Ausgabe 
1.4.1940
 
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Bienenwanderung in den Raps

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Der Feierstunde schloß sich die Besichtigung der im Zusammenhang mit der.Gießener Woche für Kunst und Literatur" eigens gewählten Ausstellung des Oberhessischen Kunstvereins im Foyer an, die eine Reihe der bekanntesten Werke von Malern Aeiat die als unbestritten in den Bereichen der . . . < em <___I ..Hau dalhflnarGnnMiA

Gin Frühlingsliedlein.

S)örft du nicht ein leises Singen Zart erklingt's in Wald und Feld Bald wird's wunderselig klingen: Frühling ziehet durch die Welt!

Und es soll ein Neues werden Nach dem langen Winterleid, Sonne nur und Glück auf Erden Nach der dunklen, trüben Zeit.

Blumen werden blühn in Gründen, Wolken werden drüber zieh», Tausend Wonnen wirst du finden, Wirst in Freuden selbst erglühn.

Ueberwunden bange Stunden, Ueberwunden Not und Schmerz, Alles ist wie neu erfunden, Sonne strahlt dein eigen Herz.

Sei drum froh und sei drum stille, Nur, wer Kraft hat, liebt das Leid, Nur ein starker, heil'ger Wille Findet Fried' nach Kampf und Streit.

des graphischen Gewerbes mit einer der edlen Sache würdigen Hingabe geschaffen worden waren. Die Blätter dieser Schau müssen Hochachtung und An-

Zur Schließung der Fettlücke hat der Reichs­bauernführer dem Reichsverband Deutscher Klein­tierzüchter den Auftrag erteilt, durch die Wande­rung mit Bienenvölkern für eine vollständige Befruchtung der Raps- und Rübsenanbauflächen zu sorgen. Die Reichsfachgruppe Imker hat schon jetzt Vorsorge getroffen, daß alle Raps, und Rübsen- anbauflächen mit der erforderlichen Anzahl von Bienenvölkern besetzt werden.

Um diese wichtige Maßnahme in vollem Umfang zu unterstützen, hat das Derwaltungsamt des Reichsbauernführers ein Rundschreiben an die Landesbauernschaften herausgehen lassen, in dem darum gebeten wird, jeweils in ihrem Gebiet vor­zusorgen, daß folgende Punkte von den Bauern und sonstigen Grundbesitzern befolgt werden:

Jeder Raps- und Rübsenanbauer hat in oder un­mittelbar an der zu bestäubenden Anbaufläche eine ausreichende möglichst windgeschützt liegende Grundfläche für die Aufstellung der erforderlichen Bienenvölker kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Beim An- und Abtransport der Bienenvölker soll die Landbevölkerung den Imkern auf Wunsch weitest­gehende Hilfe leisten.

angenehm, gewiß. Aber der Bergführer war immer« hin schon ziemlich alt."

Er machte eine Pause. Der Stammtisch weiß nicht, was er sagen soll.

Ich bin bann", fährt Hanschuh, ohne mit der Wimper zu zucken, fort,in eine Buchhandlung ge­gangen und hab' mir einen neuen getauft."

Hans Riebau.

Kameraden Karl Schlorb und Emil Schön ehrend gedachte. Jahresbericht und Rechnungsab- läge zeugten von reger Tätigkeit der Kameradschaft. Eine kleine Beitragserhöhung, die notwendig ge­worden war, wird von den Kameraden gern ge­tragen. Zum Stellvertreter des Fahnenträgers wurde Kamerad Hch. Parr IV. bestimmt.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 29. März. Durch notariellen Kauf­vertrag ging der der Bezirkssparkasse Alsfeld ge- hörige Teil des Neurath-Hauses in das Eigentum der Stadt Alsfeld über. Der stattliche Fachwerkbau aus dem Jahre 1688, der zu den schönsten Baudenkmälern der Stadt gehört, wurde von Konstantin Neurath in Alsfeld, einem Vorfahren des jetzigen Reichsprotektors Konstantin Freiherr von Neurath erbaut. Die Familie von Neurath stammt nachgewiesenermaßen aus Alsfeld und war 3Vs Jahrhunderte in Alsfeld ansässig. Mit

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Absturz in Tirol.

Hanschuh ist ein Mann, der das Abenteuer liebt. Und auch was er erzählt, ist alles ein bißchen un­gewöhnlich, aufregend und abenteuerlich. Im Winter ist er in Tirol gewesen. Abends, am Stammtisch, erzählt er von seinen Schifahrten, von Sonnen­untergängen, Bergtouren, Steinschlag und Lawinen.

Eine ziemlich üble Sache", sagt er,ist mir bei meinem letzten Aufstieg passiert. Wir haben eine ganz schwierige Gletscherpartie vor uns. Ueberall ist Brucheis. Jeder Schritt muß vorher mit der Hacke getastet werden. Schließlich aber ist es über­wunden. Wir haben wieder Steine unter den Füßen, und in wenigen Minuten sind wir auf einem steil abfallenden Gipfel, dem Ziel unserer Tour. Ich genieße mit vollen Zügen die Aussicht und will aerobe den Bergführer zu Rate ziehen, als der plötzlich fällt, rutscht, gleitet und in den Abgrund stürzt."

Wie?" ruft die Tafelrunde.Der Bergführer?!"

Jawohl", nickt Hanschuh.2400 Meter ist er abgestürzt. Ich habe nie wieder etwas von ihm gesehen."

Der Stammtisch sitzt wie versteinert.Und das erzählst du so, als ob es nichts wäre?" flüstert schließlich einer der Freunde.

ZürAasebenmilehn. Beftoftnahrung Kinderbrei und Flammeri....

MONDAMIN

dem Tode des Syndikus Friedrich Albrecht Neu­rath (1795) verschwand die Familie aus der Stadt Alsfeld. Noch heute erinnern das Neurath-Haus und die Neurath-Gasse an diese um das Wohl der Stadt Alsfeld so hochverdiente Familie.

Bootsunglück auf der Lahn.

Ein Kind ertrunken.

LPD. Wetzlar, 29. März. Am Mittwochnach- mittag versuchten vier Jungen in einem Boot gegen das Hospitalwehr der Lahn anzurudern. Die starke Strömung drehte das Boot und brachte es zum Kentern. Drei Jungen konnten sich retten; ein vierter, der zwölfjährige Sohn eines Völklinger Maurers, wurde fortgeriffen und ertrank. Ver­suche zweier Soldaten, das Kind zu retten, indem sie in voller Uniform in die Lahn sprangen unb das eisige Wasser absuchten, blieben erfolglos.

Während der Dauer des Aufenthalts der Bienen sind Arbeiten in der Nähe des Bienenstandes Ins­besondere in der Flugrichtung möglichst zu unter­lassen. Pferde oder sonstige *iere dürfen keinesfalls in die Nähe der Bienenstände gebracht werden. Auf die in diese Zeit fallenden notwendigen Arbeiten auf benachbarten Grundstücksflächen kann bei der Aus­wahl des Aufstellungsplatzes der Bienenstände im voraus Rücksicht genommen werden.

Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen sind von Be­ginn der Rapsblüte bis zur Beendigung.der Blüte­zeit zu unterlassen, um Schädigungen an den Bie­nenvölkern zu vermeiden. Wenn ausnahmsweise derartige Maßnahmen erforderlich werden, sind die Imker hiervon rechtzeitig zu unterrichten, um einen Abtransport der Bienenvölker zu ermöglichen.

Erfahrungsgemäß unterliegen die auf der Wan­derung befindlichen Bienenvölker in besonders star­kem Maße der Störung durch Unbefugte. Es ist daher Vorsorge zu treffen, daß die Gendarmerie­stationen die Bienenstände unter möglichst eingehen­der Beobachtung halten.

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G.eßen-Wehlar 5:3 (2:1).

Das Städtespiel auf dem Waldsportplatz sah eine große Zuschauermenge, die mit den Leistungen der beiden Mannschaften voll auf ihre Rechnung kam. Es gab einen hinreißenden Kampf, den die Gie­ßener durch ihren großen Einsatz und dank ihrer Schnelligkeit aber verdient gewinnen konnten. Beide Mannschaften stellten sich in folgender Aufstellung dem Schiedsrichter Nesseldreher (Heuchelheim).

Gießen: Dinges (1900), Fleischhauer (VfB.- Reichsbahn), Goß (1900), Pechoscheck (1900), God- glück, Flügel Ehmann (VfB.-R.), Kraft, Balz (1900), Funk, Berghöfer (VfB.-R.).

Wetzlar: Oßwald (Spfr.), Meinhardt (05), Rombach (Spfr.), Blech II. (05), Schuh (05), Hemke (Spfr.), Zambedri, Heinecke, Jstel, Luther, Hahn (alle 05).

Mit dem Hlnstoß zogen die Wetzlarer vor dotz Tor der Gießener und versuchten durch Ueberrum- pelung zu Erfolgen zu gelangen. Gießen fand sich aber schnell unb kam zu mehreren Angriffen, die aber abgewehrt wurden. Wetzlar drängte stark. Die Gießener zeigten durch ihre Angriffe, daß der Sturm weit gefährlicher wie der des Gegners war. Ehmann hatte sich durchgespielt, flankte schön nach innen und Berghöfer konnte nach 22 Minuten die

erfennung herausfordern, auch dann, wenn es nicht in jeglichem Fall gelang, dem Original bis in die feinsten Farbnuancen nahezukommen.

Die Schau führt im Geiste durch sechs Jahrhun­derte und ihre malerischen Dokumentationen. Don Altdorfer bis zu Hans Thoma sind die Großen im Reiche der Malerei mit vielen, allgemeinen bekann­ten Bildern vertreten. Da liest man die Namen Rembrandt, Vermeer van Delft, Brueghel, Holbein und Dürer, Lochner und Grünewald, bann Caspar David Friedrich und Runge, Waldmüller, Feuer­bach und Leibl, Namen also, die nicht nur unaus­löschliche Begriffe für uns Deutsche, sondern für die ganze Welt sind. Die Ausstellung, die einer beson­deren Empfehlung nicht bedürftig sein sollte, fügt sich glücklich in den Rahmen der Gießener Woche für Kunst und Literatur. H. L. Neuner.

Gießener durch schönen Schuß in Führung bringen. War das Spiel bis jetzt schnell, so wurde das Tempo durch diesen Erfolg noch gesteigert. Angriff auf Angriff rollte vor das Tor der Gäste, Funk legte Berghöfer gut vor, dieser flankte unb schr hatte Balz in der 24. Minute auf 2:0 erhöht. D< war den Gästen zuviel unb mit dem Anstoß zogen sie vor das Tor der Gießener, wo eine Ecke fällig war. Diese wurde hereingegeben, Dinges fing den

Büchertisch.

Zwischen Westwall und Maginot- (inte. Don A. E. Johann. Deutscher Verlag, Berlin. Gebb. 2,85 RM., kart. 2 RM. (15) Ein Vorwort des Oberbefehlshabers des Heeres Generaloberst von Brauchitfch ift dem Bericht des Verfassers über die Kämpfe unserer Truppen im Niemandsland zwischen Westwall und Maginot- linie vorangestellt. Das Buch erzählt bann von dem Einsatz unserer Infanterie unb Pioniere, aber auch der Mitwirkung der Artillerie bei den Vorfeld- kämpfenzwischen Mosel unb Pfälzer Wald". Da­bei lernt der Leser durch Erlebnisschilberungen von ursprünglicher Kraft das Heldentum unserer Späh­trupps, das Leben in der Stellung, den Anmarsch unb die Ablösung usw. kennen, kurzum alles, was in dem WorteFrontdienst" in der vordersten Linie msammenzufaffen ist. Daß unsere S-ldaten von heute den einstigen Kämpfen 1914/18 an Mut, Pflichterfüllung, Opferfreudigkeit, Zähigkeit und Ge- länbeausnutzung nicht nachstehen, daß sie sich, der alten Kameraden von einst in jeder Hinsicht würdig zeigen, wirb aus diesem sehr interessanten Buche überzeugend klar. Daß dieses treffliche Frontbuch verdientermaßen einen weiten Leserkreis finden möge, ist unser Wunsch, mit dem wir es allen Deut­schen angelegentlich empfehlen. Ernst Blumschein.

Neutralität in Fesseln. Von Her­mann Jung. (Völkischer Verlag, Düsseldorf. Preis 0,50 RM.) (16) In dieser Broschüre hat der Verfasser seine Beobachtungen unb Feststellungen auf einer Reise durch europäische Staaten nieder- gelegt. Seiner Schilderung hat er 14 Karikaturen beigefüat, die er aus französischen, englischen unb italienischen Zeitschriften entnommen hat. Es ist eine fe selnbe Berichterstattung, die dem Leser viel­seitigen Aufschluß über die Auswirkungen des Krie­ges in den feindlichen und in neutralen Ländern gibt. Man liest die Schilderungen aus den neu­tralen Staaten und aus den Feindländern mit mancherlei Nutzen für neue politische Erkenntnisse«

Büchertisch.

DerSeptemberseldzuginPolen." Von Rudolf Mauve. C. L. Wittich, Verlag, Darm­stadt. Kart. 1,20 RM. (392) Der Verfasser schildert in übersichtlicher Darstellung die Vorge­schichte unb den Ablauf des Feldzuges in Polen. Ein interessantes Geschichtsbüchlein, das auch für eine spätere Zeit bleibenden Wert besitzt und das man besonders auch der Heranwachsenden Jugend geben sollte.

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Von ewiger deutscher Kunst.

Morgenfeier im Stadttheater.

Mit einer außerordentlich gut besuchten Morgen­feier im Stadttheater wurde gestern di?Gießener Woche für' Kunst unb Literatur" vielverheißend begonnen. Die Leonoren-Ouvertüre von Beethoven, in einer ausgezeichneten Interpretation unseres Städtischen Orchesters (Leitung: Kapellmeister Paul Walter) zu Gehör gebracht, bildete für die Feier­stunde einen eindringlichen Auftakt. Die musikalisch? Eröffnung der Feierstunde in dieser Form, gestaltete sich zu einem schönen Erlebnis

*

Sodann hielt Oberbürgermeister Ritter eine Ansprache. Er erinnerte an die Goethewoche des »ergangenen Jahres, dankte dem Ministerium für Volksaufklärung unb Propaganda für bie Förde­rung, die auch ber diesjährigen Gießener Woche für Kunst unb Literatur zuteil wird, gedachte in Worten der Dankbarkeit des Einsatzes Dr. H e n Hing 5 und würdigte in kurzen Zügen die Arbeit der kulturellen Vereinigungen in unserer Stadt, les Goethebundes, des Konzertvereins,, der Ober- hessischen Kunstvereins, der Gesellschaft für Erb­lind Völkerkunde, der NSG.Kraft durch. Freude", les Kaufmännischen Vereins usw. Er erinnerte gleichzeitig an die große Zahl bedeutender kultureller Veranstaltungen, die in Gießen auch im vergan­gnen Winter stattfanden, und sprach von den tetigen starken Wirkungen, die von der Universität ür bas geistige Leben unserer Stadt ausgehen. 5n seinen weiteren Darlegungen sprach der Ober­bürgermeister von den hohen Werten der deutschen Kunst und Literatur, von den schweren Erschutte- tungen, unter denen die deutsche Kunst und Kultur in den vergangenen Jahrhunderten zu leiden hatte unb umriß dann die Bedeutung einer von wahr­haft deutschem Geist erfüllten Kunst für die Zukunft ies deutschen Volkes. Er machte aber "uch klar, öie unmittelbar und kompromißlos im Großdeut­schen Reich unter der Initiative des Führers die iulturellen Missionen erfüllt werden sollen. Mit einem politischen Ausblick auf die deutsche Zukunft '-nb mit dem Bekenntnis zu unverbrüchlicher Treue unb Gefolgschaft dem Führer gegenüber schloß ber Oberbürgermeister seine sehr beifällig aufgenom- inene Ansprache.

Ball, wurde aber mit dem Ball ins Tor gedrückt. Dies war ber erste Torerfolg ber Gäste. Blitzschnell wechselten die Situationen, bald waren bie Gieße­ner vor bem Tore der Gäste, dann wieder waren bie Gäste die Angreifer.

Wieber mit ungeheurem Tempo begann bie zweite Spielhälfte. Die Gießener trugen schöne An­griffe vor, doch wurde zu sehr kombiniert. Der Links­außen von Wetzlar bekam eine Vorlage von rechts, startete und schoß in der 54. Minute zum Ausgleich ein. Dieser Erfolg gab den Gästen mächtigen Auf­trieb und Dinges mußte seine ganze Kunst aufbie­ten, um Torerfolge zu verhindern. Eine weitere Ecke für Wetzlar wurde von Jstel, der nicht abgedeckt war, zum Führungstor für Wetzlar eingeschossen. Der Druck der Gäste ließ wieder nach und die Gießener kamen wieder mehr ins Spiel. Einen Einwurf holte sich Funk und schoß nach 69 Mi- ten zum Ausgleich eiru In ber Folge wurde das Tempo noch schneller und das Spiel härter, Funk spielte sich wieder durch, dessen Vorlage nahm Eh- mann auf und sein Schuß brachte die Gießener abermals in Führung. Ehman wurde von Funk gut bedient und konnte zwei Minuten vor Schluß durch fcharfen Schuß den Sieg sicherstellen. Ein namhafter Betrag konnte bem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt werden.

Hallensportfest zu Gunsten des Kriegs-Winterhilfswerks.

Das gestrige Hallensportfest, das von den Fach­ämtern Turnen und Leichtathletik im Auftrage der Bezirksführung zur Durchführung kam, gestaltete sich zu einem großen Erfolg. Insgesamt nahmen an den verschiedenen Vorführungen etwa 100 Tur­ner und Sportler teil. Zu Beginn der Veranstal-

liebten betreut und sie im Glauben erzieht, daß sie seine Schwester fei; Marianne, bie von tiefer unb reiner Liebe zum vermeintlichen Bruder erfüllt ist, unb Fadrice, den Freund Wilhelms, ber sie heiraten will und burch feine Werbung bas Verhältnis zwi­schen Wilhelm und Mariannen zu einer Entschei­dung drängt, d. h. Wilhelm zwingt, Mariannen zu entdecken, daß sie nicht seine Schwester ist, sondern seine Frau fein darf.

In ber Halden Stunde, bie der Einakter für bie Ausführung in Anspruch nimmt, gerät ber Zu­schauer tief in den Bannkreis ber dichterischen Kraft Goethes und wird ganz nahe heranaeführt an hef­tigste Spannungen zwischen Menschen unterein­ander, so wie sie sich hier aus Stoff und Ablauf ber Handlung ergeben. Wenn dabei auch bie Ge­stalten bes Stückes, in den Formen ihrer Gefühls­äußerung ihre zeitliche Gebundenheit nicht ver­kennen lassen, so spricht das Elementar-Menschliche, das diesen Gestalten eignet, doch immer neu unb kräftig an.

In ber Aufführung bes Gießener Stabttheaters wurde nicht ber Versuch gemacht, bas Schauspiel in bas hellere unb härtere Licht bes 20. Jahrhun­derts zu rüden; man beließ es vielmehr ganz unb in mehr als einer Beziehung im gefühlvoll-roman­tischen Halbdunkel ber Zeit seiner Entstehung.

Hans Albert S ch e w e stellte den Wilhelm in rei­fer Gemessenheit dar. Elisabeth Leiprecht be­wies eine erfreuliche Intensität und Wärme, ja so­gar eine schöne und glaubwürdige Leidenschaftlich­keit bie ihr gut anstand. Der Gestalt des Fabnce lieh' Herr Grün da hl jenen schattenhaften und wesenlosen Zug, ber die leidenschaftliche Ablehnung Mariannens, ihn zum Gemahl zu nehmen, ver­ständlich werden lassen muß. Die Ausführung fand anhaltenden unb sehr herzlichen Beifall.

tung begrüßte Bezirksführer Stein Gäste und Teilnehmer und wies in feinen Ausführungen auf bie Bebeutung ber Leibesübung für ein Volk hin, womit gleichzeitig bie Verpflichtung der NSRL.« Gemeinschaften, im Kriege besonders ihre großen Aufgaben zu erfüllen, verbunden sei.

Alsdann begannen die Vorführungen mit dem Kinderturnen, das allgemein, besonders bei den recht zahlreich anwesenden Eltern, lebhafte Anerkennung fand. Dann bekamen die Leicht­athleten das Wort. Im Weitsprung der Män­ner wurden sehr gute Leistungen erzielt. Sieger wurde mit 6,56 Meter Erich Hochstein vom Tv. Großen-Buseck vor Harthaus, Gotha 01 mit 6,36 Meter, Jughardt Mtv. Gießen mit 6,09 Meter und Kronauer, VfB.-R. Gießen mit 6,01 Meter. Er freulich, daß in diesem Wettbewerb ein Vertreter der ßanboereine siegte unb damit zeigte, daß auch, auf dem Land gute Leistungen zu erzielen sind. Im Weitsprung der Frauen wurden keine beson­deren Ergebnisse erreicht.

Das Schauturnen am Barren und Reck stellte einen Höhepunkt dar und großer Beifall dankte den Turnern. Die Fortsetzung der leicht­athletischen Wettkämpfe brachte dann spannende Kämvfe im Kugelstoßen unb Dreisprung. Pelke, Betnedssportgem. Fieseler Kassel und Harthaus, Gotha, nahmen an den Einzelkämpfen und am Dreikampf teil. Damit war die Voraussetzung für schöne Kämvfe gegeben. Im Kugelstoßen waren nahezu alle Athleten am Start, die im Gau in den seitherigen Wettkämpfen einen Namen erhalten haben. Erinnert sei an bas Dftertreffen ber Kugel« stößer in Kassel. Auch diesmal siegte wieder Dr. Luh vom VfB.-R. Gießen mit der hervorragenden Weite von 14,90 Meter vor Harthaus mit 13,40 Meter unb Pelke mit 13,20 Meter. Im Dreisprung waren mit Decher, Pelke unb Harthaus Leute am Start, bie mit 10 Meter Anlauf ausnehmend gute Lei­stungen erzielten. Sieger wurde Harthaus mit 12,35 Meter vor Decher mit 12,18 Meter und Pelke mit 12,14 Meter. Im Dreikampf, der aus Kugelstoßen, Weit- und Dreisprung bestand siegte Harthaus, Gotha mit 1956,2 Punkten vor Pelke, Kassel 1787 Punkten, Jughardt Gießen mit 1572 Punkten. Recht gut gefallen konnten auch die Hebungen der Turnerinnen an den Geräten.

Den Abschluß bildete ein B a s k e tb allspi e l. Zum Schluß überreichte Belirksführer Stein dem Sieger im Dreikampf, Harthaus, den von der Be« zirksfüh^ung gestifteten Ehrenpreis und mit dem Gelöbnis treuesten Einsatzes für Führer und Volk fand das Hallensportfest seinen Abschluß.

NSG. Der Landdienst der HI. nimmt noch Meldungen entgegen. Am 15. Avril beginnt der Einsatz des Jungenlanddienstes in Den Lagern. Obwohl ber Meldeschluß auf den 26. März angesetzt war, werden auch jetzt noch laufend ver­einzelte Meldungen entgegengenommen. Diese Mel­dungen müssen jedoch schnellstens an die Arbeits­ämter oder unmittelbar an die Gebietsführung Hessen-Nassau, Wiesbaden, eingereicht werden.

Giehen-Wieseck.

Sein 25jähriges Dienstjubiläum bei ber Com­merz!) an k^Filiale Wetzlar konnte ber Handlungsbe­vollmächtigte unb Hauptbuchhalter Karl Daupert begehen. Daupert ist als Kreisfachwart für das Turnen weit über Oberhessen hinaus bekannt unb geschätzt.

Aus der engeren Heimat.

90 Jahre Gesangverein »Harmonie^- Großen-Linden.

Der GesangvereinHarmonie" Großen- Linden beging sein SOjähriges Bestehen mit einem Jubiläums-Konzert, dessen traditionsgemäße unb zeitgebundene Dortraasfolge ein schönes Zeugnis ablegte für den deutschen Sängerwillen, auch in Kriegszeiten zusammenzustehen, unb den einberufe­nen Sängerkarneraden Ehre zu machen, indem bie anderen, in ber Heimat verbliebenen, doppelt ihrer Pflicht nachkommen. Der Verein brachte unter ber Ijeroorragenben Leitung seines Dirigenten Musik­lehrer Wilhelm Schöttler schöne Chöre zum Vortrag, wieAn das Vaterland" von Kreutzer unb basSoldatenlied" von Wilh. Weismann, das die Hörer besonders ergriff. Auch die drei Silcher-Chöre Der Soldat",Der Lindenbaum" unbSchwä­bisches Volkslied" würben jedes in seiner Art voll­endet wiedergegeben. Dann folgtenFrühling am 'Rhein" von Breu unbIm Walde" von Schäffer. U2Hs würdiger Abschluß und in gleicher Weise gut Öen standMahnung" von Heinrichs, Als n wirkte Hildegard Treppinger (Gießen) l mit. Man lernte eine junge starke Begabung kennen. II Ber Abend wurde umrahmt von einigen rnusika- | lischen Darbietungen der Kapelle Ärengel.

Landkreis Gießen.

* 0 r ün b er g, 31. März. Auf der Landstraße Grünberg Ruppertenrod, in der Nähe des IjBahnhofs Mücke, überfuhr ein Kraft wagen einen auf der Dorfstraße herumlaufenden Hund. Dadurch kam der Wagen ins Schleudern unb geriet auf den Fußsteig, auf dem sich in demselben Augen­blick ein zwölfjähriger Junge befand. Das Kind wurde so unglücklich überfahren, daß der T 0 d auf der Stelle eintrat.

)( Ruppertsburg, 28. Marz. Zur 65. Hauptversammlung hatten sich bie Mitglieber der hiesigen Kriegerkameradschaft in ber Gast­wirtschaft Schumann versammelt. Kameradschafts- sührer Wilh. Seipp II. hielt eine Begrüßungsan­sprache, in ber er ber im letzten Jahre verstorbenen

im Jahre 1776 rasch konzipiert unb ebenso rasch in Reproduktionen ^handeln, J)ie von den Berufenen seine künstlerische Form gegossen worben war. Es ist jenes von reichem Gefühl erfüllte Schauspiel, bas drei Menschen eng jueinanberfteUt unb in Liebe zueinanber verbunden erscheinen läßt: Wilhelm, den Mann, ber die Tochter feiner verstorbenen Ge-