes Handelsabkom­men mit Rußland abzuschließen. Allerdings teilte das Blatt mit,, Englands Botschafter habe Die Ant­wort erhalten, bevor die baltische Frage, also die Beschlagnahme der baltischen Guthaben in London, nicht gelöst sei, bestehe keine Hoffnung auf erfolg­versprechende Verhandlungen.

Die englischen Trughoffnungen auf Sorvjetruß- land sind aber sehr schnell erledigt worden. Die offiziösePrawd a" in Moskau schreibt, daß die ' Sowjetregierung von der deutschen Regierung vor der Unterzeichnung des Paktes i n f o r mi e r t wor­den ist, womit sich also die englischen und ameri­kanischen Aeußerungen, Moskau sei übergangen worden, endgültig erledigen. Und dann geht die amt­liche sowjetrussische Aeußerung dazu über, die Gründe klarzulegen, die zum Abschluß dieses Paktes zwangen. Gerade die Versuche Englands, durch Werbung neuer Bundesgenossen den Krieg auszu- weiten, hätten die Uvtk"-zr^/.lung Paktes her- bclHe'süyrt. Wer diese Kriegshetzer sind, ist seit lan­gem bekannt. Wenn also die drei Mächte klar und offen bekennen, sie wollten die Hemisphären", in denen sie die Führung haben, also Europa und Asien, gegen die Uetzer griffe dritter Stqaten ver- teibigen, dann ist es das eine klare und deutliche Antwort.

Sehr zufrieden ist diePrawda" mit der Erwäh­nung Sowjetrußlands im Pakt selbst. Das Blatt nimmt Bezug auf die Bedeutung der Nichtangriffs­pakte zwischen Italien und Deutschland einer- und der Sowjetunion anderseits.Diese Klausel", so schreibt das Blatt der Moskauer Regierung,muß man vor allem als Achtung der Dertragsmächte gegenüber der Neutralitätspolitik auffassen, welche die Sowjetunion mit den ersten Tagen des Krie- aes durchführt. Diesen Vorbehalt muß man weiter­hin als eine Bestätigung der Kraft und Bedeutung des Nichtangriffspaktes zwischen der Sowjetunion und Deutschland und des Nichtangriffspaktes zwi­schen der Sowjetunion und Italien auffassen." Die amtliche sowjetrussische Stimme faßt die Stellung­nahme zum neuen Dreierpakt in den Worten zu­sammen, sie könne bestätigen, daß die Politik Sow­jetrußlandsunveränderlich ist und bleiben wird". Damit ist auch die letzte nebulöse Hoffnung der Kriegshetzer zerflossen. t. S.

Vier Dampfer in zehn Minuten!

Von Kriegsberichter Or. Wolfgang Frank.

Erde zu macken.

Auch hier fehlen uns zuverlässige Angaben jüngster Zeit; aber man geht sicherlich nicht , . in der Annahme, daß die weltpolitischen Konstella-

Jnselreich seiner maritimen Rüstung das allergrößte Gewicht beigelegt hat. Trotz vieler Sor­gen und Schwierigkeiten, Die die japanische R ü - ftungsinbuftrie durch das Fehlen von (Sn, Del, Textilfasern und manchen anderen kriegswich-

Rot, der gleich darauf eine weitere, offenbar eine Kesselexplosion folgt, zu brennen anfängt und als schauerliches Fanal die wüste Szene beleuchtet.

Grell zucken plötzlich die Lichtkegel suchender Scheinwerfer auf das Boot zu. Strahlend weiß liegt es inmitten des auseinanderlaufenden Geleitzuges. Da, schon stürmen, deutlich hörbar im gestoppten Boot, Zerstörer heran. Schon schrillen aber auch die Alarmklingeln durch den stählernen Raubfisch, brausend und zischend ent­weicht die Luft aus den Tauchtanks, die L-Maschi- nen springen auf große Fahrt. Das Turmluk klappt, während das Boot schon mit starker Vorlastigkeit auf Tiefe geht, dicht, der Kommandant dreht sorg­sam den Verschluß zu, und schon hängt das Boot tief unter dem Schauplatz seiner Jagd und wartet der Dinge, die da nun wohl gleich kommen werden.

Der Obersteuermann schaut auf die Uhr.Donner­wetter", sagt er,der ganze Zauber hat genau zehn Minuten gedauert. In seine Worte yinein klirren die ersten Wasserbomben, aber sie liegen so wett ab, daß sie dem Boot nichts schaben. Langsam, dauernd die Zerstörergerättsche und das schwere, langsame Mahlen der Dampferschrauben abhorchend, drückt sich das Boot bei Seite. Noch immer fallen, bald näher, bald ferner Wasserbom­ben. Endlich wird es still, und da bricht noch ein­mal der Jubel im Boot aus.

Vier Dampfer in zehn Minuten! Vergessen sind die Tage des unerträglichen Wartens, vergessen die nassen Wachen auf dem überschäumten Turm! Vergessen Enge und Mühsal. Endlich haben sie ge­habt, was der U-Bootsmann braucht, um zufrieden zu fein: Den Erfolg. Der Funkmaat legt eine Platte auf, eine Beuteplatte aus einem französischen 5)afert, und bann klingt es unter dem Gelächter der Be­satzung durchs Boot:

We are going hang out our washing on the Siegfried Line ..

(Schlachtfeloerfabrt der Gaulesier.

Berlin, 30. Sept. (DNB.) Einer Einladung des Oberkommandos der Wehrmacht folgend, traten am Sonntag zahlreiche Gauleiter und Angehörige des Stabes des Stellvertreters des Führers eine Reife auf d e n westlichen Krieasfchau- p la am Die Fahrt gilt dem Besuch d e r Truppen der drei Wehrmachtsteile. Es werden die interessantesten unb in den Kämpfen des Mai und Juni d. I. besonders umstrittenen Punkte der Westfront berührt. Bei Antritt der Reife be­grüßte der Ehef des Oberkommandos der Wehr­macht, Generalfeldmarschall Keitel, in Köln die Teilnehmer. Nach Worten herzlichen Dankes für die geleistete Arbeit der führenden Persönlichkeiten der Partei, die sich auch auf den Schlachtfeldern des jetzigen Krieges ausgewirkt habe, gab Generalfeld- marfchall Keitel einen Ueberblick über die gegenwär­tige Lage, die als die denkbar günftigfte zu bezeich­nen fei. Er umriß die Aufgaben, die in der Heimat im Dienste des Krieges zu erfüllen feien und unter?

DNB. ... 26. Sept. (PK.) Die ganze Woche war es nichts mit der Jagd. Das Boot stampft in seinem Gebiet auf unb ab, bie Brückenwachen guckten sich ast bie Augen aus bem Kopf, aber es war nichts zu sehen. Reingefegt, leer und öde lag die See unter einem Himmel, an dem schwere, tiefhängende Wolkenballen nach Südosten zogen. Die Sicht reichte kaum drei Meilen weit, und Harte es einmal ein wenig auf, so kam mit Sicherheit schon im Laufe der nächsten Stunde eine Folge von Regenböen, die Boot und Meer und Himmel in eins verwischte. Dann glättete der herabtrommelnde Regen für kurze Zeit die unruhigen, hohen Rücken der Atlan­tikdünung, so daß sie wie geölt aufglänzten.

Dabei herrschte ein silbergraues Licht, unb bie Luft war erfüllt von bem leisen Klingeln, mit bem bie Tropfen auf bas Wasser aufschlugen, einem einen, hellen Glockenton, ber sich vermischte mit >em Prasseln bes herniederströmenben Regens auf bie Metallteile bes Bootes.

Arn Mittag brehte ber Winb von West-Norb- Weft auf Norb unb flaute ziemlich rasch ab. Die Sicht nahm zu, ber Norbbimmel wurde klarer und höher. Wenig später kam sogar ein Stück Blau und dann die Sonne heraus.Rauchwolken in Sicht!" Wie ein Schlag ging die Meldung durch das Boot. Der Kommandant nahm sich nicht einmal Zett, seine Sttefel, die er zur Mittagsruhe ausge­zogen hatte, wieder überzustreifen. Mit einem ein­zigen, unendlich oft geübten Schwung setzte er durch das Kugelschott in die Zentrale und enterte in Socken auf die Brücke.G e l e i t z u g", meldete der Ausguck.

Durch den Nordallanttk auf immer wechselnden Kursen versucht der Engländer in Geleitzügen, die ost viele Dampfer umfassen, und von Zerstörern, U-Bootjägern, Kanonenbooten und Flugzeugen ge­sichert sind, die Versorgung seiner Insel sicherzu­stellen und der Gefährdung der Nachschübe durch Deutsche U-Boote wirksam zu begegnen. Irgendwo im Atlantik treffen sich die Dampfer an einem vor­her genau bestimmten Punkt, an dem sie von den geleitenden Kriegsschiffen ausgenommen werden. Sie formieren sich dann, indem je 3, 4 ober auch 5 Dampfer nebeneinanber unb je nach Größe bes Geleitzuges mehrere solcher Reihen hintereinanber fahren. An ber Spitze stehen in einigem Abstand mehrere Zerstörer, während andere den Flanken­schutz übernehmen und durch schnelles Zickzack­fahren und seitliches Hinausstaßen die U-Boote zu oertreiben suchen.

Dieser Geleitzug vor uns besteht aus 17 Damp­fern. Sie sind verschiedner Größe, darunter zwei fette Tanker, ein großer Gefrierfleischdampfer und noch zwei andere überdurchschnittliche Frachter. Diese wertvollsten Schiffe werden nach bewährter Praxis dadurch gedeckt, daß man sie möglichst in die Mitte des Geleitzuaes nimmt und ihre Flanken durch die kleineren minder wertvollen Schifte schützt. Mit mäßiger Fahrt, nach Weisungen des geleit- führenden Zerstörers Zickzackkurse steuernd, ziehen oie Schiffe ihres Weges. Auf jedem von ihnen find besondere Wachen eingeteilt, die nach dem Schaum- ftreifen am Sehrohr eines U-Bootes oder der ver­räterischen Blasenbahn eines Torpedos Ausschau halten. Geleitschutz ist gut, aber ganz sicher fühlen sich die Kapitäne doch nicht. Je mehr der große Konvoi der Küste der brittschen Insel sich nähert, desto unruhiger suchen die Augen ber Dampfer­besatzungen die Wasseroberfläche ab.Wenn nur erst Nacht wäre! Wenn nur erst bieses verbammte U-Bootgebiet glücklich hinter uns läge!" Stunbe um Stunbe verrinnt. Der Himmel ist weiterhin klarer geworben, bie Sonne schickt sich an, im Westen als gewaltiger Feuerball hinter Die Kimm hinabzu­sinken.

Die ersten Schatten ber Dämmerung breiten sich i in ben Tälern zwischen den hohen Atlantikwogen ! aus. Rötlich und gelblich, untermischt mit den ersten blaugrauen Dorbooten ber Nacht sinb bie Farben [ ber See. Jrn Osten bunkett langsam der Himmel. : Das beginnt mit einem Grauviolett, das langsam

tionen, insbesondere der sich seit Jahren zuspitzende Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, die Japans Vordringen in China mit argwöhnischen Augen ver­folgen, zu weiteren Flottenoer st ärkungen Anlaß gegeben haben. Wir wissen nicht, wie viele ber bewilligten und auf Stapel gelegten 2 Schlacht­schiffe, 2 Flugzeugträger, 10 Zerstörer und 10 Un­terwasserkreuzer bzw. großen U-Boote vollendet oder . wie viele unb welche Einheiten neu bewilligt wor- den sind, und ebensowenig ist uns bekannt, wie < groß und wie stark diese Schifte sind. Bekannt ist i daß 9 Schlachtschiffe und 6 Flugzeugträger sowie 5 Flugzeugmutterschiffe fertig und gefechtsbereit ; find, weiter 5 Panzer- und 12 Schwere Kreuzer, , 25 Leichte Kreuzer, 22 kleinere und 2 große Minen- , leger, 83 Zerstörer, 29 sogenannte kleine Zerstörer : und 12 Torpedoboote, 36 U-Kreuzer uno große U-Boote und 24 kleinere; außerdem sind zahlreiche \ Kriegsfahrzeuge für andere Zwecke vorhanden, 18 < Minensucher, 15 U-Boot-Jäger, 2 Kanonenboote und 9 Flußkanonenboote. Erwähnt sei aber, daß die , großen Schlachtschiffe Kaliber bis zu 40,6 Zenti- , Meter führen!

Auch der jüngste Wehrmachtsteil, die Luft- ' waffe, ist stark und modern. Dor dem Krieg mit ! China gab es in 3 Flugbrigaden und 7 Regimentern mindestens 2000 Kriegsflugzeuge aller Kategorien, und seither ist auch hier emsig weitergearbeitet wor­ben. Japan verfügt auch über F a l l s ch i r m t r u p - ; pen, über beren Einsatz jeboch keine Einzelheiten < bekanntgeworben sinb. i

Zusammenfassenb läßt sich sagen, baß bie Wehr- ] macht bes Tenno, bes japanischen Kaisers, ein schlag- kräftiges Instrument ist unb im chinesischen Felbzug ; zahlreiche neue Erfahrungen gesammelt hat, deren Auswertung schon heute im Gange ist. Armee, Flotte , und Luftwaffe Japans entsprechen ber politischen ; Zielsetzung des fernöstlichen Reiches, das im Be- i griffe steht, die Fesseln zu sprengen, bie feiner na- j türlichen Entwicklung auferlegt sinb. F. Z.

u. Japan

Verteidigungszustand.

r n f i n 30 ZM (DNB.) Ministerpräsident Fürst K o n o y e' kündigte Sitzung de- °ll§e,

meinen nationalen 2Rö6iW'Jru"9-^,au= l'.c Ent- schlofsenhett ber Regierung a'V/'d^uso wie auf bem Gebiet der Außenpolitik durch den Abschluß des Dreierpaktes auch irn Innern durch grund­legende verwaltungsmäßige und politische Refor­men der heutigen Lage Rechnung zu tragen. Durch die nationale Neustruktur solle Japan auf allen Gebieten in den höchsten Derteidi - gungsguftanb gesetzt werden. Im Hinblick auf die entscheidende Phase der japanischen Politik be- schloß Ministerpräsident Fürst Konoye die Schaf­fung eines besonderen Kabinettsrates, der aus zehn Persönlichkeiten der Wehrmacht, Politik und Wirtschaft bestehen soll.

Loyale Zusammenarbeit zwischen Japan und Frankreich.

Vichy, 1. Okt. (DNB. Funkspruch.) Loyale Zu­sammenarbeit zwischen Frankreich und Japan bei ber Durchführung des Abkommens über Jndochina und die Möglichkeit einer künftigen Freundschaft zwischen Frankreich und Japan stellt ein für die französische Presse bestimmtes halbamtliches Kom­munique fest. Es besagt,es ist notwendig, die vollständigeKorrektheit zu unterstreichen, mit der die japanische Regierung die Bestimmungen bes Abkommens burchführt, bas in Jnbochina mit der ftanzösifchen Regierung abgeschlossen würbe. Bei ber Regelung ber zahlreichen Einzelprobleme des Abkommens beobachten bie Japaner eine ausge­machte Höflichkeit, die bie Fühlungnahme erleich­tert unb für bie Zukunft eine loyale Zusammen­arbeit in Aussicht stellt. Durch biefe loyale Zu­sammenarbeit kann eine gespannte Atmo­sphäre befeitigt werben, unb können alle Einzelpvobleme zwischen beiben Ländern sehr ein­fach einer Lösung entgegengeführt werden."

750 Japaner verlassen London.

Tokio, 30. Sept. (DNB.) Rund 750 in Eng- land lebende Japaner wurden von der japanischen Botschaft ausgefordert, nach Japan zurückzukehren. Die Lebensmittelknappheit und der Kohlenmangel für die Winterzeit seien zu groß, so daß nur noch Angehörige der Botschaft, der Pokvhama-Specie- Bank, des Mitsui-Konzerns und japanische Journa­listen in London verbleiben sollen. Der japanische DampferFushimi Maru" werde zu ihrem Ab­transport von Lissabon nach London beordert.

England verliert einen Stützpunkt an der chinesischen Küste.

Nanking, 30. Sept. (Eurvpapreß.) Nach einer Erklärung des Außenministers Chumingyih der pro- japanischen Nanking-Regierung steht die Insel Liukungtau bei Weihaiwei an der Küste des Gelben Meeres, die bisher den Engländern verpachtet war, mit Wirkung vom 30. Septem­ber ihnen mehr zur V e r f ü g u n g. Chumingylh ber ihnen nicht mehr zur Verfügung. Chumingyih erklärte, daß der Pachtvertrag über diesen Termin hinaus nicht verlängert werde.

Ergebnislose Unterredung Gandhis mit dem Vizekönig von Indien.

Stockholm, 1. Ott (DNB. Funkspruch.) W- ber britische Nachrichtenbienst mitteilte, ist es auch am Montag bei einer erneuten Besprechung zwischen Ganbhi unb ben) Vizekönig von Indien in Simla zu keiner Einigung gekommen. Lorb Linlithgow habe nach Beenbiaung ber Unterredung in einem Schreiben an Ganbhi mitgeteilt, er könne unter ben obwaltenden Umständen und in Anbe­tracht des europäischen Krieges den Forde­rungen der Kongreßpartei nicht statt- geben. Gandhi seinerseits habe daraus geantwor­tet, es fei der Kongreßpartei unmöglich, von ihren politischen Grundsätzen abzuweichen.

Englands Südatlantik-Geschwader aufgelöst.

an der Wölbung bes Himmels emporsteigt. Die Wolken im Osten sinb noch einmal rot, blutrot be­schienen, dann ist die Nacht da. Enger schließen sich die Dampfer zusammen. Es bedarf großer Fahrkunst, jetzt nicht zu kollidieren. Aber mancher von ben Männern, die heute als Kapitän fahren, hat schon im Weltkrieg als Matrose ober junger Steuermann den Geleitzugzauber kennengelernt. Schattenartig, mit verminberter Fahrt, ein vorsich­tig bahin tastendes Rudel, ziehen die Schiffe ihrem Ziel entgegen.Gott fei Dank, die Dunkelheit ist da." Wenn sie bisher nicht gesichtet sind, ist die Chance, mit heiler Haut in den britischen Hafen zu kommen, beträchtlich gestiegen.

Weitab von den Rauchwolken ist inzwischen das deutsche U-Boot, nachdem es sich Gewißheit über den Weg verschafft hat, den das Geleit nimmt, auf seine Angriffspositton gegangen. Dort liegt es, ge­borgen im schützenden Element. Nur sein kleines, scharfes Auge stippt zuweilen über bie Oberfläche hinaus. Langsam wird es dunkel, und endlich kann der Kommandant auftauchen. Ihn sieht nun nie- man mehr. Die Nacht ist ihm eine bessere Freun­din als den großen Brocken des britischen Geleit­zuges. Schattenhaft sieht er sie näherkommen. Es sind mächtige Dampfer. Er zählt Ladebäume und Masten und schätzt danach die Zahl ber Luken und die Größe jeden Schiffes. Nicht einen Augenblick lassen Wachoffizier und Ausguck neben ihm die kleineren Schatten der Geleitsicherung aus dem Auge. Angestrengt, bis ihnen die Nacht vor den Augen flimmert, starren sie hinaus. Die Rohre sind klar zum Schutz! Nur jetzt nickt gesehen werden, nur jetzt nicht ab gedrängt, zum Tauchen gezwungen und mit Wasserbomben beaft werden, ehe bie Aale ihren todbringenden Weg ins Ziel angetreten haben! Halblaut melden die Männer ihre Be­obachtungen. Ein Zerstörer steht ziemlich weit vom Geleitzug abgesetzt. Wenige yundert Meter vor dem Boot zieht er vorüber. Deutlich ist der helle Schlag seiner Turbinen hörbar.

Genau hat ber Kommandant seine Schußunter­lagen errechnet. Seine Zeit ist gekommen. A u f den fette ft en Dampfer im ersten Glied macht er den ersten Torpedo los. Die Erschütterung des Ausstoßes geht durch das Boot, und nun stehen die Männer uno warten auf ben erlösenden Schlag, ben hellen berftenben Knall, ber ben Treffer an- zeigt. Nichts geschieht. Bewegungslos mit verkniffe­nen Mundwinkeln steht der Obersteuermann und tarrt auf feine Stoppuhr.Jetzt muß er da fein", agt er halblaut zum Kommandanten. Nichts ge- chieht.

Vorbei, verdammter Mft", flucht der Komman­dant leise durch die Zähne..Aber schon läuft auck der z w eite A a l auf sein Opfer zu. Immer nocy kein Treffer des ersten, aber dann geht der zweite am Vorschiff eines der großen grauen Schatten hoch, und Sekunden später jagt wett ab, ganz an der jenseitigen Flanke des Geleites, eine zweite Deto­nation, ein zweites Schiff in die Luft.

Mensch!!" zischt der Wachoffizier,so ein Dusel!" Der Aal ist vor seinem Ziel hindurchgelaufen und hat einen weiter drüben seine Laufbahn kreuzenden Dampfer getroffen und vernichtet.Der sinkt schon", sagt der Matrosengefreite, der nachmittags den Ge­leitzug sichtete. Tatsächlich! Von dem zweiten Damp­fer ist schon jetzt nur noch eine schräg und schnell versinkende Masse zu sehen.

Der Kommandant ändert, nachdem er erkannt hat, daß seine Schüsse zu weit vorn liegen, um ein Geringes die Schußunterlagen und laßt zwei wei­tere Aale frei. Das Boot steht nun sehr dicht an den Flanken der Dampfer, und es vergehen nur Sekunden, bis nacheinander zwei Detonationen zwei weitere Treffer anzeigen. Deutlich er­kennen die Männer auf dem U-Boot-Turm, wie der Geleitzug in Unordnung gerät, wie die Dampfer wild durcheinander stieben, wie ber britte getroffen in ber Mitte auseinanberbricht unb innerhalb einer Minute im Dunkel verschwunben ist, während der letzte nach einer Mittschiffsexplosion von grellstem

Jndustriewerkes habe eine Sprengbombe ei^''

Holzplatz getroffenjgb sme "Brandbombe sei in j-K^5WsiHlich auf die gegenwärtige Sage abge= ^-Sujbarten Garten gefallen. In dem Werk stimmt. -

selbst sei weder Schaden noch eine Pro-I s -------

Berlin, 30. September. (DNB.) Auf , Arbeitstagung des Berliner NSLB. gab ber stell- oertretenbe (Bauleiter Görlitzer bavon Kennt­nis, baß die Kinder solcher Eltern, denen keine ausreichende Luftschutzräume zur Verfügung stehen, oder bie für bie Gesundheit ihrer Kinder fürchten müssen, die Möglichkeit erhalten, ihre Kinder durch Hilfe der NSV. in nicht luftgefährdete Gaue zu schicken. Seit Beginn der Luftangriffe auf die Reichshauptstadt seien aus allen Teilen des Reiches zahllose Angebote auf Aufnahme dieser Kinder ein-