Ausgabe 
31.5.1902 Erstes Blatt
 
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OSwin Fetzner aus Schauderhainicheu wegen Notzucht; die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt v. Hessert, die Der- teidigung führt Geh- Justizrat Baist. Am Dienstag und Mittwoch wird gegen die Ehefrau Philipp Henrich aus Altenstadt wegen Meineids verhandelt; Staatsanw: Gerichts- asiesior Hoos, Bert.: Rechtsanwalt Dr. Jung; am Donnerstag gegen Heinrich Bommers heim auS Dorn- Assenheim ebenfalls wegen Meineids; Staatsanw.: Assessor HooS, Bert.: Rechtsanwalt Grünewald.

* Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 13, ent­hält u. a. folgende Bekanntmachung, die nachträgliche Ein­lösung prakludierter Noten in alter Währung bei der Bank für Süddeutschland betreffend.

Bezugnehmend auf die Bekanntmachung Großh. Mi­nisterium des Innern und der Justiz vom 15. April 1880 (Reg.-Bl. von 1880 Beilage Nr. 13) wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Gencralver^ lammlurrg der Bank für Süddeutschland am 21. April beschlossen hat, als üu erstredlichen Termin für die seither freiwillig fettens der Bank erstreckte Einlösung der frü­heren Noten in der Gulden- und Thalerwährung den 1. Oktober 1902 festzusetzen. Diese Noten können vom L Juni an bei der Staffc der Bank für Handel und In­dustrie zu Darmstadt und bei der Kasse der Filiale dieser Bank in Frankfurt tu M. gegen Bargeld umgetauscht werden.

** Grüner Wagen. Wie uns mitge teilt wird, soll die behördliche Beschaffung eines Transportwagens für Ge­fangene ZUM 1. Oktober bevorstehen. Damit verschwänden die Gefangenentransporte, die z. Zt. meistens den Weg über unsere schönen Anlagen nehmen, aus unserem Straßen­leben. Eine definitive Entschließung in dieser Angelegen- hett liegt allerdings, wie wir nach Erkundigung an zu­verlässiger Stelle erfahren, noch nicht vor.

r. Die kaiserliche Posthalterei, die seit über 20 Jahren dem Ortsgerichtsvorsteher Groß übertragen war, geht mit dem 1. Juli laut Vertrag in die Hände des Lohn- Vttschers Huhn über.

e. Bad Nauheim, 30. Mai. Die Gesamt- srequenz unseres Bades betrug am 29. Mai 4572 Per­sonen, davon sind z. Zt. anwesend 3450. Angekommen sind rn der letzten Woche 982 Personen. 37 519 Bäder wurden vom 1. upril bis 29. Mai verabfolgt.

Gerichtssaal.

-i. Gieße», 30. Mai. Strafkammer. Den Vorsitz führte Landaerichtsdircktor Dr. Güngerich, die Staatsanwaltschaft ver- ttat Gerichtsassessor Hoos. Der Dienstknecht Johannes Spicken- mann war vom Schöffengericht Friedberg von der Anklage der Körperverletzung steigesprochen worden, da berechtigte Notwehr angenommen worden war. Das Berufunqsgerichc bestätigte das fretsprechende Erkenntnis aus den im Schöffengerichtsurteil nieder­gelegten Gründen. Der Schreinermeister Heinrich Lerche von Ranstadt war der falschen Anschuldigung bezichtigt. Er hat eine Anzeige an den Amtsanwalt in Büdingen eingereicht, in der er einen anderen Schreinermeister aus Konkurrenzneid einer, wie er mußte, nicht verübten Sachbeschädigung beschuldigte. Er wird in eine zweimonalliche Gefängnisstrafe verurteilt. Der Bürger- meist« Hermann Koch, gegen den bereits früher verhandelt worden war, wird wegen Falschbeurkundung zu einer e i n - monatlichen Gefängnis st rafe verurteilt. In der Privatklagesache der Ehefrau Breuer gegen ihren Ehemann hatte das Schöffengericht Bad-Nauheim den Angeklagten von der An­klage der Beleidigung freigesprochen. Die Strafkammer hielt das freisprechende Erkenntnis aufrecht. Auch in der Privatklagesache des Karl R e p p in Friedberg gegen den Hermann Reinig aus Groß-Eichen wurde das erstinstanzliche, den Angeklagten frei- sprechende Urteil von der Strafkammer bestätigt.

Berlin, 30. Mai. In der heutigen Sitzung des Prozeß Sanden und Genossen wurde zunächst das Thema der Unter- bedungen und der valutalosen Hypotheken behandelt. Kommerzien­rat LucaS berechnete für die einzelnen Tage die Unterdedungen und zwar für den 25. September 1900 auf 980 212 Mk., für den 27. September 1900 1 321 812 Mk. und für den 18. Oktober 1900 auf 2 555 492 Mk. Angeklagter Eduard Sanden erkennt ziffern­mäßig das Material an. Sodann macht Sanden ausführlich An­gaben über die Anfänge und den Geschäftsgang der Preußischen Hypotheken-Aktienbank. Der Vorsitzende stellt fest, daß m der Bilanz vom 8L Dezember 1900 die Verluste der Bank auf 56 441558 Mk. berechnet wurden. Sanden bestreitet die Richttgkeit der Ziffern. Nach den von der Prüstmgskommission in dem ersten Vierteljahr aufgestellten Schätzungen waren die pro 31. Dezember 1900 von der Preußischen Hypothekenbank ausgegebenen Hypotheken in Hohe von 11 Mill. Mk. überbeliehen. Sanden erkennt auch diese Schätzung nicht an. Im Verlauf der Sitzung finden kurze allgemeine Er­örterungen über die anderen außer der Preuß. Hypothekenaktien­bank in Frage kommenden Banken und Institute statt. Daraus wird die heutige Sitziing geschloffen. Nächste Sitzung Montag, zu welcher eine sehr große Anzahl Zeugen geladen ist.

Berlin, 80. Mai. Der Patentstreit in der draht­losen Telegraphie ist heute entschieden worden. Die Nichtig- kettsklage, die von der Allaemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft gegen das Patent des Proseffors Braun angestrengt war, welches sowohl von Slaby-Arco wie auch von Marconi ohne Genehmigung des Besitzers angeroenbet wird, ist heute von dem Kaiferl. Patentamt in erster Instanz kostenpflichtig abgewiefen worden. Diese Ent­scheidung ist für beide Teile von höchster Wichtigkeit, da die ver­schiedenen Systeme ohlie das Patent Braun kaiiin genügen dürften.

Landwirtschaft.

o- Bom höheren Vogelsberg, 30. Mai. Endlich ist wieder Frühjahrswetter eingetreten, nachdem seither die landwitt- schastlichen Arbeiten infolge der täglichen Regen- und Schnee- Gestöber verbunden mit starken Nachtfrösten etwa 20 Tage lang eingestellt worden waren. Tie letzte Aussaat, die der Ger st e, wird in einigen Tagen beendet sein. Die H a f e r s a a t steht sehr gut, nur hat das Regenwetter das Aderfeld sehr fest zusammen­geschlagen, sodaß noch nirüdgebücbene Körner nicht gut mehr herauskommen können. An O b st wird es dies Jahr wenig geben, da gerade die Blütezeit in der Zeit der starken Nachtfröste vor­handen war. Obwohl die Wiesen und Hutweidenflächen noch sehr wenig Grasansatz haben, so wird doch das Vieh schon seit einigen Tagen auf die Weide getrieben infolge des bedeutenden Mangels an Heu und Stroh bei fast jedem Landwirt.

" Südwcstdcutscher Baueimtag. In Mannheim wird am 8. Juni eine Hauptversammlung für alle südwestdeutschen Abteil­ungen des Bundes der Landwirte stattsinden, auf der die Vor­sitzenden des Bundes erscheinen werden.

Landwirtschaftliche Ltudienreise nach der Provinz Lachse». Wie uns vom Hessischen Landwirtschaftsrat mitgeteilt wird haben sich bereits 20 Landwirte zur Beteiligung an der Studienreise angemeldet; darunter sind 9, die auch die vorjährige Studienreise nach Baden mitgemacht haben, gewiß ein Beweis da­für, daß diese Veranstallungen großen Anklang gefunden haben. Nach dem vorläufigen Programm sollen die Tomanen Roß la und Kelbra bei Nordhausen, die Verfuchswirischasl m Lauch­städt, die intensiven Großbetriebe der B e n f c n ö o r f e r Güler, die Musterobstanlagen in D i e m i tz, inlensive kleinere Gulsbetriebe inBuschdorf und K l e i n ° K u g e l, letztere iamtlich m der Nähe von Halle, ferner das Landwirtschaftliche Institut, das Kornhaus und die Geflügelzilchtaiistalt der Landwirtschaflskammer m Halle besucht werden. Alsdann geht die Reise nach den beriihmten Saai- gurzucht- und Zuderrubenwirtschasten von Heine-Hadmersleben und Dr. Rimp a u - Schlanftcdt in der Gegend von Magdeburg;

auch eines der großen Kalisalzbergwerke in Dümenburg oder Staß­furt wird besichtigt werben. Zmn Schluß ist em Ausflug m den Harz projektiert.

Meratur.

Die Frage nach dem Zusammenhang zwi- chen den Vulkanen und dem glühenden Erd­kerne, die angesiäüs der Katastrophe auf der Insel Martinique allgemeines Interesse beanspruc1)en darf, ge­langt in der 3. Lieferung der neuen Publttatton Hans KraemersWeltall und Menschheit" (Deutsches Berlagshaus Bong & Co. Berlin), unterstützt von fesselnden Bildern, zur Erörterung. Das neue Heft bringt ferner eine getreue Nachbildung eines Kupferstiches aus dem 18. JahrhundertZusammenstoß eines Kometen mit der Lonne", der nach der Annahme Buffons, eines der be­rühmtesten Naturforscher des 18. Jahrhunderts, die Ent­stehung der Erde aus den abgesprengten Teilen des Son­nenballes herbeigesührt haben sollte. Die gleich den rüheren glänzend ausgestatteten Lieferungen enthalt außerdem eine große bunte Reproduktion der von Hum­boldt und anderen bearbeiteten, höchst lehrreichenVer­gleichenden Darstellung der höchsten Berge, größten Strome und Wasserfälle der Erde." ..

Hellmuth Wille's Wiener RomanKartenhäuser" findet in dem (21.) Hefte der Illustrierten ZeitschriftZur Guten Stunde" (Preis des Bierzehntagsheftes 40 Pf., Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W. 57) feinen versöhnenden Abschluß. Eine Ballade von Max Steinfurt Die Entführung" dient diesem Hefte zur besonderen Zier, und ein reich illustrierter Auftatz aus Edward Stilgebauers Feder versetzt uns an die Gestade des Rheinstromes ins goldene Mainz. Reich ist auch dieses mal der zeit­geschichtliche Tett. Die beigegebene Illustrierte Klassiker­bibliothek bringt HebbelsMaria Magdalene".

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Westdeutsche Berficherttngs-Aktieubauk. Dieselbe schließt das letzte Geschäftsjahr mit einem Fehlbetrag von 167,811 Mk. ab. Der Schaden wird aus dem Reservefonds gebedt und eine Divi­dende von 4 Prozent aus dem Disposittonsfonds gezahlt.

Die Bereinigte Eifcnbahubau- und Betriebögcsell- chaft Berti» muß ihren ganzen Bruttogewinn im Betrage von 824,082 Mk. zu Abschreibungen, Verzinsung der Obligationen, Handlungsunkosten und Garantiezuschüffen verwenden. Eine Divi­dende gelangt wieder nicht zur Verteilung.

«Proz. Sächsische Rente. Gleich wie bei der letzten ruffischen Anleihe, wird auch bei der neuen sächsischen Anleihe be­hauptet, die Zeichnungen seien so zahlreich eingelausen. daß selbst diejenigen für feste Kapitalanlage nur zu einem kleinen Teil berüd- ichtigt werden können. Bei der ruffischen Anleche hat sich aber hinterher ergeben, daß die meisten Zeichnungen rein spekulativer Natur waren.

Fusionen tu der Kohleuindustric. So ost im Lause dieses Jahres Koblenaktien plötzlich in die Höhe gingen, ohne daß ich stichhaltige Grunde für Aufwärtsbewegung angeben ließen, hieß es, es seien Fusionen zwischen einzelnen Gesellschaften in Sicht. Es hat sich Direktor Fürstenberg von der Berliner Handelsgesell- chaft nach den rheinisch-westfälischen Kohlengebieten begeben und damit werden die neuen Fusionsgerüchte in Zusammenhang ge­bracht. Weiteres bleibt abzuwarten.

Cemeutpreise. Nachdem die Zentralverkaussstelle vor 14 Tage schon die Preise reduziert, werden letzt die PortlandcemeM- preise wieder um 20 Pfund pro 180 Kilofaß ermäßigt.

Die Paderborner Bank wird am 19. Juni über Sanirung resp. Liquidation der Gesellschaft beraten.

Oesterreichische Südbahu. Die ordentliche General­versammlung verlief sehr stürmisch. Von den Aktionären wurde Erleichterung des Obligationendienstes, stärkere Vertretung der deutschen Aktionäre und Einberufung einer außerordentlichen Gene­ralversammlung verlangt. Das Wiener Aktionärekomitee hat einen Protest gegen die Goldzahlung für Prioritäteneoupons eingebracht. Der Prchident Ehlumetz erklärte, daß von Verstaattichungs-Verhand- lunqen keine Rede fein könne; zu einem Rechtsbruch gegenüber den Obligationären werde die Verwaltung der Südbahn nie zu haben ein. Schließlich wurden die Anträge der Verwaltung der Südbahn unverändert angenommen. In Betreff der Priotttaten konnte die Generalversammlung eine Klärung der Verhältnisse nicht bringen. Die Obligattoneninhaber müssen sich erst erklären, ob sie auf eine Kürzung ihrer Rechte eingehen wollen. Die Frage, ob die Ver­zinsung der Prioritäten der Südbahn in Gold oder Silber zu er- olgen habe, würde eventuell nicht nur die österreichischen, sondern auch die ausländischen Gerichte beschäftigen, und eine Entscheidung zu Ungunsten der Südbahn müßte, wie die Verwaltung mit Recht ausführte, eine Beschlagnahme ihrer Vermögensobjekte im Auslande zur Folge haben. Zu oen Vermögensobjeklen ist vor allem der von der italienischen Regierung an die Südbahn zu zahlende Zuschuß von ca. 28 Millionen Frcs. zu rechnen, was sich jedenfalls für die Bahn sehr fühlbar machen würde. Deshalb ist den Aktionären nur zu raten, von Gewaltmaßregeln wie die Prioritätenzinszahlung in Silber abzustehen und fid) mit den Prioritäteninhabern auf eine für diese annehmbare Basis zu einigen. Im übrigen denkt die Verwaltung nach wie vor nicht an die so notwendigen inneren Reformen, namentlich auf dem Gebiete des Frachtwesens. Ob nun eine Aenderung eintritt, wenn deutsche Aktionäre in der Verwaltung fitzen, muß abgewartet werden.

Die Mars-Fahrradwerke in Nürnberg haben im ab= gelaufenen Berichtsjahre wieder mit Verlust gearbeitet Derselbe beträgt Mk. 91.083. Hierdurch ist die Unterbilanz von Mk. 244.826 auf Mk. 335.910 gestiegen bei einer Million Mark Aktienkapital.

Tabak. Auch während dieser Berichtswoche lag das Geschäft äußerst ruhig und wurde im Handel wenig umgebt. Die jetzt eingetretene wärmere Witterung ist den Tabaken für die Fermen­tation äußerst günstig, und werden dieselben auch im Fermen- tierungsprozeß rasch vorwärts schreiten, dann bald fertig fein, und hofft man, daß sich hierdurch veranlaßt, das Geschäst sehr rasch wieder etwas belfer entwickeln wird. Verkauft wurde in Landau ein Posten (ca. 400 Zentner) 1900er rheinbayrischen Einlagetabak zu 41 Mark von der Spekulation an Händler gegen teilweisen Gegenkauf von feinen Tabaken. Sonstige Abfchlüsse sind uns nicht bekannt geworden. Lose pfälzer Rippen qeschäftslos, lose feine Mark 9 bis 9,50, gebündelte Mark 10.50 bis 11,50.

Bichmartt. Das Geschäft an den einzelnen Märkten bewegte sich nid)t in der gewünschten Weise, an einigen kleineren Plätzen blieb sogar größerer Ueberstand. Prima Großvieh war wie immer flott gehandelt und rafd) ausverkauft, mittlere Qualitäten fanden nur an größeren Mäklen bessere Beachtung, an kleineren Plätzen blieb ziemlich Ueberstand hierin. Kälber im Allgemeinen rafd) abgesetzt, an einigen Plätzen konnte der Bedarf garnidjt gedeckt werden. Fette Schweine etwas lebhafter gehandelt, Läufer und Milchschweine besser beachtet.

Kraftfuttermittel. Das Geschäft in Futtermitteln, besonders in greifbarer Ware ist ruhiger geworden. Deffenungeachtet fomuen sich die Preise m Anbetracht der geringen Vorräte und des beschränkten Angebots fest behaupten. Erdnußkuchen find fogar Mark 34. höher zu notieren, während für die anderen Futtermittel auf Herbst- und Winterlieferung eine gute Meinung besteht.

Kohle». Es notieren: Ruhr-Fettnuß Körnung I und II Mk. 190200; Nußschmiedekohlen Mk 165175; Deutsche Anthracil- Nußkohlen Mk. 290300; Englische Anthracit-Nußkohlen 2RL 360 bis 370; Rilhrflammnuß Körnung I und II Mk. 180190; Ruhr- flammnußkohlen Hl Mk. 160170; Fettschrot Mk. 135140; Ruhr°Bruchcoks Mk. 235245; Aussiebgries Mk. 110120. Alles per zehn Tonnen ab Mannheim. Tie Nachftage beginnt stärker

au werden und Damit das Sxqcycm ITO) unrreveiyrearuv zu aa-

Getreide. Die Tendenz war bis zur zweiten WochenhÄfte ehr fest, dann aber trat infolge Zunnahme der Zufiihren und qunftiqcred Wetter in Amerika eine Abschwächung ein. Die Preise l onnten sich daher nicht behaupten und haben ca. Mk. 1 biÄ 3 pec Tonne emqebÜBt Roggen fest und hoher. G e t si e. Futter- gerfie etwas höher. Hafer knapp und neuerdings hoher. MaiL test. Tie heutigen Notierungen und: Redwinter 2 Mk. * Kansas 2 Mt. 134. Sudruss. Weizen Mk. 129-142. Kaplata Weizen feinere Qualitäten Mk. 137 138. Ruff. iRoggcn Mk. 118 bis 115. Ruff. Futtergerfie Alk. 104. Ruff. Hafer Mk. 137-450. Mixed Mais Mk.. Donau Mais Mk. 100. ßaplata Mais r. t. Mk. 100 per "Tonne cif Rotterdam.

Arbeiterbewegung.

Stuttgart, 30. Mai. In der mit dem gestrigen Tag be» gonnenen A u s ft andsbeweg u.n g des Personals der städttsche» Straßenbahn sind dem Vernehmen nach ungefähr 350 Angestellte beteiligt, während ungefähr 60 Beamte sich der Bewegung fern- gehalten haben. Tie Antwort der städtischen Straßenbahn-Tirektion auf die gestern gestellten Forderungen wird nod) im Laufe befl heutigen Tages den Angestellten mitgeteilt werden. Dieselbe lautet dahin, daß sich die Direktion der städtischen Straßenbahn in Unter­handlungen mit der auf Veranlassung des Berliner Verbandes ein­gesetzten Kommission nicht em la ff en werde, dagegen jederzeit bereit ei, mit dem Ausschuß der Angestellten in Unterhandlungen zu treten behufs Regelung der schwebenden Lohndifferenzen. Wie man hört, sind von feiten der Direktion Vorkehrungen getroffen, um im Falle eines Ausstandes den Straßenbahnverkehr in vollem Um« ang aufrecht erhalten zu können.

Schiffsnachrichlen.

Norddeut scher Lloyd.

In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz.

Bremen, 29. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer .Dresden", Kapitän F. v. Letten-Petersen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 7 Uhr morgens wohl- behatten in Baltimore angekommen.

AusM ans den Sianitsamlarrgiptni der Statt «itftu.

Aufgebote.

Am 24. Mai. Mathias Ofenloch, Wursthändler in Frank- fiirt a. M. mit Katharine 3)laber dahier. Am 27. Mai. Ehttstta» Georg Heinrid) Alartin Friedrich Karl Franz, Buchbinder dahier mit Meta Henriette Mathilde Hegmann m Franksutt a. M.

Ehefchließuugeu.

Am 24. Mai. Dr. Johannes Heinrich Anton Wagner, prakt. Arzt in Hungen mit Luise Wilhelmine Ottilie Äaroline Balzer da­hier. Am 29. Mai. Otto Paul Trinks, Setgeant-Hoboist dahier mit Lina Heß Hierselbst.

Geborene.

Am 19. Mai. Dem Schlosser Karl TI ent eine Tochter, Lina Katharine. Dem Schreiner Friedrich Drahn ein Sohn. Am 20. Mai. Dem Lokomotivheizer Nikolaus Weßbecher em Sohn, Emst Philipp. Am 23. Mai. Dem Former Friedrich August Schmidt eine Tochter, Käthe Lina Ehristine. Dem Fuhrmann Jakob Tläurer ein Sohn, Hans. Am 26. Mai. Dem Straßenwärter KaSp« Beder ein Sohn.

Gestorbene.

Am 23. Mai. Wilhelmine Luise Förster, 8 Monate alt, Tochter des Heizers Heinrich Förster dahier. Am 24. Mai. Herman» Röder, 43 Jahre all, Kaufmann dahier. Am 25. Mai. Elisatxtthe Petri, geb. Kräling, 72 Jahre alt, Witwe des TlaurermexfterS Christian Petri dahier. Am 26. Mai. Wilhelm Langzettel, 7 Monate alt, Sohn des Arbeiters Max Langzettel dahier. Helene Babel, geb. Klua, 68 Jahre alt, Ehefrau des Schlossers Hartmanu Babel dahier. Am 27. Mai. Heinrich Curjchmann, 83 Jahre alt, Lehrer i. P. dahier. Am 28. Mai. Bertha Huhn, geb. Haag, 37 Jahre alt, Ehefrau des Goldarbetters Heinrich Huhn dahier. Am 29. Mai. Fritz Georgi, 79 Jahre alt, Rentner dahier. Am 30. Tlai. Ludwig Schneider, 42 Jahre alt, Taglöhner dahier.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gietzeu.

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Barometer auf 0° reduziert

Temperattir der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchttgkeit

Windrichtung

Windstärke

Wetter

30.

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Rötingen, den 5. Dezember 01. Aus Ihr Schreiben vom 3. ds. zurüdkommend, beeile ich mich. Sie zu benachrichtigen, daß id) mit Ihrer Herbaseife sehr zufrieden bin, dieselbe kann ich jedermann gegen Hautausfchläge und Sommersproffeu auf das wärmste empfehlen.

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