Ausgabe 
31.5.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. 1«S

Erstes Blatt. 153. Jahrgang

Samstag 31. Mai 1908

Erscheint tügltch «brr Sonntags.

Dem Gubener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem brsstscheR Landwitt die riebeaer FamUte». bUtter Dtetmol in der Woche beigeUgt AscattonSdruck u. Ver­lag der Brühl Ich« Unw«rl.'Vuch- u. 6t em- druckerri (Ptepch (Lrd«^ Rebofhxm, fcpeöttttm »md Drucker«: «chalstrabe 7.

Kbrefie für Depesch«: Anzeiger vtehea.

K« nsprrchanscbluß Nr. 5L

GietzenerAnzeiger

Eeneral-Anzeiger " '**7

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen

Vczo gsprets, monatlich7bPs.,mertLl- sährlich Mk. 2JB0; durch Adhole- u. Hweigstellem' monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk.L otertd* lährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für bie Tage«nummer bis vormittags 10 Uhr. Zetlenpr«»: lokal 17P^ auswärts 80 Pfg.

Verantwortlich: für den ooltl. u. allgem» teil: P. Wlttko: für .Stadt und Land' und , GertchtLl aal': R. D l t t» mann; für den tim zeigenteil: HanS Beck.

KeKanntmachmg.

vetreffeud: Das vber°Ersatzgeschäst für 1902.

Da- Ober - Srfatzgeschäst für 1902 wird im Kreise

SHefcen

Montag bat 16. Juni im Rathaufe zu Lich, vormittags 9 Uhr,

Dienstag den 17. Jnui daselbst, vormittags 9 Uhr, Mittwoch bat 18. Juni in der Restauration .Zum LonyS

Bterkeller', Schcmzenstraße Nr. 18, zu Gießen, vor­mittags 9 Uhr,

Donnerstag bat 19. Juni daselbst, vormittags 8 Uhr, Freitag bat 20. Juni daselbst, vormittags 8 Uhr, SamStag bett 21. Juni im Gasthaus ,Zmn Rappen" zu

Grünberg, vormittags 91/« ilhr, stattstnden.

ES haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großherzog­lichen Ober-Ersatz-Kommission im ersten Bezirk der 49. In­fanterie - Brigade in sämtlichen Aushebttttgsorten zu gestellen:

o. dir für dauernd untauglich befundenen Militär- pflichttgen, soweit denselben eine besondere Ladung zugeht;

b. dte zum Landsturm I in Vorschlag gebrachten Mili­tärpflichtigen;

c. die zur Ersatz - Reserve in Vorschlag gebrachten Milttärpflichtigen;

d. die von der Ersatz-Kommission als tauglich und einstellungSfähig erkannten Militärpflichtigen, ein­schließlich derjenigen anS früheren Jahrgängen;

e. die von den Truppenteilen zur DiSpositton der Ersatz-Behörden entlassenen Soldaten;

t die von den Truppentellen abgewiesenen einjährig Freiwilligen.

Den Groß herzoglichen Bürgermeistereien werden be­sondere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, welche den betreffenden miverzoglich zuzustellen sind. Der Vollzog der Ladungen ist innerhalb 6 Tagen auzuzeigen. Die Militärpflichtigen sind außerdem anzuweisen, ihre Losungsscheine mit zur Stelle zu bringen.

Die zur Beurteilung von Reklamationen in Bettacht kommenden Personen, wie Eltern, Geschwister, haben ebenfalls za erscheinen, andernfalls ans die betreffenden Reklamationen keine Rücksicht genommen werden kann, was die G:ohh. Bürger­meister den betreffenden Reklamanten noch besonders mitzutecken haben

Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist der Grund hiervon berichtlich anzuzeigen, und ist, wenn ein Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weggezogen ist, zugleich anzugeben, wohin dersrlbe verzogen ist.

Die Großherzoglichen Bürgermeister haben bei dem Ober- Ersatz-Geschäfte bis zum Schluß des gesamten Aushebungs-Ge­schäftes selbst anwesend zu sein, um bei der Untersuchung von Felddienstuvlauglicheu, sowie Invaliden ev. Auskunft geben zu können, auch haben sich dieselben darum zu bemühen, daß die Milttärpflichtigen, den Ladungen entsprechend, eine Stunde vor Beginn des Geschäfts zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gclleidet erscheinen, und während des Aushebungs Geschäftes ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten, was denselben vor

Abreise nach den einzelnen Aushebungs-Bezirken noch ausdrücklich za eröffnen ist.

Gießen, am 16. Mai 1902.

Der Zivil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Kommission des Kreises Gießen.

Dr. Heinrichs.

Hessischer Landtag.

Zweite hessische StändeLarnmer.

103. Sitzung.

Darmstadt, 30. Mai.

Zweiter Präsident Reinhart eröffnet die Sitzung um 10 Uhr.

Am Regierungstisch: Staatsminister Rothe Exc., Justiz­minister Dittmar Exc., Finanzminister Gnanth Exc., Mini­sterialrat Eisenhuth, Regierungsrat Hölzinger.

Auf der Tagesordnung erscheint als erste Position die Anfrage des Abg. Dr. Schmitt und Gen, den Bahnhof in Kastel und die Erweiterung der Stadt Kastel betreffend, und in Verbindung hiermit: die Vorstellung der Anwohner Kastels, die Unterstützung ihrer auf Stadterweiterung ge­richteten Bestrebungen betreffend.

Finanzminister Gnauth erklärt, die Negierung habe bereits vor der Anfrage sich veranlaßt gesehen, Schnitte zur Beseitigung bestehender Mißstände zu thuu. Durch die Umführungsbahn nach Wiesbaden werde demnächst eine er­hebliche Entlastung des Bahnhofs Kastel eintreten und es sei deshalb angebracht, vorerst eine abwartende Haltung einzunehmen. Äe Regierung sei nicht in der Lage, von sich aus der Sache näher zu treten, sei aber bereit, bestimmte Anträge der Stadt Kastel oder anderer Interessenten zu prüfen und nach Möglichkeit zu unterstützen.

Staatsminister Rothe führt aus, daß durch die mit dem Kriegsministerium geführten Verhandlungen eine Ver­ständigung darüber erzielt worden sei, daß zunächst die innere Umwallung der Festung von der Militärbehörde freigegeben werden solle; alsdann solle mit der Aufstellung eines Bauplanes und mit dem Verkauf der Grundstücke zu Bauzwecken durch die Reichsfinanzverwaltung begonnen werden. Ter Bebauungsplan sei bereits seitens des Mini­steriums genehmigt und es stehe nur noch die Genehmigung des Reichsschatzamts aus. Tie Regierung habe alles ge- than, lum eine befriedigende Lösung herbeizuführen.

Abg. Schmitt (Ztr.) legt die mißlichen Verhältnisse, die in Kastel infolge der Umwallung bestehen, dar. Diese gesundheitsgefährlichen Verhältnisse, die sich ans dem Vor­handensein des Festungsgrabens ergäben, seien erst in den letzten Wochen durch das Kreisgesundheitsamt festgestellt worden. Die skandalösen Verhältnisse bedürften dringend einer schleunigen "Beseitigung, und mit der Niederlegung der Wälle müsse alsbald begonnen werden. Die Zustände am Frankfurter und Wiesbadener Thor seien derart, daß bei der Hitze eine Typhusgefahr für Kastel befürchtet werden müsse. In Kastel herrsche eine große Mißstimmung, die noch genährt worden sei durch die Aeußerung eines Beamten, daß die Umwallung erst dann niedergelcgt werde, wenn die Stadt Kastel »das Gelände für die projektierte Dahn billig hergebe. Tie Antwort des Finanzministers befriedige ihn keineswegs. Ueberall habe man Unterfüh­rungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit; auch im Bahnhof Kastel könnten solche eingerichtet werden, wenn auch der Bahnhof erst vor neun Jahren erbaut worden sei. Ter Finanzminister habe erklärt, daß die Bewohner Kastels mit bestimmten Wünschen herantreten sollten. Aber die

Einwohner Kastels interpellierten ja schon seit Jahren. Die Rangiermanöver müßten außerhalb des Bahnhofs vorge­nommen werden; dadurch werde schon eine große Entlastung erzielt. Er bitte die Regierung, diese in der Entwickelung zurückgebliebene Stadt nach Möglichkeit zu fördern.

Staatsminister Rothe: Er verkenne durchaus nicht die Berechtigung der vorgebrachten Klagen. Die Regierung werde mit allen Mitteln die Bcsttebungen der Stadt Kastel zu fördern suchen.

Abg. Haas-Mainz (Soz.) hält es nicht für angebracht, daß man der Stadt Kastel, die ungeheure Opfer gebracht habe, zumute, die Mtttel aufzubringen, um neue fortifika­lorische Anlagen für das Reich errichten zu können. Ter Militärfiskus treibe hie und da Bodenwucher. Die durch den Festungsgraben hervorgerufenen Zustände seien unge­heuerlich und sanitätswidrig.

2. Präsident Reinhart rügt den AusdruckBoden- Wucher".

Finanzminister Gnauth betont, daß die Regierung die dortigen Uebelstände nicht verkenne; dasselbe sei beispiels­weise hier am Main-Neckar-Bahnhof der Fall. Mit bet radikalen Abstellung derselben müsse man indes warten, bis man wisse, wie sich die Verhältnisse und die Bedeutung des Verkehrs gestalten und sich vorerst mit provisorischen Maßnahmen begnügen.

Abg. David (Soz.) erklärt, fein Parteigenosse Haas habe mit dem AusdruckBodenwuchfer" sagen wollen, daß der Militärfiskus das Rayongesetz zu dem Zwecke benutze, aus diesem Gelände möglichst viel herauszuschinden; hrer erwerbe er billiges Gelände zu eigenen Zwecken, dort ver­suche er es möglichst teuer zu verkaufen. Der MilitärfiskuS wolle vorerst nur einen Teil der Wälle freigeben, well ep dadurch ein besseres Geschäft zu machen hoffe. Die Regie­rung solle einmal prüfen, ob bei Schleifung der Festung Köln der preußischen Stadt nicht ein größeres Entgegen­kommen gezeigt worden sei, als der hessischen.

Der Antrag des Ausschusses: Hohe Kammer wolle an Großh. Regierung das Ersuchen richten, bei dem Abschluß der bezüglichen Verhandlungen mit der Militärbehörde für Wahrung der Interessen der Bewohner Kastels ener­gisch einzutreten und die Vorstellung damit für erledigt erklären, wird sodann einstimmig angenommen.

Es folgt die Regierungsvorlage: die Erbau­ung einesJustizgebäudes,Provinzialarrest- Hauses und Gymnasiums zu Mainz. Debattelos wird die Vorlage mll allen gegen 1 Stimme angenommen. Zur Erbauung eines Justizgebäudes mit Provinzialarrest­haus in Main -z sollen 7800 Quadratmeter je 90 Mark an­gekauft werden, für ein neues Gymnasium 1455 Quadrat­meter zu je 120 Mark; 43 000 Mark werden bewilligt, um das derzeitige Provinzialarresthaus zu Wohnungen für 16 Beamtenfamilien einzurichten und das alte Gym­nasium wird der Stadt Mainz für 250000 Mark verkauft.

Tie Forderung der Regierung für Einstellung weiterer Lehrkräfte am .Herbstgymnasium zu Mainz (1 akad. ge- biloeter provisorischer Lehrer) und an dem Realgymna­sium und der Ober-Realschule (1 akad. gebildeter provi­sorischer Lehrer und ein seminaristisch gebildeter Lehrer) wird debattelos gegen 1 Stimme genehmigt.

Zu der Regierungsvorlage, bet reffend Er­bauung eines kleinen Wohnhauses für den Gärtn er der psychiatrischen Klinik in Gießen bemerkt der Ausschußbericht, daß in dem Hauptvoranschlag für das Jahr 1901/02 9300 Mark bewilligt worden waren, um dem Gärtner eine Wohnung zu beschaffen, was durch den Aufbau eines dritten Stockwerks auf das frühere

Mauthners Beiträge zu einer Kritik der Spracht.

In einem breit angelegten Werk, das in seinem ersten "Teil den UntertitelSprache und Psychologie" führt xmb in seinem zweitenZur Sprachwissenschaft" betitelt ist (der sich mit Logik und Grammattk befassende dritte Teil steht noch aus) liefert Fritz Mauthner, soweit dies mit den Mitteln eines einzelnen möglich ist, eine Kritik der Sprache. Es handelt sich für ihn darum, den völligen Unwert der Sprache für geistige Erkenntnis nachzuweisen. Zu diesem Zweck bemüht er sich, den Glauben an die Priorität des Denkens zu _ zerstören und Denken und Sprechen wenigstens insoweit gleichzusetzen, als es das Denken bem ein Mehr enthaltenden Sprechen gleichzeitig sein läßt. Die zum Teil aus dem Gebiet des Physiologischen hergeholten Beweise sind meist überzeugend. Wenn aber das Denken unmittelbar an daS Wort gefesselt ist, so bleibt es dem Menschen versagt, über die Sprache hinaus zu denken, sich also etwas vor­zustellen, was die Sprache nicht erlaubt. Bei dem Parallel­gehen von Denken und Sprechen ist es von größter Be­deutung, daß weder das menschliche Denken noch die Sprach­form, in die es sich lleidet, ein wahres Bild der Wirklich- keitswelt geben kann: unsere Sinne sind wie es bei Mauthner mll neugeprägtem Ausdruck heißt Zufalls­sinne und statt der erweisbar höchst unvollkommenen fünf oder sechs menschlichen Sinne nur eine engbegrenzte Zahl von Schwingungen wird beispielsweise als Töne empfun­den, und auf die Ultrasttahlen des Prismas reagiert unser Gesichtssinn nicht) hätten sich geradesogut an die Sinne wie etwa für Elektrizität, Magnetismus und Chemismen entwickeln können. Taß diese Zufallssinne, mit denen wir uns in der umgebenden Welt zu orientieren gelernt haben, dem zufälligen Interesse der Organismen ihr Da-

) Tas umfangreiche Werk ist im Verlage der I. G. Eottafchen Buchhaitdlung Nachf. in Stuttgart erschienen.

sein verdanken, scheint in dieser schroffen Behauptung Mauthners doch fraglich : zum mindsten hätten die Grenzen der Ditwickelungsfähigkeit in Betracht gezogen werden müssen. Bei der zufälligen Richtung unseres Denkens und mithin der nur als anderer Ausdruck des Denkens an» zusehenden Sprache wird es immer unmögtt,ch fein, zu einer Erkenntnis des Wirklichen vorzudringen. Und oa die Sprache nur die Summe aller von Urzeiten her ge­malter Beobachtungen darstellt und unsere Sinne sich nicht nach innen wenden lassen, ist die Möglichkeit einer Psychologie von vornherein ausgeschlossen: Denken und Sprechen vermögen nicht über die äußerlich mechanischen, d. h. rein physiologischen Vorgänge hinauszukommen; der Uebergang von dem äußeren Prozeß der Nervenbahnen und des Gehirns zu der Thatsache des Bewußtseins muß ein ewiges Rätsel bleiben. Wie den Wert unserer heutigen Psychologie leugnet Mauthner folgerichtig auch den Wert der hergebrachten Logik: eben weil es kein Denken über dem Sprechen giebt und bei der Verschied enartigkett der grammatischen Kategorieen in den verschiedenen, nament­lich den entfernteren Sprachen von einer sämtliche Ge­hirne gleichmäßig bindenden, also gewissermaßen über dem Denken schwebenden Logik nicht die Rede sein kann. Für Martthner hat jede Sprache chre besondere Logik, und eine Gleichheit kann nur da vorliegen, wo die gram­mattschen Redeteile genau zu einander stimmen.

Wenn die Sprache nach den Darlegungen Mauthners als Erkennrnismittel versagt, so bleibt ihr wenigstens der Wert eines Kunstmittels gerettet: schon darum, weil der Dichter weniger scharf umriffene Begriffe braucht, als es die wissenschaftliche Betrachtung verlangt. Er wirtt zu gutem Teil durch die rntt Worten angeschlagene Stimmung, die bei der Enge des menschlichen Bewußt­seins, die höchstens zwei bis drei Worte im geiftigen Blickfeld sein läßt, und sich über die hervorspringenden Hauptpunkte hin einen notbürftigen Zusammenhang schafft, in ihrem Wert nicht zu unterschätzen ist; überbies ge­winnt er ben Leser ober Hörer schon dadurch, daß er ihm

bei der Unstetigkeit des Wortinhalts keinen Zwang auf­erlegt und ihm ohne weiteres subjektives Empfinden zu- gesteht.

Ihre künstlerische Höhe hat die Sprache erst durch das metaphorische Geschiebe erreichen können, das von jeher wirksam gewesen ist. Die Metaphe als Bedeutungsuber­tragung im weitesten Sinn stellt im Sprachleben die An­passung dar, während das Fortleben des ursprünglichen Vorstellungsinhalts sich bem regelmäßigen Entwickelungs­typus vergleicht. Merkwürbigerwcise setzt sich Mauthner hinsichtlich der Sprach form über die naheliegende For­mel weg, die lautgesetzliche Entwickelung der Vererbung gleich^ustellen hätte und Anlehnen durch Analogie dem Anpassen der Organismen. Er trägt entgegen seiner son­stigen naturwissenschaftlichen Betrachtungsweise den wüste­sten Zufall in die Sprachgeschichte hinein und zeigt, wo er die Sprachforschung meistert, in mehr als einer Hinsicht ein unzureichendes können. So wird auch die Sprach­wissenschaft von seiner Forderung ihre Ausgabe viel weiter nach rückwärts zu verlegen, wenig Notiz nehmen. Die Kluft zwischen dem Letzterwählbaren und dem hypothetischen Anhang ist und bleibt unüberbrückbar. Manche schöne Tinge weiß hier Mauthner zu sagen: wie die Sprache sich gerade als Lautsprache und nicht als Gebärdensprache entwickeln mußte, wie die Sprache ursprünglich jedenfalls mehr Gestensprache war, bis später das Verhältnis sich umkehrte und die Gebärde nur noch das Mort unter­stützte, wie in der Urzeit eine Verständigung nur über das im Bereich der Augen Liegende möglich war, und wie eine Ursprache nicht einfach genug gedacht werden kann; aber in dem, was die Hauptfrage ist: wie der Organismus sich beseelte, wie er ein denkender und daneben primittv artikulierender Organismus wurde, muß Mauthner wie jeder andere die Antwort schuldig bleiben

O.