Ausgabe 
1.9.1940
 
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1)6 MffM M * M. K v W< o Samstag, 3l-August, Z

Gießener Anzeiger

190. Jahrgang Nr. 206

August, SoMag, LSeptbr. 1940

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vrül scheUniverstlatrdruckerei R. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Gießen. Zchnlftrahe 7-9

Königlich Rumä-

Wien, 30. Aug. (DNB.H D

und Ungarn

schwebende Frage des an U r a r n abzutre-

einen solchen

5 für s i e v e r -

zwischen Rumänien

der Räumung und Besetzun Modalitäten sind sofort durci

sowie deren sonstige

nische und die Königlich Ungc sche Regierung haben

iche Staatsange

feit. Sie sind der )!igt, innerhalb einer

haben das ungarische Staa gebiet innerhalb einer

weiteren Frist von einem

ahr zu verlassen

und werden von Rumänien bernommen. Sie kön-

ihrer Abwanderung

u entschädigen.

entgegenkommender Weise

abgetretenen, jetzt bei R m

änien verblei-

tsangehörigkeit

zu optieren. Für die

5. Die Königlich Ungaris- Regierung übernimmt die feierliche Verpflichtuni die Personen, die auf

Grund dieses Schiedsspru,

nitätswechsel ergebenden

inzelfragen bleibt u n -

»er Königlich Ungarische

ligen Angelegenheiten uni

vorbehaltlos durquführen.

3m Anschluß an den

siedsspruch hat zwischen

non Ribbentrop

Britische Flugplätze, Industrie- und Hasenanlagen in Brand geworfen.

nochmals die Erklärung Schiedsspruch als e n i annehmen und daß

l u n g e n zwischen der der Königlich Ungari-

ch die Räumung und e und Ordnung

mittelbaren Verh« Königlich Rumänischen u schen Regierung überlasser

7. Falls sich bei der Du

angehörigkeit erwerben,

Volkstum angehören, d

Staatsangehörigen in [

land und Italien die i Verletzlichkeit des

nien abzutretenden Gebiet ohne weiteres die ungar

Frist von sechs Monaten f i Staatsangehörigkei sonen, die von diesem Option

kegrilät und Un- manischen Skaats-

die rumänische u optieren. Die Per­echt Gebrauch machen,

i Volkstum ange- taatsangehöri-

die ungarische Staats- iber dem rumänischen übrigen ungarischen r Weise gleichzu-

in großzügiger und handeln.

gebiet es garantien unb die rumänische Regierung diese Garanti inninimt.

estätigt, daß sie den ü ltige Regelung e sich verpflichten, ihn

Angriffe. Britische Häfen wurden weiter vermint.

Auch in der letzten Rächt warfen britische Flug­zeuge in Westdeutschland Bomben aus nicht- militärische Ziele. 3m Ruhrgebiet wurden an mehre­ren Orten Wohnviertel getroffen. Es gelang jedoch, die entstandenen Brände durch den Sicher- heits- und Hilfsdienst rasch zu löschen. Der sonst an- gerid,/:fe Sachschaden ist geringfügig. Bei ihren nächtlichen Einflügen in das Ruhrgebiet wurden zwei feindliche Flugzeuge durch Flak, in den Luft­kämpfen des Tages 19 feindliche Flugzeuge abgeschossen und sechs Sperrballone zerstört. Sieben eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück.

Ein U-Boot hat aus einem stark gesicherten Geleitzug heraus bei Nacht dreifeindliche Handelsschiffe von insgesamt 21 000 BRT. versenkt.

der dem Ru-

bafür Sorge zu tragen, daß Besetzung in voller R u vollzieht.

3. Alle rumänischen

tenden Gebietes durch

Minister der auswärtige Angelegenheiten haben von dem* Schiedsspruch i seiner Anlage Kennt­nis genommen und na ris ihrer Regierungen

p h a n Csaky , heute in Schiedsspruch gefällt:

1. Als endgültige Grenz

einen Schieds - eses Ersuchens und

en einer Befriedung im Donauraum

Schiedsspruch über die ungarisch-rumänische Grenzziehung.

den schon passiert. Dies ist erklärlich, wenn man bedenkt, daß der Anmarschweg der deutschen Flugzeuge von der französischen Küste nach London nur noch Minuten dauert und der Einsatz bei Bombardements mit größter Wirksamkeit er­folgt."

Wieder Lustangriff auf Berlin

Wohnviertel, Krankenhaus und Kirche getroffen.

Berlin, ZI. Aug. (DRB. Funkspruch.) 3n der Rächt zum Samstag setzten die Engländer ihren Angriff gegen die Reichshauptstadt fort. Rach Mitternacht wurde über zwei Stunden Flieger­alarm gegeben. Mehrere britische Flugzeuge über­logen in dieser Zeil das Stadtgebiet von Berlin und warfen an verschiedenen Stellen zahlreiche Brand- und Sprengbomben ab. Die Bomben fielen in die 3nnenstadt sowie in Wohnviertel und riefen zumeist in z i- vilen Häusern Dach st uhlbrände und Einsturzschäden hervor. 3n Reukölln flog eine Bombe in das Bethesda-Kranken­haus, zwei weitere Bomben trafen in dem glei­chen Stadtteil die Christus-Kirche. Mili- lärische Ziele wurden nicht getroffen. 3nfolge des disziplinierten Verhaltens der Bevölke­rung konnte größerer Personenschaden vermieden werden. Drei Zivilpersonen sind schwer und drei leicht verletzt.

roärtigen Angelegenheiten, lescu, und dem Königlich

Minister der aus- Nichael M a n o i - ngarischen Minister

80 feindliche Flugzeuge abgeschosfeu.

Lieberraschende Vorstöße nach England. - Flugplätze und Anlagen der BAF. erheblich beschädigt. Erfolgreiche Lustkämpfe.

Berlin, 30. Aug. (DRB.) Unsere Kampf- und 3agdflieger unternahmen am Freitag mehrere überraschende Vorstöße nach der bri­tischen 3 n s e l. Eine Anzahl von Flugplätzen und Anlagen der RAF. wurden durch Bomben er­heblich beschädigt. Bei diesen Angriffen sowie bei dem Ueberstiegen der englischen Südküste ent­wickelten sich zahlreiche Luftkämpfe über den südlichen Grafschaften und dem Kanal. Rach den bisher vorliegenden Meldungen sind hierbei 80 feindliche Flugzeuge durch unsere- ger abgeschossen worden. Die eigenen Verluste betragen nur 21 Flugzeuge.

England unter den. Schlägen der deutschen Luftwaffe.

Rom, 31. Aug. (Europapreß.) Das englische Luftfahrtministerium mußte zugeben, daß a m Freitag b ei Morgengrauen deutsche Flug­zeuge erneut einen Angriff auf London ausgeführt haben. Trotz der Luftabwehr haben die deutschen Flieger zahlreiche militärisch wichtige. Punkte im Weichbild der Hauptstadt mit Bomben belegt. Es wurden zahlreiche Spreng- und Brandbomben auf militärische Ziele ab geworfen, die Schäden anrich­teten und Brände hervorriefen. Weitere Nachrichten aus London besagen, daß am Donnerstagabend und die ganze Nacht hindurch die deutschen Luftangriffe intensiv andauerten. Deutsche Flieger haben eine Reihe englischer Landstriche überflogen und dabei militärische Ziele, Kriegsmaterialfabriken und sonstige industrielle Anlagen' bombardiert. An der Südostküste haben die deutschen Bombenflieger Küstenbatterien angegriffen. In Mitteleng­land wurden durch den Abwurf schwerer Spreng­bomben bedeutende Schäden an Kriegsmaterial­fabriken angerichtet

In englischen Militärkreisen erwartet man eine täglich fortschreitenden Verschärfung der deut­schen Luftoperationen. Nach dem Angriff in der Nacht zum Donnerstag, bei dem Tausende von Bomben über England abgeworfen worden seien, die große Verwüstungen besonders in Städten Mittelenglands und der Südwestküste angerichtet hätten, steige die Dauer derAngriffe und Alarmzustände von Fgll zu Fall, wie auch die Zahl der abgeworfenen Brand- und Sprengbomben sich jedesmal vergrößere und der angerichtete Schaden

Der Wehrmachisbericht vom zrettag.

Berlin, 30. Aug. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Gestern beschränkte sich die Tätigkeit der Luft­waffe auf bewaffnete Aufklärung, in deren Verlauf es zu mehreren Luflkämpfen über Südostengland kam.

3n der Tlacht zum 30. August griffen Kampfflieger­verbände mehrere Flugplätze in den Graf­schaften Lincoln und Suffolk, 3ndustrieanlagen in Felixtown, Flugzeugwerke in Weybridge und Lang- lcy-Slouth sowie die Hafenanlagen von Dundee, Leith, Hartlepool und Liverpool an. Ausgedehnte Brände in den einzelnen Häfen, besonders im Hafen von Liverpool, zeigten den Erfolg der

4. Die dem u n g a r i f c n hörenden rumänische n5i

Nach der Verkündung es Schiedsspruches er­klärte Reichsaußenminis Dort Ribbentrop u. a.: Die rumänische un ie ungarische Regierung haben ihren Willen bei bet, las zwischen ihnen seit langem strittige Prim auf friedlichem Wege' zu lösen und f en damit ihrer Verant­

wortung sowohl für die Wahrung ihrer eigenen Interessen, als auch für die Erhaltung des Frie­dens in Südosteuropa Rechnung getragen. Deutsch­land und Italien, die mit Rumänien und Ungarn in gleicher Weise durch freundschaftliche Beziehungen verbunden sind, sind an der Frage als solcher nicht unmittelbar interessiert. Sie konnten deshalb i n voller Unparteilichkeit an die ihnen an­getragene Aufgabe herantteten und aus den gro­ßen Schwierigkeiten, die die komplizierten geographi­schen und ethnographischen Verhältnisse des stritti­gen Gebietes in sich schließen, einen gerechten und die Interessen beider Teile wahrenden Ausweg fin­den. Die beiden Achsenmächte haben damit aufs neue den Beweis erbracht, daß sie entgegen der englischen Politik, die seit Beginn der Auseinandersetzung der Achsenmächte mit England versucht hat, die Brandfackel des Krieges auch in den Donauraum zu werfen, entschlossen und in der Lage sind, in Zusammenarbeit mit den Mächten in diesem Raum eine Ausdehnung des Krie­ges auf dieses Gebiet zu verhindern.

Nach der sowjetrussisch-rumänischen Einigung über die bessarabische Frage und nach der bereits erzielten Einigung zwischen Rumänien und Bulgarien in der Frage der Süddobrudscha ist nunmehr mit dem heute gefällten und von den beiden Parteien angenommenen Schiedsspruch das letzte im Donauraum noch schwebende territoriale Problem seiner Lösung zugeführt. Ein endgültiger Zustand der Befriedung wird nunmehr zum Nutzen

Die neue ungarisch-rumänische Grenze beginnt südwestlich Nagyscalonta (Salonta) an der bisheri­gen ungarisch-rumänischen Grenze, führt in nord­östlicher Richtung etwa 10 Kilometer südöstlich von Großwardein vorbei und verläuft dann in östlicher Richtung dicht südlich der Eisenbahn von Großwar­dein nach Klausenburg und südlich an Klausenburg vorbei bis zu einem Punkte etwa 30 Kilometer nord- nordwestlich Neumarkt. Von dort führt sie südwest­lich von Neumarkt vorbei nach Südosten, wobei die Bahnlinie von Schaeßburg nach Kronstadt bei Ru­mänien verbleibt. Etwa 22 Kilometer nordöstlich von Kronstadt wendet sie sich in einem nach Süden ausgebuchteten Bogen ostwärts zum Hauptkamm der Karpachen, dem sie dann übereinstimmend mit der alten ungarisch-rumänischen Grenze aus Zeit vor dem Weltkrieg nach Norden bis zu Punkte folgt, wo sie die neue Grenze zwischen mänien und Sowjetrußland erreicht.

sprach zu regeln. Auf Grund , , auf Grund der von der Königin Rumänischen und

aller auch in diesem Teil Europas eintreten. Ich bin der Ueberzeugung, daß hiermit eine feste Grund­lage für die Herstellung dauerhafter und freund- ichaftlicher Beziehungen zwischen Rumänien und Ungarn geschaffen worden ist. Aehnlich lautete auch eine Erklärung des italienischen Außenmini­sters. Die feierliche Unterzeichnung des Schiedsspruches fand um 15 Uhr im Schloß Bel­vedere statt.

Die Grenzziehung.

nische und die Königlich Ungarisch Regierung haben an die Königlich

, , ifüfjrung dieses Schieds­

spruches Schwierigkeiten ar Zweifel ergeben, wer-

ber auswärtigen Angelegenhlen, Graf Ste- ßien folgenden

benben Gebiet ansä \ sind, erhalten das Recht, innerhalb einer Frij ron sechs Monaten f ü r d i e ungarische St

den die Königlich Rumä che und die Königlich Ungarische Regierung sic hierüber unmittel­bar verständigen. Nten sie sich dabei über eine Frage nicht einigen knen, so werden sie diese Frage der Reichsregierun und der Königlich Ita­lienischen Regierung zur ibgültigen Entscheidung unterbreiten.

Der königlich Rumänin Minister der auswär-

leazzo Ciano, nach nofnaliger Aussprache mit dem Königlich Rumänisch,

rsonen, die von diesem Optionsrecht Gebrauch macn, gelten die vorstehend unter 3. niedergelegten Gr dsätze.

sich an die Reichsregierung un .

Italienische Regierung gewandt nit dem Ersuchen, die zwischen Rumäniei und Ungarn

Schiedsspruch ohne weiteres c <- .... ,-----

kindlich anzuerkennen haben der deutsche Reichsminister des Auswärtig, Joachim von Ribbentrop, und der M ifter des Auswär-

der Königlich Ungarischen Rec(rung mit diesem Ersuchen verbundenen Erklär ng,

Nach einem Lahr.

Auf Befehl des Führers und Obersten Befehls« Habers hat die Wehrmacht den aktiven Schutz des Reiches übernommen. In Erfüllung ihres Auftrags, der polnischen Gewalt Einhalt zu gebieten, sind Truppen des deutschen Heeres heute früh über alle deutsch-polnischen Grenzen zum (3 eg en an griff ange­treten. Gleichzeitig sind Geschwader der Luftwaffe zum Niederkämpfen militärischer Ziele in Polen ge­startet. Die Kriegsmarine hat den Schutz der Ostsee übernommen." Diese Bekanntgabe des Dberfom» rnondos der Wehrmacht in der Frühe des 1. Sep­tember 1939 war die Antwort auf eine Kette frecher Herausforderungen, wie sie sich nur ein Volk von der grenzenlosen Ueberheblichkeit und der macht- politischey Verblendung des polnischen einem großen Nachbarreich gegenüber zu schuld en kommen lassen konnte. Und selbst die Polen, von der immer -wieder bewiesenen Geduld der deutschen Diplomatie 3ur Maßlosigkeit verleitet, Über die Schlagkraft der deutschen Waffen völlig im Unklaren, hatten den äußersten Schritt unerhörtester Provokationen in Worten und Taten auch nur gewagt in blindem Glauben an die ihnen zugesicherte Garantie der west­lichen Demokratien, die in vollem Bewußtsein der Folgen ihres Tuns bereits Anfang April den Polen die Blankovollmacht ausgestellt und diese seitdem immer wieder bekräftigt hatten in der bestimmten Erwartung, daß sich mit ihr der Krieg werde ent­zünden lassen, den sie haben wollten, um das junge nationalsozialistische Deutschland im Augenblick sei­nes Aufstiegs zu zertrümmern und die eigene Welt­herrschaft zu retten.

Um dieses Ziel zu erreichen, war von den Kriegs­machern in Paris und London mit Hilfe des bri- tisch-französischen Garantiesystems seit Jahr und Tag ein ungeheurer Mechanismus vorbereitet worden, der wie ein Polyp Deutschland in seinen Fang­armen einpressen und zerdrücken sollte. Wenn in Polen der Kriegsbrand entfacht war, sollte Rußland den Polen den Rücken stärken, französisch-britische Heere sollten unter Umgehung des Westwalls durch Belgien und Holland in Deutschland einfallen und mit Expeditionsttuppen über Skandinavien und den Balkan den Ring der Einkreisung vollenden, wäh­rend die britische Flotte, wie einst im Weltkrieg, Deutschland vom Meere abschneiden sollte. England, trotz so starker vermeintlicher Bundesgenossen von der eigenen militärischen Kraft nicht restlos über­zeugt, oertraute wie stets auf die brutale Waffe der Aushungerung und auf die tückische Waffe der Pro­paganda um so mehr, als die Berichte des so Diel- gerühmten britischen Geheimdienstes wie das törichte Geschwätz wurzelloser Emigranten die Clique der Kriegsmacher in London in dem Wahn bestärkt hatten, daß Deutschland ohne jede wirtschaftliche Reserven sehr bald am Hungertuch nagen, die deutsche Rüstungsindustrie ohne Rohstoffzuftchren ehr schnell zusammenbrechen und das deutsche Volk ich, vor einen aussichtslosen Kampf gestellt, gegen eine nationalsozialistische Führung erheben werde.

Zweifellos ein wahrhaft gigantischer Plan, der nur einen freilich grundlegenden Fehler hatte, daß er nämlich auf einer Reihe ebenso gigantischer Trugschlüsse auf gebaut war. Wie alle innenpoli­tischen Hoffnungen auf eine Zersetzung des deut­schen Widerstandsgeistes an der ehernen Einheit der nationalsozialistischen deutschen Volksgemein­schaft zerschellten, wie Deutschlands Wirtschaft, durch den Vierjahresplan Görings seit langem auf den Ernstfall ausgerichtet, allen Anforderungen des Krieges nachkam und wie schließlich auch die Er­nährung des deutschen Volkes, zweckmäßig gestaltet und beizeiten vorsorglich gelenkt, sich als vollauf ge­sichert erwies, so stürme auch das kunstvoll er­sonnene außenpolitische Gefängnis, das man Deutschland zugedacht hatte, wie ein Kartenhaus zusammen. Die Hoffnung guf den Beistand Ruß­lands trog. Nach monatelangem Antichambrieren im Kreml mußten die britisch-französischen Unter­händler in Moskau am 22. August die Unterzeich­nung des deutsch-russischen Freundschaftspaktes durch Ribbentrop und Molotow erleben. Die Sow­jetunion war nicht gewillt, sich wie einst das zari­stische Rußland, vor den britischen Kriegswagen spannen zu lassen, sondern lenkte wieder in die Bahnen der trabitionellen deutsch-russischen gutnach­barlichen Zusammenarbeft, die seit den Tagen Peters des Großen und der Großen Katharina mit geringen Unterbrechungen immer zum Wohl beider

entsprechend wachse. Besonders gebe man in Lon­don zu, daß der letzte, größte Angriff der deutschen Luftwaffe auf England mehr Schaden verursacht habe, als alle bisherigen Aktionen dieser Art zu- sammengenommen. Das Ergebnis könne man sich vorstellen. Auch die Themsemündung sei hefttg angegriffen worden, und besonders hart haben die Industrieanlagen von Liverpool unter dem Feuer der deutschen Bomben gelitten.

In einigen Städten seien die Gasleitungen an mehreren Stellen zerstört worden, was große Feuersbrünste zur Folge gehabt habe. Auch die elektrischen Zentralen dieser Städte seien vernichtet worden. Die in schnellster Folge auf die militärischen Objekte an der Peripherie Londons von den deutschen Fliegern unternommenen Angriffe ge­stalteten die Organisation der Abwehr äußerst schwie­rig. DieTimes" warne vor der irrigen Annahme, daß die deutsche Luftwaffe nach der nun schon Wochen andauernden Aktion in ihrer Angriffskraft gelitten habe. Deutschland verfüge über unge­heure Reserven von Bombenflugzeugen. Eng­land habe noch einen langen, harten Weg zurückzu­legen, bis das Schicksal der Schlacht um England entschieden sei.

Das englische K ö n i g s p a a r soll während des deutschen Luftangriffes in der Nacht zum Donners­tag stch in seinem Salonwagen befunden haben. Der Zug war in der Nacht des großen Angriffes auf einem kleinen Bahnhof in Lancashire untergestellt. Kurz nach Mitternacht sei das Königspaar von heftigen Detonationen geweckt worden, man habe festgestellt, daß 2 0 0 Meter von dem Salonwagen entfernt zwei Sprengbomben das Schienennetz zerrissen hätten. Die englische Presse kritisiert die mangelhaften Sicherheitsmaß­nahmen zum Schutz des Königspaares und bezeich­net es als einen Skandal, daß deutsche Flieger ungesehen und ungehindert ihre Bom­ben in der Nähe des königlichen Salonzuges hätten abwerfen können.

Der Londoner Korrespondent der spanischen Zei­tungABC" schreibt:Die Pünktlichkeit, mit der die Deutschen zum Stelldichein über den D ä - chern Londons herbeieilen, läßt uns annehmen, daß wir auch heute ihren Motorenlärm und ihre Bomben in dem Augenblick hören werden, wo wir uns vom Abendessen erheben. Die Lon­doner Bevölkerung sagt, daß die deutschen Bom­bardements wie Stürme sind. Wenn Kanonen­donner und Sirenenlärm erschallt, ist der Scha -

tigen Seiner Majestät des Köi js von Italien und Albanien, Kaisers von Aeth pien, Graf Ga-

eine rumänisch-unga­rische Kommission festzusetzen Die Königlich Rumä-

[teilen. Die Königlich siumänische Regierung übernimmt feierlich die eiprechenbe Verpflichtung für die in ihrem Staatsg et verbleibenden rumä-

gen, die in dem 1919 vo Ungarn an Rumänien

taatsangehöri- g e n, die am heutigen lad in dem von Rumä- lsässig sind, erwerben

mänische Gebiet wird von bt rumänischen Trup­pen innerhalb einer Fistoon14 Tagen geräumt und in orbnungc läßigem Zustande an Ungarn übergeben. 2t einzelnen Etappen

2 r mögen frei mit

den Außenministern de Achsenmächte einerseits und dem rumänischen ! ;enmiaister andererseits ein Notenaustausch statte imben, in dem Deutsch­

nischen Staatsangehörigen Ngarischen Volksturnes.

6. Die Regelung, sonstig sich aus dem Souverä-

und Ungarn wird die in die cliegende Karte ein­gezeichnete Grenze fe elegf. Die genauere Grenzziehung an Ort und Sti e bleibt einer rumä­nisch-ungarischen Kommission -erlassen.

2. Das hiernach an Ungar sollende, bisher ru-

nen ihr bewegliches!

sich führen, sie können frner ihr unbeweg­liches Vermögen bis 4 liquidieren und den (lös gleichfalls frei mit sich nehmen; falls die Li< dierung nicht gelingt, find sie von Ungarn; u entschädigen. Ungarn wird alle mit der ifieblung der Optanten zusammenhängenden Frag