gesunden worden, die vermutlich Antoninus Pius darstellt.
! gleichmäßige Behandlung \ hessischen Bauernbundes
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Frankfurt a. M., 30. Juli. Die heute unter dem Vorsitze be5 Commerzienrats Andreae stattgehabte Versammlung der In- Haber 4*/1 prozentiger portugiesischer Staatsobliga- tionen erklärte sich mit dem portugiesischen Gesetz vom 14. Mai 19)2, betreffend die Regulierung der äußeren Staatsschuld, sowie nuit den zwischen den Vertretern des deutschen Schutzkornmrtees
Landwirtschaft.
Stickstoffdünger aus der Luft. Der Landwirtschaftschemiker Geheimrat Prof. Dr.Paul Wagner in Darmstadt überrascht l e Landwirte durch die Versicherung, es fei gelungen, einen 20 Dozent Stickstoff enthaltenen Dünger unter Bindung und Nutzbarmachung des Stickstoffes der Luft billig zu bereiten.
Lorsch, 29. Julr. In der Generalversanrmlung der Star- t knburger Getreideverkaufs-Genossenschaft ver- 1 bneitete sick) der Vorsitzende, Pfarrer Äiaurer aus Fehlheim, über bh? von dem Abg. Haas beantragte Einrichtung einer Land- mirtschftskam mer für Hessen und beanstandete dabei vor allem, daß nicht für jede Provinz eine solche vorgesehen sei. Redner pllaidirt für den Fall des Jnslebentretens der Institution für eine i des hessischen Bauernvereins und des
mit den landwirtschaftlichen Provinzial- vereinen und meint, der neue Apparat würde für die Bauern ein richt kostspieliges Ding werden. Der Schriftführer des hessischen Bauernbundes, Hirsche! aus Offenbach, teilt diese Bedenken.
Arbeiterbewegung.
Wien, 30. Juli. Zu dem F e l d a r b e i t e r a us st a n d e I - Galizien entnimmt die „N.Fr.Pr." aus polnischen Blättern, d-ch ruthenisch-krainische U n i v e r s i t ä t s st u d e n t e n das Haupt- larntingent der Agitatoren für den Ausstand bilden, indem sie °-if Zweirädern das Ausstandgebiet durchfahren, den Ausständigen Verhaltungsmaßregeln überbringen und die Verbindtlng unter ihnen aufrecht erhalten. Aus dem Gebiet Ezortkow wurden 150 ausfindige Bauem unter militärischer Eskorte beim Kriegsgericht in lüirnapol eingeliefert.
Triest, 30. Juli. Die Hufschmiede stellten hier vor einiger Z«rit die Arbeit ein. Als heute einzelne die Arbeit wieder auf- n.chmen, wurden sie von Ausständigen bedroht. Die Polizei griff ein und nahm 15 Verhaftungen vor.
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Kirche und Schule.
Dessau, 29. Juli. Die Staatsanwaltschaft hat die strafrechtliche U n t e r s u ch u n g gegen den Direktor der Köthener technischen Fachschule Dr. Hopfapfel wegen Fälschung von Aogangs- dnplomen heute e i n g e st e l l t.
Universitäts-Nachrichten.
— Den Unioersitätsprof. Dr. Hellwig und Dr. I h m e l s tm Erlangen wurde die erbetene Enthebung von ihren Stellen b ewMgt.
— Wiener medizinische Blätter erhalten über den Gesundheitszustand desProfeffors Virchow ungünstige Nachrichten. Der g reise Gelehrte dürste schwerlich sein Lehramt wieder aufnehmen. — Die drei badischen Hochschulen werden nun doch, wie die „Bad. Korr." aus gut unterrichteter Quelle mittellt, dem Groß- h«rzog eine Adresse bezüglich der Klosterfrage unterbreiten. Sämtliche katholische Profefforen der technischen Hochschule hoben Sie Adresse unterzeichnet und mit Ausnahme der katholischen Tbeo- lcogen auch fast alle Dozenten der beiden Universitäten Der Wort- taut der Adresse wird erst nach ihrer Ueberreichung bekannt ge= o tben werden.
•H- 12. rlllgemeiue deutsche Studenteukouferenz. Das Sureau der Allgemeinen deutschen Studentenkonferenz in Halle a. S. nläßt eine Einladung an die Studierenden aller Fakultäten zur 12. Allgemeinen Studentenkonferenz in Eisenach vom 7—11 August 1902. Anmeldungen sind bis zum 1. August an obiges Bureau zu rechten- Die Teilnehmerkarte kostet 1 Mark, die Mahlzeiten täglich 1,80 Mark, das Quartier ist frei.
Kunst und Wissenschaft.
— Ein neuer Kund aus der Saalburg. Bei den fortgesetzten Ausgrabungen in der bürgerlichen Niederlassung der Saalburg rechts der Römerstraße nach Heddernheim ist dieser Tage caderinals ein neuer interessanter Fund gemacht worden, indem m ter Nahe einer Kellermauer die etwa 10 Etm. hohe Bronce - s igur eines nackten Mannes zum Vorschein kam, der die £üBe fehlen, die aber fonst gut erhalten ist. Das Haupt ist von mächtigen Locken umgeben, und manches deutet darauf hin, daß es sich um ein JupiterbUd handelt. Die rechte etwas plump und ir>erkwürdigerweise zu groß geratene Hand ist nach unten aus- g estreckt, während die erhobene Linke offenbar einen Stab oder der- mieichen hielt. In der Nähe lag eine Silbermünze des Septimius Severus. Der Fund ist sehr beachtenswert, wenn man die Selten- b eit derartiger figürlicher Bronzesunde am Lünes berücksichtigt. Lüuf der Saalburg ist z. B., von einigen wenigen Bruchstücken einer g roßen Kaiserstatue und einigen von Bronzegeräten stammenden Löpfchen abgesehen, bisher nur eine wenig gut erhaltene Statuette
lßchrr Einfall. Er stellte einfach sein Eßgeschirr über das Auge. Als die Eingeborenen nun sahen, daß sie nicht mehr beobachtet wurden, legten sich alle hin und schliefen fnedlich. „ ,
♦ Fröhliches Studentenleben pulsiert noch tu Leidelber g und wird vom größten Teil der Bevölkerung auch als solches ausgenommen und beurteilt. Das bewiesen dieser Tage wieder zwei Vorgänge, die von einer vielköpfigen Zuschauermenge herzlich belacht wurden. Morgens begleitete eine Studentenverbindung einen zu einer Larzerstrafe verurteilten Kommilitonen nach dem „fidelen Gefängnis". Der Delinquent befand sich, mit schweren, Mstigeu Ketten gefesselt, aus einem zweir äderig en, mit einem Pferde bespannten Karren und wurde an dem Thore des Lerühmten Studentengefängnisses zur Verbüßung seiner Strafe abgeliesert. — Am Nachmittag brachten Mitglieder Liner anderen Verbindung dreien ihrer Kommilitonen, die auf einige Tage in den Karzer wanderten, ein fröhliches, Ltwas glänzenderes Komitat. Eröffnet wurde dasselbe durch Herolde, denen ein Trompeterkorps auf einem Leiterwagen folgte. Die Karzerkandidaten waren in einem großen, von Kühen gezogenen Käsig untergebracht. Der Henker in rotem Gewände hielt Wache davor, und jammernd umstanden chn drei „zarte Vtagdelein". In einer aus dem vorigen Jahrhundert stammenden Kalesche wurden die Betten und sonstigen Requisiten der „Verbrecher" mitgesührt, während die Aktiven unter Singen das Ganze durch die Anlage und Hauptstraße an seinen Bestimmungsort eskortierten.
ipore wird leie» Tampfer Princr 'onf. Der letztere geschleppt. Am if en.
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Eisenbahn Zeitung.
— Neber ein Eiseubahnprojett, durch das eine neue Werbindung des Ostens mit dem Westen hergestellt werden jooll, wird folgendes mitgeteilt: „Die Bahn soll in Schneidemühl L itnren Ausgang nehmen und zunächst bis Wittenberge an der H 6äbe fortgeführt werden. Die in Aussicht genommene Linie erreicht öni Zatten den Arnswalder Kreis und fährt dann über Pyritz, ! ‘ Lchwedt, Anqermünde. Zehdenick, Neu-Ruppin und Kyritz, um danach in Wittenberge zu endigen. Später ist der Weiterbau nach Lalzwedel und Hannover geplant. Mit den in Betracht kommenden Städten, Kreisen rmdLandgemeinden sind bereits Verhand- hingen eingeleitet wegen unentgeltlicher Bereüstellung von Grund u:jib Boden für die geplanten Eisenbahnlinien."
und einem Delegierten der portugiesischen Regierung über dessen Ausführung getroffenen Vereinbarungen einstimmig einverstanden.
Ans der Pfalz, 30. Juli. Ter wegen Wechselfälschungen verhastete Eigarrenfabrikant Masfot aus Mutterstadt, der wegen Krankheit aus dem Gefängnis in Frankenthal in das dortige EUsabechenhospital überführt worden war, ist flüchtig geworden.
Markte.
Ulrichstein, 30. Juli. Unser dreitägiger Jakobimark ging heute zu Ende. Mit seiner Verlegung hatte man insofern sehr viel gewonnen, als ihm das Wetter recht günstig gewesen. Die Auffahrt an Rindvieh war recht beachtenswert. Die sehr hohen Preise für das Rindvieh zeigten indessen etwas Verflauung. Der Handel ging deshalb umso flotter. Für erstklassiges Vieh wurden immer noch recht ansehnliche Preise bezahlt. Gute Milchkühe gingen mit 350—400 und 450 Mk. ab, zweijährige Stiere kosteten bis 300 und 320 Mk. Auswärtige Handelsleute zeigten rege Kauflust. Ter gestrige Schweinemarkt war recht stark befahren. Auch hierbei zeigte sich eine Abschwächung der seitherigen abnorm hohen Preise. Sicherlich wirkt die Aussicht auf eine minder reiche Kartoffel- und Hackpflanzenernte preisschwächend. Dessenungeachtet müssen doch die erzielten Preise als hoch genug bezeichnet werden. Ferkel 1. Sorte kosteten immer noch 50—65Mk., 2. Sorte 45—50 Mk. und 40—45 Mk. Der heutige dritte Markttag, der sogenannte „Leutmarkt", war wie immer aus der Umgegend stark besucht, doch mochte die begonnene Kornernte, deren erste „Hausten" von den Bergen grüßen, manche Schnitterin und manchen Schnitter vom Besuche des Marktfesttages abgehalten haben.
Schiffsnachrichten.
Norddeutsch er Lloyd.
In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.
Bremen, 30. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer „Hannover", Kapitän H. Jaeobs, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 8 Uhr morgens wohlbehallen in Baltimore angekommen.
Kirchliche Nachrichten.
Methodisten-Gemeinde. (Asterweg 16.) Sonntag Abend 8 Uhr: Predigt und jeden Mittwoch Abend */r9 Uhr: Bibelstunde.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast.
Sabbathseier am 2. August 1902.
Freitag abend 7SO. Samstag vormittag 800. Nachmittag 4. Sabbathausgang 9°°.
Wochengottesdienst: morgens 680 Uhr, abends 700 Uhr.
Gingesandt.
(Für Form und Jnbalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Das „Eingesandt" in Nr. 169 ds. Bl. ist uns aus der Seele gesprochen. Wir haben uns schon lange gewundert, daß die betr. Forstbehörde nicht einen für besseren Weg sorgt, es sei denn, daß er als Abschreckungsmittel dienen soll, um den Ausflüglern den Besuch des lieblichen Arnsburg zu verleiden. Sollte das nicht der Fall sein, so empfehlen wir der Forstbehörde den prachwollen Fußweg zur Nachahmung, den die hiesige Behörde für die Besucher des Schiffenbergs hat anlegen lassen.
Auch Einer für sehr Viele.
Krieskasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
C. S. Die Mensurgeschichte des verewigten Herzogs Eugen von Württemberg, der die seltene Auszeichnung der Korpsschleife der Göttinger „Saxonia" mrd mit ihr das Recht erhielt, oieselbe Mütze wie die Aktiven und die alten Herren zu tragen, trug sich folgendermaßen zu: Es war zu Ohren des damaligen Prorektors der Göttinger Universität, Pros. Dr. Thoel, gekommen, daß an demselben Tage, 11 Uhr morgens, auf dem „Rhons" bei Göttingen eine Mensur des He^ogs stattfinden solle. Das glaubte Se. Aiagnificenz, dem die Kunde davon übrigens erst 9 Uhr morgens geworden war, inhibieren zu müssen. Er ließ deshalb schleunigst ine Pedelle zu sich entbieten — die Alma mater Georgia Augusta hatte bis 1870 noch die volle Universitäts-GerichtsbaÄett —, um ihnen seine Weisung betr. Störung der Mensur zu geben. Als die Pedelle noch beim Prorektor weilten, fuhr bei chm gegen 10 Uhr der Herzog vor. Höchlichst erstaunt fragte der Prorektor: „Aber, Königl. Hohett, Sie hier, ich hörte—". „Ich weiß schon", fiel ihm der Herzog ins Wort, „Magmfieenz ist auch dieses sonderbare Gerücht zu Öhren gekommen, daß ich heule eine Mensur haben sollte." — „Ja, wie habe ich das auch nur glauben können", versetzte der Prorektor und gab schleunigst den Pedellen Gegenordre. Der Herzog unterhielt sich noch einige Zeit mit der Magnificenz, verabschiedete sich bann von derselben und bestieg ein inzwischen vor- geführtes Reitpferd, sprengte hinaus nach dem „Rhons , schlug dort ungestört seine erste Aiensur und führte ab.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 31. Juli. Die Verhandlung gegen Terlinden wird voraussichtlich, im Oktober oder Nv^- vember stattfinden. Kosbath legte ein Geständnis ab. Terlinden dagegen bestreitet jede Fälschung. Es sind jedoch Kladdeschriften der Bilanzen von seiner Hand gefunden worden. — Wie das „B. T." erfährt, hat sich im Befinden des! Professors Virchow eine Aenderung nicht eingestellt. Ter Erkrankte hat das Zimmer noch nicht verlassen, indessen giebt sein Befinden zu Besorgnissen keinen Anlaß. — Zur Ankunft des Königs von Italien werden die Straßen Berlins, die der Monarch passieren wird, Festschimuck anlegen. Im Schoße der städtischen Körperschaften werden bereits Erörterungen gepflogen, um eine würdige Ausschmückung der Stadt in die Wege zu leiten.
Kiel, 31. Juli. Der Kaiser traf um 8 Uhr 50 Min. an Bord seiner Yacht „Hohenzollern" in Holtenau ein und begab sich mittels des Sleipner an Bord des Panzers „Kaiser Friedrich III“.
Itzehoe, 31. Juli. Hier erschoß sich der Polizeikommissär Stutius, um einer Disziplinar-Untersuchung zu entgehen.
Brom berg, 31. Juli. Wegen fahrlässiger Tötung eines Chinesen während der ostasiattschen Expedition wurde vom Kriegsgericht der 4. Division der Unteroffizier Mau, jetzt beim 129. Jnf.-Regiment, zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt.
Gumbinnen, 31. Juli. Oberleutnant Hildebrand wurde in das Feldartillerie-Regiment Nr. 26 nach Verden versetzt.
London, 31. Juli. Aus Peking wird gemeldet: Morgen findet die Unterzeichnung des Eisenbahn-Abkommens statt. England und Rußland haben sich über die Klausel, betreffend die Ernennung militärischer Direktoren, geeinigt.
London, 31. Juli. Der König konnte an Bord seiner Yacht bereits ohne fremde Hilfe gehen.
London, 31. Juli. Dre heutigen MorgewMüer commenüeren die immer größer werdende Abnahme der Regierungs-Majorität im Unterhause. Gestern abend ging dieselbe bei der Beratung der Haupt-Paragraphen des Unterrichtsgesetzes auf 40 herab, was nur ein Drittel der rüheren Mehrheit ausmacht.
Paris, 31. Juli. Die Königin-Mutter von Spanien wird auf ihrer Reise nach Oesterreich zwei Tage hier verweilen.
Paris, 31. Juli. Die Subscription für die Hilfsbedürftigen auf Martinique erreichte fast die Höhe von 6 Millionen Francs.
Madrid, 31. Juli. Gerüchtweise verlautet, daß die vor Jahresfrist verschwundene Tochter des französischen Konsuls in Earthagena, welche tot geglaubt wurde, in der Provinz Almeria gesehen worden sei. Man vermutet, daß sie entführt wurde.
Madrid, 31. Juli. Mehrere französische £>r* densbrüder sind in den letzten Wochen in Spanien ein- gewandert, wie von den Grenzpräfekten mitgeteilt wird. Die Regierung gab Befehl, die Niederlassung von Ordensbrüdern nur dann zu gestatten, wenn sie sich den gesetzlichen Vorschriften unterwerfen, andernfalls sollen sie ausgewies en werden.
Rom, 31. Juli. Der Mordprozeß Palizzolq vor dem Schwurgericht in Bologna ist nach der ungewöhn^ lichen Dauer von fast 11 Monaten nunmehr zu Ende. Mehr als 200 Sitzungen sind gehalten worden, seit zwei Monaten dauern die Vorträge der Advokaten, und maucher heftige Zwischenfall hat den Sitzungssaal mit Lärm erfüllt und die Geduld des Präsidenten auf neue harte Proben; gestellt. Es erscheint nicht überflüssig, kurz die Anllage ins Gedächtnis zurückzurufen: Der ehemalige Wgeordnete für Palermo, Rafael Palizzolo, ein anerkanntes Haupt der Mafia, war angetlagt, seinen Anhängern Auftrag zur Ausführung zweier Morde, des an dem Grundbesitzer Francesco Miceli 1892 und des an dem ehemaligen Direktory be3. Banco di Sicilia Emanuel Notarbartolo 1893 begangenen, gegeben und sie für die Ausführung belohnt zu haben. Der Schwurgerichtshof. sprach gestern abend Palizzob) der Ermordung Miceli's und Notarbartolo's schuldig, Trapani schuldig des Mordes an Miceli und Fontanana schuldig der Ermordung Notarbartolos. Die Angeklagten wurden jeder zu 30 Jahren Zuchthaus Verurteilt Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Nach der Verkündung des Urteils rief Palizzola aus: „Meine Herren Geschworenen, Sie haben sich geirrt, ich bin unschuldig, Gott wird mich rächen."
Prag, 31. Juli. Ein allgemeiner deutscher Kathv. liken-Kongreß wird zum 24. und 25. August nach Königgrätz einberufen.
Prag, 31. Juli. In Schüttendorf wurden 28 Gehöfte durch eine Feuersbrunst vernichtet. Mehrere Personen sind bei den Löscharbetten verletzt worden.
Budapest, 31. Juli. Das klerikale Blatt „Magyar Allam" meldet, daß die Regierung beschlossen habe, das vom Autonomie-Kongreß ausgearbettete Organisations-Statut für die katholische Autonomie der Krone zur Sanktion nicht vorzulegen, well dasselbe der Kirche einen zn> großen Wirkungskreis an den Mittelschulen einräume.
Petersburg, 3L Juli. Der Rückzug der rufc fischen Truppen aus der Mandschurei ist verschoben worden, well bedeutende Schungusen-Bcrnden zwischen Yunglin und Tunchuasian ihr Wesen treiben. Jede Verbindung zwischen diesen beiden Punkten ist abgesHrit- ten. Eine Kosaken-Abteilung mußte sich mit Waffen-Gewalt einen Weg bahnen und verlor mehrere Mann. Zwei russische Kaufleute, die einen Waren-Transport begleiteten, wurden von Schungusen gefangen genommen und lebendig verbrannt.
Johannesburg, 30. Juli. Die Direktton der Eisern bahngesellschaft beschloß, Vermessungen vornehmen zu lassen zum Zweck der Ausdehnung des Eisenbahnnetzes in der Orangekolonie und Transvaall
New-York, 31. Juli. Wie verlautet, wird sich der Milliardär Reginald Vanderbild demnächst mit Fräulein Nelson vermäh len. Vanderbild hat von seinem Vater gestern 20 Millionen Dollar bei seiner Majoritats- Erklärung notariell verschrieben erhalten.
New-York, 30. Juli. Ein Telegramm aus Willem- stadt meldet: Präsident Castro hat alle ösllichen Häfen Venezuelas aufgegeben und konzentriert seine gesamten Streitkräfte in der Nähe von La Victoria, wohin er Donnerstag abgeht. Die Aufständischen erschienen wieder in der nächsten Umgebung von Cäracas.
Telephonischer Kursberichte
Frankfurt a. JBL, 3L Juli 1902.
3*/2% Reicheanleihe . . 102.70 30/0 do. ... 92.20
3*/,o/g Konsole .... 102.55 30/0 do......92.85
3*/2°/o Hessen .... 100.75
Zl/,96 Oberhessen . . . 99.50 456 Oesterr. Goldretne . . 103.80 4*/s% Oesterr. Silberrente 102,05 4% Ungar. Goldrente . . 102.30 40/v Italien. Rente . . . 103.20 4*/a% Portugiesen . . . 47.15 3°/ Portugiesen. .... 29.20 156 0. Türken .... 27.75 Türkenlose 113.00 4% Griech. Monopol.-Anl. 43.50 4,/g56 äussere Argentiner —.—
3% Mexikaner .... 26.25 4V2 /0 Chinesen . „ . . 92.10 Electric. Scbuckert . , . 90.50 Nordd. Lloyd . . . . 106.10
Kreditaktien 213.80 Diskonto-Kommandit. . . 183.50 Darmstädter Bank . . . 134.80 Dresdener Bank .... 143.40 Berliner Handelsges. . . 154.40 Oesterr. Staatsbahn . . . 151.10 Lombarden 17.60 Gotthard bahn .... 169.80 Laurahütte 199.50 Bochum 177.10 Harpener 162.00 । Eisen werte fest. Tendenz: geteilt.
Brennen ans der Hant nabcLbr.>one' Seife ist immer ein Beweis, daß die Seife nicht nur minderwertig, sondern für die Haut direkt ruinös und schädlich ist. In der Fabrikation hat man lange Jahrzehnte nach einem Rezept gesucht, um eine völlig neutrale Toiletteseife herzustellen, und durch unermüdliche Forschungen und Versuche ist die Qualität der Toiletteseife auch von Jahr zu Jahr verbessert worden. Das Beste, was zur Zeit existiert, ist jedoch Bacheberle's Hygienische Priskalin- Seise, die von ersten ärztlichen Autoritäten aujs glänzendste begutachtet wurde. Der Pttskalin-Seise gebührt vor alle:: anderen Seifen ganz entschieden die Krone, denn sie ist das längst ersehnte Ideal einer Schönheits- und Toiletteseife. Man versäume darum nicht, mit Bacheberle's Hygienischer Priskalin-Seife einen Versuch zu machen, der zu dauerndem Gebrauch führen wird. In allen Apotheken, Drogerien, Parsumerien und besseren Friseurgeschäften ist sie zum Preise von 50 Pfg. per Stück erhältlich. 5049
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